Wird sich Rom unterwerfen?
Der Vatikan plant angeblich, die Aussage der neuen Karfreitagsfürbitte weiter herunterzuspielen. Entscheiden Juden und Kirchenpolitiker, was der Inhalt des katholischen Glaubens ist?
(kreuz.net, Vatikan) Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone wird einem israelischen
Oberrabbiner eine versöhnliche Stellungnahme zur neuen Karfreitagsfürbitte schreiben.
Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Quellen, denen ein Entwurf der angeblichen Stellungnahme bekannt ist.
Papst Benedikt XVI. habe den Text des Briefes bestätigt. Er werde „bald“ veröffentlicht, aber vielleicht nicht mehr vor dem Karfreitag.
Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das neue Gebet nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe.
Der Staatssekretär werde sich auf die Konzilserklärung über den interreligiösen Dialog, ‘Nostra Aetate’ berufen.
‘Reuters’ vermutet, daß der Brief ein quietistisches Heilskonzept unterstreicht, wonach die Erlösung Israels „in Gottes Hand“ sei. Das entscheidende Problem, daß niemand ohne Taufe gerettet werden kann, erwähnt der Artikel nicht.
Ungenannte Vertreter des Judentums kommentierten die Stellungnahme bereits vor ihrem Erscheinen. Sie hoffen, daß der Brief Kardinal Bertones eine angebliche Kontroverse beilegt.
Heilsnotwendigkeit der Kirche
Die katholische Dogmatik lehrt, daß die Zugehörigkeit zur Kirche für alle Menschen heilsnotwendig ist.
Darin waren sich alle Päpste, Konzilien und Kirchenväter der Vergangenheit selbstverständlich einig. Der Eichstätter Dogmatikprofessors Ludwig Ott spricht in seinem Handbuch von einer „einmütigen Überzeugung der Väter, daß außerhalb der Kirche das Heil nicht zu erlangen ist“.
Dem übereinstimmenden Zeugnis der Väter schreibt die Kirche Unfehlbarkeit zu.
Diese Lehre verkündete auch das 4. Laterankonzil im Jahr 1215: „Außerhalb der einzigen Kirche wird keiner gerettet.“
Das Unionskonzil von Florenz, die Päpste Innozenz III. († 1216), Bonifaz VIII. († 1303), Klemens VI. († 1352), Benedikt XIV. († 1758), Pius IX. († 1878), Leo XIII. († 1903) und nicht zuletzt Pius XII. († 1958) bestätigten den katholischen Lehrsatz.
Pius IX. erklärte gegenüber dem religiösen Indifferentismus: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, Römischen Kirche niemand das Heil erlangen kann. Sie ist die einzige Arche des Heils. Wer nicht in sie eintritt, wird in der Flut umkommen.“
Unter besonderen Umständen kann die aktive Zugehörigkeit zur Heilsanstalt Kirche durch das Verlangen danach ersetzt werden.
Das ist der Fall, wenn ein Mensch unter unverschuldeter und unüberwindlicher Unkenntnis der katholischen Religion leidet. Er muß die sittliche Bereitschaft besitzen, dem Willen Gottes zu folgen.
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Quellen, denen ein Entwurf der angeblichen Stellungnahme bekannt ist.
Papst Benedikt XVI. habe den Text des Briefes bestätigt. Er werde „bald“ veröffentlicht, aber vielleicht nicht mehr vor dem Karfreitag.
Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das neue Gebet nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe.
Der Staatssekretär werde sich auf die Konzilserklärung über den interreligiösen Dialog, ‘Nostra Aetate’ berufen.
‘Reuters’ vermutet, daß der Brief ein quietistisches Heilskonzept unterstreicht, wonach die Erlösung Israels „in Gottes Hand“ sei. Das entscheidende Problem, daß niemand ohne Taufe gerettet werden kann, erwähnt der Artikel nicht.
Ungenannte Vertreter des Judentums kommentierten die Stellungnahme bereits vor ihrem Erscheinen. Sie hoffen, daß der Brief Kardinal Bertones eine angebliche Kontroverse beilegt.
Heilsnotwendigkeit der Kirche
Die katholische Dogmatik lehrt, daß die Zugehörigkeit zur Kirche für alle Menschen heilsnotwendig ist.
Darin waren sich alle Päpste, Konzilien und Kirchenväter der Vergangenheit selbstverständlich einig. Der Eichstätter Dogmatikprofessors Ludwig Ott spricht in seinem Handbuch von einer „einmütigen Überzeugung der Väter, daß außerhalb der Kirche das Heil nicht zu erlangen ist“.
Dem übereinstimmenden Zeugnis der Väter schreibt die Kirche Unfehlbarkeit zu.
Diese Lehre verkündete auch das 4. Laterankonzil im Jahr 1215: „Außerhalb der einzigen Kirche wird keiner gerettet.“
Das Unionskonzil von Florenz, die Päpste Innozenz III. († 1216), Bonifaz VIII. († 1303), Klemens VI. († 1352), Benedikt XIV. († 1758), Pius IX. († 1878), Leo XIII. († 1903) und nicht zuletzt Pius XII. († 1958) bestätigten den katholischen Lehrsatz.
Pius IX. erklärte gegenüber dem religiösen Indifferentismus: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, Römischen Kirche niemand das Heil erlangen kann. Sie ist die einzige Arche des Heils. Wer nicht in sie eintritt, wird in der Flut umkommen.“
Unter besonderen Umständen kann die aktive Zugehörigkeit zur Heilsanstalt Kirche durch das Verlangen danach ersetzt werden.
Das ist der Fall, wenn ein Mensch unter unverschuldeter und unüberwindlicher Unkenntnis der katholischen Religion leidet. Er muß die sittliche Bereitschaft besitzen, dem Willen Gottes zu folgen.
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
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Dienstag, 18. März 2008 17:26
matt2 †: ad „Gott im Werden“
Ja aus meiner Sicht ist der Sohn Gottes in einem Werdegang dessen absolute Bestimmung freilich Gott selbst ist. Das geht nur indem der Sohn von Anbeginn schon potentieller Gott ist also Same/Potenz, was letztlich für mich nichts anders ist als der Logos Gottes. Aber das ist eben zunächst nur ein nacktes Wesen. Das Bewußtsein seiner Bestimmung und damit das Bewußtsein seines wahren Selbst erlangt er erst mit der Zeit. Er steht selbst in einer Differenz zum Absoluten, aber es ist eben keine Wesensdifferenz, sondern eine Differenz im Grad der Realisierung, eine Differenz des Bewußtseins.
Dienstag, 18. März 2008 15:38
Seminarist: @(geistig schach-)matt
Und so sehe ich auch Jesus und so ist er letztlich auch offenbart: als Gott im Werden.
„Gott im Werden“ – ein qua definitionem nichtexistenter Ausdruck.
„Gott im Werden“ – ein qua definitionem nichtexistenter Ausdruck.
Dienstag, 18. März 2008 15:30
Rübezahl: matt2 – Schriftauslegung
Sie schreiben in Bezug auf mich:
„… das haben Sie durch Ihre Zitatauflistung ebenso gemacht… aber das sagte ich ja bereits zuvor. Es ist also nicht wirklich sinnvoll mir das vorzuwerfen.“
Das würde ich nicht so sagen – jedoch etwas anderes, und dies ist es, was uns beide wohl insbesondere unterscheidet:
Ich unterwerfe mich in meiner persönlichen Schriftauslegung …
(welche im übrigen auf Grund von diversen – hier relevanten – Sprachkenntnissen meinerseits sicherlich wissenschaftlich fundierter ausfallen dürfte, als in Ihrem Fall, der Sie wohl nur auf Übersetzungen zurückgreifen …)
… dem ordentlichen Lehramt der Kirche, welche – in meinem Glauben – das alleinige Recht und die göttliche Vollmacht besitzt, die Texte der Schrift authentisch auszulegen.
Und ich bin äußerst dankbar für diese Richtschnur!
„… das haben Sie durch Ihre Zitatauflistung ebenso gemacht… aber das sagte ich ja bereits zuvor. Es ist also nicht wirklich sinnvoll mir das vorzuwerfen.“
Das würde ich nicht so sagen – jedoch etwas anderes, und dies ist es, was uns beide wohl insbesondere unterscheidet:
Ich unterwerfe mich in meiner persönlichen Schriftauslegung …
(welche im übrigen auf Grund von diversen – hier relevanten – Sprachkenntnissen meinerseits sicherlich wissenschaftlich fundierter ausfallen dürfte, als in Ihrem Fall, der Sie wohl nur auf Übersetzungen zurückgreifen …)
… dem ordentlichen Lehramt der Kirche, welche – in meinem Glauben – das alleinige Recht und die göttliche Vollmacht besitzt, die Texte der Schrift authentisch auszulegen.
Und ich bin äußerst dankbar für diese Richtschnur!
Dienstag, 18. März 2008 14:50
matt2 †: @Flo: ich bin kein Depp…
ich weiß genau, wie mich die anderen sehen… Jesus wusste auch, wie ihn die anderen sehen und was hat
man ihm nicht alles für Bosheiten nachgesagt derer er sich erwehren musste… aber deshalb werde ich
mich selbst nicht aufgeben, weil ich halte meinen Anspruch für legitim.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass mein Unterfangen (was ich letztlich bin) auch in nicht geringem Maße die Welt vereinnahmt, auch wenn vieles davon sich bis dato unbewußt vollzieht. Es gibt viele, die aus mir Inspiration schöpfen und diese auf mich zurückwerfen. Ich bin das Wesen in vielen Dingen unserer Zeit, auch meinetwegen in unmoralischen, aber ich bin da. Ich bin der Ursprung und der Empfänger vieler Botschaften und Signale, auch wenn ich ein äußerlich belangloses Dasein führe.
Jesus hat sein Größenwahn auch Erfolg gebracht. So bin ich halt auch größenwahnsinnig und mache aus mir selbst was ich sein will und infiltriere das ganze System mit meiner Präpotenz.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass mein Unterfangen (was ich letztlich bin) auch in nicht geringem Maße die Welt vereinnahmt, auch wenn vieles davon sich bis dato unbewußt vollzieht. Es gibt viele, die aus mir Inspiration schöpfen und diese auf mich zurückwerfen. Ich bin das Wesen in vielen Dingen unserer Zeit, auch meinetwegen in unmoralischen, aber ich bin da. Ich bin der Ursprung und der Empfänger vieler Botschaften und Signale, auch wenn ich ein äußerlich belangloses Dasein führe.
Jesus hat sein Größenwahn auch Erfolg gebracht. So bin ich halt auch größenwahnsinnig und mache aus mir selbst was ich sein will und infiltriere das ganze System mit meiner Präpotenz.
Dienstag, 18. März 2008 14:39
Kurt K.: @Geyer: Sprechen Sie von…?
doch befürchte ich dass alle Normaldenkenden das objektive an ihnen wahrnehmen, einen größenwahnsinnigen
Nichtstuer mit zu viel Zeit.
Sprechen Sie hier von Priestern?
Sprechen Sie hier von Priestern?
Dienstag, 18. März 2008 14:36
Florian Geyer: matt2
„Ich sehe mich selbst als Logos, als Urprinzip der Schöpfung im Werdegang seiner Vollendung. Und so sehe
ich auch Jesus und so ist er letztlich auch offenbart: als Gott im Werden.“
Matt, du selber kannst dich als alles sehen was du willst das ist dir unbenommen. Ob Kaiser von China, ob dem König von Europa, dem lieben Gott himself, die Wiedergeburt von Elvis Presley oder als der große Auserwählte.
Wenn es dir hilft den Alltag besser zu bewältigen hat dies immerhin eine halblegitime psychische Stütz und Hilfsfunktion, doch befürchte ich dass alle Normaldenkenden das objektive an ihnen wahrnehmen, einen größenwahnsinnigen Nichtstuer mit zu viel Zeit.
Matt, du selber kannst dich als alles sehen was du willst das ist dir unbenommen. Ob Kaiser von China, ob dem König von Europa, dem lieben Gott himself, die Wiedergeburt von Elvis Presley oder als der große Auserwählte.
Wenn es dir hilft den Alltag besser zu bewältigen hat dies immerhin eine halblegitime psychische Stütz und Hilfsfunktion, doch befürchte ich dass alle Normaldenkenden das objektive an ihnen wahrnehmen, einen größenwahnsinnigen Nichtstuer mit zu viel Zeit.
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