Der Vorschlag des Kardinals
Ein neokonservativer emeritierter Kurienkardinal hat nicht gemerkt, daß Lesung und Evangelium in der Alten Liturgie sorgfältig auf die restlichen Meßtexte abgestimmt sind.
(kreuz.net, Vatikan) Der emeritierte chilenische Kurienkardinal Jorge Arturo Medina Estévez hat der römischen
Webseite ‘Papanews’ ein Interview gegeben.
Der Kardinal war bis zum Jahr 2002 Präfekt der Gottesdienstkongregation und hat sich in der Vergangenheit stark für das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ eingesetzt.
Am 19. April 2005 verkündigte er der Welt die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst.
Seit seiner Pensionierung wohnt er wieder in Chile.
Im Interview stellt Kardinal Medina fest, daß die Alte Messe jetzt in der Kirche das gleiche Bürgerrecht und die gleiche Würde wie der Novus Ordo besitzt, obwohl sie als „außerordentlich“ bezeichnet werde.
Man müsse auch daran erinnern, daß die Bischöfe, die sich gegen das Motu Proprio gestellt haben, zwar das Recht hätten, ihre Meinung „anständig“ zu äußern: „Doch letztlich sind sie dem Papst gegenüber zu Gehorsam und Respekt verpflichtet“.
Der Kurienkardinal wird auch mit einer Äußerung des emeritierten Erzbischofs von Mailand, Carlo Maria Kardinal Martini, konfrontiert. Dieser hatte erklärt, in der Alte Messe ein „Eingeengtheit“ zu verspüren.
„Ich habe persönlich immer Messen nach dem Alten Ritus zelebriert. Eine »Eingeengtheit« habe ich nie bemerkt“ – kontert Kardinal Medina.
Anschließend wird er auf die zahlreichen liturgischen Mißbräuche im Neuen Ritus angesprochen und bestätigt: „Ja, die liturgischen Mißbräuche werden immer zahlreicher.“
„Um dieses Problem zu lösen, würde es genügen, sich bewußt zu werden, daß die Hauptperson in der Messe Christus ist – niemals der Priester.“
Die Schuld dafür sieht der Kardinal nicht im „Zweiten Vatikanum in sich“, sondern in „einigen Auslegern“ des Konzils.
An der Alten Messe schätzt er vor allem die Einfachheit, Eleganz und den starken Bezug zur Transzendenz, „die andauernde Suche nach Gott“.
Das bedeute aber nicht, daß er gegen den Novus Ordo sei: „Ich glaube vielmehr, daß die Leseordnung des Novus Ordo sogar inhaltlich reicher ist als jene des Ritus des Heiligen Pius V.“
In diesem Zusammenhang macht der Kardinal einen Vorschlag: „Man könnte einen Mittelweg finden und die Feier der Messe mit dem Ordinarum der Bücher des Heiligen Pius V. und mit der Leseordnung des Neuen Ritus gestatten.“
Er bittet die Redaktion von ‘Papanews.it’ zu diesem Vorschlag bei den Lesern eine Umfrage zu starten.
Abschließend lobt der Kardinal auch den Gregorianischen Choral: „Er stellt die wahre Kirchenmusik dar – es ist sinnlos, sich vor dieser Erkenntnis zu drücken –, weil er die Idee der Gemeinschaft beinhaltet.“
Sogar Wolfgang Amadeus Mozart habe sich an einem gewissen Punkt seines Lebens darüber beklagt, den Gregorianischen Choral nicht entdeckt zu haben.
Im Interview wird der Kardinal auch über die Handkommunion befragt: „Persönlich bin ich für die Mundkommunion, um zu verhindern, daß Partikel auf den Boden fallen oder daß Hostien von Satanisten geraubt werden.“
Es sei selbstverständlich angebracht, festzuhalten, daß die Kommunion ursprünglich in die Hände gegeben worden sei und daß der Mund nicht weniger unrein sei als die Hände:
„Aber ich wiederhole es, daß ich weiterhin für die Mundkommunion bin.“
Der Kardinal war bis zum Jahr 2002 Präfekt der Gottesdienstkongregation und hat sich in der Vergangenheit stark für das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ eingesetzt.
Am 19. April 2005 verkündigte er der Welt die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst.
Seit seiner Pensionierung wohnt er wieder in Chile.
Im Interview stellt Kardinal Medina fest, daß die Alte Messe jetzt in der Kirche das gleiche Bürgerrecht und die gleiche Würde wie der Novus Ordo besitzt, obwohl sie als „außerordentlich“ bezeichnet werde.
Man müsse auch daran erinnern, daß die Bischöfe, die sich gegen das Motu Proprio gestellt haben, zwar das Recht hätten, ihre Meinung „anständig“ zu äußern: „Doch letztlich sind sie dem Papst gegenüber zu Gehorsam und Respekt verpflichtet“.
Der Kurienkardinal wird auch mit einer Äußerung des emeritierten Erzbischofs von Mailand, Carlo Maria Kardinal Martini, konfrontiert. Dieser hatte erklärt, in der Alte Messe ein „Eingeengtheit“ zu verspüren.
„Ich habe persönlich immer Messen nach dem Alten Ritus zelebriert. Eine »Eingeengtheit« habe ich nie bemerkt“ – kontert Kardinal Medina.
Anschließend wird er auf die zahlreichen liturgischen Mißbräuche im Neuen Ritus angesprochen und bestätigt: „Ja, die liturgischen Mißbräuche werden immer zahlreicher.“
„Um dieses Problem zu lösen, würde es genügen, sich bewußt zu werden, daß die Hauptperson in der Messe Christus ist – niemals der Priester.“
Die Schuld dafür sieht der Kardinal nicht im „Zweiten Vatikanum in sich“, sondern in „einigen Auslegern“ des Konzils.
An der Alten Messe schätzt er vor allem die Einfachheit, Eleganz und den starken Bezug zur Transzendenz, „die andauernde Suche nach Gott“.
Das bedeute aber nicht, daß er gegen den Novus Ordo sei: „Ich glaube vielmehr, daß die Leseordnung des Novus Ordo sogar inhaltlich reicher ist als jene des Ritus des Heiligen Pius V.“
In diesem Zusammenhang macht der Kardinal einen Vorschlag: „Man könnte einen Mittelweg finden und die Feier der Messe mit dem Ordinarum der Bücher des Heiligen Pius V. und mit der Leseordnung des Neuen Ritus gestatten.“
Er bittet die Redaktion von ‘Papanews.it’ zu diesem Vorschlag bei den Lesern eine Umfrage zu starten.
Abschließend lobt der Kardinal auch den Gregorianischen Choral: „Er stellt die wahre Kirchenmusik dar – es ist sinnlos, sich vor dieser Erkenntnis zu drücken –, weil er die Idee der Gemeinschaft beinhaltet.“
Sogar Wolfgang Amadeus Mozart habe sich an einem gewissen Punkt seines Lebens darüber beklagt, den Gregorianischen Choral nicht entdeckt zu haben.
Im Interview wird der Kardinal auch über die Handkommunion befragt: „Persönlich bin ich für die Mundkommunion, um zu verhindern, daß Partikel auf den Boden fallen oder daß Hostien von Satanisten geraubt werden.“
Es sei selbstverständlich angebracht, festzuhalten, daß die Kommunion ursprünglich in die Hände gegeben worden sei und daß der Mund nicht weniger unrein sei als die Hände:
„Aber ich wiederhole es, daß ich weiterhin für die Mundkommunion bin.“
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Montag, 17. März 2008 18:36
maliems: at sacerdos
ich weiss sehr wohl, dass es die texte vom introitus usw. im NOM noch gibt.
dass sie aber nicht genutzt werden, zeigt, einen welchen stellenwert die hl. schrift im NOM hat.
dass sie aber nicht genutzt werden, zeigt, einen welchen stellenwert die hl. schrift im NOM hat.
Montag, 17. März 2008 15:10
Rübezahl: @ Didactica
Sie tragen in besonderer Weise zu meiner Erheiterung bei!
Es gibt zwei Möglichkeiten für Sie:
A) Sie sprechen Dinge, die Ihnen scheinbar unter den Nägeln brennen, konkret und ohne Umschweife an
oder
B) Sie bewegen sich weiterhin in seichten, nichtssagenden Wassern, welche insbesondere von Personen, welchen ein Hang zu verleumderischen Positionen inhäriert, bevorzugt werden.
(vgl. Asterix & Obelix: die Person des „Tullius Destructivus“ http://www.comedix.de/lexikon/db/destruct.php)
Sie müssen sich entscheiden, liebe Didactica …
:o) :o) :o)
Es gibt zwei Möglichkeiten für Sie:
A) Sie sprechen Dinge, die Ihnen scheinbar unter den Nägeln brennen, konkret und ohne Umschweife an
oder
B) Sie bewegen sich weiterhin in seichten, nichtssagenden Wassern, welche insbesondere von Personen, welchen ein Hang zu verleumderischen Positionen inhäriert, bevorzugt werden.
(vgl. Asterix & Obelix: die Person des „Tullius Destructivus“ http://www.comedix.de/lexikon/db/destruct.php)
Sie müssen sich entscheiden, liebe Didactica …
:o) :o) :o)
Montag, 17. März 2008 14:53
Didactica †: @Rübezahl
Sie können damit etwas anfangen, Herr Rübezahl, Sie können!
Montag, 17. März 2008 14:51
Rübezahl: @ Didactica
Sie schreiben:
„Schlimmeres als Satanisten, die in keine Kirche gehen, sind Heuchler, die in die Kirche gehen. Die mißbrauchen nämlich den Leib Christi, auch wenn sie ihn nie in die Hand nehmen, Herr Rübezahl.“
Können Sie näher definieren, was Sie unter einem „Heuchler“ verstehen, bzw. ein konkretes Beispiel für einen solchen „Heuchler“ geben?
Wenn nicht, kann man mit Ihrer Aussage wiederum nichts anfangen.
„Schlimmeres als Satanisten, die in keine Kirche gehen, sind Heuchler, die in die Kirche gehen. Die mißbrauchen nämlich den Leib Christi, auch wenn sie ihn nie in die Hand nehmen, Herr Rübezahl.“
Können Sie näher definieren, was Sie unter einem „Heuchler“ verstehen, bzw. ein konkretes Beispiel für einen solchen „Heuchler“ geben?
Wenn nicht, kann man mit Ihrer Aussage wiederum nichts anfangen.
Montag, 17. März 2008 14:47
Didactica †: @Rübezahl
Schlimmeres als Satanisten, die in keine Kirche gehen, sind Heuchler, die in die Kirche gehen. Die mißbrauchen nämlich den Leib Christi, auch wenn sie ihn nie in die Hand nehmen, Herr Rübezahl.
Montag, 17. März 2008 14:32
Rübezahl: @ecclesia semper reformanda
Sie schreiben:
„Ihre Vorschriften, die Sie anführen, mag es geben; eine ganz andere Frage ist, ob sie deshalb auch richtig bzw. angemessen sind.“
Sie werden sich hier doch nicht etwa öffentlich gegen DAS Konzil schlechthin aussprechen?! tztztz …
Ferner:
Von: Ihr Zitat: „dass es nicht „eine einzig wahre“ Kirchenmusik gibt.“ hat hier niemand außer Sie selbst gesprochen …
Sie schreiben:
„Wieviel Millionen Hostien werden am Tag ausgeteilt, und wieviele davon werden „von Satanisten geklaut“? Diese Kardinals-Angst ist doch nun wirklich nicht ernst zu nehmen, auch wenn es den Hostien-Klau hie und da mal geben mag – meistens auch noch von geistig verwirrten Menschen.“
Wenn auch nur EIN EINZIGER Leib des Herrn von einem Satanisten entwendet wird, ist das bereits einer zu viel!
@ Didactica:
>>Zum „Satanismus: Es gibt auch noch Schlimmeres als die Satanisten. Sie müssen nur die Postings hier richtig lesen:
@Rübezahl: „Persönlich bin ich für die Mundkommunion, um zu verhindern, …daß Hostien von Satanisten geraubt werden.“
Gehts noch, Herr Kardinal?“
Dafür gibt es – insbesondere in jüngster Zeit – genügend Negativ-Beispiele; machen Sie sich kundig!
Also deutlicher kann man doch wohl kaum werden! Oder?<<
Erklären Sie sich selbst ruhig etwas deutlicher, was wollen Sie damit aussagen?
„Ihre Vorschriften, die Sie anführen, mag es geben; eine ganz andere Frage ist, ob sie deshalb auch richtig bzw. angemessen sind.“
Sie werden sich hier doch nicht etwa öffentlich gegen DAS Konzil schlechthin aussprechen?! tztztz …
Ferner:
Von: Ihr Zitat: „dass es nicht „eine einzig wahre“ Kirchenmusik gibt.“ hat hier niemand außer Sie selbst gesprochen …
Sie schreiben:
„Wieviel Millionen Hostien werden am Tag ausgeteilt, und wieviele davon werden „von Satanisten geklaut“? Diese Kardinals-Angst ist doch nun wirklich nicht ernst zu nehmen, auch wenn es den Hostien-Klau hie und da mal geben mag – meistens auch noch von geistig verwirrten Menschen.“
Wenn auch nur EIN EINZIGER Leib des Herrn von einem Satanisten entwendet wird, ist das bereits einer zu viel!
@ Didactica:
>>Zum „Satanismus: Es gibt auch noch Schlimmeres als die Satanisten. Sie müssen nur die Postings hier richtig lesen:
@Rübezahl: „Persönlich bin ich für die Mundkommunion, um zu verhindern, …daß Hostien von Satanisten geraubt werden.“
Gehts noch, Herr Kardinal?“
Dafür gibt es – insbesondere in jüngster Zeit – genügend Negativ-Beispiele; machen Sie sich kundig!
Also deutlicher kann man doch wohl kaum werden! Oder?<<
Erklären Sie sich selbst ruhig etwas deutlicher, was wollen Sie damit aussagen?
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