„Ohne das Konzil wären die Probleme, die wir haben, viel, viel stärker“
Außerdem braucht es hundert Jahre, um die angeblichen Ergebnisse des Zweiten Vatikanums umzusetzen. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz im Interview.
Zweites Vatikanisches Konzil
(kreuz.net) Am 22. März sprach der Journalist der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’, Gernot Facius, mit
dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Mons. Robert Zollitsch von Freiburg. Es ging dabei um
verschiedene Themen.
Auf den eklatanten Rückgang des Kirchenbesuches in Deutschland – von 22% im Jahr
1990 auf noch 14% heute – angesprochen, antwortete Erzbischof Zollitsch unter anderem:
„Es hängt vieles
davon ab, wie ansprechend wir die Gottesdienste gestalten, wie einladend sie sind.“
Vielleicht habe man
zuwenig versucht, die Begeisterungswelle nach der Papstwahl und dem Kölner Weltjugendtag weiterzuführen,
wendet der Journalist ein.
Der Erzbischof antwortet: „Wir haben nach dem Weltjugendtag in unserer Erzdiözese
Freiburg ein Jahr der Berufung ausgerufen. Ein Ergebnis war, daß wir im Jahr darauf doppelt so viele
Neuaufnahmen an Priesterkandidaten hatten wie im Jahr zuvor.“
Dann wird der Erzbischof von Facius darauf
hingewiesen, daß in Deutschland seit dem Jahr 1972 jährlich mehr Katholiken bestattet als getauft werden.
Auch dafür hat Mons. Zollitsch eine Erklärung auf Lager: „In Deutschland werden zu wenige Kinder geboren.
Das ist einer der Hauptgründe, daß die Zahl der Katholiken zurückgeht.“
Darum müsse die Kirche in
der Gesellschaft missionarisch präsent sein: „Da können wir uns an Amerika ein Beispiel nehmen.“
Dort
sei es selbstverständlicher, über Glauben und Religionszugehörigkeit zu reden: „Bei uns ist das fast
schon eine intime Frage.“
„Ohne das Konzil wären die Probleme, die wir haben, viel, viel stärker“
Doch dann rückt der Journalist dem Problem näher an den Pelz und fragt: „Sind die Erosionserscheinungen
im deutschen Katholizismus eine Folge des nicht hinreichend aufgearbeiteten Zweiten Vatikanischen Konzils?“
Der Erzbischof erklärt, selber zur „Konzilsgeneration“ zu gehören und im Jahre 1965, dem Abschlußjahr
des Konzils, zum Priester geweiht worden zu sein:
„Ich habe mit Freude und auch mit Begeisterung verfolgt,
was dieses Konzil für die Theologie, die Liturgie gebracht hat.“
Das Konzil habe viele Fragen aufgegriffen,
die da gewesen seien. Man habe „nach vorne“ geschaut.
In der Umsetzung sei freilich manches „zum Teil“
mit Übereifer geschehen. Doch der Erzbischof hat Verständnis: „Damit mußte man rechnen.“
Jedes „große
Konzil“ habe eine Gruppe von Menschen zurückgelassen, die nicht mitgegangen seien: „Das ist eine Last,
die uns bedrückt.“
Mons. Zollitsch hält das Zweite Vatikanum für ein „großes Geschenk“ für die Kirche:
„Ohne das Konzil wären die Probleme, die wir haben, viel, viel stärker.“
Allerdings brauche die Umsetzung
eines Konzils in der Regel nicht fünfzig, sondern an die hundert Jahre: „Wir haben noch viel zu tun,
die Ergebnisse des Zweiten Vatikanums umzusetzen.“
Der Erzbischof nannte zu dieser Aussage keine Beispiele.
Außerdem wurde er von Gernot Facius nicht auf die Frage angesprochen, mit welchem Kirchenbesuch er nach
Ablauf dieser Frist noch rechne.
Keine liturgischen Probleme
Mit dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’
habe der Papst zeigen wollen, alles zu versuchen, um eine definitive Kirchenspaltung zu vermeiden:
„Aber
ich fürchte, dieses Versöhnungsziel werden wir leider Gottes nicht erreichen.“
Faktisch sei die Nachfrage
nach der Alten Messe in der Kirche viel, viel kleiner, als es in der Diskussion aussehe.
Auf die Frage,
ob „Nachlässigkeiten in der Feier der Liturgie“ den Wunsch nach dem Alten Ritus verstärkt hätten, gibt
sich der Erzbischof wirklichkeitsfremd:
„Natürlich kann ich nicht ausschließen, daß in Einzelfällen
die Feier der Liturgie nicht in jeder Hinsicht dem entspricht, was ihre tiefste Bedeutung und Würde ausmacht,
und damit gelegentlich zu Unzufriedenheit führt.“
Davon einmal abgesehen, erlebe und erfahre er jedoch
den größten Teil unserer Gottesdienste als „würdevoll“.
Zur Frage des militanten Atheismus glaubt
Mons. Zollitsch, daß eine Gefahr besteht, daß das, was man Ehrfurcht vor der Religion, vor der Überzeugung
des anderen nennt, verblaßt:
„Wir sind in dieser Hinsicht zu gleichgültig und vielleicht auch zu großzügig
geworden.“
Er sei nicht dafür, daß man jedes Wort ständig auf die Goldwaage legen müsse: „Aber es
müßte im Umgang miteinander durchaus mehr Ehrfurcht, mehr Respekt vor der religiösen Überzeugung des
anderen zum Ausdruck kommen.“
Das deutsche Staatskirchenrecht sieht Mons. Zollitsch nicht in Gefahr:
„Weil sich zeigt, daß es sich bewährt hat.“
Für die deutsche Demokratie ist der Erzbischof „dankbar“.
Er kämpfe dafür, daß die Menschen zu den Wahlen gingen.
Zur Verfaßtheit der protestantischen Gemeinschaften
erklärt er schließlich: „Die evangelische Kirche ist theologisch gesehen nicht im gleichen Sinne Kirche
wie wir, und sie will es in diesem Sinne auch nicht sein.“
„Zu meinem theologischen Verständnis von
Kirche gehört, daß Kirche eine sichtbare Gemeinschaft ist, daß sie durch das Amt geprägt ist, daß
sie die Vollzahl der Sakramente hat“ – wiederholt der Erzbischof die Definition der Kirche, wobei er das
gemeinsame Glaubensbekenntnis vergißt.
Diesen Unterschied müsse man sehen.
Etwas anderes sei die soziologische
Sicht: „Unter diesem Aspekt kann ich ihr das Kirchesein nicht absprechen.“
Der Begriff „Kirche“ ist kein
Terminus der Soziologie.
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Die ständigen innerkirchlichen Hymnen auf das kirchenzerstörende Pastoralkonzil zeigen, wie dumm sich
die Rätekatholiken auch noch im Jahr 2008 selbst in die Tasche lügen, solange es sie noch gibt.
Brandenburgis Geben Sie sich mal keine Mühe, weil Sie meine Ansprüche ganz bestimmt nicht erfüllen.
Sind Sie gut zu sich selber, pflegen Sie Ihre Seele, vor allem ersparen Sie sich die niederschmetternde
Erkenntnis.
Wenn Ignoranz u. Starrsinn sich verbinden Des neuen DBK-Vorsitzenden Realitätsverlust legt leider nahe,
dass hier professionelle Erkenntnisresistenz und starrsinniges Wiederholen empirisch widerlegter Erfolgsbilanzen
mit der Unkenntnis der unmanipulierten Aussagen der Dokumente des 2. Vatikanums die hinreichend bekannte
und gewollte Diagnoseunfähigkeit widerspiegeln, die zum „Amtsbonus“ des deutschkatholischen Egos gehören.
Nicht die Kantexegese ist hier das Problem, sondern dass der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz
mit großer Mehrheit der deutschen Bischöfe gewählt wurde.
@Karl Murx: Besten Dank! Jetzt klappt der Link! Ich habe allerdings bei kursorischer Lektüre noch nicht
sehen können, was die „Thèses approuvés …“ 3601-3624 zur Rechtfertigung des ethischen Intellektualismus
zu tun haben. Damit Sie verstehen, wie ich das ich meine, hier ein treffender Ausspruch von Henri Poincaré,
der nicht nur ein bedeutender Mathematiker und Physiker war, sondern auch ein scharfsinniger Philosoph:
„Aus einem indikativischem Satz folgt mit keiner Konklusion der Welt ein Imperativ.“ (Kenne leider die
französische Originalfassung nicht.) MfG Christoph Heger
Brandenburgis Ach, daß ich Wasser genug hätte in meinem Haupte und meine Augen Tränenquellen wären,
daß ich Tag und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volk!, Seien Sie versichert, stammeln
ist immer zu verzeihen, sonst gäbe es nicht Notker, den Stammler. Wenn es Ihnen hilft, dann im Namen
des + Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes +. So sei es!
Wider VII, Bischof Zollitsch Wenn Blinde Blinde führen, fallen beide in die Grube. Von Bischof Zollitsch
ist nun wirklich für die Kirche in Deutschland keinerlei Wende zum Guten zu erwarten, da er die VII-
Kathastrophe in keinster Weise erkannt hat. Er erinnert mich an Honecker mit seinem Spruch : „VII in seinem
Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“. Er sollte sich einmal fragen, wieso der Niedergang des Glaubens
gerade in den Ländern am tiefsten ist, die VII am intensivsten umgesetzt haben.
#48 Brandenburgis 19:09:34 | Mittwoch, 26. März 2008
@Aleph Mich jammert herzlich, daß mein Volk so verderbt ist; ich gräme mich und gehabe mich übel. Ist
denn keine Salbe in Gilead, oder ist kein Arzt da? Warum ist denn die Tochter meines Volks nicht geheilt?
Ach, daß ich Wasser genug hätte in meinem Haupte und meine Augen Tränenquellen wären, daß ich Tag
und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volk!
@Aleph: Was hat für Sie Kant, was die scholastische Philosophie nicht hat? Hat er etwas Neues außer
dem bereits von „Brandenburgis“ erwähnten Anfang vom Ende wirklichkeitskonformen Denkens gebracht? Wohl
eher nicht. Es war doch die Fortsetzung der von Descartes begonnenen Linie neuzeitlich-atheistischen,
weil Gott mehr und mehr ausklammernden Denkens…!
Kant durch die katholische Brille? Man braucht Kant nicht unbedingt durch die katholische Brille zu lesen.
Es sei denn man kann die Zeit dafür erübrigen. Viel wichtiger ist doch, Kantsches Denken einfach rüberzunehmen
und einzubeziehen, damit sich die Weihrauchschwaden der Neuscholastik verflüchtigen können.
Das „Sapere aude“ (wage zu denken) ist keineswegs eine Erfindung des Immanuel Kant… Dieser Satz wurde
bereits von Horaz geprägt! Wer sich für die richtige Einordnung Kants aus katholischer Sicht interessiert,
dem kann man mit Johannes Rothkranz (Falsche Brüder, Durach 2006, 14) sicher auch das Buch von Prof.
Dr. Walter Hoeres, Wesenseinsicht und Transzendentalphilospophie. Thomas von Aquin zwischen Rahner und
Kant, Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2001 empfehlen… @Hacki Ein Priester des Opus Dei hat mir mal gesagt:
Seit zweiten Vat. gilt eine vollkommen andere Ecclesiologie. Deshalb war für ihn die „alte Messe“ Geschichte.
Welch ein Offenbarungseid! Der „Paradigmenwechsel“ in der „Ekklesiologie“ (diese Teildisziplin der kath.
Dogmatik gibt es erst seit dem genannten Wechsel) hat nach Ansicht von Mary Ball Martínez bereits mit
der Enzyklika „Mystici Corporis“ stattgefunden, die die traditionelle Societas-perfecta-Lehre (die Kirche
als vollkommene Gesellschaft) abgelöst hat durch das Bild des mystischen (geheimnisvollen Leibes) Christi.
Es folgten diverse weitere Bilder und „Paradigmenwechsel“(z.B. „Volk Gottes“, „Ursakrament“ usw.), so
dass die Verwirrung inzwischen komplett ist! Den neuen Bildern von Kirche gemeinsam ist, dass die Kirche
nicht mehr so klar in ihrer Heiligkeit erscheint, dass Christus säkularisiert wird und – was möglicherweise
der Hintergund für die Änderungen ist – dass diese Kirchenbilder besser mit entsprechenden gnostische-kabbalistischen
Lehren (auch Satan ha…
Heinrich v. Ofterdingen Ich glaube kaum, dass ich Ihren hehren Ansprüchen in Bezug auf Ihre Größzügigkeit
in irgendeiner Weise gerecht werden möchte und attestiere Ihnen hiermit, möglicherweise eine Fehlbitte
getan zu haben.
Brandenburgis Zumindest in diesem Forumhaben Sie sich (als Kantianer?) noch nie des Verstandes bedient …
Bei Schwätzern wie Ihnen, braucht man sich der Mühe auch nicht zu unterziehen. Da ist eh Hopfen und
Malz verloren!
Lieber Herr Dr. Heger, das sind sehr anmaßende Behauptungen Ihrerseits, denn das, was Sie als ethischen
Intellektualismus bezeichnen, ist nichts anderes als das Fundament der katholischen Moraltheologie, auch
des heiligen Alphons. Die gesamte Ethik des heiligen Thomas beruht auf dem Satz, daß Sein und Gut vertauschbare
Begriffe sind, genau wie Sein und Wahrheit auch. Auf dem Primat des Verstandes (Erkenntnis) vor dem Willen
(Handeln, Ethik) beruht übrigens auch die Trinitätstheologie der katholischen Kirche. Warum steht geschrieben:
am Anfang was das WORT? Es gibt kein ethisches Handeln ohne eine Erkenntnis des Wahren, denn ansonsten
würde der Wille selbst bestimmen, was das Gute ist. Ganz abgesehen davon hat Kant auch seine Philosophie
nicht selbst erfunden, sondern den Streit gab es schon zwischen Abaelard und dem heiligen Bernhard. s
ist nichts anderes als der Gegensatz zwischen dem gemäßigten Realismus und dem Konzeptualismus. Ebenfalls
wieder begriffe, die Ihnen nicht geläufig sind. Die Bücher von Pieper sind nicht besonders dick; also,
kein Grund, sie nicht zu lesen. Und wenn ein Titel von Pieper heißt: „die Wahrheit der Dinge“, dann meint
er es nicht so, wie die Rede eines Schuldirektors zur Abitursfeier, der vom Wahren, Guten und Schönen
schwätzt und damit Gefühle anrühren will. Es geht Pieper und den Thomisten zuerst darum, daß die Dinge
selbst gesiegelt sind von den Ideen, die sie in sich verwirklichen, daß die Dinge die ewigen Ideen des
Schöpfers als Kunstwerke nachbilden.
#33 Brandenburgis 15:10:25 | Mittwoch, 26. März 2008
Die Tatsache, daß Kant in Preußen wirkte spricht gegen ihn, die Tatsache, daß der protestantische Bereich
ungleich aufgeschlossener war für Kant war ebenfalls. Man sollte mal eine Karte mit allen Kant-Schulen
zeichnen, das wäre sehr aufschlußreich.
@Karl Murx: Sie fragen mich viel! Im Zweifel haben ich alles das, was Sie gelesen haben, noch nicht gelesen.
Trotzdem wage ich, dabei zu bleiben, daß Immanuel Kant einer der bedeutendsten Philosophen aller Zeiten
ist. Das heißt niemals, daß er immer recht haben muß, wohl aber daß er Bedeutendes geleistet hat,
hinter das die Philosophie nicht mehr zurück kann. Dasselbe muß man vom hl. Thomas von Aquin sagen:
Trotz seiner großen Leistung hat er nicht immer recht, und es ist falsch, ihn zum Eichmaß aller künftigen
Philosophie zu machen. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Der ethische Intellektualismus, den Thomas
von Aristoteles – zugegeben sehr abgeschwächt – übernommen hat, ist ein Irrtum. Ein Irrtum, dem Kant
in seiner Kritik der praktischen Vernunft ein für alle Male den Garaus gemacht hat. MfG Christoph Heger
@Aleph: WXie konnte sich Kant seines Verstandes bedienen? Wer das Prinzip des zureichenden Grundes leugnet,
kann wohl kaum durch seinen Verstand etwas beweisen, denn jeder Beweis ist das Aufzeigen von Gründen.
Zwischen Sein und Nichts gibt es kein Mittleres und Seindes kann ich kann ich nur auf Seindes zurückführen,
denn Sein und Nichts sind absolute Gegensätze. Wer jede Ursächlichkeit nur als subjektive Kategorie
des Intellektes ansieht, der verbaut sich jede Erkenntnis, denn Erkenntnis ist nichts anderes, als die
Vereinigung von Verstand und erkanntem Ding. Wenn der Verstand, wie Kant behauptet, nie zum Objekt kommt,
findet diese Vereinigung also nicht statt und es gibt keine Erkenntnis, ergo hat sich auch kannt seines
Verstandes nicht bedienen können.
Traumtänzerei Über die Ausführungen des Vorsitzenden kann man sich nicht nur wundern, sondern sie zeigen
eine Wirklichkeitsfremdheit, die nicht zu überbieten ist, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Factum ist: Das große Konzil, von dem man so gern spricht, hat eine einzige große Katastrophe in der
Festigkeit und dem Bestand des katholisöchen Glaubens ausgelöst. Das ist die Tatsache! Alle Schlußfolgerungen
des Vorsitzenden sind rein hypothetischer Natur und nicht beweisbar. Die konzialare Zerstörung dagegen
ist beweisbar und offenkundig. Nun gibt es leider nicht nur unbelehrbare Kommunisten, sondern auch unblehrbare
Anhänger des Auslöser der Katastrophe in der katholischen Kirche!
Oh, oh, oh, Dr. Heger Da geht wohl der Physiker in Ihnen durch, der sich durch Kant bestätigt sieht?
Au Backe! Ich habe mal eine Frage an Sie: Die Philiosophie des heiligen Thomas beruht auf Prinzipien,
die zur Zeit von Pius X durch die Kongregation für die Studien in 25 Thesen fixiert worden war. Kennen
Sie die? Sind die mit Kants Philiosophie vereinbar? Ohne jetzt zu bestimmen, wer Recht, hat das Lehramt,
oder Kant: können Sie die Gegensätze fixieren? Je weiter man in der Philosophie dringt, desto mehr gelangt
man zu den so genannten „principia per se nota – den aus sich selbst bekannten Prinzipien“, die so bezeichnet
werden, weil sie auf andere Grundsätze nicht mehr zurückgeführt werden können. Wissen Sie, wieviele
das sind? Wie lauten sie? Welches ist der Gegensatz zu Kant? Um es nicht so spannend zu machen: es sind
genau drei. Deswegen meine letzte Frage: was soll ich mit einer Philosophie anfangen, die sogar das Prinzip
vom zureichenden Grund leugnet und damit die Möglichkeit des Gottesbeweises. Hier bewegen Sie sich auf
sehr dünnem Eis! Mein Rat: lesen Sie zum Einstieg Josef Pieper und fangen Sie an mit „Die Wahrheit der
Dinge“.
Dr. Heger Wenigstens bei Kant gibt es Einverständnis. Das ist viel wert. Danke! Wer möchte sich auch
nicht seines Verstandes bedienen dürfen…! :)3 :)3 :)3
#24 Brandenburgis 13:15:44 | Mittwoch, 26. März 2008
@Dr. Heger Bei aller Wertschätzung für Lauth glaube ich nicht, daß er mich umstimmern kann. Kant war
ein wahrlich „gottloser“ Denker, der Kantianismus hat den deutschen Geist ruiniert, wahrscheinlich für
immer …
Aleph und die Aswirkungen Volle Zustimmung Aleph, Sie haben nur ein „a“ vergessen, dass ich Ihren Text
korrigierend gerne einfüge … Aber die Erkenntnis der Wahrheit über die die segensreichen Aaswirkungen
des zweiten Vatikanischen Konzils hat EB Zollitsch frei gemacht.
frei gemacht Aber die Erkenntnis der Wahrheit über die die segensreichen Aswirkungen des zweiten Vatikanischen
Konzils hat EB Zollitsch frei gemacht. Das ist ihm doch neidlos zuzugestehen…!
@Brandenburgis: Ihre geringe Meinung von Immanuel Kant wäre nicht weiter beachtlich, artikulierte sie
nicht auch ein gewisses Ressentiment gegen diesen großen Philosophen, das leider in katholischen Kreisen
noch immer vorhanden ist. Es ist Zeit, sich von diesem Flachsinn zu befreien. Ich verweise dazu auf den
Münchner Philosophen Reinhard Lauth, einen der Erzväter des Widerstands gegen den „katholischen“ Progressismus,
bei dem man lernen kann, was Kant bedeutet. MfG Christoph Heger
Der eigenen Lüge erlegen Man muß bei Zolitsch (ein würdiger Nachfolger Lehmans) wohl die These gelten
lassen: Man hat seine eigenen Lügen solange wiederholt dass man sie nun selbst glaubt!
#16 Brandenburgis 12:52:39 | Mittwoch, 26. März 2008
@Aleph: Es ist das Wesen des von Christus erleuchteten Geistes, daß er fähig ist, sich seines Verstandes
„zu bedienen“. Seit Kant wurde doch diese Fähigkeit weitestgehend vernichtet, so daß heute totale Verwirrung
herrscht: Dank Kant und Hegel. Siehe Zollitsch übrigens …
Brandenburgis dessen die Deutschen bedurft hätten, sich „ihres Verstandes zu bedienen“. Kant war nichts
als eine kranker, neurotischer Giftzwerg. Paßt irgendwie zu Figuren wie Zollitsch … Meinen Sie, dass
Sie mit dieser Bemerkung Kant und seine Forderung, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, widerlegen
können. Haben Sie was gegen den angewandten Verstand, der ja auch aeine Gabe Gottes oder…? Mit Ansichten
dieser Qualität sollten Sie vorsichtiger umgehen, bevor diese zum Bumerang mutieren und den Papierschwalbenschmeißer
treffen.
#13 Brandenburgis 12:32:49 | Mittwoch, 26. März 2008
Kant war der letzte, dessen die Deutschen bedurft hätten, sich „ihres Verstandes zu bedienen“. Kant war
nichts als eine kranker, neurotischer Giftzwerg. Paßt irgendwie zu Figuren wie Zollitsch …
Der Ballast Jedes „große Konzil“ habe eine Gruppe von Menschen zurückgelassen, die nicht mitgegangen
seien: „Das ist eine Last, die uns bedrückt.“ Sehr treffend, wenn diejenigen, welche den Glauben bewahrt
haben, als Ballast bezeichnet werden. Oder wie soll man sich vorstellen, daß die nachkonziliaren Katholiken
an die Gegenwart des Herrn im Altarsakrament glauben, wenn man die heutige Distributionspraxis der konsekrierten
Hostien betrachtet. Oder das Bußsakrament. Nach den maßgebenden Konzilstheologen (Rahner und co.) ist
das Charisma des Laien dem geweihten Priester ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Worin unterscheidet
sich also die nachkonziliare deutsche kirchliche Gemeinschaft des Herrn Zollitsch noch von anderen protestanisch
geprägten Gemeinschaften. Vom traditionellen Kirchenverständis hat er wohl keine Ahnung! Weiß er denn,
daß auch der hl. Erzengel Michael, der hl. Johannes der Täufer, alle Heiligen und die armen Seelen im
Fegfeuer zur Kirche gehören? (-wie es in der alten Messe so schön zum Ausdruck kommt, vom ersten bis
zum letzen Gebet.) Ein Priester des Opus Dei hat mir mal gesagt: Seit zweiten Vat. gilt eine vollkommen
andere Ecclesiologie. Deshalb war für ihn die „alte Messe“ Geschichte. Das sollten die dummen Lefebvristen
endlich auch kapieren!
@… wenn es nicht so traurig wäre … „Natürlich kann ich nicht ausschließen, daß in Einzelfällen
die Feier der Liturgie nicht in jeder Hinsicht dem entspricht, was ihre tiefste Bedeutung und Würde ausmacht,
und damit gelegentlich zu Unzufriedenheit führt.“ „Damit mußte man rechnen.“ Jo, vor Aktionären eines
global operierenden Witschaftskonzerns würde das dann wohl so klingen: „Liebe Aktionäre, natürlich
kann ich nicht ausschliessen, dass in Einzelfällen Mitarbeiter dem Konzern Schaden zufügen, was den
Gewinn schmälert und verständlicherweise ihre Unzufriedenheit hervorruft, aber damit mußten wir rechnen!“
RJH: Trauerspiel der verwirrten Kinder? Die von Ihnen postulierten wenigen gläubigen Katholiken, sollten
im 21. Jahrhundert einmal damit beginnen, Kant gerecht zu werden und sich ihres Verstandes bedienen. Vor
allem sollten sie nicht das Trauerspiel der verwirrten orientierungslosen Kinder aufführen. Dazu besteht
überhaupt Notwendigkeit.
Zollitsch ist ein Bischof der Lüge. Die einzige Entschuldigung – vielleicht auch vor Gott? – ist, daß
er als Kind so Furchtbares erlebt hat, daß er wohl seinen Verstand verloren hat.
Die wenigen gläubigen Katholiken die es noch gibt sind zutiefst verunsichert. Wem sollen sie glauben?
Dem Papst („es kann nur eine Kirche geben“!) oder den deutschen Bischöfen (Erzbischof Marx, gestern im
Fernsehen: „…die zwei Kirchen“)
Ein Lichtblick??? Ex. Z. spricht es aus: Die deutschen Katholiken haben zu wenig Kinder. Denn die deutschen
Katholiken haben mehrheitlich den geistigen Genickbruch der Verhütungsmentalität erlitten. Da er im
gleichen Atemzug die Missionierung nennt, hat er damit den ersten Vorbereitungsschritt hin zur Revision
der unsäglichen „Königsteiner Erklärung“ (kurz: „KE“) und eine Abkehr vom notorischen Ungehorsam gegenüber
pästlichen Lehrschreiben eingeläutet! Denn wie will man missionieren, wenn den Leuten sagt, was der
Papst sagt ist unwichtig, da die deutschen Bischöfe es besser wissen wie der katholische Glaube ausieht.
Und welche Konsequenzen er hat, daß wissen die Laien am besten, insbesondere diejenigen, die von ihrem
Ehepartner getrennt mit einem anderen Menschen im Konkubinat leben oder sonst eine betäubte, spaßbetonte
„Gewissensentscheidung“ treffen. Nein! Mit so einem Unfug wie der „KE“ im Gepäck kann man nicht glaubwürdig
auf Mission gehen. Und Ex. Z. schwenkt jetzt offensichtlich endlich auf eine Korrektur ein.
Das Pseudo Konzil war ja manipuliert und durch Betrügereien genasführt. Das ist ja längst bekannt.
Der Weltepiskopat hatte gar nichts zu melden, genau so wenig wie die Kurie übrigens. Es war das Meisterstück
der Desinformation und Lügerei, inszeniert von Johannes 23. Und alle diejenigen, die sich heute noch
aufs „Konzil“ berufen oder seine „Auslegung im Lichte der Tradition“ fordern, sind Komplizen der Lüge.
Was sollen solche Artikel? Kann sich die Gesamtheit des Weltepiskopates auf einem rechtmäßig einberufenen
Konzil irren? Lest mal normale dogmatische Handbücher, wie Ott und Diekamp zur Frage auch der Unfehlbarkeit
des ordentlichen Lehramtes. Nehmt mal einen einen Denzinger zur Hand, z.B. Dz.1792 (Vat.1, Cap.3 des Schemas
über den Glauben), oder Dz.1683 (Brief von Pius IX an den Erzbischof von München-Freising). Oder nehmen
nur den Can.1323 aus dem Kirchenrecht von 1917, welches die Erklärung von Vat.1 aufgenommen hat. Schaut
mal unter dem Stichwort „Unfehlbarkeit“ im alten LThK nach. Es wird hier immer wieder auf Liberius hingewiesen,
der sich doch geirrt hatte. Das Problem ist dabei, daß ein Papst in Verbannung, dessen Schriftverkehr
unter Überwachung steht, in seiner Entscheidung wohl kaum frei ist. So gesehen kann man seine Zustimmung
zu den Formeln von Sirmium nicht als Argument anführen.
Also… …erst nach hundert Jahren werden die katholischen Völker die angestrebte Eine-Welt-Religion
akzeptieren und selber umarmen wollen? Das Konzil hat weite Teile der deutschen Bevölkerung soziologisch
gesehen säkularisiert, in dem die doppeltzungige Sprache in ihnen Verwirrung stiftete und den Relativismus
und religiösen Indifferentismus in ihre Geister hineinwarf. Sogar viele Intellektuellen katholischer
Prägung und guten Willens haben damals mehr oder weniger die Glaubenspraxis verloren. Wer glaubt römisch-katholische
Dogmen „im Geiste der Zeit“ neu auslegen zu müssen (an sich schon ein modernistischer Gedanke, cf. Pascendi
dominici gregis, 1907), oder einen neuen Pastoral anzufangen, der trügt sich wenn er glaubt, die Leute
würden die Veränderung der katholischen Lehre aller Zeiten durch die „konziliaren“ „erneuerten“ Kleriker
nicht bemerken. Die guten Bevölkerungsteile wurden nach dem Konzil aus den Kirchen geworfen durch Klerus
und den radikalisierten 1968er Pöbel der Pseudo-Akademiker-„Laien“. Übrigens ist 1968 auch indirekt
eine Folge des II. Vatikanums, da man 1962 einen geheimen Pakt in Metz mit Moskau geschlossen hatte, in
dem der Vatikan versprach den internationalen Marxismus („Bolschewismus“, „Kommunismus“, „Sozialismus“)
nicht zu verurteilen wie man es 1937 mit dem Nationalsozialismus („Mit brennender Sorge“) und 1938 mit
dem Kommunismus getan hatte („Divini Redemptoris“. Damals hatte die Kirche noch solchen Einfluß. Das
Konzil war Katastrophe, Räubersynode!?
Hybris oder Ignoranz? Allerdings brauche die Umsetzung eines Konzils in der Regel nicht fünfzig, sondern
an die hundert Jahre: „Wir haben noch viel zu tun, die Ergebnisse des Zweiten Vatikanums umzusetzen.“
Grundgütiger Gott – Was wird denn da noch alles auf uns zukommen?