Paedophilie
Der Beruf des Priesters stinkt
Ein Mißbrauchsopfer berichtet. Und macht sich Gedanken über das sinkende Ansehen des Priesterberufs. Der Text hätte eine Anklage werden können. Von einem Ex-Priester für das ‘Vatican Magazine’.
Heute ist der Priesterberuf verachtet.
Heute ist der Priesterberuf verachtet.
(kreuz.net) Der Priester von früher sah aus wie Don Camillo, manchmal auch wie Pius XII. Die Leute mochten ihn. Sie gingen für ihn durchs Feuer. Ein Pfarrer, ein Geistlicher, ein Priester zu sein – das war einmal der angesehenste Beruf der Welt.

Längst ist der Pfarrer im Mittelfeld der Rankings versackt. Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Hochschullehrer haben ihn an Ansehen überholt. Das liegt nicht an übler Nachrede, nicht Überforderung, nicht an schlechter Ausbildung und schon gar nicht der viel gescholtenen Säkularisierung.

Es liegt an Nachrichten aus Wien, St. Pölten, Boston, St. Louis, Regensburg und neuerdings wieder Rom, die das Wort „Priester“ zu einem Synonym der Schande gemacht haben.

Die ehemals hohe Reputation der Gottesmänner wurde auf eine skandalöse Weise verspielt.

Einst war der Priesterberuf geachtet
Einst war der Priesterberuf geachtet
Vor vierzehn Tagen verließ ich mit einem jungen Familienvater den Gottesdienst. Er raunte mir zu: „Gott sei Dank sind meine Kinder keine Ministranten, bevor sie so einem in die Finger fallen.“

So weit ist es gekommen mit den Priestern. Man verachtet sie, verdächtigt sie, meidet sie, warnt vor ihnen – und manchmal leider zu Recht.

Dennoch weigere ich mich, in den Chor derer einzustimmen, die immer lauter rufen: „Hört doch endlich auf. Laßt es mit dem Zölibat. Es ist doch mit Händen zu greifen, wohin das führt!“

Ich habe ganz andere Gedanken: Ich glaube nicht, daß es sich die Kirche leisten kann, auf die Lebensform Jesu zu verzichten.

Ich halte es für puren Unglauben zu behaupten, Jesu Einladung in die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen sei nur mal so eine Idee, deren reale Durchführbarkeit modernen Menschen praktisch, sexualtechnisch und überhaupt nicht zugemutet werden könne.

Novemberausgabe des 'Vatican-Magazin'
Novemberausgabe des ‘Vatican-Magazin’
Ich hätte Angst vor einer Kirche, in der Funktionäre die Priester ersetzen, in der diplomierte Gottesspezialisten mit tariflicher Absicherung am Altar stehen, einer Kirche, deren zentrale Protagonisten nur noch auf Wissen und nicht mehr auf Hingabe abgecheckt wurden.

Mir schaudert vor einer Kirche, die, statt auf Apostel, auf Beamte gebaut ist. Ich sage das auch in Hinsicht auf die ökumenischen Implikationen einer solchen Aussage, weil es glücklicherweise einen Dietrich Bonhoeffer und andere gab und gibt.

Ich habe Verbrecher im Priesterrock erlebt, aber auch die bedeutendsten, verehrungswürdigsten und größten Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe.

Ich halte dafür, daß das eine vom anderen unterschieden werden kann.

Obwohl ich eine sehr eigene Geschichte habe, ziehe ich heute – es war nicht immer so – den Hut vor Männern, die aus freien Stücken und Liebe zu Gott Priester werden. Jetzt noch, in dieser Stunde der Kirche.

Sie wählen – um es mit Charles de Foucauld zu sagen – den „letzten Platz“. Sie ziehen, wie einst Mutter Teresa, das Kleid der Toilettenputzerinnen an. Sie begeben sich zu den Verachtetsten der Verachteten. Der Beruf des Priesters stinkt.

Ihn trotzdem wählen? Ja, denn das ist eine der Paradoxien der Erlösung, denen die Gnosis nie Verständnis entgegenbrachte: Gott selbst hat sich mit dem Gestank der Sünde identifiziert.

In seiner Passion ging er an den Ort, an dem ihn sein eigener Vater nicht mehr anschauen mochte. Heute Priester werden, das ist ein Weg in die Passion.

Der Beitrag erschien ursprünglich im ‘Vatican Magazine’.

Nächstes Mal: Der Zölibat ist kompletter Irrsinn
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Der Beruf des Priesters stinkt
2. Der Zölibat ist kompletter Irrsinn 3. Du sitzt am Joystick der Gemeinde 4. Der Zölibat ist Freiheit und Liebe oder er ist widerlicher Dreck 5. Meine Mutter gab mich an den Pforten des Pfarrhauses ab 6. Eines Sommerabends geschah es 7. Im Grunde wollte ich nur Sex, Sex, Sex 8. Die Verwüstungen meiner Seele waren tiefgreifend 9. Das Fazit eines Mißbrauchten
      
47 Lesermeinungen
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#48   Marcelus   12:26:44 | Sonntag, 6. April 2008
Nicht erst seit den Jahrzehnten nach dem „Pastoralkonzil“ in den 1960ern
ist der Priesterberuf verachtet -in den vortridentinischen Zeiten war es in weiten Teilen der katholischen Bevölkerung bereits so wie seit einiger Zeit wieder,
bis das Tridentinum eine gründliche Kirchenreform einleitete und wieder Disziplin in die Kirche brachte.
Davor sprach sogar das Papsttum offiziell in einem bekannten Päpstlichen Lehrschreiben davon, daß sich Kleriker und Laien von Natur aus als Feinde gegenüberstehen.
Das II. Vaticanum hat diese Zustände in der real existierenden Kirche auf Erden wieder hergestellt.
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#46   Kurt K.   01:41:36 | Freitag, 28. März 2008
Oh, naja…
Mitbekommen im Unterbewussten schon. Aber das zu denken sich zu wagen… hat einfach gefehlt. Das gab es nicht. Das hätte saftige Schellen gegeben.
Naja, ich denke im Einzelfall wurde da auch schon mal was gesagt, der eine oder andere Priester abgesetzt, wenns allzu offensichtlich war. Aber eine öffentliche Berichterstattung inklusive polizeilicher Nachforschungen innerhalb der Kirchenhierarchie – das gabs früher halt kaum bis gar nicht, je nachdem welches „früher“ wir meinen.
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#45   Aleph †   01:16:01 | Freitag, 28. März 2008
Kurt K.
Mitbekommen im Unterbewussten schon. Aber das zu denken sich zu wagen… hat einfach gefehlt. Das gab es nicht. Das hätte saftige Schellen gegeben.
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#44   Kurt K.   23:13:43 | Donnerstag, 27. März 2008
pneumat
Die modernen Priester werden deshalb verachtet, weil sie nicht nur meist fehlerhaft (schwull etc.) sondern auch ungläubig
Fast richtig, pneumat, fast!
Sie werden deshalb nicht mehr so hoch geachtet, weil man festetellt, dass Priester eben auch nur Menschen sind – und das schon immer waren. Früher hat halt das Vertuschen, Verschweigen, Einschüchtern besser geklappt, so dass etwaige „Vorfälle“ nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangten.
Seit die Presse da frei ihre Augen drauf hat und berichtet, wird der Saustall offenbar. Und dieser hat schon immer existiert.
Früher waren die Priester genauso Menschen wie heute, mit allen Fehlern wie alle anderen auch. Nur hat das halt keiner so richtig mitbekommen.
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#43   pneumat   22:54:05 | Donnerstag, 27. März 2008
‘Der Beruf des Priesters stinkt’
Priester ist das Bild fürs Lamm Gottes. Und das Gotteslamm soll tadellos und fehlerfrei gemäß Gottesgesetz sein. Die modernen Priester werden deshalb verachtet, weil sie nicht nur meist fehlerhaft (schwull etc.) sondern auch ungläubig und daher geistlos, also, ohne Heiligen Geist sind. Das salzfreie Salz wird zu Säuen weggeworfen.
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#42   raindance1 †   19:20:50 | Donnerstag, 27. März 2008
na sowas…
Sie wählen – um es mit Charles de Foucauld zu sagen – den „letzten Platz“. Sie ziehen, wie einst Mutter Teresa, das Kleid der Toilettenputzerinnen an. Sie begeben sich zu den Verachtetsten der Verachteten. Der Beruf des Priesters stinkt.
welcher Priester wählt den letzten Platz? welcher stinkt? welcher trägt das Kleid der Toilettenputzerin?…unser Ortspfarrer kommt chic im offenen Sacko mit modischem Hemd darunter angelaufen…und er sitzt immer vorne, gelegentlich mit Damenbegleitung…seine Automarke ist nicht die der Toilettenfrau, die hat ohnehin nur ein Fahrrad…
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#41   HeinrichvonOfterdingen   11:50:55 | Donnerstag, 27. März 2008
Lieber Peter-Pan,
Homosexualität hat nichts mit den kriminellen Beispielen zu tun, die sie hier aufzählen. Der Vergleich hinkt also gewaltig. Außerdem hat hier, wie gesagt, keiner ein Outing verlangt.
… es ging um Sünde, also um Beleidigungen Gottes. Der Vergleich ist daher höchst zutreffend.
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#40   stimme der vernunft †   11:35:02 | Donnerstag, 27. März 2008
„einst war der Priesterberuf geachtet“
Ein hübsches Bild.
Ist das der junge Kardinal Groer im Kreise seiner Lieblingsministranten?
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#39   Aleph †   11:19:03 | Donnerstag, 27. März 2008
juergen
Es ist ein aufschlussreiches Bekenntnis, das Sie hier verlinkt haben.
Ich denke mal, dass es genügend ähnlich gelagerte Fälle gibt. Das wird auch der Kirchenleitung nicht unbekannt sein.
Nach außen lehnt sie die Homosexualität offiziell und strikt ab. Sehr viel mehr kann sie aber auch nicht tun.
Aber damit ist die Problematik nicht gelöst, wenn es denn eine Problematik gibt. Oder vielleicht doch, aus völlig anderer Perspektive betrachtet.
Dennoch ist es nicht zu begreifen, warum sich die Bistumsleitungen bei pädophilen Priestern häufig so tappsig aufführen und dieserart veranlagte Priester in die Gemeinde- oder Jugendseelsorge abordnen.
Bestimmt gäbe es auch andere Aufgaben, die sie übernehmen könnten, ohne das Übergriffe vorprogrammiert sind.
Da muss es immer erst zu peinlichen Skandalen kommen, bis amtlicherseits überhaupt gehandelt wird.
Auf diese Weise ist der Priesterberuf in Verruf gekommen.
Die Kirche selbst trägt durch ihr Verhalten eine große Mitschuld an dieser Entwicklung.
Sagen was Sache ist, dazu stehen und konkret handeln. Vertuschen bringt keinem Betroffenen was.
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#38   Kurt K.   10:54:47 | Donnerstag, 27. März 2008
Exkommunikation
In der Tat, es ist ein seltsames Ungleichgewicht in den Strafen festzustellen, die wegen verscheidener Vergehen von Priestern ausgesprochen werden. Allerdings muss man natürlich sagen, dass Priester, die Frauen weihen, wahrscheinlich nicht soo viel auf die Exkommunikation geben, denn diese mißachten ja auch _bewußt_ die kirchlichen Gesetze, weil sie mit ihnen nicht einverstanden sind.
Den meisten Pädophilen kann man wahrscheinlich zu gute halten, dass sie ihre Taten im Prinzip wahrscheinlich selber für falsch halten. So habe ich mal in einem anonymisierten Interview mit einem Sexualstraftäter gelesen, dass er seine Taten allesamt für verwerflich hielt und zwischen seinen einzelnen Taten Monate und Jahre vergingen, bis er schliesslich bei einer sich bietenden Gelegenheit „nicht mehr anders konnte“ und einem inneren Zwang nachgab. Dennoch war ihm klar, dass seine Tat Unrecht war.
Pädophilie ist ja meist nicht einfach eine sexuelle Orientierung wie Hetero oder Homo – es ist oft eine psychische Störung, die derjenige nicht willentlich kontrollieren kann, sondern im Gegenteil: Sie beherrscht oftmals die jeweiligen Menschen.
So gesehen ist es nachvollziehbar, dass Frauen-weihende Priester exkommuniziert werden und Pädo-Priester nicht, denn letztere bereuen ihr Tun mit Sicherheit gewaltig, wenn sie mit ihrem Oberhirten sprechen, während erstere ihr Tun wahrscheinlich rechtfertigen.
Für Pädo-Priester wäre es natürlich angemessen, sie aus dem Priester-Dienst zu entfernen.
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#37   Peter-Pan   06:12:21 | Donnerstag, 27. März 2008
@litterae sunt divitiae
Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir bzgl. der Kirche auch oft stelle. Dennoch kann die Kirche weibl. „Priester“ nicht anerkennen.
Muss sie ja auch gar nicht. Aber aus katholischer Sicht ist ein Gläubigen zu exkommunizieren so ziemlich die schlimmste Strafe, die die Kirche aussprechen kann. Dass sie gerade bei „weiblichen Priestern“ oder Geistlichen die diese unterstützen so empfindlich reagiert, wenn normalerweise nicht mal Kinderschänder im Priesteramt diese Strafe fürchten müssen, finde ich ein wenig irritierend.
@HeinrichVonOfterdingen
vielleicht sollten sich in Zukunft auch Bankdirektoren outen, die immer in Versuchung waren ihre Bank auszurauben, dies aber nie getan haben, Sportler, die ihrer Versuchung immer widerstanden haben mal doch zu dopen oder Geheimnisträger, die immer in Versuchung waren ein Geheimnis der Presse zuzutragen, das aber nie übers Herz brachten?
Homosexualität hat nichts mit den kriminellen Beispielen zu tun, die sie hier aufzählen. Der Vergleich hinkt also gewaltig. Außerdem hat hier, wie gesagt, keiner ein Outing verlangt.
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#36   juergen   23:33:27 | Mittwoch, 26. März 2008
Repräsentativ?
Fragt sich ob Ihr Seminar representativ ist. Aber als Hinweis reichts ja.
Ich kann vor allem nur für mein Semester und nicht das ganze Seminar sprechen. Sicher sind die Zahlen nicht repäsentativ für alle dt. Seminare und schon gar nicht weltweit.
Jemand, den ich auch noch aus dem Seminar kenne hat mal was auf seiner Homepage geschrieben:
K L I C K soemer-digital.de/?Willkommen:Kir…
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#35   Kurt K.   23:29:55 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO: Augen auf bei der Berufswahl!
Ein mit mir befreundeter Priester klagte mir, dass er immer wieder mit Weibertsleitern zu tun hat, die sich ins Pfarrhaus unter Vorwänden einschleichen und dann mehr oder weniger unbekleidet auf ihn warten. Ist das schon unangenehm genug.
Mist verdammter! Ich hab offensichtlich den falschen Beruf gewählt. DAS ist mir noch nie passiert…
Öhm… ich fühle da gerade eine Berufung zum Priester… was muss man machen um Priester zu werden? ;-)
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#34   juergen   23:27:05 | Mittwoch, 26. März 2008
Gründe
Wer anfängt Theologie auf Priesteramt zu studieren, dem bleibt sofern er sich „outet“ keine Berufschance. Er steht mit akademischem Abschluß auf der Straße und ist erstmal unvermittelbar.
Auch ein Grund, warum sich Studenten vor der Weihe und nach der Weihe nicht outen können.
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#33   Kurt K.   23:26:39 | Mittwoch, 26. März 2008
@ Juergen: Danke.
Von den verbleibenden 7 haben mir
3 erzählt, daß sie schwul sind, und sie sind dennoch Priester geworden;
mit den anderen 4 habe ich über das Thema nie gesprochen…
Na, das ist doch schonmal was. Danke für die Auskunft.
Fragt sich ob Ihr Seminar representativ ist. Aber als Hinweis reichts ja.
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#32   HeinrichvonOfterdingen   23:24:44 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
dann lassen Sie es von mir aus nur 5% der heterosexuellen Avancen sein. Ein mit mir befreundeter Priester klagte mir, dass er immer wieder mit Weibertsleitern zu tun hat, die sich ins Pfarrhaus unter Vorwänden einschleichen und dann mehr oder weniger unbekleidet auf ihn warten. Ist das schon unangenehm genug.
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#31   juergen   23:22:21 | Mittwoch, 26. März 2008
Zahlen
Ich sagte ja auch nur, dass ich es interessant fände, mal zu erfahren, wieviele Priester denn nun wirklich schwul sind.
Zahlen gibt es keine.
Ich sag mal so: in meinem Studiensemester waren 12 Leute.
– 3 davon sind aus verschiedenen Gründen keine Priester geworden (unter anderem ich).
– 2 sind keine Priester geworden weil sie schwul sind.
Von den verbleibenden 7 haben mir
3 erzählt, daß sie schwul sind, und sie sind dennoch Priester geworden;
mit den anderen 4 habe ich über das Thema nie gesprochen…
Noch Fragen? o.O
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#30   Kurt K.   23:21:43 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO: Halte ich für unwahrscheinlich
sondern weil sie befürchten, dann mit einer Vielzahl entsprechender Avancen überschüttet zu werden.
Da 95% der Bevölkerung Heteros sind, halte ich das für sehr sehr unwahrscheinlich.
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#29   HeinrichvonOfterdingen   23:19:43 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
ich vermute, die meisten Priester mit homosexueller Veranlagung, die dauerhaft der Versuchung widerstehen werden nicht nur deshalb auf ein Outing verzichten, weil das wirklich niemanden was angeht, sondern weil sie befürchten, dann mit einer Vielzahl entsprechender Avancen überschüttet zu werden.
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#28   Kurt K.   23:14:37 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO
… abgesehen davon, dass das keiner zu tun braucht, der eine der sagt: Hut ab wird die vielen nicht aufwiegen, die sagen Kopf ab.
DA wäre ich mir nicht so sicher, dass es nur „einer“ ist, der sagt: Hut ab.
Ich komme aus beruflichen Gründen ziemlich häufig mit Kirchenmusikern (sowohl ev. als auch kath.) zusammen. Wenn Sie wüssten, wieviele hauptamtliche davon schwul sind… und die Gläubigen wissen das auch, und es ist ihnen nicht weiter wichtig. Der Mensch zählt nämlich mehr als die sexuelle Ausrichtung – jedenfalls bei den meisten.
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#27   HeinrichvonOfterdingen   23:06:21 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
Jedoch: Wenn es einer tut, dann sage ich: Hut ab!
… abgesehen davon, dass das keiner zu tun braucht, der eine der sagt: Hut ab wird die vielen nicht aufwiegen, die sagen Kopf ab.
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#26   Kurt K.   23:03:52 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO
Diese Versuchung ist dann eine rein innere Angelegenheit des Menschen, die er nicht einmal in der Beichte zu offenbaren braucht.
Hm? DAS hab ich aber auch schon ganz anders gehört auf dieser Seite. So seien schon „schmutzige“ Gedanken Sünden gegen die „heilige Reinheit“…
So ist das auch mit einem homosexuell veranlagten Priester, der der Versuchung niemals nachgibt. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig.
In der Tat, Rechenschaft ist er niemandem schuldig. Ich sagte ja auch nur, dass ich es interessant fände, mal zu erfahren, wieviele Priester denn nun wirklich schwul sind. Dass ichs interessant fände bedeutet ja keinerlei Verpflichtung für einen Priester, sich zu „outen“.
Jedoch: Wenn es einer tut, dann sage ich: Hut ab!
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#25   juergen   23:01:39 | Mittwoch, 26. März 2008
Homo-Priester
Da gibt es bei Homo-Priestern ja verschiedene Möglichkeiten
1. er lebt den Zölibat
a. er lebt ihn gut
b. er geht daran zugrunde
2. er hat einen Partner im geheimen
a. es bleibt verdeckt, wie bei einem Studienkollegen von mir
b. es wird offenbar, wie bei einem mir bekannten Priester, der dann aus „gesundheitlichen Gründen“ erstmal beurlaubt wurde.
3. er „outet“ sich
a. er will dennoch Priester bleiben, wird in „Therapie“ (z.B. nach Münsterschwarzach) geschickt und hat im Personalverzeichnis die Adresse des Generalvikariats
b. er gibt den Priesterberuf auf, wie es ein Studienkollege von mir getan hat.
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#24   HeinrichvonOfterdingen   22:56:35 | Mittwoch, 26. März 2008
Tja, lieber Kurt K.,
es gibt halt Leute, die mit den Versuchungen anders umgeben als Oscar Wilde, der da sagte: Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben, Leute, die ein Leben lang gegen eine Versuchung kämpfen. Diese Versuchung ist dann eine rein innere Angelegenheit des Menschen, die er nicht einmal in der Beichte zu offenbaren braucht.
So ist das auch mit einem homosexuell veranlagten Priester, der der Versuchung niemals nachgibt. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig.
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#23   Kurt K.   22:45:19 | Mittwoch, 26. März 2008
@ HvO: Hä?
hm.
HmHm…
Hä?
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#22   HeinrichvonOfterdingen   22:27:12 | Mittwoch, 26. März 2008
Lieber Kurt K.,
vielleicht sollten sich in Zukunft auch Bankdirektoren outen, die immer in Versuchung waren ihre Bank auszurauben, dies aber nie getan haben, Sportler, die ihrer Versuchung immer widerstanden haben mal doch zu dopen oder Geheimnisträger, die immer in Versuchung waren ein Geheimnis der Presse zuzutragen, das aber nie übers Herz brachten?
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#21   litterae sunt divitiae   22:26:05 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K
Veilleicht. Aber darüber hinaus müssen Sie ja noch den Nutzen bedenken. Welchen Nutzen hätte ein schwuler Priester, wenn er sich outen würde? Ich meine keinen. Er würde nur Risiken eingehen, nämlich z.B. im Ansehen seiner Gemeinde stark zu sinken, oder ein unangenehmes Gespräch mit dem Bischof führen zu müssen. Daher bin ich mir sehr sicher, dass solche „Massenoutings“ auch in naher Zukunft ausbleiben werden.
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#20   Kurt K.   22:22:22 | Mittwoch, 26. März 2008
litterae
Was heißt nichts? Seitens der Kirche vielleicht nicht viel, aber überlegen Sie doch mal – der würde sich in der Gemeinde doch nicht nur Freunde machen. Viele Leute wären bestimmt nicht begeistert, wenn sie einen offen als schwul geouteten Pfarrer hätten.
Naja, der eine oder andere würde sich vielleicht auf den Schlips getreten fühlen. Andere hingegen würden diesem ehrlichen Mann dann aber auch Respekt zollen. Und wenn zutrifft, was viele vermuten, nämlich dass es sehr sehr viele schwul empfindende Priester gibt, dann würde sich die Gesellschaft ja auch daran gewöhnen.
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#19   litterae sunt divitiae   22:14:52 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K
Wenn das Beispiel, welches litterae meint, wahr ist, dann passiert einem sich als hs-empfindenden Priester ja anscheinend nichts, wenn er sich outet.
Was heißt nichts? Seitens der Kirche vielleicht nicht viel, aber überlegen Sie doch mal – der würde sich in der Gemeinde doch nicht nur Freunde machen. Viele Leute wären bestimmt nicht begeistert, wenn sie einen offen als schwul geouteten Pfarrer hätten.
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#18   Kurt K.   22:11:22 | Mittwoch, 26. März 2008
Juergen: Liste?
Ich meinte eigentlich nicht eine Liste praktizierender Schwuler Priester – sondern „gut zöllibatär“ lebende homosexuell empfindende Priester.
Wenn das Beispiel, welches litterae meint, wahr ist, dann passiert einem sich als hs-empfindenden Priester ja anscheinend nichts, wenn er sich outet.
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#17   litterae sunt divitiae   22:06:32 | Mittwoch, 26. März 2008
@juergen
Jüngst hat wieder einer im Bistum aufgehört. Offiziell aus „gesundheitlichen Gründen“ – inoffiziell und hinter vorgehaltener Hand aufgrund der Beziehung zu seinem Freund.
Wenigstens war dieser Priester dann aber konsequent.
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#16   juergen   22:04:40 | Mittwoch, 26. März 2008
Liste
Wie lang soll ich die Liste der schwulen Priester machen…
Jüngst hat wieder einer im Bistum aufgehört. Offiziell aus „gesundheitlichen Gründen“ – inoffiziell und hinter vorgehaltener Hand aufgrund der Beziehung zu seinem Freund.
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#15   litterae sunt divitiae   22:02:26 | Mittwoch, 26. März 2008
@Peter-Pan
Mit welchem Maß wird hier gemessen?
Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir bzgl. der Kirche auch oft stelle. Dennoch kann die Kirche weibl. „Priester“ nicht anerkennen. Nach kath. Lehre kann dieses Sakrament Frauen gar nicht gültig gespendet werden.
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#14   Kurt K.   22:00:35 | Mittwoch, 26. März 2008
litterae: Seltsam
Ja, ich habe mal von wenigstens einem Fall gehört, bei dem sich vor ein paar Jahren ein dt. Priester öffentlich geoutet hat, natürlich ohne Konsequenzen seitens der Kirche.
Das ist in der Tat seltsam.
Ich interpretiere das mal so, dass die Kirch Schiss hatte, bei einer Suspendierung des betreffenden Priesters mal wieder unrühmlich in die Schlagzeilen zu kommen und die Widersprüchlichkeit ihrer „Moral“ mal wieder um die Ohren gehauen zu bekommen.
Interessant wäre es, würden sich alle Schwulen Priester mal outen. Würd mich in der Tat mal interessieren, wieviel Prozent es nun wirklich sind, jenseits aller Spekulation.
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#13   Peter-Pan   21:58:01 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K.
Es ist wohl mehr als nur ein Gerücht, dass unterdrückte Homosexualität oft zu einer Jobsuche verleitet, bei der unterdrückte Sexualität Arbeitsbedingung ist.
Natürlich will die RKK keine schwulen Priester. Sie verbietet es nicht prinzipiell. Ich weiß nicht, ob sie das überhaupt kann/darf. Sie möchte aber, dass homosexuelle Geistliche ihre sexuelle Orientierung zumindest für sich behalten. Bei ernsthafter Berufung und Einhaltung des Zölibats sollte das ja ohnehin keine Rolle spielen.
@litterae sunt divitiae
„Weibliche katholische Priester“, bzw. die rebellischen katholischen Geistlichen, die sie weihen, werden im Regelfall exkommuniziert. Das erschreckt mich ein wenig. Ich meine, die Kirche kann dazu ja jede Meinung haben, die sie haben will, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie je einen Priester exkommuniziert hätte, der sich an Kindern vergriffen hat.
Mit welchem Maß wird hier gemessen?
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#12   student   21:54:05 | Mittwoch, 26. März 2008
Letztendlich ist die Regelung der Kirche nur eine schamhafte Behandlung des Themas
Eine ebenso amüsante Regelung hat das US Militär mit „Don’t ask, don’t tell“ gefunden.
Dort dürfen Vorgesetzte ihre Untergebenen nicht über ihre sexuelle Orientierung befragen, im Gegenzug müssen Militärangehörige sie verschweigen wenn sie homosexuell sind.
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#11   litterae sunt divitiae   21:51:52 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K
Ja, ich habe mal von wenigstens einem Fall gehört, bei dem sich vor ein paar Jahren ein dt. Priester öffentlich geoutet hat, natürlich ohne Konsequenzen seitens der Kirche. Wenn man erst mal Priester ist, kann einem ohnehin nicht mehr viel passieren, da die Weihe ja unwiderruflich ist und der Klerus zusammenhält wie Pech und Schwefel, solange man nicht wie Küng oder Hasenhüttel Häresien öffentlich lehrt. Es werden auch genügend praktizierende schwule und heteros. Priester von der jeweiligen Bistumsleitung gedeckt, dann wird man eben versetzt uä. Das kennt man ja.
Natürlich ist es was ganz anderes ob jemand blind, taub, gelähmt oder schwul ist, aber so, wie es die Kirche nicht als Diskrimineirung ansieht, keine Frauen zu weihen, so ist es eben auch mit den Schwulen. Aber das ist ja nur das, was der Vatikan sich vorstellt. Und für uns hier in Deutschland ist Rom weit weg…
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#10   Kurt K.   21:41:40 | Mittwoch, 26. März 2008
@ PeterPan / litterae: Hm
litterae: So, wie ein Blinder kein Priester werden kann, kann eben auch ein Schwuler keiner werden.
Rein logisch betrachtet ist das aber nicht dasselbe. Ein blinder Priester hätte ja reale Nachteile. Es wäre ihm praktisch unmöglich, seinen Beruf auszuüben.
Ein schwul denkender (also nicht praktizierender) Priester jedoch hätte das nicht.
Also ist diese offizielle Position der Kirche (praktizierte HS ist Sünde) nur dummes Geschwurbel, einzig und alleine dazu gedacht, die Gesellschaft nicht noch mehr gegen sich aufzubringen.
PeterPan: Ich glaube, es ist so geregelt, dass Homosexuelle Priester sein dürfen, so lange sie es nicht zugeben.
Gibts da eigentlich ein Beispiel eines „Outings“ eines schwulen Priesters, der seine HS nicht praktiziert? Es ist ja klar, dass ein praktizierender Schwuler aus dem Priester-Amt entfernt wird. Einem praktizierenden Hetero geht das ja ganz genauso.
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#9   litterae sunt divitiae   21:38:55 | Mittwoch, 26. März 2008
@Peter-Pan
Ich glaube, es ist so geregelt, dass Homosexuelle Priester sein dürfen, so lange sie es nicht zugeben.
Ja, gut ausgedrückt. Inoffiziell ist es so.
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#8   Peter-Pan   21:31:59 | Mittwoch, 26. März 2008
Keine Berufung mehr…
Ich glaube nicht, dass der Ansehensverlust der Priester allein – oder auch nur größtenteils – durch diese Mißbrauchsfälle verursacht wird. Wir leben nun einmal in einer säkularen Gesellschaft (worüber ich froh bin) in der Priester Menschen sind, die vor sich hinpredigen aber von (fast) niemanden mehr als notwendig erachtet werden.
Die Menschen waren früher nun einmal wirklich gläubiger. Die Religion wurde als Tatsache akzeptiert und der, der sie vertrat, als wichtige Person angesehen. Vergessen wir nicht, es ist noch gar nicht so lange her, da hielt man die Bibel für eine historische Schrift. Heute sieht das nicht mal mehr die Kirche noch so. Da ist nur noch von Mythen und Metaphern die Rede.
Der Priester von früher sah aus wie Don Camillo, manchmal auch wie Pius XII.
Das halte ich für eine kitschige Vorstellung. Gibt es eigentlich irgendeinen Grund zu der Annahme, dass es früher weniger Mißbrauchsfälle gab als heute. In dieser „guten alten Zeit“, als Geistliche noch einigermaßen unangreifbar waren. Als die Medien sich noch bedeckt hielten und Priester in der Gesellschaft eine so erhabene und heilige Stellung hatten, dass man sich zu Recht fürchten musste, die Stimme gegen sie zu erheben.
Klerikaler Machtmissbrauch der einen oder anderen Art zieht sich durch die gesamte Kirchengeschichte. Heute wird nur lauter und zorniger darüber gesprochen.
@Kurt: Ich glaube, es ist so geregelt, dass Homosexuelle Priester sein dürfen, so lange sie es nicht zugeben.
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#7   litterae sunt divitiae   21:31:53 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K
Es ist richtig, dass die kirche die Neigung nicht als sündhaft ansieht, wohl aber als ein handicap. So, wie ein Blinder kein Priester werden kann, kann eben auch ein Schwuler keiner werden. Zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es aber so, dass ein Schwuler, der diesen Beruf anstrebt i.d.R. ja dem Regens nicht brühwarm erzählt, dass er schwul ist, und dann gilt „in dubio pro reo“
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#6   Kurt K.   21:27:12 | Mittwoch, 26. März 2008
litterae: nein?
Nein? Warum nicht?
Ist nicht die katholische Position zum Thema Homosexualität, dass nur „ausgelebte Homosexualität“ – also der reale Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Partner – Sünde ist?
Und wenn dem so ist, warum darf dann ein Mann, der nur schwul empfindet (also Männern statt Frauen hinterherguckt) kein Priester werden?
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#5   litterae sunt divitiae   21:23:44 | Mittwoch, 26. März 2008
@Kurt K
Theoretisch: Nein
Aber in der Praxis ist das was ganz anderes…
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#4   Kurt K.   21:19:23 | Mittwoch, 26. März 2008
Schwule Priester: Frage:
Wie ist das eigentlich geregelt: Wenn Mann schwul empfindet, dies aber nicht auslebt, darf dieser dann eigentlich Priester werden?
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#3   student   21:16:16 | Mittwoch, 26. März 2008
solche Geschichten gibt es ja schon ewig
Seit ich klein bin wurden Witze darüber gemacht und wenn man es mal mitbekam Geschichten über Prister erzählt die kleine Jungs angefasst haben.
Mann muss ja nur mal 1 und 1 zusammenzählen.
Ein junger Mann ist schwul, kommt damit nicht zurecht, würde von seinem Umfeld verstoßen. Die Lösung: Eine Organisation die nur aus Männern besteht und in der man keine Frauen haben darf.
Man kann versuchen diesen Trieb zu unterdrücken, vielleicht sogar näher bei Gott zu sein, und niemand schöpft verdacht…
Die Probleme mit schwulen Priestern sind ja bis in höchste Kirchenkreise bekannt und man hat sich damit beschäftigt.
Skandalös daran ist eigentlich nur dass soetwas nur unter den Teppich gekehrt wird um das Ansehen der Kirche nicht zu beschädigen.
Letztendlich wird damit aber das Gegenteil erreicht, früher waren es dann Geschichten und Gerüchte die man sich im Dorf darüber erzählt hat, heute wird es öffentlich breitgetreten.
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#2   mandy   19:55:12 | Mittwoch, 26. März 2008
Mischmasch!
Hier wird durcheinandergeworfen, was zu trennen ist. 1)Die neueste ranking-Umfragen widerspricht der Behauptung: An erster Stelle des Berufsansehens stehen die Ärzte und an zweiter Stelle sofort der Priesterberuf. 2)Wenn ein Familienvater eine private Bemerkung macht, dann läßt sich noch nicht einmal auf seine Gesamthaltung zu Priestern schließen, erst Recht nicht auf die Haltung „der Leute“ zu ihnen. Das ist hier höchstens ein Feulliton-Artikel mit geringem Unterhaltungswert.
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#1   Kurt K.   18:56:16 | Mittwoch, 26. März 2008
Ruf des Berufs
Tja… so ist der Lauf der Geschichte.
Schon so mancher Beruf war einst von Ehre oder von Unehre.
Und so wandelt sich auch das Ansehen des Priester-Berufs.
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