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Mittwoch, 26. März 2008 11:16
Der Phallus des Wiener Kardinals
„Religion, Fleisch und Macht“ ist nicht nur der Name einer Ausstellung. Fleisch und Macht scheinen auch die Entscheidungsmechanismen in der Erzdiözese Wien zu leiten.
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
(kreuz.net) Das Wiener Dommuseum stellt gegenwärtig Werke des angeblichen Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka aus. Vorwand dazu ist dessen 80. Geburtstag.

Der sogenannte Künstler ist auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Demokratischen Volksrepublik.

Bei der österreichischen Nationalratswahl 1999 trat Hrdlicka als Spitzenkandidat der ‘Kommunistischen Partei’ in Kärnten an. Er bezeichnete sich auch als bekennender Stalinist.

Der sowjetische Diktator Joseph Stalin († 1953) war nach dem chinesischen Diktator Mao Zedong († 1976) der größte Massenmörder der Menschheit.

Das Dommuseum gibt als Rechtfertigung für die skandalöse Ausstellung angebliche „religiöse Bezüge im Werk dieses großen österreichischen Künstlers“ an.

Alfred Hrdlicka
Alfred Hrdlicka
Gezeigt werden Gebilde aus den Zyklen „Themenkreis Bibel“ (1959-1961), „Samson“ (1959-1963), „In Gottes Namen“ (1983), „Pasolini“ (1983), „Wiedertäufer“ (1984-85), „Hommage à Zurbaran“ (1986), „Glaubenskriege“ (1997) und „Golgatha“ (1997-98).

Nach Angaben des Dommuseums setzen sich die Gebilde von Hrdlicka „mit dem Bedeutungsdreieck »Mensch – Sexualität – Gewalt«“ auseinander.

Ein daraus hervorgehender zentraler Begriff sei die „Macht des Fleisches“.

Nach Angaben Hrdlickas ist es eine „Ursehnsucht“ des Menschen, Gott als Menschen zu erleben – die Fleischwerdung einer körperlosen, allmächtigen Kraft.

Doch die „Mächtigen dieser Welt“ hätten Gott und die Religion allzu oft mißbraucht und mit ihnen Gewalt und Kriege gerechtfertigt – moralisiert der Religionsmißbraucher.

Das „Faktum“, daß Glaubenskriege in gutem Glauben und ohne schlechtes Gewissen geführt würden, erhärte den „marxistischen Verdacht“, daß Religionen von irdischer Macht und den Mächtigen getragen würden.

Der Achtzigjährige wird auch mit Weisheiten wie der folgenden zitiert: „Man muß immer miteinander Fleisch werden und Fleisch machen“.

Ohne die „Reflexion über die Macht des Fleisches“ habe die Kunst keine Ausstrahlungskraft.

Die Kirche ist für den gottlosen Hrdlicka „Verwalterin des Fleisches“.

Unter den im Dommuseum ausgestellten Darstellungen befinden sich Machwerke übelster Art. Gleich beim Eingang in die Ausstellung ist eine Schmähung zu sehen, die das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern als homo-perverse Orgie darstellt.

„Die Frage, warum die Aposteln da kopulieren, werden wir von Besuchern wohl mehr oder weniger emotionalisiert immer wieder gestellt bekommen“, entblödet sich Museumsdirektor Bernhard Böhler vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’.

Der Museumsdirektor zitiert dazu die – Zitat – „einfache“ Antwort Hrdlickas: „Es gab ja keine Frauen“.

Hrdlickas Beschmutzungstrieb und sexuelle Obsessionen, die vom erzdiözesanen Dommuseum offensichtlich geteilt werden, kommen auch dadurch zum Ausdruck, daß eines seiner Schmierwerke den gekreuzigten Christus ohne Gesicht aber mit Phallus darstellt.

Diese skrupellose Schmähung ist im Dommuseum ebenfalls zu sehen.

Ein Besucher der Ausstellung stellte die Frage, ob das Dommuseum auch bereit gewesen wäre, den Wiener Kardinal so darzustellen oder eine Heilige Messe der Wiener Diözesanleitung als Homo-Orgie zu präsentieren.

Wie „umfangreich religiöse Themen in Hrdlickas Werk vorhanden sind“, zeigen – nach Angaben der ‘Österreichischen Rundfunks’ – unter anderem Arbeiten im Zyklus „Pasolini“ aus dem Jahr 1983.

Pier Paolo Pasolini († 1975) war ein homo-perverser italienischer Regisseur, der bei einem Annährungsversuch an einen Strichjungen von diesem ermordet wurde.

Der seinen Trieben verfallene Pasolini wird von Hrdlicka zu einem christlichen Märtyrer mit Dornenkrone stilisiert.

„Von der künstlerischen Intuition bin ich mehr Christ als Marxist“, phantasiert Hrdlicka über sein angebliches „religiöses Schaffen“ – und fügt sogleich an: „Aber ich bin ja Atheist.“

© Titelbild: F.J. Rupprecht, Pressebild Erzdiözese Wien
© Portrait-Foto Alfred Hrdlicka: Martina Judt, GNU-Lizenz
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1…33 von 63 Lesermeinungen:
Donnerstag, 7. Januar 2010 20:31
siggi666: Hmmm, dieser Schönborn
ist ein sehr, sehr attraktiver Mann.


…ein Schmeckerchen…
Mittwoch, 29. April 2009 11:33
caritatem: Typisch Österreich
Wenn das Kunst sein soll,wem es gefällt,
bitte sehr !
Meinen Geschmack trifft es nicht !
Freitag, 28. März 2008 10:13
methusalix †: @Biene M.
…es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt. Sittenverfall!

Dem Sittenverfall auf kreuz.net kann ich uneingeschränkt zustimmen; das ist teilweise schon entartet, ganz so wie Kardinal Meisner das verortet.
Freitag, 28. März 2008 08:21
Biene Maja: methusalix
ich bin Christ aber ich bin nicht mit allen einverstanden sexistische Bilder und Kreuz haben in einer Kirche nichts verloren es ist erschüternd was man im kreuz net alles sieht und zu lesen bekommt Sittenverfall
Freitag, 28. März 2008 01:22
Aleph †: Methusalix
Es sind halt immer die alten Denkstrukturen: artig, beartet und dann ent-artet.
Freitag, 28. März 2008 01:19
Biene Maja: Entarte Kunst
die ist krank die Christen regen sich nicht auf die Moslems lassen das sich das nicht gefallen …


Nanu? Bienchen wäre gerne Muslima, oder wünscht sich zumindest so handeln zu können wie Muslime? Ohne Hirn, nur aus dem Bauch heraus Kunst entartet zu deklarieren und dementsprechend zu handeln?

Das ist das letzte!

(einschliesslich Ihrer Orthografie; wenn Sie hier schon in Deutschtümelei pöbeln, sollten Sie doch allerwenigstens die deutsche Rechtschreibung beherrschen und anwenden können. Sie sind eine Schande für unser Volk!)
Donnerstag, 27. März 2008 19:58
wiener: zur sachlichen information:
das bild „lionardos abendmahl restauriert von pier paolo pasolini“ von hrdlicka wurde bereits am 20. märz 2008 aus der ausstellung entfernt. und zwar nach einer intervention des kardinals.

die hier erregte künstliche aufregung kommt also eine woche zu spät.
Donnerstag, 27. März 2008 16:25
fürs phallische Training besitzt manch Neoklerikaler eh seinen eigenen Konkubulus. Ich als Laie finde den Phalluseinsatz sowieso immens wichtig zur Erzeungung weiterer Katholiken.

(Josef Treppchen)
Donnerstag, 27. März 2008 16:08
Josef Preßlmayer: Direktor, Kardinal und Frau „Geist“, die so stolz auf ihren Kardinal ist, spiegeln die bis auf die
Knochen verfaulte Kirche wieder!

So verfault wie der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Blasphemie und Gotteslästerung ist, so verfault ist er auch gegen die Abtreibung der ungeborenen Kinder und damit des Christentums.

Ja, der Widerstand der Erzdiözese Wien gegen Gotteslästerung und Abtreibung ist nicht nur verfault, sondern Gotteslästerung und Abtreibung wird bereits aktiv unterstützt!

Der Museumsdirektor und sein Vorgesetzter, der Kardinal, stellen Jesus und seine Jünger als Todsünder dar!

Das Heiligste, was der Mensch denken kann, Gott in seinem Sohn Jesus Christus, wird von seiner Kirche als Homo-Orgien-Todsünder ausgestellt!

Das Heiligste, was der Mensch in Gottes Auftrag auf Erden schaffen kann, das eigene Kind, wird von der Erzdiözese Wien verworfen und abgetan, indem der Kardinal der langjährigen Leiterin der „Aktion Leben Österreich“ persönlich den hohen päpstlichen „St. Gregorius Orden“ umlegt!

Diese Generalsekretärin der „Aktion Leben“, Gertrude Steindl, betonte, dass sie an der Fristenlösung, der straflosen Tötung ungeborener Kinder bis zur 14. Lebenswoche und in den „Indikationfällen“ der „Medizinischen“- , „Eugenischen- „ und „Unmündigkeits-Indikation“ bis zur Geburt, „nicht rütteln“ wolle!

Die jetzige Präsidentin der „Katholischen Frauenbewegung“, Margit Hauft, setzte sich am Höhepunkt der Diskussion um die Abtreibungspille „RU 486/Mifegyne“ für die Zulassung dieses Giftes ein!

Wurde sie gerügt? Sie wurde Präsidentin!

Treten Sie zurück Herr Kardina…
Donnerstag, 27. März 2008 14:49
Kurt K.: @ Florian G.
Des Kardinales Phallusdie Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet wird) von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.

Es ist halt bei den Phalli (?) genauso wie mit allem anderen: Was nicht trainiert wird, verkümmert.
Donnerstag, 27. März 2008 14:44
Aleph †: Liebenwürdigste Genovev
In Ihrer unerreichbaren Dumpfbackigkeit haben Sie wohl ganz übersehen, dass auch die Heilsgeschichte neben der Hauptperson einige Schlusselrollen zu vergeben hat.

Sie wurden unter anderem von Judas, Petrus, Johannes als Schlüsselrollen, die in den neutestamentlichen Geschichten etwas in Gang gesetzt haben, sehr souverän übernommen.

Wenn Ihre geschätzte und liebenswürdige Dumpfbackigkeit allerdings nicht über Katechismuswissen hinaus zu gehen wagt, dann umgeben Sie sich bitte nicht mit dem Nimbus einer verhinderten Relgionslehrerin. Das Missverhältnis fällt gar zu schnell auf.

Für sie wird es kein Schade sein. Deshalb: Gehen Sie in sich. Tun Sie Buße, vielleicht bei einer mehrtägigen Wallfahrt…! Manchmal helfen auch kalte Güsse.
Donnerstag, 27. März 2008 14:36
juergen: Wie das?
die Phallusse … von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
Wie jetzt?
Die Phallusse sollen sich für die Verbreitung der Christenlehre einsetzten?

Merkwürdig!

Donnerstag, 27. März 2008 14:33
Florian Geyer: Des Kardinales Phallus
die Phallusse (oder Phallen oder Phalli – keine Ahnung wie Plural gebildet wird) von gewissen Hierarchen sind sehr oft sicher eher winzig weichhodig und batzig wie eine Nudel sonst würden sie sich strammer, unerschrockener und vitaler für die Verbreitug der Christenlehre einsetzen.
Donnerstag, 27. März 2008 11:56
Aleph †: Stripto v K
Woher wissen Sie, dass Judas mit mir Busenfreundschaft pflegt. Hätten Sie wohl auch gern. Sind Sie neidisch?
Donnerstag, 27. März 2008 11:54
Genoveva: @Allerwertester Aleph:
Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte.

Gott sei Dank scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation zum Thema „Judas“.

Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit für die Liturgie entdeckt.

Sie scheinen sich in irgendeiner Form des Deliriums zu befinden. Die „Schlüsselfigur der Heilsgeschichte“ ist immer noch Jesus Christus.

Natürlich kann man im Kontext eines Bußgottesdienstes über Judas meditieren.

Was das Gerede von einer „Ausgrenzung“ meint, ist mir völlig schleierhaft. Meinen Sie eine fehlende Verehrung als „Heiliger“? Oder die nicht hinreichende Propagierung des Suizides durch die Kirche??

Si tacuisses, …
Donnerstag, 27. März 2008 11:54
Rübezahl: Und da war dann noch …
Mk 14,21
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Donnerstag, 27. März 2008 11:42
Wie handhaben Sie es mit Ihrer Schuld. Gehen Sie damit um wie es die Kirche offiziell vorschreibt, mit Schuld umzugehen???

Ach Aleph, Sie Freund des seichten Geschnodders. Schuld wird nicht gehandhabt, – Schuld wird bekannt, dies war zu jeder Zeit möglich.

Gerade Judas, Ihr Busenfreund, hat die grossartige Möglichkeit der Wiedergutmachung vertan und ist somit als Negativbeispiel in die Geschichte eingegangen.

Aleph, gehen Sie in sich oder verloren.

–-------------

Bis heute Abend dann Schatz – Bussi!
Donnerstag, 27. März 2008 11:37
Genoveva: @Kurt K.: Judas
Mir ging es zunächst nur um die Darstellung der Möglichkeit einer Verzweiflung ohne moralische oder religiöse Reue.

Bei Judas sieht es nach dem Bericht des Evangeliums wohl so aus: Er sieht ein, daß er einen Unschuldigen verraten hat und er möchte genau das tun, was Sie als „das Rad zurückdrehen“ nennen, indem er sein „Kopfgeld“ zurückgibt. Dieser Versuch mißlingt und er hängt sich auf.

Die christliche Vorstellung von Reue sieht natürlich anders aus. Da geht es nicht um den Versuch, das Rad zurückzudrehen, sondern darum, die Schuld als die eigene anzunehmen und neben dem Vorsatz der Besserung auch die Wiedergutmachung ins Auge zu fassen.

Im letzten gibt der Bericht des Evangeliums aber sicher nicht genug her, um letzte Urteile fällen zu können, was ja auch absolut nicht unsere Sache ist.
Donnerstag, 27. März 2008 11:21
Aleph †: Strepto v. K.
Wie handhaben Sie es mit Ihrer Schuld. Gehen Sie damit um wie es die Kirche offiziell vorschreibt, mit Schuld umzugehen???
Donnerstag, 27. März 2008 11:15
HeinrichvonOfterdingen: Liebe Beobachterin,
ich meinte nur, dass es sich um eine Art des Schönredens handelt, für die es historische Beispiele gibt. Ich wollte Sie mit nix in Verbindung bringen, womit Sie offensichtlich nix zu tun haben, ausser bezüglich einer Art der Selbsttäuschung, die es eben damals schon gab.
Donnerstag, 27. März 2008 11:07
Strepto von Kokke: @an die Fans von Judas
… Judasfans gehören zu der Kategorie Gläubige, die sich eigene Schuld schönreden.

Das geschieht aus falscher Scham vor einer aufrichtigen Beichte und Reue.

Der Verrat als Notwendigkeit ist natürlich eine ganz besondere Taktik Satans, um auch die grössten Verbrecher in einem heilsgeschichtlichen Licht erscheinen zu lassen.

Durch den Freitod hat sich Judas der Möglichkeit beraubt Wiedergutmachung zu leisten und noch dazu das Gnadenangebot der Barmherzigkeit GOTTES in seinem Stolz nicht zugelassen. Diese Barmherzigkeit für den reuigen Sünder war ihm als Augen- und Ohrenzeuge bekannt. Diese Hand GOTTES hat er ausgeschlagen.

Glorreiche Gegenbeispiele, denen es nachzueifern gilt, sind natürlich Petrus und Paulus. Wahre Vorbilder an praktischer Wiedergutmachung, die sich in ihrem Eifer für die Sache GOTTES reuig verzehrt haben.
Donnerstag, 27. März 2008 11:00
Aleph †: Großes Lob auf die Torheit
Vielleicht konnte der Judas keine Buße im richtig verstandenen katholischen Sinn tun.

Die Voraussetzungen waren einfach noch nicht geschaffen, um richtig büßen zu können.

Vermutlich haben noch nicht einmal Beichtstühle in diesen rauhen Zeiten zur Verfügung gestanden.

Ganz abgesehen davon, dass es vermutlich zu dieser Zeit auch an gültig geweihten römisch-katholischen altrituellen Priestern arg gebrach.

Für die hat es auch noch kein authentisches Priesterbild gegeben, um die Absolution zu erteilen zu können.

Man muss sich eine solche schlimme Unordnung einmal vorstellen.

Da konnte Judas, selbst bei bestem Willen, nicht die Buße tun, wozu er nach katholischen Vorgaben verpflichtet gewesen wäre.

Man wird es ihm daher wegen der schlimmen Verhältnisse, in denen sich die Kirche noch nicht zur ordnenden Macht hatte entwickeln können, in Milde nachsehen müssen.

Etwas Torheit spielt natürlich auch mit, fast zweitausend Jahre später, darüber zu diskutieren, ob Judas für seine „schlimme Tat“ auch ordentlich, nach der Lehre der Kirche, gebüßt haben könnte.

Ein ganz großes Lob auf die Torheit!
Donnerstag, 27. März 2008 10:36
Kurt K.: @ Genoveva: Reue
Also: angenommen, die Geschichte ist wahr, dann bereute Judas seine Tat, das ist mal sicher. Er sah, dass es falsch war und verzweifelte daran, weil er es nicht wieder gut machen konnte.

Was Sie meinen ist, dass er keine Buße tat im religiösen Sinne.

Aber glauben Sie nicht, wenn er hätte die Zeit zurückdrehen können, dass er es nicht nochmal gemacht hätte?

Und was anderes ist denn Reue als die Falschheit einer Tat einzusehen und zu bedauern, dass man es getan hat?

DER Bösewicht schlechthin ist Judas jedenfalls nicht.
Donnerstag, 27. März 2008 10:19
Genoveva: @Kurt K: Stellen Sie sich nicht dumm …
Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich um?

Hä?

HvO hat es doch ganz klar gesagt: Verzweiflung. Das setzt in gewisser Weise Einsicht in die „Falschheit“ der eigenen Tat voraus, was aber noch nicht Bedauern im moralischen oder Reue im religiösen Sinn bedeutet.

Verzweiflung kann auch einfach eine psychische Spannung sein, die unerträglich wird im Sinne der Weglosigkeit der eigenen Lebenssituation. Das muß noch überhaupt keine moralische Reflexion beinhalten.
Donnerstag, 27. März 2008 10:07
Aleph †: Die Liturgie entdeckt den Judas
Um noch einmal die Bedeutung des Judas in der Heils- und Passionsgeschichte zu betonen:

Ohne die Gestalt des Judas hätten sich Propheten des Ersten Testaments nicht erfüllen können.

Bekanntlich ist das Zweite Testament ohne das Erste nicht zu denken, hätte keine Grundlage.

Vor allem bezieht sich das Zweite (neue) Testament fortwährend auf das Erste.

Was wäre denn gewesen, wenn er beim Abendmahl nicht auch das Brot in die Schüssel getaucht hätte?

Was wäre denn gewesen, wenn er die Häscher in Gethsemane nicht auf Jesus aufmerksam gemacht hätte.

Der Petrus war doch viel zu sehr mit sich beschäftigt, wie es die Schrift bezeugt.

Ganz schön merkwürdig.

Deshalb: Judas ist die Schlüsselfigur der Heilsgeschichte. Durch ihn kam der Stein des Heils ins Rollen. Das ist neidlos anzuerkennen.

Deshalb sollte man ihm nicht, wie es die Tradition erheischt, Übles nachreden.

Auch wenn das Vielen nicht in den Kopf gehen will. Zumindest bekam er ungefragt die Rolle des finsteren Bösewichts übergestülpt.

Gott sei Dank scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Bei einem Bußgottesdienst in diesem Jahr gab es eine eindringliche Meditation zum Thema „Judas“.

Nach jahrhundertelangem Ausgrenzen des Judas wird er offensichtlich in seiner Wertigkeit für die Liturgie entdeckt.

Diese Entwicklung war überfällig.
Donnerstag, 27. März 2008 08:44
Beobachterin: Heinrich und der Führer?
Mittwoch, 26. März 2008 18:56HeinrichvonOfterdingen:
… warum nur erinnert Ihr Posting so fatal an den Spruch aller NS-Parteigenossen, die mit irgendwelchen (meist untergeordneten) Mißständen konfrontiert wurden: „Wenn das der Führer wüßte“.

Das weiß ich nicht, lieber Heinrich. Ich weiß nicht, warum Sie so schlechte Gedanken haben.
Mittwoch, 26. März 2008 23:22
Kurt K.: @ HvO: Reue
… ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts zu tun.

Sondern mit was? Weil er sich so supi fühlte brachte er sich um?

Hä?
Mittwoch, 26. März 2008 23:21
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Kurt K.,
Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien) bereut… also was ist dann mit ihm?
… ist mir neu, dass er bereute. Er verzweifelte und brachte sich um. Mit Reue hat das nichts zu tun.
Mittwoch, 26. März 2008 23:17
Kurt K.: Jahaaa… HvO
Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung, noch entsprach es seiner Absicht.

Das mag so sein. Nur spielen Sie es mal gedanklich durch: Was wäre denn passiert, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre.

Und nochwas: Judas hat ja (jedenfalls nach den kanonisierten Evangelien) bereut… also was ist dann mit ihm?
Mittwoch, 26. März 2008 23:11
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Kurt K.,
Ist neuerdings die Luftsicherheit DER Heilsplan Gottes schlechthin oder was?
… nein, natürlich nicht. Es ist nicht einmal der Plan des Bin Laden, obwohl dieser sich darum unfreiwillig verdient gemacht hat. So ähnlich ist es mit dem Judas. Sicher war er ein Rädchen im Heilsplan Gottes, Gott schreibt ja bekanntlich auch auf krummen Zeilen gerade. Aber da das was er beabsichtigte sündhaft war, hat er auch die Strafe dafür zu tragen. Dass daraus final etwas Gutes wurde, hatte er weder die Verantwortung, noch entsprach es seiner Absicht.
Mittwoch, 26. März 2008 23:05
Kurt K.: Haha, HvO…
Ist neuerdings die Luftsicherheit DER Heilsplan Gottes schlechthin oder was?
Mittwoch, 26. März 2008 23:01
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Aleph,
und ohne Bin Laden wäre die Luftsicherheit nicht so hoch wie sie heute ist. Wir sind ihm da schon ein wenig zu Dank verpflichtet, gell!
Mittwoch, 26. März 2008 22:48
Geist: Niveau
Dieser Artikel, der Titel & die Diskussion hier zeigt mir wieder einmal mehr auf ,welches Niveau +net hat und wie hier miteinander umgegangen wird. Und das hier keine vernünftige Diskussion geführt werden kann.
Ich finde es ja auch immer wieder interessant, dass alle auf fromm & heilig tun, aber wenn ich mir hier so die Artikel & Diskussionen anschaue, merke ich nichts davon.

Ich möchte nur eines sagen, ich bin Wienerin & bin auch ehrenamtlich in der Diözese tätig und bin stolz darauf so einen Kardinal zu haben !

so jetzt geht es mir besser
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