Die deutschen Bischöfe wollten die Fürbitte der Neuen Liturgie
Der Vatikan hat Vertreter des Judentums aufgefordert, jüdische Gebete, welche Christen verletzen, zu ändern. Doch die Angesprochenen verweigern den Dialog.
(kreuz.net, Vatikan) Vertreter des Judentums sollen darüber nachdenken, einige in dieser Religion verwendete
Gebete zu ändern. Das erklärte der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone vor der italienischen
Nachrichtenagentur ‘ansa’.
Der Kardinal äußerte sich während eines Besuchs in Aserbaidschan zur neuen
Karfreitagsfürbitte.
Die Kirche wolle Gegenseitigkeit. Es gäbe auf beiden Seiten Gebete, die man ändern
könnte oder sollte. Darauf hätten kürzlich auch „einige“ jüdische Persönlichkeiten hingewiesen.
So gibt es in der Synagogenliturgie ein Gebet, das dreimal täglich verrichtet wird. In ihm heißt es:
„Gepriesen bist Du, Herr unser Gott, König des Universums, der mich nicht zu einem Nichtjuden gemacht
hat.“
Die Karfreitagsfürbitte betreffe nur einen kleinen Teil der katholischen Welt – fuhr der Kardinal
weiter. Für diesen Bereich sei die neue Formulierung ein großer Schritt „nach vorne“.
Zudem sei die
Bitte ein Ausdruck der katholischen Identität und weit davon entfernt, „die Zwangs-Bekehrung von irgendjemandem“
zu fordern.
Dementi mit Halbwahrheiten
Der Oberrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni, widersprach dem
Kardinal in einer Pressemitteilung. Das Judentum habe seine Gebete schon vor Jahrhunderten selber zensiert.
Es gebe derzeit in jüdischen Gebeten überhaupt keine Bezüge auf das Christentum oder die Christen.
Was Di Segni unterschlägt: Die Juden beten für die Bekehrung „aller Gottlosen auf der Erde“ – zu denen
auch die Christen gerechnet werden.
Wohlklang statt Wahrheit
Auch der Bischof von Aachen, Mons. Heinrich
Mussinghoff, hat sich kürzlich vor der Nachrichtenagentur ‘dpa’ zur Karfreitagsfürbitte geäußert.
Ohne auf die schweren Probleme in der jüdischen Liturgie einzugehen, erklärte der Bischof, mit dem
neuen Text „unglücklich“ zu sein.
Er warnte, daß „viele unserer Pfarrer“ den Text angeblich mißverstehen
würden.
Ferner gestand er, daß die deutsche Bischofskonferenz dem Papst als neue Formulierung den Wortlaut
von 1970 vorgeschlagen hat: „Aber die Theologie des Papstes ist ein Stück anders“ – personalisiert der
Bischof das Problem.
Mons. Mussinghoff begreift zwar nach eigenen Angaben den theologischen Standpunkt
des Heiligen Vaters. Aber in jüdischen Ohren klinge das anders – so der Bischof.
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33 Lesermeinungen
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Ans Kreuz geschlagen von Römern oder Juden? Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen die Christen
„gekreuzigt unter Pontius Pilatus“ und es hieß noch nie „gekreuzigt von Pontius Pilatus“. Woher wollen
wir denn so genau wissen, dass nicht für die römischen Soldaten auch Juden gearbeitet haben? Insbesondere
bei Kreuzigungen in der damaligen Zeit wurden Juden durchaus eingesetzt, denn zum Nägeleinhämmern waren
sich die römischen Soldaten zu schade. Zudem brauchte man ja schon wegen der Verständigungsprobleme
unbedingt jüdische Helfer von seiten der Römer. Es konnten ja nicht alle Juden lateinisch und die Römer
konnten kein Hebräisch.Das Schild mit der Aufschrift „Jesus Nazarenus Rex Judaeorum – Jesus von Nazareth
der König der Juden“ wurde laut Evangelist auf Befehl des Statthalters Pontius Pilaus in den drei Sprachen
Lateinisch, Griechisch und Hebräisch verfasst, damit es jeder lesen konnte. Die Römer konnten nicht
Hebräisch schreiben, das gehörte damals nicht zur Grundausbildung der römischen Soldaten. Das Schild
muss ein Jude geschrieben haben. Als man es gefunden hat, fand man sogar die griechischen und die lateinischen
Buchstaben -wie für das Hebräische üblich – von rechts nach links geschrieben. Das wiederum ist der
Beweis, dass Juden direkt bei der Kreuzigung mitgewirkt haben. Wem das alles nicht einleuchtet, der soll
doch Jesus Christus selbst hören! Sagt nicht der Herr selbst zu Pilatus: „Größere Schuld liegt bei
dem, der mich dir ausgeleifert hat.“ Ausgeliefert hat ihn doch der H…
@Marcelus Danke. Ich sehe so selten Lateinische Messbücher von 1969. Die scheinen in Deutschland nicht
sehr verbreitet und nicht sehr beliebt zu sein, so selten wie sie verwendet werden …
@zwobbel … der Fachmann Nach allem was ich mit diesem Mann erlebt habe, fürchte ich, er hat selbst
keine richtige Ahnung von der katholischen Theologie. entweder Du nennst konkrete Beispiele – oder Du
hälst die Klappe! Verhöhnung eines Bischofs ohne Grund führt sicher auf den Weg zur Hölle!
„Es gibt und gab nie eine ‘Sedisvakanz’ auf dem Papstthron“ Es gibt und gab nie eine „Sedisvakanz“ auf
dem Papsttrohn. Natürlich gibt es eine „Sedisvakanz“ auf dem Papstthron: Wenn der Apostolische Stuhl
ohne Papst ist, wie der Name schon sagt. Oder ist der Papst seit Petrus derselbe geblieben?
@HBR / Korrektur @HBR 1. Was bedeutet eigentlich dieses Kürzel? Sind Sie sich nicht zu schade, sich nur
mit einem Kürzel zu benennen? 2. Es gibt und gab nie eine „Sedisvakanz“ auf dem Papsttrohn. Es gibt lediglich
einige Sektierer, die Sedisvakantistensekte, welche mit völlig absurden Behauptungen eine Sedisvakanz
herbeireden will. So sagen Leute, die sich um theologische Fragen einen Dreck kümmern. Anders herum:
Sind nachweisliche Häresie und Apostasie keine ernsthaften Gründe, um an der Katholizität / Rechtmäßigkeit
von Amtträgern zu zweifeln? Korrektur: Statt „1960“ könnte es auch „1962“ gewesen sein, als die Roncalli-Reform
in Kraft trat. Das weis ich nicht so genau, ich war damals noch im Kindi…!
@iustus: Das ordentliche Meßbuch trägt als Veröffentlichungsjahr 1969 Es gibt zwei Formen des römischen
Ritus: 1. Die außerordentliche (Messbuch 1962 lateinisch). 2. Die ordentliche (Messbuch 1968 lateinisch,
1975 deutsch). Das ordentliche Meßbuch trägt als Veröffentlichungsjahr 1969, manchmal wird es auch
Meßbuch 1970 genannt.
Pro fide catholica Je nachdem, wie die Frage nach der Rechtgläubigkeit der „Päpste“ und Rechtmäßigkeit
der Papstwahlen und damit zusammenhängend der Sedisvakanz seit 1939/1958/1962/1965 letzlich zu beantworten
ist, werden einer oder mehrere dieser Riten als gültig angesehen werden können. Es gibt und gab nie
eine „Sedisvakanz“ auf dem Papsttrohn. Es gibt lediglich einige Sektierer, die Sedisvakantistensekte,
welche mit völlig absurden Behauptungen eine Sedisvakanz herbeireden will.
Hebräer sollen endlich ändern… Das ist ja schon ein Erfolg das endlich mal bei den Hebräern angeklopft
wird um deren Christenfeindlichen Talmud zu durchleuchten. Wetten dass die im Gegensatz zum Vatikan nicht
klein beigeben und diese Passagen streichen!
@iustum: Ganz so einfach ist die Sache leider nicht! Es gibt zwei Formen des römischen Ritus: 1. Die
außerordentliche (Messbuch 1962 lateinisch). 2. Die ordentliche (Messbuch 1968 lateinisch, 1975 deutsch).
Diese Aussage – Sie wissen es genau – ist nur bedingt richtig! Sie lässt die voraufgegangenen Reformen
des traditionellen, jetzt „außerordentlich“ genannten, Ritus außer acht. Unter der Voraussetzung, daß
der unter Montini eingeführte kryptoprotestantische „Usus“ des „Novus Ordo Missae“ kein wirklicher Messritus
ist, lautet der Satz korrekt: Es gibt vier traditionelle/traditionsorientierte lateinische Messriten:
1. Der von Pius V. eingeführte, bis heute gültige. 2. Der von Pacelli/„Pius XII.“ reformierte, von 1956
bis 1960 gültige. 3. Der von Roncalli/„Johannes XXIII.“ reformierte, von 1960 bis 2008 gültige. 4. Der
von Ratzinger/„Benedikt XV.“ reformierte ab 2008 gültige. Je nachdem, wie die Frage nach der Rechtgläubigkeit
der „Päpste“ und Rechtmäßigkeit der Papstwahlen und damit zusammenhängend der Sedisvakanz seit 1939/1958/1962/1965
letzlich zu beantworten ist, werden einer oder mehrere dieser Riten als gültig angesehen werden können.
o^/
iustus Danke für Ihre Mühe. :(3 Dass es zwei Formen gibt wusste ich nicht. Mir war immer noch der alte
Text von den „ungläubigen Juden“ in Erinnerung. Ich kann mich erinnern, froh gewesen zu sein, dass hier
eine deutliche Änderung vorgenommen worden ist. Die Freude ist durch die jetzige Neufassung ziemlich
gebremst.
Das Problem sind Bischöfe wie dieser unsägliche Mussinghoff!!! Er gibt sogar zu, in all den Jahren indem
ihm leider das Bistum Aachen anvertraut war, seinen Klerus derart hat verdummen lassen, daß er „warnen“
mußte (wen?) daß „viele seiner Pfarrer“ den Text mißverstehen würden!!! Anstatt seinen Klerus in der
römisch-katholischen Theologie zu unterweisen, läßt er lieber irgendwelche private Lehren weiterwuchern.
Er will lieber den Ohren der Menschen schmeicheln. Hätte er doch seine Pflichten als Hirt und Lehrer
(auch durch eigene Fortbildung Buße und Gebet) besser erfüllt. Darüber wird er bald vor seinem Schöpfer
Rechenschaft ablegen müssen. Nach allem was ich mit diesem Mann erlebt habe, fürchte ich, er hat selbst
keine richtige Ahnung von der katholischen Theologie. Nur so nen paar Bruchstücke. Ob er schon mal diese
Stelle aus dem Evangelium gelsen hat, wo unser Herr und Gott JEsus Christus spricht: „Niemand kommt zum
Vater, außer durch mich!“ Daher mein herzlicher Appell an die Bischofskongregation, doch endlich die
apostolische Präfektur in Yuzhno (Sachalin) zu besetzen. Natürlich mit Ex. Mussinghoff!
@Dr. Heger Betreffend „Verblendung“, „Schleier von ihrem Herzen“: Wieso ist es ein Fortschritt, diese
klaren Aussagen des NT unter den Teppich zu kehren? Ich wäre nicht dagegen, diese Passagen in einer Lesung
vorzutragen. Insofern bin ich nicht für ein „unter den Teppich kehren“. Ich halte es aber nicht für
erfordlich, sich diese Formulierungen im Gebet zu eigen zu machen. Betreffend „Du schließest SOGAR die
Juden nicht aus“: Der lateinische Text sagt schlicht „etiam Judaeos“, „auch die Juden“. Dagegen kann man
eigentlich nichts haben. Das stimmt. Ich werde nicht mehr von „sogar“ sprechen.
#21 Tridentinus 11:32:47 | Dienstag, 11. März 2008
@Iustus massgeblich war aber wohl nur der lateinische Wortlaut, der liturgisch benutzt wird. Da ist niemand
gezwungen „etiam“ mit „sogar“ zu übersetzen, da es auch und sogar zunächst die neutralere Bedeutung
„auch“ hat, was vom Kontext her genauso sinnvoll ist.
Deutsche Dummheit? Die pseudo“religionen“ halten munter an ihrem Irrglauben fest – mehr noch: sie verteidigen
ihn; z.T. millitant! Und die Sprecher der rkk aus Deutschland? Statt den wahren Glauben zu verkünden
wird, wie üblich Schmuh gemacht. Bloß kein Bekenntnis zu Jesus Christus! Wo ist die Ganzhingabe, der
von Jesus geliebten Priestersöhne? Warum schenken die Priester der rkk Jesus nicht ihr Herz? Ohne diese
Hingabe können sie das ewige Leben nicht haben, ja, sie haben es in alle Ewigkeit verscherzt. Ist es
ein typ. dt. Phänomen?? Ich glaube nicht!
@Aleph Es gibt zwei Formen des römischen Ritus: 1. Die außerordentliche (Messbuch 1962 lateinisch).
2. Die ordentliche (Messbuch 1968 lateinisch, 1975 deutsch). In der ordentlichen Form lautet die Fürbitte
wie von Ihnen beschrieben. Diese wird nicht verändert!!! Nur die Fürbitte in der außerordentlichen
Form (mit „Verblendung“, Schleier auf dem Herzen, „SOGAR die Juden“ werden nicht ausgeschlossen) wird
verändert. Anscheinend ist dieser simple Sachverhalt noch nicht allen klar.
@ Schüttel Vielleicht sollte man eine extra Karfreitagsbitte für seine Umkehr und Erleuchtung formulieren.
Es gibt bereits eine Fürbitte für den Papst. Und was für den Papst das richtige ist, das dürfen wir
ruhig dem Herrn überlassen.
iustus Der von mir angeführte Text der Karfreitagsbitte stammt aus dem Schott von 1975. Daher ist es
mir unbegreiflich, warum der Text verändert worden ist. Ob der geänderte Text letztlich auch am Karfreitag
so vorgetragen wird, steht auch noch dahin…!
Schüttel, nicht der einzige Flegel hier, meint: Die Fürbitte des NOM von 1970 hätte zur Versöhnung
beigetragen: zwischen Juden und Christen, Anhängern des ordentlichen und außerordentlichen Ritus. Und
hätte die Autorität des Papstes gestützt, die nun mal wieder lädiert ist. Aber in seiner narzisstisch-regressiven
Verblendung ist der Ratzinger-Papst dazu nicht in der Lage und betreibt weiter die Selbstzerstörung der
Kirche und des Konzilserbes! Vielleicht sollte man eine extra Karfreitagsbitte für seine Umkehr und Erleuchtung
formulieren.
iustus sieht einen Fortschritt im Wegfall von Formulierungen wie „Verblendung“, „Schleier von ihrem Herzen“
und „Du schließest SOGAR die Juden nicht aus“. Betreffend „Verblendung“, „Schleier von ihrem Herzen“:
Wieso ist es ein Fortschritt, diese klaren Aussagen des NT unter den Teppich zu kehren? Betreffend „Du
schließest SOGAR die Juden nicht aus“: Der lateinische Text sagt schlicht „etiam Judaeos“, „auch die
Juden“. Dagegen kann man eigentlich nichts haben. MfG Christoph Heger
Umfrage Also mir gefällt der neue Text besser als der alte. Den ganz alten fand ich schon immer ziemlich
komisch, vor allem wegen der unterlassenen Kniebeuge. Wie seht Ihr das?
Der Fortschritt liegt im Wegfall von Formulierungen wie „Verblendung“, „Schleier von ihrem Herzen“ und
„Du schließest SOGAR die Juden nicht aus“. Dennoch wird – und das ist das Entscheidende, an dem sich
die Geister scheiden – gebetet, dass sie Christus als den Erlöser erkennen. Diese entscheidende Bitte
kann ich nur dann unterlassen, wenn ich der Ansicht bin, es sei egal, ob ich Christ oder Jude bin nach
dem Motto der Fürbitte der neuen Form „Hauptsache treu zu seinem Bund“.
@Typ: Der Ritus von Pius V. ist nochmal was anderes! Zum Ritus Pius V. gehört wesentlich mehr als die
„alte Karfreitagsfürbitte“, die bekanntlich durch die Reform des Rosenkreuzers und Illuminaten Roncalli
schon eine andere Form bekommen hat. Die umfassendere Reform des tradierten Ritus war bereits unter dem
Zionisten (= Okkultisten) Pacelli erfolgt, der die Liturgie der Karwoche und Osternacht komplett verändert
hat und eine Vielzahl von Vigilien und Oktaven einfach abgeschafft hat…!
Widerspruch Alephs Ansicht wundert mich. Er schreibt: Selbst wenn eine Änderung notwendig gewesen sein
sollte, Sie war so „notwendig“ wie ein Kropf, und wenn sie – wie iustus meinte – ein „Fortschritt“ war,
so frage ich mich, wohin man da „fortschreitet“. warum der missionarische Aspekt dermaßen dialogverhindernd
in den Vordergrund gestellt worden ist. Wenn die Mission der Kirche „dialogverhindernd“ ist, braucht es
auch keinen „Dialüg“. angeblich „schwere Probleme“ der Synagogenliturgie in diesem Zusammenhang hinzuweisen, …
„Schwere Probleme“ köstlich! Entgegen der Meinung von Aleph ist der Text der Karfreitagsbitte im „ordentlichen“
Ritus schwer ärgeniserregend: „Laßt und auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst
gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie
das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will“, In ihm wird der Eindruck erweckt, als sollten
die Juden in ihrem (Verständnis vom) Alten Bund verharren und könnten sehr wohl den im Alten Bund verheißenen
und von Jesus Christus gestifteten Neuen Bund verweigern und so „das Ziel erreichen, …“ MfG Christoph
Heger
@ sacerdos Das ist ein Skandal! Da wurde ein neuer Ritus geschaffen! Pius V. wurde verraten! „Quo primum“
ist das oberste Dogma der Kirche, und das wurde hier mit Füßen getreten! Das ist der Beweis, dass der
Stuhl Petri von freimaurerischen, kommunistischen Juden besetzt ist! Heil Pius V.!
Ergänzung Der Diakon unterläßt in der alten Form seit etwa 1960 die Aufforderung zur Kniebeuge NICHT.
Aber: Wir wollen beten für die Juden. Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus
Christus erkennen, den Heiland aller Menschen. Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch. Allmächtiger
ewiger Gott, der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen,
gewähre gnädig, daß beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird.
Durch Christus, unseren Herrn. klingt doch wesentlich besser als: Lasset uns auch beten für die Juden:
Gott, unser Herr, möge den Schleier von ihren Herzen wegnehmen, auf daß auch sie unsern Herrn Jesus
Christus erkennen. (Beuget die Knie – erhebet Euch) Allmächtiger ewiger Gott, du schließest sogar die
Juden von Deiner Erbarmung nicht aus, erhöre unsere Gebete, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor
Dich bringen: mögen sie das Licht Deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen, und ihrer Finsternis
entrissen werden. Durch ihn, unsern Herrn, Amen.
@iustus: Kniebeuge Es waren (nach Matth. 27, 27ff.) die römischen Soldaten („die Soldaten des Statthalters“),
die Jesus durch Kniebeugen verspotteten, nicht die Juden. Warum wird das den Juden zugeschoben? Ebenso
waren es die Römer, die Jesus ans Kreuz schlugen, nicht die Juden.
Tägliche Verfluchung von „Abtrünnigen“, „Ketzern“ und „Christen“ in den Synagogen! Was Di Segni unterschlägt:
Die Juden beten für die Bekehrung „aller Gottlosen auf der Erde“ – zu denen auch die Christen gerechnet
werden. Das ist schlichtweg falsch! In dem lesenswerten Buch des ehem. israelischen Chemieprofessors
Israel Shahak „Jüdische Geschichte – jüdische Religion. Der Einfluß von 3000 Jahren“ www.abbc2.com/shahakd/index.htm
(Süderbrarup 1998) ist etwas ganz anderes zu lesen (S. 169-170): „In dem wichtigsten Abschnitt des Wochentagsgebets –
den ‘achtzehn Segnungen’ – gibt es einen besonderen Fluch, der sich ursprünglich gegen Christen, zum
Christentum bekehrte Juden und gegen andere jüdische Ketzer richtete: ‘Und mögen die Abtrünnigen keine
Hoffnung haben und alle Christen auf der Stelle umkommen.’ Diese Formel stammt vom Ende des ersten Jahrhunderts,
als die Christenheit noch eine kleine verfolgte Sekte war. Einige Zeit vor dem 14. Jahrhundert wurde sie
gemildert zu: ‘Und mögen die Abtrünnigen keine Hoffnung haben und alle Ketzer auf der Stelle umkommen’,
und nach weiterem Druck zu: ‘Und mögen die Denunzianten keine Hoffnung haben und alle Ketzer auf der
Stelle umkommen.’ Nach der Gründung Israels wurde der Prozeß umgekehrt, und viele neugedruckte Gebetbücher
kehrten zur zweiten Formulierung zurück, die auch von vielen Lehrern an religiösen israelischen Schulen
vorgeschrieben wurde. Nach 1967 haben verschiedene Gemeinden, die dem Gusch Emunim nahestehen, die erste
Version wieder eingeführt und beten nun täglich, daß die Christen ‘auf der Stelle umkommen mögen’“
„Ein Skandal“ Ein Skandal ist es, was sich da ein anonymer Flegel namens „Schüttel“ herausnimmt. Aber
zur Sache: Papst Benedikt tut recht daran, daß er „sich nicht schämt“, mit der ganzen Kirche Gott um
die Gnade der Bekehrung für die Juden zu bitten. Alles andere wäre ein Unrecht an den Juden und eine
Beleidigung Jesu Christi. Außerdem wundere ich mich, daß Oberrabbiner Segni so tut, als kenne er nicht
die uralten synagogalen Fluch“gebete“ gegen die „Minim“ und gegen die „Nosrim“. Und wer es etwas aktueller
haben möchte, erinnere sich bitte an die jüngsten „Schoah“-Drohungen seitens der israelischen Regierung
gegen die Palästinenser. Papst Benedikt hat keinen Grund, sich von ein paar krakeelenden Rabbinern anmachen
zu lassen. MfG Christoph Heger
@Aleph Guten Morgen! Der bisherige Text, der von der neuen Karfreitagsfürbitte abgelöst wurde, lautet:
Lasset uns auch beten für die Juden: Gott, unser Herr, möge den Schleier von ihren Herzen wegnehmen,
auf daß auch sie unsern Herrn Jesus Christus erkennen. (Kein Amen. Hier unterläßt der Diakon die Aufforderung
zur Kniebeugung, um nicht das Andenken an die Schmach zu erneuern, mit der die Juden um diese Stunde den
Heiland durch Kniebeugungen verhöhnten.) Allmächtiger ewiger Gott, du schließest sogar die Juden von
Deiner Erbarmung nicht aus, erhöre unsere Gebete, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor Dich bringen:
mögen sie das Licht Deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen, und ihrer Finsternis entrissen werden.
Durch ihn, unsern Herrn, Amen. Daher verstehe ich den ganzen Protest nicht. Wäre es den Protestierenden
lieber gewesen, wenn es bei dieser Formulierung geblieben wäre??? ICH finde, die Änderung war ein echter
Fortschritt. Leider gilt sie – das scheinen Sie, Aleph, nicht zu wissen – nicht für die ordentliche Form
des römischen Ritus. Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden. Ich erwarte mit Freude die Reform der
Reform.
Ist die Änderung so notwendig? Bei der ganzen Diskussion um die Karfreitagsbitte wird nicht ersichtlich,
ob die Veränderung des Wortlauts notwendig war oder ist. Immerhin hat die Veränderung ziemliche Verärgerung
hervorgerufen und ziemliche Schäden im interreligiösen Dialog verursacht. Ist das notwendig? Selbst
wenn eine Änderung notwendig gewesen sein sollte, bleibt zu fragen warum der missionarische Aspekt dermaßen
dialogverhindernd in den Vordergrund gestellt worden ist. Jetzt, in diesem Zusammenhang, auf angeblich
„schwere Probleme“ der Synagogenliturgie in diesem Zusammenhang hinzuweisen, lenkt nicht nur vom eigentlichen
Problem ab, sondern ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Der bisherige Text der Karfreitagsbitte:
„Laßt und auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie
in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein
Ratschluss sie führen will“, bietet keine Angriffsflächen. Damit muss sich kein Angehöriger der jüdischen
Religion missioniert fühlen.
Ein Skandal was sich BXVI da mit seiner narzisstischen Rücksicht auf die katholikalen Fundamentalisten
geleistet hat. Ein Papst aus Nazi-Deutschland schämt sich nicht, zur Judenbekehrung aufzurufen! Man sollte
ihm, wie seinerzeit Kurt Waldheim, die Einreise in die USA nächsten Monat verweigern!!