Endlich ein neuer Kreuzstab + Namen + Dramatischer Appell + Gläubig? + Juden sind auch Menschen
Endlich ein neuer Kreuzstab
Vatikan. Papst Benedikt XVI. benützte bei der gestrigen Palmsonntagsliturgie
einen neuen Kreuzstab – auch Ferula genannt – aus Gold. Es ersetzte den Kreuzstab mit einem Corpus, das
nur seit Paul VI. benützt wird. Wie bereits bei früheren Messen assistierten dem Heiligen Vater Kardinaldiakone
in Dalmatiken.
Österreich. Gegenwärtig soll in Rom eine Dreierliste für einen neuen
Weihbischof für die oberösterreichische Diözese Linz liegen. Einer der Kandidaten ist offenbar der
Kirchenrechtler und gegenwärtige Linzer Generalvikar, Pater Severin Lederhilger (49), der zum Prämonstratenserstift
Schlägl im Mühlviertel nördlich von Linz gehört.
Dramatischer Appell
Vatikan. Am Ende der gestrigen
Palmsonntagsliturgie forderte Papst Benedikt XVI. Frieden im Irak. Der Heilige Vater erinnerte an den
kürzlich ermordeten Erzbischof von Mossul, Mons. Paulos Faraj Rahho: „Schluß mit den Massakern! Schluß
mit der Gewalt! Schluß mit dem Haß im Irak!“ Das „geliebte irakische Volk“ ermutigte der Papst, ihre
Nation – nach fünf Jahren Krieg – selber wieder aufzubauen.
Gläubig?
Deutschland. „Wir können Jesus
nicht verstehen, ohne auf die Geschichte des Volkes Gottes zu schauen, ohne zu begreifen, dass er ein
gläubiger Jude war.“ Das erklärte der Erzbischof von München und Freising, Mons. Reinhard Marx, in
seiner Predigt am Palmsonntag. Deswegen blieben die Juden unsere älteren Geschwister – so Erzbischof
Marx.
Juden sind auch Menschen
Deutschland. Christen sollten auch unter Juden missionieren. Das erklärte
der frühere Jugendevangelist der sächsischen protestantischen Landeskirche, Theo Lehmann, nach einem
Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur ‘idea’ am 15. März auf der Leipziger Buchmesse. Das Wort
Christi, „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ sei eindeutig und gelte für alle Menschen: „Wer in
den Himmel möchte, kommt an Jesus Christus nicht vorbei“ – so Lehmann.
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38 Lesermeinungen
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Für Alle – Diskussion Hätte nicht geglaubt, dass der Hinweis auf das Opferblut Christi FÜR ALLE wieder
solche interessanten Kontroversen hervorrufen könnte. Ganz allgemein taucht hier die Frage auf, ob die
Eucharistie oder die anderen Sakramente zur Abschottung und Eingrenzung, oder eher zur allgemeinen Entkrampfung
und Entgrenzung beitragen sollen? :&)
@ Genoveva Sie schreiben: „Das eben ist die Frage …“ –-> die Aufforderung der Gottesdienstkongregation
zur Änderung sagt jedenfalls deutlich: „Dennoch gibt es viele Argumente, die für eine präzisere Widergabe
der traditionellen Formel pro multis sprechen.“ „Die Bischofskonferenzen der Länder, in denen derzeit
der Wortlaut „für alle“ oder ein Äquivalent dafür im Gebrauch sind, werden daher gebeten, den Gläubigen
in den nächsten ein bis zwei Jahren die notwendigen Katechesen über dieses Thema zu halten, um sie für
die Einführung einer genauen Übersetzung der Wendung pro multis – zum Beispiel „for many“, „per molti“,
etc. – in die Landessprache vorzubereiten. Das wird bei den nächsten Übersetzungen des Römischen Missales
der Fall sein, welche die Bischöfe und der Heilige Stuhl für den Gebrauch in den verschiedenen Ländern
zulassen werden.“ Insofern bringt das ganze Herumlamentieren hier Ihrerseits überhaupt nichts – roma
locuta … Zum Thema Messopfer und Eucharistie und „floskelhaft“: Ich schrieb an Sie an anderer Stelle:
>>Sie behaupteten wortwörtlich: „Sie konstruieren die ganze Messe vom Opferbegriff her. Das ist völliger
Nonsens. Das Opfer ist nicht „das Eigentliche“ der Messe, wie Sie behaupten.“<< Diese eindeutige Falschaussage
haben Sie bisher noch nicht zurück gezogen – und so bitte ich Sie doch, auf Ausdrücke wie „floskelhaft“
in Bezug auf meine angemahnte Differenzierung von Messopfer/ Eucharistie zu verzichten, gell …
@Rüezahl: pro multis – Eucharistie – Opfer und dort pro multis steht – und die l-a-t-e-i-n-i-s-c-h-e
Bedeutung multi halt nicht mit „alle“ übersetzt werden kann. Insofern ist der Ausdruck „Übersetzungsfehler“
rein formalrechtlich absolut statthaft. Das eben ist die Frage. Die Unterscheidung zwischen „korrekter“
formal-wörtlicher Übersetzung und weitergehender Deutung ist der Sache (des Übersetzens!) nicht angemessen.
Es gehört eben zum Bedeutungsfeld von „multis“ auch die Allheit (es gibt Beispiele dazu sowohl in der
klassischen Literatur als auch bei den Kirchenvätern). Und wenn dies so ist, dann gehört die Klärung
des Deutungs-Kontextes zur Aufgabe bereits des Übersetzers. Gehen Sie hin und studieren Sie Ihren Ott
bezüglich der (notwendigen) begrifflichen und inhaltlichen Differenzierung zwischen Messe und Eucharistie!
So haben Sie seinerzeit gepostet – aber vielleicht war das nur eine Bezugnahme auf meine frühere Nennung
dieses Werkes. Ihre angeblich differenzierte Sicht ist etwas floskelhaft. Die strikte Differenz in den
klassischen Dogmatikern hatte ich ja gerade als Problem benannt und den Ott als Zeugen dafür angeführt,
daß diese Differenz auch als Problem gesehen wurde.
@ Genoveva / Ott – Trient – Wandlungsworte Öhm – ich bin mir nicht bewusst, jemals aus dem „Ott“ zitiert
zu haben, da ich mit diesem Werk herzlich wenig anfangen und es nicht einmal unter meine eigenen Bücher
zählen kann. Ferner halte ich persönlich insbesondere die Arbeit von P. Prosinger alles andere als „sehr
selektiv“ (worauf im übrigen auch sein, die Arbeit annehmender, Prof. hindeutet …) Und im Prinzip ist
die Frage nach dem pro multis – ausklammerungsweise der wörtlichen Sinn-Inhaltsfrage – eigentlich insofern
doch ziemlich einfach zu beurteilen – und zwar auf einer ganz anderen Ebene –, insofern man nämlich schlicht
und einfach die Tatsache sehen muss, dass die Ursprungsauthentizität der liturgischen Bücher nun halt
einmal in den l-a-t-e-i-n-i-s-c-h-e-n Büchern zu finden ist – und dort pro multis steht – und die l-a-t-e-i-n-i-s-c-h-e
Bedeutung multi halt nicht mit „alle“ übersetzt werden kann. Insofern ist der Ausdruck „Übersetzungsfehler“
rein formalrechtlich absolut statthaft. Die inhaltliche Wortbedeutungsfrage steht dann noch einmal auf
einem anderen Blatt … Die Unterscheidung Messopfer/Eucharistie sehe ich natürlich differenzierter –
allein schon den Umstand, dass Trient die Dekrete über die Hl. Eucharistie einerseits und über das Messopfer
andererseits in einem je eigenen Kanon behandelt, deuten auf die hier notwendige Unterscheidung hin. Grüße
der Rübezahl
@Rübezahl: Oh, pardon, … … ich hatte fälschlicherweise vermutet, Sie würden Ihre Einlassungen auf
eigene Kenntnisse stützen. Die Beiträge von Wildfeuer und Prosinger kenne ich (wie jeder, der sich mit
der Diskussion ein wenig beschäftigt hat). Leider sind sie sehr selektiv. Wie gesagt: Es kommt ja diese
Woche die Gelegenheit bei einer Messe im Alten Ritus den Satz zur Einleitung der Wandlungsworte zu hören
(braucht man weder Graecum, noch Hebraicum). Das klärt schon viel – im Sinne von „alles“ Ansonsten verneige
ich mich natürlich vor Ihrer umfassenden humanistischen Ausbildung. Die Diskussion über Opfer und Eucharistie
habe ich seinerzeit in der Tat abgebrochen, da mir eine weitere Darlegung meiner Position wenig fruchtbar
erschien (zumal Ihr Kamerad sehr dialektisch wurde). Die dogmatischen Aussagen der Kirche zu diesem Thema
sind eben keine durchgängige Theorie und so stehen die Aussagen zur Eucharistie (als Sakrament) einerseits
und zum Meßopfer andererseits in den alten Dogmatiken sehr unverbunden nebeneinander. Gerade der von
Ihnen zitierte Ott ist ja das beste Beispiel für diese latente Aporie (überschreibt er doch den Abschnitt
über das Meßopfer mit „Die Eucharistie als Opfer“). Aber das ist ein anderes Thema …
@ Genoveva & Wandlungsworte Liebe Genoveva! Wollen Sie hier nun kontern, nachdem ich Ihnen letztens mangelnde
Differenzierung in Bezug auf die (dogmatisch notwendige) Unterscheidung von „Eucharistie“ und „Messopfer“
nachgewiesen habe? Im übrigen: ich bin nicht im Besitz des kleinen Latinums – was für diese Frage auch
gar keine Rolle spielen würde – ich besitze noch das „alte“ große Latinum. Ferner – wenn wir schon grade
in der Plauderstunde sind – besitze ich das Graecum, welches sich der Problematik-Sachlage schon eher
annähern würde. Und um nun noch eins drauf zu setzen: ich besitze auch ein staatlich anerkanntes Hebraicum.
Nichtsdestotrotz beanspruche ich in dieser – de facto diffizilen – Frage, wenn man sie stringent exegetisch
in Bezug auf den inhaltlichen Wortsinn angehen will, keinerlei besondere Kompetenz-Ambitionen (welche
ich Ihnen jedoch im Gegenzug auch nicht zuschreiben würde …). Insofern verweise ich an dieser Stelle
auf die vorzügliche Lizentiatarbeit zur dieser Thematik von P. Franz Brosinger am päpstlichen Bibelinstitut
in Rom. Link: www.kath-info.de/wandlungsworte.html … und wenn Sie schon einmal auf dieser Seite sind,
könnten Sie dort – bei Interesse – ebenfalls noch die Abhandlungen von P. Wildfeuer, ebenfalls zu selbiger
Thematik, in Ansicht nehmen. Abendliche Grüße der Rübezahl
@Rübezahl: So so, … Haja, aber nimmer lang heißt’s so, wie’s in dieser offensichtlichen Falschübersetzung
formuliert wird … Wie kommen Sie darauf, daß es sich um eine Falschübersetzung handelt und was soll
daran offensichtlich sein, wenn man sich nicht auf die Stufe von Klein-Latinum-Schlaubergern begeben will
(Da steht doch im Lateinischen „für viele“) ??? Lesen Sie mal in Ihrem alten Schott die Einleitungsworte
zum Einsetzungsbericht am Gründonnerstag …
Hardcore-Tradi-Fundi @ Schüttel Es ist mir völlig egal, für was oder wen Sie mich halten. Trotzdem:
Ich besuche gerne sonntags in Kiedrich/Rheing. die Messe nach dem NOM. Da wird nicht herumgewurstelt,
genausowenig wie das der Hl. Vater in Rom tut, dessen NOM-Messen man mit größter Andacht folgen kann.
Da wird das Messbuch ernstgenommen und nicht der Willkür Tür und Tor geöffnet. Eine Beleidigung des
Heiligen Geistes ist der Käse, den Sie hier verzapfen. Sie haben von Liturgie soviel Ahnung wie eine
Kuh vom Sambatanz. Welchen Kurs haben Sie belegt? Der Papst hat der Liebe in der Kirche einen Dolchstoß
versetzt: Wollen Sie eine neue Dolchstoßlegende aufbauen, oder wer soll einen solchen Quatsch ernst nehmen?
Selbstverständlich muß sich jeder Pfarrer an das Meßbuch halten: Das mag ja sein, aber wer tut es denn
wirklich (außer ein paar rühmlichen Ausnahmen) ?? Es ist nicht Schüttels Art, sich zu entschuldigen:
Das brauchen Sie auch nicht, Sie nimmt sowieso niemand ernst. Außer Ihnen selbst glaubt bestimmt niemand,
daß Schüttel als Gesamtkunstwerk gelten kann! Es wird sich hier im Forum herumsprechen: Schüttel –
der Name bürgt für Qualität!
horizonterweiternd Franziskus: „Interessant finde ich, dass es bei den Einsetzungenworten zuerst heißt
„Leib der für euch hingebegenben wird“. Und dann horizonterweiternd „Blut, das für euch und für alle
vergossen wird.“ Haja, aber nimmer lang heißt’s so, wie’s in dieser offensichtlichen Falschübersetzung
formuliert wird …
Sozialkatholischer Kreuzstab Ein Lichtblick! Auch ich mag alle jansenistischen, engstirnigen Darstellungen
des Gekreuzigten nicht. Interessant finde ich, dass es bei den Einsetzungenworten zuerst heißt „Leib
der für euch hingebegenben wird“. Und dann horizonterweiternd „Blut, das für euch und für alle vergossen
wird. Da lob ich mir das Franziskuskreuz mit seiner weitherzigen, einladenden Geste! :)3
Katholische Vielfalt ! @Schüttel Warum dieser Ruf nach einheitlicher liturgie, lieber Schüttel? Interessant
ist doch, dass die von Vielen verschrieene „tridentinische Kirche“ viel grosszügiger war. Da gab es eben
nicht nur den Römischen Ritus des Missale von 1570 und die nicht wenigen Ordensliturgien und anderen
lateinischen Liturgien wie ambrosianisch, mozarabisch etc., sondern Papst Pius V. erlaubte allen Diözesen,
die Eigenriten hatten, die älter als 200 Jahre waren, diese zu behalten. Dass nicht wenige Diözesen
im Laufe der Zeit dann mehr oder weniger freiwillig den Römischen Ritus übernahmen (EB Köln z.B. erst
im 19. Jahrhundert), ist nicht nur positiv zu bewerten.
@Schüttler Sie scheinen sich ja für besonders dolle zu halten, wie? Oder ist Ihnen die Ich-Form abhanden
gekommen? Ansonsten: Schmonzes und nicht der Rede wert.
Es ist nicht Schüttels Art, sich zu entschuldigen aber die Ostkirchen beleidigen wollte er nicht und
bedauert, dass es den Anschein machen konnte. Die Liturgie der Ostkirche kennt kaum ein Prinzip der Entwicklung,
deshalb auch nicht das umgekehrte der Regression. Allerdings ist dies oft auch ein Manko in kerygmatischer
Hinsicht. Die eigene Liturgie in Mailand war auf Mailand beschränkt, sie durfte nicht mit den 18 Hanseln
in Hintertuntenheim, sondern eben nur in Mailand gefeiert werden – so wie die Dominikaner ihre eigene
Liturgie hatten. Es geht Schüttel um die Liturgie der Land- und Stadtpfarrer, die nun von Benedikt XVI.
zu Freiwild für Tradis und Fundis erklärt wurden, wenn sie ihre egoistischen LKiturgievorstellungen
durchdrücken wollen. Selbstverständlich muss sich jeder Pfarrer an das Messbuch halten und es muss endlich
Schluss sein, immer mit den Entgleisungen (wie hier im Blick auf Luzerner Gründonnerstagsevents) zu argumentieren.
Denkt endlich mal klar (pro fide catholica kann das nicht, weil in einem Wahn-System) und ihr werdet Schüttel
recht geben, dass es am 7.07.07 zu einer mentalen und liturgiepraktischen Kirchenspaltung kam. Nur die
Exkommunikation aller Anhänger und Kommunikanten der Pius-Schismatiker kann da wieder Einheit schaffen –
und endlich eine „Reform der Reform“!
@ Schüttel Es gab immer eine einheitliche römisch-katholische Liturgie bis zum verhängnisvollen 7.07.07!
Unsinn. Fahren Sie mal nach Mailand. Und früher erst…
@Schüttel: „Sedisvakantismus“ Das „Motu proprio“ dagegen hat nur zu Anmaßungen und Unverschämtheiten
der Sedisvakantisten und der schismatischen Piusbrüder Anlass gegeben. 1. Der von Ihnen „Sedisvakantisten“
genannte römisch-katholische Kirche ist es so ziemlich Jacke wie Hose, was der judaistisch-protestantische
Sektenguru Ratzinger so alles an möchtegern-katholischen Einfällen hat. 2. Die Piusbrüder sind in dem
Maße schismatisch als sie die nachkonziliaren Scheinpäpste für Päpste halten. o^/ Sie reden da von
Lieblosigkeit, bemerken aber nicht, daß Sie da in einem Satz die gesamte römisch-katholische Kirche
beleidigen!
Ostkirchliche Liturgie „Die Rückwendung der katholischen Liturgie in die Nähe einer Ostkirchenliturgie
ist ein Regression, die eine Beleidigung des Heiligen Geistes darstellt.“ Sie reden da von Lieblosigkeit,
bemerken aber nicht, daß Sie da in einem Satz selbst die gesamte Ostkirche beleidigen!
Pange lingua – hört sich schön an, ist aber nur ein weiterer hardcore-tradi-fundi aus Hintertopfenheim,
wo seit 14. September 2007 mit 18 Gläubigen regelmäßig eine Messe im „außerordentlichen Ritus“ gehalten
wird und Geld für Anzeigenkampagnen gegen die deutschen Bischöfe von „pro ecclesia“ eingesammelt wird.
Kein „Hilfskaplan“ darf nach dem „Novus Ordo Missae“ des seligen Papstes Paul VI. tun was er will, sondern
alle Gestaltungsmöglichkeiten stehen in einem festen Rahmen, der als Gesamtkunstwerk gelten kann und
unter dem früheren Marini auch zu beeindruckenden Großgottesdiensten Möglichkeit gab. Die Rückwendung
der katholischen Liturgie in die Nähe einer Ostkirchenliturgie ist ein Regression, die eine Beleidigung
des Heiligen Geistes darstellt. Anders verhält es sich mit Indult-Messen, die für loyale Minderheiten
ihren Sinn haben. Das „Motu proprio“ dagegen hat nur zu Anmaßungen und Unverschämtheiten der Sedisvakantisten
und der schismatischen Piusbrüder Anlass gegeben. Ob Papst Benedikt bewusst ist, welche Geister er da
rief? Er wird dafür Rechenschaft geben müssen, zwar eine schöne Enzyklika über die Liebe verfasst
zu haben, aber der Liebe in der Kirche einen Dolchstoss versetzt zu haben.
Da hilft kein Diskutieren! Schüttel sollte erst einmal wieder Ordnung in seinem durchgeschüttelten Hirn
schaffen, ehe er zu Dingen Stellung nimmt, von denen er offensichtlich Null Ahnung hat. Tatsache ist doch,
dass jeder Hilfskaplan sich seit Einführung des NOM seinen Gottesdienst zurechtzimmern darf, während
die jahrhundertealte lateinische Liturgie in die Schmuddelecke verwiesen wurde. Wie sagt Papst Benedikt
XVI.: Was früher unser höchstes Gut war, kann doch heute nicht schlecht und verwerflich sein! Durch
die als „Geist des Konzils“ gepriesenen Willkürlichkeiten ist es in der Tat so, dass es heute tausende
von „Liturgien“ innerhalb der katholischen Kirche gibt, nur verdienen die meisten davon nicht einmal den
Namen. Mein Gott, was ist aus Deiner Kirche geworden? Wird sievon Deinem Stellvertreter geführt, oder
vom Pfarrgemeinderat von Hintertupfingen?
heinrichvonofterdingen, du neunmalkluger indult ist etwas anderes als die schizoiphrene spaltung der einen
liturgie in einen außerordentlichen und einen ordentlichen ritus. weil ihm zur reform der reform die
kraft fehlt, hat sich benedikt xvi auf diese fatale fehlentschediung, die zu einer neuen kirchenspaltung
führt, eingelassen.
@Schüttel wohl schlecht geschlafen. Stimmt. Dass sich vorher einzelen Liturgen willkürlich verhielten,
ist nicht de Gesetzgeber anzulasten Stimmt. Es gab immer eine einheitliche römisch-katholische Liturgie
bis zum verhängnisvollen 7.07.07!Jetzt ist die Spaltung „von oben“ sanktioniert. Die einheitliche römisch-katholische
Liturgie gab es in den letzten dreißig Jahren nur noch rechtlich, d.h. in diesem Zusammenhang: theoretisch.
Ich halte die rechtliche und faktische Existenz von zwei Formen innerhalb des einen Ritus für weit, weit
weniger verhängnisvoll als die faktische, wenn auch nicht rechtliche, Existenz von hunderten innerhalb
der einen ordentlichen Form.
@ iustus wohl schlecht geschlafen. Es gab immer eine einheitliche römisch-katholische Liturgie bis zum
verhängnisvollen 7.07.07! Jetzt ist die Spaltung „von oben“ sanktioniert. Dass sich vorher einzelen Liturgen
willkürlich verhielten, ist nicht de Gesetzgeber anzulasten – was iustus als Kirchenrechtler (wenn auch
diabolisch) bekannt sein müsste.
Jansenisten-Kreuz Ich habe das Jansenisten-Kreuz von Papst Johannes Paul II nie gemocht, stehen die stark
zusammengerückten Arme doch dafür das nur ganz wenige auserwählte errettet sind.
@Schüttel „Motu proprio“ zur Abschaffung einer einheitlichen römischen Liturgie Sagen Sie Schütttel,
haben Sie eigentlich die letzten dreißig Jahre gepennt? Wo gab es da denn eine einheitliche Liturgie?
Es gibt innerhalb der ordentlichen Form jeden Sonntag hunderte von eigenen Formen.
So…? Interessant, dass man diese Rufe „Edi, hilf; JP II komm zurück“ weder in Rom, noch in Bayern hören
kann… Jedenfalls nicht in katholischen Kreisen!
@Schüttel Für Sie ist die kath. Kirche die verprotestantisierte Kirche der letzten 40 Jahre. Das Ergebnis
sehen wir ja am Glaubensabfall. SIE ist jedoch jene Kirche, die Jesus gegründet hatte und die auf 2000
Jahre Tradition zurückblicken kann. Jene die sagen: „Wenn die kath. Kirche endlich auch im 21. Jahrhundert
angekommen ist…“ – diese frage ich: Waren die Heiligen Narren? – Lagen die alle falsch? – Wer ist so
„dumm“ und gibt sein Leben für Gott und die Mitmenschen hin, absolut selbstlos…?
Neuer alter Kreuzstab! Der vom Papst bei der gestrigen Palmsonntagsliturgie verwendete Kreuzstab wurde
sowohl von Johannnes XXIII. als auch von Pius XII. verwendet, wie Bilder, die ich im Internet gefunden
habe, beweisen. Ob auch frühere Päpste diesen Stab gebrauchten, weiss ich nicht. Auf jeden Fall wurde
der Kreuzstab (ferula) früher vom Papst nur bei sehr seltenen Gelegenheiten benutzt (spezielle Segnungen,
Öffnung der Heiligen Pforte u.s.w.). Erst Paul VI. begann damit, dass der Papst sich des Kreuzstabes
bediente wie andere Bischöfe des Krummstabes. Einen Bischofsstab wie die anderen Bischöfe ihn seit dem
Mittelalter in der Liturgie benutzten (ausserliturgisch gibt es Bischofsstäbe wohl seit dem 5. Jahrhundert),
hatte der Papst nie. Warum der Papst gestern diesen Stab brauchte, ist mir nicht ganz klar. In einem amerikanischen
Forum habe ich die Meinung gelesen, der Stab con Paul VI. und Johannes Paul II. befinde sich zur Zeit
auf einer Ausstellung vatikanischer Kunstschätze in den USA. Man wird also abwarten müssen, ob der Heilige
Vater auch künftig den älteren Kreuzstab brauchen wird und wenn ja ob ausschliesslich oder abwechselnd
mit dem von Paul VI./Johannes Paul II.
Das Herausholen alter und antiquierter Kreuzstäbe aus der Mottenkiste des Vatikan zeigt erneut, wie rückwärtsgewandt
dieser Pontifikat ist. Immer mehr gleicht Benedikt XVI. einem ostlkirchlichen Patriarchen, es fehlt nur
noch der Bart, während die Ökumene zu den Evangelischen trotz Luther-Diskussionen und Paulus-Jahr auf
Eis gelegt ist, bzw. nur noch aus verlogenen Heucheleien und Boshaftigkeiten besteht. Die Privatmarotten
und spleens dieses Papstes („Motu proprio“ zur Abschaffung einer einheitlichen römischen Liturgie) bedienen
einige degenerierte Adelskliquen, machen aber aus dem Zentrum der römisch katholischen Kirche zumehmend
ein schwarzes Loch. In Bayern ruft man: Edmund hilf! In Rom klingt es immer lauter: Johannes Paul II.,
hilf und komm wieder!
Kreuzstab Bei dem gestern am Palmsonntag verwendeten Kreuzstab dürfte es sich um den Stab handeln welchen
auch der sel. Johannes XXIII. bei einer byzant. Liturgie verwendet hatte, es existiert nämlich ein Bild.