Gomorrhismus
Der Phallus des Wiener Kardinals
„Religion, Fleisch und Macht“ ist nicht nur der Name einer Ausstellung. Fleisch und Macht scheinen auch die Entscheidungsmechanismen in der Erzdiözese Wien zu leiten.
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
© F.J. Rupprecht, Pressebild Erzdiözese Wien
(kreuz.net) Das Wiener Dommuseum stellt gegenwärtig Werke des angeblichen Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka aus. Vorwand dazu ist dessen 80. Geburtstag.

Der sogenannte Künstler ist auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Demokratischen Volksrepublik.

Bei der österreichischen Nationalratswahl 1999 trat Hrdlicka als Spitzenkandidat der ‘Kommunistischen Partei’ in Kärnten an. Er bezeichnete sich auch als bekennender Stalinist.

Der sowjetische Diktator Joseph Stalin († 1953) war nach dem chinesischen Diktator Mao Zedong († 1976) der größte Massenmörder der Menschheit.

Das Dommuseum gibt als Rechtfertigung für die skandalöse Ausstellung angebliche „religiöse Bezüge im Werk dieses großen österreichischen Künstlers“ an.

Alfred Hrdlicka
Alfred Hrdlicka
© Martina Judt, GNU-Lizenz
Gezeigt werden Gebilde aus den Zyklen „Themenkreis Bibel“ (1959-1961), „Samson“ (1959-1963), „In Gottes Namen“ (1983), „Pasolini“ (1983), „Wiedertäufer“ (1984-85), „Hommage à Zurbaran“ (1986), „Glaubenskriege“ (1997) und „Golgatha“ (1997-98).

Nach Angaben des Dommuseums setzen sich die Gebilde von Hrdlicka „mit dem Bedeutungsdreieck »Mensch – Sexualität – Gewalt«“ auseinander.

Ein daraus hervorgehender zentraler Begriff sei die „Macht des Fleisches“.

Nach Angaben Hrdlickas ist es eine „Ursehnsucht“ des Menschen, Gott als Menschen zu erleben – die Fleischwerdung einer körperlosen, allmächtigen Kraft.

Doch die „Mächtigen dieser Welt“ hätten Gott und die Religion allzu oft mißbraucht und mit ihnen Gewalt und Kriege gerechtfertigt – moralisiert der Religionsmißbraucher.

Das „Faktum“, daß Glaubenskriege in gutem Glauben und ohne schlechtes Gewissen geführt würden, erhärte den „marxistischen Verdacht“, daß Religionen von irdischer Macht und den Mächtigen getragen würden.

Der Achtzigjährige wird auch mit Weisheiten wie der folgenden zitiert: „Man muß immer miteinander Fleisch werden und Fleisch machen“.

Ohne die „Reflexion über die Macht des Fleisches“ habe die Kunst keine Ausstrahlungskraft.

Die Kirche ist für den gottlosen Hrdlicka „Verwalterin des Fleisches“.

Unter den im Dommuseum ausgestellten Darstellungen befinden sich Machwerke übelster Art. Gleich beim Eingang in die Ausstellung ist eine Schmähung zu sehen, die das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern als homo-perverse Orgie darstellt.

„Die Frage, warum die Aposteln da kopulieren, werden wir von Besuchern wohl mehr oder weniger emotionalisiert immer wieder gestellt bekommen“, entblödet sich Museumsdirektor Bernhard Böhler vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’.

Der Museumsdirektor zitiert dazu die – Zitat – „einfache“ Antwort Hrdlickas: „Es gab ja keine Frauen“.

Hrdlickas Beschmutzungstrieb und sexuelle Obsessionen, die vom erzdiözesanen Dommuseum offensichtlich geteilt werden, kommen auch dadurch zum Ausdruck, daß eines seiner Schmierwerke den gekreuzigten Christus ohne Gesicht aber mit Phallus darstellt.

Diese skrupellose Schmähung ist im Dommuseum ebenfalls zu sehen.

Ein Besucher der Ausstellung stellte die Frage, ob das Dommuseum auch bereit gewesen wäre, den Wiener Kardinal so darzustellen oder eine Heilige Messe der Wiener Diözesanleitung als Homo-Orgie zu präsentieren.

Wie „umfangreich religiöse Themen in Hrdlickas Werk vorhanden sind“, zeigen – nach Angaben der ‘Österreichischen Rundfunks’ – unter anderem Arbeiten im Zyklus „Pasolini“ aus dem Jahr 1983.

Pier Paolo Pasolini († 1975) war ein homo-perverser italienischer Regisseur, der bei einem Annährungsversuch an einen Strichjungen von diesem ermordet wurde.

Der seinen Trieben verfallene Pasolini wird von Hrdlicka zu einem christlichen Märtyrer mit Dornenkrone stilisiert.

„Von der künstlerischen Intuition bin ich mehr Christ als Marxist“, phantasiert Hrdlicka über sein angebliches „religiöses Schaffen“ – und fügt sogleich an: „Aber ich bin ja Atheist.“
      
63 Lesermeinungen
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#63   siggi666 †   20:31:44 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Hmmm, dieser Schönborn
ist ein sehr, sehr attraktiver Mann.
:-P
…ein Schmeckerchen…
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#62   caritatem   11:33:09 | Mittwoch, 29. April 2009
Typisch Österreich
Wenn das Kunst sein soll,wem es gefällt,
bitte sehr !
Meinen Geschmack trifft es nicht !
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#61   methusalix †   10:13:15 | Freitag, 28. März 2008
@Biene M.
…es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt. Sittenverfall!
Dem Sittenverfall auf kreuz.net kann ich uneingeschränkt zustimmen; das ist teilweise schon entartet, ganz so wie Kardinal Meisner das verortet.
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#60   Biene Maja   08:21:22 | Freitag, 28. März 2008
methusalix
ich bin Christ aber ich bin nicht mit allen einverstanden sexistische Bilder und Kreuz haben in einer Kirche nichts verloren es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt Sittenverfall
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#59   Aleph †   01:22:11 | Freitag, 28. März 2008
Methusalix
Es sind halt immer die alten Denkstrukturen: artig, beartet und dann ent-artet.
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#58   methusalix †   01:19:12 | Freitag, 28. März 2008
@Maja
Biene Maja: Entarte Kunst
die ist krank die Christen regen sich nicht auf die Moslems lassen das sich das nicht gefallen …
Nanu? Bienchen wäre gerne Muslima, oder wünscht sich zumindest so handeln zu können wie Muslime? Ohne Hirn, nur aus dem Bauch heraus Kunst entartet zu deklarieren und dementsprechend zu handeln?
Das ist das letzte!
(einschliesslich Ihrer Orthografie; wenn Sie hier schon in Deutschtümelei pöbeln, sollten Sie doch allerwenigstens die deutsche Rechtschreibung beherrschen und anwenden können. Sie sind eine Schande für unser Volk!)
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#57   wiener   19:58:46 | Donnerstag, 27. März 2008
zur sachlichen information:
das bild „lionardos abendmahl restauriert von pier paolo pasolini“ von hrdlicka wurde bereits am 20. märz 2008 aus der ausstellung entfernt. und zwar nach einer intervention des kardinals.
die hier erregte künstliche aufregung kommt also eine woche zu spät.
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#56   Florian Geyer   16:25:05 | Donnerstag, 27. März 2008
Kurt K
fürs phallische Training besitzt manch Neoklerikaler eh seinen eigenen Konkubulus. Ich als Laie finde den Phalluseinsatz sowieso immens wichtig zur Erzeungung weiterer Katholiken.
(Josef Treppchen)
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#55   Josef Preßlmayer   16:08:52 | Donnerstag, 27. März 2008
Direktor, Kardinal und Frau „Geist“, die so stolz auf ihren Kardinal ist, spiegeln die bis auf die
Knochen verfaulte Kirche wieder!
So verfault wie der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Blasphemie und Gotteslästerung ist, so verfault ist er auch gegen die Abtreibung der ungeborenen Kinder und damit des Christentums.
Ja, der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Gotteslästerung und Abtreibung ist nicht nur verfault, sondern Gotteslästerung und Abtreibung wird bereits aktiv unterstützt!
Der Museumsdirektor und sein Vorgesetzter, der Kardinal, stellen Jesus und seine Jünger als Todsünder dar!
Das Heiligste, was der Mensch denken kann, Gott in seinem Sohn Jesus Christus, wird von seiner Kirche als Homo-Orgien-Todsünder ausgestellt!
Das Heiligste, was der Mensch in Gottes Auftrag auf Erden schaffen kann, das eigene Kind, wird von der Erzdiözese Wien verworfen und abgetan, indem der Kardinal der langjährigen Leiterin der „Aktion Leben Österreich“ persönlich den hohen päpstlichen „St. Gregorius Orden“ umlegt!
Diese Generalsekretärin der „Aktion Leben“, Gertrude Steindl, betonte, dass sie an der Fristenlösung, der straflosen Tötung ungeborener Kinder bis zur 14. Lebenswoche und in den „Indikationfällen“ der „Medizinischen“- , „Eugenischen- „ und „Unmündigkeits-Indikation“ bis zur Geburt, „nicht rütteln“ wolle!
Die jetzige Präsidentin der „Katholischen Frauenbewegung“, Margit Hauft, setzte sich am Höhepunkt der Diskussion um die Abtreibungspille „RU 486/Mifegyne“ für die Zulassung dieses Giftes ein!
Wurde sie gerügt? Sie wurde Präsidentin!
Treten Sie zurück Herr Kardina…
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#54   Kurt K.   14:49:39 | Donnerstag, 27. März 2008
@ Florian G.
Des Kardinales Phallusdie Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet wird) von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
Es ist halt bei den Phalli (?) genauso wie mit allem anderen: Was nicht trainiert wird, verkümmert.
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#53   Aleph †   14:44:17 | Donnerstag, 27. März 2008
Liebenwürdigste Genovev
In Ihrer unerreichbaren Dumpfbackigkeit haben Sie wohl ganz übersehen, dass auch die Heilsgeschichte neben der Hauptperson einige Schlusselrollen zu vergeben hat.
Sie wurden unter anderem von Judas, Petrus, Johannes als Schlüsselrollen, die in den neutestamentlichen Geschichten etwas in Gang gesetzt haben, sehr souverän übernommen.
Wenn Ihre geschätzte und liebenswürdige Dumpfbackigkeit allerdings nicht über Katechismuswissen hinaus zu gehen wagt, dann umgeben Sie sich bitte nicht mit dem Nimbus einer verhinderten Relgionslehrerin. Das Missverhältnis fällt gar zu schnell auf.
Für sie wird es kein Schade sein. Deshalb: Gehen Sie in sich. Tun Sie Buße, vielleicht bei einer mehrtägigen Wallfahrt…! Manchmal helfen auch kalte Güsse.
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#52   juergen   14:36:00 | Donnerstag, 27. März 2008
Wie das?
die Phallusse … von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
Wie jetzt?
Die Phallusse sollen sich für die Verbreitung der Christenlehre einsetzten?
Merkwürdig!
o.O
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#51   Florian Geyer   14:33:43 | Donnerstag, 27. März 2008
Des Kardinales Phallus
die Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet wird) von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
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#50   Aleph †   11:56:13 | Donnerstag, 27. März 2008
Stripto v K
Woher wissen Sie, dass Judas mit mir Busenfreundschaft pflegt. Hätten Sie wohl auch gern. Sind Sie neidisch?
:-D :-D :-D o.O o.O o.O
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#49   Genoveva   11:54:12 | Donnerstag, 27. März 2008
@Allerwertester Aleph:
Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte.
Gott sei Dank scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation zum Thema „Judas“.
Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit für die Liturgie entdeckt.
Sie scheinen sich in irgendeiner Form des Deliriums zu befinden. Die „Schlüsselfigur der Heilsgeschichte“ ist immer noch Jesus Christus.
Natürlich kann man im Kontext eines Bußgottesdienstes über Judas meditieren.
Was das Gerede von einer „Ausgrenzung“ meint, ist mir völlig schleierhaft. Meinen Sie eine fehlende Verehrung als „Heiliger“? Oder die nicht hinreichende Propagierung des Suizides durch die Kirche??
Si tacuisses, …
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#48   Rübezahl   11:54:06 | Donnerstag, 27. März 2008
Und da war dann noch …
Mk 14,21
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
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#47   Strepto von Kokke   11:42:35 | Donnerstag, 27. März 2008
@Aleph
Wie handhaben Sie es mit Ihrer Schuld. Gehen Sie damit um wie es die Kirche offiziell vorschreibt, mit Schuld umzugehen???
Ach Aleph, Sie Freund des seichten Geschnodders. Schuld wird nicht gehandhabt, – Schuld wird bekannt, dies war zu jeder Zeit möglich.
Gerade Judas, Ihr Busenfreund, hat die grossartige Möglichkeit der Wiedergutmachung vertan und ist somit als Negativbeispiel in die Geschichte eingegangen.
Aleph, gehen Sie in sich oder verloren.
–-------------
Bis heute Abend dann Schatz – Bussi! >:)
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#46   Genoveva   11:37:59 | Donnerstag, 27. März 2008
@Kurt K.: Judas
Mir ging es zunächst nur um die Darstellung der Möglichkeit einer Verzweiflung ohne moralische oder religiöse Reue.
Bei Judas sieht es nach dem Bericht des Evangeliums wohl so aus: Er sieht ein, daß er einen Unschuldigen verraten hat und er möchte genau das tun, was Sie als „das Rad zurückdrehen“ nennen, indem er sein „Kopfgeld“ zurückgibt. Dieser Versuch mißlingt und er hängt sich auf.
Die christliche Vorstellung von Reue sieht natürlich anders aus. Da geht es nicht um den Versuch, das Rad zurückzudrehen, sondern darum, die Schuld als die eigene anzunehmen und neben dem Vorsatz der Besserung auch die Wiedergutmachung ins Auge zu fassen.
Im letzten gibt der Bericht des Evangeliums aber sicher nicht genug her, um letzte Urteile fällen zu können, was ja auch absolut nicht unsere Sache ist.
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#45   Aleph †   11:21:22 | Donnerstag, 27. März 2008
Strepto v. K.
Wie handhaben Sie es mit Ihrer Schuld. Gehen Sie damit um wie es die Kirche offiziell vorschreibt, mit Schuld umzugehen???
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#44   HeinrichvonOfterdingen   11:15:53 | Donnerstag, 27. März 2008
Liebe Beobachterin,
ich meinte nur, dass es sich um eine Art des Schönredens handelt, für die es historische Beispiele gibt. Ich wollte Sie mit nix in Verbindung bringen, womit Sie offensichtlich nix zu tun haben, ausser bezüglich einer Art der Selbsttäuschung, die es eben damals schon gab.
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#43   Strepto von Kokke   11:07:16 | Donnerstag, 27. März 2008
@an die Fans von Judas
… Judasfans gehören zu der Kategorie Gläubige, die sich eigene Schuld schönreden.
Das geschieht aus falscher Scham vor einer aufrichtigen Beichte und Reue.
Der Verrat als Notwendigkeit ist natürlich eine ganz besondere Taktik Satans, um auch die grössten Verbrecher in einem heilsgeschichtlichen Licht erscheinen zu lassen.
Durch den Freitod hat sich Judas der Möglichkeit beraubt Wiedergutmachung zu leisten und noch dazu das Gnadenangebot der Barmherzigkeit GOTTES in seinem Stolz nicht zugelassen. Diese Barmherzigkeit für den reuigen Sünder war ihm als Augen- und Ohrenzeuge bekannt. Diese Hand GOTTES hat er ausgeschlagen.
Glorreiche Gegenbeispiele, denen es nachzueifern gilt, sind natürlich Petrus und Paulus. Wahre Vorbilder an praktischer Wiedergutmachung, die sich in ihrem Eifer für die Sache GOTTES reuig verzehrt haben.
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#42   Aleph †   11:00:26 | Donnerstag, 27. März 2008
Großes Lob auf die Torheit
Vielleicht konnte der Judas keine Buße im richtig verstandenen katholischen Sinn tun.
Die Voraussetzungen waren einfach noch nicht geschaffen, um richtig büßen zu können.
Vermutlich haben noch nicht einmal Beichtstühle in diesen rauhen Zeiten zur Verfügung gestanden.
Ganz abgesehen davon, dass es vermutlich zu dieser Zeit auch an gültig geweihten römisch-katholischen altrituellen Priestern arg gebrach.
Für die hat es auch noch kein authentisches Priesterbild gegeben, um die Absolution zu erteilen zu können.
Man muss sich eine solche schlimme Unordnung einmal vorstellen.
Da konnte Judas, selbst bei bestem Willen, nicht die Buße tun, wozu er nach katholischen Vorgaben verpflichtet gewesen wäre.
Man wird es ihm daher wegen der schlimmen Verhältnisse, in denen sich die Kirche noch nicht zur ordnenden Macht hatte entwickeln können, in Milde nachsehen müssen.
Etwas Torheit spielt natürlich auch mit, fast zweitausend Jahre später, darüber zu diskutieren, ob Judas für seine „schlimme Tat“ auch ordentlich, nach der Lehre der Kirche, gebüßt haben könnte.
Ein ganz großes Lob auf die Torheit! :)3 :-( :-S
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#41   Kurt K.   10:36:08 | Donnerstag, 27. März 2008
@ Genoveva: Reue
Also: angenommen, die Geschichte ist wahr, dann bereute Judas seine Tat, das ist mal sicher. Er sah, dass es falsch war und verzweifelte daran, weil er es nicht wieder gut machen konnte.
Was Sie meinen ist, dass er keine Buße tat im religiösen Sinne.
Aber glauben Sie nicht, wenn er hätte die Zeit zurückdrehen können, dass er es nicht nochmal gemacht hätte?
Und was anderes ist denn Reue als die Falschheit einer Tat einzusehen und zu bedauern, dass man es getan hat?
DER Bösewicht schlechthin ist Judas jedenfalls nicht.
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#40   Genoveva   10:19:38 | Donnerstag, 27. März 2008
@Kurt K: Stellen Sie sich nicht dumm …
Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich um?
Hä?
HvO hat es doch ganz klar gesagt: Verzweiflung. Das setzt in gewisser Weise Einsicht in die „Falschheit“ der eigenen Tat voraus, was aber noch nicht Bedauern im moralischen oder Reue im religiösen Sinn bedeutet.
Verzweiflung kann auch einfach eine psychische Spannung sein, die unerträglich wird im Sinne der Weglosigkeit der eigenen Lebenssituation. Das muß noch überhaupt keine moralische Reflexion beinhalten.
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#39   Aleph †   10:07:20 | Donnerstag, 27. März 2008
Die Liturgie entdeckt den Judas
Um noch einmal die Bedeutung des Judas in der Heils- und Passionsgeschichte zu betonen:
Ohne die Gestalt des Judas hätten sich Propheten des Ersten Testaments nicht erfüllen können.
Bekanntlich ist das Zweite Testament ohne das Erste nicht zu denken, hätte keine Grundlage.
Vor allem bezieht sich das Zweite (neue) Testament fortwährend auf das Erste.
Was wäre denn gewesen, wenn er beim Abendmahl nicht auch das Brot in die Schüssel getaucht hätte?
Was wäre denn gewesen, wenn er die Häscher in Gethsemane nicht auf Jesus aufmerksam gemacht hätte.
Der Petrus war doch viel zu sehr mit sich beschäftigt, wie es die Schrift bezeugt.
Ganz schön merkwürdig.
Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte. Durch ihn kam der Stein des Heils ins Rollen. Das ist neidlos anzuerkennen.
Deshalb sollte man ihm nicht, wie es die Tradition erheischt, Übles nachreden.
Auch wenn das Vielen nicht in den Kopf gehen will. Zumindest bekam er ungefragt die Rolle des finsteren Bösewichts übergestülpt.
Gott sei Dank scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation zum Thema „Judas“.
Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit für die Liturgie entdeckt.
Diese Entwicklung war überfällig.
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#38   Beobachterin   08:44:02 | Donnerstag, 27. März 2008
Heinrich und der Führer?
Mittwoch, 26. März 2008 18:56HeinrichvonOfterdingen:
… warum nur erinnert Ihr Posting so fatal an den Spruch aller NS-Parteigenossen, die mit irgendwelchen (meist untergeordneten) Mißständen konfrontiert wurden: „Wenn das der Führer wüßte“.
Das weiß ich nicht, lieber Heinrich. Ich weiß nicht, warum Sie so schlechte Gedanken haben.
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#37   Kurt K.   23:22:50 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO: Reue
… ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts zu tun.
Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich um?
Hä?
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#36   HeinrichvonOfterdingen   23:21:13 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien) bereut… also was ist dann mit ihm?
… ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts zu tun.
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#35   Kurt K.   23:17:31 | Mittwoch, 26. März 2008
Jahaaa… HvO
Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung, noch entsprach es seiner Absicht.
Das mag so sein. Nur spielen Sie es mal gedanklich durch: Was wäre denn passiert, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre.
Und nochwas: Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien) bereut… also was ist dann mit ihm?
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#34   HeinrichvonOfterdingen   23:11:22 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
Ist neuerdings die Luftsicherheit DER Heilsplan Gottes schlechthin oder was?
… nein, natürlich nicht. Es ist nicht einmal der Plan des Bin Laden, obwohl dieser sich darum unfreiwillig verdient gemacht hat. So ähnlich ist es mit dem Judas. Sicher war er ein Rädchen im Heilsplan Gottes, Gott schreibt ja bekanntlich auch auf krummen Zeilen gerade. Aber da das was er beabsichtigte sündhaft war, hat er auch die Strafe dafür zu tragen. Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung, noch entsprach es seiner Absicht.
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#33   Kurt K.   23:05:57 | Mittwoch, 26. März 2008
Haha, HvO…
Ist neuerdings die Luftsicherheit DER Heilsplan Gottes schlechthin oder was?
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#32   HeinrichvonOfterdingen   23:01:06 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Aleph,
und ohne Bin Laden wäre die Luftsicherheit nicht so hoch wie sie heute ist. Wir sind ihm da schon ein wenig zu Dank verpflichtet, gell!
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#31   Geist   22:48:50 | Mittwoch, 26. März 2008
Niveau
Dieser Artikel, der Titel & die Diskussion hier zeigt mir wieder einmal mehr auf ,welches Niveau +net hat und wie hier miteinander umgegangen wird. :-! Und das hier keine vernünftige Diskussion geführt werden kann.
Ich finde es ja auch immer wieder interessant, dass alle auf fromm & heilig tun, aber wenn ich mir hier so die Artikel & Diskussionen anschaue, merke ich nichts davon.
Ich möchte nur eines sagen, ich bin Wienerin & bin auch ehrenamtlich in der Diözese tätig und bin stolz darauf so einen Kardinal zu haben :-) !
so jetzt geht es mir besser :-)
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#30   Aleph †   19:07:55 | Mittwoch, 26. März 2008
Alles ohne Judas
Vielleicht würde es ohne Judas auch keine außerordentliche Messe geben, keine Fronleichnamsprozession, keine Sühnenächte und anderes verzücktes Schwelgen. Er hat schon ein bisschen Dank verdient auch von den altrituell Gläubigen.
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#29   Kurt K.   19:01:51 | Mittwoch, 26. März 2008
@ Aleph: Bingo
Das ist der eine Faktor: Was wäre ohne Judas (und Pilatus) denn geschehen? Jesus wäre alt und älter geworden und friedlich im Bett verschieden… und was würde man dann heute bei Prozessionen vorantragen und sich um den Hals hängen? Ein Bett? :-D
Und der zweite Faktor ist das Judas-Evangelium, welches keine Aufnahme fand in die Bibel – und wo Judas a bissal anders dargestellt wird.
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#28   Aleph †   18:57:20 | Mittwoch, 26. März 2008
Judas als Schimpfwort?
Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas.
Was wäre, hätte es die Gestalt des Judas nicht in der Passionsgeschichte gegeben?
Möglicherweise wäre es ohne ihn überhaupt nicht zur Leidensgeschichte gekommen.
Deshalb sollte der Name „Judas“ nicht als Schimpfwort benutzt werden.
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#27   HeinrichvonOfterdingen   18:56:52 | Mittwoch, 26. März 2008
Liebe Beobachterin,
Gibt es denn niemanden, der in Wien wohnt und dem dortigen Kardinal diese Dinge unmittelbar zur Kenntnis bringen kann?
… warum nur erinnert Ihr Posting so fatal an den Spruch aller NS-Parteigenossen, die mit irgendwelchen (meist untergeordneten) Mißständen konfrontiert wurden: „Wenn das der Führer wüßte“.
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#26   Kurt K.   18:25:15 | Mittwoch, 26. März 2008
Josef: schönborn = judas?
Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas.
Hm, ob das jetzt ein negativ-urteil ist oder nicht kommt drauf an, welches evangelium sie zugrundelegen… ;-)
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#25   Beobachterin   18:20:39 | Mittwoch, 26. März 2008
Was ist los in Wien ? ? ?
Unfaßbar.
Gibt es denn niemanden, der in Wien wohnt und dem dortigen Kardinal diese Dinge unmittelbar zur Kenntnis bringen kann?
Wenn ich wüßte, daß Kardinal Schönborn das weiß – dann wüßte ich, wo der Antichrist wohnt.
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#24   Josef_G   18:14:55 | Mittwoch, 26. März 2008
Deas ganze bestätigt nur meinen lang gehegten Verdacht,
Kardinal Schönborn ist ein Maulwurf in der Kirche, der dort nichts verloren hat. Ob Freimauer, Atheist, ist egal, er is auf alle Fälle ein Judas.
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#23   gast   17:57:27 | Mittwoch, 26. März 2008
lieber herr HeinrichvonOfterdingen
nein nein – ich meine den, der so aussah wie das maennchen in der zeile:“…x von y Lesermeinungen:“ – nur ohne brille dafuer mit buerste unter der nase – so ein kleiner, der immer so geschriehen hat – war auch nicht sehr kuenstlerisch begabt. wurde aber in der politik an die oberflaeche gespuelt.
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#22   Biene Maja   17:38:20 | Mittwoch, 26. März 2008
Entarte Kunst
die ist krank die Christen regen sich nicht auf die Moslems lassen das sich das nicht gefallen dieser Künstler ist das LETSTE
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#21   HeinrichvonOfterdingen   13:42:32 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Gast,
Sien meinen Herbert von Karajan?
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#20   gast   13:35:31 | Mittwoch, 26. März 2008
da…
…gab es doch schon mal so einen kranken kuenstler aus oesterreich, der dan spaeter in deutschland gross kariere gemacht hat
das war warscheinlich auch so einer
aber das sis ja auch schon lange her – so an die 80 jahre
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#19   Brandenburgis   13:21:52 | Mittwoch, 26. März 2008
@St. Polterer:
Ja, auch das ist krank.
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#18   st. polterer   13:15:56 | Mittwoch, 26. März 2008
ist das auch krank?
mit ein wenig offenheit kann man über den phallus christi sehr wohl zu spannenden gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden.
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#17   blogovc   12:46:42 | Mittwoch, 26. März 2008
Schande ist der Name heutiger „Kultur“. Oder was?
Wer kann uns noch retten?
Wir sind dabei, uns selbst innerlich zu zerstoeren und Gottes Finger auf uns zu rufen.
Und wenn jemand auf Gottes Stimme zeigt, ist als „abnormal“, „untollerant“ etikettiert.
Wer hat noch den Mut, Gott treu zu bleiben?
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#16   Aleph †   12:42:08 | Mittwoch, 26. März 2008
Stripto
Nein, solange sich die Gesellschaft mehrheitlich aus solch renommierten Kunstexperten wie Ihnen zusammensetzt, brauchen Sie sich um die wirtschaftlich und künstlerische Existenz des Herrn Hrdlicka keine Sorgen machen.
Von daher können Sie beruhigt weiterschlafen.
Sie verwechseln hat die Kunst mit Ihrer trübsichtigen Religion. Das ist das Übel. In Ihrem Denken können aber nur andere dran schuld sein, dass es so trüb und verbiestert bei Ihnen aussieht. Seien Sie doch etwas lockerer. Sehen Sie doch nicht alles so verbissen…!
:-D :-$ :-P :-D :-$ :-P :-D
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#15   Strepto von Kokke   12:25:59 | Mittwoch, 26. März 2008
@Wiener und die Darsteller
… wenn ich mich aber nur echauffiere: „um gottes willen, hier wird jesus nackt dargestrellt“, ists natürlich mit der auseinandersetzung rasch vorbei.
Gut, gut Wiener. Leider scheinen sich Ihre verstorbenen Vorfahren mangels Bekanntheitsgrad nicht dafür zu eignen im Dummmusuem von Wien nackt dargestellt zu werden, um die Kasse des Herrn H. zu füllen.
mir kommt es darauf an, die von +.net hier vorgebrachte entrüstung zu relativieren:
Na gut, diesen Rückzieher nehme(n) wir/ich gerne zur Kenntnis.
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#14   Rübezahl   12:17:47 | Mittwoch, 26. März 2008
krank
Krank ist hier vor allem einer – und zwar der Pseudokünstler und Gotteslästerer Hrdlicka.
Und er wird noch einmal froh sein, wenn er sich vor seinem Schöpfer auf Geisteskrankheit berufen kann – anstatt auf Vorsatz.
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#13   wiener   12:09:26 | Mittwoch, 26. März 2008
polterer
du bist krank …
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#12   st. polterer   12:08:05 | Mittwoch, 26. März 2008
vielleicht die nächste ausstellung im dommuseum?
mit ein wenig offenheit kann man auch über den phallus des kardinals sehr wohl zu spannenden gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden.
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#11   wiener   12:04:49 | Mittwoch, 26. März 2008
meine aufgabe ist es nicht …
… eine hrdlicka-exegese zu betreiben.
dafür habe ich mich auch zu wenig mit seinen arbeiten auseinandergesetzt.
mir kommt es darauf an, die von +.net hier vorgebrachte entrüstung zu relativieren: mit ein wenig offenheit kann man auch in den werken dieses künstlers sehr wohl zu spannenden gedanken und zu inhaltlicher auseinandersetzung angeregt werden.
wenn ich mich aber nur echauffiere: „um gottes willen, hier wird jesus nackt dargestrellt“, ists natürlich mit der auseinandersetzung rasch vorbei.
da kann dann nur noch ein humer kommen und farbe drüber schütten. oder ähnlich intellektuell agieren.
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#10   Rübezahl   12:03:37 | Mittwoch, 26. März 2008
Neulich im Dommuseum …
Gotteslästerung und „Schweinkram“ ist vielmehr jenes:
orf.at berichtet:
>>Atheist im Dommuseum: Hrdlicka stellt aus
„Religion, Fleisch und Macht“: Mehr und weniger umstrittene religiöse Werke des Bildhauers Alfred Hrdlicka sind im Dommuseum zu sehen. Bei der Presseführung zeigte der bekennende Atheist religiöse Begeisterung.
Letzte Abendmahl als Orgie
„Ich war wie besoffen von der Bibel“, blickte Alfred Hrdlicka auf seine ersten religiösen Arbeiten Ende der 40er Jahre zurück. „Sie ist spannend wie ein Kriminalroman und literarisch unerreicht.“ Erotik und Körperlichkeit sind für Hrdlicka die wichtigsten Gemeinsamkeiten von Religion und Kunst – und damit die beherrschenden Themen seiner Arbeiten.
Alle Macht, in der Kunst wie in der Religion, gehe vom Fleisch aus, lautet das titelgebende Diktum des Künstlers. Das letzte Abendmahl als Orgie und den gekreuzigten Christus ohne Gesicht aber mit Phallus darzustellen, ist seine logische Folgerung.
So hat den prominentesten Platz beim Eingang in die Ausstellung auch Hrdlickas Interpretation des „Letzten Abendmahls“ besetzt. „Die Frage, warum die Aposteln da kopulieren, werden wir von Besuchern wohl mehr oder weniger emotionalisiert immer wieder gestellt bekommen“, merkte Museumsdirektor Bernhard Böhler an. „Es gab ja keine Frauen“, lautet Hrdlickas einfache Antwort.<<
Soviel zum Thema …
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#9   Bento   11:58:40 | Mittwoch, 26. März 2008
Unterschlagen
Sie haben vergessen zu erklären, warum der Heiland mit Phallus dargestellt ist.
Und warum die Apostel in einer Homo-Orgie übereinanderliegen.
Legitime theologische Deutung parat?
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#8   wiener   11:56:42 | Mittwoch, 26. März 2008
@ polterer
ich würde es auch nicht gut finden, wenn man mich als gekreuzigten darstellen würde …
im übrigen – und ganz abgesehen von den arbeiten hrdlickas – darf man ja getrost davon ausgehen, dass kreuzigungen zur zeit jesu normalerweise nackt vollzogen wurden. die evangelien berichten auch davon, dass jesus seiner kleider beraubt wurde, aber nicht, dass ihm die soldaten noch einen lendenschurz gemacht hätten, um seine blöße zu bedecken …
und dass bei einem kunstwerk der gekreuzigte herr ohne gesicht dargestellt wird, kann man ja auch unterschiedlich interpretieren. vom alttestamentlcihen verbot der bildichen darstellung gottes angefangen (um die göttlichkeit des gekreuzigten christus auszudrücken) bis hin zur stellvertretung (für unsere sünden und zu unserem heil wurde er gekreuzigt) – jesus trägt die gesichter aller menschen, für die er am kreuz stirbt.
beides sind wohl legitime theologische deutungen.
aber für +.net ist es halt nur „schweinkram“.
hoffen wir, dass sie auch bald alle nacktdarstellungen aus den vatikanischen museen und den barocken kirchen herausreklamieren. da haben sie dann ja noch genug zu tun.
o^/
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#7   Strepto von Kokke   11:52:47 | Mittwoch, 26. März 2008
@Herr Aleph und die Künstler
Oder sollen die Pluspunkte etwa dazu beitragen, den weltweit renommierten Künstler schmähen, zurücksetzen, in die Einsamkeit verbannen?
Das wird wohl nicht gelingen, auch wenn kreuz.net. es noch so sehr wünschen sollte.
Nein, solange sich die Gesellschaft mehrheitlich aus solch renommierten Kunstexperten wie Ihnen zusammensetzt, brauchen Sie sich um die wirtschaftlich und künstlerische Existenz des Herrn Hrdlicka keine Sorgen machen.
Von daher können Sie beruhigt weiterschlafen.
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#6   Bento   11:52:21 | Mittwoch, 26. März 2008
Der Phallus des Gottessohnes
Lieber Wiener, es ist Zeit, dass du der Wirklichkeit ins Auge schaust statt Empörung zu heucheln: Empör’ dich doch lieber darüber, dass das wiener Dom-Museum Jesus Christus schmäht.
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#5   Rübezahl   11:51:21 | Mittwoch, 26. März 2008
Da gibt’s nichts schönzureden …
… mag dieser Herr hier auch noch so „renomiert“ sein, all seine weltlichen Referenzen werden ihm reichlich wenig nützen, wenn er demnächst (vgl. sein Jahrgang) vor seinen Schöpfer treten wird und vor selbigem über seine diabolischen Abartigkeiten Rechenschaft abzulegen hat …
… Heulen & Zähneknirschen usw.
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#4   st. polterer   11:47:53 | Mittwoch, 26. März 2008
@Wiener Misthaufen
Ob sich „Wiener“ aufregen würde, wenn man ihn nackt dargestellt hätte? Vermutlich.
Aber man stellt ja „nur“ Christus nackt dar.
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#3   petrusbinsfeldus   11:42:32 | Mittwoch, 26. März 2008
Aber Aleph…
Aber Aleph, Sie vergessen daß das natürlich und zweifelsohne ENTARTET ist- fragen Sie doch einmal seine Eminenz Kardinal Meißner… :-D
Nun aber mal im Ernst: Geschmacklos ist die Kunst Hrdlickas allemal, darin liegt sein System, aber wenn das Dommuseum ihn nicht austellen würde, dann täten es andere. Und die Zeiten, in denen die Hl. Mutter Kirche es hätte verhindern können sind nun einmal vorbei.
Blöd, meine Freunde von kreuz.net, nicht? :-D
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#2   wiener   11:41:50 | Mittwoch, 26. März 2008
der titel!?!
… dieses „beitrags“ ist eine geschmacklose entgleisung – wieder einmal typisch für einen – natürlich – anonymen beitrag hier.
und wie immer bleibt die feststellung:
offenbar trauen die autoren der überzeugungskraft der eigenen argumente (?) nicht, so dass sie sich in primitiv-polemik flüchten.
ein armutszeugnis – für die autoren hier!
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#1   Aleph †   11:24:51 | Mittwoch, 26. März 2008
Pluspunkte
Das sind eine ganze Menge von Pluspunkten, die Kreuz.net für Alfred Hrdlicka zusammengetragen hat.
Oder sollen die Pluspunkte etwa dazu beitragen, den weltweit renommierten Künstler schmähen, zurücksetzen, in die Einsamkeit verbannen?
Das wird wohl nicht gelingen, auch wenn kreuz.net. es noch so sehr wünschen sollte.
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