In Deutschland machen sich die Beginen breit
Gemeinhin hält man sie für ausgestorben. Doch der Schein trügt. Eine neue Art von Krieg und Pest macht sie jetzt wieder möglich.
(kreuz.net, Fulda) Schwester Brita Leib (63) lebt als Pfarrhaushälterin im Fuldaer Stadtteil Gläserzell
und bezeichnet sich als Begine. Das berichtete die ‘Fuldaer Zeitung’ am 8. März.
Die Beginen waren Frauen-Gruppierungen im 13. Jahrhundert. Sie entstanden als Kriege und Pest viele Frauen und Mädchen als Witwen und Waisen zurückließen.
Um versorgt zu sein, blieb ihnen in der Regel nur der Weg ins Kloster oder in die Zwangsverheiratung.
Doch einige wollten weder das eine noch das andere. So entwickelte sich in Flandern eine Art neue Frauenbewegung: die Beginen.
Als alleinstehende Frauen, die ein frommes selbstbestimmtes Leben führten, wohnten sie in abgeschlossenen Stadtvierteln, die man Beginenhöfe nannte.
Von dort aus arbeiteten sie unter den Armen und in der Krankenpflege. Sie führten handwerkliche Tätigkeiten aus, trieben Handel und unterrichteten Mädchen und Frauen.
Ihr Lebensmodell breitete sich in ganz Europa aus. Drei bis zehn Prozent der Frauen lebten in den mittelalterlichen Städten als Beginen. Der Papst anerkannte ihre Lebensform.
Seit den 90er Jahren ist die Beginenbewegung in Deutschland wieder belebt worden.
Das Beginentum ist ein Bekenntnis zu einem spirituellen und politisch-sozial engagierten Leben – so Schwester Brita. Sie ist gebürtige Freiburgerin und Konvertitin.
Nach dem Studium und einer gescheiterten Ehe mit einem Universitätsprofessor war sie plötzlich im Alter von 35 Jahren alleinerziehende Mutter von drei Kindern.
Als diese aus dem Haus waren, trat sie einem Orden als Oblatin bei.
Doch nachdem sie Bekanntschaft mit Beginen gemacht hatte, fand sie in dieser Lebensform ihre wahre Berufung.
Sie trat aus dem Orden aus und arbeitet seither als Pfarrhaushälterin in Gläserzell. Ferner ist sie als pastorale Mitarbeiterin und geistliche Begleiterin mit bischöflicher Beauftragung tätig.
Seit vier Jahren ist Schwester Brita auch zweite Vorsitzende des Dachverbandes der Beginen.
In dieser Funktion ist sie viel unterwegs. Sie forscht, hält Vorträge und versucht, das Gedankengut der Beginen zu verbreiten, die es heute bundesweit wieder in über dreißig Städten gib.
Schwester Brita ist überzeugt: „Wir befinden uns in einer ähnlichen Umbruchzeit wie zur Zeit, als die Beginenbewegung aufkam.“
Inzwischen sind in Deutschland nur noch 31 Prozent der Frauen in Deutschland traditionell verheiratet: „Was machen die übrigen 69 Prozent, wenn sie beruflich etabliert sind oder Familie hinter sich haben?“, fragt sie.
Deshalb plant Schwester Brita einen Beginenhof, der künftig in Bochum 14 alleinstehenden und alleinerziehenden Frauen ein Zuhause in spiritueller Gemeinschaft sein soll.
In Deutschland sind bereits neun solcher Beginenhöfe entstanden.
Es handelt sich um Lebensgemeinschaften von Frauen jeglichen Alters und Hintergrunds, die aus Eigentumswohnungen, Reihenhäusern, Miet- und sozial geförderten Wohnungen bestehen.
Sieben weitere Beginenhöfe werden allein in diesem Jahr folgen.
© Titelbild: Elke Wetzig, CC
Die Beginen waren Frauen-Gruppierungen im 13. Jahrhundert. Sie entstanden als Kriege und Pest viele Frauen und Mädchen als Witwen und Waisen zurückließen.
Um versorgt zu sein, blieb ihnen in der Regel nur der Weg ins Kloster oder in die Zwangsverheiratung.
Doch einige wollten weder das eine noch das andere. So entwickelte sich in Flandern eine Art neue Frauenbewegung: die Beginen.
Als alleinstehende Frauen, die ein frommes selbstbestimmtes Leben führten, wohnten sie in abgeschlossenen Stadtvierteln, die man Beginenhöfe nannte.
Von dort aus arbeiteten sie unter den Armen und in der Krankenpflege. Sie führten handwerkliche Tätigkeiten aus, trieben Handel und unterrichteten Mädchen und Frauen.
Ihr Lebensmodell breitete sich in ganz Europa aus. Drei bis zehn Prozent der Frauen lebten in den mittelalterlichen Städten als Beginen. Der Papst anerkannte ihre Lebensform.
Seit den 90er Jahren ist die Beginenbewegung in Deutschland wieder belebt worden.
Das Beginentum ist ein Bekenntnis zu einem spirituellen und politisch-sozial engagierten Leben – so Schwester Brita. Sie ist gebürtige Freiburgerin und Konvertitin.
Nach dem Studium und einer gescheiterten Ehe mit einem Universitätsprofessor war sie plötzlich im Alter von 35 Jahren alleinerziehende Mutter von drei Kindern.
Als diese aus dem Haus waren, trat sie einem Orden als Oblatin bei.
Doch nachdem sie Bekanntschaft mit Beginen gemacht hatte, fand sie in dieser Lebensform ihre wahre Berufung.
Sie trat aus dem Orden aus und arbeitet seither als Pfarrhaushälterin in Gläserzell. Ferner ist sie als pastorale Mitarbeiterin und geistliche Begleiterin mit bischöflicher Beauftragung tätig.
Seit vier Jahren ist Schwester Brita auch zweite Vorsitzende des Dachverbandes der Beginen.
In dieser Funktion ist sie viel unterwegs. Sie forscht, hält Vorträge und versucht, das Gedankengut der Beginen zu verbreiten, die es heute bundesweit wieder in über dreißig Städten gib.
Schwester Brita ist überzeugt: „Wir befinden uns in einer ähnlichen Umbruchzeit wie zur Zeit, als die Beginenbewegung aufkam.“
Inzwischen sind in Deutschland nur noch 31 Prozent der Frauen in Deutschland traditionell verheiratet: „Was machen die übrigen 69 Prozent, wenn sie beruflich etabliert sind oder Familie hinter sich haben?“, fragt sie.
Deshalb plant Schwester Brita einen Beginenhof, der künftig in Bochum 14 alleinstehenden und alleinerziehenden Frauen ein Zuhause in spiritueller Gemeinschaft sein soll.
In Deutschland sind bereits neun solcher Beginenhöfe entstanden.
Es handelt sich um Lebensgemeinschaften von Frauen jeglichen Alters und Hintergrunds, die aus Eigentumswohnungen, Reihenhäusern, Miet- und sozial geförderten Wohnungen bestehen.
Sieben weitere Beginenhöfe werden allein in diesem Jahr folgen.
© Titelbild: Elke Wetzig, CC
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Sonntag, 23. März 2008 11:00
Marcelus: @M. Wagener: Für die katholische Kirche steht die christliche Ehelosigkeit höher als die Ehe
M. Wagener
Für heute sollte die katholische Ehe wieder Modell werden !
Die Ehe ist zwar ein gottgefälliger Stand und ein Sakrament Jesu Christi,
aber die Kirche stellt die christliche Ehelosigkeit über die Ehe.
Ihre Aussage ist also Häresie.
Für heute sollte die katholische Ehe wieder Modell werden !
Die Ehe ist zwar ein gottgefälliger Stand und ein Sakrament Jesu Christi,
aber die Kirche stellt die christliche Ehelosigkeit über die Ehe.
Ihre Aussage ist also Häresie.
Freitag, 21. März 2008 11:59
Mathias Wagener: Traurige Erscheinung
Soviele unverheiratete Frauen ! Das ist eine traurige erscheinung. In der Zeit der Pest mögen Beginenhöfe
eine Lebensrettung gewesen sein rein materiell gesehen.
Für heute sollte die katholische Ehe wieder Modell werden !
Für heute sollte die katholische Ehe wieder Modell werden !
Montag, 17. März 2008 10:09
Gillibrand: Beguines
In 1912, there were 6000 Beguines. At the beginning of the Council 600. I met the last Beguine before she left the Kortrijk Beguinage for an old peoples home. Will find out if she is still alive.
Montag, 17. März 2008 09:41
Hódmezövòsárhelykutasipuszta: Und was macht Ihr am Montag?
…ich werde mich am Ostermontag mit einer führenden Begine treffen.
Interressant, was ein führender Meinungsbildner auf der führenden katholischen Nachrichten-Site am Ostermontag so treibt. Wahrscheinlich ist er in einer führenden Position im Bistum YXCRESXCYDFTG (Name aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht) tätig und verfügt daher über gehörig „Vitamin B“, daß er am Ostermontag eine „Audienz“ bei einer „führenden“ Begine bekommt. Mal sehen wo das „hinführt“, er wird spätestens am nächsten Tag darüber berichten…
Wär doch schön, wenn die anderen 899 Leser, die grad online sind, auch alle schreiben was sie am Ostermontag vorhaben. Wär bestimmt für alle interressant?
Ich werde nach dem Gottesdienstbesuch in einer führenden Pfarrei mt führendem Prediger entweder Ostereier eines führenden Schokoladenherstellers suchen und dieselben anschließend zum Mnd führen oder ein führendes Mitglied des in Neugründung befindlichen führenden Templerordens treffen, wer mitkommen will bitte folgendes mitführen: Holzschwert, Steckenpferd und Taschenmesser einer führenden schweizer Marke…
Nichts für ungut, iss net bös g’meint, lieber Gotthard, stammt von einem (hoffentlich zum lachen) führenden Komiker!
Interressant, was ein führender Meinungsbildner auf der führenden katholischen Nachrichten-Site am Ostermontag so treibt. Wahrscheinlich ist er in einer führenden Position im Bistum YXCRESXCYDFTG (Name aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht) tätig und verfügt daher über gehörig „Vitamin B“, daß er am Ostermontag eine „Audienz“ bei einer „führenden“ Begine bekommt. Mal sehen wo das „hinführt“, er wird spätestens am nächsten Tag darüber berichten…
Wär doch schön, wenn die anderen 899 Leser, die grad online sind, auch alle schreiben was sie am Ostermontag vorhaben. Wär bestimmt für alle interressant?
Ich werde nach dem Gottesdienstbesuch in einer führenden Pfarrei mt führendem Prediger entweder Ostereier eines führenden Schokoladenherstellers suchen und dieselben anschließend zum Mnd führen oder ein führendes Mitglied des in Neugründung befindlichen führenden Templerordens treffen, wer mitkommen will bitte folgendes mitführen: Holzschwert, Steckenpferd und Taschenmesser einer führenden schweizer Marke…
Nichts für ungut, iss net bös g’meint, lieber Gotthard, stammt von einem (hoffentlich zum lachen) führenden Komiker!
Montag, 17. März 2008 09:33
Andreas: Was entwickeln die????
…eigenen Rhythmus nach den kosmischen …blabla…
sind das „Hexen“?
Nackilisch im Kreis sitzen und Joints qualmen, wie?
Diese „Wiederentdeckung“ alter Gemeinschaften gab es doch schon massig seit dem VII.
Interessant ist nur, daß die heutigen mit den ursprünglichen rein „NIX“ gemeinsam haben.
Die meisten sind eine Art Spät-68er Kommune mit spiritueller Anhauchung in Anlehnung an „echte“ Orden.
Siehe zum Beispiel auch: Brüder und Schwestern vom gemeinsamen Leben…
sind das „Hexen“?
Nackilisch im Kreis sitzen und Joints qualmen, wie?
Diese „Wiederentdeckung“ alter Gemeinschaften gab es doch schon massig seit dem VII.
Interessant ist nur, daß die heutigen mit den ursprünglichen rein „NIX“ gemeinsam haben.
Die meisten sind eine Art Spät-68er Kommune mit spiritueller Anhauchung in Anlehnung an „echte“ Orden.
Siehe zum Beispiel auch: Brüder und Schwestern vom gemeinsamen Leben…
Sonntag, 16. März 2008 23:47
Gotthard: @Sünder
keine Ahnung – aber Bellen“!
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