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Donnerstag, 27. März 2008 17:16
Wie gefährlich es immer noch ist, über die Alte Messe zu sprechen, bewies kürzlich ein Vertreter des Alten Ritus. In einem Interview konzentriert er sich vor allem darauf, andere zu zitieren.
Zurück zum Artikel 90 Lesermeinungen:
Freitag, 28. März 2008 22:36
Nachtlaterne: Das verachtete Wort Gottes:
Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz über den Zu-sammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kl.2/11

Dein Zusammenbruch ist groß wie das Meer, wer kann dich heilen? Deine Propheten schauten dir Lug und Trug. Deine schuld haben sie nicht aufgedeckt, um dein Schick-sal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte nur Trug und Verführung. Klagelieder 2/13-14

Wie ein Bach laß fließen die Tränen Tag und Nacht! Nie-mals gewähre dir Ruhe, nie laß dein Auge rasten! Steh auf, klage bei Nacht, zu jeder Nachtwache Anfang! Schütte aus wie Wasser dein Herz vor dem Angesicht des Herrn! Erhe-be zu ihm die Hände für deiner Kinder Leben.
Klag. 2/18-19
Freitag, 28. März 2008 21:57
Aleph: Sacerdos helveticus
Danke, dito!
Freitag, 28. März 2008 21:54
Danke Ihnen herzlich für das mir „geschenkte“ Gebet und wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit!f
Freitag, 28. März 2008 16:02
Brandenburgis: Mal was neues
Mit zeitgebunden meine ich, daß sie heute keine Bedeutung mehr haben oder auch, daß sie nicht optimal waren, also nicht zum Bereich des „außerordentlichen Lehramtes“ gehören.
Den „gepflegten NOM“ kenne ich ganz genau, würde ihn auch akzeptieren, wenn er nicht zum Einfallstor der Zerstörung gemacht worden wäre.
Freitag, 28. März 2008 15:43
cantate: @ Brandenburgis
Doch auch die Dekrete von Pius X. haben zeitgebundene Aspekte, die bedenklich sind.
Nennen Sie mir irgendein Detail in der Kirchengeschichte, das keine „zeitgebundenen Aspekte“ hat. Ich meine, seit der Menschwerdung Christi in unserer Welt und Zeit sollte man Zeitgebundenheit nicht mehr in Gegensatz zur Wahrheit der Religion bringen.

Wer einen Glauben sucht, der diese zeitgebundenen Aspekte weitgehend zu vermeiden versucht, ist im Islam vielleicht besser aufgehoben. Ein Mensch-gewordener Gott macht da doch einige Probleme.

lieber mal was Neues ausprobieren
Hab ich richtig gelesen? „Mal was Neues“???

Mein Geheimtipp: Ein gepflegter NOM.
Freitag, 28. März 2008 14:22
Marcelus: @Kurt K.: Sie haben doch schon geschrieben, daß Sie und andere den Drachen sehen können
Dann ist Ihre Behauptung auch nicht zu widerlegen.
Freitag, 28. März 2008 14:19
Brandenburgis: @Sac.helv.
Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich widerspräche hier grundsätzlich. Doch auch die Dekrete von Pius X. haben zeitgebundene Aspekte, die bedenklich sind. Bzgl. des Chorals habe ich nicht den Eindruck,daß die Rekonstruktionen des 20. Jh. eine Verbesserung gebracht haben, eher im Gegenteil. M. E. hätte man auf alle „Rekonstruktionen“ verzichten sollen, lieber mal was Neues ausprobieren. Alles, was die organische Entwicklung unterbricht, besonders „Rekonstruktionen“ (da läuft es mir kalt den Rücken herunter), ist schädlich.
Freitag, 28. März 2008 14:16
Aleph: Sacerdos helveticus
Wenn Sie gestatten, würde ich mich nach Ihrer gestrigen Auflage nach Ihrem werthen Befinden erkundigen.

Ich habe die Auflage aus freien Stücken verdoppelt, weil beim zweiten Teil ja nur die biblisch begründete Hälfte möglich war.

Recht so? Bitte um wohlwollende Rückmeldung.
Freitag, 28. März 2008 13:31
maliems: @sacerdos helveticus
naja, die katholiken vor den Pius-X-Kommuniondekreten sind sicherlich auch in den Himmel gekommen.

…nehme ich mal an.
Freitag, 28. März 2008 13:24
sacerdos helveticus: Falsche Kategorie!
Brandenburgis schrieb:
Ich bleibe dabei: Es kann nicht falsch sein, was jahrhundertelang richtig war.
Dann müssten Sie mit diesem Argument auch gegen die Kommuniondekrete des Hl. Pius X. sein, der die häufige, ja tägliche Kommunion wünschte, während man vorher oft nur wenige Male im Jahr kommunizierte (war sogar teilweise bei Ordensfrauen der Fall).
Aber das war ja vorher jahrhundertelang Praxis „und kann nicht falsch gewesen sein“, oder?
Über Jahrhunderte hinweg sang man den Choral wenn überhaupt in der verstümmelten Form nach den Ausgaben der Medicaea, was wollte da Pius X., der dem Choral die ursprüngliche Form wieder geben wollte.
Aber das durfte er doch nicht, denn was über Jahrhunderte hinweg richtig war, kann ja nicht falsch sein, oder?
es liessen sich unzählige ähnliche Beispiele anführen.
Mein Lieber Brandenburgis, es geht hier nicht um richtig oder falsch und erst recht nicht um wahr oder unwahr, sondern die Kategorie, um die es geht, dist die der Konvenienz, um mehr oder weniger angemessen, wengleich es zumindest für die des Termins der Osternacht und die veränderte Kommunionpraxis (Dekrete des Hl. Pius X.) auch ernstzunehmende theologische Argumente gibt.
Freitag, 28. März 2008 13:19
LandorganistII: Bischöfliche Entkleidung
Bei einem Bild der Fotostrecke ist davon die Rede, das der Bischof entkleidet wird. Wie weit ist die Entkleidung gegangen?

@Exbochumer:

Hörnsemal! Wir in Münster haben auch einiges an Essen abgeben müssen!
Freitag, 28. März 2008 13:09
maliems: @cantate
mir ist es wurscht, wie der choral gesungen wird.

da haben sie durchaus recht.

es ist lächerlich, wenn man sich die vertreter der verschiedenen choralschulen beim streiten zusieht.

die nehmen sich viel zu ernst.

(die kirchenväter lasse ich als argument gerne gelten. man müßte mal schauen, wie denn dort das exsultet eingebaut ist.)
Freitag, 28. März 2008 12:59
Marcelus: @cantate: Wieso muß die Auferstehungsmesse „in der Nacht“ gefeiert werden
Zur Zeit der frühen Christen kann das schon der Fall gewesen sein,
aber nicht alles, was die frühen Christen praktizierten, ist bereits vollendet.
Freitag, 28. März 2008 12:54
cantate: @ maliens
ich traue keinem liturgiewissenschaftler.
Sie brauchen auch gar keinem Liturgiewissenschaftler zu trauen, sondern einfach nur die Texte der Kirchenväter zu lesen, die oft die Osternachtfeier in der Nacht erwähnen. Sie die gefälscht? Haben die gelogen? (Übrigens betreiben Sie beim Lesen und Bedenken dieser Quellen ja selbst schon Liturgiewissenschaft …)

wieso sollte ich choral ablehnen, da sehe ich keinen grund.
Den Grund nenne ich Ihnen gerne: Der Gregorianische Choral, wie er in den geläufigen Ausgaben abgedruckt ist, ist eine Rekonstruktion vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die rein wissenschaftlich aufgrund einer einzigen Quelle (Handschrift von Benevent) erstellt wurde. Die gregorianische Tradition war jahrhundertelang abgebrochen, bzw. durch eine Verstümmelung der gregorianischen Melodien in der Folge des Konzils von Trient („Medicea-Ausgabe“) ersetzt.

Wer die liturgischen Veränderungen im 20. Jahrhundert als rein geschichts- und liturgiewissenschaftlich (und damit hypothetitsch) begründetete Rekonstruktion ablehnt, aber begeistert Gregorianik singt, die ebenso rekonstruiert ist und heute immer noch in diesem Sinne von Semiologen verändert wird, weiß wohl nicht genau, was er tut.
Freitag, 28. März 2008 12:38
maliems: wieso sollte ich choral ablehnen
da sehe ich keinen grund.

es ist ein unterscheid osternacht in der nacht zu feiern oder am abend.-
Freitag, 28. März 2008 12:30
cantate: @ mailems
das exsultet geht laut gamber allerdings in den abend hinein, nicht in die nacht.
Wirklich ein bestechendes Argument für die Feier am Karsamstagmorgen!

Natürlich ist das Exsultet ein Teil des Lichtritus (Lucernarium) beim Einbruch der Dunkelheit zum Entzünden des Lichts. Es spricht ja auch nichts dagegen, die Osternacht in der (Abend!-)Dämmerung zu beginnen.

ich traue keinem liturgiewissenschaftler.
Verstehe. Sicher lehnen Sie auch die Verwendung des Greogorianischen Chorals in der Messe ab, oder?
Freitag, 28. März 2008 12:01
maliems: das exsultet
geht laut gamber allerdings in den abend hinein, nicht in die nacht.
Freitag, 28. März 2008 11:47
Firmian: Bei der Osternachtfeier…
…ist’s aber wohl einigermaßen unstrittig, daß die ursprünglich in der Nacht stattfand.

Oder warum sollte sich jemand für eine Vormittagsmesse Texte ausdenken, die behaupten, es sei Nacht, nebst Einzug mit Kerzen in die taghelle Kirche…
Freitag, 28. März 2008 11:34
maliems: ursprüngliche form
wer will das schon wissen?

ich traue keinem liturgiewissenschaftler.
Freitag, 28. März 2008 11:31
cantate: Osternacht
@ Aleph

Dennoch bin ich sehr froh, Ihre Zeilen gelesen zu haben. Das bestärkt im Bewusstsein, dass sich hier nicht nur Altrituelle tummeln … Bleiben Sie tapfer.
Danke für die Ermutigung! Ich war allerdings lange unschlüssig, ob ich mich hier überhaupt anmelden soll, da das Prinzip von +.net ohne namentliches Impressum und mit teilweise unsäglichen Schmähartikeln eigentlich extrem ätzend ist. Aber zu manchem kann man gar nicht schweigen, auch wenn’s vielleicht besser wäre …

@ Brandenburgis

Ich bleibe dabei: Es kann nicht falsch sein, was jahrhundertelang richtig war.
Mit dieser Argumentation kommen sie allerdings in die Zwickmühle, dass es vor der morgendlichen Osternachtsfeier eben eine nächtliche gab, und zwar auch „jahrhundertelang“. Man mag ja meinetwegen die Osternacht am Karsamstagmorgen feiern, sie ist dadurch weder „ungültig“ noch „falsch“. Aber es gehört doch einiges an Starrsinn dazu, wenn man nicht einsieht, dass es unzählige Argumente für die nächtliche Feier gibt, nicht zuletzt die jahrhundertelange Tradition vor der Vorverlegung, die uns aus allen Ecken der liturgischen Texte anspringt.

Die abendliche Osternacht liegt zeitlich viel zu nahe am Osterhochamt.
Sehen Sie das bei der traditionellen Feier der 3 Weihnachtsmessen „in nocte“ (ca. Mitternacht), „in aurora“ (6 oder 7 Uhr) und „in die“ (9-11 Uhr) auch so?
Freitag, 28. März 2008 11:31
Firmian: Absolute Zustimmung!
Die Morgenmette halte ich für das allerbeste. Lichtfeier bei Dunkelheit und dann zum Hochgebet das Licht der aufgehenden Sonne im Altarraum. Besser als am Samstagabend.

Das trauen sich m.E. viele Gemeinden nur nicht, weil viele Leute nicht so früh aus dem Bett kommen.

In der Diaspora (Dresden) ist das gang und gäbe, und die Kirche um 5 Uhr morgens voll!
Freitag, 28. März 2008 10:37
Aleph: Brandenburgis
Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Wenn man nächtens von der Osternachtfeier kommt, will man nicht gleich wieder am Vormittag ins Hochamt eilen. Das ballt sich ziemlich.

Ostern ohne Hochamt ist aber auch nicht das Wahre. Was also tun?

In manchen Pfarreien wird die Nachtfeier nicht als Vigil am Vorabend begangen, sondern als Morgenmette. Das ist eigentlich die beste Zeit.

Die rückt dann aber noch näher an den Hochamt-Termin am Sonntagvormittag.
Freitag, 28. März 2008 10:35
Firmian: Nicht „falsch“, aber unpassend
Es hat, soweit ich gesehen habe, auch niemand behauptet, der Samstagtermin sei „falsch“ – im Sinne von ungültig. Nur sind halt die Gründe für die Verschiebung schon lange weggefallen.

Aber wenn schon mit Terminnähe argumentiert wird, finde ich persönlich es unpassender, die Auferstehung weniger als 24 Stunden nach der Karfreitagsliturgie zu feiern, da es heißt „et resurrexit tertiam die secundam Scripturas“, am dritten Tag und nicht nach ein paar Stunden.
Freitag, 28. März 2008 10:25
Brandenburgis: Ich bleibe dabei: Es kann nicht
falsch sein, was jahrhundertelang richtig war. Vielleicht noch folgender Gedanke: Die abendliche Osternacht liegt zeitlich viel zu nahe am Osterhochamt.
Freitag, 28. März 2008 10:19
Aleph: Marktweibergezeter
Der Eiertanz um die Osternachtfeier mutiert hier wider einmal zum ganz großen Fladenzores.

Es gab bestimmt praktische und vielleicht auch theoogische Gründe, die Feierlichkeiten der Osternacht auf den Karsamstag Vormittag zu verlegen.

Genauso wie es Gründe gegeben hat, dass Papst Pius XII. mit der Osternachtfeier, die Erhabenheit dieser nächtlichen Liturgie wieder ins Bewusstsein der Glaubenden zurückgebracht hat.

Dafür gebührt ihm uneingeschränkter Dank.

Die ganzen Beckmessereien um und warum, worüber und weswegen es zu der Verlegung gekommen sein könnte, sind doch richtige Kinkerlitzen.

Anstatt sich über die Liturgie der Osternacht zu freuen, dass sie wieder in ursprünglicher Form gefeiert werden darf, wird hier im Forum ein fürchterliches Marktweibergezeter angestimmt und der Besserwisserei ausgiebigst gefrönt.
Freitag, 28. März 2008 09:58
Firmian: Grund für die nächtliche Messe
Laut „Schott“ (von 1936) war es so, daß die Osternacht der traditionelle Tauftermin war. Als dann zunehmend Säuglinge getauft wurden (wir reden hier vom 12. Jh. oder so), meinte man, diesen keine Nachtliturgie zumuten zu können. Im Laufe der Zeit fanden die Taufen eh nicht mehr in der Oster“nacht“ statt, aber man blieb halt bei der Uhrzeit.

Zeitzeugen berichteten mir, daß die Oster“nacht“ vor 1952 im wesentlichen vom Pfarrer und vom Küster besucht wurde, während „draußen“ noch ein strenger Fasttag war. Zumal ja in jener Zeit die meisten Menschen am Samstagvormittag noch arbeiten mußten.

Ich bin ja nun wahrlich kein Modernist, aber vernünftigen Grund, die Oster“nachts“liturgie am Samstagvormittag stattfinden zu lassen, finde ich keinen einzigen.

Es ist ja schon bezeichnend, daß keiner von denen, die hier für den Samstagvormittagstermin plädieren, überhaupt den Grund für die Vorverlegung nennen konnte, außer daß es ja nicht falsch sein kann, was jahrhundertelang gemacht wurde.
Freitag, 28. März 2008 09:57
Aleph: cantate
Das, was Sie für eine unveränderbare Liturgie halten, ist das Ergebnis einer Entwicklung, in der viele unserer christlichen Vorfahren Veränderungen – im Gegensatz zu Ihnen heute – mitgetragen und akzeptiert haben.

Sie sind sehr tapfer, sich, wie oben angeführt, zur Entwicklung der Liturgie zu äußern. Ähnliches habe ich hier auch schon festgestellt, wurde aber massiv von unbeweglichen ignoranten Tradis nieder gebügelt.

Dennoch bin ich sehr froh, Ihre Zeilen gelesen zu haben. Das bestärkt im Bewusstsein, dass sich hier nicht nur Altrituelle tummeln, die nur bis zum Tridentinischen Konzil denken wollen und die ganze Entwicklung davor in Abrede stellen, als hätte es da nie etwas gegeben.

Bleiben Sie tapfer.
Freitag, 28. März 2008 09:54
sacerdos helveticus: Zeitpunkt der Ostervigil
Dass die Ostervigil am frühen Morgen nicht das Ideal sein kann, sieht man ja daraus, dass früher dann nach der feierlichen Ostervigil am Morgen des Karsamstag dann wieder die Altäre abgedeckt wurden, für das Volk wurde dann am Nachmittag/Abend des Karsamstag vielerorten eine para-liturgische Auferstehungsfeier gehalten.
Darüber hinaus wurde am Karsamstag das Offizium (Stundengebet) von der Grabesruhe Jesu gebetet, obwohl schon in der Frühe die Auferstehung feierlich verkündet wurde und das Alleluja angestimmt wurde.
Hiostorisch ist es so, dass die Feier von der Osternacht im Laufe der Zeit von der Nacht auf den Nachmittag des Karsamstag vorrückte (so wurde sie noch fast das ganze Mitttelalter am Nachmittag gehalten) und dann noch weiter auf den Vormittag/Morgen des Karsamstag vorverlegt wurde.
Pius XII. gebührt Dank, dass er der Ostervigil wieder ihren ursprünglichen Platz zugewiesen hat!
Freitag, 28. März 2008 09:53
Müller: @cantate:
So ist es. Man lese etwa den Reisebericht der frommen Egeria, die Ende des vierten Jahrhunderts eine Wallfahrt ins Heilige Land unternimmt und uns blendend über die Liturgie informiert, die die Jerusalemer Gemeidne feiert. Keine rede von der Osternacht am Karsamstag morgen. Käme etwa einer der Befürworter des Karsamstag-Morgens für die Osternacht auf die Idee, das Letzte abendmahl morgens zu feiern bzw. die Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn am Morgen?
Übrignes: Wie ist der Karsamstag morgen als Termin für die Osternacht zu halten, wenn uns die Heilige Schrift doch berichtet, dass der Herr am Morgen des drittten Tages auferstand?
Hier sieht man tatäschlich, dass die Liturgie heute einen Schritt zurück (und zwar in die lang zurückliegende Zeit) der Liturgie gemacht hat, die vieles sinnvoll ansetzte. Entwicklungen (sic!) gab es also immer, sind keine „Erfindung“ des II. Vatikanischen Konzils. sie waren aber, wie wir gerade bei der ansetzung der Osternacht sehen, nicht immer sinnvoll!
Freitag, 28. März 2008 09:25
cantate: @ maliems, marcelus
man muß ja nicht auch in der Nacht beten, um „eine heilige Nacht“ zu preisen
Nur kommt dieser Ausdruck „eine heilige Nacht“ in der Osternachtfeier gar nicht vor, allerdings sehr wohl „dies ist die Nacht“, „in dieser heiligen Nacht“, … und hic, haec, hoc bezieht sich im Lateinischen eben auf das, was gerade ist, und nicht auf etwas ferner Liegendes, sonst stünde da ille, illa, illud oder iste, ista, istud

was bis zu pius xii richtig war, kann nicht plötzlich falsch sein.
Diese Vorstellung von einer schon immer gleichen Liturgie kann man nur unter Missachtung aller historischen Quellen durchhalten.

z.B.:

In der alten römischen Liturgie gab es in der Messe Fürbitten in der Art, wie sie heute in der Karfreitagsliturgie vorkommen. Irgendwann wurden die Fürbitten in der Messe – wie wir wissen – abgeschafft, für Rubrizisten: „verboten“. Und? „Was bis zu … richtig war, kann nicht plötzlich falsch sein!“???

Die Osternachtsliturgie wurde ursprünglich in der Nacht gefeiert. Irgendwann wurde sie auf den Karsamstagmorgen vorverlegt. Und? „Was bei Gregor dem Großen richtig war, kann nicht plötzlich falsch sein!“???

Ganz zu schweigen vom Wechsel der römischen Gottesdienstsprache im 4. Jahrhundert von Griechisch zu Lateinisch!

Summa summarum: Das, was Sie für eine unveränderbare Liturgie halten, ist das Ergebnis einer Entwicklung, in der viele unserer christlichen Vorfahren Veränderungen – im Gegensatz zu Ihnen heute – mitgetragen und akzeptiert haben.
Freitag, 28. März 2008 08:09
roemkath: @maliems
Natürlich kann es falsch gewesen sein, die Nacht vorauseilend am Morgen zu feiern. Warum sonst hätte Pius XII. die Osternachtsfeier neu geordnet? Es hatte sich über die Jahrhunderte ein mehr als zweifelhafter Brauch eingeschlichen, der eben korrigiert wurde. Vermutlich ist jener merkwürdige Brauch der vormittaglichen Osternachtsfeier am Karsamstag durch ähnliche liturgischen Missbräuche entstanden, die hier immer angeprangert werden…
Freitag, 28. März 2008 01:08
Aleph: Frechheit
Marcelus ist im Forum kaum ein paar Tage alt und baggert schon ExBochumer an. Das sollte sich auch Marcelus erst verdienen. ExBochumer hat da schon ein paar Tasten mehr maloocht.
Donnerstag, 27. März 2008 21:55
maliems: nein, was bis zu
pius xii richtig war, kann nicht plötzlich falsch sein.
Donnerstag, 27. März 2008 21:40
Marcelus: @cantate: „in dieser Nacht“ kann man auch bei Tag beten,
man muß ja nicht auch in der Nacht beten, um „eine heilige Nacht“ zu preisen,
auch nicht, wenn die Geburtsnacht Christi gemeint ist.
Donnerstag, 27. März 2008 21:33
cantate: @ Marcelus
Biblische Texte können auch in der Morgenmesse verwendet werden, dafür bedarf es keine Liturgie zur Nachtzeit.
Natürlich ist nicht jeder einzelne Satz der Osternachtliturgie nur in der Nacht passend. Aber ich weiß nicht, wie viele innere Verrenkungen es braucht, wenn man ernsthaft bei strahlendem Sonnenschein zu Gott (!) betet: „In dieser Nacht“ und „Dies ist die Nacht …“

Was Jahrhunderte lang bis zu Papst Pius XII. recht war, kann nicht falsch gewesen sein.
1. Doch. Wenn man in den absoluten Kategorien von „falsch“ und „richtig“ urteilt, würde ich eher zu „falsch“ tendieren. Aber ich meine, angebracht wäre die Unterscheidung zwischen „sinnvoll“ und „weniger sinnvoll“.

2. Der gesamten Anlage der Osternacht (Texte und Riten) ist doch anzumerken, dass es sich ursprünglich um eine nächtliche Liturgie handelt, die – aus welchen Gründen auch immer (vielleicht strenge eucharstische Nüchternheit ab Mitternacht?) – auf den Morgen des Karsamstag gelegt wurde. D.h. doch offensichtlich, dass es auch eine Zeit lang eine Osternachtliturgie in der Nacht gab. Und waren die auch schon falsch, weil sie nicht in vorauseilendem Gehorsam die Vorverlegung bis 1950 vollzogen haben? Oder meinen Sie allen Ernstes, dass diese Texte und die Lichtfeier von Anfang an für einen Gottesdienst bei Tageslicht gedacht waren?
Donnerstag, 27. März 2008 21:09
Marcelus: @HBR: Wer „qualifiziert“ ist, bestimmt am wenigsten ein Leser namens „HBR“
„Lefebvre-nahe“ ist der Papst auch.
Donnerstag, 27. März 2008 21:08
HBR: Bischof Fernando Arêas Rifan steht der Lefebvre-Sekte nahe
Von dem her ist er nicht gerade der qualifizierteste Stimme
Donnerstag, 27. März 2008 21:06
möchtegern-kathole: Kennt jemand …
… aus der Geschichte der Osternacht: zu welcher Uhrzeit sie im Altertum gefeiert wurde, wann ggf. die Feier in der Nacht abhanden kam? Und warum?
Donnerstag, 27. März 2008 21:04
Brandenburgis: HIer möchte ich dem Marcelus
gern zustimmen und sogar noch weitergehen: Die Tatsache, daß vor Pius XII. die Osternacht eben nicht Samstag abends gefeiert wurde, BEWEIST, daß Pius sehr übel und flasch gehandelt hat mit seiner „Reform“ …
Donnerstag, 27. März 2008 21:01
Marcelus: @ExBochumer: Wenn Sie jemandem Übles nachreden, können Sie jedenfalls geklagt werden
Abgesehen davon, daß Sie damit schwer sündigen, und auch auf diesem Wege ewig verdammt werden können.
Donnerstag, 27. März 2008 20:59
Pünktchen: Geert Wilders Film
„Fitna“ ist

>>>> hier <<<<

zu sehen!
Donnerstag, 27. März 2008 20:59
roemkath: Zum Bild mit der Osternacht:
Wo um alles in der Welt ist auf dem Bild Nacht? Gott sei es gedankt, dass uns Papst Pius XII. die ursprüngliche Form der Kar- und Osterliturgie wiedergeschenkt hat! Das Licht der Osterkerze wirkt nun mal nur in einer stockdunklen Kirche… und symbolisiert so den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit, den Sieg des Lebens über den Tod. Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!
Donnerstag, 27. März 2008 20:58
ExBochumer †: @ Marcelus
Wen was und irgendwie interessiert dürften Sie kaum erkennen dürfen. Es sei denn Sie sind der Bilokation mächtig, was ich hiermit offenkundig anzweifle.
Donnerstag, 27. März 2008 20:57
Pünktchen: Geert Wilders Film
„Fitna“ ist

>>>> hier <<<<

zu sehen!
Donnerstag, 27. März 2008 20:53
Marcelus: @ExBochumer: Unterstellungen gegen irgendwelche Personen, die niemanden interessieren,
kommen nur von Ihnen.
Donnerstag, 27. März 2008 20:51
ExBochumer †: @ Marcelus
Kein Kommentar.

Betrachten Sie mal Ihr Gerede bzw. Geschreibe.
Donnerstag, 27. März 2008 20:49
Marcelus: @ExBochumer: Ihr Gerede spricht gegen Sie
von einem Homo aus Paderborn, der sich scheinbar als guter Christ hier offenbart – und sich gleichzeitig im kreuts.net als jemand darstellt, der sich über zunehmende Berichte aus dem Erzbistum Paderborn hier aufregt.
Donnerstag, 27. März 2008 20:41
ExBochumer †: Ja, das dumme Gelaber kommt v.a. Dingen …
von einem Homo aus Paderborn, der sich scheinbar als guter Christ hier offenbart – und sich gleichzeitig im kreuts.net als jemand darstellt, der sich über zunehmende Berichte aus dem Erzbistum Paderborn hier aufregt.
Donnerstag, 27. März 2008 20:23
monti: Mit was für einem dummen Gelaber
hier manche Poster die Seiten füllen…
Donnerstag, 27. März 2008 20:07
Marcelus: @cantate: Nächtliche Liturgie?
Das ist doch völliger Irrsinn, eine Liturgie, die in ihren Texten und Riten eindeutig eine nächtliche Liturgie ist, auf einem Vormittagstermin zu verteidigen, nur weil es vor 1950 so war!
Biblische Texte können auch in der Morgenmesse verwendet werden, dafür bedarf es keine Liturgie zur Nachtzeit.
Was Jahrhunderte lang bis zu Papst Pius XII. recht war, kann nicht falsch gewesen sein.
Donnerstag, 27. März 2008 20:05
cantate: @ Marcelus
Die Auferstehungsmesse am Samstag Vormittag ist allerdings ein weit angenehmerer Termin für eine wichtige Festmesse als die Osternacht Pius XII.
Das ist doch völliger Irrsinn, eine Liturgie, die in ihren Texten und Riten eindeutig eine nächtliche Liturgie ist, auf einem Vormittagstermin zu verteidigen, nur weil es vor 1950 so war! Was soll den daran gottgefälliger sein, wenn man bei strahlender Sonne einen Kerzenlichtritus feiert und dann dauernd zu Gott betet „in dieser hochheiligen Nacht“ und „dies ist die Nacht“?

Meinen Sie das wirklich ernst? Sagen Sie mir einen Grund dafür!
Donnerstag, 27. März 2008 20:02
maliems: @aleph
das wort „wohl“ zeigt, dass sie nicht ordentlich argumentieren. was macht eine albe zur gardinenalbe?
Donnerstag, 27. März 2008 19:22
Marcelus: Wieso gibt es eine Apostolische Administratur für den Ritus Extraordinarius nur auf eine
brasilianische Diözese beschränkt?
Donnerstag, 27. März 2008 19:12
raindance1: WOW::::
Mons. Rifan ist Apostolischer Administrator der altrituellen Apostolischen Administration
Donnerstag, 27. März 2008 18:58
Marcelus: Die Auferstehungsmesse am Samstag Vormittag ist allerdings ein weit angenehmerer Termin für eine
wichtige Festmesse, als die Osternacht seit Papst Pius XII.
Donnerstag, 27. März 2008 18:57
Aleph: Marcelus
Um der Gesprächskultur willen bitte ich Sie in alle Penetranz, mit dem Proleten und Diffamieren aufhören zu wollen.

Das können andere viel eleganter, charmanter, einfach tausendmal besser. Sie sind sind halt ein kläglicher Stümper…!
Donnerstag, 27. März 2008 18:55
Brandenburgis: Ich beziehe mich
lediglich auf das Bildchen oben …
Donnerstag, 27. März 2008 18:53
Marcelus: @Bibelprotestant Aleph: Die Christen hatten lange
überhaupt kein Neues Testament.
Donnerstag, 27. März 2008 18:47
Aleph: Humbelina
Wer redet von Osternacht im alten Ritus. Doch wohl Sie, weil Sie einiges durcheinander werfen.

Es war Pius XII. der 1952 die Feier der Osternacht eingeführt hat, nachdem sie lange Zeit nur Samstags vomittags als Feuer- und Wasserweihe begangen wurde und mit einer Nachtfeier überhaupt nichts zu tun hatte.

Am späten Nachmittag des Karsamstags gab es dann eine Auferstehungsfeier, die aber in keinster Weise mit der Feier der Osternacht identisch war.

Deshalb ist es sehr schön, dass in NOM die Osternachtfeier der Kirche in ihrer ganzen Schönheit übernommen wurde.

Sie ist keine pseudoliturgische Ersatzfeier wie die Auferstehungsfeier, sondern die authentische Feier der Osternacht, wie sie in der ganzen Kirche begangen wird.
Donnerstag, 27. März 2008 18:42
Elendester Sünder: Aleph: Hosenweiber
Der preußische König Friedrich II.:

„Das ist widernatürlich. Ich mag bey meiner Armee keine Weiber zu Soldaten haben; denn wenn auch im Kriege einige Vorteile daraus entstehen könnten, so würde der Nachteyl im Frieden desto größer seyn, weil die Weiber einen alten Appetit nach den Hosen haben, und daraus würden viele Verwirrungen entstehen.“ (Anon., 1788-89 zitiert nach Duffy, 1986)

Oder hier:

5. Ermutigt die Frauen, in der Kirche keine Hüte zu tragen. Haare sind sexy. – Fordert Frauen als Vorbeter, Kommunionhelfer, Diakonissen und Priester. Stellt es als demokratische Idee heraus. Gründet eine Frauenfreiheitsbewegung. – Die Kirchgänger sollen saloppe Kleidung tragen, damit sie sich dazugehörig fühlen. Das wird die Bedeutung der hl. Messe herabsetzen.
Donnerstag, 27. März 2008 18:38
juergen: Alben
der unterschied wäre die sackalbe, die in den 80ern modern war und heute ausgedient hatIn der Regel unterscheidet man zwischen Sackalbe, Girenalbe und Spatelalbe. Die Sackalbe hat die Form eines Sackes, d.h. sie ist in ihrer Form nach rechteckig. Bei der Girenalbe hat man in die Sackalbe seitlich unter den Achseln beginnend Giren, also Stoffbahnen in Form von langen spitzwinkligen, gleichseitigen Dreiecken eingesetzt, um durch diese Maßnahme im unteren Bereich eine größere Weite zu erreichen. Die Spatelalbe ist die körperbetonendste; sie hat eine trapezartige Form, d.h. sie ist oben enger und unten weiter.
Heutzutage sind die meisten Alben Spatelalben.
Donnerstag, 27. März 2008 18:38
Humbelina: @Aleph
Wie kann man dann von einer „Osternacht im alten Ritus“ reden? Ich halte die „Osternacht“ für eine inakzeptable Modernisierung, die direkt auf die Zerrüttungen 1962 ff. weist.
Donnerstag, 27. März 2008 18:36
Aleph: maliems: Gardinenalbe
Sie tragen wohl auch gern solche Stücke?
Donnerstag, 27. März 2008 18:36
wer den glauben ausslsisslich auf die schrift reduziert leugnet die wirkungen des hl geistes im volk gottes und hat noch sehr wenig begriffen
Donnerstag, 27. März 2008 18:34
maliems: aleph
polemisiert.

was macht eine albe zur gardinenalbe?

der unterschied wäre die sackalbe, die in den 80ern modern war und heute ausgedient hat.
Donnerstag, 27. März 2008 18:28
Aleph: Marcelus
Im Moment weiß ich wirklich nicht von was Sie reden.

Oder hat Sie Sacerdos h… mit der Antwort beauftragt?

Eigentlich schlecht vorzustellen, weil er sehr wohl des Schreibens mächtig ist.
Donnerstag, 27. März 2008 18:25
Marcelus: @Aleph: Das ist doch bereits ein Fortschritt für einen Protestanten
Beim Ave behalte ich mir vor, nur den ersten biblisch begründeten Teil zu beten.
Ein Protestant, der die Gottesmutter verehrt, das ist doch bereits ein Fortschritt.
Donnerstag, 27. März 2008 18:21
Aleph: Sacerdos helveticus
Danke Marcelus für Ihre liebenswürdige Wortmeldung.

Jetzt kann ich Sacerdos helveticus wenigstens antworten:

Okay ich übernehme die Gebetsauflage, allerdings nicht als Buße.

Beim Ave behalte ich mir vor, nur den ersten biblisch begründeten Teil zu beten.

Recht so. Ein anderes Angebot kann ich leider nicht machen.
Donnerstag, 27. März 2008 18:18
ExBochumer †: Alte Messe mal hin oder her. Schlimmer ist die Kirchenzerstörung.
Da wurde der ehem. Bürgermeister von Borchen (EB Paderborn) mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet, weil er sich für den Erhalt einer Kapelle einsetzte (siehe http://www.i-basis.de/…rzbistum/index.phtml?ber_id=38&inh_…

Das Nachbarbistum – das seinerzeit vom EB Paderborn abgetrennte Bistum – Essen macht es anders. Da gibt es den Propst Bittern, der sich ganz dreist zur Marienkirche in Bochum äußert: „Wenn der Abriss verhindert wird, dann werde ich die Fenster ausbauen lassen und das Gebäude dem Verfall preisgeben!“

Welche Ehren werden diesen Kleriker noch ereilen?

Eine Schande für die katholische Kirche und für den zuständigen Bischof Genn.
Donnerstag, 27. März 2008 18:16
Marcelus: Mehr als Spott über den katholischen Glauben haben die Modernisten leider nicht mehr zu bieten
Oder hat der Modernismus sonst noch irgendeinen Inhalt?

Aleph
Ich bin davon ausgegangen, dass altrituelle Messen grundsätzlich nur an einem Altar mit Tabernakel gehalten werden dürfen, um gültig sein zu können.
Donnerstag, 27. März 2008 18:12
Aleph: Sacerdos helveticus
Aber eine Frau in Hose hat der altrituellen Messe beigewohnt, wie in der Bilderserie gezeigt wird.

Das nehme ich nicht zurück. Schauen Sie sich bitte notfalls das Schandbild an.
Donnerstag, 27. März 2008 18:10
Verzeihung gewährt! Wäre Ihnen aber dankbar, wenn Sie für mich ein Vaterunser und ein Gegrüsset seist Du Maria beten!
Donnerstag, 27. März 2008 18:10
Rübezahl: Tabernakel-Hallus II …
… aber macht doch nix, lieber Aleph, im Eifer des Spott-Gefechts kann es doch selbst bei den allerbesten Exemplaren aus dem Spötterkreis vorkommen, dass sie voreilig sinnlos tippen und dann erst richtig hinguggn.

Donnerstag, 27. März 2008 18:07
Aleph: Sacerdos helveticus
Mea culpa! Ich bin davon ausgegangen, dass altrituelle Messen grundsätzlich nur an einem Altar mit Tabernakel gehalten werden dürfen, um gültig sein zu können. Können Sie es mir nachsehen, dass ich dies ungefragt einfach vorausgesetzt habe?
Donnerstag, 27. März 2008 18:04
sacerdos helveticus: Tabeernakel?
Auch Aleph hat keine guten Augen. Es gibt da nirgendwo einen Tabernakel. Wie ein Blick auf die -übrigens schön gestaltete-Homepage der Westminster Cathedral (www.westmintercathedral.org.uk; dann auf art&architecture, dann auf cathedral tour klicken) zeigt, fand die Hl. Messe in der Marienkapelle (Lady Chapel) statt, einer Seitenkapelle, die den Abschluss des rechten Seitenschiffes (Epistelseite) bildet. Dort befindet sich kein Tabernakel. Also können weder bischöfliche Turnübungen dort stattgefunden haben, noch Frauen in Turnhosen sich vor dem Tabernakel eingefunden haben.
Brillengläser putzen oder Sehtest machen lassen, lieber Aleph !
Donnerstag, 27. März 2008 18:02
Aleph: Scherbengericht
Dieser Tag heute ist ein einziges Scherbengericht, beginnend mit roten und weißen Mozzetten und jetzt geht es weiter: Dom ohne Hochaltar; Altäre ohne Tabernakel. Was soll denn noch alles zu Bruche gehen?
Donnerstag, 27. März 2008 17:59
Rübezahl: Tabernakel-Hallus …
… jaja, der Spott trübt sowohl die Sehnerven als auch die Sakralkenntnisse – ob letztere überhaupt jemals vorhanden waren, bleibt dahingestellt.

Donnerstag, 27. März 2008 17:58
juergen: kein Hochaltar
Ja und?
Donnerstag, 27. März 2008 17:57
Aleph: ExBochumer
Dürfen dann altrituelle Messen daruf zelebriert werden. Ein Altar ganz ohne Tabernakel, schlimm?
Donnerstag, 27. März 2008 17:56
ExBochumer †: Tja, und der DOM in PB
hat ja gar keinen Hochaltar.
Donnerstag, 27. März 2008 17:48
Aleph: Frau in Hose vor dem Tabernakel
Und dem Tabernakel gegenüber steht eine Frau in Hose, während die Herren am Altar in kleidsamen Röcken hantieren.

Die traditionellen Katholiken sind auch nicht mehr was sie einmal sein wollten. Frauen in Hosen in der Kirche vor dem Tabernakel. Nein!
Donnerstag, 27. März 2008 17:43
sacerdos helveticus: Kein Tabernakel! @juergen
juergen schrieb:
Das sind ja lustige Turnübungen vor dem Tabernakel auf Bild 7.
Ich habe weder auf Bild 7 noch auf irgendeinem anderen der Bilder einen Tabernakel gesehen.
S.Exz. Bischof Rifan hat die Hl. Messe, die ja auch in einer Bildunterschrift als „Stille Messe“ bezeichnet wird,offensichtlich nicht am Hochaltar (der in einer Kathedrale übrigens nicht Sakramentsaltar sein sollte) und auch nicht an einem anderen Altar, auf dem das Allerheiligste aufbewahrt wird gefeiert.
Es wäre aber wohl in der Tat stilvoller gewesen, das Ablegen der Gewänder hätte wie das Anlegen an einem anderen Ort stattgefunden.
Donnerstag, 27. März 2008 17:38
Aleph: Sprechen, beten oder lesen
Solange der außerordentliche Ritus nicht zelebriert wird, kann man doch darüber sprechen.

Wenn er zelebriert wird muss man doch nicht sprechen. Dann darf man doch nur beten oder lesen!
Donnerstag, 27. März 2008 17:37
juergen: Lustig
Das sind ja lustige Turnübungen vor dem Tabernakel auf Bild 7.

Donnerstag, 27. März 2008 17:35
Gotthard: Gefahr?
Wie gefährlich es immer noch ist, über die Alte Messe zu sprechen, bewies kürzlich ein Vertreter des Alten Ritus.

worin soll die Gefährlichkeit des Sprechens über den alten Ritus bei diesem Bischof bestehen?
Donnerstag, 27. März 2008 17:31
Aleph: thaumaturgos
Niemand polemisiert. Man wird doch noch seine Freude über eine Gardinenalbe äußern dürfen.
Donnerstag, 27. März 2008 17:29
thaumaturgos: also bitte …
nicht schon wieder polemik gegen weisse mozzetas oder die heilsnotwendigen geistlichen dessous

würden auch so manchen homo gut stehn, aber, das geht innerhalb der kirche ja sowieso lol

Donnerstag, 27. März 2008 17:28
Aleph: Brandenburgis
Es war 1952.
Donnerstag, 27. März 2008 17:24
Brandenburgis: Osternacht im „Alten Ritus“
Ist die nicht erst 1955 eingeführt worden ???
Donnerstag, 27. März 2008 17:19
Aleph: Zauberhafte Albe
Das ist ja eine ganz zauberhaft schöne Gardinenalbe, die der Bischof trägt und ganz durchsichtig. Einfach Klasse!
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