Erzbischof Ncuba
„Ich habe mich verfehlt“
Er wurde vom Geheimdienst seines Landes auf der Bettkante mit seiner Konkubine photographiert. Zunächst leugnete er.
Erzbischof Ncuba hat auf Video die Unzucht mit einer verheirateten Frau gestanden.
Erzbischof Ncuba hat auf Video die Unzucht mit einer verheirateten Frau gestanden.
(kreuz.net) Der in Ungnade gefallene ehemalige Erzbischof von Bulawayo in Zimbabwe, Mons. Pius Ncube (61), hat ein öffentliches Geständnis abgelegt.

Zimbabwe ist ein Land im Süden Afrikas. Die Erzdiözese Bulawayo befindet sich im Südwesten Zimbabwes und umfaßt 69.456 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von fast zwei Millionen, von denen 140.000 katholisch sind.

Im August 2007 veröffentlichten die Medien des Landes Aufnahmen eines romantischen Treffens des Erzbischofs mit einer verheirateten Frau.

Jetzt wurde ein Dokumentarfilm mit dem Erzbischof veröffentlicht, in dem er alles gesteht. Er wurden bereits im November 2007 aufgenommen, bevor Mons. Ncube ein Flugzeug nach Rom nahm.

Der Erzbischof sprach vor der englisch-südafrikanischen Produktionsfirma ‘Frontier Africa TV’, mit der er seit Jahren in Kontakt ist.

‘Frontier Africa TV’ war im vergangenen Sommer dabei, einen Dokumentarfilm über den Erzbischof zu drehen, als der Skandal bekannt wurde.

Das Video wurde jetzt – nur eine Woche vor den Wahlen in Zimbabwe – veröffentlicht. Mons. Ncube war ein scharfer Kritiker des Regimes von Robert Mugabe.

„Es stimmt. Ich habe mich verfehlt. Ich gebe zu, daß ich die Gebote Gottes in Sachen Ehebruch nicht gehalten habe“ – erklärt der Erzbischof zu Beginn des Films.

Auf Anraten seines Rechtsanwaltes hatte Mons. Ncube die Beschuldigungen gegen ihn geleugnet. Gleichzeitig zeigte das Zimbabwische Staatsfernsehen das Video mit dem Erzbischof und seiner Konkubine während mehrerer Tage immer wieder.

Am 11. September 2007 trat Mons. Ncube von seinem Amt zurück.

Im anschließenden November wurde der Erzbischof in den Vatikan gebeten. Dort soll er vor Papst Benedikt XVI. gestanden haben.

In der Zwischenzeit ist Mons. Ncube aus der politischen Szene seines Landes verschwunden. Er scheint sich gegenwärtig in Großbritannien aufzuhalten.
      
22 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#22   Paulaner †   13:47:46 | Montag, 22. Juni 2009
Geht doch in einen „richtigen“ Orden, dort habt ihr „richtige“ Regeln.
und keine Probleme mit dem Vatikan, die Sache mit dem Zölibat ist eindeutig als Gelübde geregelt und ihr seid aus dem Schussfeld.
Wo ist das Problem?
Ist es der Gehorsam?
Redaktion benachrichtigen
#21   Schalom   13:21:53 | Montag, 22. Juni 2009
Das Dämonenzölibat von 1139 hats möglich gemacht.
Wäre der Bischof wie die Bischöfe zu den Zeiten des Apostel Paulus verheiratet gewesen, wäre ihm die Affäre nicht passiert.
Dazu passend:
1. Timotheusbrief 4, 1-3
Redaktion benachrichtigen
#20   HeinrichvonOfterdingen   15:42:15 | Mittwoch, 26. März 2008
Liebe sdv,
schon wieder unfreiwillig komische Prosa von ihnen.
Redaktion benachrichtigen
#19   stimme der vernunft †   15:29:33 | Mittwoch, 26. März 2008
@Heini
Und wie heisst du im richtigen Leben? Falls du bei all deinem Herumfantasieren hier überhaupt noch weisst, wie dein richtiges Leben aussieht…
Redaktion benachrichtigen
#18   HeinrichvonOfterdingen   15:01:59 | Mittwoch, 26. März 2008
Liebe sdv,
Und ich sage, genau wie das Bundesverfassungsgericht, dass dein Gebot dieses Verbot nicht hergibt.
Denken sollte man können. Oder zumindst seine eigenen Vergleiche kapieren.
… dem ist nischt hinzuzufügen. Nur eine Frage: heißen Sie im wirklichen Leben vielleicht Willy Astor?
Redaktion benachrichtigen
#17   stimme der vernunft †   14:56:48 | Mittwoch, 26. März 2008
Ach Heini
Wer es nicht kapiert, bist du.
Du (und deinesgleichen) bist doch derjenige, der etwas verbieten will unter Berufung auf ein Gebot, das das gar nicht hergibt.
Genau wie die Bundesregierung.
Und ich sage, genau wie das Bundesverfassungsgericht, dass dein Gebot dieses Verbot nicht hergibt.
Denken sollte man können. Oder zumindst seine eigenen Vergleiche kapieren.
Redaktion benachrichtigen
#16   HeinrichvonOfterdingen   14:35:03 | Mittwoch, 26. März 2008
Liebe sdv,
schon wieder der gleiche Fehler. Sie lernen ‘s nie.
Redaktion benachrichtigen
#15   stimme der vernunft †   14:15:32 | Mittwoch, 26. März 2008
Brandenburgis
Lern erst makl die 10 Gebote, bevor du hier darüber Unsinn erzählst.
Das 6 Gebot lautet: Du sollst nicht ehebrechen.
Unverheiratete können jede Spielart von Sex treiben, die ihnen Spass macht, ohne gegen das 6. Gebot zu verstoßen.
Dass die Moralisten aller Länder natürlich gern die Bibel uminterpretieren und Sachen in die Gebote lesen, die nicht drinstehen, ist schon klar. Das ist aber eine Verfälschung. So wie die 10 Gebote von Gott dem Mose diktiert wurden, taugen sie heute zu gar nichts.
Redaktion benachrichtigen
#14   HeinrichvonOfterdingen   13:41:20 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber sdv,
Ihre Postings erinnern mich immer an die Bundesregierung. Die versucht auch ein ums andere Mal die informationelle Selbstbestimmung einzuschränken, weil die ja im Grundgesetz nicht erwähnt ist. Und das Verfassungsgericht wird ein ums andere Male nicht müde zu betonen, dass das mit dem Artikel 2 GG gemeint ist.
Redaktion benachrichtigen
#13   Brandenburgis   13:32:38 | Mittwoch, 26. März 2008
Sehr wohl wird die HS erwähnt:
Das 6. Gebot schließt jede Form homosexueller Betätigung aus.
Redaktion benachrichtigen
#12   stimme der vernunft †   13:30:05 | Mittwoch, 26. März 2008
ruhrgebietler
Hör doch mit den albernen 10 Geboten auf.
Dein Lieblingsthema, die Homosexualität, wird dort nicht mal erwähnt.
Redaktion benachrichtigen
#11   Nachtlaterne   08:37:24 | Mittwoch, 26. März 2008
vineta,
es geht natürlich keineswegs darum die sünden des geistlichen zu verharmlosen und auch nicht darum, dass der geistliche nicht konsequenzen bekommt und erkennen läßt.
eines aber weiss ich bestrimmt: wir sind alle sünder und es gibt wohl keinen menschen, der all seine sexuellen phantasien wie einen film vor anderen menschen ablaufen lassen würden. denn 1. ist diesexualität auf intimität angewiesen, sonst wäre es keine sexualität mehr und würde immer weiter ausufern. und zweitens hat jeder mensch schon mal wünsche und phantasien, die das herkömmliiche abc ein wenig sprengen.
gerade weil wir in einer zutiefst gestörten schöpfungsordnung leben in der selbst das gute zu einer furchtbaren waffe gegen das gute umgeschmiedet werden kann, sollten wir uns in treue üben und die hilfe gottes erflehen. ich mag die immer größer werdende szene nicht, weil sie schamlos ist und schamlosigkeit als „mutig“ proklamiert. dieser krieg gegen das geschützte menschenbild ist grausam auch wenn er sich stets beeilt von „freiwilligkeit“ zu sprechen. man machht sich die verfüührbarkeit des menschen zunutze und raubt ihm die chance auf echte liebe, wirkliche bindungsfähgigkeit und die frucht der liebe: kinder.
Redaktion benachrichtigen
#10   r.ruhrgebietler   06:29:40 | Mittwoch, 26. März 2008
Fehltritte
dieser Art sind von den V-II-Klerikern immer wieder zu beobachten. Homo-Unzucht, Pädophile. Grausam! hat denen niemals einer gesagt, daß sie als Kleriker immer in exponierter Stelle stehen? Das sie dementsprechend schon elementare Dinge im Sinne der 10 Gebote halten müssen, weil sonst das gesamte System kippt? Alle aus weltlicher Sicht sollte das so sein – um so mehr aus Klarikaler wenn gar aus röm. kath. Sicht. Doch die rkk schafft es immer wieder sich kranke Characteren einzuverleiben. Sie ist völlig unterwandert. Nicht nur von kommunistischen Kräften deren einziges Ziel die Auflösung der Mutter Kirche ist. Nein, Unzüchtige aller Art finden Unterschlupf. Nehmen wir dort einen martin luther – der hat es vorgemacht. Das Resultat ist heute noch spürbar.
Es ist an der Zeit, daß die rkk sich wieder auf ihre Wurzeln in Jesus Christus besinnt. Sich ganz an den 10 Geboten orientiert und kranke Elemente sofort und ohne Fortzahlung von Bezügen aus Dienst entlässt (sofern dies gesetzlich machbar ist).
Redaktion benachrichtigen
#9   Maria Escorial   23:53:16 | Dienstag, 25. März 2008
es war nicht nur ein Geistlicher
sondern sogar ein Erzbischof. Doch die Reue und Umkehr ist schlussendlich ausschlaggebend, wir dürfen nicht richten sondern wir müssen mehr beten für die Geistlichen.
Redaktion benachrichtigen
#8   Vineta   22:02:47 | Dienstag, 25. März 2008
@Nachlaterne: „Haben Sie da nicht ein paar „Kleinigkeiten“ vergessen??
Eilfertiges Vergeben ohne erkennbare Zerknirschtheit und Bereitschaft zu einer Buße, die der Schwere des Vergehens entspricht, ist ebenso unchristlich wie idiotisch!
Nun zur Schwere des Vergehens:
1) Hier liegt kein einmaliges Schwachwerden eines Christen bei irgendeiner verführerischen Frau vor.
2) Hier geht es um einen fortgesetzten Ehebruch mit einer verheirateten Frau, also um das Eindringen in eine Ehe und Zerstörung derselben mit allen Folgen, auch für die Kinder.
3)Hier hat nicht irgendein Christ eine Ehe zerbrochen, sondern ein Geistlicher.
4) Hier ist nicht die Rede von einem infolge von Jugend und Ungestümheit zum Ehebrecher gewordenen Geistlichen, sondern von einem 61jährigen, von dem man schon mehr Beherrschung und Gleichmut erwarten darf. ( Vermutlich haben wir es aber hier sogar mit einem zu tun, der die kirchl. Versorgung anstrebte, und sich schon immer um den Zölibat nichts scherte.)
4) Hier hat nicht irgendein Geistlicher sich in eine Ehe eingeschlichen, sondern der höchste Repräsentant des Katholizismus in Zimbabwe – so daß dadurch nicht nur seine 140000 Schäflein verwirrt zurückbleiben und manche die Herde verlassen, sondern auf Jahre hinaus die Missionierung des Landes erschwert wird und oft nur Spott auslöst.
5)Hier hat ein Kirchenfürst, der zugleich als politischer Hoffnungsträger eines unterdrückten und verelendeten Volkes galt, das Volk verraten mit seinem Hang zu einem ausschweifenden Leben, statt ein armseliges mit ihm zu teilen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Johann Dietersohn   21:56:57 | Dienstag, 25. März 2008
q Karl Murx
völlig einverstanden: die Sünde mit der Natur hat eine lange Tradition, ja ist schon fast Traditionalismus. In kaum einer Stadt gibt es soviele weibliche Prostituierte wie in der Ewigen Stadt. Die Päpste haben das fast immer geduldet! Also : lieber wieder ein paar Artikel über die Sodomisten: das ist viel dringender!!
Redaktion benachrichtigen
#6   Nachtlaterne   20:23:48 | Dienstag, 25. März 2008
In diesem Falle gilt ohne wenn und aber:
„wer ohne sünde ist, der werfe den ersten stein!“
wir sollen die sünde verurteilen aber niemals den sünder! denn jeder von uns trägt schuld mit sich herum, niemand von uns ist wirklich rein.
Redaktion benachrichtigen
#5   HBR   19:55:05 | Dienstag, 25. März 2008
Immerhin hat er gestanden
Somit ist es Pflicht der Christen, dieses Vergehen zu verzeihen. Immerhin ist es ja noch im Rahmen des natürlichen. Keine Homo-Unzucht oder ählich Krankes.
Redaktion benachrichtigen
#4   möchtegern-kathole   19:36:36 | Dienstag, 25. März 2008
@Pascal
Ehebruch kann die eigene Ehe betreffen oder eine fremde Ehe.
Dass Mugabe so schlecht ist, wie ihn die westliche Welt hinstellt, wage ich übrigens zu bezeifeln. Ich bin nun sicher kein Experte für dieses Land, aber doch scheint mir, dass ein Teil der bösen Nachrichten auf Propaganda beruht (er hat sich wohl westlichen finanz-Organisationen widersetzt), ein Teil auf den vom Westen verhängten Saktionen, die das Land in Elend führen, und natürlich sicher auch ein Teil auf der üblichen Grossmannssucht vieler Präsidenten – jedoch auch nicht mehr als der Wahnsinn anderer Präsidenten.
Redaktion benachrichtigen
#3   Pascal123   17:53:48 | Dienstag, 25. März 2008
Verständnisfrage
Es stimmt. Ich habe mich verfehlt. Ich gebe zu, daß ich die Gebote Gottes in Sachen Ehebruch nicht gehalten habe
Er hat aber doch nicht Ehegebrochen, oder zählt wenn der Partner verheiratet ist, das zur eigen Verfehlung?
Viel schlimmer finde ich das Mugabe weiterhin sein Land knechten und ausbeuten darf, Gegner foltern und ermorden lässt, und ein Kritiker kann dadurch mundtot gemacht werden, weil er einfach auch nur ein Mann war.
Besser wäre es gewesen man hätte die Sache vorerst auf sich beruhen lassen, und Ihn unterstützt gegen Mugabe vorzugehen, und so vielleicht morden und folter verhindert oder zumindest drauf aufmerksam gemacht.
Aber das ist der Kirche lieber der gute kriecht zu Kreuze weil er so war wie Gott Ihn gemacht hat und wozu Gott den Menschen erschaffen hat, anstelle politisch und moralisch Position zu beziehen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Karl Murx   17:52:31 | Dienstag, 25. März 2008
Ist das ein Grund, das hier so breitzutreten?
Sicherlich ist so etwas nicht schön, aber noch lange nicht gegen die Natur.
Die Sünden wider die Natur sind heutzutage der größte Skandal.
Redaktion benachrichtigen
#1   Vineta   17:26:15 | Dienstag, 25. März 2008
Endlich sich bequem zurücklehnen können!
Bei dem geringen Schaden, den er – war ja nur eine verheiratete Frau – dem Katholizismus in Zimbabwe zugefügt hat und dem bißchen Wasser, das er damit auf die Mühlen des guten alten Onkels Mugabe, der das Land weiterhin beglücken will, gelenkt hat – dürfte die Sache in Rom zu seiner vollsten Zufriedenheit geregelt worden sein:
Mit 61 Jahren nichts mehr tun brauchen und wie Erzbischof Melingo mindestens 1000 Euro Pension pro Monat kriegen aus der Kasse mit den Spendengeldern der Gläubigen.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
AfrikaDer Tanzkurs ist zu Ende Erzbischof Pius NcubeEmpörend und absolut beklagenswert AfrikaDie süße Rache des Präsidenten AfrikaWoher kommt der Terrorismus? NigeriaBischof exkommuniziert säumige Wähler AfrikaVerdreifacht AfrikaDie Geister, die man rief AfrikaPriesteraufstand in Kenia? AfrikaMakabre Probleme AfrikaKopfschuß in der Weihnachtsnacht AfrikaPfarrei im Streik AfrikaSchwerhörig? AfrikaKardinal bricht mitten in der Predigt zusammen Afrika„Situation ist nicht hoffnungslos“ AfrikaBischofsmörder beim Psychiater
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net