Eine Schwesternkongregation hat ihr Vermögen, das im dreistelligen Millionenbereich geschätzt wird, an der Börse investiert. Von Dr. Lukas Brühwiler-Frésey.
(kreuz.net) Die Kreuzschwestern von Ingenbohl investieren ihre Vermögenswerte an der Börse. Das Kapital
wird auf mehrere hundert Millionen Franken geschätzt.
Gleichzeitig bereitet Papst Benedikt XVI. eine
Enzyklika über die Globalisierung vor. Darin ruft er angeblich zu einem einfachen Lebensstil und zur
Mäßigung auf.
Im Jahr 2007 hat der Börsengang den Ingenbohler Schwestern sieben Prozent Rendite gebracht.
Das Vermögen soll in Firmen ohne Umweltbelastung investiert worden sein, begründeten die Schwestern
ihr angeblich hohes Anlageethos. Mit Verlaub: Welche wirtschaftliche Tätigkeit kommt ohne Umweltbelastung
aus?
Der globalisierte Neokapitalismus lebt wesentlich von der Börse. Firmen, die den Aktionären sieben
Prozent und mehr ausschütten, brauchen Gewinne von 15 bis 30 Prozent.
Die Form der Aktiengesellschaft
in Verbindung mit der Börse ist der eigentlich Motor des rasanten Fortschritts der Giergesellschaft.
Diese kennt nur noch einen Wert – das Geld. Das Abzocken ist salonfähig geworden.
Gewinnstreben bedroht
das Leben
Es ist kein Zufall, daß in dieser auf Gewinn ausgerichteten Gesellschaft Solidaritätsinitiativen
scheitern, die Kinderabtreibung sich durchsetzt und die Familie stirbt.
Die Rechte ungeborener Menschen
und der Familie haben in einer solchen Welt der Banknoten keinen Platz. Die sterile sexuelle Triebentladung
hinter Gummischranken muß genügen.
Bei diesem Wirtschaftsmodell wird auch das Zinsproblem, das heißt,
die Frage eines Gelderwerbs ohne Leistung, virulent.
Vielleicht wird Papst Benedikt XVI. deshalb in seiner
bevorstehenden Sozialenzyklika an das Sendschreiben „Vix pervenit“ seines Vorgängers, Benedikt XIV. anknüpfen.
Darin wurde das Zinsverbot der Kirche zum letzten Mal verteidigt.
Die katholische Soziallehre unterscheidet
im übrigen seit langem Fortschritt und Entwicklung.
Der Papst hat jüngst das Wort „authentischer Fortschritt“
verwendet. Das ist angesichts der gegenwärtigen Produktion von Müll und Überfluß in einem immer erbarmungsloseren
Wettbewerb eine notwendige Präzisierung.
Man kann im wirtschaftlichen Bereich bald nichts mehr anrühren,
ohne an der schamlosen Vermehrung von Reichtümern und an der fortschreitenden Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten
mitschuldig zu werden.
Die Wirtschaft hat ihre Unschuld verloren.
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57 Lesermeinungen
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Da ist er schon der große Börsenkrach… Pardon, wieviel Millionen haben die Ehrwürdigen Schwestern
denn jetzt an der Börse verloren, vielleicht weiß es jemand? Bete und arbeite! Von bete und lege Geld
an der Börse an war da wohl nicht die Rede…
Wie Börsen-Zocker die Lebensmittelpreise befeuern Es gibt viele Börsen Zocker www.spiegel.de/…,1518,548840,00.html
die sich auf Kosten der Allgemeinheit und natürlich der Armen schwer versündigen.
Geld-,Zins-, Casinoverbote??@soz.kath. Lieber Sozialkatholik, den institutionellen Verfall des franziskanischen
Armutsideals kann man nicht leugnen. Das heißt aber nicht, dass es nicht viele Idealisten gibt, die versuchen,
im franziskanischen Habit das Armutsideal zu pflegen. Dazu www.kreuz.net/…ticle.6639-page.html Geld
ist an und für sich nichts Schlechtes (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist), aber Neureiche auf Kosten
der Armen gab es zur Zeit des Franziskus auch damals genug. seinen eigen Vater eingeschlossen Auch in
der Kirche gab es solche. Wenn wir schon Palmsonntag haben: Antonius von Padua, der studierte Freund des
hl. Franziskus, verglich die reichen Prälaten mit trägen Schlachtrössern, die sich nicht in die gesistliche
Kampfarena bringen lassen. Im Wohlleben versunken, hängen sie wie das Eselsfohlen an den Zizen der Wohllust,
schrieb er in seine Predigtanregungen. Zinsverbote für Christen haben die Nichtchristen (Juden) zu Geldprofis
gemacht. Die Börse ist wie ein Casino ohne Musikbegleitung. Nur ist alles nicht so ganz dem Zufall überlassen.
Man hat kaum noch Casinobesucher im Ordensgewand gesehen. So spielt man halt insgeheim mehr oder weniger
geschickt, natürlich zum Wohl des Ordens, an der Börse.
@ Franziskus Der hl. Franziskus verfluchte das Geld und verbot seinen Mitbrüdern sogar Geld und Münzen
anzunehmen selbst wenn sie für Nahrung oder Kleidung waren. Der hl. Franziskus hat sehr oft seine Abneigung
gegenüber dem Geld kund getan, einem Mitbruder verbot er sogar eine gefundene Geldbörse aufzuheben mit
den Worten : „ Bruder, das Geld ist für einen Diener Gottes nichts anderes als der Teufel und eine giftige
Schlange.“ Der hl. Franziskus war in vielen Dingen ja besonders radikal und so manche Radikalität hat
er ja auch später etwas bereut, aber dem Geld stand er gegenüber immer ablehnend, weil er vor seiner
Bekehrung ja oft genug gesehen hat was Geld mit dem Menschen schlimmes anrichten kann. Mag sein das Börsenspekulationen
zuerst aussehen wie ein Nullnummernspiel, aber dieser Anschein trügt, denn da hängt mehr dran als man
im ersten Moment sieht. Um den Aktienkurs höher zu bewerten werden Arbeitsbedingungen verschlechtert
und sogar Arbeitsplätze vernichtet. Den Börsengewinn zahlen also auch Menschen die nicht spekulieren
und ich glaube nicht das auch die ehrlichen und „guten“ Analysten sich da gänzlich von freisprechen können.
Den Börsengewinn zahlen die Börsenverlierer und andere auch noch dazu! Ohne ihnen nahe treten zu wollen
haben viele Franziskanergemeinschaften heutzutage ein Großteil der franziskanischen Ideale verraten.
@Flo: um Dir die Wahrheit zu sagen… ich war heute wieder am Sozialamt und man hat mir die Sozialhilfe
ein weiteres Jahr bewilligt ohne viel Murren und Nachfragen… das Buchprojekt muss ich also wohl dann
hintenanstellen
#51 Florian Geyer 23:20:35 | Donnerstag, 13. März 2008
matt2 ich verstehe Ihre Position. Vielleicht sind sie sogar der Intelligentere weil sie einem ohnehin
untergehenden System die Steuern verweigern. Sie sind halbwegs intelligent aber ein bischen exaltiert.
Für sie wär was künstlerisches optimal. Das sie zu feingeistig für Kuliarbeit sind kann ich nachvollziehen.enagieren
sie sich in einem Verein oder schreiben sie ein Buch (Schwarzbuch der Demokratie)
#50 Weißer Ritter 20:58:53 | Donnerstag, 13. März 2008
@franziskus Es gibt auch solide und erfahrene Analysten, die nicht nur fundamental, sondern auch charttechnisch
versiert sind, M. Düvel zum Beispiel: www.taprofessional.de/ Aktuell sieht die Seite aber nicht aus.
Nur ein Beitrag ist von Januar 2008, und die meisten (auch wirklich alten) Artikel sind kostenpflichtig,
so daß man nicht erfährt, um was es wirklich geht. Schade.
#49 franziskus 18:41:51 | Donnerstag, 13. März 2008
Börsenhandel@sozialkatholisch Der hl. Franz und seine Brüder haben zum Vorteil des einfachen Volkes
mit ihren „montes misericordiae“ dem mittelalterlichen Zinsenwucher Einhalt geboten. Schamlose Wucherzinsen
und Betrügereien gibt es auch heute noch und ich kann Ihrer Schilderung der Missstände nur zustimmen.
Seriöse Fonds in Profihänden sind sicher eine gute Alternative. Übetriebene Anpreisungen und Versprechungen
gibt es genug. Da muss man eben vorsichtig sein und nicht der Gier nach mehr nachgeben. Es gibt auch solide
und erfahrene Analysten, die nicht nur fundamental, sondern auch charttechnisch versiert sind, M. Düvel
zum Beispiel: www.taprofessional.de/ Wer es nicht allzu eilig hat, ist da gut bedient. Aber der Börsenhandel
ist und bleibt ein Nullsummenspiel, was einer (vorübergehend) verliert, gewinnt ein anderer.
#48 raindance1 † 18:18:16 | Donnerstag, 13. März 2008
Glücksspiel denn eines ist klar: aktienhandel kann, muss aber nicht glückspiel sein!! Wer Aktien besitzt
handelt nicht automatisch damit. Die Aktie ist zuallerst Beteiligung an einem Unternehmen. Und diese kann
ein Leben lang bestehen. Wenn Mitarbeiter Aktien ihres Unternehmens erhalten, dann sind sie am Erfolg
und Misserfolg ihres Unternehmens beteiligt. Sie erhalten im besten Fall eine Dividende im schlechteren
Fall eben gar nichts. Möglicherweise verliert ihre Aktie temporär an Wert, ihr Anteil am Unternehmen
bleibt aber der gleiche. Im Übrigen betreiben die Sparbuch- und Festgeldsparer weitaus regeren Aktienhandel.
Sie machen es nur nicht selbst, sie überlassen ihrer Bank was diese mit ihrem Geld macht. Hauptsache
die Rendite stimmt.
@ Albert Magnus sie haben recht, dumm ist überheblich und unangebracht. aber ich denke nur es bringt
nichts sich mit „alternativen“ zur aktienmarktwirtschaft zu beschäftigen wenn dies völlig utopisch ist!
wir müssen uns damit beschäftigen wie wir das system verbessern und sozialisieren können! Und warum?
Weil das System schon so verwoben ist das keiner mehr einen vernünftigen Grund reinbringen kann. Es bleiben
nur Korrekturen der Korrekturen und das öfnet nunmal dem Mißbrauch immer mehr Tor und Tür. Aktien bleiben
übrigens immer Glücksspiel.
lieber kurt k. ich bin mit ihnen in folgenden punkten völlig einer meinung Es funktioniert – zugegeben.
Aber es hat entscheidende Mängel. Ein anderes Problem besteht darin, dass Banken und Grossanleger ganze
Länder in die Pleite treiben können mittels Aufkauf und wieder Abstossung gewaltiger Mengen von der
Währung desselben. aber denken sie doch, wenn beteiligungen in form von aktien nicht möglich wären,
in wie viel weniger händen wäre das kapital verteilt!! das ist der wichtige punkt! aktien sind die sozialste
möglichkeit, und das sag ich als christlich sozialer qualifizierter ökonom! sie haben recht, dumm ist
überheblich und unangebracht. aber ich denke nur es bringt nichts sich mit „alternativen“ zur aktienmarktwirtschaft
zu beschäftigen wenn dies völlig utopisch ist! wir müssen uns damit beschäftigen wie wir das system
verbessern und sozialisieren können! denn eines ist klar: aktienhandel kann, muss aber nicht glückspiel
sein!! es gilt die leute darüber aufzuklären das die sogennante „buy and hold“ strategie, das heisst
über zeit konstant bleibende beteiligung an einem unternehmen sich nicht nur wirtschaftlich auszahlt,
sondern ethisch verantwortlich ist! die medien sind mit ihrer scheiss propaganda massgeblich dafür verantwortlich
das menschen in den spekulativen wahn getrieben werden, bei dem sie nicht nur geld verlieren sondern sich
auch noch instabilität etc verursachen.
@ Franziskus Die Börsentransaktionen sind ein Nullsummenspiel Einspruch, Börsengewinne/verluste sind
noch undurchsichtiger als Aktiengewinne. Mit Börsenspekulationen wird wahrscheinlich schon aktiv auf
die Gesellschaften Einfluss genommen. Aber bleiben wir bei den Aktien, der kleine einfache Aktionär der
sich eine Beteiligung erwirbt und damit Gewinn oder Verlust macht ist zuerst einmal nichts vorzuwerfen,
das undurchsichtige fängt erst an wenn Analysten versuchen die Aktien hochzupuschen durch z.B. eine bestimmte
Arbeiterzahl pro Umsatz/Gewinn. Probleme machen u.a. die Hedgefonds auch als Heuschrecken bekannt die
ganze Firmen in den Sand setzen. Das ganze Ausmaß der Börsen und Aktienmanipulationen können wir nicht
fassen, aber erahnen das da oben viele Verbrecher sitzen schon. Das da kleine Aktienbesitzer die in Fonds
investiert haben auch mit Arbeitsplätze vernichten und/oder Arbeitsbedingungen, z.B. durch Förderung
der Leiharbeit, verschlimmern bleibt nicht aus.
#44 franziskus 13:30:45 | Donnerstag, 13. März 2008
Nullsummenspiel@sozialkatholisch Man muss unterscheiden zwischen Aktiengewinnen und Börsengewinnen. An
der Börse kann einer, der an steigende Kurse glaubt, nur kaufen, wenn andere das nicht glauben und trachten,
dass sie vor dem vermeintlichen Rückgang oder Absturz rechtzeitig verkaufen. Die Börsentransaktionen
sind ein Nullsummenspiel, das viel Geschick und eine gute Spürnase erfordert. 20% durchschnittlichen
Gewinnern stehen 80% durchschnittliche Verlierer auf längerer Sicht gegenüber.
Fürwahr! manche Katholiken sind nichts anderes als verkappte Calvinisten… oder eben Kapitalisten. Und
dann wundern sie sich und lamentieren, weshalb es mit unserer Ges. moralisch bergab geht und alle nur
wie narrisch hinter der Kohle hersind. Die Devise ist: wer keine Kohle verdient ist ein Nichtsnutz und
Schmarozer und entweder für verrückt zu erklären oder zu willkürlichen Arbeitsdiensten heranzuziehen,
in Folge der Nichtleistung er getrost verrecken kann. „Wer nicht arbeitet soll nicht essen!“, Heil Paulus,
Du edler Zeltmacher und Held der Arbeiterklasse! Zum Glück hat Dein Herr und Gebieter Jesus Christus
uns noch ein anderes, edleres Zeugnis abgeliefert, als Du es konntest und auf das ich mich in christlichem
Sinn auch berufen kann. @Kurt K.: ich bin ja Österreicher und bekomme sog. Sozialhilfe… ich kriege
da etwa 600-700 Euro. Das ist ansich genug für mein Leben und ich würde auch nicht wagen mehr zu fordern,
als ich sinnvoll für mein bescheidenes Dasein benötige. Es ist in der Tat so, wie ich es schon früher
festgestellt habe, dass nicht wenige Menschen, die ausserhalb der Kirche stehen und auch nicht unbedingt
vorbildliche Moral verkörpern, ein aber weitaus sozialeres Verständnis und eine realistischere Sicht
unserer Ges. haben. Ich möchte die Kirche aber nicht nur schlechtmachen. Es gibt auch katholische Initiativen,
die sich bspw. für das Grundeinkommen aussprechen. Aber oft hat man eben das Gefühl: die Asozialen im
eigentlichen Sinn sind die Menschen, die sich gerne in den Kirchen sehen lassen. Pharisäertum vom Feinsten.
@ „Schmarotzer“ Matt Sehen Sie, mein lieber matt, ich habe kein Problem mit Leuten wie ihnen. Jedenfalls
nicht in der Gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Darf ich annehmen, dass Sie von HartzIV
leben?! Im Moment haben wir 4 oder 5 Mio Arbeitslose Menschen in Deutschland. Davon will ein ganz beträchtlicher
Teil arbeiten, findet aber einfach keine Arbeit. Und warum? Weil es nicht genug Arbeitsplätze gibt, bzw
weil Arbeitsplätze und Qualifikationen der Menschen nicht zusammenpassen. Diese Menschen sind daraufhin
permanent unglücklich (das wäre ich auch übrigens – HartzIV ist schliesslich nicht viel!). Nun ist
die Frage: Was bringt es, wenn diese Menschen unglücklich sind? Ich kanns ihnen sagen: Nichts. Eigentlich
könnten wir froh sein, dass es nicht genug arbeit gibt, dass nicht alle arbeiten gehen müssen. Würde
man nun die Arbeit, die zu machen ist, gerecht aufteilen, dann wäre das natürlich perfekt, aber immerhin:
Wir in Deutschland sind trotz der Mio Arbeitslosen eines der reichsten Länder der Erde. Das bedeutet
offensichtlich, dass die Arbeit, die es gibt, locker ausreichend ist, das Volk zu ernähren. Wir haben
den paradiesischen Zustand, dass nicht alle Menschen arbeiten gehen müssen, um unsren Lebensstandart
zu halten. Also, matt, seien Sie glücklich! Ich muss auch sagen: ich bewundere das ein wenig. Ich weiss
aus eigener Anschauung bei Bekannten und Freunden, was HartzIV bedeutet. Ich wäre todunglücklich. Die
Summe des Glücks steigt mit jedem, der glücklich ist!
Sie sind doch bloß neidisch, weil ich mich nicht institutionalisiere… weil ich aus mir selbst die geistige
Kraft habe vor Gott zu bestehen und dafür nicht die Integriertheit der Kirche benötige wie sie sich
das vorstellen. Ein Selfmademan im eigentlichen Sinn, im wahren, im geistigen. Glauben Sie etwa, ich quäle
mich durch ein Priesterseminar um etwas zu werden, was ich garnicht sein will, was meinen Status untergräbt?
Was wollen mir diese Leute denn überhaupt beibringen, was ich nicht schon aus mir selbst wüsste? Soll
ich mich demütigen und immer kleiner machen und mich vor dem Neid der anderen in Bezug auf meine Person
immer tiefer hinunterbeugen? Nein! Das werde ich gewiss nicht tun. Man sieht ja, wie die Kirche Hand in
Hand mit dem Gleichmacherregime arbeitet. Von der Kirche habe ich garnichts zu erwarten. Denn, wer sich
ihr nicht unterwirft und sein geistiges Potential ganz in ihre Dienste stellt, den betrachtet sie nur
mit Argwohn und Mißgunst. So ein gieriges und selbstsüchtiges Weib ist das. Sie will am liebsten alles
auffressen was sie nicht versteht. Ich vertraue auf die Fürsorge des himmlischen Vaters, der mir schon
helfen wird in dieser ignoranten Welt auch weiterhin mein bescheidenes Dasein durchzudrücken, auch wenn
die Leute mich als nichts anderes sehen als einen Sandler und Suderer. Obwohl sie alle insg. von mir profitieren,
JAWOHL! Aber das wird mir sowieso nie als reale Leistung anerkannt, dafür bekomme ich nicht mal einen
feuchten Händedruck. Nur bei Gott kann ich auf Gerechtigkeit hoffen.
und Jesus sagt: macht es wie die Raben… sie sähen und sie ernten nicht. Suchet zuerst das Himmelreich,
der Rest wird euch hinzugegeben. Ja, ich lebe nach dieser Devise und ich gebe einen Dreck auf euch Piuse
und sonstige Idioten, die mir das Existenzrecht abstreiten. Für mich seid ihr dann schlichtweg auch NICHTexistent.
Matt, ich würde Ihnen die Stütze streichen! Matt, was Sie da schreiben ist ja gruselig. Wenn Sie geistig
arbeiten – etwa als Priester und Forscher etc. – dann erbringen Sie auch eine Leistung. Aber zu sagen,
ich mach’ nichts, bezahlt mich mal; das ist asozial. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.
ich wollte gerne mal einen Leistungsvergleich… bitte, ich mache keinen Hehl daraus, dass ich nicht arbeiten
gehen will, nämlich im Sinn einer erwerbstätigen Arbeit. Ich bin so vermessen mich selbst als moralische
Instanz zu sehen, deren Bemühungen auch in die Ges. ausstrahlen und das Klima in ihr auch verbesseren.
JA, so vermessen bin ich tatsächlich. Ist das etwa keine Leistung, die mein sonstiges Schmarozertum sanktioniert?
Ist nun der, der sein Vermögen damit macht Sexspielzeuge über das Internet zu verkaufen, dabei aber
brav Steuern zahlt ein redlicherer Bürger als ich? Verdient er nicht sein Geld durch den moralischen
Untergang und die Zerstörung der Ges.? Aber für den Herrn Geyer sind solche Leute freilich keine Asozialen.
NEIN! die erbringen ja ihre Leistung und verdienen ihr Geld aus eigener Kraft und zahlen brav ihre Steuern.
Also die Gutmenschen, wie der Herr Geyer. NEIN! Für den Geyer ist der matt der Tachinierer, der in seiner
unwürdigen Art Moral predigt und dabei den Staat um sein Existenzrecht anbettelt. JA! ich bin mir eben
zu schade auch nebenher noch Straßen zu kehren oder Plastik-Dildos zu verkaufen, oder meinetwegen Ziegelsteine
zu türmen, oder den Kassierer im Kaufhaus zu spielen. JA! das ist mein Verbrechen. Dafür bin ich mir
in der Tat zu gut! Denn es sind eben nicht alle Menschen gleich. Manche sind für heiligen Gebrauch andere
für irdenen. Daran kann ich auch nichts ändern, auch wenn für die Gleichmacherges. nur die Kohle was
zählt.
Herz-Jesu-Marxisten dass das Kapital immer mehr in die Hände von immer weniger Leuten wandert. Wo leben
Sie? Bill Gates war 1980 ein armer Schlucker. Schauen Sie sich doch mal die aktuelle Liste der Super-Reichen
an. Das sind fast zur Hälfte Leute, die das Geld in den letzten Jahrzenten erworben haben. Die Wahrheit
ist doch, daß das System extrem durchlässig ist. Richtig ist, daß durch die Globalisierung die Arbeitnehmer
unter Druck geraten, weil Arbeit im Gegensatz zu Wissen und Kapital nicht mobil ist. Damit lassen sich
die gewaltigen Lohnunterschiede zwischen etwa Westeuropa und Ostasien auf Dauer nicht halten. Die Gewinner
der Globalisierung sind deshalb die Kapitaleigner und die Arbeitnehmer in den Entwicklungsländern, während
die bislang abgeschirmten Arbeitnehmer Westeuropas nichts abbekommen. Das führt zu der Globalisierungskritik
der westeuropäischen und nordamerikanischen Gewerkschaftsbewegung, der dann die weltweiten Kapitalmärkte
und die aufstrebenden Staaten insbesondere in Asien entgegenstehen. Bei einer umfassenden Betrachtung
ist aber ein (ohnehin unrealistischer) Globalisierungsstopp unmoralisch, weil er die Aufstiegschancen
der Menschen in den Entwicklungsländern zerstören würde. Außerdem würde er eine Exportnation wie
Deutschland wirtschaftlich ruinieren. Ergo: Man sollte über Korrekturen nachdenken, wo es zu Exzessen
kommt (wie aktuell bei der Subprime-Krise). Im Prinzip ist das Wirtschaftssystem aber ok, und auch die
Kurse werden 2008 wieder stark anziehen.
@ Albertus Magnus gewinnbeteiligung in form von aktien ist die fairste art und weise ALLEN einen zugang
zum erwerb des kapitals zu gewähren. wer dies wiederum anzweifelt ist nicht christlich sondern dumm.
Dümmer geht’s nimmer!!!
@ Albertus Magnus: Dumm? Dumm ist höchstens derjenige, der die Schwächen eines Systems sieht, aber untätig
bleibt. Das Aktien-System ist keineswegs das einzig mögliche und schon gar nicht das beste System, welches
man haben kann. Es funktioniert – zugegeben. Aber es hat entscheidende Mängel. Nämlich unter anderem
den, dass das Kapital immer mehr in die Hände von immer weniger Leuten wandert. Sicher – reiche Menschen
hat es immer gegeben, aber so super-duper-Reiche wie heute in einer solchen Anzahl – das ist neu. Und
das hat eindeutig mit dem Kapitalsystem zu tun, welches wir haben. Ein anderes Problem besteht darin,
dass Banken und Grossanleger ganze Länder in die Pleite treiben können mittels Aufkauf und wieder Abstossung
gewaltiger Mengen von der Währung desselben. Und letztlich: Aktienkauf ist im Grunde Glücksspiel. Und
zwar eines, bei dem man Kopf und Kragen verlieren kann. Eine Grossbank kann damit leben, aber manch Kleinanleger
ist dabei schon sauber baden gegangen. Ich erinnere nur an die USA, wo vor einigen jahren (Einbruch des
neuen Marktes) viele Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Meine Mutter hat dabei runde 10000
in den Sand gesetzt, aber da sie das mehr oder minder zum Spass am zocken gemacht hat und eben nur „übriges“
Geld gesetzt hat… ärgerlich, aber naja… was solls. Jedenfalls ist ein Nachdenken über Alternativen
niemals „dumm“.
heidanei so ein schlag von links is mann ja gar nicht gewohnt hier!! geldverleih und kapitalgewährung
ist die basis JEGLICHER form fortgeschrittener wirtschaftsentfaltung, wer dies anzweifelt ist nicht christlich
sondern dumm. gewinnbeteiligung in form von aktien ist die fairste art und weise ALLEN einen zugang zum
erwerb des kapitals zu gewähren. wer dies wiederum anzweifelt ist nicht christlich sondern dumm. das
der aktiengesellschaft in ihrer heutigen globalisierten form ethische problematiken unterliegen ist evident
und ein problem das erörtert werden muss, wer den fehler im system selbst sucht ist allerdings nicht
christlich sondern utopistisch und kann gleich in die hippie kommune ziehen und sich von der realität
verabschieden…(e.g. dumm ) sorry…aber isso…
@F. Geyer: Vorteile werden auch diese haben wer heute Leistung bringt und vielleicht noch eine Familie
hat ist der Trottel der Nation. Vorteile werden auch diese haben, insbesonders durch ihre Führungspositionen
im Staatsdienst, die eben diese Gesetze ausarbeiten und beschließen.
#32 Florian Geyer 22:50:39 | Mittwoch, 12. März 2008
sogesehen richtig Filius wer heute Leistung bringt und vielleicht noch eine Familie hat ist der Trottel
der Nation. Das Steuersystem belohnt nur die Nichtstuer, die Singles und die Minderheiten, die lieblinge
der Staatsideologie eben. alles läuft auf den Kommunismus hinaus frei nach dem Motte: Alles gleich(hässlich)
für alle.
@F. Geyer: Ist Faulheit nicht die Wurzel aller Erfindungen? Die Gesellschft soll nicht die Faulheit subventionieren.
Es gibt viele die Leistungen Beziehen und nichts arbeiten WOLLEN. Genau dese Mentalität ist des Menschen
nicht würdig. Sind das nicht kluge Leute, die dasselbe Einkommen haben, und nicht arbeiten gehen müssen,
sozusagen die Fürsten der Demokratie?
#30 Florian Geyer 22:42:00 | Mittwoch, 12. März 2008
Matt2 „Die Art und Weise, wie Sie verächtlich über bescheidene Menschen reden, sie als Habenichtse und
Suderer bez., obwohl ich Ihnen durch meinen Kommentar dazu garkeinen Vorwand gab, lässt mich darauf schließen,
dass Sie selbst offenbar ein wohlbegüterter Mensch sind und sich angegriffen fühlen. Für Sie ist der
Lazarus wohl auch so ein lästiger Suderer.“ Ich habe nicht verächtlich über bescheidene Menschen gesprochen
sondern über Nichtstuer. Die Gesellschft soll nicht die Faulheit subventionieren. Es gibt viele die Leistungen
Beziehen und nichts arbeiten WOLLEN. Genau dese Mentalität ist des Menschen nicht würdig. Die Faulheit
des Einen bedingt der MEHRLEISTUNG des Anderen. Keiner redet davon denjenigen Unterstützung zu gewähren
die es WIRKLICH nicht aus eigeneer Kraft zu erhalten, nicht aber die Schmarozer und Tachinierer.
@Nachtlaterne: In Börsengeschäften liegt ohnehin nie eine Zukunft Die Börse ist immer ein Glücksspiel,
und als Glücksspieler gewinnt man nur in den wenigsten Fällen.
@„Pius XII“: Die Kirche hat schon etwas gegen Aktienhandel einzuwenden Wenn nämlich Geldverdienen völlig
losgekoppelt von eigentlicher Arbeit ist – die Kirche und das Papsttum haben deshalb ein übermäßiges
Aktienhandelstum verurteilt und warnen davor: Abgesehen davon, daß eine Verwandtschaft zum gottlosen
Glücksspiel besteht.
@ P12 Diplomatie muss nicht dem Geist der Wahrheit entgegengesetzt sein. Diplomatie bedeutet zwar Kompromisse
bilden die schnell von der Wahrheit wegführen können. Auf die Diplomatie gänzlich verzichten kann nur
einer der sich voll und ganz in der Wahrheit befindet, da fallen mir auf die schnelle nur unser Herr Jesus
Christus und die Dogmen der hl. Kirche ein. Also wer mich so anpflaumt, den sieze ich nicht! Du willst
dich hier als Ökonom aufspielen und bringst nur Grundlagen, ein kleiner Denkanstoß für dich, warum
ist in manchen Betrieben die Aktienbewertung wichtiger als die Produktion? Bingo, weil es um das abmelken
dummer Kühe geht! Und was besonders störend ist, daß ist Ihre peinliche Sozialneiddebatte. Wenn ich
schon lese „der kleine Mann“ Wenn dir das peinlich ist, dann brauchst du nicht drauf zu antworten, kleine
Männer die diese Gesellschaft noch an Gang halten gibt es genug, wenn du deine Augenbinde abnehmen würdest,
würdest du sogar ganz kleine Männer sehen können, aber das ist bei wahrscheinlich im Moment nicht möglich.
OK, Sozialkatholisch Vorab: Wir sind nicht per-Du! Zur Sache: An der Börse erwerben Sie Industriebeteiligungen.
Wenn der Wert des Unternehmens steigt, profitieren Sie davon. Sich an einem Unternehmen zu beteiligen
ist ethisch besser als ihm einen Kredit zu geben, weil Sie so auch Anteil am unternehmerischen Risiko
tragen. Insofern ist gegen Aktien und dem folgend Aktienhandel nichts einzuwenden. Problematischer wird
es sicher bei den Aktienderivaten. Hier haben wir sicher bedenkliche Tendenzen. Nur: Nach wie vor ist
der Aktienhandel und nicht der Derivatenhandel die Hauptsache an den Börsen. Und was besonders störend
ist, daß ist Ihre peinliche Sozialneiddebatte. Wenn ich schon lese „der kleine Mann“ …
@ P XII Pius XII: „Sozialkatholisch“ und die Grundregeln der ÖkonomieSozialkatholisch, beim besten Willen,
wenn Sie erwiesenermaßen (etwa durch Ihren letzten Beitrag) keine Ahnung von Ökonomie haben, weshalb
äußern Sie sich dann darüber? Wollst du dich jetzt hier als allwissender Ökonom hinstellen, nichts
sagen aber großkotzig von oben herabkotzen, das sind meist die Väter der Lüge!
„Sozialkatholisch“ und die Grundregeln der Ökonomie Sozialkatholisch, beim besten Willen, wenn Sie erwiesenermaßen
(etwa durch Ihren letzten Beitrag) keine Ahnung von Ökonomie haben, weshalb äußern Sie sich dann darüber?
@ Franziskus Ich denke auch das die Schwestern ihre Gewinne zumindest ihrer Ansicht nach für gute Zwecke
einsetzen. Aber das die Börsengewinne nur aus Börsenverlusten bestehen glaube ich nicht, zuerst einmal
ist die Börse ja „nur“ ein zum größten Teil aus virtuellen Geld bestehendes Kapital, bzw. virtueller
Geldhaufen. Das dar virtuelle Geldhaufen immer größer wird zeigt doch ganz klar das es mehr Börsengewinne
als Börsenverluste gibt. Das die Börsen den Leitzins nach unten drücken bedeutet ja das sie die Inflationsrate
erhöhen, um mit der Inflationsrate leben zu können wird de4r kleine Mann gezwungen sich eine Lohnerhöhung
wie auch immer zu erkämpfen. Alles in allem ein verlogenes unsoziales System was nur der oberen Klickenwirtschaft
der Gewissenslosen etwas nützt. Also die Zeche zahlt der kleine Mann, bzw. der Mittelstand und die Schwestern
sollten sich vielleicht andere Möglichkeiten der Geldeinnahme und des Guten tuns überlegen. Erschreckend
ist aber auch in wie weit wir schon von diesem System versklavt sind, denn selbst mit Willensstärke ist
es den meisten schon unmöglich da auszubrechen und wie der hl. Franziskus in erster Linie Gutes zu tun
ohne Geld zu scheffeln.
#20 raindance1 † 12:44:07 | Mittwoch, 12. März 2008
Spekulation? Wer einer AG Geld gibt damit diese produzieren und dazu auch Mitarbeiter beschäftigen kann,
der handelt gewiss nicht unchristlich. Auch Unternehmen die nicht an der Börse notiert sind, brauchen
Kapital um ihren Geschäftsbetrieb zu führen. Wer das als unchristlich bezeichnet, der sollte schleunigst
aus diesem System ausbrechen. Die Wüste bietet genügend Platz zur Rückkehr in ein einfaches christliches
Leben, zur Besinnung und Meditation, zur Ganzhingabe an Gott. Wer da bleibt, der sollte schon sehen, das
nicht alle Unternehmen die sich ihr Kapital an der Börse holen und damit auch nicht alle die ihr Geld
dort anlegen, automatisch unchristlich sind. Das dieses System auch die Tür für Ausbeutung und ungerechte
Geldvermehrung öffnet steht ausser Frage. Doch diese Verbrechen gab es schon lange bevor es die Börse
gab.
@Geyer: tut mir leid, aber Sie widersprechen Sich selbst… zum einen einmal müssten Sie dann Jesus selbst
als Suderer bez., denn der hat ja nichts anderes gemacht als sich zunächst von seiner Familie aushalten
zu lassen und ist dann herumgelaufen und hat gepredigt und dafür auch Almosen gekriegt. zum anderen:
wieso etwa sollte ich reich werden wollen(nämlich in profan, materiellem Sinn, wie Sie es anscheinend
meinen)? Ich bin ja in Gegensatz zu anderen kein Mammonknecht, sondern suche die himmlischen Güter. Außerdem
sollten Sie ja wissen wie Jesus von den Reichen sprach. Jetzt sagen Sie lustigerweise selbst: Es muß
zuerst ums Evangelium gehen der Rest wird hizugegeben. Ja worum geht es mir denn? Ich glaube schon das
hier meine Talente liegen, obwohl ich mich von der Kirche nicht vereinnahmen lasse, weil ich auch nicht
wüsste welche Position ich einnehmen sollte. Ich bin zeitlebens für das eingetreten, was ich als Wahrheit
begreife. Das ist das Talent, was ich in die Ges. einbringen kann. Was anderes interessiert mich nicht
und für die Leistung sollte es mir auch gut gehen, da gebe ich Ihnen recht. Die Art und Weise, wie Sie
verächtlich über bescheidene Menschen reden, sie als Habenichtse und Suderer bez., obwohl ich Ihnen
durch meinen Kommentar dazu garkeinen Vorwand gab, lässt mich darauf schließen, dass Sie selbst offenbar
ein wohlbegüterter Mensch sind und sich angegriffen fühlen. Für Sie ist der Lazarus wohl auch so ein
lästiger Suderer.
@ sozialkatholisch Die Gewinne an der Börse zahlen nur die schlechteren Spekulanten. Wenn die Kreuzschwestern
intelligente Börsengewinne durch Minimierung der Motive Gier oder Angst machen, kann man sie nur bewundern.
Dass sie die Gewinne für gute Zwecke verwenden, darf man annehmen!
Börsenspekulation Man sollte sich nur mal klar machen wer die Börsengewinne bezahlen muss, dann ist
jede Börsenspekulation unmoralisch und unchristlich. Da wird virtuelles Geld erfunden um den armen noch
mehr Geld aus der Tasche zu stehlen. Bei Leuten die das mit Talenten vermehren gleichsetzt muss bei der
Firmung wirklich etwas verkehrt gelaufen sein!
LOL Florian: Widersprecht nicht Florian G. Wartet, bis er es selber tut! Wer seine Talente nutzt und sich
dem Herrn verschreibt den wird er auch materiell nie zu kurz kommen lassen. Aha. (nicht immer natürlich –
möchte keineswegs unverschuldete Not leugnen) Aha. Aha.
#14 Florian Geyer 00:11:11 | Mittwoch, 12. März 2008
Matt2 „Ich bin der Ansicht die Ges. muss für ihre Armen und für den Nachwuchs sorgen…und den Reichen
soviel abzwacken, dass dies möglich ist.“ Versuchen Sie halt selber reich zu werden. Sich von anderen
aushalten zu lassen ist des Menschen absolut unwürdig. Wer seine Talente nutzt und sich dem Herrn verschreibt
den wird er auch materiell nie zu kurz kommen lassen. Es muß zuerst ums Evangelium gehen der Rest wird
hizugegeben. Die Habenichtse hadern auch meist mit Gott, glauben nicht, packen nicht an und sudern gerne.
(nicht immer natürlich – möchte keineswegs unverschuldete Not leugnen)
@Sirilo Talente Mann, Mann haben Sie ein Bibelverständnis. Haben Sie keine Talente von Gott erhalten,
mit denen Sie wuchern sollten? Wenn Sie das nicht tun, sind Sie der schlechte Knecht. Also bis dann einmal
#12 Nachtlaterne 20:58:32 | Dienstag, 11. März 2008
und der teufel spricht zu den… seinen: und vergeßt nicht den adel der seele mit dem mittel der verführung
in den tiefsten dreck zu ziehen. der mensch soll seine hohe berufung vergessen. seid infektiös! verbiegt
ihnen noch den letzten rest gesunder antennen.
#11 raindance1 † 20:15:46 | Dienstag, 11. März 2008
Börsengang? Im Jahr 2007 hat der Börsengang den Ingenbohler Schwestern sieben Prozent Rendite gebracht
Unter einem Börsengang versteht man etwas anderes als an dieser Geld anzulegen… Wenn die Schwestern
das Geld anlegen um damit ihr Auskommen bis zum Lebensende sichern, ist dagegen doch nichts einzuwenden.
Wenn das Vermögen ähnlich einer Stiftung zur Sicherung des Ordenslebens angelegt wird ist es ok. Der
Vergleich mit milliardenschweren Ölmagnaten passt hier nun wirklich nicht hin. Das Prahlen mit Renditen
passt genausowenig. Dies geht an die Schwestern falls diese fürs prahlen verantwortlich sind.
Das Gesetz von Ursache und Wrkung „Die Rechte ungeborener Menschen und der Familie haben in einer solchen
Welt der Banknoten keinen Platz. Die sterile sexuelle Triebentladung hinter Gummischranken muß genügen.“
Dies ist auch der Garant, daß die Lustgesellschaft vielleicht langsam aber dennoch sicher den Tod findet.
Man könte auch sagen: „Die Strafe Gottes folgt auf den Fuß. (Schwulitäten jetzt zornig und flätig
posten!!)
Für das Unternehmen ist der Börsengang eine Geldbeschaffungsmaßnahme mit eher geringem bis 0 Risiko.
Gewinne müssen ja nur ausgeschüttet werden, wenn man welche macht. Ansonsten liegt das Risiko ja bei
den Anlegern, wenn das Unternehmen Mist baut und der Kurs absackt, haben sie ihr Geld verloren, das Unternehmen
hat selbst eigentlich nichts verloren, denn es hat ja mit ihrem Geld gewirtschaftet. Ansonsten ist das
Spekulationswesen ohnehin oft von den Realitäten völlig abgehobenes Wettgeschäft auf den Kursverlauf.
Es werden im Grunde von den Finanzinstituten Wettscheine ausgegeben. Man spielt gegen die Bank, wie im
Kasino.
Nun Herrschaften, lassen Sie es 100 Mio Vermögen sein. Dann kommt, wenn ich mich nicht verrechnet habe,
auf jede der Schwestern ein Vermögen von 25000 Fränkli (nicht Euro!). Hinzu kommen wohl auch noch die
Vermögenswerte, die die verstorbenen Schwestern im Orden hinterließen. Die Summe läßt sich also ganz
gut mit den eingebrachten Erbteilen der Schwestern erklären. Soweit ist das also noch keine Hexerei.
Die Immobilienwerte, die der Orden im Lauf Zeit angesammelt hat dürften jedenfalls erheblich höher sein.
Geldanlage nach der Bibel Weshalb ereifert sich der Autor so? Im Gleichnis vo den Talenten (Matth 25,
14-30) läßt Jesus den reichen Mann zu seinem schlechten Knecht sprechen: „Dann hättest du mein Geld
auf der Bank anlegen sollen, und ich hätte bei meinem Kommen das Meine mit Zins zurückerhalten.“ Jesus
hatte offentsichtlich nichts gegen das Anlegen von Geld auf der Bank (oder an der Börse)…
Lustigerweise, Matt2, Pascal und Artikel stimme ich mit ihnen allen in den Grundannahmen überein: Es
kann nicht sein, dass einzelne Menschen soviel Privatvermögen anhäufen auf Kosten aller. Und da hat
meines Erachtens nach der Autor des Artikels recht: Die Börse ist das Grundproblem der negativen Seiten
des Kapitalismus. Wenn man verfolgt, welche Aktien welches Unternehmens im Wert steigen, dann stellt man
fest, dass es oft Unternehmen sind, die Menschen rauswerfen. Ein Unternehmen könnte wunderbar arbeiten
und „ewig“ existieren, wenn es ihm gelingt, seine Arbeiter und den „Chef“ zu bezahlen, diesen also ein
Auskommen zu sichern. Gewinne machen müsste ein solches Unternehmen nur in sofern, dass es Rücklagen
bildet für neue Maschinen, Gebäude, etc. Die Börse jedoch zwingt Unternehmen, immer höhere Gewinne
zu machen. Und das geht nur auf Kosten der Mitarbeiter. Daher habe ich keinerlei Aktien mehr und werde
auch in Zukunft mein Geld nicht an die Börse bringen.
@ Pascal123 In der Theorie klingt das ja ganz gut aber praktisch funktioniert es nicht. Wenn Sie die Einkommensmöglichkeiten
begrenzen, dann begrenzen Sie auch die Motivation der Industriellen, Einkommen zu schaffen, denn umsonst
arbeitet keiner gerne. Sie kommen hier mit dirigistischen Methoden nicht weiter, was benötigt wird ist
eine gesellschaftlicher Zwang, dass das Eigentum auch der Allgemeinheit dienen muss. Dann werden die Reichen
von selber abgeben. In den USA ist das ja so: Schon Carnegie sagte, wer reich stürbe, sterbe in Schande –
und verschenkte sein Geld. Auch Buffett wird seine Milliarden größtenteils an die Stiftung seines Kumpels
Bill Gates abdrücken. Wer in den USA von seinem Geld nichts abgibt ist gesellschaftlich geächtet – und
das bringt viel mehr als Dirigismus, der nur dazu führt, dass solches Wachstum gar nicht mehr stattfindet.
@matt2 Da muss ich ihnen recht geben, So oft wir uns gestritten haben über andere Themen, so stimme ich
jetzt bei diesem mit Ihnen überein.Ich persölnlich würde auch in einer sozialen Marktwirtschaft soweit
gehen, uneingeschränktes anhäufen von Geldmitteln zu verbieten. Was braucht ein Warren Buffet 65 Milliarden
Privatvermögen, wenn er eine behät dann reicht das immer noch dicke. Genauso verhät es sich mit den
Öl- Oligarchen im schönen Russland, dort sitzen Leute und lassen sichfür 50 Dollar die Kerne aus einer
Himbeere pröckeln, weil die in den Zähnen hängen. das unkontrollierte anhäufen von Geldmitteln ohne
Rückfluß in die Gesellschaft, von der das Geld erwitrschaftet wurde, ohne verbesserung der Absicherung
von Arbeitsplätzen und der rücksichtslose Umgang mit Arbeitern und deren Familen, um in anderen Ländr
weiter und mehr verdienen zu können, hat in einer „ sozialen“ Marktwirtschaft nichts verloren. So etwas
gehörte geregelt und in Menschliche und für alle nützliche Bahnen gelenkt.
Ich bin der Ansicht die Ges. muss für ihre Armen und für den Nachwuchs sorgen… und den Reichen soviel
abzwacken, dass dies möglich ist. Wenn jeder Mensch ein würdiges Dasein führen kann mit den finanziellen
Mitteln, die ihm zukommen, dann sollen die Reichen und Überreichen meinetwegen prassen und sich in der
Welt des Materialismus vergnügen. Ich habe nichts dagegen, dass manche mehr verdienen als andere, solange
die anderen dabei nicht Not leiden müssen. Damit ist die Frage des Gewissens bei den Reichen freilich
noch nicht befriedigt, aber die soziale Gerechtigkeit ist aus meiner Sicht befriedigt.
Was für ein dummes Geschwätz! Man kann und muß wohl auch gewisse Exzesse der Marktwirtschaft angreifen.
Aber diese dämliche Artikel geht völlig an der Sache vorbei. Wir haben in den Gebieten der Erde, die
sich für das Marktmodell entschieden haben, heute einen nie dagewesenen Wohlstand. Von einer „Verarmung“
ganzer Schichten kann keine Rede sein. Während in Irland im 19. Jhd die Menschen noch in Tausenden verhungerten,
ist Irland mittlerweile ein Lebensmittelexporteur. Dieser Wohlstand schafft ohne Frage moralische Probleme.
Aber es ist keine Lösung, zu deren Lösung eine Rückkehr zur Not zu empfehlen. Noch weniger ist es geschickt,
den Wohlstand als solchen zu leugnen. Die Schwestern handeln insofern geschickt. Sie tun, was alle cleveren
Organisationen machen, die nicht mit staatlichen Mitteln Steuern eintreiben können. Sie fressen ihr Vermögen
nicht auf, sondern sichern es und leben von der Erträgen. Das hat die Kirche immer so gemacht. Im Mittelalter
mit Wäldern und Ländereien, heute eben mit Industriebeteiligungen.