Der Vatikan plant angeblich, die Aussage der neuen Karfreitagsfürbitte weiter herunterzuspielen. Entscheiden Juden und Kirchenpolitiker, was der Inhalt des katholischen Glaubens ist?
(kreuz.net, Vatikan) Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone wird einem israelischen
Oberrabbiner eine versöhnliche Stellungnahme zur neuen Karfreitagsfürbitte schreiben.
Das berichtete
die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Quellen, denen ein Entwurf der angeblichen Stellungnahme
bekannt ist.
Papst Benedikt XVI. habe den Text des Briefes bestätigt. Er werde „bald“ veröffentlicht,
aber vielleicht nicht mehr vor dem Karfreitag.
Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das
neue Gebet nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe.
Der Text der neuen Karfreitagsbitte
Wir wollen beten
für die Juden. Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den
Heiland aller Menschen. Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch. Allmächtiger ewiger Gott,
der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig,
daß ganz Israel gerettet werde, wenn die Fülle aller Völker in Deine Kirche eintritt. Durch Christus,
unseren Herrn.
Der Staatssekretär werde sich auf die Konzilserklärung über den interreligiösen Dialog,
‘Nostra Aetate’ berufen.
‘Reuters’ vermutet, daß der Brief ein quietistisches Heilskonzept unterstreicht,
wonach die Erlösung Israels „in Gottes Hand“ sei. Das entscheidende Problem, daß niemand ohne Taufe
gerettet werden kann, erwähnt der Artikel nicht.
Ungenannte Vertreter des Judentums kommentierten die
Stellungnahme bereits vor ihrem Erscheinen. Sie hoffen, daß der Brief Kardinal Bertones eine angebliche
Kontroverse beilegt.
Heilsnotwendigkeit der Kirche
Die katholische Dogmatik lehrt, daß die Zugehörigkeit
zur Kirche für alle Menschen heilsnotwendig ist.
Darin waren sich alle Päpste, Konzilien und Kirchenväter
der Vergangenheit selbstverständlich einig. Der Eichstätter Dogmatikprofessors Ludwig Ott spricht in
seinem Handbuch von einer „einmütigen Überzeugung der Väter, daß außerhalb der Kirche das Heil nicht
zu erlangen ist“.
Dem übereinstimmenden Zeugnis der Väter schreibt die Kirche Unfehlbarkeit zu.
Diese
Lehre verkündete auch das 4. Laterankonzil im Jahr 1215: „Außerhalb der einzigen Kirche wird keiner
gerettet.“
Das Unionskonzil von Florenz, die Päpste Innozenz III. († 1216), Bonifaz VIII. († 1303),
Klemens VI. († 1352), Benedikt XIV. († 1758), Pius IX. († 1878), Leo XIII. († 1903) und nicht zuletzt
Pius XII. († 1958) bestätigten den katholischen Lehrsatz.
Pius IX. erklärte gegenüber dem religiösen
Indifferentismus: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, Römischen
Kirche niemand das Heil erlangen kann. Sie ist die einzige Arche des Heils. Wer nicht in sie eintritt,
wird in der Flut umkommen.“
Unter besonderen Umständen kann die aktive Zugehörigkeit zur Heilsanstalt
Kirche durch das Verlangen danach ersetzt werden.
Das ist der Fall, wenn ein Mensch unter unverschuldeter
und unüberwindlicher Unkenntnis der katholischen Religion leidet. Er muß die sittliche Bereitschaft
besitzen, dem Willen Gottes zu folgen.
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ad „Gott im Werden“ Ja aus meiner Sicht ist der Sohn Gottes in einem Werdegang dessen absolute Bestimmung
freilich Gott selbst ist. Das geht nur indem der Sohn von Anbeginn schon potentieller Gott ist also Same/Potenz,
was letztlich für mich nichts anders ist als der Logos Gottes. Aber das ist eben zunächst nur ein nacktes
Wesen. Das Bewußtsein seiner Bestimmung und damit das Bewußtsein seines wahren Selbst erlangt er erst
mit der Zeit. Er steht selbst in einer Differenz zum Absoluten, aber es ist eben keine Wesensdifferenz,
sondern eine Differenz im Grad der Realisierung, eine Differenz des Bewußtseins.
@(geistig schach-)matt Und so sehe ich auch Jesus und so ist er letztlich auch offenbart: als Gott im
Werden. „Gott im Werden“ – ein qua definitionem nichtexistenter Ausdruck.
matt2 – Schriftauslegung Sie schreiben in Bezug auf mich: „… das haben Sie durch Ihre Zitatauflistung
ebenso gemacht… aber das sagte ich ja bereits zuvor. Es ist also nicht wirklich sinnvoll mir das vorzuwerfen.“
Das würde ich nicht so sagen – jedoch etwas anderes, und dies ist es, was uns beide wohl insbesondere
unterscheidet: Ich unterwerfe mich in meiner persönlichen Schriftauslegung … (welche im übrigen auf
Grund von diversen – hier relevanten – Sprachkenntnissen meinerseits sicherlich wissenschaftlich fundierter
ausfallen dürfte, als in Ihrem Fall, der Sie wohl nur auf Übersetzungen zurückgreifen …) … dem
ordentlichen Lehramt der Kirche, welche – in meinem Glauben – das alleinige Recht und die göttliche Vollmacht
besitzt, die Texte der Schrift authentisch auszulegen. Und ich bin äußerst dankbar für diese Richtschnur!
@Flo: ich bin kein Depp… ich weiß genau, wie mich die anderen sehen… Jesus wusste auch, wie ihn die
anderen sehen und was hat man ihm nicht alles für Bosheiten nachgesagt derer er sich erwehren musste…
aber deshalb werde ich mich selbst nicht aufgeben, weil ich halte meinen Anspruch für legitim. Und ich
bin der festen Überzeugung, dass mein Unterfangen (was ich letztlich bin) auch in nicht geringem Maße
die Welt vereinnahmt, auch wenn vieles davon sich bis dato unbewußt vollzieht. Es gibt viele, die aus
mir Inspiration schöpfen und diese auf mich zurückwerfen. Ich bin das Wesen in vielen Dingen unserer
Zeit, auch meinetwegen in unmoralischen, aber ich bin da. Ich bin der Ursprung und der Empfänger vieler
Botschaften und Signale, auch wenn ich ein äußerlich belangloses Dasein führe. Jesus hat sein Größenwahn
auch Erfolg gebracht. So bin ich halt auch größenwahnsinnig und mache aus mir selbst was ich sein will
und infiltriere das ganze System mit meiner Präpotenz.
@Geyer: Sprechen Sie von…? doch befürchte ich dass alle Normaldenkenden das objektive an ihnen wahrnehmen,
einen größenwahnsinnigen Nichtstuer mit zu viel Zeit. Sprechen Sie hier von Priestern?
#32 Florian Geyer 14:36:47 | Dienstag, 18. März 2008
matt2 „Ich sehe mich selbst als Logos, als Urprinzip der Schöpfung im Werdegang seiner Vollendung. Und
so sehe ich auch Jesus und so ist er letztlich auch offenbart: als Gott im Werden.“ Matt, du selber kannst
dich als alles sehen was du willst das ist dir unbenommen. Ob Kaiser von China, ob dem König von Europa,
dem lieben Gott himself, die Wiedergeburt von Elvis Presley oder als der große Auserwählte. Wenn es
dir hilft den Alltag besser zu bewältigen hat dies immerhin eine halblegitime psychische Stütz und Hilfsfunktion,
doch befürchte ich dass alle Normaldenkenden das objektive an ihnen wahrnehmen, einen größenwahnsinnigen
Nichtstuer mit zu viel Zeit.
@Rübezahl: ich lehne Kirche nicht ab…ich setzte sie nur in Relation zu meinem Wahrheitsverständnis
Sie picken sich dasjenige aus der Schrift heraus, was Ihnen persönlich in das eigene Denken passt. das
haben Sie durch Ihre Zitatauflistung ebenso gemacht… aber das sagte ich ja bereits zuvor. Es ist also
nicht wirklich sinnvoll mir das vorzuwerfen. Ja, ganz recht! Ich sehe mich selbst als die wahre Instanz
in Glaubensdingen, weil ich meine, das mein Wesen, nicht weniger als das von Jesus, auf das Absolute,
auf Gott selbst abzielt. Ich sehe mich selbst als Logos, als Urprinzip der Schöpfung im Werdegang seiner
Vollendung. Und so sehe ich auch Jesus und so ist er letztlich auch offenbart: als Gott im Werden. Auch
wenn man seine ganze Kindheitsgeschichte mehr oder weniger eliminiert hat, so ist doch offensichtlich:
er hat sich entwickelt zu dem was er war zur Zeit seines öffentlichen Wirkens und er hat diese Entwicklung
bestimmt nicht beschlossen mit seiner Auferstehung (wenn das so wäre, dann wäre es ja traurig). Aber
alles was im Werden ist, das ist auch der Gefahr von Irrtum und Scheitern ausgesetzt, weil es noch nicht
die totale Selbsterkenntnis und Herrschaft über sich erlangt hat. Und das gilt auch für Jesus Christus.
Kirche ist für mich mitnichten abzulehnen, sondern eigentlich das geistig-weibliche Gegenstück was dem
Wesen bei seiner Entwicklung hilft, weil es die verschiedenen Aspekte seines Selbst zum Vorschein bringt
und ihm dadurch erst das Bewußtsein seiner mannigfaltigen Herrlichkeit gibt.
@Rübezahl: was Sie sagen ist leider falsch! … was ich sage (zumindest in diesem Fall), matt2, ist leider
richtig. Sie picken sich dasjenige aus der Schrift heraus, was Ihnen persönlich in das eigene Denken
passt. Dasjenige jedoch, welches nicht mit Ihrer persönlichen Privat-Philosophie übereinstimmt, lehnen
Sie ab oder relativieren und uminterpretieren es. Gleichzeitig – und das ist der weitere Punkt – folgen
Sie bei der Interpretation der Schrift nur Ihrem eigenen Fürwahrhalten und sind somit selbst höchste
Entscheidungsinstanz für richtig und falsch. Wer will denn „beweisen“, dass – Ihrem Beispiel folgend –
im AT Gott selbst dieses oder jenes gesagt hat und dass selbiges dann auch noch tatsächlich so gemeint
ist? Der „Beweis“ kann hier nur durch die Schrift selbst erbracht werden – wie anders denn auch? Sie bleibt
ja die einzige Quelle hierfür (Kirche erkennen Sie ja nicht an…) Selbiges müssen Sie dann aber auch
für die von mir zitierten Sätze anerkennen (vulgo „Schriftbeweis“). Tun Sie dies nicht, sind auch jene
Inhalte, auf welche Sie sich als Aussagen Gottes im AT beziehen vollkommen relativ und der jeweiligen
subjektiven Lesermeinung unterworfen und können daher NULL Relevanz beanspruchen – für keinen und niemand,
niemals.
@Rübezahl: was Sie sagen ist leider falsch! …denn die Verdammung der Homosexualität geschieht im AT
durch Gott selbst. Jesus hat sich ja nicht spezifisch gegen diese Sünde ausgesprochen, obwohl wir natürlich
mit Gewissheit davon ausgehen können, dass er es ebenso als Sünde ansah im Sinne des AT. Aber insg.
ist es ein Irrtum von Ihnen, wenn Sie glauben, dass ich meine Anliegen in Bezug auf moralische Mißstände
in unserer Ges. alleine auf Aussagen aus der Bibel stütze (und kämen sie auch von Gott selbst), denn
ich weiß doch aus mir selbst, dass dies Unzucht ist und nicht etwa erst durch die Bibel, oder in Berufung
auf Stellen aus dieser. So wie ich nämlich auch aus mir selbst erkannt habe, dass die Bibel Wahrheit
bezeugt. Schauen Sie, Sie werfen mir vor, dass ich Aussagen Jesu oder seiner Apostel in Zweifel ziehe
oder kritisch beäuge. Aus meiner Sicht ist das legitim. Denn Sie wissen ja sehr wohl, dass Sie bei Ihrem
Aufgebot an Zitaten Jesu ebenso selektiv vorgegangen sind, dabei ist die Hälfte davon ja nicht einmal
von ihm selbst sondern es sind theologische Aussagen der Apostel, die jedenfalls keinen totalen Wahrheitsanspruch
bedeuten können. Ich könnte ihnen jetzt wiederum andere Zitate von Jesus auflisten, wo er sich eben
klar gegenüber Gott relativiert. Das ist müßig. Für mich ist Jesus eben nicht Gott (der Allmächtige)
und somit sind auch alle seine Aussagen kritikfähig.
@Fabianus: Gott hat uns ohne unsere Mitwirkung erschaffen, aber nicht ohne sie erlöst! Wird nicht die
Bitte um Erkenntnis Jesu Christi durch GOTT fälschlicherweise mit einer Bekehrung durch die Kirche gleichgesetzt?
Ihre Frage riecht förmlich nach dem protestantischen „sola“ (sola scriptura, sola fide, sola gratia),
das die Kirche als Vermittlungsinstanz weitgehend ablehnt. Als ob wir heute im Besitz der ganzen Heiligen
Schrift wären ohne die Vermittlung der hl. Kirche…! Als ob es Sicherheit hinsichtlich des Wahrheitsgehalts
der Glaubens- und Sittenlehren gäbe ohne das kirchliche Lehramt…! Als ob es wahre Glaubensvermittlung
gäbe an konkreten Menschen vorbei…! Die katholische Position kommt dagegen schön in den Worten des
hl. Augustinus zum Ausdruck, der sinngemäß gesagt hat: „Gott hat uns ohne uns erschaffen, er will uns
aber nicht ohne unsere Mitwirkung erlösen!“ o^/
Eklektiker @ matt2 Sie haben’s gerade wunderbar bestätigt: Eklektiker in Bezug auf die Hl. Schrift! Und
GENAU mit den gleichen bzw mit analogen Argumenten argumentiert die Homolobby gegen Aussagen der Schrift
in Bezug auf die Homosexualität.
@Rübezahl… „Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater
außer durch mich.“ genau…das ist für mich eine sehr gewagte und präpotente Aussage. „…damit alle
den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt
hat.“ ist insofern problematisch, als es von der alleinigen Gottessohnschaft Jesu ausgeht, welchen man
schlichtweg „den Sohn“ nennt. Wo bleibe ich dann mit meinem Anspruch auf Gottessohnschaft? „Ich und der
Vater sind eins.“ ist Interpretationssache… wenn sie tatsächlich eins wären im Sinne einer Gleichsetzung
A = B, dann wäre Jesus nichts anderes als ein Pseudonym für Gott und die ganze Vater-Sohn-Theologie
wäre eigentlich hinfällig. 1 Joh, 2,23a „Wer leugnet, dass Jesus der Sohn ist, hat auch den Vater nicht“
leugne ich nicht. Ich leugne nur, dass er „der (alleinige)“ Sohn ist. Dass er Gottes Sohn ist, habe ich
nie in Zweifel gezogen. „In keinem anderen ist das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel
den Menschen gegeben, durch den wir das Heil erlangen sollen.“ Das ist frühkirchliche Schwärmerei…
deartiges hat leider auch die Theologie in der Folge und bis heute bestimmt. Die Verabsolutierung Jesu
tritt hier anstelle der Bereitschaft zum philosophischen Denken.
#25 HarroMeyer † 12:49:57 | Dienstag, 18. März 2008
Eigentlich sehr logisch die Heilsnotwendigkeit der kath. Kirche Ich habe noch gelernt: dass die Juden
Jesus ans Kreuz geschlagen haben und ihr Geschichtsschreiber (Josephus Flavius) das mit schlechtem Gewissen
verschweigt, obwohl er jeden röm. Centurio am Ölberg mit Namen nennt. Da ist schon was faul an der Geschichte:
Beten wäre ratsam. Bevor der Klimawandel wirksam wird. Hat im Mittelalter schon mal geholfen.
Jesus ist nicht die Wahrheit und nicht untrennbar mit dem Vater verbunden! matt2: „Aber für mich ist
Wahrheit und vorallem Gott nicht untrennbar mit Jesus verbunden. Jesus gibt Zeugnis von der Wahrheit.
Dass er sie aber selbst wäre halte ich für eine präpotente Anmaßung… Aber letztlich vertraue ich
schon auf die Wahrheit und Gott in mir. Das ist für mich nämlich bedeutsamer als das Wort Jesu.“ matt2-
also doch ein Eklektiker in Bezug auf die Hl. Schrift! Wenn Sie so (siehe oben) argumentieren, matt2,
dürfen Sie niemals wieder Stellen aus der Schrift gegen die Homosexualität u. ä. anführen – jeder
kann sich ja schließlich raussuchen aus der Schrift, was ihm gerade so ins eigene Konzept passt, gell …
Die Hl. Schrift spricht in Bezug auf diese Thematik nämlich eine EINDEUTIGE Sprache: Joh 14,6 „Jesus
sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“
Joh 5,23 „damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater
nicht, der ihn gesandt hat.“ Joh 10,30 „Ich und der Vater sind eins.“ 1 Joh, 2,23a „Wer leugnet, dass
Jesus der Sohn ist, hat auch den Vater nicht“ Apg 4,12 „In keinem anderen ist das Heil; denn es ist kein
anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir das Heil erlangen sollen.“ – – – – Wenn
Sie nach eigenem Gutdünken festsetzen, was relevant ist in der Schrift und was nicht, wird die Schrift
selbst zum absoluten Relativum und somit als normative Instanz durch die Bank hinfällig.
#23 Ultramontanus 12:08:28 | Dienstag, 18. März 2008
Bitte für die Juden „Warum werden die Juden speziell erwaehnt?“ Das hat seinen Grund darin, dass nach
traditioneller kath. Auffassung die Juden durch ihr Verhalten („Sein Blut komme auf uns und unsere Kinder“
-sinngemäß) einen Fluch auf sich gezogen haben. Jesus sagt die Zerstreuung der Juden als Volk vorraus,
weil die meisten ihn ablehnen werden und somit sich erst gegen Ende der Geschichte Israel bekehren wird.
ich sehe mich auch nicht innerhalb der kath. Kirche… …und dennoch nicht als heillos und verloren.
Entscheidend ist für mich die Erkenntnis, die ich aus dem Evangeliums ziehe, nicht die Zugehörigkeit
zu einer Institution. Die Institution mag ja untrennbar mit Jesus verbunden sein. Aber für mich ist Wahrheit
und vorallem Gott nicht untrennbar mit Jesus verbunden. Jesus gibt Zeugnis von der Wahrheit. Dass er sie
aber selbst wäre halte ich für eine präpotente Anmaßung. Seiner Institution halte ich zugute, dass
sie sich bis heute darum bemüht. Aber letztlich vertraue ich schon auf die Wahrheit und Gott in mir.
Das ist für mich nämlich bedeutsamer als das Wort Jesu.
#19 engelhardt † 11:29:02 | Dienstag, 18. März 2008
Konsequenz Warum ist die kath, Kirche eingeltich nicht konsequent und bittet auch um die Bekehrung der
Moslems, Buddhisten, Hidus etc.? Warum werden die Juden speziell erwaehnt?
Die einzig vernünftige Lösung ist die Rückkehr zu der alten Fürbitte in der Form VOR 1962. Und zwar
für beide Formen des römischen Ritus. Alles andere ist albern. Natürlich haben wir die Pflicht, für
die Bekehrung der Juden zu beten.
Die einzige vernünftige Lösung: Die Rückkehr zu der alten Fürbitte. Und zwar für beide Formen des
römischen Ritus. Alles andere ist albern. Natürlich haben wir die Pflicht, für die Bekehrung der Juden
zu beten.
Entscheiden Juden und Kirchenpolitiker, was der Inhalt des katholischen Glaubens ist? Nein, natürlich
nicht. Wo kämen wir denn dahin!! Denn: Nur kreuz.net bestimmmt, was der Innhalt des katholischen Glaubens
ist!!!! Amen.
@ Fabianus Was ist an dem Begriff „Bekehrung“ eigentlich so verwerflich? Hat nicht jeder Mensch Bekehrung
(Umkehr, metanoia) nötig? Es ist hier ja nicht von Zwangstaufen und Gewalt die Rede.
Wird nicht die Bitte um Erkenntnis Jesu Christi durch GOTT fälschlicherweise mit einer Bekehrung durch
die Kirche gleichgesetzt? Oder verstehe ich da etwas falsch? Danke den Antwortenden! Fabianus
@Krak de Chevalier: Die Karfreitagsfürbitte soll nicht ein zweites Mal verändert werden! Es geht doch
darum, dass der Vatikan nur die Interpretation der bisherigen Änderung nachschiebt und die ist in dem
von mir unten skizzierten mehrfachen Sinn ein Offenbarungseid, es ist 1. ein Bekenntnis zu den häretischen
Lehren des Konzils, hier vor allem Nostra aetate, aber gleichzeitig auch 2. das Geständnis, dass die
konziliaren Scheinpäpste „die Tradition“, vor allem in persona Erzbischof Lefebvre, betrogen haben, wenn
Sie dieser/diesem empfahlen, „das Konzil im Licht der Tradition zu verstehen“. Das ganze sieht gewaltig
nach einem „Kuhhandel“ aus nach dem Motto „Wir gestehen den traditionell orientierten Katholiken mehr
alte Roncalli-Messen zu, im Gegenzug werden wir diese mit dem häretischen Gift des Konzils infiltrieren…!
Die außerordentlichen Heilswege führen alle über den ordentlichen Heilsweg!!! Man beachte Mt.27, 50-53:
„Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel
von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und
die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen
sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.“ Abgesehen vom Ende des Alten Bundes
beim Zerreißen des Vorhanges zum bisherigen Allheiligsten (äußeres Zeichen) ist hier ganz klar gesagt,
daß all jene, die zwar nicht getauft waren (weil es bis dahin keine Taufe/Sakramente gab), aber wegen
ihres Lebens nach Gottes Willen in den Himmel gelangen sollten, ALLE NUR durch Jesus Christus und seine
Erlösungstat gerettet wurden. Kein Jude (ebenso wie auch kein anderer Mensch) hat eine Chance in den
Himmel zu gelangen, außer durch den ordentlichen Heilsweg namens Jesus Christus. Die Kirche aber stellt
in geheimnisvoller Weise den Leib Christi in der Zeit dar. Nur durch die Kirche ist er bei uns alle Tage
bis ans Ende der Welt. Daher führen alle außerordentlichen Heilswege über den ordentlichen Heilsweg!!!
Wer behauptet, es gäbe einen anderen Weg in den Himmel, der impliziert, Jesus Christus hätte uns angelogen,
als er sagte:„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch mich.“
Joh 14,6 Es wäre schon zeimlich antisemitisch, den Juden das Gebet zu Gunsten ihrer Bekehrung zu verweigern!
alles was sich bewegt, geht schneller zu Bruch. Nehmen z.B. das Schutzblech am Fahrrad: solange es fest
montiert war hielt es. Doch dann löste sich wohl irgendetwas am Fahrrad und das Schutzblech wurde locker.
Und siehe da: in kurzer Zeit war es kaputt. Nun, wie steht es um die hlg. rkk? Solange es Tradition gab
mit fest Regeln und die Dinge unumstößlich waren , ware alles in Ordnung. Nun ist „Leben“ in die Institution
gekommen – und siehe da: sie geht kaputt. Wo bleibt der Reparaturservice???
Absoluter Schwachsinn dass „außerhalb der Kirche“ und ohne die Taufe kein Heil sei. Jeder Theologe, auch
der Papst, weiss, dass es außerordentliche Heilswege gibt.
ziemlich unwahrscheinlich Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass der Vatikan innerhalb weniger
Wochen schon wieder einen liturgischen Text ändert, nur weil irgendwelche Rabbiner nicht damit einverstanden
sind. Damit würde man die katholische Liturgie endgültig einer zeitgeistigen Beliebigkeit unterwerfen,
gegen die sich der Hl. Vater ja stets ausgesprochen hat. Es halte die erste Änderung der Karfreitagsfürbitte
schon für bedenklich, da das ganze nach Einknicken und Nachgeben schmeckt. Schade, schade!
@ HBR Allerdings hilft es nichts, sich über diese Änderung zu beklagen. Schließlich wollen wir diese
Änderung demütig und gehorsam entgegenehmen und umsetzen. Genau! Und die gleiche demütige und gehorsame
Entgegennahme und Umsetzung wollen wir übrigens auch bei dieser Änderung www.kreuz.net/article.4231.html
walten lassen!
Pro fide ecclesia „Ich lief verwirrt und war verblendet, ich suchte Dich und fand Dich nicht, ich hatte
mich von Dir gewendet und leibte das geschaffne Lich…!“ (Evangelisches Gesangbuch, Nr. 400) Johannes
Scheffler (1657). Ist es das, warum Sie enttäuscht sind? Es gibt aber keinen Grund. :)3
Spätestens jetzt ist die Katze aus dem Sack! Es wird jetzt also offiziell bestätigt, was ich schon lange
vermutet habe und was frühere Äußerungen Bertones und Kaspers in diese Richtung ja schon längst vermuten
ließen: Die neue Variante der Karfreitagsfürbitte stellt – ganz offiziell – eine Anpassung derselben
an den häretisch-apostatischen Geist des Konzils dar! Gleichzeitig ist das Ganze aber auch als ein Offenbarungseid
der Konzilssekte, insbesondere ihrer obersten Vertreter Ratzinger und Kasper, anzusehen: Nostra Aetate
ist wie das ganze Konzil nicht wie Wojtyla es seinerzeit dem Erzbischof Marcel Lefebvre empfohlen hatte,
„im Licht der Tradition“, sondern – ganz offiziell! – im Licht des Modernismus, Ökumenismus und „Quietismus“
interpretieren!
Rom verwickelt sich in Widersprüche! Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das neue Gebet
nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe Das dürften aber nicht wenige als Mißachtung von etlichen Stellen
des NT verstehen, die zur Judenmission aufrufen, und als Mißachtung der Tradition ebenfalls, die bis
vor wenigen Jahren das Bekehren der Juden nie ganz aus dem Auge verlor.
Welchen Sinn soll die Änderung der Karfreitagsfürbitte haben? Ich persönlich kann keinen Sinn in der
Änderung der Karfreitagsfürbitte erkennen. Das ist ein einseitiges Einknicken des Vatikan. Allerdings
hilft es nichts, sich über diese Änderung zu beklagen. Schließlich wollen wir diese Änderung demütig
und gehorsam entgegenehmen und umsetzen.