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Sonntag, 23. März 2008 14:02
60.000 Hostien pro Arbeitstag
Der Niedergang des Glaubens macht auch vor den Hostienbäckereien nicht halt. Interessanterweise halten sich die Schwestern auch zwei Schweine.
Die Emmaus-Jünger erkannten den Auferstandenen beim Brotbrechen. Malerei des italienischen Barockmalers Caravaggio († 1610)
Die Emmaus-Jünger erkannten den Auferstandenen beim Brotbrechen. Malerei des italienischen Barockmalers Caravaggio († 1610)
(kreuz.net) Die Benediktinerinnen vom Heiligen Sakrament in Köln produzieren 60.000 Hostien pro Arbeitstag.

Das berichtete die ‘Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung’ am 21. März.

Die Bäckerei Gottes ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1895 mit Giebelfenstern und Türmchen.

Jeden Montag und Dienstag wird gebacken. Vor Ostern herrscht Hochbetrieb. Die Nonnen arbeiten von morgens bis nachmittags durch und backen dabei 60.000 Hostien.

Die Hostienbäckerei der Schwestern gibt es seit über hundert Jahren.

Am Anfang wurden die Hostien in schweren Hand-Eisen, die wie Waffeleisen funktionierten, produziert. Die Eisen wurden mit Kohle angeheizt.

Die 26 Nonnen des Klosters führen auch noch eine Stickerei und eine Werkstatt für Textil-Aufarbeitung. Doch die Hostienbäckerei ist die Haupteinnahmequelle.

Der Teig für die Hostien besteht aus nichts anderem als aus Wasser und reinem Weizenmehl. Davon benötigen die Nonnen anderthalb Zentner pro Backtag.

Daraus werden Din-A-4-große Teigplatten gebacken. Wenn sie abgekühlt sind werden fünfzig von ihnen gestapelt und mit einer Maschine aus jeder Platte gleichzeitig 48 Hostien stanzt. 2.400 Hostien purzeln so in einen blauen Plastikkorb.

Der Rest der Teigplatten verkommt nicht – antwortet eine Schwester der Zeitung: „Wir halten im Kloster zwei Schweine, die fressen alles.“

Die gestanzten Hostien werden vom Keller hinauf ins Hostien-Zimmer gebracht. Dort sortiert eine Schwester die nicht perfekt gestanzten Hostien aus und verpackt den Rest in Plastikbeuteln zu je tausend Stück.

Alles ist professionell organisiert. An den Backtagen fährt abends ein Postauto vor, sammelt die verpackten Hostien ein und transportiert sie zu den Kunden – insgesamt vierhundert Pfarreien zwischen Würzburg und Celle.

Tausend Hostien kosten dreizehn Euro. 20.000 gibt es für 260 Euro. Die Tagesproduktion von 60.000 Hostien bringt also 780 Euro.

Der Zusammenbruch des Glaubens macht sich auch bei den Schwestern bemerkbar: Der Verkauf läuft nicht mehr so gut wie früher.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 42 Lesermeinungen:
Mittwoch, 23. April 2008 12:56
petra: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 1. April 2008 12:04
Kurt K.: Marcelus: Jaja, ich weiss.
Selbst bei der rhetorischen Frage“Ist der Papst katholisch?“, die für alle anderen ein Synonym für „ja“ ist, antworten Sie mit „Nein“.
Montag, 31. März 2008 21:38
Marcelus: @Kurt K.: Christ kann „Aleph“ ja sein,
Katholik ist er nicht, wegen mehrfacher antikatholischer Irrlehren.
Montag, 31. März 2008 21:38
bei Ihnen bin ich mir noch nicht gaz im klaren: Sind sie Sedisvakantist oder FSSPXler?
Montag, 31. März 2008 21:36
Kurt K.: Aleph… bist du Christ?
Sag mal… ich würds gerne wissen.
Montag, 31. März 2008 21:34
Marcelus: „Aleph“ ist auch gar kein Katholik
Was mischt er sich also ein, in Fragen der Beicht- und Kommunionpraxis!
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