Ein liebloser Professor
Die Situation ist doch nicht so schlimm: Der angebliche Niedergang im Klerus erscheint jedem als Chimäre, der auf die gläubige Priesterausbildung in der Erzdiözese Köln und auf einen erfrischend katholischen jungen Klerus schaut.
(kreuz.net) Am 15. März rezensierte Hw. Klaus-Peter Vosen (45) in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’
ein Büchlein des emeritierten Mainzer Kirchenrechtlers, Hw. Georg May.
Das Werk ist unter dem Titel „Drei Priestererzieher aus Schlesien“ im Verlag Franz Schmitt in Siegburg erschienen.
Hw. Vosen ist Pfarrer an der Kölner Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse. Er ist Geistlicher Assistent der ‘Jugend 2000’ in der Erzdiözese Köln und hat eine Reihe kirchenhistorischer und katechetischer Arbeiten vorgelegt.
Er bezeichnet das Buch von Hw. May als interessant, lehrreich, gründlich recherchiert und gut lesbar.
Dann folgt die Kritik: „Was dem Leser schwerer auf der Seele liegt, ist Georg Mays Sicht der postkonziliaren Entwicklung in der Kirche“.
Hw. Vosen bestreitet nicht, daß der Autor manche betrübliche Tendenz vielleicht eher als andere erkannt habe.
Doch „nicht nachvollziehbar“ ist für ihn Hw. Mays Auffassung, daß die Zeit seit 1962 oder 1965 als „fortschreitender Verfall des Glaubens und des religiösen Lebens in der Kirche“ anzusehen sei.
Das könne von dem nicht bestätigt werden, der „dankbar den Weltjugendtag von 2005 miterlebt hat“ – erklärt Hw. Vosen.
Der von Hw. May dargelegte „Niedergang der Priesterschaft“ erscheine jedem als „Chimäre, der beispielsweise auf die gläubige Priesterausbildung in der Erzdiözese Köln und auf einen erfrischend katholischen jungen Klerus schaut.“
Auch im Bezug auf schon länger im kirchlichen Dienst wirkende Geistliche sei der pauschale Vorwurf als „lieblos“ zu werten.
Auch die „einseitige Höherbewertung“ der Alten Messe gegenüber dem Novus Ordo offenbare eine „sehr subjektive Sicht Mays“.
Viele „durch und durch katholische Priester“, die den Neuen Ritus zum Teil seit Jahrzehnten zelebrierten, würden dies mit aufrichtiger Freude tun und nicht das Gefühl haben, daß dem Novus Ordo etwas fehle.
Das Werk ist unter dem Titel „Drei Priestererzieher aus Schlesien“ im Verlag Franz Schmitt in Siegburg erschienen.
Hw. Vosen ist Pfarrer an der Kölner Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse. Er ist Geistlicher Assistent der ‘Jugend 2000’ in der Erzdiözese Köln und hat eine Reihe kirchenhistorischer und katechetischer Arbeiten vorgelegt.
Er bezeichnet das Buch von Hw. May als interessant, lehrreich, gründlich recherchiert und gut lesbar.
Dann folgt die Kritik: „Was dem Leser schwerer auf der Seele liegt, ist Georg Mays Sicht der postkonziliaren Entwicklung in der Kirche“.
Hw. Vosen bestreitet nicht, daß der Autor manche betrübliche Tendenz vielleicht eher als andere erkannt habe.
Doch „nicht nachvollziehbar“ ist für ihn Hw. Mays Auffassung, daß die Zeit seit 1962 oder 1965 als „fortschreitender Verfall des Glaubens und des religiösen Lebens in der Kirche“ anzusehen sei.
Das könne von dem nicht bestätigt werden, der „dankbar den Weltjugendtag von 2005 miterlebt hat“ – erklärt Hw. Vosen.
Der von Hw. May dargelegte „Niedergang der Priesterschaft“ erscheine jedem als „Chimäre, der beispielsweise auf die gläubige Priesterausbildung in der Erzdiözese Köln und auf einen erfrischend katholischen jungen Klerus schaut.“
Auch im Bezug auf schon länger im kirchlichen Dienst wirkende Geistliche sei der pauschale Vorwurf als „lieblos“ zu werten.
Auch die „einseitige Höherbewertung“ der Alten Messe gegenüber dem Novus Ordo offenbare eine „sehr subjektive Sicht Mays“.
Viele „durch und durch katholische Priester“, die den Neuen Ritus zum Teil seit Jahrzehnten zelebrierten, würden dies mit aufrichtiger Freude tun und nicht das Gefühl haben, daß dem Novus Ordo etwas fehle.
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Mittwoch, 2. April 2008 20:17
Marcelus: @J. Guttenberger: Ist Ihr regulärer Ortspfarrer etwa nicht katholisch oder zelebriert er nicht
vorschriftsgemäß die Römische Liturgie?
Was verstehen Sie unter „sich gegen seinen regulären Pfarrer zu stellen? Im Übrigen: wer verbietet das?
Was verstehen Sie unter „sich gegen seinen regulären Pfarrer zu stellen? Im Übrigen: wer verbietet das?
Sonntag, 23. März 2008 23:55
Jörg Guttenberger, Köln: Kupfergasse in Köln
Die Formulerung, Herr Pfarrer Vosen habe keine Berührungsängste zur Tradition, ist schlichtweg mißverständlich.
Pfarrer Vosen hat sicher noch nicht das Format seines wesentlich älteren Vorgängers, Mons. Plenker. Hierfür spricht auch die nach der Pensionierung von Mons Plenker zurückgegangene Zahl der Gottesdienstbesucher, die sich aber inzwischen auf niedrigerem Niveau stabilisiert hat.
Pfarrer Vosen ist eindeutig konservativ, d. h. er lebt in der Tradtion und ist Neuem gegenüber im Sinne von „prüfet alles, das Gute behaltet“ (steht in einem Pauls-Brief) aufgeschlossen. Als Reaktionärer, der alles Neue ablehnt, käme er bei der Jugend schlichtweg nicht an. Soweit erkennbar, steht er rückhaltslos hinter Kardinal Meisner. Das dürfte eine progressive Grundeinstellung, also eine Ablehnung der Tradition, ausschließen.
Pfarrer Vosen hat sicher noch nicht das Format seines wesentlich älteren Vorgängers, Mons. Plenker. Hierfür spricht auch die nach der Pensionierung von Mons Plenker zurückgegangene Zahl der Gottesdienstbesucher, die sich aber inzwischen auf niedrigerem Niveau stabilisiert hat.
Pfarrer Vosen ist eindeutig konservativ, d. h. er lebt in der Tradtion und ist Neuem gegenüber im Sinne von „prüfet alles, das Gute behaltet“ (steht in einem Pauls-Brief) aufgeschlossen. Als Reaktionärer, der alles Neue ablehnt, käme er bei der Jugend schlichtweg nicht an. Soweit erkennbar, steht er rückhaltslos hinter Kardinal Meisner. Das dürfte eine progressive Grundeinstellung, also eine Ablehnung der Tradition, ausschließen.
Sonntag, 23. März 2008 23:05
Graf von Galen: Wider VII, Kupfergasse, Köln
Pfarrer Vosen hat die sehr gut besuchte Kupfergasse
im gewissen Sinn von dem durchaus VII- kritischem,
von wahrem Seeleneifer erfüllten Pfarrer Plenker geerbt.
O.g. in gewisser Weise nun für VII ins Feld zu führen,
halte ich daher für nicht statthaft.
im gewissen Sinn von dem durchaus VII- kritischem,
von wahrem Seeleneifer erfüllten Pfarrer Plenker geerbt.
O.g. in gewisser Weise nun für VII ins Feld zu führen,
halte ich daher für nicht statthaft.
Sonntag, 23. März 2008 15:14
Jörg Guttenberger, Köln: Marcellus: regulärer Pfarrer
Was verstehen Sie unter „sich gegen seinen regulären Pfarrer zu stellen? Im Übrigen: wer verbietet das?
Im Kölner Umland fahren viele Katholiken in die Stadt zur Liturgie, die entweder mit ihrem eigenen Pfarrer nicht einverstanden sind oder in der Innenstadt beser auf ihre geistlichen Kosten kommen. Schließlich werden die Pfarrer in der Innenstadt vom Kardinal Meisner persönlich ausgesucht. Was haben Sie daran auszusetzen?
In München git es sogar Beratung, an welche Kirche man sich je nach Ansprüchen am besten wendet, wie ich vor ein paar Jahren selber erlebt habe.
Im Übrigen vertritt das Netzwerk Kölner Priester eine (der 68er eng verwandte) Ideologie, und Ideologie ist mit Katholizität letztlich unvereinbar.
Wie vor einige Jahren zu hören war, hat der damalige Netzwerkvorsitzende, Pfarrer Fessler, mit seiner „Mobilen Gemeinde“ eine gemäßigtere Gruppe gegründet. Unser Pfarrer, der zuweilen anders Denkende mit jener halbverächtlichen Überheblichkeit behandelt, mit der man sonst nur auf Ameisen hinabblickt, sei jedoch bei der extremen Gruppe geblieben. Für Anhänger der Katholizität ist das nun einmal nichts.
Im Kölner Umland fahren viele Katholiken in die Stadt zur Liturgie, die entweder mit ihrem eigenen Pfarrer nicht einverstanden sind oder in der Innenstadt beser auf ihre geistlichen Kosten kommen. Schließlich werden die Pfarrer in der Innenstadt vom Kardinal Meisner persönlich ausgesucht. Was haben Sie daran auszusetzen?
In München git es sogar Beratung, an welche Kirche man sich je nach Ansprüchen am besten wendet, wie ich vor ein paar Jahren selber erlebt habe.
Im Übrigen vertritt das Netzwerk Kölner Priester eine (der 68er eng verwandte) Ideologie, und Ideologie ist mit Katholizität letztlich unvereinbar.
Wie vor einige Jahren zu hören war, hat der damalige Netzwerkvorsitzende, Pfarrer Fessler, mit seiner „Mobilen Gemeinde“ eine gemäßigtere Gruppe gegründet. Unser Pfarrer, der zuweilen anders Denkende mit jener halbverächtlichen Überheblichkeit behandelt, mit der man sonst nur auf Ameisen hinabblickt, sei jedoch bei der extremen Gruppe geblieben. Für Anhänger der Katholizität ist das nun einmal nichts.
Freitag, 21. März 2008 14:50
Marcelus: @J. Guttenberger, Köln: Wenden Sie sich etwa gegen Ihren regulären Pfarrer?
Stellen Sie sich damit nicht gegen die für Sie zuständige Lokalhierarchie?
Jörg Guttenberger, Köln
Ansonsten gibt es das Netzwerk Kölner Priester, das eine der 68er eng verwandte Ideologie pflegt. Da unser Pfarrer diesem Netzwerk angehört, fahre ich zur hl. Messe immer nach Köln, seit einigen Jahren, meist nach St. Columba.
Jörg Guttenberger, Köln
Ansonsten gibt es das Netzwerk Kölner Priester, das eine der 68er eng verwandte Ideologie pflegt. Da unser Pfarrer diesem Netzwerk angehört, fahre ich zur hl. Messe immer nach Köln, seit einigen Jahren, meist nach St. Columba.
Freitag, 21. März 2008 03:37
maliems: fazit
vosens sicht ist die, für die er angestellt ist:
er ist das feigenblatt des erzbistums, dass ja alles nicht so schlimm ist.
doch. es ist schlimm. und prof. may hat da auch keine angst vor einem kölner kardinal, der sich ein katholisches idyll im schatten des wdr gönnt.
er ist das feigenblatt des erzbistums, dass ja alles nicht so schlimm ist.
doch. es ist schlimm. und prof. may hat da auch keine angst vor einem kölner kardinal, der sich ein katholisches idyll im schatten des wdr gönnt.
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