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Mittwoch, 12. März 2008 09:45
In einer Nacht- und Nebelaktion hat das Bistum Aachen begonnen, sich auf Kosten seiner Pfarreien zu sanieren. Doch von dort meldet sich Widerstand. Von Annemarie Holzmann.
Zurück zum Artikel 24 Lesermeinungen:
Mittwoch, 19. März 2008 07:46
carolusmagnus: vermeintlicher „Bischof“ Braun
Hier gibt es einige Hintergrundinformationen zu „Möchtegernbischof“ Braun von „Jüchen“ im Bistum Aachen:

http://www.rp-online.de/…h/nachrichten/500637

(link ins Browserfenster kopieren und los gehts…)
Mittwoch, 19. März 2008 02:09
bischofbraun: Der Bischof verabschiedet sich in die Exerzitien
[kursiv]In den neuen Großpfarreien kann nach dem Kirchenrecht nur ein Priester Pfarrer sein.

Das hat zu Folge, daß langgediente Pfarrer ihrer Leitungsvollmacht beraubt werden und zum Kaplan zurückgestuft werden, welcher der Befehlsempfänger von Pastoralteams wird.
[kursiv]

Was bitte hatt denn das Eine mit dem Andern zu tun.
Natürlich seht der Titel „Pfarrer“ nur einem Priester zu!
Haben Sie schon einmal einen Diakon oder einen ungeweihten Theologen getroffen, der sich „Pfarrer“ nannte?

Anstatt irgend einen Müll zu schreiben, sollten wir vielleicht besser beten, dass der Bischof von Aachen seine Entscheidungen im Sinne des Heiligen Geistes trifft;

Davon abgesehen hat jeder Priester seinem Bischof bei der Weihe gehorsam versprochen!
Was sind das denn für tolle Priester, die den Kopf in den Sand stecken, weil sie vom „Pfarrer“ zum „Pfarrverweser“ oder „Kaplan“ runtergestuft werden?
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das überhaupt geschieht. Pfarrer ist ein Titel wie Monsignore oder Prälat usw. den kann auch der Bischof von Aachen ihnen nicht mehr nehmen!!!

Da hat mal wieder einer geplaudert, der nun wirklich keine Ahnung hat. Das mag vielleicht bei FSSPX so sein, aber nicht in der römisch-katholischen Kirche!

Im Übrigen sagt das Wort „TEAM“ auch schon aus, dass die Priester, die einem solchen Team angehören „Teamarbeit“ leisten und nicht einer alleine sagt, wo es lang geht!!!

Im Gebte um Erleuchtung verbunden,

+Matthias Braun
Bischof der Neu-katholischen Kirche
Freitag, 14. März 2008 08:59
carolusmagnus: Wille der Betroffenen…
Wenn der Bischof den Willen der Betroffenen nicht kennt, so hat er scheinbar den Kontakt zu seinen Gläubigen verloren oder gar nicht gesucht. Er wird ihn unweigerlich noch kennenlernen, sobald er in die Öffentlichkeit zurückkehrt, das wird ihm nicht erspart bleiben. Er könnte ihn schon kennen, wenn er Zeitungen liest. In den regionalen Tageszeitungen, die ja auch im Internet viele Artikel einstellen, waren die befragten Betroffenen, seien es Pfarrer, Kirchenvorstandsmitglieder, Ehrenamtliche oder einfache Gemeindemitglieder entsetzt. Wofür soll es gut sein, wenn die Betroffenen – nachdem die Entscheidung bereits getroffen ist – ihre Meinung kundtun dürfen bis September? Will man hier eine nicht vorhandene Demokratie vorgaukeln? Ein guter Führungsstil wäre, die Meinung der Betroffenen vorher anzuhören und dann eine Entscheidung zu treffen. Selbst der Protest der Katholiken vor Ort, den viele schon angekündigt haben, wird vermutlich nicht viel nutzen, da die Vergangenheit gezeigt hat, daß der Bischof von Aachen sich gerne hinter den Vertretern des Generalvikariats versteckt, wenn es um unangenehme Entscheidungen geht. Der Preis dafür ist allerdings, daß diese Herren dann auch die Entscheidungen gleich selbst treffen wollen. Der Bischof erklärte noch auf seiner letzten Visitationsreise, es gäbe nur freiwillige Fusionen, derweil man im Generalvikariat scheinbar bereits andere Pläne hatte – daß der Bischof auf seiner Visitationsreise log, wollen wir doch nicht unterstellen…
Freitag, 14. März 2008 08:36
jeremy: Zwangsfusionen
Interessanter Ansatz.

Wie wäre es mit der Auflösung des bankrotten Bistums Essen und die Rückübergabe der Gebietsbezirke an die ehemaligen Bistümer. Die Kosten für den Bistumshaushalt könnten ohne weiteres zur Tilgung der Schulden der Diözese aufgewandt werden.

Das Experiment des Ruhr-Bistums scheint ziemlich eindeutig gescheitert. Und da wo es nur noch Mangelverwaltung gibt…
Donnerstag, 13. März 2008 23:01
Gotthard: @carolusmagnus
In Aachen hat der Bischof gegen den Willen der meisten Betroffenen nun Zwangsfusionen von Pfarreien beschlossen.
Woher kennst du den Willen der Betroffenen? Der Bischof kennt ihn auch noch nicht – die Betroffenen wurden vorher nicht informiert und nicht befragt, können aber nun ihre meinung kundtun bis zum September.
Die fusionen sollen am 1.1.2010 wirksam werden.

Wer sich nur ein ganz klein wenig in Köln auskennt, sollte wissen, wie diktatorisch dort gehandelt wird…
Donnerstag, 13. März 2008 16:58
carolusmagnus: Zwangsfusionen…
In Aachen hat der Bischof gegen den Willen der meisten Betroffenen nun Zwangsfusionen von Pfarreien beschlossen. Das Vermögen der fusionierten Pfarreien, die zunächst nur als Filialkirchen bestehen bleiben – bis sie dann irgendwann ganz geschlossen werden – geht in diejenigen Pfarreien über, die zunächst bestehen bleiben, bzw. neu gebildet werden.
Konsequent weitergedacht, kommt man zu der Überlegung, ob der Papst nicht auch Zwangsfusionen von Bistümern anordnen sollte. Das finanziell angeschlagne Bistum Aachen gehört rechtlich als Suffragandiözese zur Kirchenprovinz Köln. Was spräche denn gegen eine Fusion mit dem Erzbistum Köln, das noch übriggebliebene Vermögen der Aachener Diözese könnte so vor weiterer Mißwirtschaft gerettet werden, die Verwaltungskosten gesenkt werden und zudem wäre es noch nicht einmal neu, 1821 wurde das Bistum schon einmal zwischen Köln und Münster aufgeteilt. Angesichts des, wenn zum Teil auch gewollten Priestermangels, und des für die kommenden Jahre zu erwartenden Gläubigenschwundes doch eigentlich eine vernünftige Sache. Wenn man den bisherigen Kurs weiterfährt, werden irgendwann für Deutschland vielleicht ein Nord- und ein Südbistum ausreichen. Die in Aachen nach der Zwangsfusion mit Köln überflüssigen Würdenträger könnte der Papst doch in die Nuntiatur im Iran „befördern“ wie dereinst Bugnini oder vielleicht zum Titularerzbischof von Diocletiana ernennen, was es 1972 auch schon mal gab…
Mittwoch, 12. März 2008 22:50
FiliusEcclesiae: @Gotthard: Zum Teufel geschickt?
wie ich den Nachrichten auf diese Seite entnommen habe, gibt es doch im Bistum Aachen einen Pfarrer, der Messen im Alten Ritus ganz offiziell feiert – und noch nicht zum Teufel geschickt worden ist.
Nicht zum Teufel geschickt?
Da hat er ja noch mal Glück gehabt.
Mittwoch, 12. März 2008 22:48
Gotthard: @filiusEcclesiae
wie ich den Nachrichten auf diese Seite entnommen habe, gibt es doch im Bistum Aachen einen Pfarrer, der Messen im Alten Ritus ganz offiziell feiert – und noch nicht zum Teufel geschickt worden ist.
Was also hast du?
Mittwoch, 12. März 2008 21:55
FiliusEcclesiae: @Gotthard: Ist Lügen etwa im Gotthard-
„V2“-Christentum erlaubt?
Mittwoch, 12. März 2008 21:53
Gotthard: @filiusEcclesiae
@Gotthard: Nicht lügen
träume weiter!!!!!!!!!!!!!
Mittwoch, 12. März 2008 21:50
FiliusEcclesiae: @Gotthard: Nicht lügen
Von Unterdrückung kann ja wohl keine Rede sein…
es gibt einfach kein Interesse an dieser alten Form unserer katholischen Messe …

Kein Interesse in der lokalen Kirchenhierarchie, die die alte Messe verbieten wollen.
Die Gläubigen haben diese schon längst vertrieben, durch ihre „Meßexperimente“ seit 1969.
Mittwoch, 12. März 2008 21:48
Gotthard: @marcelus
Jeder Priester kann doch heute die „Alte Messe“ privat zelebrieren – und muss die Türen der Kirche dafür nicht schließen.
Aber wo sind denn diese Priester … wo stehen die Kirchentüren offen?

Von Unterdrückung kann ja wohl keine Rede sein…
es gibt einfach kein Interesse an dieser alten Form unserer katholischen Messe …
Mittwoch, 12. März 2008 20:50
Marcelus: Die Verfolgung der Alten Messe war bzw. ist doch
autoritärer Klerikalismus in Reinkultur, was denn sonst?
Mittwoch, 12. März 2008 20:45
Gotthard: @carolusmagnus
Da werden jetzt zuerst die zwangsfusionierten Pfarreien enteignet und zu Filialkirchen.

Ich vermute stark, dass diese Bistumsleitung sich eine Liste der Pfarreien im Jahre 1910 vorgenommen hat – und zurück zur traditionellen Pfarrstruktur gehen will.
Mittwoch, 12. März 2008 17:45
carolusmagnus: Die Maske fällt…
Ganz ungewohnt tritt hier der „autoritäre Klerikalismus“ offen zu Tage, die Antragsteller für den außerordentlichen Ritus im Bistum Aachen kennen ihn schon länger. Jetzt bekommen ihn auch die restlichen Gläubigen des Aachener Bistums zu spüren, hier fällt die freundliche Maske einmal, denn hier geht es um Geld und Macht. Die Herrschaften vom Bistum und Generalvikariat machen sich ein feines Leben mit ebensofeinen Gehältern und Dienstwagen auf Kosten der Kirchensteuerzahler – der sog. „evangelische Rat der Armut“ soll jetzt anderen mit Gewalt beigebracht werden. Da werden jetzt zuerst die zwangsfusionierten Pfarreien enteignet und zu Filialkirchen. Der nächste Schritt, wenn sich die Wogen wieder geglättet haben, wird die Schließung der Filialkirchen – eine nach der anderen – sein. Der Bischof gibt keine gute Figur ab als Marionette der grauen Emminenzen des Generalvikariats von Holtum und Cremer. Die Mißwirtschaft in Aachen ist nicht nur betriebswirtschaftlich-finanzieller Art, sondern auf dem Sektor der Seel- und Hirtensorge noch viel gravierender. Auf einen baldigen Rücktritt der Riege Mussinghoff/von Holtum/Cremer hoffen die Gläubigen wohl vergeblich…
Mittwoch, 12. März 2008 17:23
kaylet: @ bonifatius
volle Zustimmung.
Das würde zwar einen enormen und schmerzlichen Verlust an Geld, Macht und Einfluss bedeuten, aber der kommt sowieso bald. Wenn noch jetzt (zu Zeiten der letzten Reste der Volkskirche) umgestellt würde, könnte vieles gerettet werden, müssen künftige Gläubige nicht völlig bei Null anfangen.
Liebe Mitkatholiken, es ist unsre Aufgabe, die ersten Schritte zur Reorganisation zu gehen. Wir sollten dies nicht alles unsren Kindern überlassen. Es ist auch ehrenvoller und im Himmel verdienstvoller, den fast leeren Teich wieder zu füllen als mit dem letzten Drittel an Wasser noch die Turbine anzutreiben. Es zeigt sich immer mehr, dass der Liberalismus nur der Schaum auf der Welle war, ohne Welle gibt es aber keinen Schaum mehr.
Mittwoch, 12. März 2008 16:16
Benedikt: @ Pater Lingen
Jaja und in der alten Liturgie liegen Missstände wie acht Minuten Messen, Spinnenweben im Tabernakel, Konsekration außerhalb der Messe etc „begründet“. Sie haben ein magisches Liturgieverständnis. Die Ursache dieser Missstände ist nicht ein geschriebener Text, sondern die schlechte Ausbildung der Liturgen. Was auch sonst.
Mittwoch, 12. März 2008 16:11
Pater Lingen: „Die Folgen: liturgischer Wildwuchs“
Ähm – das hat nichts mit irgendeinem „Führungsstil“ zu tun, sondern liegt ganz einfach in der V2-„Liturgie“ an sich begründet.
Ich kann mich noch an gut meine V2-Zeit erinnern, als ich förmlich von „Pfarre“ zu „Pfarre“ gehetzt bin, um wenigstens eine „erträgliche“ „Liturgie“ zu finden, natürlich erfolglos.
Und ich kann mich auch noch an mein diesbzgl. Schreiben an Klaus Hemmerle erinnern, sowie an seine „Antwort“.
Also: Bitte nicht falsche Ursachen vorschieben, sondern die wahren Ursachen beim Namen nennen – und abstellen.
Mittwoch, 12. März 2008 15:02
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Bonifaz,
sehr einfach gedacht. Tja wenn es so einfach wäre …
Mittwoch, 12. März 2008 14:42
bonifatius: Vorschlag eines einfach denkenden Gläubigen
Langsam, aber sicher zerfasert die fast amtliche ausgerichtete Kirchenstruktur, die mit dem Glauben sowieso nichts mehr am Hut hatte. Was wäre zu überlegen?
1. Einstellung der Kirchensteuer (Konkordat)
2. Die noch gläubigen Kirchgänger zahlen die Höhe der bisherigen Steuer an den Priester (oder eine ihm unterstellte Administration), dem sie vertrauen und der sie als Hirte betreut. Diese Einheit bezeichnet man als Glaubensgemeinschaft
3. Mehrere solcher Glaubensgemeinschaften bilden eine Herde, die von einem Oberhirten(als Apostelnachfolger) beschützt, belehrt und im Glauben auch durch sein eigenes Beispiel gestärkt wird. Dieser Oberhirte wird ausschließlich vom Pabst ernannt und geweiht.
4. Strukturen, wie z.B. Domkapitulare, Räte jeglicher Art, werden abgeschafft.
5. Für die existentielle Versorgung der Apostelnachfolger wird der Staat entpflichtet (Konkordat). Hierfür und für die Priesterausbildung kommt die Glaubensgemeinschaft auf.

Mit Gebet zum Heiligen Geist um Glaube, Hoffnung und Liebe und Gottvertrauen wäre diese derzeitige unheile und unheilige Zeit zu überwinden.

ad fundamentum et fontes!
Mittwoch, 12. März 2008 13:44
Uriel: Unverständnis
also manchmal kann ich einfach nicht verstehen, wie die Argumentation läuft. Einerseits beschwert man sich, dass dem Priester Leitungsgewalt abgesprochen wird und andererseits spricht man sie gleichzeitig dem Bischof ab. Wer mag das verstehen. Auch finde ich es sehr merkwürdig, dass hier die Leitungsgewalt als DAS wesentliche Element des priesterlichen Berufs ausgegeben wird. Als wenn einer Priester wird nur um eine Leitungsfunktion innehaben möchte. Wenn einer einer eine starke Sehnsucht hat, dann kann er diese in anderen Berufen sicherlich besser ausüben. Und wenn dies jene zurückschreckt, die überlegen Priester werden zu wollen, na dann… Es muss immer im Auge behalten werden, dass der Priesterberuf ein dienendes Amt ist, auch wenn es klar mit Leitung verbunden ist.
Auch die Argumentation der Mehrarbeit kann ich nicht ganz verstehen. Es ist doch eine fantastische Entlastung für Priester, wenn sie zukünftig in der Großpfarrei nur noch die Sitzungen vom einem Pfarrgemeinderat und einem Kirchenvorstand besuchen müssen, anstatt von jeweils fünf. Ich kenne Priester, die dies sehr begrüßen. Und übrigens: Wenns weniger Gremien gibt ist es auch nicht so schlimm wenn ein paar ihr „Amt“ niederlegen. (kleiner Scherz zum Ende)
Mittwoch, 12. März 2008 13:12
raindance1: soll es nicht genauso ablaufen?
die NOM Kirche soll doch besser früher als später am Ende sein…Aachen macht einen riesen Schritt dem Ende entgegen…
Mittwoch, 12. März 2008 10:09
giovanniparvo: treffend
Der Artikel beschreibt sehr treffend die Folgen einer solchen Leitungsentscheidung. Seit 2003 laufen im Erzbistum Berlin die Umstrukturierungsprozesse, die jetzt Aachen beschlossen hat. Auch hier: Reibereien, Verschleiss von Priestern, Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Frustrationen, Enttäuschungen – und ein eklatanter Priesterüberschuss durch die Pfarreienzusammenlegung, so dass Berlin Priester ausleiht oder zwangspensioniert. Wer flexibel ist, sollte sich in anderen Diözesen umschauen, die dringender Priester brauchen.
Mittwoch, 12. März 2008 10:02
Romulus: So sieht es überall aus
So wie in dem Artikel beschrieben, sieht es nicht nur im Bistum Aachen, sondern in fast allen deutschen Diözesen aus. Nur Naivlinge könnten glauben, dass es um die Pfarreien geht, es geht um die Kohle, fertig aus. In meinem Bistum gibt es jetzt wieder einen Priesterüberschuß, aber nicht weil so viele geweiht wurden, sondern weil eben die Anzahl der Pfarreien reduziert wurde. Mittlerweile fehlen also die Stellen… Im Statistiken frisieren sind die Deutschen Bischöfe einzigartig… Aus Priestermangel mach Priesterüberschuß, eckt klasse… Wenn ihr nur mal die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht habt!
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