(kreuz.net) Im Dezember 2006 wurde der Priester Athanase Seromba wegen seiner Beteiligung am Völkermord
in Ruanda zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Das Urteil wurde von einem Gericht der Vereinten Nationen
ausgesprochen, das in der Stadt Arusha in Tansania tagt.
Der Geistliche soll am Tod von 1500 dem Tutsi-Stamm
angehörigen Menschen beteiligt gewesen sein.
Das Massaker ereignete sich in Nyange in Westruanda. Die
Opfer hatten Zuflucht in der Kirche gesucht, wo Hw. Seromba als Vikar amtete.
Der damals 31jährige Priester
soll aktiv daran beteiligt gewesen sein, das mit Menschen angefüllte Gotteshaus mit Bulldozern niederzumachen.
Er habe zum Beispiel dem Bagger-Fahrer die Stelle gezeigt, von der aus das Gebäude am besten zerstört
werden konnte.
Danach beauftragte er Milizionäre, eventuelle Überlebende mit Buschmessern und Gewehren
zu ermorden. Es gab keine Überlebenden.
Der Völkermord ereignete sich im Jahr 1994. Dabei kamen etwa
800.000 Menschen ums Leben.
Ursache der damaligen Ereignisse war ein Konflikt zwischen den zwei Stämmen
der Hutu und der Tutsi.
Die Tutsi stellten in Ruanda eine kleine, aber ökonomisch mächtige Minderheit
dar. Sie regierten das Land jahrelang und waren die Hauptopfer des Völkermordes.
Hw. Seromba appellierte
gegen seine Verurteilung und erhielt nach den Berufungsverhandlungen noch eine Strafverschärfung. Er
wurde zu einer lebenslänglichen Haft verurteilt.
Das berichtete der ‘Britische Rundfunk’.
Das Gericht
unter Vorsitz des deutschen Richters Wolfgang Schomburg kam zum Schluß, daß der Priester noch stärker
in die Schlächterei verwickelt war, als bisher angenommen und daß seine Verantwortung über die bisher
angenommene Ermutigung und Unterstützung der Schlächtereien hinausging.
Im Jahr 1997 tauchte Hw. Seromba
unter falschem Namen in Florenz auf und war dort zwei Jahre als Priester tätig. Schließlich wurde er
von einer Menschenrechtsorganisation enttarnt.
Erst im Juni 2001 erhoben die Strafverfolger des Ruanda-Tribunals
gegen ihn Anklage. Im Jahr 2002 wurde er zum ersten Mal dem Gericht vorgeführt.
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24 Lesermeinungen
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#24 Lord Werther 02:36:15 | Dienstag, 18. März 2008
Eben nur ein Mensch Nun, laut katholischen Dogmen ist der Papst unfehlbar. Ich habe allerdings nie gehört,
dass ein Priester auch unter dem Dogma der Unfehlbarkeit fällt. Der Mann hat ein Verbrechen begangen
und gehört bestraft. Priester hin oder her.
@ Lieber Marcelus, Sie haben recht, im Eifer des Schreibens habe ich „animistisch“ gemeint, doch leider
„animalisch“ geschrieben, was aber in der Realität auch nicht so weit hergeholt ist. Ein schönen Wochenende
wünsche ich Ihnen und allen.
@Gotthard: schreib uns doch einen Beitrag in der Leserzeitung… ich gebe zu, dass ich von der politischen
und religiösen Situation in Afrika wenig bis garnichts weiss. Ich könnte mich natürlich informieren
über das Internet, aber einem antriebslosen Mensch wie mir muss das erst schmackhaft gemacht werden,
sonst fehlt ihm die Motivation.
dunkler Kontinent warum bemüht sich niemand, die Historie und die Gegenwart Afrikas ernsthaft kennenzulernen?
Dieser Artikel und die Diskussionsbeiträge zeugen von einer ungeheuren Ignoranz … und unbelehrbaren
Unkenntnis.
Liebe Nachtlaterne, Ihre Arroganz anderen Meinungen gegenüber mögen Sie sich behalten, so ersparen Sie
sich einmal Fegefeuer und den Himmel. Doch Sie gehen ja ohnehin sehr gerne den direkten Weg. Weiter so,
ohne frommen Wunsch!
#17 Agiafortuni 23:49:40 | Mittwoch, 12. März 2008
FiliusEcclesiae. beides es gibt unter den Tutsis französisch und englisch sprechende je nachdem ob sie
in Rwanda, im Burundi oder in Uganda aufgewachsen sind.
@Gotthard: Was hat das mit dem Ruanda-Genozid zu tun? warum in Ruanda seit 1994 die Änderung der „europäischen
Verkehrssprache“ von Französish zu Englisch vonstatten geht?
@marcelus @nachtlaterne könnt ihr beiden Wissenden bitte darlegen, warum in Ruanda seit 1994 die Änderung
der „europäischen Verkehrssprache“ von Französish zu Englisch vonstatten geht?
Das spricht doch für die Objektivität von „kreuz.net“ allerdings werden von kreuz.net berechtigte kritikpunkte
aufgezeigt. So sollte es doch auch sein.
#10 Nachtlaterne 20:56:19 | Mittwoch, 12. März 2008
marcellus, gotthart ist schnell bereit zu kritisieren, kann aber nicht berichtigen. an den herrn, der
meint kreuz.net würde die katholische kirche niedermachen.das gegenteil ist wohl der fall! allerdings
werden von kreuz.nett berechtigte kritikpunikktte aufgezeigt. das aber ist kein zeichen von kirchenfeindlichkeit.
@Afrikaexperte „Gotthard“: Wie ist es denn richtig? „Die Tutsi stellten in Ruanda eine kleine, aber ökonomisch
mächtige Minderheit dar. Sie regierten das Land jahrelang und waren die Hauptopfer des Völkermordes.“
Gotthard: dieses Abschnitt zeugt von der völligen sachlichen Unkenntnis der komplizierten Geschichte
dieses kleinen Landes, die zur Katastrophe des Genozid führte – obwohl rund 70% der Bevölkerung katholisch
sind. Der Artikel gibt es genauso wieder, wie es in den europäischen Medien berichtet wurde: Wenn Sie
diese Behauptung verwerfen, müßten Sie schon den Irrtum konkreter erläutern.
völlige sachliche Unkenntnis Die Tutsi stellten in Ruanda eine kleine, aber ökonomisch mächtige Minderheit
dar. Sie regierten das Land jahrelang und waren die Hauptopfer des Völkermordes. dieses Abschnitt zeugt
von der völligen sachlichen Unkenntnis der komplizierten Geschichte dieses kleinen Landes, die zur Katastrophe
des Genozid führte – obwohl rund 70% der Bevölkerung katholisch sind.
@H. Metzker: Die Vermischung von Christentum und Heidentum war ja auch im alten Europa gegeben Ich weiß
aus meiner Zeit in Afrika, dass christlicher und animalischer Glaube, sehr nahe bei einander liegen. Wahrscheinlich
meinen Sie die animistischen Volksreligionen in Afrika, und nicht „animalische“ (tierische) Volksreligionen.
Die Vermischung des christlichen Glaubens mit dem heidnischen Irrglauben war leider auch im alten Europa
und im staatschristlichen Römischen Reich gegeben, siehe den religiösen Zwang der Staatskirchen des
Römischen Reiches und Europas und die barbarischen Strafen bei Vergehen gegen Gesetze der Kirche. Das
häufig zitierte Beispiel des heidnisch-europäischen Hexenglaubes mit den Hexenverfolgungen konnte sich
aber erst – entgegen anderer Behauptungen – in der europäischen Neuzeit des europäischen Christentums
bemächtigen und ist Neuzeitgeschichte.
Verdinent hat dieser „Priester“ mindestens lebenslänglich Wobei angsichts der Schwere der Taten meines
Erachtens auch die Todesstrafe eine Option gewesen wäre.
Und was hat dies mit Kirche zu tun? Weil es ein Priester war, muss dieses Thema auf die Seite. In Wirklichkeit
geht es darum, die katholische Kirche zu zersetzen. Nach dem Motto: „Da sieht man wieder mal!“ Doch was
sieht man wirklich? Das ein Berufsausübender, seinen Berufsziel missachtete, was zum Tode von 1.500 Tutsis
führte. Dies wird ja auch geahndet. Doch was hat dies mit dieser, ach so moralhütenden Page zu tun?
Ich weiß aus meiner Zeit in Afrika, dass christlicher und animalischer Glaube, sehr nahe bei einander
liegen. Wer will die Moralvorstellungen dieser Menschen, mit unseren Vorstellungen richten? Dies auch
noch über Medien? Dieser Mörder hätte ja auch Landwirt oder Lehrer sein können. Wo wäre dann der
Aufschrei? 1.500 Tote, ist der Aufschrei, nicht ob es ein Priester war.
dieser Artikel lässt in der Tat zu wünschen übrig… nichts genaues weiss man nicht… da kann man
sich auch nicht wirklich ein Urteil bilden in welcher Motivation der Priester gehandelt hat, ob aus stammesideologischen
Gründen, oder aus Angst vor den Mördergesellen. In jedem Fall schrecklich. Ein Geistlicher hilft bei
der Ermordung Schutzsuchender in seiner Kirche. Ich hoffe, dass nicht wenige dieser armen Seelen für
dies Leid den Weg ins Leben finden.
@Bischof Wäre er selbst bedroht gewesen, hätte er nicht aus freien Stücken gehandelt und hätte wohl
kaum (so) verurteilt werden können. Es ist allerdings ohnehin Unfug, ein Urteil zu kommentieren, dass
man nicht näher kennt. Ihre Kaffeesatzleserei wirkt ziemlich gestört.
Die Systemmedien und die antichristliche Presse und Politik aber, sehen in diesem Falle eine Bestätigung
ihrer eigenen genozidalen Pläne gegen Kirche und Katholizismus. Wahrscheinlich war der Priester irgendwie
selber auch unter unmittelbarer Bedrohung seitens der Hutu-Völkermordbanden Ruandas, und hat durch diesen
Verrat unschuldiger reicher Tutsis, sich selber das Leben retten wollen. Ein schreckliches Verbrechen
für jeden und vor allem für einen Stellvertreter Christi am Altare, und auch strafbar, aber noch keine
„aktive Teilnahme“ an dem eigentlichen Völkermord. (Vielleicht aber nahm er aktiv Teil an der Liturgiemord
in Afrika durch Inkulturation?) Das aber wollen die ‘Vereinigten Nationen’, die selber am größten (*aber
„hygienischen“) Völkermord je (die weltweite Abtreibungsindustrie) beteiligt sind, nicht anerkennen und
haben hier einen juristischen Symbolfall geschaffen, der sich auch leicht gegen die ganze Kirche ausbeuten
lässt. Die Rote und Liberale Propaganda wächst, man fürchtet die kommende Restauration der hl. Kirche
und der Monarchie. Freimaurer und Marxisten setzen sich zu Wehr. Die Bevölkerung sieht ja schon, daß
ihre Versprechen eigentlich Illusionen waren und zur Errichtung einer Weltrepublik dienten. Deswegen muß
man jetzt, vor allem im reichen Westeuropa, Propaganda machen gegen die Kirche und ihre Diener.