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Samstag, 29. März 2008 08:39
kreuzmeldungen
Hochkarätiges Musikprogramm + Israelische Schikanen gegen Franziskaner + Kein Verlust + Unierte Interkommunion für Homo-Ideologen + Wie ein Tier
Hochkarätiges Musikprogramm

USA. Bei der USA-Reise von Papst Benedikt XVI. wird auch der spanisch-mexikanische Opernsänger Placido Domingo (67) in Aktion treten. Domingo wird am 17. April während des Pontifikalamtes des Papstes in Washington die Komposition „Panis Angelicus“ von César Franck († 1890) aufführen. Vor der Messe singt die Mezzo-Sopranistin Denyce Graves (44) ein Stück mit dem Titel „Wir sind eins im Geist“. Während der Messe treten vier Chöre mit insgesamt 570 Mitgliedern in zehn verschiedenen Sprachen auf.

Israelische Schikanen gegen Franziskaner

Heiliges Land. Israelischen Behörden haben einem Franziskanerpater – trotz gültigen Visums – die Einreise verweigert. Der Ordensmann stammt nach Angaben von ‘AsiaNews’ aus einem mehrheitlich muselmanischen Land aus Asien, das keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhält. Diese Umstände waren den Behörden bei der Erteilung des Visums bekannt. Der Franziskaner wollte mit römischen Theologiestudenten ins Heilige Land pilgern. Am Flughafen von Tel Aviv wurde er acht Stunden lang verhört und dann zu einem Rückflug nach Rom gezwungen.

Kein Verlust

Deutschland. Der Wiener Soziologe Gerhard Amendt (68) jüdischen Glaubens hat am Donnerstag seine Teilnahme am deutschen Katholikentag in Osnabrück abgesagt. Der Grund: Durch die neue Karfreitagsfürbitte gelangten angebliche „antijüdische Ressentiments bis hin zur Tötung der ‘Christusmörder’ wieder zu Amt und Würde“ – behauptete Amendt in einem Brief an den Katholikentag. Bislang haben bereits der kirchenfeindliche Rabbiner Walter Homolka, ein gewisser Daniel Alter und der jüdische Sozialwissenschaftler Mica Brumlik ihre Teilnahme am Katholikentag abgesagt. Ein adäquater Ersatz ist gefunden.

Bischof spendet Anglikaner die Kommunion
Bischof spendet Anglikaner die Kommunion
Unierte Interkommunion für Homo-Ideologen

Ukraine. Im Juni 2006 fand an der griechisch-katholischen Universität von Lemberg in der Westukraine eine ökumenische Konferenz statt. Sie stand unter dem Titel „Radikale Orthodoxie: eine christliche Antwort auf die Postmoderne“. Ein Referent war der britisch-anglikanische Theologe John Milbank. Milbank ist ein Verteidiger der Homo-Ideologie. Bei der Konferenz empfing er aus den Händen des ukrainisch-katholischen Weihbischofs Hlib Lonchyna (54) die Heilige Kommunion. Das berichtete am vergangenen 10. März der Weblog ‘Ruskyj Sion’.

Wie ein Tier

Frankreich. Die französische Euthanasie-Ideologin Chantal Sébire (52) starb an einer Überdosis Pentobarbital. Das gab der Staatsanwalt von Dijon bekannt. Das Gift wird nach Angaben von Schweizer Medien von der umstrittenen Schweizer Euthanasie-Firma ‘Dignitas’ zum assistierten Selbstmord benützt. Es wird in Frankreich nur bei Tieren angewendet und ist dort in Apotheken nicht erhältlich. Der Staatsanwalt will jetzt herausfinden, woher Frau Sébire das Gift erhalten hat, und erklärte zugleich, keinen Schuldigen finden zu wollen. Er verliere die „menschliche Dimension“ nicht aus den Augen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 23 Lesermeinungen:
Donnerstag, 3. April 2008 12:12
Dr. Christoph Heger: @Frasim: „minim“ und „nosrim“
Gern geschehen!

Wenn Sie weitere Info brauchen, lassen Sie es mich wissen. Zu Hause habe ich noch einiges.

MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 3. April 2008 10:37
Frasim: @Dr. Heger
Herzlichen Dank für die Info, hat mir sehr geholfen!
MfG
Frasim
Donnerstag, 3. April 2008 10:15
Dr. Christoph Heger: @Frasim: „minim“ und „nosrim“
Es geht um den Ketzerfluch im jüdischen Achtzehnbitten-Gebet („Schemone esre“).

Zum Achtzehnbitten-Gebet im allgemeinen verweise ich (unter zahlreichen das Thema ebenfalls behandelnden Büchern) zunächst auf William Nagel, Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Sammlung Göschen Bd. 1202/1202a, Berlin (Walter de Gruyter) 1970, Seite 219.

Zur Verfluchung der „Minim“ s. Ulrich Busse, Das Johannes-Evangelium. Bildlichkeit, Diskurs und Ritual, Leuven (Peeters Publishers) 2002, Seite 50:

„Doch der Zulauf zu der schnell wachsenden messianischen Bewegung führte am Ende der 80er Jahre zu heftigen Debatten in der Synagoge… die wiederum die Synagogenoberen zum Eingreifen zwangen. Diese fügten die Birkat ha-minim-Bitte (= Verfluchung aller Abweichler) in das Achtzehnbitten-Gebet des Synagogengottesdienst [sic!] ein, um auf diese Weise die Messiasanhänger identifizieren und auschließen zu können.“

In diesem „Achtzehnbitten-Gebet“, das zur alltäglichen Synagogenliturgie gehört(e), heißt es:

„Den Abtrünnigen laß keine Hoffnung; und möge das anmaßende Reich schnell, in unseren Tagen ausgerottet werden. Und mögen die Nosrim und die Minim mögen im Augenblick zu Grunde gehen, und mögen sie gelöscht werden im Buche des Lebens, und mögen sie nicht eingeschrieben sein mit den Gerechten.“

„Nosrim“ sind die Christen, die Deutung der „minim“ ist noch umstritten.

MfG
Christoph Heger
Montag, 31. März 2008 11:20
Frasim: @Dr. Heger
Ja, sehr schön. Bitte machen Sie sich keinen Stress, es eilt ja nicht…
Montag, 31. März 2008 11:11
Dr. Christoph Heger: @Frasim: „minim“ und „nosrim“
Ja, gern. Im Augenblick habe ich allerdings keine Literatur zur Hand. Also bitte etwas Geduld!

MfG
Christoph Heger
Montag, 31. März 2008 10:50
Frasim: @Dr. Heger
„Minim“ und „Nosrim“

Können Sie bitte mehr darüber sagen? Oder Literatur dazu angeben? Herzlichen Dank schon im Voraus!
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