„Religion, Fleisch und Macht“ ist nicht nur der Name einer Ausstellung. Fleisch und Macht scheinen auch die Entscheidungsmechanismen in der Erzdiözese Wien zu leiten.
(kreuz.net) Das Wiener Dommuseum stellt gegenwärtig Werke des angeblichen Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka
aus. Vorwand dazu ist dessen 80. Geburtstag.
Der sogenannte Künstler ist auch Vorstandsmitglied der
Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Demokratischen Volksrepublik.
Bei der österreichischen
Nationalratswahl 1999 trat Hrdlicka als Spitzenkandidat der ‘Kommunistischen Partei’ in Kärnten an. Er
bezeichnete sich auch als bekennender Stalinist.
Der sowjetische Diktator Joseph Stalin († 1953) war
nach dem chinesischen Diktator Mao Zedong († 1976) der größte Massenmörder der Menschheit.
Das Dommuseum
gibt als Rechtfertigung für die skandalöse Ausstellung angebliche „religiöse Bezüge im Werk dieses
großen österreichischen Künstlers“ an.
Gezeigt werden Gebilde aus den Zyklen „Themenkreis Bibel“ (1959-1961),
„Samson“ (1959-1963), „In Gottes Namen“ (1983), „Pasolini“ (1983), „Wiedertäufer“ (1984-85), „Hommage
à Zurbaran“ (1986), „Glaubenskriege“ (1997) und „Golgatha“ (1997-98).
Nach Angaben des Dommuseums setzen
sich die Gebilde von Hrdlicka „mit dem Bedeutungsdreieck »Mensch – Sexualität – Gewalt«“ auseinander.
Ein daraus hervorgehender zentraler Begriff sei die „Macht des Fleisches“.
Nach Angaben Hrdlickas ist
es eine „Ursehnsucht“ des Menschen, Gott als Menschen zu erleben – die Fleischwerdung einer körperlosen,
allmächtigen Kraft.
Doch die „Mächtigen dieser Welt“ hätten Gott und die Religion allzu oft mißbraucht
und mit ihnen Gewalt und Kriege gerechtfertigt – moralisiert der Religionsmißbraucher.
Das „Faktum“,
daß Glaubenskriege in gutem Glauben und ohne schlechtes Gewissen geführt würden, erhärte den „marxistischen
Verdacht“, daß Religionen von irdischer Macht und den Mächtigen getragen würden.
Der Achtzigjährige
wird auch mit Weisheiten wie der folgenden zitiert: „Man muß immer miteinander Fleisch werden und Fleisch
machen“.
Ohne die „Reflexion über die Macht des Fleisches“ habe die Kunst keine Ausstrahlungskraft.
Die Kirche ist für den gottlosen Hrdlicka „Verwalterin des Fleisches“.
Unter den im Dommuseum ausgestellten
Darstellungen befinden sich Machwerke übelster Art. Gleich beim Eingang in die Ausstellung ist eine Schmähung
zu sehen, die das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern als homo-perverse Orgie darstellt.
„Die Frage,
warum die Aposteln da kopulieren, werden wir von Besuchern wohl mehr oder weniger emotionalisiert immer
wieder gestellt bekommen“, entblödet sich Museumsdirektor Bernhard Böhler vor dem ‘Österreichischen
Rundfunk’.
Der Museumsdirektor zitiert dazu die – Zitat – „einfache“ Antwort Hrdlickas: „Es gab ja keine
Frauen“.
Hrdlickas Beschmutzungstrieb und sexuelle Obsessionen, die vom erzdiözesanen Dommuseum offensichtlich
geteilt werden, kommen auch dadurch zum Ausdruck, daß eines seiner Schmierwerke den gekreuzigten Christus
ohne Gesicht aber mit Phallus darstellt.
Diese skrupellose Schmähung ist im Dommuseum ebenfalls zu sehen.
Ein Besucher der Ausstellung stellte die Frage, ob das Dommuseum auch bereit gewesen wäre, den Wiener
Kardinal so darzustellen oder eine Heilige Messe der Wiener Diözesanleitung als Homo-Orgie zu präsentieren.
Wie „umfangreich religiöse Themen in Hrdlickas Werk vorhanden sind“, zeigen – nach Angaben der ‘Österreichischen
Rundfunks’ – unter anderem Arbeiten im Zyklus „Pasolini“ aus dem Jahr 1983.
Pier Paolo Pasolini († 1975)
war ein homo-perverser italienischer Regisseur, der bei einem Annährungsversuch an einen Strichjungen
von diesem ermordet wurde.
Der seinen Trieben verfallene Pasolini wird von Hrdlicka zu einem christlichen
Märtyrer mit Dornenkrone stilisiert.
„Von der künstlerischen Intuition bin ich mehr Christ als Marxist“,
phantasiert Hrdlicka über sein angebliches „religiöses Schaffen“ – und fügt sogleich an: „Aber ich
bin ja Atheist.“
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63 Lesermeinungen
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#61 methusalix † 10:13:15 | Freitag, 28. März 2008
@Biene M. …es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt. Sittenverfall!
Dem Sittenverfall auf kreuz.net kann ich uneingeschränkt zustimmen; das ist teilweise schon entartet,
ganz so wie Kardinal Meisner das verortet.
methusalix ich bin Christ aber ich bin nicht mit allen einverstanden sexistische Bilder und Kreuz haben
in einer Kirche nichts verloren es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt
Sittenverfall
#58 methusalix † 01:19:12 | Freitag, 28. März 2008
@Maja Biene Maja: Entarte Kunst die ist krank die Christen regen sich nicht auf die Moslems lassen das
sich das nicht gefallen … Nanu? Bienchen wäre gerne Muslima, oder wünscht sich zumindest so handeln
zu können wie Muslime? Ohne Hirn, nur aus dem Bauch heraus Kunst entartet zu deklarieren und dementsprechend
zu handeln? Das ist das letzte! (einschliesslich Ihrer Orthografie; wenn Sie hier schon in Deutschtümelei
pöbeln, sollten Sie doch allerwenigstens die deutsche Rechtschreibung beherrschen und anwenden können.
Sie sind eine Schande für unser Volk!)
zur sachlichen information: das bild „lionardos abendmahl restauriert von pier paolo pasolini“ von hrdlicka
wurde bereits am 20. märz 2008 aus der ausstellung entfernt. und zwar nach einer intervention des kardinals.
die hier erregte künstliche aufregung kommt also eine woche zu spät.
#56 Florian Geyer 16:25:05 | Donnerstag, 27. März 2008
Kurt K fürs phallische Training besitzt manch Neoklerikaler eh seinen eigenen Konkubulus. Ich als Laie
finde den Phalluseinsatz sowieso immens wichtig zur Erzeungung weiterer Katholiken. (Josef Treppchen)
Direktor, Kardinal und Frau „Geist“, die so stolz auf ihren Kardinal ist, spiegeln die bis auf die Knochen
verfaulte Kirche wieder! So verfault wie der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Blasphemie und Gotteslästerung
ist, so verfault ist er auch gegen die Abtreibung der ungeborenen Kinder und damit des Christentums. Ja,
der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Gotteslästerung und Abtreibung ist nicht nur verfault, sondern
Gotteslästerung und Abtreibung wird bereits aktiv unterstützt! Der Museumsdirektor und sein Vorgesetzter,
der Kardinal, stellen Jesus und seine Jünger als Todsünder dar! Das Heiligste, was der Mensch denken
kann, Gott in seinem Sohn Jesus Christus, wird von seiner Kirche als Homo-Orgien-Todsünder ausgestellt!
Das Heiligste, was der Mensch in Gottes Auftrag auf Erden schaffen kann, das eigene Kind, wird von der
Erzdiözese Wien verworfen und abgetan, indem der Kardinal der langjährigen Leiterin der „Aktion Leben
Österreich“ persönlich den hohen päpstlichen „St. Gregorius Orden“ umlegt! Diese Generalsekretärin
der „Aktion Leben“, Gertrude Steindl, betonte, dass sie an der Fristenlösung, der straflosen Tötung
ungeborener Kinder bis zur 14. Lebenswoche und in den „Indikationfällen“ der „Medizinischen“- , „Eugenischen- „
und „Unmündigkeits-Indikation“ bis zur Geburt, „nicht rütteln“ wolle! Die jetzige Präsidentin der „Katholischen
Frauenbewegung“, Margit Hauft, setzte sich am Höhepunkt der Diskussion um die Abtreibungspille „RU 486/Mifegyne“
für die Zulassung dieses Giftes ein! Wurde sie gerügt? Sie wurde Präsidentin! Treten Sie zurück Herr
Kardina…
@ Florian G. Des Kardinales Phallusdie Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet
wird) von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst
würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
Es ist halt bei den Phalli (?) genauso wie mit allem anderen: Was nicht trainiert wird, verkümmert.
Liebenwürdigste Genovev In Ihrer unerreichbaren Dumpfbackigkeit haben Sie wohl ganz übersehen, dass
auch die Heilsgeschichte neben der Hauptperson einige Schlusselrollen zu vergeben hat. Sie wurden unter
anderem von Judas, Petrus, Johannes als Schlüsselrollen, die in den neutestamentlichen Geschichten etwas
in Gang gesetzt haben, sehr souverän übernommen. Wenn Ihre geschätzte und liebenswürdige Dumpfbackigkeit
allerdings nicht über Katechismuswissen hinaus zu gehen wagt, dann umgeben Sie sich bitte nicht mit dem
Nimbus einer verhinderten Relgionslehrerin. Das Missverhältnis fällt gar zu schnell auf. Für sie wird
es kein Schade sein. Deshalb: Gehen Sie in sich. Tun Sie Buße, vielleicht bei einer mehrtägigen Wallfahrt…!
Manchmal helfen auch kalte Güsse.
Wie das? die Phallusse … von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig
wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre
einsetzen. Wie jetzt? Die Phallusse sollen sich für die Verbreitung der Christenlehre einsetzten? Merkwürdig!
#51 Florian Geyer 14:33:43 | Donnerstag, 27. März 2008
Des Kardinales Phallus die Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet wird)
von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden
sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
@Allerwertester Aleph: Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte. Gott sei Dank scheint
sich eine Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation
zum Thema „Judas“. Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit
für die Liturgie entdeckt. Sie scheinen sich in irgendeiner Form des Deliriums zu befinden. Die „Schlüsselfigur
der Heilsgeschichte“ ist immer noch Jesus Christus. Natürlich kann man im Kontext eines Bußgottesdienstes
über Judas meditieren. Was das Gerede von einer „Ausgrenzung“ meint, ist mir völlig schleierhaft. Meinen
Sie eine fehlende Verehrung als „Heiliger“? Oder die nicht hinreichende Propagierung des Suizides durch
die Kirche?? Si tacuisses, …
Und da war dann noch … Mk 14,21 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn
sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn
er nie geboren wäre.
@Aleph Wie handhaben Sie es mit Ihrer Schuld. Gehen Sie damit um wie es die Kirche offiziell vorschreibt,
mit Schuld umzugehen??? Ach Aleph, Sie Freund des seichten Geschnodders. Schuld wird nicht gehandhabt, –
Schuld wird bekannt, dies war zu jeder Zeit möglich. Gerade Judas, Ihr Busenfreund, hat die grossartige
Möglichkeit der Wiedergutmachung vertan und ist somit als Negativbeispiel in die Geschichte eingegangen.
Aleph, gehen Sie in sich oder verloren. –------------- Bis heute Abend dann Schatz – Bussi!
@Kurt K.: Judas Mir ging es zunächst nur um die Darstellung der Möglichkeit einer Verzweiflung ohne
moralische oder religiöse Reue. Bei Judas sieht es nach dem Bericht des Evangeliums wohl so aus: Er sieht
ein, daß er einen Unschuldigen verraten hat und er möchte genau das tun, was Sie als „das Rad zurückdrehen“
nennen, indem er sein „Kopfgeld“ zurückgibt. Dieser Versuch mißlingt und er hängt sich auf. Die christliche
Vorstellung von Reue sieht natürlich anders aus. Da geht es nicht um den Versuch, das Rad zurückzudrehen,
sondern darum, die Schuld als die eigene anzunehmen und neben dem Vorsatz der Besserung auch die Wiedergutmachung
ins Auge zu fassen. Im letzten gibt der Bericht des Evangeliums aber sicher nicht genug her, um letzte
Urteile fällen zu können, was ja auch absolut nicht unsere Sache ist.
Liebe Beobachterin, ich meinte nur, dass es sich um eine Art des Schönredens handelt, für die es historische
Beispiele gibt. Ich wollte Sie mit nix in Verbindung bringen, womit Sie offensichtlich nix zu tun haben,
ausser bezüglich einer Art der Selbsttäuschung, die es eben damals schon gab.
@an die Fans von Judas … Judasfans gehören zu der Kategorie Gläubige, die sich eigene Schuld schönreden.
Das geschieht aus falscher Scham vor einer aufrichtigen Beichte und Reue. Der Verrat als Notwendigkeit
ist natürlich eine ganz besondere Taktik Satans, um auch die grössten Verbrecher in einem heilsgeschichtlichen
Licht erscheinen zu lassen. Durch den Freitod hat sich Judas der Möglichkeit beraubt Wiedergutmachung
zu leisten und noch dazu das Gnadenangebot der Barmherzigkeit GOTTES in seinem Stolz nicht zugelassen.
Diese Barmherzigkeit für den reuigen Sünder war ihm als Augen- und Ohrenzeuge bekannt. Diese Hand GOTTES
hat er ausgeschlagen. Glorreiche Gegenbeispiele, denen es nachzueifern gilt, sind natürlich Petrus und
Paulus. Wahre Vorbilder an praktischer Wiedergutmachung, die sich in ihrem Eifer für die Sache GOTTES
reuig verzehrt haben.
Großes Lob auf die Torheit Vielleicht konnte der Judas keine Buße im richtig verstandenen katholischen
Sinn tun. Die Voraussetzungen waren einfach noch nicht geschaffen, um richtig büßen zu können. Vermutlich
haben noch nicht einmal Beichtstühle in diesen rauhen Zeiten zur Verfügung gestanden. Ganz abgesehen
davon, dass es vermutlich zu dieser Zeit auch an gültig geweihten römisch-katholischen altrituellen
Priestern arg gebrach. Für die hat es auch noch kein authentisches Priesterbild gegeben, um die Absolution
zu erteilen zu können. Man muss sich eine solche schlimme Unordnung einmal vorstellen. Da konnte Judas,
selbst bei bestem Willen, nicht die Buße tun, wozu er nach katholischen Vorgaben verpflichtet gewesen
wäre. Man wird es ihm daher wegen der schlimmen Verhältnisse, in denen sich die Kirche noch nicht zur
ordnenden Macht hatte entwickeln können, in Milde nachsehen müssen. Etwas Torheit spielt natürlich
auch mit, fast zweitausend Jahre später, darüber zu diskutieren, ob Judas für seine „schlimme Tat“
auch ordentlich, nach der Lehre der Kirche, gebüßt haben könnte. Ein ganz großes Lob auf die Torheit!
:)3
@ Genoveva: Reue Also: angenommen, die Geschichte ist wahr, dann bereute Judas seine Tat, das ist mal
sicher. Er sah, dass es falsch war und verzweifelte daran, weil er es nicht wieder gut machen konnte.
Was Sie meinen ist, dass er keine Buße tat im religiösen Sinne. Aber glauben Sie nicht, wenn er hätte
die Zeit zurückdrehen können, dass er es nicht nochmal gemacht hätte? Und was anderes ist denn Reue
als die Falschheit einer Tat einzusehen und zu bedauern, dass man es getan hat? DER Bösewicht schlechthin
ist Judas jedenfalls nicht.
@Kurt K: Stellen Sie sich nicht dumm … Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich
um? Hä? HvO hat es doch ganz klar gesagt: Verzweiflung. Das setzt in gewisser Weise Einsicht in die „Falschheit“
der eigenen Tat voraus, was aber noch nicht Bedauern im moralischen oder Reue im religiösen Sinn bedeutet.
Verzweiflung kann auch einfach eine psychische Spannung sein, die unerträglich wird im Sinne der Weglosigkeit
der eigenen Lebenssituation. Das muß noch überhaupt keine moralische Reflexion beinhalten.
Die Liturgie entdeckt den Judas Um noch einmal die Bedeutung des Judas in der Heils- und Passionsgeschichte
zu betonen: Ohne die Gestalt des Judas hätten sich Propheten des Ersten Testaments nicht erfüllen können.
Bekanntlich ist das Zweite Testament ohne das Erste nicht zu denken, hätte keine Grundlage. Vor allem
bezieht sich das Zweite (neue) Testament fortwährend auf das Erste. Was wäre denn gewesen, wenn er beim
Abendmahl nicht auch das Brot in die Schüssel getaucht hätte? Was wäre denn gewesen, wenn er die Häscher
in Gethsemane nicht auf Jesus aufmerksam gemacht hätte. Der Petrus war doch viel zu sehr mit sich beschäftigt,
wie es die Schrift bezeugt. Ganz schön merkwürdig. Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte.
Durch ihn kam der Stein des Heils ins Rollen. Das ist neidlos anzuerkennen. Deshalb sollte man ihm nicht,
wie es die Tradition erheischt, Übles nachreden. Auch wenn das Vielen nicht in den Kopf gehen will. Zumindest
bekam er ungefragt die Rolle des finsteren Bösewichts übergestülpt. Gott sei Dank scheint sich eine
Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation zum
Thema „Judas“. Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit
für die Liturgie entdeckt. Diese Entwicklung war überfällig.
#38 Beobachterin 08:44:02 | Donnerstag, 27. März 2008
Heinrich und der Führer? Mittwoch, 26. März 2008 18:56HeinrichvonOfterdingen: … warum nur erinnert
Ihr Posting so fatal an den Spruch aller NS-Parteigenossen, die mit irgendwelchen (meist untergeordneten)
Mißständen konfrontiert wurden: „Wenn das der Führer wüßte“. Das weiß ich nicht, lieber Heinrich.
Ich weiß nicht, warum Sie so schlechte Gedanken haben.
@ HvO: Reue … ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts
zu tun. Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich um? Hä?
Lieber Kurt K., Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien) bereut… also was ist dann
mit ihm? … ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts
zu tun.
Jahaaa… HvO Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung, noch entsprach es
seiner Absicht. Das mag so sein. Nur spielen Sie es mal gedanklich durch: Was wäre denn passiert, wenn
Jesus nicht gekreuzigt worden wäre. Und nochwas: Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien)
bereut… also was ist dann mit ihm?
Lieber Kurt K., Ist neuerdings die Luftsicherheit DER Heilsplan Gottes schlechthin oder was? … nein,
natürlich nicht. Es ist nicht einmal der Plan des Bin Laden, obwohl dieser sich darum unfreiwillig verdient
gemacht hat. So ähnlich ist es mit dem Judas. Sicher war er ein Rädchen im Heilsplan Gottes, Gott schreibt
ja bekanntlich auch auf krummen Zeilen gerade. Aber da das was er beabsichtigte sündhaft war, hat er
auch die Strafe dafür zu tragen. Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung,
noch entsprach es seiner Absicht.
Niveau Dieser Artikel, der Titel & die Diskussion hier zeigt mir wieder einmal mehr auf ,welches Niveau
+net hat und wie hier miteinander umgegangen wird. Und das hier keine vernünftige Diskussion geführt
werden kann. Ich finde es ja auch immer wieder interessant, dass alle auf fromm & heilig tun, aber wenn
ich mir hier so die Artikel & Diskussionen anschaue, merke ich nichts davon. Ich möchte nur eines sagen,
ich bin Wienerin & bin auch ehrenamtlich in der Diözese tätig und bin stolz darauf so einen Kardinal
zu haben ! so jetzt geht es mir besser
Alles ohne Judas Vielleicht würde es ohne Judas auch keine außerordentliche Messe geben, keine Fronleichnamsprozession,
keine Sühnenächte und anderes verzücktes Schwelgen. Er hat schon ein bisschen Dank verdient auch von
den altrituell Gläubigen.
@ Aleph: Bingo Das ist der eine Faktor: Was wäre ohne Judas (und Pilatus) denn geschehen? Jesus wäre
alt und älter geworden und friedlich im Bett verschieden… und was würde man dann heute bei Prozessionen
vorantragen und sich um den Hals hängen? Ein Bett? Und der zweite Faktor ist das Judas-Evangelium, welches
keine Aufnahme fand in die Bibel – und wo Judas a bissal anders dargestellt wird.
Judas als Schimpfwort? Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas. Was wäre, hätte
es die Gestalt des Judas nicht in der Passionsgeschichte gegeben? Möglicherweise wäre es ohne ihn überhaupt
nicht zur Leidensgeschichte gekommen. Deshalb sollte der Name „Judas“ nicht als Schimpfwort benutzt werden.
Liebe Beobachterin, Gibt es denn niemanden, der in Wien wohnt und dem dortigen Kardinal diese Dinge unmittelbar
zur Kenntnis bringen kann? … warum nur erinnert Ihr Posting so fatal an den Spruch aller NS-Parteigenossen,
die mit irgendwelchen (meist untergeordneten) Mißständen konfrontiert wurden: „Wenn das der Führer
wüßte“.
Josef: schönborn = judas? Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas. Hm, ob das
jetzt ein negativ-urteil ist oder nicht kommt drauf an, welches evangelium sie zugrundelegen…
#25 Beobachterin 18:20:39 | Mittwoch, 26. März 2008
Was ist los in Wien ? ? ? Unfaßbar. Gibt es denn niemanden, der in Wien wohnt und dem dortigen Kardinal
diese Dinge unmittelbar zur Kenntnis bringen kann? Wenn ich wüßte, daß Kardinal Schönborn das weiß –
dann wüßte ich, wo der Antichrist wohnt.
Deas ganze bestätigt nur meinen lang gehegten Verdacht, Kardinal Schönborn ist ein Maulwurf in der Kirche,
der dort nichts verloren hat. Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas.
lieber herr HeinrichvonOfterdingen nein nein – ich meine den, der so aussah wie das maennchen in der zeile:“…x
von y Lesermeinungen:“ – nur ohne brille dafuer mit buerste unter der nase – so ein kleiner, der immer
so geschriehen hat – war auch nicht sehr kuenstlerisch begabt. wurde aber in der politik an die oberflaeche
gespuelt.
da… …gab es doch schon mal so einen kranken kuenstler aus oesterreich, der dan spaeter in deutschland
gross kariere gemacht hat das war warscheinlich auch so einer aber das sis ja auch schon lange her – so
an die 80 jahre
#18 st. polterer 13:15:56 | Mittwoch, 26. März 2008
ist das auch krank? mit ein wenig offenheit kann man über den phallus christi sehr wohl zu spannenden
gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden.
Schande ist der Name heutiger „Kultur“. Oder was? Wer kann uns noch retten? Wir sind dabei, uns selbst
innerlich zu zerstoeren und Gottes Finger auf uns zu rufen. Und wenn jemand auf Gottes Stimme zeigt, ist
als „abnormal“, „untollerant“ etikettiert. Wer hat noch den Mut, Gott treu zu bleiben?
Stripto Nein, solange sich die Gesellschaft mehrheitlich aus solch renommierten Kunstexperten wie Ihnen
zusammensetzt, brauchen Sie sich um die wirtschaftlich und künstlerische Existenz des Herrn Hrdlicka
keine Sorgen machen. Von daher können Sie beruhigt weiterschlafen. Sie verwechseln hat die Kunst mit
Ihrer trübsichtigen Religion. Das ist das Übel. In Ihrem Denken können aber nur andere dran schuld
sein, dass es so trüb und verbiestert bei Ihnen aussieht. Seien Sie doch etwas lockerer. Sehen Sie doch
nicht alles so verbissen…!
@Wiener und die Darsteller … wenn ich mich aber nur echauffiere: „um gottes willen, hier wird jesus
nackt dargestrellt“, ists natürlich mit der auseinandersetzung rasch vorbei. Gut, gut Wiener. Leider
scheinen sich Ihre verstorbenen Vorfahren mangels Bekanntheitsgrad nicht dafür zu eignen im Dummmusuem
von Wien nackt dargestellt zu werden, um die Kasse des Herrn H. zu füllen. mir kommt es darauf an, die
von +.net hier vorgebrachte entrüstung zu relativieren: Na gut, diesen Rückzieher nehme(n) wir/ich gerne
zur Kenntnis.
krank Krank ist hier vor allem einer – und zwar der Pseudokünstler und Gotteslästerer Hrdlicka. Und
er wird noch einmal froh sein, wenn er sich vor seinem Schöpfer auf Geisteskrankheit berufen kann – anstatt
auf Vorsatz.
#12 st. polterer 12:08:05 | Mittwoch, 26. März 2008
vielleicht die nächste ausstellung im dommuseum? mit ein wenig offenheit kann man auch über den phallus
des kardinals sehr wohl zu spannenden gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden.
meine aufgabe ist es nicht … … eine hrdlicka-exegese zu betreiben. dafür habe ich mich auch zu wenig
mit seinen arbeiten auseinandergesetzt. mir kommt es darauf an, die von +.net hier vorgebrachte entrüstung
zu relativieren: mit ein wenig offenheit kann man auch in den werken dieses künstlers sehr wohl zu spannenden
gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden. wenn ich mich aber nur echauffiere: „um
gottes willen, hier wird jesus nackt dargestrellt“, ists natürlich mit der auseinandersetzung rasch vorbei.
da kann dann nur noch ein humer kommen und farbe drüber schütten. oder ähnlich intellektuell agieren.
Neulich im Dommuseum … Gotteslästerung und „Schweinkram“ ist vielmehr jenes: orf.at berichtet: >>Atheist
im Dommuseum: Hrdlicka stellt aus „Religion, Fleisch und Macht“: Mehr und weniger umstrittene religiöse
Werke des Bildhauers Alfred Hrdlicka sind im Dommuseum zu sehen. Bei der Presseführung zeigte der bekennende
Atheist religiöse Begeisterung. Letzte Abendmahl als Orgie „Ich war wie besoffen von der Bibel“, blickte
Alfred Hrdlicka auf seine ersten religiösen Arbeiten Ende der 40er Jahre zurück. „Sie ist spannend wie
ein Kriminalroman und literarisch unerreicht.“ Erotik und Körperlichkeit sind für Hrdlicka die wichtigsten
Gemeinsamkeiten von Religion und Kunst – und damit die beherrschenden Themen seiner Arbeiten. Alle Macht,
in der Kunst wie in der Religion, gehe vom Fleisch aus, lautet das titelgebende Diktum des Künstlers.
Das letzte Abendmahl als Orgie und den gekreuzigten Christus ohne Gesicht aber mit Phallus darzustellen,
ist seine logische Folgerung. So hat den prominentesten Platz beim Eingang in die Ausstellung auch Hrdlickas
Interpretation des „Letzten Abendmahls“ besetzt. „Die Frage, warum die Aposteln da kopulieren, werden
wir von Besuchern wohl mehr oder weniger emotionalisiert immer wieder gestellt bekommen“, merkte Museumsdirektor
Bernhard Böhler an. „Es gab ja keine Frauen“, lautet Hrdlickas einfache Antwort.<< Soviel zum Thema …
Unterschlagen Sie haben vergessen zu erklären, warum der Heiland mit Phallus dargestellt ist. Und warum
die Apostel in einer Homo-Orgie übereinanderliegen. Legitime theologische Deutung parat?
@ polterer ich würde es auch nicht gut finden, wenn man mich als gekreuzigten darstellen würde … im
übrigen – und ganz abgesehen von den arbeiten hrdlickas – darf man ja getrost davon ausgehen, dass kreuzigungen
zur zeit jesu normalerweise nackt vollzogen wurden. die evangelien berichten auch davon, dass jesus seiner
kleider beraubt wurde, aber nicht, dass ihm die soldaten noch einen lendenschurz gemacht hätten, um seine
blöße zu bedecken … und dass bei einem kunstwerk der gekreuzigte herr ohne gesicht dargestellt wird,
kann man ja auch unterschiedlich interpretieren. vom alttestamentlcihen verbot der bildichen darstellung
gottes angefangen (um die göttlichkeit des gekreuzigten christus auszudrücken) bis hin zur stellvertretung
(für unsere sünden und zu unserem heil wurde er gekreuzigt) – jesus trägt die gesichter aller menschen,
für die er am kreuz stirbt. beides sind wohl legitime theologische deutungen. aber für +.net ist es
halt nur „schweinkram“. hoffen wir, dass sie auch bald alle nacktdarstellungen aus den vatikanischen museen
und den barocken kirchen herausreklamieren. da haben sie dann ja noch genug zu tun. o^/
@Herr Aleph und die Künstler Oder sollen die Pluspunkte etwa dazu beitragen, den weltweit renommierten
Künstler schmähen, zurücksetzen, in die Einsamkeit verbannen? Das wird wohl nicht gelingen, auch wenn
kreuz.net. es noch so sehr wünschen sollte. Nein, solange sich die Gesellschaft mehrheitlich aus solch
renommierten Kunstexperten wie Ihnen zusammensetzt, brauchen Sie sich um die wirtschaftlich und künstlerische
Existenz des Herrn Hrdlicka keine Sorgen machen. Von daher können Sie beruhigt weiterschlafen.
Der Phallus des Gottessohnes Lieber Wiener, es ist Zeit, dass du der Wirklichkeit ins Auge schaust statt
Empörung zu heucheln: Empör’ dich doch lieber darüber, dass das wiener Dom-Museum Jesus Christus schmäht.
Da gibt’s nichts schönzureden … … mag dieser Herr hier auch noch so „renomiert“ sein, all seine weltlichen
Referenzen werden ihm reichlich wenig nützen, wenn er demnächst (vgl. sein Jahrgang) vor seinen Schöpfer
treten wird und vor selbigem über seine diabolischen Abartigkeiten Rechenschaft abzulegen hat … … Heulen &
Zähneknirschen usw.
Aber Aleph… Aber Aleph, Sie vergessen daß das natürlich und zweifelsohne ENTARTET ist- fragen Sie
doch einmal seine Eminenz Kardinal Meißner… Nun aber mal im Ernst: Geschmacklos ist die Kunst Hrdlickas
allemal, darin liegt sein System, aber wenn das Dommuseum ihn nicht austellen würde, dann täten es andere.
Und die Zeiten, in denen die Hl. Mutter Kirche es hätte verhindern können sind nun einmal vorbei. Blöd,
meine Freunde von kreuz.net, nicht?
der titel!?! … dieses „beitrags“ ist eine geschmacklose entgleisung – wieder einmal typisch für einen –
natürlich – anonymen beitrag hier. und wie immer bleibt die feststellung: offenbar trauen die autoren
der überzeugungskraft der eigenen argumente (?) nicht, so dass sie sich in primitiv-polemik flüchten.
ein armutszeugnis – für die autoren hier!
Pluspunkte Das sind eine ganze Menge von Pluspunkten, die Kreuz.net für Alfred Hrdlicka zusammengetragen
hat. Oder sollen die Pluspunkte etwa dazu beitragen, den weltweit renommierten Künstler schmähen, zurücksetzen,
in die Einsamkeit verbannen? Das wird wohl nicht gelingen, auch wenn kreuz.net. es noch so sehr wünschen
sollte.