Der Tanzkurs ist zu Ende
Mit einem unsachlichen, kirchenfeindlichen Jubelbericht über einen theologisch liberalen Pfarrer aus Afrika hat sich ein antikatholischer Staatssender der Lächerlichkeit preisgegeben.
(kreuz.net) Im vergangenen Jahr veröffentlichte das kirchenfeindliche ‘Schweizer Fernsehen’ einen Jubelbericht
über den nigerianischen Priester, Hw. Leonard Chidi Ilechukwu (39). Hw. Ilechukwu wurde Anfang 2007 als
Pfarrer der Zentralschweizer Gemeinde Seelisberg in der Diözese Chur eingesetzt.
Die Reportage stand unter dem Titel „Der schwarze Mann in Seelisberg“. Verantwortlich für die einseitige Berichterstattung ist ein gewisser Roland Huber.
Der gleiche Huber veröffentlichte im Jahr 2002 einen Propagandafilm gegen die katholische Laienorganisation ‘Opus Dei’.
Seelisberg ist eine 600-Seelen-Gemeinde im Kanton Uri. Sie befindet sich auf dem Osthang eines Berges über dem Vierwaldstättersee.
Der Reporter beginnt seinen Film mit einer Erinnerung an die Zeiten, als man noch „politisch unkorrekt“ Geld für die armen Negerlein gesammelt habe.
Die Geschichte des nigerianischen Pfarrers von Seelisberg sei „das pure Gegenteil“ davon, erklärt der Reporter – ohne zu diesem Zeitpunkt zu ahnen, was er damit sagte.
Dann zeigt die Sendung unter anderem die versteinerten Gesichter der „erzkonservativen“ Gläubigen von Seelisberg, die der Priester mit Buschtrommel und Tanz in der Kirche angeblich „zur Lebensfreude bekehren“ wolle.
Hw. Ilechukwu war zum Zeitpunkt der Aufnahmen erst vier Monaten im Amt. Im August 2007 übernahm er neben seiner 60% Anstellung in Seelisberg noch eine 40% Vikarstelle in der naheliegenden Gemeinde Bürglen.
„Das sind einfach andere Menschen“ – erklärt er im Interview über seine Gläubigen: „Wir als Afrikaner müssen uns einfach anpassen, um hier zu bleiben. Bei uns sind die Menschen einfach aufgeschlossener.“
Vor laufender Kamera provoziert der Journalist in Anwesenheit des Priesters einige ältere, wortkarge Gläubigen: „Der Gottesdienst müsse ein Gottesdienst sein, kein Götzendienst“ – läßt einer schließlich aus sich herauslocken.
Vor der Kamera kommt es sogar zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Gläubigen und dem Pfarrer.
Der Journalist hat Mitleid: „Für Hw. Ilechukwu sei die Pfarrei ein hartes Pflaster“.
Der Film zeigt Hw. Ilechukwu auch bei einer Schulmesse im Kreis – mit afrikanischer Musik und Tanz.
Dabei erklärt er pauschal, daß „man“ in Afrika nicht glauben könne, daß Christus Gottessohn sei, weil er von einer Frau geboren worden sei. Frauen seien in Afrika immer noch Menschen zweiter Klasse.
Im Zusammenhang mit einem Mordopfer, das in Seelisberg beerdigt wurde, zeigt sich Hw. Ilechukwu erstaunt darüber, daß die Gemeinde nicht mit der Mutter des Toten und mit seiner Gattin mittrauerte, wie das in Afrika geschehen wäre.
Die Hinterbliebenen sind für die Anteilnahme des Priesters dankbar: „Wir sind um den Pfarrer froh gewesen“ – erklärt die Mutter des Ermordeten.
Der Film erklärt auch, daß sich der Priester in den fünfzehn Zimmern des Pfarrhauses oft einsam fühle. Er ist auch gegen den Zölibat, den er zwar respektiere: Doch so ein „hartes Gesetz“ hätte die Kirche, wäre der Vatikan in Afrika, nicht aufgestellt – so der Geistliche.
In Afrika sei ein Mann ohne Frau und Kinder „ein Nichts“ – referiert der Journalist offenbar zustimmend.
Sogar der Generalvikar, Hw. Martin Kopp, zeigt sich im Pfarrhaus vor der Kamera. Er weist darauf hin, daß der schwarze Pfarrer auch für die Rütli-Wiese zuständig sei, auf der im Jahr 1291 die Schweizerische Eidgenossenschaft gegründet wurde.
In diesem Zusammenhang vergleicht der kirchenfeindliche Journalist das, was „die Missionare in Afrika angerichtet haben“ mit den „Nationalisten hier“.
Die Nationalisten träumten von einer reinen, weißen Schweiz: „Die Missionare träumten sogar von einem weißen Afrika“ – so die Polemik.
Während der Reportage erklärt Hw. Ilechukwu einmal auch, daß sein Kommen nach Seelisberg ein Geben und ein Nehmen sei.
Diese Aussage scheint der Geistliche etwas gar wörtlich genommen zu haben.
Am vergangenen 9. März berichtete die Schweizerische ‘Katholische Internationale Presseagentur’, daß Hw. Ilechukwu als Vikar von Bürglen entlassen wurde und auch seine Stelle in Seelisberg aufgeben müsse.
Der Grund: Er hat insgesamt 900 Franken – 570 Euro – aus der Kirchenkollekte entwendet.
Mit dem gestohlenen Geld habe der Priester angeblich „Hilfsprojekte in Nigeria“ unterstützen wollen.
Jetzt wurde gegen ihn ein Verfahren wegen Diebstahls eingeleitet. Hw. Ilechukwu hat seine Vergehen gestanden und darauf hingewiesen, daß Geld nicht für sich, sondern „für ärmere Menschen der Weltkirche“ gebraucht zu haben.
In Afrika sei es üblich, daß der Pfarrer über die Kirchenkollekte verfüge.
Die Reportage des Schweizer Fernsehens
Die Reportage stand unter dem Titel „Der schwarze Mann in Seelisberg“. Verantwortlich für die einseitige Berichterstattung ist ein gewisser Roland Huber.
Der gleiche Huber veröffentlichte im Jahr 2002 einen Propagandafilm gegen die katholische Laienorganisation ‘Opus Dei’.
Seelisberg ist eine 600-Seelen-Gemeinde im Kanton Uri. Sie befindet sich auf dem Osthang eines Berges über dem Vierwaldstättersee.
Der Reporter beginnt seinen Film mit einer Erinnerung an die Zeiten, als man noch „politisch unkorrekt“ Geld für die armen Negerlein gesammelt habe.
Die Geschichte des nigerianischen Pfarrers von Seelisberg sei „das pure Gegenteil“ davon, erklärt der Reporter – ohne zu diesem Zeitpunkt zu ahnen, was er damit sagte.
Dann zeigt die Sendung unter anderem die versteinerten Gesichter der „erzkonservativen“ Gläubigen von Seelisberg, die der Priester mit Buschtrommel und Tanz in der Kirche angeblich „zur Lebensfreude bekehren“ wolle.
Hw. Ilechukwu war zum Zeitpunkt der Aufnahmen erst vier Monaten im Amt. Im August 2007 übernahm er neben seiner 60% Anstellung in Seelisberg noch eine 40% Vikarstelle in der naheliegenden Gemeinde Bürglen.
„Das sind einfach andere Menschen“ – erklärt er im Interview über seine Gläubigen: „Wir als Afrikaner müssen uns einfach anpassen, um hier zu bleiben. Bei uns sind die Menschen einfach aufgeschlossener.“
Vor laufender Kamera provoziert der Journalist in Anwesenheit des Priesters einige ältere, wortkarge Gläubigen: „Der Gottesdienst müsse ein Gottesdienst sein, kein Götzendienst“ – läßt einer schließlich aus sich herauslocken.
Vor der Kamera kommt es sogar zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Gläubigen und dem Pfarrer.
Der Journalist hat Mitleid: „Für Hw. Ilechukwu sei die Pfarrei ein hartes Pflaster“.
Der Film zeigt Hw. Ilechukwu auch bei einer Schulmesse im Kreis – mit afrikanischer Musik und Tanz.
Dabei erklärt er pauschal, daß „man“ in Afrika nicht glauben könne, daß Christus Gottessohn sei, weil er von einer Frau geboren worden sei. Frauen seien in Afrika immer noch Menschen zweiter Klasse.
Im Zusammenhang mit einem Mordopfer, das in Seelisberg beerdigt wurde, zeigt sich Hw. Ilechukwu erstaunt darüber, daß die Gemeinde nicht mit der Mutter des Toten und mit seiner Gattin mittrauerte, wie das in Afrika geschehen wäre.
Die Hinterbliebenen sind für die Anteilnahme des Priesters dankbar: „Wir sind um den Pfarrer froh gewesen“ – erklärt die Mutter des Ermordeten.
Der Film erklärt auch, daß sich der Priester in den fünfzehn Zimmern des Pfarrhauses oft einsam fühle. Er ist auch gegen den Zölibat, den er zwar respektiere: Doch so ein „hartes Gesetz“ hätte die Kirche, wäre der Vatikan in Afrika, nicht aufgestellt – so der Geistliche.
In Afrika sei ein Mann ohne Frau und Kinder „ein Nichts“ – referiert der Journalist offenbar zustimmend.
Sogar der Generalvikar, Hw. Martin Kopp, zeigt sich im Pfarrhaus vor der Kamera. Er weist darauf hin, daß der schwarze Pfarrer auch für die Rütli-Wiese zuständig sei, auf der im Jahr 1291 die Schweizerische Eidgenossenschaft gegründet wurde.
In diesem Zusammenhang vergleicht der kirchenfeindliche Journalist das, was „die Missionare in Afrika angerichtet haben“ mit den „Nationalisten hier“.
Die Nationalisten träumten von einer reinen, weißen Schweiz: „Die Missionare träumten sogar von einem weißen Afrika“ – so die Polemik.
Während der Reportage erklärt Hw. Ilechukwu einmal auch, daß sein Kommen nach Seelisberg ein Geben und ein Nehmen sei.
Diese Aussage scheint der Geistliche etwas gar wörtlich genommen zu haben.
Am vergangenen 9. März berichtete die Schweizerische ‘Katholische Internationale Presseagentur’, daß Hw. Ilechukwu als Vikar von Bürglen entlassen wurde und auch seine Stelle in Seelisberg aufgeben müsse.
Der Grund: Er hat insgesamt 900 Franken – 570 Euro – aus der Kirchenkollekte entwendet.
Mit dem gestohlenen Geld habe der Priester angeblich „Hilfsprojekte in Nigeria“ unterstützen wollen.
Jetzt wurde gegen ihn ein Verfahren wegen Diebstahls eingeleitet. Hw. Ilechukwu hat seine Vergehen gestanden und darauf hingewiesen, daß Geld nicht für sich, sondern „für ärmere Menschen der Weltkirche“ gebraucht zu haben.
In Afrika sei es üblich, daß der Pfarrer über die Kirchenkollekte verfüge.
Die Reportage des Schweizer Fernsehens
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Mittwoch, 19. März 2008 15:11
jeremy: Innerschweizer
Ok, muss ich nicht verstehen. Kenn ich nicht. Bin aus dem Rheinland.
Aber es ist schon vielsagend, dass auch der Vorgänger weggeätzt wurde.
Aber es ist schon vielsagend, dass auch der Vorgänger weggeätzt wurde.
Mittwoch, 19. März 2008 14:57
Arrigoni: Gewisse Innerschweizer
Nun, wer gewisse Innerschweizer kennt, ihre Art zu leben, zu denken, wer auch ihre Sturheit kennt und die Enge, der verwundert sich nicht. Hinzu kommen noch gewisse Leute in Seelisberg und Umgebung… Der Vorgänger des afrikanischen Priesters wurde aus der Pfarrei und dem Dorf herausgeekelt… Und dann gibt es da noch eine Sekretärin in der Gegend… ein echtes Biest!
Mittwoch, 19. März 2008 14:52
jeremy: Arrigoni
Mittwoch, 19. März 2008 14:21
Arrigoni: Priester von Seelisberg
Irgendwie scheint mir, dass den zuständigen Leuten in den beiden Pfarreien der Sinn für die Realität fehlt. Es geht ihnen nicht ums Geld, da steckt viel mehr dahinter! Vielleicht eine Sekretärin aus dem Nachbardorf…
Mittwoch, 19. März 2008 14:08
Kurt K.: @ Alle: Die „(Medien-)Linke“ bzw überhaupt „links“ und „rechts“…?
Eine Unklarheit, die ich schon oft empfand, ist mir nun hier wieder aufgefallen:
Was bedeutet eigentlich „links“ für Sie?
Und ist „rechts“ das Gegenteil von Ihrem „links“? Und was bedeutet „rechts“ für Sie dann?
Was bedeutet eigentlich „links“ für Sie?
Und ist „rechts“ das Gegenteil von Ihrem „links“? Und was bedeutet „rechts“ für Sie dann?
Mittwoch, 19. März 2008 13:54
kleingeist: Spott und Hohn der Medien-Linken
Was ist ueberhaupt ein „liberaler Pfarrer“?
Ich bin leider zu kleingeistig, um das zu verstehen.
Religion hat doch mit politischen Kategorien wie progressiv-konservativ nichts zu tun. Wenn ueberhaupt, dann ist der Glaube stets gegenkulturell.
Worum ging es dem Filmemacher, um den Glauben der Seelisberger oder um deren Nationalismus? Hat er gemeint, er koenne mit seiner Reportage Katholizismus und Nationalismus wie zwei Fliegen auf einen Schlag erwischen? Ausgerechnet den Katholizismus mit Nationalismus zu vermischen ist ja schon recht dreist. Die Hassfigur der Linken – der Papst – ist ja ueberhaupt das Symbol eines voelkerverbindenen Universalismus.
Gerade die Ultramontanen im 19. Jh. waren jene, die mit ihrer Loyalitaet gegenueber Rom dem Schweizer Nationalstaat die Stirn geboten hatten.
Ehrlich gesagt, diese dumme Reportage zeigt doch einfach nur, wie einfallslos die (Medien-)Linke geworden ist und wie ausser Hohn und Zynismus nichts mehr von ihr zu erwarten ist.
Schade nur, dass der an sich sympathische Priester ihm in die Haende spielt (vermutlich ohne das zu ahnen).
Ich bin enttaeuscht ueber das tiefe Niveau dieser Reportage.
Ich bin leider zu kleingeistig, um das zu verstehen.
Religion hat doch mit politischen Kategorien wie progressiv-konservativ nichts zu tun. Wenn ueberhaupt, dann ist der Glaube stets gegenkulturell.
Worum ging es dem Filmemacher, um den Glauben der Seelisberger oder um deren Nationalismus? Hat er gemeint, er koenne mit seiner Reportage Katholizismus und Nationalismus wie zwei Fliegen auf einen Schlag erwischen? Ausgerechnet den Katholizismus mit Nationalismus zu vermischen ist ja schon recht dreist. Die Hassfigur der Linken – der Papst – ist ja ueberhaupt das Symbol eines voelkerverbindenen Universalismus.
Gerade die Ultramontanen im 19. Jh. waren jene, die mit ihrer Loyalitaet gegenueber Rom dem Schweizer Nationalstaat die Stirn geboten hatten.
Ehrlich gesagt, diese dumme Reportage zeigt doch einfach nur, wie einfallslos die (Medien-)Linke geworden ist und wie ausser Hohn und Zynismus nichts mehr von ihr zu erwarten ist.
Schade nur, dass der an sich sympathische Priester ihm in die Haende spielt (vermutlich ohne das zu ahnen).
Ich bin enttaeuscht ueber das tiefe Niveau dieser Reportage.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






