Ein Kardinal will das Motu Proprio offenbar ernsthaft umsetzen. Er hat es sogar fest in den Stundenplan der Alumnen seines Priesterseminars eingeplant.
In den USA lernen Seminaristen die Zelebration der Alten Messe.
(kreuz.net, Philadelphia) Die Seminaristen der Erzdiözese Philadelphia sollen in der Zelebration des
Alten Ritus unterrichtet werden.
Das erklärte der dortige Erzbischof, Justin Kardinal Rigali, am 14.
März im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’.
Philadelphia
befindet sich im US-Bundesstaat Pennsylvania – im Nordosten der USA.
Der Kardinal hat in seinem Priesterseminar
einen Vortrag über das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ organisiert. Im laufenden Semester wird im
Priesterseminar eine Alte Messe zelebriert, an der alle teilnehmen.
Ferner sollen die theologischen Fächer
Liturgiewissenschaft und Kirchengeschichte die Alte Messe behandeln. Der Unterricht wird die angebliche
Einheit der beiden Riten, aber auch die Unterschiede aufzeigen – so Kardinal Rigali.
Die liturgische
Ausbildung solle den Seminaristen einen Sinn für Ehrfurcht und Heiligkeit beibringen. Das werde nach
der Priesterweihe auch den Gläubigen zugutekommen.
Kardinal Rigali hofft, daß die Seminaristen die
angebliche Kontinuität zwischen „den älteren und den neueren Formen“ erfahren.
Schließlich basiere
„so viel“ von unserem Glauben auf Kontinuität und Tradition, die den Glauben von einer Generation zur
nächste weiterreichte. Manchmal würden sich die Rituale ändern und entwickeln, aber das Herz bleibe
dasselbe.
Der Kirchenfürst zitiert den Begleitbrief des Papstes zum Motu Proprio:
„In der Liturgiegeschichte
gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch
uns heilig und groß. Es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein.“
Im Interview
erklärte der Kardinal auch, daß erkein großes Verlangen nach der Alten Messe erkennen könne.
In seinem
Bistum gibt es bereits zwei Kirchen, in denen die Sakramente im Alten Ritus zelebriert werden. Dafür
ist der Kardinal dankbar.
Kardinal Rigali wünscht sich auch, die bereits in der Seelsorge aktiven Priester
mit dem Alten Ritus vertraut zu machen.
Sie können und sollen im Priesterseminar ein eigenes Trainingsprogramm
absolvieren.
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30 Lesermeinungen
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#30 Nachtlaterne 22:52:21 | Mittwoch, 19. März 2008
„Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens „Wer
durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.
Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Aber die
Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und
alle Lügner – ihr Lost wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.“ Offenbarung
21/6-8
@ maliems wozu sollte ein seminarist den NOM lernen? das ist völlig sinnlos. Es ist also sinnlos, dass
ein Seminarist lernt, wie man ordentlich zelebriert? Interessante Ansicht.
LandorganistII – Motto-Show LandorganistII: „Aber nein, keinesfalls! Dafür bin ich nicht würdig. Aber
es muss ja alles seine Ordung haben, bei den Tradis, nach dem Motto: Hauptsache, das Rochett sitzt…“
Stimmt – ich vergaß: der Wahlspruch von Pius X. lautete sogar genau so: >> res gravissime roccum accuratum
esse << … der Landmesner wird jedenfalls beruhigt aufatmen …
@Rübe Aber nein, keinesfalls! Dafür bin ich nicht würdig. Aber es muss ja alles seine Ordung haben,
bei den Tradis, nach dem Motto: Hauptsache, das Rochett sitzt…
Landorganist versus Landmesner LandorganistII: „Auf dem Foto der Herr ganz rechts, hat einen zu reichen
Faltenwurf unter dem Manipel. Das üben wir aber nochmal!“ Hör ich da vielleicht eine latente Affinität
zu einem eventuell angestrebten Berufswechsel Ihrerseits heraus? Na-na-na – wenn das der Landmesner spitz
kriegt!
#24 Regina 1961 15:56:54 | Dienstag, 18. März 2008
@Rübezahl Sorry, ich habe mich vertan. Zu blöd, daß man hier nur immer eine ganz bestimmte Anzahl von
Zeichen pro Posting schreiben darf. Bin mit Ihrem 2. und 3. Teil durcheinandergekommen. Das ewige rauf-
und runterscrollen des Textes macht mich manchmal ganz schö „kirre“. Habe nämlich ein Problem mit den
Augen. Nichts für ungut. Fahre aber trotzdem keinen Schmusekurs. Regina1961
Teil III.: Typ & Aspergil & … = Juniorschüler von Protagoras … Dritter und letzter Teil zum Thema
sophistisch-dialektische Argumentationsweisen: 3. Das sophistische Fazit: Typ: „Es ist also völliger
Quatsch, bei den Bischöfen, die eine Ausbildung in Alter Messe für ihre Seminaristen vorsehen, zu behaupten,
nur sie würden das MP „umsetzen“.“ 3.1 Dieses Fazit unterstellt dem Artikel zunächst etwas, was dieser
so keinesfalls zum Ausdruck bringt, nämlich: –-> man beachte das Wörtchen „nur“ <-- Nirgends im Artikel
wird behauptet, dass nur derjenige Bischof das MP umsetze, welcher Seminaristen diesbezüglich ausbilde.
Ein in diesem Sinne getätigter Rückschluss ist logisch also keinesfalls stringent und kommt damit einer
Unterstellung gleich. 3.2 Die Beispiele von Typ (wie von mir zitiert) für eine angebliche“Umsetzung“
des MP auch durch jene Personen, welche in ihren Handlungen das MP jedoch vielmehr nicht einmal tangieren,
sind – wie dargelegt – nicht statthaft. Insofern können diese Beipiele auch keinesfalls als Argument
für obiges Fazit angeführt werden – werden sie aber in gut sophistischer, augentäuschender Manier.
3.3 Der Vorwurf der Unstatthaftigkeit der Artikel-Formulierung: „Ein Kardinal will das Motu Proprio offenbar
ernsthaft umsetzen. Er hat es sogar fest in den Stundenplan der Alumnen seines Priesterseminars eingeplant.“
ist daher – wie gesehen – weder logisch stringent begründet, noch in sich selbst logisch aufrechterhaltbar.
Teil II.: Typ & Aspergil & … = Juniorschüler von Protagoras … Danke @ Kurt K. (ps, Ihre Argumentation
in Bezug auf den Islam finde ich äußerst treffend ) 2. Und nun der Sophismus: Typ: „Das MP wird von
jedem umgesetzt, der sich daran hält… Der Pfarrer, der keine Initiative ergreift, um Alte Messen zu
feiern, der von niemandem darum gebeten wird, und der deshalb auch keine Alten Messen feiert, handelt
gemäß dem MP – er setzt es um. … Der Bischof, der keine Zelebrationskurse für die Alte Messe organisiert,
handelt gemäß dem MP – er setzt es um (denn das MP fordert nicht zur Alten Messe auf).“ Über eine Person,
welche keinerlei Handlungen vollzieht, die in einem Dokument als statthaft zugestanden werden, kann formal-logisch
niemals gesagt werden, sie würde dieses Dokument „umsetzen“. Der Begrifflichkeit „Umsetzung“ würde hier
eine vollkommen falsche Bedeutung zugrunde gelegt werden! In genannten Beispielen wird ja überhaupt keine
Handlung getätigt, welche im Dokument erlaubt worden ist; wird jedoch nicht gehandelt – wird auch nichts
„umgesetzt“. Über eine solche Person, welche keine Handlung aus dem Dokument vollzieht, kann somit bestenfalls
ausgesagt werden, dass sie dem Dokument „nicht zuwiderhandelt“. – Eher aber noch müsste von dieser Person
ausgesagt werden, dass sie in ihrer Handlung das Dokument „nicht tangiert“! Niemals aber kann von einer
solchen Person ausgesagt werden, sie würde etwas „umsetzen“ – welch absolut formal-inhaltlicher Unsinn!
Fortsetzung folgt…
#15 Regina 1961 14:42:09 | Dienstag, 18. März 2008
@Rübezahl …und noch eine Treppe! Mein Lieber, Sie amüsieren mich, irgendwie bin ich immer ganz anderer
Meinung als Sie, trotzdem muß ich über Ihre Kommentare immer wieder lachen. Tut gut in diesem Forum.
Übrigens: Haben Sie etwas gegen Sophisten? Regina1961
Teil I.: Typ & Aspergil & … = Juniorschüler von Protagoras … Der Artikel beginnt mit: „Ein Kardinal
will das Motu Proprio offenbar ernsthaft umsetzen. Er hat es sogar fest in den Stundenplan der Alumnen
seines Priesterseminars eingeplant.“ Typ: „Es ist also völliger Quatsch, bei den Bischöfen, die eine
Ausbildung in Alter Messe für ihre Seminaristen vorsehen, zu behaupten, nur sie würden das MP „umsetzen“.“…
Die sich anschließenden Ausführungen von Typ sind ein sehr gutes Beispiel für eine sophistische Argumentationsweise:
Es wird versucht, einen richtigen Satz anhand dialektischer Gegegenüberstellung von Teilwahrheiten –
vermischt mit inhaltlich Nicht-Tangentem – als angeblich falsch zu widerlegen. 1. Es ist legitim, zu behaupten,
dass der Kardinal das MP „umsetzt“, indem er Priester in der alten Form ausbildet, da die Priester gemäß
MP Kenntnis in dieser Form haben sollen, dies lässt sich implizit schließen aus: „In Pfarreien, wo eine
Gruppe von Gläubigen, … hat der Pfarrer deren Bitten, die heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen
Römischen Messbuch zu feiern, bereitwillig aufzunehmen.“ Da es nun nämlich – rein theoretisch (aber
auch nur darauf kommt es hier an!) – in näherer Zukunft denkbar wäre, dass in jeder Pfarrei (oder auch
nur z.B. in jeder 3. Pfarrei) von Gläubigen diesbezüglich angefragt wird, könnten diese Anfragen nicht
bereitwillig aufgenommen werden, wenn zu wenig geeignete Priester bereitstünden Insofern setzt der Kardinal
das MP sehr wohl – vorausdenkend – mit dieser Schulung um! … Fortsetzung folgt.
@Schüttel Die Widersprüchlichkeit in Ihren Aussagen ist auch mir aufgefallen. 2006 meinten Sie zur „Alten
Messe“: Nur der alte Ritus in konsequenter, nicht bloss „ästhetischer“ Anwendung kann den Glauben retten.
Hier hat Benedikt XVI. die Chance zu einer historischen Tat. Versäumt er sie, ist sein Pontifikat gescheitert
und die Kirche zerstört. Jetzt hat der Papst nach Schüttels Forderung gehandelt und in einer „historischen
Tat“ die „Alte Messe“ alias „usus extraordinarius“ aus dem Gefängnis des Indultes befreit und der Papst
will, dass jedermann, der dies wünscht, ohne grössere Hindernisse Zugang zu dieser Liturgieform hat
und Schüttel sagt, dies sei nur etwas für Nostalgiker und kritisiert einen Kardinal, der seine Priester
und Seminaristen für diese Aufgabe befähigen will. Das verstehe ich wirklich nicht oder gilt hier das
Konrad Adenauer zugeschriebene Zitat „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ oder gleicht Schüttel
der Frau des Fischers aus dem Märchen, der man es auch nie recht machen konnte?
@Lieber Schüttel, eine kleine Frage am Rande: In früheren Beiträgen treten Sie als Befürworter und
Apologet der Piusbruderschaft auf, während Sie nun die Seiten gewechselt zu haben scheinen. Wie kommt
es dazu?
Aspergil Lieber liturgischer Gebrauchsgegenstand! GERNE trete ich mit Ihnen (& Typ) in eine Auseinandersetzung
bezüglich logischer Stringenz. *schmunzel
rübezahl nun werden sie mal nicht komisch rübezahl, niemand kann etwas dafür das sie mit ihrer rüben
diesen vollkommen richtigen ausführungen nicht folgen können! so unterscheiden sich eben die user hier…
der eine hat es – der andere nicht – wo gehören sie wohl zu???
Protagoras wäre stolz auf Typ! Typ: „Wieder mal nichts verstanden“ … und dann dazu Ihre sophistischen
Ausführen … :(3 Vielen Dank für den netten Beitrag!
Wieder mal nichts verstanden Wie so oft scheitert kreuz.net schon an der korrekten Wiedergabe simpler
Informationen. Das MP fordert nicht zur Zelebration Alter Messen auf. Es regelt nur deren Erlaubnis. Es
ist also völliger Quatsch, bei den Bischöfen, die eine Ausbildung in Alter Messe für ihre Seminaristen
vorsehen, zu behaupten, nur sie würden das MP „umsetzen“. Das MP wird von jedem umgesetzt, der sich daran
hält. Der Pfarrer, der keine Initiative ergreift, um Alte Messen zu feiern, der von niemandem darum gebeten
wird, und der deshalb auch keine Alten Messen feiert, handelt gemäß dem MP – er setzt es um. Der Bischof,
der den Gläubigen sagt: „Tut mir leid, ich habe keine Priester, die für Alte Messen ausgebildet sind
und nicht schon anderswo liturgisch eingebunden sind; Ihr müsst euch an ‘Ecclesia Dei’ wenden“, handelt
gemäß dem MP – er setzt es um. Der Bischof, der keine Zelebrationskurse für die Alte Messe organisiert,
handelt gemäß dem MP – er setzt es um (denn das MP fordert nicht zur Alten Messe auf). Es wäre wirklich
hilfreich, wenn mal irgendjemand bei kreuz.net sich bemühen würde, simpelste hermeneutische Grundregeln
juristischer Texte (wie z.B. des Textgenus ‘Motu proprio’) lernen würde. Die Berichterstattung könnte
davon nur profitieren. Und so schwer ist es eigentlich nicht.
Modernisten-Zappeln … Schüttel: „Es ist theologisch und pädagogisch vollkommen verantwortungslos,
wenn Seminaristen aud den alten Ritus gedrillt werden. Dieser Ritus ist ein Konzession an nostalgische
Gemüter, ohne jede Zkunft, außer für esoterische Liebhaber (um nicht zu sagen Fetischisten). In den
Seminaren sollen Alumnen erzogen werden, die in der heutigen Welt leben und aus Geist und Buchstaben des
II. Vatikanum wirken werden!“ Jaja, bei solchen Nachrichten zappeln & toben die Modernisten – und kommentieren
mit inhaltlich vollkommenem Stumpfsinn. Der Rübezahl nimmt’s amüsiert & äußerst belustigt zur Kenntnis!
Es ist theologisch und pädagogisch vollkommen verantwortungslos, wenn Seminaristen aud den alten Ritus
gedrillt werden. Dieser Ritus ist ein Konzession an nostalgische Gemüter, ohne jede Zkunft, außer für
esoterische Liebhaber (um nicht zu sagen Fetischisten). In den Seminaren sollen Alumnen erzogen werden,
die in der heutigen Welt leben und aus Geist und Buchstaben des II. Vatikanum wirken werden!
leider mal wieder nicht in Deutschland! was auch nicht anders zu erwarten war! Bitte lieber Jesus, gibt
doch mal den Klerikalen ind Deutschland einen entsprechenden Ruck! Wegen von den Freimaurerveranstaltungen,
die nicht Dir zu Ehren sind, hin zur wahren Eucharistie in Demut, Buße und nur Dir zur Ehre. Den Seelen
zum ewigen Heil!