Neue Heilige + Fanatischer Katholik + Übereifrige Missionare? + Lieblingsrezepte + Kardinal Meisner im Zeugenstand
Neue Heilige
Vatikan. Am 24. Februar wird ein ordentliches Konsistorium im Vatikan über die Heiligsprechung
von fünf Seligen entscheiden. Ein Konsistorium ist die Versammlung der Kardinäle in Rom unter dem Vorsitz
des Papstes. Die Anerkennung durch das Konsistorium ist der letzte Schritt auf dem Weg zur Heiligsprechung.
Die fünf zukünftigen Heiligen sind: Jozef Bilczewski (Bild) († 1923), Erzbischof von Lemberg (Bild),
Gaetano Catanoso († 1963), italienischer Priester und Ordensgründer, Zygmunt Gorazdowski († 1920), ukrainischer
Priester und Ordensgründer, Alberto Hurtado Cruchaga († 1952), Chilenischer Jesuit, Felice Da Nicosia
(† 1787), italienischer Kapuzinermönch.
Fanatischer Katholik
Brasilien. Der neue Präsident der brasilianischen
Abgeordnetenkammer, Severino Cavalcanti, ist ein politischer Konservativer, der sich als „fanatischer
Katholik“ bezeichnet. Am vergangenen Dienstag besiegte Cavalcanti, welcher der Progressistischen Partei
(PP) angehört, überraschend den Topfavoriten für das Amt, Luiz Eduardo Greenhalgh. Greenhalgh gehört
zur „Arbeiterpartei“ des gegenwärtigen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Die Wahl
von Cavalcanti ist eine schwere Niederlage für den Präsidenten, weil das Amt des Präsidenten der Abgeordnetenkammer
von großer strategischer Bedeutung ist. Präsident Lula wird von der katholischen Kirche in Brasilien
stark unterstützt.
Übereifrige Missionare?
Indien. Eine unabhängige Kommission in Indien hat Vorwürfe
zurückgewiesen, wonach christliche Missionare gegenwärtig Mammutanstrengungen unternehmen würden, um
arglose Hindu-Stammesangehörige in abgeschiedenen Gebieten zu bekehren. In mehreren indischen Teilstaaten
wurden Klagen laut, daß Missionare angeblich auch Bestechungsgelder eingesetzt hätten, um arme und ungebildete
Menschen zu bekehren. Deswegen hätten militante Hindus in einigen Fällen zum Gegenangriff geblasen und
„Re-Konvertierungs-Feiern“ veranstaltet. Dabei seien die Neugetauften gezwungen worden, ihrem Glauben
wieder abzuschwören. In Indien leben rund 24 Millionen Christen, sie stellen 2,34 Prozent der Gesamtbevölkerung
dar.
Lieblingsrezepte
Deutschland. Der Berliner Kardinal liebt Penne, der Kölner Kardinal bevorzugt
bodenständige Graupensuppe und der Magdeburger Weihbischof Gerhard Feige ißt besonders gern „Altmärkische
Hochzeitssuppe“. Was die deutschen Bischöfe selbst gerne vorgesetzt bekommen oder als besonderes Gericht
vorschlagen, hat der „Bauer Verlag“ jetzt in einem Kochbuch zusammengetragen und unter dem Titel „Was
Leib und Seele zusammenhält: Speisen, Tischgebete und Anekdoten deutscher Bischöfe“ als Kochbuch veröffentlicht.
Mit dem Erlös soll Jugendlichen in Litauen die Teilnahme am Weltjugendtag 2005 in Deutschland ermöglicht
werden.
Kardinal Meisner im Zeugenstand
Deutschland. Der Kirchenstörer von Berlin, Christian Arnhold
(29), stand am Dienstag erneut vor Gericht, diesmal in Erfurt. Arnhold ist gegenwärtig bereits aufgrund
einer Profanierung des Domes zu Mainz inhaftiert. Am 3. Oktober 2004 war er außerdem anläßlich der
Feier zum Tag der Deutschen Einheit schreiend durch den Dom der thüringischen Landeshauptstadt gerannt.
„Ich wollte nur meinen Glaubensbruder Gerhard Schröder warnen“, sagte der Angeklagte. Arnholds Anwalt
will jetzt den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner als Zeugen vorladen. Der Kardinal solle
klären, ob es sich bei der Feier in Erfurt tatsächlich um einen Gottesdienst gehandelt hat: „Wenn nicht,
dann ist der Störvorwurf vom Tisch“, meinte der Jurist. Damit scheint der Wunsch des Richters, den Prozeß
rasch zu Ende zu bringen, in weite Ferne gerückt.
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