Noch eine neue Karfreitagsfürbitte
Ein ganzes Schweizer Bistum wird morgen während der Karfreitagsliturgie offiziell in Selbstanklage schwelgen. Es leckt damit erneut den Bauch der bittersten Feinde der Kirche.
(kreuz.net, Genf) Die liberale Nordwestschweizer Diözese Lausanne-Genf-Freiburg hat für die morgige
Karfreitagsliturgie eine Vergebungsbitte für angebliche klerikale Kinderschänder erfunden.
Das berichtete die Schweizer Boulevardzeitung ‘Blick’ am Gründonnerstag. Bistumssprecher Nicolas Betticher bestätigte den Bericht.
Die Änderung der Liturgie hat der Bischof, Mons. Bernard Genoud (66), angeordnet.
Der selbergestrickte Text lautet: „Im Namen der Kirche bitten wir um Verzeihung für die von einigen pädophilen Priestern und jeder anderen Person begangenen schwerwiegenden und nicht rückgängig zu machenden Verfehlungen gegenüber unschuldigen Opfern.“
Falsche Reaktion
Seit Anfang dieses Jahres steht das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg unter dem Dauerbeschuß der traditionell kirchenfeindlichen Schweizer Medien-Geschäftsleute.
Dabei wurden skrupellos zum Teil falsche und haltlose oder auch längst verjährte und aufgebauschte angebliche sexuelle Mißbrauchsfälle durch Kleriker an die Öffentlichkeit gezerrt.
Statt seine Herde zu verteidigen, stürzte sich der Bischof auf Befehl der Medien sogleich in Sack und Asche.
Einer der gehetzten Kleriker, dessen angebliche Schandtat vor seiner Priesterweihe in den 80er Jahren geschehen sein soll, beging während eines medialen Lynchprozesses Selbstmord.
Damals bezeichnete Bischof Genoud das Verhalten der Medienkonzerne verharmlosend als „nicht tolerierbar“.
Doch nun will er sogar die Liturgie mißbrauchen, um vor den Journalisten in die Knie zu fallen.
Für eine angemessene Reaktion hätte er ins Nachbarbistum Basel schauen müssen.
In einem Artikel von Mitte Februar enttarnte der dortige Generalvikar, Pater Roland Trauffer, hinter den aufgebauschten Pädophilie-Vorwürfen ein „wahres Programm“.
Das Ziel sei nicht das Wohl der Kinder, sondern die Schlachtung der Kirche: „Unsere Kirche ist der alte, große Fisch, dem die traditionellen, nach Umkehr und Demut duftenden Eingeweide herausgerissen werden sollen.“
Es gehe nicht um die Kinderschänderei und die real existierende sexuelle Gewalt und ihre Verhinderung, sondern „um die real existierende katholische Kirche und wie man sie verhindert.“
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
Das berichtete die Schweizer Boulevardzeitung ‘Blick’ am Gründonnerstag. Bistumssprecher Nicolas Betticher bestätigte den Bericht.
Die Änderung der Liturgie hat der Bischof, Mons. Bernard Genoud (66), angeordnet.
Der selbergestrickte Text lautet: „Im Namen der Kirche bitten wir um Verzeihung für die von einigen pädophilen Priestern und jeder anderen Person begangenen schwerwiegenden und nicht rückgängig zu machenden Verfehlungen gegenüber unschuldigen Opfern.“
Falsche Reaktion
Seit Anfang dieses Jahres steht das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg unter dem Dauerbeschuß der traditionell kirchenfeindlichen Schweizer Medien-Geschäftsleute.
Dabei wurden skrupellos zum Teil falsche und haltlose oder auch längst verjährte und aufgebauschte angebliche sexuelle Mißbrauchsfälle durch Kleriker an die Öffentlichkeit gezerrt.
Statt seine Herde zu verteidigen, stürzte sich der Bischof auf Befehl der Medien sogleich in Sack und Asche.
Einer der gehetzten Kleriker, dessen angebliche Schandtat vor seiner Priesterweihe in den 80er Jahren geschehen sein soll, beging während eines medialen Lynchprozesses Selbstmord.
Damals bezeichnete Bischof Genoud das Verhalten der Medienkonzerne verharmlosend als „nicht tolerierbar“.
Doch nun will er sogar die Liturgie mißbrauchen, um vor den Journalisten in die Knie zu fallen.
Für eine angemessene Reaktion hätte er ins Nachbarbistum Basel schauen müssen.
In einem Artikel von Mitte Februar enttarnte der dortige Generalvikar, Pater Roland Trauffer, hinter den aufgebauschten Pädophilie-Vorwürfen ein „wahres Programm“.
Das Ziel sei nicht das Wohl der Kinder, sondern die Schlachtung der Kirche: „Unsere Kirche ist der alte, große Fisch, dem die traditionellen, nach Umkehr und Demut duftenden Eingeweide herausgerissen werden sollen.“
Es gehe nicht um die Kinderschänderei und die real existierende sexuelle Gewalt und ihre Verhinderung, sondern „um die real existierende katholische Kirche und wie man sie verhindert.“
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
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Mittwoch, 2. April 2008 22:59
Lolli †: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 21. März 2008 11:11
Aleph: Seltsames Geschmäckle
Freunde, nicht solche Töne! Durch die Karfreitagsbitten hat sich die Welt bislang noch nicht verändern
lassen.
Aber wenn sich die Juden über über den neuen Wortlaut echauffieren, werden sie eine Begründung dafür haben.
Eine dringende Notwendigkeit, die Bitte für die Juden textlich zu verändern gab es für die Kirche keine.
Damit findet eher eine Art Lust- und Launeprinzip seinen Ausdruck.
Vielleicht hat Benedikt XVI. eine Notwendigkeit darin erblickt, den Reformstau im Vatikan auf die außerst ungewöhnliche Weise abzuarbeiten.
Die Tauglichkeit des Vorhabens ist allerdings zu hinterfragen.
Ein seltsames Geschmäckle hat die ganze Karfreitagsbitten-Aktion in jedem Fall.
Aber wenn sich die Juden über über den neuen Wortlaut echauffieren, werden sie eine Begründung dafür haben.
Eine dringende Notwendigkeit, die Bitte für die Juden textlich zu verändern gab es für die Kirche keine.
Damit findet eher eine Art Lust- und Launeprinzip seinen Ausdruck.
Vielleicht hat Benedikt XVI. eine Notwendigkeit darin erblickt, den Reformstau im Vatikan auf die außerst ungewöhnliche Weise abzuarbeiten.
Die Tauglichkeit des Vorhabens ist allerdings zu hinterfragen.
Ein seltsames Geschmäckle hat die ganze Karfreitagsbitten-Aktion in jedem Fall.
Donnerstag, 20. März 2008 23:31
Steini1974: …
Die Kirche hate keine Feinde!
und wenn doch, dann hat der Herr ihr gelehrt, auch diese zu lieben!
und wenn doch, dann hat der Herr ihr gelehrt, auch diese zu lieben!
Donnerstag, 20. März 2008 23:29
SignumSalutis: verjährt?
… „längst verjährte und aufgebauschte angebliche sexuelle Mißbrauchsfälle“ – wann ist ein (nur)
angeblicher Mißbrauch verjährt? Ketz.net betreibt mal wieder die Negation der Negation:
1. gibt es
ohnehin nirgendwo Mißbrauch.
2. ist der verjährt.
und
3. dazu noch aufgebauscht.
Jeder Fall des Mißbrauchs ist einer zuviel, und durchgeknallten Journalisten kann Kirchens am besten begegnen, in dem sie glaubhaft und effektiv sich gegen jede Form von Mißbrauch o. ä. starkmacht. Das Schlimmste ist: Mißbrauch untergräbt das Vertrauen in der Pastoral. Die Menschen müssen spüren, dass es „vor Ort“ anders ist, als in Klischees einer gewissen Presse, dann laufen die ins Leere.
Was aber am Karfreitag in den Fürbitten erscheint, trägt die Kirche Christi in einem Ihrer verinnerlichtesten Augenblicke vor Ihren Herrn, den leidenden und erhöhten. Wenn dazu das Leid gehört, dass Täter des Mißbrauchs 1. ihren Opfern und in 2. Linie ihrer Kirche zufügen, – weshalb nicht?
Allen reichen Segen dessen, der durch Leid und Kreuz für uns den Weg zur Auferstehung gegangen ist
(davon lese ich bei ketz.net z. Zeit leider nicht viel …
)
und
Jeder Fall des Mißbrauchs ist einer zuviel, und durchgeknallten Journalisten kann Kirchens am besten begegnen, in dem sie glaubhaft und effektiv sich gegen jede Form von Mißbrauch o. ä. starkmacht. Das Schlimmste ist: Mißbrauch untergräbt das Vertrauen in der Pastoral. Die Menschen müssen spüren, dass es „vor Ort“ anders ist, als in Klischees einer gewissen Presse, dann laufen die ins Leere.
Was aber am Karfreitag in den Fürbitten erscheint, trägt die Kirche Christi in einem Ihrer verinnerlichtesten Augenblicke vor Ihren Herrn, den leidenden und erhöhten. Wenn dazu das Leid gehört, dass Täter des Mißbrauchs 1. ihren Opfern und in 2. Linie ihrer Kirche zufügen, – weshalb nicht?
Allen reichen Segen dessen, der durch Leid und Kreuz für uns den Weg zur Auferstehung gegangen ist
(davon lese ich bei ketz.net z. Zeit leider nicht viel …
Donnerstag, 20. März 2008 23:00
turk: Obiger Artikel für die Mülltonne
Obiger Artikel ist für die Mülltonne geschrieben. Er bedient „Logiken“ und spielt Dinge gegeneinander aus, die nicht auszuspielen sind. Hier hat jemand Angst vor einem Phantom, und dieser „jemand“ ist niemand anderer als der Schreiber und Einsender obigen Artikels. Lächerlich.
Donnerstag, 20. März 2008 22:04
Bernd Stromberg: Noten
Werden die Noten zu dieser Karfreitagsfürbitte mitgeliefert? Wie wird sie in die Liturgie integriert, beginnen doch die Karfreitagsfürbitten mit „Lasst uns auch beten“? Würde mich mal ehrlich interessieren.
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