Eigentlich fiel die Ostermesse von Papst Benedikt XVI. ins Regenwasser. Doch die Auferstehung kam trotzdem zustande.
Papst Johannes XXIII. mit Oster-Mozetta
(kreuz.net) Diese Jahr fand die Ostermesse von Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz unter heftigen
Regenschauern statt.
Deshalb konnte Benedikt XVI. den feierlichen päpstlichen Segen Urbi et Orbi nicht
von der Loggia der Peterskirche aus spenden, sondern tat es nach der Ostermesse vom Altar aus.
Infolgedessen
kamen auch die liturgischen Gewänder nicht zum Zug, die für den Segen vorgesehen waren: ein Regenmantel
und eine Mitra von Papst Benedikt XV. († 1922).
Dafür gab es am Ostertag die Auferstehung eines weiteren
klassischen liturgischen Gewandes: der weißen Oster-Mozzetta.
Nach der Messe zeigte sich der Heilige
Vater in seiner Chorkleidung.
Sie besteht aus der päpstlichen Soutane, dem Chorhemd, der Mozzetta und –
je nach Anlaß – aus einem Brustkreuz an einer goldenen Kette mit Stola.
Eine Mozzetta ist ein bis zu
den Ellenbogen reichender Schulterkragen, zum Teil mit kleiner Kapuze. Sie wird über einem weißen Chorrock
getragen.
Traditionell gab es drei Typen päpstlicher Mozzettas: eine rote Seidenmozzetta für den Sommer,
eine rote Samtmozzetta mit weißen Pelzrändern für den Winter und eine weiße Seiden-Mozzetta mit weißen
Pelzrändern, die der Papst nur in der Osteroktav trägt.
Bereits im Jahr 2005 führte Papst Benedikt
XVI. die Winter-Mozzetta wieder ein. Sie wurde zuletzt von Papst Paul VI. († 1978) getragen.
Der Ostertag
sah jetzt auch die Wiedereinführung der Oster-Mozzetta.
Auch sie wurde das letzte Mal von Papst Paul
VI. getragen.
Ein Grund für diese Bereicherung der päpstlichen Garderobe ist der Sinn Benedikts XVI.
für die altehrwürdige Tradition der Kirche.
Doch es gibt noch handfestere Motive.
Benedikt XVI. ist
von seiner Konstitution her kälteempfindlich. Darum ist er auf diese Kleidungsstücke angewiesen, deren
erster Sinn nicht dekorativer, sondern praktischer Natur ist.
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Es sind jetzt schon vier Wochen seit Ostern vorbei, und der Papst trägt immer noch die weiße Mozzetta.
Kann es sein, dass er – o Schreck! – die alte Tradition („nur in der Osteroktav“) geändert und auf die
ganze Osterzeit ausgedehnt hat?
@ Kurt K. Spundekäs hab ich schonmal gehört… ist das sowas wie der bayrische Oabatzder Nein, der Spundekäs
wird hauptsächlich aus Frischkäse gemacht, der Obatzda besteht vor allem aus überreifem Camembert.
Daher hat er, wie man sich leicht vorstellen kann, eine völlig andere Note. Er wäre vermutlich eine
unpassende Beilage bei Genuß leichter Weine (zur Mittagszeit), während kräftiges bayerisches Bier gut
dazu passt.
Zum Anziehen der Pantoffeln spricht die Nachtlaterne: Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich
behüten…damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße.
#109 pangelingua 19:33:25 | Sonntag, 30. März 2008
@nachtlaterne Können Sie mir (uns) erklären, was diese Jeremias-Sprüche mit der weißen Mozzetta des
Papstes zu tun haben? Sagen Sie auch einen Bibelspruch auf, wenn Sie abend Ihre Pantoffeln anziehen?
#108 Nachtlaterne 22:37:11 | Freitag, 28. März 2008
Wort Gottes: Klagt ihr Hirten und schreit; wälzt euch im Staub, ihr Her-ren der Herde! Denn die Zeit
ist gekommen, daß ihr ge-schlachtet werdet; ich zerschmettere euch, daß ihr berstet wie ein Prunkgefäß.
Es gibt keine Flucht mehr für die Hir-ten, kein Entrinnen für die Herren der Herde. Horcht, wie die
Hirten schreien und die Herren der Herde wehklagen, weil der Herr ihre Weide verwüstet. Verdorrt sind
die friedlichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. Er verläßt sein Versteck wie ein Löwe; ihr
Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch sein rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns.
Jer. 25/31-38
Lieber Jürgen, Ist das dieser süddeutsche Tanz, wo sich die Leute auf den Oberbatzen schlagen? … ich
glaube eher, man hat Ihnen zu oft auf den Oberbatzen geschlagen.
Gott sei Dank hat sich das Bayerische nie offiziell als selbständige Sprache etabliert, wie das die abtrünnigen
Niederländer und Luxemburger taten. Es gab aber Pläne eines bayerischen Königs, eine bayerische Nationalsprache
zu kreieren, auch in Österreich für eine österreichische Nationalsprache in den Jahren nach 1945, ebenso
in der Deutschschweiz in den Jahren der NS-Zeit gab es Bestrebungen, Schwyzerdytsch wie Niederländisch
und Luxemburgisch zu einer eigenen Nationalsprache zu machen.
Stolzes Ergebnis Na wer sagt es denn: Das Limit konnte überschritten werden. Dank allen werthen Schreiberinnen
und Schreibern, die zu diesem doch recht stolzen Ergebnis beigetragen haben. Dies auch unter der Prämisse,
dass es häufig schräg gequietscht und lästerlich gemeutert hat, wenn furchtbar diffamiert wurde, wenn
Exkommunikationen angedroht wurden und übelste Beschimpfungen die Seiten verunzierten und auch wenn nachhaltig
zur Untreue gegen die heilige Kirche aufgerufen wurde. Und alles nur wegen der hervorgekramten Mozzetten.
Letztendlich konnte das rettende Ufer durch das Fegefeuer der Meinungen über die päpstlichen Mozetten
doch erreicht werden. Ein wahrer Triumphzug. Alle sind gestählt aus dem eifrigen Kampf hervorgegangen.
Tausend Dank allen, die so besessen tapfer an diesem doch authentisch schönen Ergebnis so tatenfreudig
und selbstlos mitgewirkt haben. :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 o^/
man könnte es ja mal anregen, ich halte es auch für einen sinnvollen Vorschlag… Gerne würde ich den
Disput weiter vertiefen, werde mich aber erst mal ausloggen müssen… bis dahin gibt es dort bar.wikipedia.org/wiki/Hauptseitn
Antworten auf die drängendsten Fragen!
Ach Arkanum! Schade… Ich hatte jetzt sowas erwartet wie: Wer Obatzda falsch schreibt oder falsch ausspricht,
der wird mit Weisswürsten nicht unter drei Paar bestraft. Bei erneuter Straffälligkeit kann die Strafe
zusätzlich durch 3 Löffel süssen Senf verschärft werden. Oder so was in der Art.
Weisse Mozetta des Papstes in der Osteroktav Zur weissen Mozzetta des Papstes in der Osteroktav. Wenn
wohl auch historisch nicht belegbar, so kann man doch darin etwas wie einen Reflex des urchristlichen
Brauches sehen, dass die in der Osternacht Neugetauften bis zum folgenden Sonntag, dem „Weissen Sonntag“,
ihre Taufkleider trugen. Besonders bei Papst Benedikt XVI. ist dies sinnvoll, da er ja am Karsamstag getauft
wurde, das Tragen der weissen Mozzetta für ihn so etwas wie persönliche Erinnerung an den Empfang der
Taufe sein mag.
vorgeschrieben, Marcelus, ist PC bei uns heute noch nicht… allerdings würde die Silbe Oa in Oberbayern
mit Eiern, die im Obatzdn nicht enthalten sind, assoziiert…
Seit wann legen die Bayern auf „politische Korrektness“ wert? Das wäre höchstens für das Bayern unter
preußischer Reichsherrschaft (1871-1945) notwendig gewesen!
keine Strafe, Kurt, die japanischen Touristen in Weihenstephan genießen noch viel größere Freiheiten!
(Vgl. Paulaner-Werbung…) Der Tanz, juergen, ist der Schuahplattla.
Gunsenum Also aus Rhoihesse komm isch net. Nur ein Steinwurf weiter nach Westen. Die Verortung ist mir
leicht gefallen, weil ich alle Jahre der Määnzer Faasenacht im Fernsehen huldige. Für mich ist es ein
Pflichttermin, den ich der Fastnacht in Franken in jedem Fall vorziehe. Weil in der Määnzer Sendung
immer auch die Gonsbach-Lerchen aufgetreten sind und ziemlich oft auch von Gunsenum geredd wird.
Gunsenum: Spundekäs? Spundekäs hab ich schonmal gehört… ist das sowas wie der bayrische Oabatzder
(oder wie der sich schreibt)? Angemachter Käse? Was den Wein zum Dessert angeht, da muss ich zugeben,
dass ich das mit dem Eiswein auch nur zu besonderen Anlässen mache… ist schliesslich nicht ganz billig
das Zeug. Für nen einigermassen Vernünftigen muss man schon so min 20€ für ne 0,375l-Flasche anlegen…
daher gibts zum Dessert meistens Espresso oder ne andere Kaffee-Art. Und wegen mir, dann lasse ich das
Sie weg und sage Du zu Dir. You can say you to me.
@Kurt Da hast Du recht! Lassen wir doch dieses alberne Sie weg Hmm…Dessertweine…da könntest Du recht
haben. Klar, der muß wesentlich süßer als das Dessert selbst sein. Ich gestehe, daß ich zum Dessert
jedoch lieber einen lieblichen Sherry trinke. Ist Dir eigentlich „Spundekäs“ ein Begriff?
Gunsenum Eiswein ist süß-klebrig UND die Vollendung des Weines. Das schliesst sich nicht gegenseitig
aus. Allerdings: Es ist kein Wein zum so trinken. Er passt aber aufgrund seiner unangefochtenen Süße
hervorragend zu süssen Desserts, was andere Weine, auch die meisten lieblichen, nicht so gut tun. Finden
Sie mal einen anderen Wein, der in Verbindung mit Mouss au Chocolat nicht sauer schmeckt. Ich fürchte,
Sie werden kein Glück haben…
@kurt Jaja.die Hölle. In einem Dörfchen unweit meiner Heimat, da wurde zur Fronleichnamsprozession immer
statio an einer kleinen Kapelle gemacht. Direkt neben der Kapelle befand sich das Schild des „Gasthaus
zur HÖLLE“…Du kannst Dir vorstellen, wo das LIeblingsmotiv der Fotografen zu finden war EIswein…:Eiswein…ist
der nun wirklich zu empfehlen? Ich höre hierzu grundsätzlich nur zwei Meinungen: a) süß-klebrig –
vs. b) Vollendung des Weins. Neimals aber eine Zwischenposition. Bin sekptisch!!!
Hihi, ja, der Vino Na, dann geb ich auch noch ne passende Empfehlung für die Weissweinfans hier ab: Riesling
Spätlese des Weinguts T. Minges aus Flemlingen, Anbaugebiet Gleisweiler Hölle. Ich selber kann davon
leider immer bloss 1 Gläschen trinken, ohne meinen Magen zu verärgern, aber der ist sehr sehr lecker.
Der Kabinett ist auch ganz gut. Und manchmal lässt gibts auch Eiswein beim Theo… genial als Dessertwein.
Was sich hier noch sagen lässt, ist, dass die Hölle nicht so schlecht ist wie alle immer behaupten.
Hab n paar Jahre da gewohnt, mittendrin…
@aleph Tu, was Du nicht lassen kannst! Du kannst von mir aus alles, was sich da Wein nennt, trinken. Ich
empfehle Dir „Sonnentraube“, einen badischen Landwein im lecker Tetrapack, bei REWE für 1,29 der Liter
Im Ernst nun: Es geht, meiner bescheidenen Weinung nichts über einen halbtrockenen Rheingauer Riesling.
Ich hüte in meinem Weinverschlag da bspw. eine Bouteille Aus dem Hildegardkloster bei Rüdesheim, kürzlich
trank ich einen „Hochheimer Daubhaus“, halbtrocken(!!),auch der liebliche ist akzeptabel, den „Kiedricher
Herrgotswinkel“ empfehle ich als Einsteigerwein. Wo kommst Du nochmal her, ALeph? Wie wäre es mit einer
Rheinweintour? Du verortetest mich geographisch ja richtig nach Gonsenheim
Kurt K. Der Regent aus Baden und der Pfalz haben schon was. Aber aus völlig unerfindlichen Gründen bin
ich vor einem Jahr ganz plötzlich von jetzt auf nachher wieder auf Weißwein umgestiegen, wegen der gefestigten
protestantischen Klarheit. Möglicherweise wegen des Silvaners aus Franken. Da ist der Gutedel aus dem
Markgräfler Land eine wahre Gottesgabe. Manchmal lasse ich mich schon mal wieder zu einem Roten hinreißen,
gemäß dem Motto: Rotwein ist für alle Knaben…!
Ran an die Tasten Liebe Leute, jetzt sind wir bei 79 Beiträgen mit etwas gutem Willen kommen wir auf
über 100 Beiträge. Tut was. Es ist wichtig. Jeder leistet im Dienst an der guten Sache einen wertvollen
und wichtigen Beitrag. Abgemacht! Also ran an die Tasten. Nicht zögern. Auch Bockmist kann dienlich sein.
Noch ein paar Schoppen. Dann klappt das. Wäre doch gelacht, wegen der roten und weißen Mozzetten zu
kapitulieren… und unter 100 zu bleiben. Also: Ran an die Tasten!!
@ Aleph: Riesling? Silvaner?? Tja… also Riesling ist ja schon ganz lecker, Silvaner bekommt mir besser
aufgrund seiner schwächeren Säure. Leider schmecken mir nur Weissweine mit kräftiger Säure – und die
verträgt mein Magen nicht, eben aufgrund jener Säure. Daher bin ich mittlerweile ein Verfechter des
Rotweines, der öfter auch mit weniger Säure auskommt und dennoch sehr lecker ist. Im Moment ist mein
Favorit der „Regent“ aus Baden oder der Pfalz. Er ist trotz seiner magenfreundlichkeit sehr spritzig,
frisch und dennoch tief. Kann ihnen nur ans Herz legen, mal einen guten Regent zu probieren, falls Sie
ihn noch nicht kennen. Prost!
Donnerstag… …und die Redaktion hat endlich auch die einschlägigen Blogs studiert. ein Regenmantel
und eine Mitra von Papst Benedikt XV. Ach ja, ein Regenmantel… @ Aleph Wenn dann schon Rheingau-Riesling
Sie beweisen Geschmack :(3. @ Gunsenum Und nun versetzense sich in meine Lage: *Soll ich sowas verschenken?
Mein guter Ruf wäre in Gefahr! *Wegschütten? Niemals – schließlich ist es ja zumindest weinähnlich.
*Kuchen backen? Einmal probiert. Der Kuchen schmeckte tranig. *Einreiben? Möglich, wobei da eher Klosterfrau
Melissengeist hilft. Kochen.
Gunsenum (=Gonsenheim) Jetzt sind Sie mal nicht so überheblich wegen des Rheingau-Rieslings, den ich
nur genannt habe, um Sie einmal wieder aus der Reserve zu locken. Trinken Sie mal einen ordentlichen Silvaner
aus Franken. Dann geht Ihnen das Herz auf, wie beim Rheingau-Riesling.
#77 pangelingua 23:45:16 | Donnerstag, 27. März 2008
@Jörg Guttenberger, Köln Herzlichen Dank für Ihren sehr sachlichen und aufschlußreichen Artikel. Es
ist wirklich z.T. himmelschreiend, was auf diesen Seiten alles zum Besten gegeben wird, und das von Leuten,
die von Liturgie, Schönheit und Würde null Ahnung haben. Die Beiträge von „aleph“ z.B. sind regelrecht
zum K…! Es ist immer wieder schlimm, wenn Menschen sich berufen fühlen über Dinge zu urteilen, von
denen sie keinen Schimmer und zu denen sie keinen Bezug haben. Es gibt ja auch Leute, die Fußballspiele
kommentieren und nicht wissen, was eine Abseitsfalle ist. Ein etwas willkürlicher Vergleich, aber so
ähnlich kommt mir die Debatte hier vor.
Päpstliche Mozetta – „Regen“-Mantel Auf die abfälligen Bemerkungen über die päpstliche Mozzetta und
über die Kritik an der Entsorgung übrig gebliebener Eucharistie kann man nur erwidern: je enger der
geistige Horizont, umso größer die Bereitschaft, sich über nicht Verstandenes Lustig zu machen! Über
die Garderobebeschreibung bei Staatsempfägen und Pressebällen in der Presse hört man gemeinhin kein
kritisches Wort, und hier geht es um mehr, als um profane Veranstaltungen! Die Übersetzung „Regenmantel“
zeugt in der Tat von unterentwickeltem Fachwissen. Die Bezeichnung „Rauchmantel“ ist zwar anscheinend
gebräuchlich, aber ebenso falsch. Die richtige Bezeichnung ist „Chormantel“. Er heißt so, weil die Mönche
ihn beim Chorgebet tragen. Da seit dem Frühmittelalter immer mehr Mönche Bischof wurden, habe sie ihre
Garderobe (einschließlich Stab und Pektorale, soweit sie vorher Äbte waren) einfach mitgenommen. Das
ursprüngliche weihebedingte Parament der Bischöfe ist das Omophorion, das im Westen im Pallium der Metropoliten
fortlebt. Da die Bischöfe violett trugen und tragen, hat der bischöfliche Chormantel ebenso diese Farbe
angenommen. Diese Entwicklung ist in Rom und Byzanz gleich, wobei dort lediglich das äbtliche Pektorale
durch die Panagia ersetzt wurde. Pektorale und Stab sind also ursprünglich Insignien des Abtes. Die nächste
Entwicklung des Chormantels war der Übergang zu den jeweiligen liturgischen Farben und zu dem Recht jeden
Diakons und Priesters, ihn zu tragen. Aus der Kapuze wurde die Kappa.
@maliems Sie wollen etwas gegen eine weiße Mozetta? etwas dauerhaftes? Hmmm…Rotweinflecken, Bratensoßenflecken,
Grasflecken, Ölfarben, Lacke aller Art. Zum Verschönern sind Textilfarbstifte sicher geeigneter als
Wasserfarben. Vielleicht – ist sie gar mit einer Seidenoberschicht bezogen?- kann man auch Textilstifte
nutzen, aber genau weiß ich das nicht!
@Gunsenum: Gemäß der im Hl. Land damals üblichen Praxis wurde schlechter Wein zu vorgerückter Stund…
den Gästen aufgetischt. Jesus Christus erwähnt diese Praxis bei einer Festveranstaltung und hat sie
nicht getadelt.
@Gunsenum: Was bei schlechtem Wein zu tun ist, hat doch Christus im Ergo: Ich biete ihn Menschen an, die
ich nicht sehr schätze. Haben sie eine elegantere Lösung?
.@marcellus Hörnsemal – versetzen sie sich mal in meine Lage. Ich wohne in Steinwurfweite zum Rheingau.
Dem hat Gott die kräftigsten uns edelsten Weine beschert. Ich liebe und schätze Rheingauer Weine! Leider
bekommt man ja heute überall, zu jeder passenden und unpassende Gelegenheit, Wein geschenkt. Und aus
Unkenntnis der Schenkende ist es entweder italienischer Fusel oder pseudo-bewußt gekaufter deutscher
Wein. Pfälzer Weine und Frankrenwein bekomme ich von Freunden und Kollegen ständig hinterhergeworfen.
zum Kotzen! Zum Kotzen, gerade solche oenologischen Mißgeburten, wie bspw. der fränk Bocksbeutel. Und
nun versetzense sich in meine Lage: *Soll ich sowas verschenken? Mein guter Ruf wäre in Gefahr! *Wegschütten?
Niemals – schließlich ist es ja zumindest weinähnlich. *Kuchen backen? Einmal probiert. Der Kuchen schmeckte
tranig. *Einreiben? Möglich, wobei da eher Klosterfrau Melissengeist hilft. Ergo: Ich biete ihn Menschen
an, die ich nicht sehr schätze. Haben sie eine elegantere Lösung?
@Gunsenum: Christlich ist Ihre Haltung nicht! Den biete ich immer Gästen an, die ich nicht leiden kann.
die kommen dann auch nie wieder zum weintrinken Ein Christ sollte doch ein Beispiel sein!
@aleph Weiter unten berichtest Du über gute Weine und nennst verdienterweise Rheingauerriesling an der
Spitze. Dann aber führt er den Frankenwein an. Auch wenn seine Einschätzung hinsichtlich der Eminenz
der päpstliche Textilitäten teile, so teile ich nicht seinen Geschmack hins. Frankenweins. Den biete
ich immer Gästen an, die ich nicht leiden kann. die kommen dann auch nie wieder zum weintrinken
Wird das Herumgegiftel über die Kirche und deren Glauben nicht einmal zu viel? Aleph Es gibt ja nichts
Besseres als wenn gramgebeugte Tradiherzen endlich wieder hoher schlagen können und sei es wegen der
roten oder weißen Mozzetta des Papstes. Oder hat „Aleph“ nichts mehr außer einen Antiglauben?
Gramgebeugte Herzen Es gibt ja nichts Besseres als wenn gramgebeugte Tradiherzen endlich wieder hoher
schlagen können und sei es wegen der roten oder weißen Mozzetta des Papstes.
Kleider machen Leute, dann klappts auch mit der Tradition … oder so. Wenn die alten Gewänder rausgekramt
werden dann lebt das tradiherzchen auf und enttarnt sich als Schein, wie die Summe Heidnischer Abgötterei
die die „Kirche“ wie ein Schwamm aufgesogen hat und sie uns als „zu glabend verbindlich“ vorlegt, damit
auch wir durch Götzendienste den Herrn verumglimpfen. Das bestätigt wiederum nur, dass man der Offenbarung
mit Gewalt fehlinterpretieren muß um Babylon nicht als rk Kirche zu deuten
Dr. Heger: Ecclesia semper reformanda Die Rede kann schon auch recht verstanden werden als beständige
Notwendigkeit zur Erneuerung. Das hat aber nichts mit einem permanenten Willen zu strukturellen Neuerungen
zu tun, wie einige Flachköpfe auch hier im Forum meinen. Da der Begriff „Reform“ durch die Politik mittlerweile
völlig verbraucht ist (Hohlkopf Aleph zitiert ja gerne die Hohlformel „Reformstau“), ist aber in der
Tat zu empfehlen, die Dinge mit dem Hl. Pius X. auf den Punkt zu bringen: Omnia instaurare in Christo.
Jeder, der draußen arbeitet, zieht trägt draußen entsprechend kälteresistente Kleidung Papst Johannes
Paul II. hat kälteresistene Kleidung anscheinend nur zum Skifahren in den Bergen benötigt. Warum soll
Papst Paul VI. ohne Fellhaube ausgekommen sein? Vielleicht ist er nur im päpstlichen Palast geblieben
und hat Außenauftritte gemieden, weil er sich ohnehin dem Kirchenvolk völlig entfremdet hat.
Rübezahl: Enttäuschung Das große Interesse des Schreibers an den Mozzetten könnte in der großen Enttäuschung
begründet sein, dass er, der Schreiber, niemals den Genuss haben wird, eine solche Mozzetta, ob in Weiß
oder Rot, tragen zu dürfen.
#54 Montfalcone 17:21:14 | Donnerstag, 27. März 2008
Den Herren Pseudoliberalen ins Stammbuch: Wer die semiotische, nonverbale Kommunikation durch Symbole,
auch und gerade aber durch Kleidung nicht versteht oder nicht wahrhaben will und sich auf Logozentrik
versteift, der lebt, wissenschaftlich-intellektuell gesehen, sagen wir, in den 1870ern. Da mag die DFG
noch so viele Graduiertenkollegs zu Herrschftszeremoniell, höfischer Ordnung usw. auflegen, da mag es
Studiengänge und Bücher in Mengen zum Thema geben, aber wenn es jemandem in den verregneten (wie Ostern!)
Streifen paßt, wird das ignoriert – oder, denke ich mal, es ist einfach unbekannt. Man muß schon ein
arger Ignoramus sein, wenn man nicht sieht, wie wichtig Kleiderordnungen und -wahlen sind, und gerade
der Hl. Vater weiß wohl, damit umzugehen. Insofern ist es selbstverständlich interessant, was in diesem
Artikel stand. Es mag natürlich sein, daß der geistig schlichte Pseudoliberale und Semiintellektuelle,
der mit seiner Zeit nichts besseres anzufangen weiß, als in einem Forum wie diesem herzmzutrollen, wirklich
keine Kapazitäten für nicht verbal oder besser noch schriftlich Formuliertes hat (Küchenphilosopie:
Kann ich denken, kann es geben, was ich nicht formulieren kann?), und daß genau das ein Grund ist, warum
ihm auch jedes Verständnis für eine traditionelle Messe, sämtliche Riten, ja, das Heilige selbst einfach
abgehen… eine bedauernswerte, limitierte Existenz.
Alkuin Sie haben recht. Eigentlich sind es Straußenfedern. Das verlangt auch die Tradition so. Die Straußenfeder
verfügen über mehr Volumen und können viel mehr Staub als Pfauenfedern aufwirbeln. Pfauenfedern sind
zwar auch sehr schön, dafür aber ziemlich dürr und ohne Volumen.
Das ganz besonders große Interesse … … an diesem Artikel scheint jedoch – allen anderen voran – vor
allem bei einem Poster in überdurchschnittlichem Maße vorhanden zu sein. 18 von 51 Kommentaren – 35%
~Schmunzel~
Heißer Dank Leute ist es nicht großartig, wie der Artikel über die roten und weißen Mozzetten des
Papstes auf die Gemüter wirkt. Mit welcher wachsenden Begeisterung wird dem Thema hier seit Stunden nachgegangen
und welche Bereiche wurde alle schon und werden noch gestreift. Selbst nicht mehr aufgelegte Bücher werden
mobilisiert und zu Rate gezogen. Es ist ein emsiges Tun, wie in einem Bienenstock, im Gange. Die meisten
der Schreibenden sind mit glühender Begeisterung dabei, Ihr Scherflein dran zu tun, damit es zu einer
fruchtbaren Diskussion kommt. Misstöne von Grantlern werden total überspielt und kommen gar nicht erst
zu Gehör. Das alles zeigt doch ganz deutlich, wie notwendig der Mozzetten-Artikel war und kreuz.net hat
großzügiger Weise diese Sehnsucht gestillt. Heißen Dank! o^/ :(3 o^/ :(3 o^/
Nicht reformieren, sondern performieren! , weil es in der katholischen Kirche das Prinzip der semper reformanda
ecclesia gibt. Nein, dieses Prinzip gibt es in der katholischen Kirche überhaupt nicht. Man mache sich
auch einmal klar, daß ein solches Prinzip ein Prinzip der Unanständigkeit wäre: Jemand der dauernd
seine Form ändert, lügt seinen Mitmenschen offenbar etwas vor. Wer dagegen von etwas beseelt ist, will
das ausformen – nicht reformieren, sondern performieren. MfG Christoph Heger
maliems Auch wenn ich es ungern tue, muss ich widersprechen, weil es in der katholischen Kirche das Prinzip
der semper reformanda ecclesia gibt. Davon wird immer wieder gern geredet. Wie das mit den Taten aussieht,
weiß ich nicht. Vielleicht ist es auf eine andere Ebene verlagert. Was sollte auch in den refomatorischen
Kirchen noch refomiert werden?
Schüttel Es könnte durchaus sein, dass die wunderschön prächtigen Pfauenwedel wegen permanenter Nichtnutzung
in den vergangenen 40 Jahren (!) sang- und klanglos verrottet sind.
Regenpapst Mir fällt schön langsam auf, dass immer dann, wenn Benedikt xvi irgendwas macht, der Himmel
bitterlich weinen muss! Vielleicht sollte man ihm mal zu einer Afrikareise raten – dort freut man sich
sicherlich über ein bisschen Regen.
-RJH- Hoffentlich wird das Spektakel auch im Fernsehen übertragen. Damit die ganze Weltkirche was davon
hat. Dabei kann man leicht über den Reformstau hinwegsehen. Bei Brot, Kuchen und Spielen vergeht die
Zeit viel schneller und das Glauben fällt viel leichter. :)3 :)3
Sedia gestatoria Wie inzwischen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen durchsickerte, soll am Dienstag
der zweiten Osterwoche (01.04.) die Sedia gestatoria wieder offiziell in Dienst gestellt werden. Die Sediari
pontifici, die zwölf Männer die die große Thronsänfte tragen, werden dabei purpurne Gewänder aus
Damast tragen. Bei schönen Wetter soll anlässlich der Audienz das Spektakel auf dem Petersplatz stattfinden.
Chices Utensil A propos Mozzetta: Vor Jahresfrist hat der Papst aus den vatikanischen Kleiderbeständen
schon einmal ein illustres Kleidungsstück hervorholen lassen. Es war die rote mit weißem Pelz besetzte
Mütze. Ein chices Utensil. Das leider aber seither nicht mehr wieder in der Öffentlichkeit von ihm getragen
wurde.
Papst, König oder doch halt nur Landorganist :o) Jede Nacht um halb eins wenn das Fernsehen rauscht,
leg ich mich aufs Bett und mal mir aus, wie es wäre, wenn ich nicht der wäre, der ich bin, sondern Kanzler,
Kaiser, König oder Königin. Ich denk’ mir was der Kohl da kann, das kann ich auch. Ich würd’ Vivaldi
hör’n tagein tagaus. Ich käm viel rum würd nach USA reisen, Ronny mal wie Waldi in die Waden beissen.
Das alles und noch viel mehr würd’ ich machen,wenn ich König von Deutschland wär. Das alles und noch
viel mehr würd’ ich machen,wenn ich König von Deutschland wär. Ich würd’ die Krone täglich wechseln,
würde zweimal baden, würd’ die Lottozahlen eine Woche vorher sagen. Bei der Bundeswehr gäb’ es nur
noch Hanfparaden. Ich würd’ jeden Tag im Jahr Geburtstag haben. Im Fernsehen gäb’ es nur noch ein Programm:
Hans Meiser vierundzwanzig Stunden lang. Ich hätte zweihundert Schlösser und wär’ nie mehr Pleite.
Ich wär Kimmy der Erste, Sissi die Zweite. Das alles und noch viel mehr würd’ ich machen,wenn ich König
von Deutschland wär. Das alles und noch viel mehr würd’ ich machen,wenn ich König von Deutschland wär.
Die Socken und die Autos dürften nicht mehr stinken. Ich würd’ jeden Morgen erst mal ein Glas Schampus
trinken. Ich wär’ chicer als der Schmidt und dicker als der Strauss und meine Platten kämen ganz groß
raus. Reinhard Mey wäre des Königs Barde, Paola und Kurt Felix wären Schweizer Garde. Vorher würde
ich gerne wissen, ob sie Spaß verstehen: Sie müßten achtundvierzig Stunden ihre Show ansehen.
Also, wenn ich Papst wäre, täte ich auch all die Kleiderschränke durchforsten, um zu sehen, ob es nicht
was Nettes zum Anziehen gäbe…vielleicht täte ich sogar die Tiara aktivieren…und all die bunten Pontifikal-Schühchen,
Manipelchen, …da hätten die Leute aber an jedem Festtag einiges zu bestaunen. Um aber nicht in die
Traditionalistenecke gestellt zu werden, würde ich im Gegenzug das MP zur alten Messe durch ein Neues
ersetzen, das den NOM den Vorzug gibt. Auch hätte die Homo-Hatz ein Ende, die täte ich sogar weihen,
ebenso hätte das Frauenpriestertum eine Chance. Den Zölibat würde ich wohl nicht abschaffen, die Zahlung
von Witwenrenten wäre doch arg teuer! Die Judenfürbitte würde ganz abgeschafft. Tja, und die Pius-Brüder,
die müssten sich warm anziehen… aber leider hat’s bei mir ja nur zum Landörgler gereicht, is nix mit
Papst Modernicus I.
Lustig zu lesen Manche Dinge sind einfach amüsant zu lesen. Es gab wirklich „schöne“ Bücher, z.B. Rudolf
Fattinger: Pastoralchemie. Eine Orientierung über die sakramentalen Materien, liturgischen Metalle, Textilien
und Beleuchtungsstoffe nach den kirchlichen Bestimmungen. Freiburg : Herder, 1930. –-- Das fehlt mir noch
in der Sammlung Als Kurzreferenz empfehle ich: Müller-Frei: Riten- und Rubrikenbuch für Priester und
Kandidaten des Priestertums. Freiburg : Herder, 1904 (=Erste Auflage). Immer wieder aufgelegt. Die 25
Auflage, die ich habe, ist von 1962.
noch gültig? / Mozetta Ich frage mich gerade ob für Messen, die im alten Ritus gefeiert werden, all
diese Vorschriften weiterhin gültig sind…? –------- Zur Mozetta Ich finde es gut, daß wieder mehr
Wert auf solche Dinge gelegt wird. Das gehört m.E. auch zu sowas wie einer „katholischen Identität“
hinzu. Ich mag auch eher „vernünfige“ Gewänder und nicht diese modernen „Sack-Alben“ mit Überstola.
Grauss! Dazu eine Anekdote: Ein Bekannter war als Küster tätig und legte für die Messe die Gewänder
aus. Der Priester kam rein und meinte, er wolle es nicht anziehen, sondern wollte in einer Mantelalbe
zelebrieren. Daraufhin zeigte der Küster mit der Hand zum Schrank und sagte: „Beim Sack gilt Selbstbedinung!“
stimme der vernunft Genau. Um dem Skrupulantentum vorzubeugen, habe ich den Vorschlag des lebenslänglichen
Verzichts gemacht. Dann passiert effektiv nichts und man braucht nicht jedes Mal von Neuem die alten Skrupel
zu aktivieren. Das steigert die Lebensqualität.
Vorschriften Ja, es gab Bücher in denen die Vorschriften der Ritenkongregation gesammelt und übersichtlich
zusammengestellt waren. Eines nannte ich schon: Hartmann: Repertorium Rituum. Übersichtliche Zusammenstellung
der wichtigsten Ritualvorschriften für die priesterlichen Funktionen. Ich habe hier die 10. Auflage von
1904. Zum Waschen und Reinigen von Tüchern findet man u.a.: Daß alles, was mit dem Hl. Sakrament in
Berührung gekommen ist, nur von Klerikern berührt werden darf. Küster o.ä. brauchen eine Erlaubnis
des Bischofs. Zum Waschen: Unreine Korporalien, Purifikatorien und Pallen werden in einem Behälter aufbewahrt,
dann zu seiner Zeit von einem Geistlichen (mindestens von einem Subdiakon) in warmen Wasser dem man etwas
Lauge und Seife beimischt, ausgewaschen und nachher einigemal in reinem warmem Wasser abgespült. Die
zweite und dritte Waschung werde von Nonnen oder frommen Laien vorgenommen, wiewohl es angemessener ist,
daß alle drei Waschungen von einem Priester geschehen. Jede Waschung geschieht in verschiedenem Wasser
und zwar in einem besonderen dazu bestimmten Gefäß (siehe Nr. 12). Das gebrauchte Wasser wird in das
Sakrarium geschüttet. Nach der Wäsche werden sie gebleicht, gestärkt, geplättet und zusammengelegt,
wodurch die Benediktion nicht verloren geht. …
Das nennt man dann wohl Skrupulantentum Wie war das eigentlich, in der guten alten Zeit, als die Menschen
noch Ehrfurcht vor dem Heiligen hatten: Auch nach der Purifikation befindet sich ja im Kelch noch eine
geringe Menge Flüssigkeit, in der wiederum das Blut Christi enthalten ist. Wenn man nun den Kelch auswischt,
ist das Blut Christi im Kelchtuch. Das kann man doch nicht so einfach waschen, oder? Wenn man es aber
nur ausspült und das Wasser dann ins Sakrarium gibt, dann hat man ja nach kürzester Zeit ein ganz ekelig
versifftes Kechtuch, was ja der heiligen Handlung auch nicht angemessen ist. Wie ist man früher damit
umgegangen? Weiss das jemand?
Den Frevel ein für alle Mal ausschließen Daraus kann man gut erkennen, wie ernst die Angelegenheit ist,
wenn auch an die abteuerlichsten Fälle (Bart, Busen, Gegenstände, etc.) gedacht ist. Am besten wäre
es, aus lauter Ängstlichkeit, es könnte vielleicht etwas passieren, sich einfach in lebenslänglichem
Verzicht zu üben. Damit wäre jeder Frevel ein für alle Mal ausgeschlossen.
Albern?!? Und ernsthaft: Das mit den Partikeln ist natürlich total albern. Ich empfehle mal, Bücher
wie z.B. Hartmann „Repertorium Rituum“ zu lesen und dort die Kapitel über die „Defekte“ bei der Messe.
Wenn z.b. ein Hostie bei der Kommunionspendung auf den Bart eines Mannes fällt, so ist der Bart zu waschen
und das Wasser ins Sakrarium zu geben. Wenn die Hostie bei der Kommunionspendung auf den Busen einer Frau
fällt, so kann sie die selbst suchen – sofern möglich – und summieren. Die Hände müssen dann aber
gewaschen werden und das Wasser ins Sakrarium gegeben werden. Fällt ein Tropfen Blut Christi auf einen
harten Untergrund am Altar, so muß es mit der Zunge des Zelebranten aufgenommen werden und der Fleck
mit einem reinen Messer abgescharbt werden. Das Abgescharbte wird verbrannt und die Asche ins Sakrarium
gegeben. Dann ist der Ort mit Wasser abzuwaschen und die Ablution ebenfalls ins Sakrarium zu schütten.
Das Abscharben entfällt freilich, wenn es sich bei dem Untergrund um den konsekrierten Altarstein handelt.
Etc. Etc. Etc. Das ist nicht albern – sondern ganz ernst gemeint (gewesen).
Zurück zu den Mozzetten, auf, auf, Marsch, Marsch Vielleicht sollten wir danach trachten, umzukehren
zu den roten und weißen päpstlichen Mozzetten und zu welch liturgisch richtigen Zeitpunkten diese an-
und abzulegen sind, um der die Heilsgewissheit sicher zu sein.
stimme der Vernunft Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn Hostienpartikel auf geweihten Kirchenboden
fallen, wenn man das Blut Christi einfach auf den Friedhof leeren darf? Letzteres darf Mann auf gar keinen
Fall. Das galt bei unsrer Clique früher als Alkohol-Frevel. Merke: Wer Alkohol verdirbt, oder verdorbenen
Alkohol unters Volk bringt, der wird mit Eckes Edelkirsch nicht unter drei Gläsern bestraft! Und ernsthaft:
Das mit den Partikeln ist natürlich total albern.
@Brandenburgensis Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn Hostienpartikel auf geweihten Kirchenboden
fallen, wenn man das Blut Christi einfach auf den Friedhof leeren darf?
#21 Brandenburgis 14:07:37 | Donnerstag, 27. März 2008
Unsere pommerschen Kirchen hatten alle im Chorraum ein Rohr zum umgebenden Friedhof. Wenn konsekrierter
Wein übrig war, wurde er durch dieses Rohr hindurch in die geweihte Friedhofserde hinein entsogrt. Auch
die Lutheraner hielten an diesem Brauch fest. Erst die Preußen mit ihrer scheußlichen Kirchenunion beendeten
das sakramentale Leben in Pommern und Brandenburg weitgehend.
Rotweinflecken Bei der Verwendung von Rotwein empfielt sich die Benutzung von Einweg-Kelchtüchern (Papierservietten),
was freilich nur im NOM geht, da im VOM ja zwingend Kelchtücher aus Leinen vorgeschrieben sind. Nachdem
der Fleck eingetrocknet ist, und man somit nicht mehr von der Gestalt des Weines sprechen kann (denn Wein
ist ja flüssig und nicht fest), kann man das Einweg-Kelchtuch verbrennen und die Asche ins Sakrarium
geben, wozu man sich natürlich eine Kirche des VOM suchen muß, da in NOM Kirchen oftmals kein Sakrarium
mehr vorhanden ist. o^/
Alkuin Offensichtlich werden Sie von einer tränentiefen Traurigkeit überschattet, in dem Sie mir schluchzend
unterstellen, in meinen Beiträgen zu stänkern. Mitnichten Nein. Niemals nicht. Haben Sie meinen wunderbaren
Betrag zur Entfernung von Rotweinflecken etwa nicht gelesen? Er ist durchweg positiv gehalten. Damit ist
doch der Beweis erbracht, dass ich mich ernsthaft mit Problemen, die auftreten können und mit deren Beseitigung
befasse. Was wollen Sie mehr. Soll ich Trübsal blasen? Der Beitrag ist eine sehr sinnreiche Ergänzung
zu den häufig hier schon ver- und behandelten Partikelproblemen und deren Purifikation.
stimme der vernunft Man könnte den Rotweinflecken insoweit zu Leibe rücken, in dem man immer auch einen
Salzsteuer während der Handlung dabei hat, falls Rotwein in Anwendung kommt. Damit lässt sich gegebenenfalls,
ohne dass die Messe, selbstredend im außerordentlichen Römischen Ritus, unterbrochen werden müsste,
mit der Reinigungsarbeit problemlos beginnen. Ein Ministrant ist rasch zu Hand, um das Salz auf den Fleck
zu streuen. Dann wäre mit einer weißen Serviette das verstreute Salz, ganz fest in das befleckte Tuch
zu reiben. Auf diese Weise verschwindet nach einigem unentwegtem Reiben der Rotweinfleck. Weißweinflecken
haben den großen Vorteil unsichtbar zu sein. Leider ist die Reinigung bei NOM nicht möglich, weil das
Reiben möglicherweise die Andacht stört. NOM ist immun gegen solche Verrichtungen, möglicherweise auch
zu restistent, um das Reinigungritual vonstatten gehen zu lassen. Der außerordentliche Römische Ritus
ist da viel robuster, weil er von der Gemeinde nicht einsehbar ist.
@Aleph Bis jetzt habe ich kaum einen positiven Beitrag von Ihnen gesehen. Sie finden wirklich an allem
etwas wo Sie stänkern können. Auch wohl gemeinte Trivialitäten gehören zum Leben.
Soweit ich weiss ist Rotwein als Messwein nicht verboten. Der Grund, warum man (zumindest in unseren Breiten)
lieber weissen verwendet, dürfte eher in dem Problem bestehen, dass Rotweinflecken aus Kelchtüchern
so schwer wieder rausgehen. Ausserdem: Wer sich schon über mikroskopisch kleine Hostienpartikel den Kopf
zerbricht, was sagt der dann zu einem Rotweinfleck? Jeder Rotweinfleck ist ja dann „auch der ganze Christus“.
Und dem soll man mit Meister Propper zuleibe rücken? Da ist Weisswein einfach praktischer…
Kurt K. Soweit ich orientiert bin, ist Rotwein für den von Ihnen angeführten Zweck nicht gestattet,
damit mutwillige Täuschungen ausgeschlossen sind. Deshalb habe ich drei Rebsorten für Weißweine aufgeführt.
Wobei der Gutedel im Markgräflerland, südlich von Freiburg, gedeiht. Aber dort ist man protestantisch
(der Geistliche Johann Peter Hebel hat dort gewirkt, bevor er Kirchenrat in Karlsruhe wurde). Da könnte
es Probleme mit der in der katholischen Kirche stets streng gehandhabten Messwein-Verordnung geben.