11:12:55 | Montag, 24. März 2008
Der Kommandant der Schweizergarde hat die anhaltenden Konflikte seiner Truppe mit der von italienischen Prälaten geförderten vatikanischen Gendarmerie bestätigt.
(kreuz.net, Vatikan) „Die Schweizergarde muß auf der Hut sein, um von der vatikanischen Gendarmerie nicht
in den Hintergrund gedrängt zu werden.“
Das erklärte der scheidende Kommandant der Schweizergarde,
Oberst Elmar Mäder, vor der kirchenfeindlichen Züricher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’.
Mäder bestätigte,
daß es ein Konkurrenzverhältnis mit der italienischen Gendarmerie gibt. Diese wolle im Umfeld des Papstes
präsenter sein: „So hat sie neuerdings ein eigenes Musikkorps aufgestellt, das ebenfalls auftreten will.“
Doch die Konkurrenz mit der Gendarmerie sei nicht der Grund für seinen Rücktritt – so Mäder: „Vielmehr
habe ich gesehen, daß meine Gestaltungsmöglichkeiten in der Garde nicht mehr so groß sind wie zu Beginn
meiner Tätigkeit.“
Die Schweizergarde

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Mäder ist seit zehn Jahren im Vatikan. Für ihn sei die Zeit gekommen mit 45 eine neue berufliche Herausforderung
zu suchen.
Er möchte eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft oder bei einer Non-Profit-Organisation.
Seine neue Aufgabe sollte auch einen ideellen Wert haben und nicht nur der Gewinnmaximierung dienen.
Die von der Boulevardzeitung ‘Blick’ verbreitete Nachricht, daß er auf Druck des Staatssekretariats gehe,
bezeichnete Mäder als „Falschmeldung“.
Der Oberst erklärt, daß es im Herbst Änderungen im vatikanischen
Personalwesen gegeben hat. Darum habe sich die Erneuerung für eine weitere fünfjährige Amtsperiode
verzögert:
„Ich nutzte die Zeit, um mir Gedenken über meine berufliche Zukunft zu machen, und habe
vor ein paar Wochen dem Staatssekretariat meinen Rücktritt auf diesen Sommer mitgeteilt.“
Seinem Vizekommandanten
Jean-Daniel Pitteloud räumt Mäder „gute Chancen“ auf die Nachfolge ein.
Im Interview erklärte Mäder
auch, daß der Glaube zur Corporate Identity der Schweizer Garde gehöre. Es gäbe immer wieder Gardisten,
die Priester werden oder ins Kloster gehen:
„Ein Gardist, der nicht praktizierender Katholik ist, ist
ein innerer Widerspruch.“
Zur Frage, ob Gardisten mit Hellebarden nicht ein veraltetes Sicherheitsdenken
repräsentierten, erklärt Mäder, daß seine Soldaten mit modernen Schußwaffen ausgerüstet sind.
Hellebarden
würde von der Schweizergarde nur im Rahmen von Ehrendiensten benützt:
„Das stärkste Argument für
das Weiterbestehen der Garde ist jedoch nicht ihre 500jährige Geschichte, sondern die täglich erbrachte
Leistung zum Schutz des Papstes.“
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#5
HeinrichvonOfterdingen 23:03:54 | Montag, 24. März 2008
#4
von Spee 23:01:44 | Montag, 24. März 2008
#3
Politicus helveticum 20:29:24 | Montag, 24. März 2008
#2
Benedikt 16:39:57 | Montag, 24. März 2008
#1
Nachtlaterne 11:48:43 | Montag, 24. März 2008