Alt-Meß-Sensation in einer deutschen Bischofskirche
Allen Priester soll Mut gemacht werden, die Alte Messe kennen und schätzen zu lernen und keine Angst zu haben, sie in vielen Pfarrgemeinden zu zelebrieren. Ein Weihbischof hat mit Erfolg Unterschriften gesammelt. Morgen geht’s los.
(kreuz.net) Am 29. Februar sandte Bischof Maximilian Ziegelbauer (84) ein Schreiben an die lieben Freunde
der außerordentlichen Form des Römischen Ritus.
Mons. Ziegelbauer ist emeritierter Augsburger Weihbischof
und Dompropst im Ruhestand.
In dem Brief verkündet der Weihbischof seinen Adressaten eine gute Nachricht:
„Mit ihrer Unterschrift auf meiner Petition haben Sie dazu beigetragen, daß nach Rücksprache mit dem
Bischöflichen Dompfarramt nun künftig regelmäßig samstags um 8 Uhr früh in der Marienkapelle des
Hohen Domes zu Augsburg die Heilige Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus gefeiert
werden kann, und zwar erstmals am Samstag, den 15. März 2008.“
Der Weihbischof erinnert in seinem Schreiben
an das 1200-jährige Jubiläum des Hohen Dom im vergangenen Jahr:
„Seit dem Jahr 807 wurde hier die Heilige
Messe auf Latein und »versus Deum« gefeiert“ – erklärt er und fährt weiter:
„Nach einer Pause von
fast vierzig Jahren wird nun erstmals wieder die Heilige Messe in dieser alterwürdigen Form zelebriert,
die das Mysterium Gottes auf so anschauliche Weise verdeutlicht und zur Anbetung der göttlichen Majestät
einlädt.“
Mit der Einrichtung dieser regelmäßigen Messe im Alten Ritus komme man dem Anliegen des
Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., nach, „dessen Liebe der alten lateinischen Liturgie gilt und der
wünscht, daß die traditionelle Form auch die neue Form der Meßfeier befruchtet“.
Indem das im Dom –
der Mutter und dem Haupt aller Kirchen des Bistums – geschehe, solle damit auch allen Priestern Mut gemacht
werden, „diese Form der Feier des heiligen Meßopfers wieder kennen und schätzen zu lernen und keine
Angst zu haben, sie in vielen Pfarrgemeinden wieder erlebbar werden zu lassen“.
„Ich darf Sie hiermit herzlich zum heiligen Meßopfer am Samstag vor dem Palmsonntag
einladen und hoffe, daß diese Samstagsmesse vor dem altehrwürdigen Gnadenbild der seligen Jungfrau und
Gottesmutter Maria für Sie zu einem regelmäßigen geistlichen Wochentermin werden kann – soweit Ihre
Terminplanung dies zuläßt.“
Er weist auch darauf hin, daß dem Anliegen sehr geholfen wäre, „wenn
Sie in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis diesen neuen regelmäßigen Meß-Termin bekannt machen würden“.
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aleph, aufrechterkatholik Natürlich sind die Dogmen keine Neuerfindung, sondern geben – jedenfalls in
der Alten Kirche – die unfehlbare Glaubensaussage gegenüber Irrlehrern wieder. Erst in jüngerer Zeit –
so die unbefleckte Empängnis und die Aufnahme Mariens in den Himmel – sind Dogmen ohne solchen äußeren
Anlaß formuliert. Beide Feste hat es schon vor der Dogmenformulierung gegeben und werden ebenso in der
byzantinischen Tradition gefeiert, die unbefleckte Empfängnis jedoch erst am 9. Dezember, sie gehören
dort zum allgemen anerkannten Glaubensgut. Es ist ganz klar, daß die überlieferte Lehre der Kirche den
Willen des Herrn wiedergibt. Auch die Einwände der historisch-kritischen Methode stellen in keiner Weise
die Einsetzung der hl. Eucharistie infrage, sondern nur den Zeitpunkt der Einsetzung. Alleine auf die
Einsetzung als solche kommt es den Synoptikern an. Die Kirche hat daher völlig recht, wenn sie sich bei
Feier des letzten Abendmahles am Gründonnerstagabend im Willen des Herrn sieht und wegen „tut dies zu
meinem Gedächtns“ hierin die Vermittlung priesterlicher Vollmacht an die Apostel sieht. Die Meinung,
die Apostel hätten vor Empfang der hl. Eucharistie im Abendmahlssaal gebeichtet, ist durch Schrift und
Tradition widerlegt. Das Bußsarkament in seinem heutigen Verständnis, insbesondere die Andachtsbeichte,
ist erst später in das Bewußtsein der Christen gerückt. Das ergibt sich aus dem Brauch, sich erst auf
dem Sterbebett taufen zu lassen: wegen der mit der Taufe verbundenen Sündenvergebung.
Frieden, meine Herren, Frieden Oh, das ist kein Unsinn. Ist es denn nicht erstmal im tiefen Glauben anzunehmen,
dass unsere ehrwürdigen Traditionen in dem HERRN selbst gründen? Und dass diese ehrwürdigen Traditionen
sicherlich dem entsprechen, was der HERR gewollt und beabsichtigt hat? Und dass die Kirche das vollgültig
und wahr auslegt? Und dass demzufolge die Apostel ohne Frage vorher gebeichet haben, so, wie es die Hl.
Kirche lehrt, dass man vor dem Empfang der Hl. Opferspeise bei schwerer Schuld gebeichtet haben muss?
Sage niemand, die Apostel hätten vorher keine schwere Schuld gehabt. Immerhin waren zumindest einige
verheiratet. Und dass der HERRN nicht versus, sed contra populum gefeiert hat, erklärt sich aus der Tradition
der Kirche. Denn die hat das immer so gelehrt und sicherlich das fortgesetzt, was der HERR im Opfersaale
zelebriert hat.
Jörg Guttenberger, Köln die Person Jesu Christi und der Mutter Gottes bis hin zum Dorma über die unbefleckte
Empfängnis und die Aufnahme Mariens in den Himmel (Fest am 15. August) in unseren Tagen! Diese Sicherheit
hatten die ersten Christen doch überhaupt nicht! Auch wenn es formulierte Dogmen sind die Sie hier aufführen,
geht es auch in den Fällen immer noch um das Geheimnis des Gaubens. Sie, die ex cathedra verkündeten
Dogmen, sind keineswegs wahrer als der Glauben, der sich ohne Dogmen aus den Evangelien entwickelt hat.
Mehr Sicherheit haben die heutigen Christen deshalb auch nicht, als die ersten Chirsten, die der Dogmen,
Gott sei Dank, entbehren konnten. Glaube ist immer der kühne Sprung in den Bereich des Nichtwissens,
sonst ist es kein Glaube mehr, sondern Lehre und verchristlichte, auf katholisch getrimmte Ideologie.
Filius ecclesiae: Bibelverständnis Denken Sie bitte an die Glaubensaussagen der ersten Konzilien über
die Person Jesu Christi und der Mutter Gottes bis hin zum Dorma über die unbefleckte Empfängnis und
die Aufnahme Mariens in den Himmel (Fest am 15. August) in unseren Tagen! Diese Sicherheit hatten die
ersten Christen doch überhaupt nicht! Es trifft zwar leider zu, daß die 68er und andere Kirchenfeinde
sich mit Nachdruck um Verfälschung des Glaubensgutes bemühen, aber das besagt doch noch lange nicht,
daß alle heutige Glaubenserkenntnis heidnischen Ursprungs ist! Sie sollten das Kind nicht mit dem Bade
ausschütten!
@J. Guttenberger: Ein gesicherteres Bibelverständnis als die Evangelisten haben natürlich die 1800er-1960er-Modernisten,
natürlich. Wer’s glaubt, wird selig! Aufgrund 2000-jähriger Tradition mit ihren Konzilien haben wir
heute ein gesicherteres Bibelverständnis, als die ersten Christen, zumal es erst seit etwa 200 einen
gesamtkirchlich anerkannten Schriftenkanon gib und die Gnosis verworfen wurde.
Marcellus: Märchen Sie kommen ja schon wieder mit Ihren Märchen. Im Übrigen haben Sie diesen Begriff
in diese Auseinandersetzung eingeführt und nicht ich! Die Auseinandersetzng über Gemeinsamkeiten von
Bibel und Märchen sind, wie ich bereits geschrieben habe, seit 20 Jahren beendet! Aufgrund 2000-jähriger
Tradition mit ihren Konzilien haben wir heute ein gesicherteres Bibelverständnis, als die ersten Christen,
zumal es erst seit etwa 200 einen gesamtkirchlich anerkannten Schriftenkanon gib und die Gnosis verworfen
wurde. Die Bibel ist nun einmal ein Glaubensbuch und hat ihren Platz in erster Linie auf Altar und Kanzel
und nicht auf dem Schreibtisch. Die von Ihnen offenbar verworfene historisch-kritische Methode liefert
wichtige Hinweise über den geschichtlichen Hintergrund biblischer Aussagen, mehr jedoch nicht. Natürlich
bezieht sich die Bibel auf geschichtliche Tatsachen, aber, wie ich eingangs geschrieben habe, hatte man
zur Zeit der Evangelisten bis ins 19. Jahrhundert eben ein anderes Geschichtsverständnis. Ich hoffe,
so Ihnen weitergeholfen zu haben, obwohl mir nicht klar ist, worauf Sie hinaus wollen.
@J. Guttenberger, Köln: Die Kirche lehnt die Leugnung der Evangelien ab. Die Evangelien sind keine Märchen
aus dem 1. Jahrhundert. Das glaubten die Damaligen auch. Meinen Sie, daß die 1800er das besser „durchschaut“
haben als die heidnischen Evangeliumsleugner des 1. Jahrhunders?
Marcellus: Märchen Von Märchenhabe ich weder ausdrücklich noch sinngemäß geschrieben. Können Sie
nicht lesen? Die Zeit, in der man Parallelen zwischen Märchen und Bibel suchte, ist inzwischen 20 Jahre
vorbei. Die Meinung der historisch-kritischen Methoe habe ich im Übrigen ohne eigene Stellungnahme erwähnt.
Sie ist eine Methode, um die Bibel zu erklären, aber natürlich nicht die Einzige! Sie lehnen diese Methode
wohl grunbdsätzlich ab?
@Jörg Guttenberger, Köln: Geschichtswissenschaft gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert, natürlich Ersparen
Sie uns doch ihren alten 1800er-Modernismus, der die Evangelien als Märchenstunde aus dem 1. Jahrhundert
ausgibt. Auf Seiten der historisch-kritischen Methode ist ohnehin strittig, ob das Letzte Abendmahl so
stattgefunden hat, denn normalerweise konnte Christus am Gründonnerstag nicht Ostern feiern. Möglicherweise
hat Er des öfteren bei heiligen Mählern, die als verkürztes Abendmahl ganzjährig gefeiert werden konnten,
von seinen Plänen gesprochen, die synoptischen Evangelisten lassen die hl. Handlung dann als „Vermächtnis“
am Vorabend des Todes geschehen. Wir müssen immer wieder daran denken, daß es Geschichte als Wissenschaft
erst seit Ranke und Mommsen, also seit dem 19. Jahrhundert gibt. Vorher war es durchaus erlaubt, Tatsachen
so zurecht zu biegen, daß man die gewünschte Aussage damit machen konnte. Dümmer geht’s nicht mehr.
aufrechgerkatholik. „schon zu Urzeiten“ Woher haben Sie solchen Unsinn? Das Bußsakrament ist lt. Joh.
20,22 überhaupt erst nach der Auferstehung eingesetzt worden! Der gesamte christliche Kult geht auf den
jüdischen Tempelkult zurück und hat in den damaligen geistigen Zentren Alexandrien und Antiochien seine
Ausprägung gefunden. Der römische, alexandrinische und äthiopische Ritus geht auf Alexandrien, die
übrigen noch praktizierten Riten auf Antiochien zurück. Der römische Kirchengesang ist jedoch antiochenisch,
weil die römische Liturgie ursprünglich in griechischer Sprache zelebriert wurde. Beim Übergang ins
Lateinische hat man die griechischen Töne für die lateinischen Texte umgesetzt. Auf Seiten der historisch-kritischen
Methode ist ohnehin strittig, ob das Letzte Abendmahl so stattgefunden hat, denn normalerweise konnte
Christus am Gründonnerstag nicht Ostern feiern. Möglicherweise hat Er des öfteren bei heiligen Mählern,
die als verkürztes Abendmahl ganzjährig gefeiert werden konnten, von seinen Plänen gesprochen, die
synoptischen Evangelisten lassen die hl. Handlung dann als „Vermächtnis“ am Vorabend des Todes geschehen.
Johannes kennt kein letztes Abendmahl. Einen weiteren Hinweis ohne Zeitpunkt und Anlaß der Einsetzung
finden wir in 1 Kor. 11,23 – 27. Wir müssen immer wieder daran denken, daß es Geschichte als Wissenschaft
erst seit Ranke und Mommsen, also seit dem 19. Jahrhundert gibt. Vorher war es durchaus erlaubt, Tatsachen
so zurecht zu biegen, daß man die gewünschte Aussage damit machen konnte.
Schon seit Urzeiten Es ist ja eine große Freude, dass wenigstens in Augsburg keine Kosten und Mühen
gescheut werden, dem altehrwürdigen Ritus wieder höchste Bedeutung zu geben. Ich fände es allerdings
auch sehr angemessen, dass die Herren Zelebranten dafür äußerste Sorge tragen, dass vorher auch umfassend
und sorgfältig gebeichtet wird – das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Neueste Forschungen haben
übrigens ergeben, dass der Messritus nicht nur 1500 Jahre alt ist, sondern 2000! Bereits der Herr hat
contra populum im Abendmahlssahl das Hl. Messopfer gefeiert – und vorher haben die Jünger alle gebeichtet.
Wirklich sensationell! Die alte Messe nun in einer weiteren Bischofskirche! Amen ich sage euch, die alte
Messe wird uns wie eine Welle hinfortreißen. Die Kirchen werden sich füllen, ein Gnadenstrom wird die
Erde überfluten.
Frasim Die Kerzenverankerungen sind so in den Altar eingelassen, dass dort nur versus populum zelebriert
werden kann, und der Altar ist von vorne viel zu hoch (keine Stufe). Man müsste aufwändige Bauarbeiten
(Altaroberfläche, Podestanbau usw.) betreiben, um am Dompfarreialtar versus Deum zu zelebrieren… @Doriano:
An diesem Altar befindet sich übrigens auch der Tabernakel. Das kann und sollte aber doch keine Kostenfrage
sein, ein hehres Anliegen dieser Art zu realisieren, um den traumhaft schönen außerordentlichen Römischen
Ritus provokant in der Öffentlichkeit zu realisieren. Dann haben alle Grund haben, sich ordentlich darüber
zu ärgern. Am besten gleichzeitig, während am Hauptaltar NOM zelebriert wird. Die wahren Glaubenden
wird der Herr schon am richtigen Altar versammeln. Wetten das…?
Ingolstadt tobiasmaria: „Schade, daß es nicht mehrere Monsignores dieser Art gibt. In Ingolstadt (Diozöse
Augsburg) wurde ein „Komitee“ gegründet, ‘um das Problem der Sonntagsmöglichkeit der tridentinischen
hl. Messe zu lösen.’“ Sie scheinen die Sachlage aber nur vom Hörensagen zu kennen, oder? 1. Ingolstadt
liegt im Bistum Eichstätt – nicht Augsburg 2. „Diozöse“ will wohl Diözese meinen, oder?
Ingostadt nicht so fortschrittlich Schade, daß es nicht mehrere Monsignores dieser Art gibt. In Ingolstadt
(Diozöse Augsburg) wurde ein „Komitee“ gegründet, ‘um das Problem der Sonntagsmöglichkeit der tridentinischen
hl. Messe zu lösen.’ 1) Wenn z.B. Italiener oder Amerikaner sonntags um eine hl.Messe bitten, wird kein
Theater gemacht! Es wurde also nicht einfach ein Priester bestimmt, sondern man gründet eine Versammlung,
die das Problem erstmal erörtern. 2) Nun wurde Bruder Georg OFM ausgeschickt, um einen „geeigneten“ Ort
zu finden. Die Franziskanerkirche „scheidet aus, da sie zu groß ist.“ Demgemäß müßten alle Werktagsmessen
ausfallen, da die meisten Kirchen dafür zu groß sind. Desweiteren sei eine gewisse Sakristanin überlastet
mit dieser neuen hl.Messe. Anhand dieser fadenscheinigen Gründe sieht man den bösen Willen dieser Menschen
dem tridentinischen Messritus gegenüber. Ein wahrer Papstgehorsam ist das nicht. Die deutschen und französischen
Bischöfe haben einfach recht: wenn dieser Meßritus wieder kommt, wischt er den neuen vom Tisch. So wirds
sein. Mal sehen, wo in Ingolstadt die hl.Messe gelesen wird.
@Aleph ac Doriano Werther Doriano@ Wie ich die räumlichen Verhältnisse im Augsburger Dom kenne, und
ich kenne sie sehr gut, ist es sehr gut möglich, am Hauptaltar dess Doms, der natürlich kein Hochaltar
ist, versum Deum zu zelebrieren. Richtig, versus Deum ist am Hauptaltar durchaus möglich. Möglich wär
auch die Zelebration, wie schon angeführt, am Altar der Dompfarrei, im rechten Seitenschiff des Augsburger
Doms, nach dem die Zelebrationserlaubnis vom Dompfarramt erteilt wurde. Leider nicht, Aleph! Die Kerzenverankerungen
sind so in den Altar eingelassen, dass dort nur versus populum zelebriert werden kann, und der Altar ist
von vorne viel zu hoch (keine Stufe). Man müsste aufwändige Bauarbeiten (Altaroberfläche, Podestanbau
usw.) betreiben, um am Dompfarreialtar versus Deum zu zelebrieren… @Doriano: An diesem Altar befindet
sich übrigens auch der Tabernakel. Nein, nichts dergleichen, in der separierten Marienkapelle darf der
außerordentliche Römische Ritus samstagsmorgens zelebriert werden und nicht im Hauptschiff. Wie gesagt:
Bitte melden Sie es dem Rector ecclesiae! Natürlich wäre es dignum et justum, wenn eine von mehreren
Sonntagsmessen im Dom (und in allen anderen Kirchen auch) in der außerordentlich(-schön)en Form zelebriert
würde… Aber das kommt schon wann wieder, keine Angst.
Anmerkungen @Florian Geyer: Das Grundproblem ist: Sie (und natürlich auch andere hier) vertreten – abgeleitet
aus Ihren Äußerungen – eine ganz „spezielle“ Art des Katholischseins – in Ihren Augen natürlich die
einzig Richtige – … und insofern kann ich zustimmen, dass das Menschen vertreibt. Nicht die standhaften
Katholiken, sondern die Zweifelnden, die sich vielleicht vorsichtig an die Kirche herantasten möchten.
Zweitens: ich weiß nicht, woher Sie wissen, dass man Priestern einredet, sie dürften keinen Talar tragen …
dann kenne ich einige Priester die sich diesem „Verbot“ erfolgreich widersetzen und bei der Bevölkerung
bisher noch nie angeeckt sind. @ Tilly: Wer Ihnen die Mär aufgetischt hat, dass die überl. Messe seit
1500 Jahren bestanden hat, weiß ich nicht. Aber diese Wahrheitsverdrehung wird von den Tradi-Kreisen
ja immer gerne dazu verwendet um gegen den ordentl. Ritus zu polemisieren. Diejenigen sollten sich einmal
ernsthaft mit der Kirchen-/Liturgiegeschichte auseinandersetzen, dann würde man erkennen – wie der Papst
in seinem Motu proprio selbst schreibt – auch zu der Erkenntnis kommen, dass es immer schon Reformen kleinerer
größerer Art gegeben hat und dass es nie (also auch NICHT nach dem Vat.II) einen Bruch gab. Es wäre
wünschenswert, dass auf BEIDEN Seiten ein unverkrampfteres Verhältnis zueinander entstehen (radikal
rechte (kreuz.net) und linke Kreise wirken da beispielhaft kontraproduktiv) könnte, vorher gibt es auch
keine Befruchtung des „Neuen“ durch den „Alten“ Ritus.
In der separierten Marienkapelle der Hauptaltar ist kein Hochaltar – also Essig mit „versus Deum“! Von
daher ist die Marienkapellle natürlich der richtige Zelebrationsort. Werther Doriano@ Wie ich die räumlichen
Verhältnisse im Augsburger Dom kenne, und ich kenne sie sehr gut, ist es sehr gut möglich, am Hauptaltar
dess Doms, der natürlich kein Hochaltar ist, versum Deum zu zelebrieren. Möglich wär auch die Zelebration,
wie schon angeführt, am Altar der Dompfarrei, im rechten Seitenschiff des Augsburger Doms, nach dem die
Zelebrationserlaubnis vom Dompfarramt erteilt wurde. Nein, nichts dergleichen, in der separierten Marienkapelle
darf der außerordentliche Römische Ritus samstagsmorgens zelebriert werden und nicht im Hauptschiff.
Ist das so wegen der Tageslichttauglichkeit des außerordentlichen Römischen Ritus? Vielleicht soll man
dazu sagen: Gott sei Dank!
unteroktav ein Fortschritt wäre es wenn es keine Liturgien mehr gibt wo die Menschen um den Glauben betrogen
werden und von Gott weggeführt werden. Die große Lüge dass das katholischsein die Menschen vertreibt
und man ihnen statt den Perlen die Kotbällchen oder Plastikkugerl geben muss ist usus. Genauso wie man
den Priester einredet sie dürfen keinen Talar tragen da das die Menschen verschreckt und nicht weltlich
genug ist. DAS IST DIE LÜGE DAS GEGENTEIL IST DER FALL !
@Gotthard Die neuen Heiligen sind an sich wirklich kein Problem. Die könnten an ihrem Termin rezipiert
werden, da es da ja gar keinen alten Termin gibt. Man müsste, solange keine tridentinischen Proprien
approbiert sind eben auf die Messformulare des Commune Sanctorum zurückgreifen. Nur der Rang bestehender
Heiligenfeste im Usus antiquior könnte dem entgegenstehen oder zu einer neuerlichen Häufung verpflichtender
Commemorationen führen. Eine Vereinheitlichung des Kalenders würde Ihnen vermutlich gar nicht schmecken.
Das würde nämlich angesichts der durch SPC festgestellten Rechtslage mehr Rücksicht auf den Usus extraordinarius
auch im Kalendarium ordinarium erfordern und eine in Ihren Augen wohl unerträgliche Re-tridentinisierung
auch des „ordentlichen Kirchenjahres“ erforderlich, ja unausweichlich machen, z.B. hinsichtlich der Vorfastenzeit.
@Frassim Wieso darf er das eigentlich nicht am Hauptaltar des Doms oder am seitlichen Altar der Dompfarrei,
sondern in der separierten Marienkapelle? Ich hab es gestern schon gepostet und tue es noch mal: Der Hauptaltar
im Augsburger Dom ist ein sog. Volksaltar – zur Alten Messe gehört aber unbedingt „versus Deum“. Hier
sehr deutlich zu sehen: Altarraum Augsburger Dom de.wikipedia.org/…_Dom_-_Altarraum.jpg Es gibt kein
Altarkreuz – und wo der Tabernakel versteckt wurde, weiß der liebe Gott allein. Also – Marienkapelle.
Dort ist der Altar, wie er sein muss.
@Aleph Da beginnt schon die Aufsplitterung. Warum muss die Messe ausgerechnet samstags gehalten werden,
wenn der Sonntag der Herrentag ist, der erste Tag der Woche ist. *) Das fragen Sie mal am besten den Rector
ecclesiae! Da wird eine Messe im alltehrwürdigen außerordentlichen Römischen Ritus samstags in der
Frühe reingequetscht und alle finden das außerordentlich großartig. Naja, sagen wir mal so: Besser
samstags als gar nicht! Aber der Sonntag wäre mir natürlich auch lieber (und das kommt auch irgendwann
wieder!), aber siehe *)! Wieso darf er das eigentlich nicht am Hauptaltar des Doms oder am seitlichen
Altar der Dompfarrei, sondern in der separierten Marienkapelle? Genau meine Meinung! Aber auch hierzu
siehe *)!
Kalender ich hoffe, es wird von Rom aus ein Machtwort gesprochen und der liturgische Kalender für ganze
römisch-katholische Kirche jedweden Ritus einheitlich geregelt. Der Kalender ist halt auch nicht 1962
steckengeblieben … Kalender-Tradis sind Museumsleute. Wo bleiben im alten Ritus all die neuen Heiligen?
bhessere Informationspolitik Wichtig wird sein, dass die Kommission „Ecclesia Dei“ künftig eine offensivere
Informationspolitik an den Tag legt. Zum Beispiel wären Antworten, die diese Kommission auf Anfragen
von allgemeinem Interesse gibt, auch seitens der Kommission zu publizieren im Internet oder in einem zu
schaffenden Informationsblatt. Denn die sogenannte Antwort der kommission Ecclesia Dei zur Frage kann
wohl nur schwerlich Geltung beanspruchen, da sie nirgendwo öffentlich publiziert wurde und erst -auch
das nur von nichtoffizieller Seite- vor wenigen Tagen bekanntgemacht wurde. Leider habe ich den Text des
Dekretes der Gottesdienstkongregation („notitiae 2006“) nicht zur Hand, meine aber mich erinnern zu können,
dass dort ausdrücklich auf die Rubriken des Novus Ordo Bezug genommen wurde und gesagt wurde, es sei
diesmal vom Wortlaut der Rubrik des Kalenders abzuweichen. Dass man Geltung auch für den Alten Ritus
beabsichtigte, ging aus dem Dekret auf keinen Fall hervor. Immerhin gab es den Alten Ritus und eine ganze
Reihen von Gemeinschaften und einzelnen Orten, an denen dieser mit Genehmigung der zuständigen Autoritäten
gefeiert wurde, ja auch schon vor dem Motu proprio vom September 2007! Ich hoffe, man lernt für die Zukunft
aus diesem Kompetenzgerangel und nicht gerade professionellem Vorgehen !
@Aleph Ich will ja nichts unterstellen – aber kann es ein daß man auf diese Art trotz allem Entgegenkommens
die Alte Messe weiterhin an den Rand drängen will? Aber warum hat man Sie dann ÜBERHAUPT eingerichtet?
Nun, es ist ganz einfach Augenwischerei, um die Leute zu beruhigen. Bezeichnend ist ja auch z.B., daß
Mons. Ziegelbauer im Ruhestand ist und von daher wohl auch nur als Bittsteller mit einer Unter- schriftenliste
an das Dompfarramt herantreten musste. Mehr wurde einfach nicht zugestanden. Oder verfügt er trotz (Un)Ruhestand
weiter über Privile- gien, die es ihm einfacher machen, die Einrichtung einer Alten Messe in die Wege
zu leiten? Vielleicht spielt dann auch eine gewisse Scheu mit eine Rolle – konnte man denn ablehnen –
immerhin ein Weihbischof… aber nur ganz am Rande und nur nicht am Sonntag!! Das erinnert mich daran,
daß es in Italien einen Fall mit drei Priestern gibt, die die Alte Messe am Sonntag feiern. Die haben
Schwierigkeiten – und zwar wg. der dortigen Bischofskonferenz, die die Zelebration der Alten Messe am
Sonntag grundsätzlich nirgends zulassen will! Es gibt noch ein kleines Problem – der Hauptaltar ist kein
Hochaltar – also Essig mit „versus Deum“! Von daher ist die Marienkapellle natürlich der richtige Zelebrationsort.
Warum eigentlich nicht am Hauptaltar ? Da beginnt schon die Aufsplitterung. Warum muss die Messe ausgerechnet
samstags gehalten werden, wenn der Sonntag der Herrentag ist, der erste Tag der Woche ist. Da wird eine
Messe im alltehrwürdigen außerordentlichen Römischen Ritus samstags in der Frühe reingequetscht und
alle finden das außerordentlich großartig. Nun ja, so hat Monsignore Ziegelbauer im hohen Alter doch
noch eine sinnvolle Beschäftigung gefunden, wenn er an Samstagen in der Marienkapelle des hohen Augsburger
Doms, die außerordentliche Messe zelebrieren darf. Wieso darf er das eigentlich nicht am Hauptaltar des
Doms oder am seitlichen Altar der Dompfarrei, sondern in der separierten Marienkapelle?
@Rübezahl Nicht war – willkommen im Club :(3 ! Aber das ist nur die Spitze eines Eisberges. Ich habe
mir, als ich endlich wieder zum Glaube zurück gefunden hatte, mir unter KK etwas anderes vorgestellt,
als das, was ich vermittelt bekam. Selbst in einer sehr andächtig gefeierten NOM-Messe am Hochaltar und
an hohen Festtagen mit dem vollen „Programm“ wurde ich nie dieses unbestimmte Gefühl los, daß mir etwas
fehlt. Vielleicht war die Messe nicht kontemplativ genug – ich weiß es nicht. Vor allem hat mir die Ruhe
zum leisen, innneren Gebet gefehlt. Da habe ich bei der Alten Messe nicht nur beim Kanon, sondern auch
nach Empfang der Hl.Kommunion Platz und vor allem Zeit und Ruhe für die eigenen persönlichen Anliegen –
z.B. für wen oder was diese Messe opfern möchte. Das ist mir in NOM nie passiert.
Alte Messe ist out! Die Wiener Jugendkirche weiß, wo’s langgeht: www.jugendkirche.at/ Da liest man zum
Thema „find-fight-follow-Gottesdienst“ folgendes: >>> wohl gemerkt, „katholische“ Kirche <<< „Ein besonderes
Erlebnis Es sind fünf Punkte, die einen fff-Gottesdienst für die Besucher zu einem ganz besonderen Erlebnis
machen: Wir bringen junge Musik in die Kirche. Rock- und Popmusik, wie man sie aus dem Radio kennt, in
der Kirche – mit christlichen Inhalten. Manchmal nehmen wir auch weltliche Lieder und schreiben einen
neuen Text. Wir verwenden Sprache, die man versteht: Vom ersten bis zum letzten Wort [!!] eines fff-Gottesdienstes
wird jeder Satz [!!] selbst [!!] geschrieben. Da haben Wörter, die man nicht versteht, keine Chance.
Wir feiern Gottesdienst, wie junge Leute feiern: Mit einer beeindruckenden Soundanlage und stimmungsvollen
Lichteffekten – die Technik unterstützt uns beim Transportieren der Message. Bei uns wird nicht nur gesprochen:
Videosequenzen, Straßenumfragen, Pantomime-Sequenzen, 3D-Brillen, SMS-Umfragen und viele andere spannende
Methoden werden eingesetzt. Ein Erlebnis für möglichst viele Sinne. Wir feiern nicht im stillen Kämmerlein,
sondern in knallvollen Kirchen mit 1000 bis 3000 begeisterten Jugendlichen – sie sind so begeistert, dass
sie ihre Sitznachbarin aus der Schule mitnehmen. Quantität kommt durch Qualität.“ … der letzte Satz
ist nur noch grotesk! … da könnt sogar der Rübezahl ein voll&ganz FSSPX-Verstehender werden … Pfuiteufel
@ HBR 1.Ich habe die alte Messe erst vor kurzer Zeit kennen, schätzen und lieben gelernt – und bin mit
NOM groß geworden im Glauben(Taufe erst mit 18). 2.Da, wo ich hingehe, sind die sog. „Nostalgiker“, also
Gläubige jenseits des Rentenalters deutlich in der Unterzahl. Insbesonders die jungen Leute haben ein
reges Interesse an der Alten Messe und üben mit Freuden auch das Amt des Messdieners aus. Und es ist
keine Ausnahme, sondern die Regel. Bei den Priestern genau das Selbe. Kaum einer ist älter als vielleicht
45 – wenn’s hoch kommt. Was Sie schreiben, entspringt völliger Unkenntnis, was ja wohl daher kommt, daß
Sie sich aus Ihrer Aversion heraus nicht mit der Alten Messe bzw. dem Umfeld beschäftigt haben.
@Sacerdos helveticus Wenn das Dekret tatsächlich aus 2006 ist, gebe ich Ihnen recht, dass es sich zunächst
auf den neuen Ritus bezieht, da es ja sogar noch vor Inkrafttreten von SPC datiert sein düfte. Aber der
Zeitpunkt, den es betrifft, liegt eben bereits nach dem 14. September 2007 und somit scheint es stringent,
es möglichst auch auf den Usus extraordinarius anzuwenden. Wenn das nicht tunlich ist, liegt das an einem
Versäumnis von Ecclesia Dei. Seit dem 14. September 2007 muss die Gottesdienstkongregation mE immer ausdrücklich
zu erkennen geben, wenn sich ihre Anweisungen ausschliesslich auf den Usus ordinarius beziehen sollen.
Jetzt ist es vor allem wünschenswert, dass klargestellt wird, dass die Indulte, die weibliche Ministranten
und Handkommunion erlauben, den Usus extraordinarius nicht tangieren.
@Rübezahl ac Tridentinus Vielen Dank für Ihre Hinweise, das war mir so nicht bekannt. Ich bezog meine
Info aus dem Una-Voce-Direktorium und habe -wie sacerdos helveticus es weiter unten beschrieb- nichts
Offizielles deutlich gehört. Von mir aus könnte auch gerne das Josefsformular genommen werden (wäre
auch symbolisch schön passend, Josef als Patron der Kirche usw.), jedoch glaube ich, dass eine so kurzfristige
Änderung nicht stattfinden wird… Wie dem auch sei: Ich werde morgen an dieser Messe teilnehmen und
bin schon sehr gespannt darauf!
Überlieferte Messe kehrt zurück… @unteroktav Ich nehme an das sie wie ich Eichstätter sind bzw. aus
dem Umland kommen da sie sich anscheinend so gut auskennen. Beim ersten Mal in der Schutzengelkirche kamen
klar mehr als 100 Leute. Und jetzt hat sich dies auf ca. 60 Leute pro Monat eingependelt. In der Schutzengelkirche
findet am ersten Sonntag im Monat der Gottesdienst statt. Sonst in St. Peter und Paul wo eine Personalgemeinde
am entstehen ist. Sie sollten weiter nicht vergessen dass im Liberalen Bistumsblatt und anderswo in den
Kirchenanzeigern von Eichstätt die Meßtermine usw. wohlweislich nicht erscheinen. Und das nach 40 Jähriger
Unterdrückung der Hl. Römisch überlieferten Messe es wohl auch Jahre dauern kann und wird bis sie überall
Fuß gefasst hat und wieder bekannt ist. Weihbischof Ziegelbauer gebührt in Augsburg zweifellos Dank!
Zum anderen musste ich feststellen dass nicht nur die Modernisten und Liberalen die überlieferte Messe
der Kirchenväter und der letzten 1500 Jahre ablehnen. Sondern auch ein großer Teil des Klerus der nicht
Latein kann (eine Schande für die Lateinische Kirche) und sich auch nicht die Mühe machen will Latein
zu lernen. Aber die überlieferte Messe ist nicht Todzukriegen und was diese hinter sich hat hat der NOM
noch vor sich. Wenn völlige Gleichberechtigung beider Riten hergestellt ist wird man sehen. Erstaunlich
das dies aber gerade Modernisten nicht wollen.
@ HBR HBR – Mich wundert schon, wie Sie augenscheinlich mit zweierlei Maß messen! Sie schreiben: „Noch
immer gibt es Zwietracht, obwohl der heilige Vater das Motu Proprio erlassen hat. Wo bleibt in der Kirche
das Leben und Leben lassen?“ „Genau richtig. Warum groß über die Entscheidung aus Rom diskutieren?“
„Viele, die sich hier über den festgelegten Termin aufregen, sollten sich lieber in Demut üben und Rom
gegenüber Gehorsam zeigen. Das wäre katholisch.“ „Ein Zeichen des Katholizismus ist der Gehorsam gegenüber
dem heiligen Vater!“ „…und der heilige Vater ist der Stellvertreter Christi. Folgerichtig ist jeder
Ungehorsam wider den Papst auch ein Ungehorsam gegen Gott!!“ Dieser Heilige Vater nun schreibt aber zur
Freigabe der „Alten Messe“: „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß;
es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die Reichtümer
zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben.“ Und
nun Ihr Satz zur „Alten Messe“: „Das zeigt einmal mehr, dass die überholte und tradierte Messe vor allem
für Nostalgiker einen gewissen Wert hat. Ansonsten aber ist dieser Ritus eigentlich überflüssig wie
ein Kropf.“ –-->> Widersprüchlicher – und damit auch unglaubwürdiger – als Sie dies gerade grandios
demonstrierten, man sich selbst eigentlich gar nicht präsentieren – „Glückwunsch!“ Liebe Grüße der –
immer wieder auf’s Neue überraschte – Rübezahl
@HBR, na ja… da irren Sie aber gewaltig. Da scheint mir bei Ihnen mehr der Wunsch Vater des Gedanken
zu sein, mit der Wirklichkeit hat das nicht viel zu tun. Ich bin als „postkonziliarer Katholik“ seit etwa
meinem 20 Lebensjahr von der überlieferten römischen Liturgie begeistert. Auch liegt nach meinen mittlerweile
langjährigen Erfahrungen mit „alten Messen“ das Durchschnittsalter der Besucher dort häufig deutlich
niedriger als in einer normalen NOM Messe. Nach Augsburg meinen herzlichen Glückwunsch zu dem neuen –
„alten Messangebot“! o^/
@Tridentinus Stimmt so nicht ganz! Das Ddekret der Gottesdienstkongregation zur Verlegung des Festes des
Heiligen Joseph wurde frühzeitig veröffentlicht und zwar in den „Notitiae“, dem Publikationsorgan der
Kongregation bereits im Jahre 2006 (S. 96). Deshalb sollte diese Regelung auch Berücksichtigung in allen
Direktorien des Neuen Ritus gefunden haben. Der Streitpunkt war nur, ob diese Regelung auch den „Alten
Ritus“ resp. „Usus extraordinarius“ betrifft. Die Mehrheit meinte wohl, diese Regelung betreffe nur den
neuen Ritus und so haben die Direktorien des Alten Ritus wohl mehrheitlich das Josephsfest auf den 1.
April festgelegt (so das Direktorium der UNA-VOCE Deutschland und dasjenige der Priesterbruderschaft St.
Pius X.) Die Erklärung der Kommission „Ecclesia Dei“, dass die Entscheidung der Gottesdienstkongregation
auch für den Alten Ritus gilt, ist nun in der Tat sehr spät ergangen d.h. vor wenigen Tagen und zwar
wie mir scheint auf Anfrage einer privaten Gruppe und m.W. auch nicht offiziell bekanntgemacht. Wenn jetzt
einzelne Gemeinschaften oder Zelebranten sich an die andere Regelung halten, so kann man diesen nicht
a priori unkirchlichen Geist oder Separatismus unterstellen. Ein für den 1. April voprgesehenes und ausgeschriebenes
Hochamt am Josephsfest beispielsweise vielleicht noch mit Chor und Musikanten, lässt sich nicht so einfach
zwei Wochen vorverschieben. „Ecclesia Dei“ müsste eine offensivere Informationspolitik betreiben und
von ihr beantwortete Anfragen publizieren.
Na ja, der Bischof ist 83 Jahre alt Das zeigt einmal mehr, dass die überholte und tradierte Messe vor
allem für Nostalgiker einen gewissen Wert hat. Ansonsten aber ist dieser Ritus eigentlich überflüssig
wie ein Kropf.
@Frasim Sie irren sich. Die Bekanntgabe des 15. März als vorverlegtes Josephsfest durch Dekret der Gotesdienstkonkregationist
ziemlich kurzfristig erfolgt. Sie beruht auf einer einmaligen Abweichung von der Berechnungsrubrik bei
Verlegung von Festen sowohl im ordentlichen als auch im ausserordentlichen Usus. Das wäre regulär in
beiden Fällen der 1. April. Die Gottesdienstkonkregation ist für den Römischen Ritus in allen seinen
Formen zuständig und auch kompetent, im Einzelfall eine Rubrik nicht in gewohnter Weise anzuwenden. Da
das Dekret nicht sagt, es betreffe nur den Usus Ordinarius, ist es auch für den Usus Extraordinarius
verbindlich, was die Kommission Ecclesia Dei auf Anfrage bestätigt hat. Die Direktorien wurden ja alle
zum neuen bürgerlichen Jahr erstellt und konnten das Dekret, das erst vor kurzem veröffentlicht wurde,
noch gar nicht berücksichtigen. Zur Verbindlichkeit für den Usus antiquior vgl. unter Termine den Festgottesdienst
der Petrusbruderschaft zu Ehren des hl. Joseph in Innsbruck!
@ Frasim „Ecclesia Dei nimmt Stellung zum Josefsfest: Anweisung der Gottesdienstkongregation gilt verbindlich
auch für die Missa Tridentina Die Kongregation für die Sakramente und den Gottesdienst hat bekanntgegeben,
dass das 1. Klasse-Fest des heiligen Josef im Jahr 2008 ausnahmsweise vom 19. März auf den 15. März
verlegt wird. Das 1. Klasse-Fest „Verkündigung des Herrn“ wird ebenfalls verlegt und am 31. statt am
25. März gefeiert; bei letzterem ist es jedoch eine liturgisch „planmäßig“ vorgesehene Verlegung, während
die Verlegung des Joseftags eine einmalige Ausnahme darstellt. Monsignore Camille Perl, Sekretär der
päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ hat am 11.03.2008 auf Nachfrage persönlich gegenüber introibo.net
erklärt, dass die ganze Kirche am Samstag den 15. März 2008 nun das 1. Klasse Fest des Heiligen Josef
feiere und dass dies (Zitat) „natürlich“ auch für die außerordentliche Form des römischen Ritus verbindlich
sei.“
Die Frage … hier, die von einem Paderborner Homo-Lobbyisten gestellt wird, zielt daraufhin ab, daß
im Paderborner Dom auch die Hl. Messe im überlieferten Ritus zelebriert wird. Und wenn ich den Artikel
im DOM richtig deute … Nein. Ich lasse es. Zum KOTZEN.
@ RJH Das Hochfest des hl. Josef wird dieses Jahr „nur“ im NOM am 15. März gefeiert. Das Direktorium
für den 1962er-Ritus sieht an diesem Tag das Messformular „vom Tage“, in D und Ö zusätzlich Kommemoration
v. hl. Klemens Maria Hofbauer, vor. Aber das soll nicht heißen, dass ich dem hl. Josef die ein oder andere
Fürbitte für die alte Liturgie absprechen will! @Libertas Ecclesiae Im Vergleich zu anderen Bistümern
mag es in Augsburg scheinbar ja noch „gut laufen“ und wir dürfen dankbar dafür sein. Deo gratias! Aber
wie gesagt: Scheinbar…
Mit Sicherheit … … platzt die Marienkapelle morgen aus allen Nähten. Denn es werden viele „Neugierige“
kommen, die das einfach einmal miterleben wollen ohne dass sie sich wirklich so sehr dem Alten Ritus verbunden
fühlen. War doch in Eichstätt in der Schutzengelkirche dasselbe, da wurde auch himmelhochjauchzend von
einem großen Zulauf bei der ersten Alten Messe im Dezember berichtet (ca. 100 Leute, so hieß es). Dass
aber beim zweiten Mal gerade noch 50-60 Leute kamen, davon hörte man natürlich nichts mehr.
Deo Gratias! Das Beispiel sollte Schule machen. In anderen Bistümern wie zum Beispiel Fulda läuft die
Sache nicht so gut. Dank an Weihbischof em. Max Ziegelbauer in Augsburg!
Hoffentlich besuchen so viele Gläubige wie möglich diese Heilige Messe, damit die Kapelle bald aus allen
Nähten platzt. Eine Abstimmung mit den Füßen ist notwendig – aber bei den eingeschläferten Gläubigen
ist damit eigentlich nicht zu rechnen. Ex. Ziegelbauer hätte schon vor einigen Jahren mehr Mut zeigen
können (Fulda-Wallfahrt der FSSPX). Vor wem hatte er da Angst? In seinem Alter gibt es nur noch Einen,
vor dem er Angst haben muß. Schön, daß er jetzt handelt.
Alte Männer … … streben keine Karriere mehr an, und sind deshalb gefährlich für diejenigen, die
sich die Loyalität ihrer Mitarbeiter durch „Bonbons“ aller Art und Pöstchen-Vergabe erkaufen.