Bischöflicher Blick in den Abgrund
Was habe ich Dir getan, daß Dir das Meßopfer so wenig wert ist? Mein Volk, was habe ich Dir getan, daß Du dieses Sakrament so unwürdig behandelst? Von Mons. Vitus Huonder, Bischof von Chur.
(kreuz.net) „Mein Volk, was habe ich Dir getan, womit nur habe ich Dich betrübt? Antworte mir.“
Brüder und Schwestern im Herrn, am Palmsonntag nahmen wir die eben zitierten Worte aus der Karfreitagsliturgie zum Leitgedanken für die ganze Karwoche.
Sie sollen uns durch diese Tage begleiten und uns hineinwachsen lassen ins Leiden und Sterben unseres Herrn und seine Liebe zu uns erfahren lassen.
Heute feiern wir miteinander jenen Abend, da er uns das höchste der Sakramente geschenkt hat: das Allerheiligste Sakrament seines Leibes und Blutes, das Sakrament seiner göttlichen Gegenwart unter den Zeichen von Brot und Wein, das Sakrament des Kreuzesopfers.
So lassen wir uns mit Blick auf dieses höchste Sakrament vom Herrn befragen: „Mein Volk, was habe ich Dir getan, womit habe ich Dich betrübt? Antworte mir.
Was habe ich Dir getan, daß Du dieses Sakrament so unwürdig behandelst?
Was habe ich Dir getan, daß Du über dieses Sakrament Lehren verbreitest, die nicht meiner Stiftung entsprechen; daß Du sagst, dies sei gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein, und es sei nicht denkbar, daß die Verwandlung des Brotes in meinen heiligen Leib und des Weines in mein kostbares Blut möglich sei?
Ich selber habe doch gesagt: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.“ Warum glaubst Du meinen Worten nicht?
Mein Volk, was habe ich Dir getan, daß Du die Kinder nicht mehr in Ehrfurcht und Liebe vor diesem heiligsten Sakrament erziehst; daß Du ihnen nicht mehr die Wahrheit dieses Sakramentes vermittelst; daß Du ihnen auch nicht mehr sagst, daß sie dieses Sakrament mit reinem, von Sünden freiem Herz empfangen sollen?
Mein Volk, was habe ich Dir getan? Antworte mir.
Was habe ich Dir getan, daß Du dieses Sakrament nicht mehr als das Sakrament meines Opfers am Kreuz anerkennen willst; daß Du sagst, die Heilige Messe sei nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers; daß Du das Wort Opfer vermeiden willst, obwohl ich gesagt habe: ‘Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird?’
Was habe ich Dir getan, daß Du aus dieser heiligen Feier ein Mahl der Belustigung und Deiner Selbstbestätigung gemacht hast? Mein Volk, antworte mir.
Mein Volk, was habe ich Dir getan, daß Dir das Meßopfer so wenig wert ist; daß Du alles andere tust, nur nicht am eucharistischen Opfer teilnimmst und Dich Sonntag für Sonntag davon fernhältst?
Was habe ich Dir getan, daß Du meine Gegenwart im Tabernakel übersiehst und geringachtest?
Was hätte ich für Dich noch mehr tun können, als Dir dieses Sakrament zu schenken und mein Kreuzesopfer auf diese Weise durch alle Zeiten und für alle Menschen wirksam bleiben zu lassen?
Was hätte ich mehr tun können als meinen Aposteln aufzutragen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis?“
Mein Volk, was habe ich Dir getan, womit habe ich Dich betrübt? Antworte mir.“ – Amen.
Predigt in der Abendmahlsmesse am Hohen Donnerstag, dem 20. März 2008, in der Kathedrale in Chur.
Brüder und Schwestern im Herrn, am Palmsonntag nahmen wir die eben zitierten Worte aus der Karfreitagsliturgie zum Leitgedanken für die ganze Karwoche.
Sie sollen uns durch diese Tage begleiten und uns hineinwachsen lassen ins Leiden und Sterben unseres Herrn und seine Liebe zu uns erfahren lassen.
Heute feiern wir miteinander jenen Abend, da er uns das höchste der Sakramente geschenkt hat: das Allerheiligste Sakrament seines Leibes und Blutes, das Sakrament seiner göttlichen Gegenwart unter den Zeichen von Brot und Wein, das Sakrament des Kreuzesopfers.
So lassen wir uns mit Blick auf dieses höchste Sakrament vom Herrn befragen: „Mein Volk, was habe ich Dir getan, womit habe ich Dich betrübt? Antworte mir.
Was habe ich Dir getan, daß Du dieses Sakrament so unwürdig behandelst?
Was habe ich Dir getan, daß Du über dieses Sakrament Lehren verbreitest, die nicht meiner Stiftung entsprechen; daß Du sagst, dies sei gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein, und es sei nicht denkbar, daß die Verwandlung des Brotes in meinen heiligen Leib und des Weines in mein kostbares Blut möglich sei?
Ich selber habe doch gesagt: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.“ Warum glaubst Du meinen Worten nicht?
Mein Volk, was habe ich Dir getan, daß Du die Kinder nicht mehr in Ehrfurcht und Liebe vor diesem heiligsten Sakrament erziehst; daß Du ihnen nicht mehr die Wahrheit dieses Sakramentes vermittelst; daß Du ihnen auch nicht mehr sagst, daß sie dieses Sakrament mit reinem, von Sünden freiem Herz empfangen sollen?
Mein Volk, was habe ich Dir getan? Antworte mir.
Was habe ich Dir getan, daß Du dieses Sakrament nicht mehr als das Sakrament meines Opfers am Kreuz anerkennen willst; daß Du sagst, die Heilige Messe sei nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers; daß Du das Wort Opfer vermeiden willst, obwohl ich gesagt habe: ‘Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird?’
Was habe ich Dir getan, daß Du aus dieser heiligen Feier ein Mahl der Belustigung und Deiner Selbstbestätigung gemacht hast? Mein Volk, antworte mir.
Mein Volk, was habe ich Dir getan, daß Dir das Meßopfer so wenig wert ist; daß Du alles andere tust, nur nicht am eucharistischen Opfer teilnimmst und Dich Sonntag für Sonntag davon fernhältst?
Was habe ich Dir getan, daß Du meine Gegenwart im Tabernakel übersiehst und geringachtest?
Was hätte ich für Dich noch mehr tun können, als Dir dieses Sakrament zu schenken und mein Kreuzesopfer auf diese Weise durch alle Zeiten und für alle Menschen wirksam bleiben zu lassen?
Was hätte ich mehr tun können als meinen Aposteln aufzutragen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis?“
Mein Volk, was habe ich Dir getan, womit habe ich Dich betrübt? Antworte mir.“ – Amen.
Predigt in der Abendmahlsmesse am Hohen Donnerstag, dem 20. März 2008, in der Kathedrale in Chur.
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Mittwoch, 2. April 2008 19:56
Marcelus: mariokin hat’s erfaßt:
Den Notstand, dass der Wille des Papstes betreffs Motu proprio von der Mehrzahl der Bischöfe boikottiert
wird. Meine nächste Gelegenheit zu einer alten Messe ohne FSSPX wäre, von Dresden aus am Sonntag in
das 200km entfernte Berlin zu fahren und anschl. 200km wieder zurück.
Und auch das Motuproprio davor von Papst Johannes Paul II. 1988 wurde bereits von der Mehrzahl des Weltepiskopates ignoriert,
weil es nur eine „Bitte an die Bischöfe“ war.
Und auch das Motuproprio davor von Papst Johannes Paul II. 1988 wurde bereits von der Mehrzahl des Weltepiskopates ignoriert,
weil es nur eine „Bitte an die Bischöfe“ war.
Mittwoch, 26. März 2008 11:37
Strepto von Kokke: @Aleph und die Aussenstehenden
Das haben Außenstehende als Vorwand genommen, Christentum des Kannibalismus zu bezichtigen.
Von dieser nachteiligen Übersetzung sollte man sich endgültig verabschieden.
Ja, den Aussenstehenden zuliebe sollte von allen nachteiligen Übersetzungen und besonders liturgisch unverständlichen Handlungen endlich Abstand genommen werden, um den Aussenstehenden keinen anstössigen Vorwand mehr zu liefern.
Oh Aleph, you are the greatest
Von dieser nachteiligen Übersetzung sollte man sich endgültig verabschieden.
Ja, den Aussenstehenden zuliebe sollte von allen nachteiligen Übersetzungen und besonders liturgisch unverständlichen Handlungen endlich Abstand genommen werden, um den Aussenstehenden keinen anstössigen Vorwand mehr zu liefern.
Oh Aleph, you are the greatest
Mittwoch, 26. März 2008 11:13
Aleph: Es geht um den „Leib“, nicht um „Fleisch“
Kannibalismus spielt mit, auch wenn es bei Johannes steht.
Es geht immer um den Leib des Herrn, der im konsekrierten Brot an Alle ausgeteilt wird.
Der Begriff „Leib“ hat eine völig andere Bedeutung als „Fleisch“, das in den neutestamentlichen Schriften immer mit „Sünde“ in Beziehung gebracht wird.
„Fleisch“ ist eine völlig irregeleitete Übersetzung, die seit Jahrhunderten die Hirne der Menschen vergiftet.
Das haben Außenstehende als Vorwand genommen, Christentum des Kannibalismus zu bezichtigen.
Von dieser nachteiligen Übersetzung sollte man sich endgültig verabschieden.
Es geht immer um den Leib des Herrn, der im konsekrierten Brot an Alle ausgeteilt wird.
Der Begriff „Leib“ hat eine völig andere Bedeutung als „Fleisch“, das in den neutestamentlichen Schriften immer mit „Sünde“ in Beziehung gebracht wird.
„Fleisch“ ist eine völlig irregeleitete Übersetzung, die seit Jahrhunderten die Hirne der Menschen vergiftet.
Das haben Außenstehende als Vorwand genommen, Christentum des Kannibalismus zu bezichtigen.
Von dieser nachteiligen Übersetzung sollte man sich endgültig verabschieden.
Mittwoch, 26. März 2008 06:55
Pro fide catholica: @Aleph: Betrachten Sie Joh 6,32-58!
„(Jesus sagte zu ihnen:) 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. 52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 55 Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. 57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“
Mittwoch, 26. März 2008 00:18
Aleph: Fleisch
Dann verschlingt doch das …Fleisch, Ihr Kannibalen!
Mittwoch, 26. März 2008 00:13
möchtegern-kathole: Heiliges Brot?
„heiliges Brot“ wird die Hostie in der alten Messe genannt. aber aus dem Kontext geht unschwer zu erkennen
hervor, welcher Natur dieses heilige Brot ist: „das hochheilige Fleisch und Blut Deines Sohnes“.
„Brot“ bezieht sich damit auf die Gnaden-Nahrung, nicht auf die ja umgewandelte und nicht mehr vorhandene Brot-Substanz. Welcher Natur sind diese Gnaden? „das heilige Brot des ewigen Lebens“. Klare Aussagen, durch die Kommunion wird also das ewige Leben vermittelt. Klare Theologie in den Texten!
Darin liegt die Stärke des alten Textes: er ist klar und eindeutig, verwendet aber trotzdem bildliche Elemente.
Das ist die Schwäche der NOM-Texte: die Glaubenswahrheiten werden nur noch verschwommen oder (vorallem im 2. Hochgebet der Opfergedanke) gar nicht mehr vermittelt – mithin also verleugnet.
Es ist und bleibt ein Skandal, dass sogar Bischöfe und Kardinäle solche schlechten Texte verwenden, und das auch noch bei der Messfeier selbst.
„Brot“ bezieht sich damit auf die Gnaden-Nahrung, nicht auf die ja umgewandelte und nicht mehr vorhandene Brot-Substanz. Welcher Natur sind diese Gnaden? „das heilige Brot des ewigen Lebens“. Klare Aussagen, durch die Kommunion wird also das ewige Leben vermittelt. Klare Theologie in den Texten!
Darin liegt die Stärke des alten Textes: er ist klar und eindeutig, verwendet aber trotzdem bildliche Elemente.
Das ist die Schwäche der NOM-Texte: die Glaubenswahrheiten werden nur noch verschwommen oder (vorallem im 2. Hochgebet der Opfergedanke) gar nicht mehr vermittelt – mithin also verleugnet.
Es ist und bleibt ein Skandal, dass sogar Bischöfe und Kardinäle solche schlechten Texte verwenden, und das auch noch bei der Messfeier selbst.
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