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Donnerstag, 27. März 2008 11:36
Die Rückkehr der weißen Mozzetta
Eigentlich fiel die Ostermesse von Papst Benedikt XVI. ins Regenwasser. Doch die Auferstehung kam trotzdem zustande.
Papst Johannes XXIII. mit Oster-Mozetta
Papst Johannes XXIII. mit Oster-Mozetta
(kreuz.net) Diese Jahr fand die Ostermesse von Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz unter heftigen Regenschauern statt.

Deshalb konnte Benedikt XVI. den feierlichen päpstlichen Segen Urbi et Orbi nicht von der Loggia der Peterskirche aus spenden, sondern tat es nach der Ostermesse vom Altar aus.

Infolgedessen kamen auch die liturgischen Gewänder nicht zum Zug, die für den Segen vorgesehen waren: ein Regenmantel und eine Mitra von Papst Benedikt XV. († 1922).

Dafür gab es am Ostertag die Auferstehung eines weiteren klassischen liturgischen Gewandes: der weißen Oster-Mozzetta.

Nach der Messe zeigte sich der Heilige Vater in seiner Chorkleidung.

Sie besteht aus der päpstlichen Soutane, dem Chorhemd, der Mozzetta und – je nach Anlaß – aus einem Brustkreuz an einer goldenen Kette mit Stola.

Eine Mozzetta ist ein bis zu den Ellenbogen reichender Schulterkragen, zum Teil mit kleiner Kapuze. Sie wird über einem weißen Chorrock getragen.

Traditionell gab es drei Typen päpstlicher Mozzettas: eine rote Seidenmozzetta für den Sommer, eine rote Samtmozzetta mit weißen Pelzrändern für den Winter und eine weiße Seiden-Mozzetta mit weißen Pelzrändern, die der Papst nur in der Osteroktav trägt.

Bereits im Jahr 2005 führte Papst Benedikt XVI. die Winter-Mozzetta wieder ein. Sie wurde zuletzt von Papst Paul VI. († 1978) getragen.

Der Ostertag sah jetzt auch die Wiedereinführung der Oster-Mozzetta.

Auch sie wurde das letzte Mal von Papst Paul VI. getragen.

Ein Grund für diese Bereicherung der päpstlichen Garderobe ist der Sinn Benedikts XVI. für die altehrwürdige Tradition der Kirche.

Doch es gibt noch handfestere Motive.

Benedikt XVI. ist von seiner Konstitution her kälteempfindlich. Darum ist er auf diese Kleidungsstücke angewiesen, deren erster Sinn nicht dekorativer, sondern praktischer Natur ist.

Bilder von Benedikt XVI. mit der Oster-Mozzetta
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 112 Lesermeinungen:
Sonntag, 20. April 2008 14:13
cantate: Es sind jetzt schon
vier Wochen seit Ostern vorbei, und der Papst trägt immer noch die weiße Mozzetta. Kann es sein, dass er – o Schreck! – die alte Tradition („nur in der Osteroktav“) geändert und auf die ganze Osterzeit ausgedehnt hat?
Montag, 31. März 2008 15:14
Benedikt: @ Kurt K.
Spundekäs hab ich schonmal gehört… ist das sowas wie der bayrische Oabatzder

Nein, der Spundekäs wird hauptsächlich aus Frischkäse gemacht, der Obatzda besteht vor allem aus überreifem Camembert. Daher hat er, wie man sich leicht vorstellen kann, eine völlig andere Note. Er wäre vermutlich eine unpassende Beilage bei Genuß leichter Weine (zur Mittagszeit), während kräftiges bayerisches Bier gut dazu passt.
Montag, 31. März 2008 10:44
LandorganistII: Zum Anziehen der Pantoffeln
spricht die Nachtlaterne: Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten…damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße.
Sonntag, 30. März 2008 19:33
pangelingua: @nachtlaterne
Können Sie mir (uns) erklären, was diese Jeremias-Sprüche mit der weißen Mozzetta des Papstes zu tun haben?
Sagen Sie auch einen Bibelspruch auf, wenn Sie abend Ihre Pantoffeln anziehen?
Freitag, 28. März 2008 22:37
Nachtlaterne: Wort Gottes:
Klagt ihr Hirten und schreit; wälzt euch im Staub, ihr Her-ren der Herde! Denn die Zeit ist gekommen, daß ihr ge-schlachtet werdet; ich zerschmettere euch, daß ihr berstet wie ein Prunkgefäß. Es gibt keine Flucht mehr für die Hir-ten, kein Entrinnen für die Herren der Herde. Horcht, wie die Hirten schreien und die Herren der Herde wehklagen, weil der Herr ihre Weide verwüstet. Verdorrt sind die friedlichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. Er verläßt sein Versteck wie ein Löwe; ihr Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch sein rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns. Jer. 25/31-38
Freitag, 28. März 2008 14:21
Aleph: -HvO-
Das vermissen Sie wohl sehr schmerzlich. Hätte bei Ihnen bestimmt Wunder gewirkt.
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