14:00:51 | Donnerstag, 27. März 2008
Er lebt von Schwarz-Weiß-Malerei, Unterstellungen, Simplifizierungen, Karikaturen, Verleumdungen, Ressentiments, Beschimpfungen. Der Haß-Prediger ist wieder im Einsatz. Ein Kommentar.

Bischof Vitus Huonder von Chur.
(kreuz.net, Chur) Offiziell bezeichnet sich die Zürcher Zeitung ‘Tages-Anzeiger’ als weltanschaulich
unabhängig.
Doch es ist unklar, wie die Haß-Artikel von Michael Meier, der beim ‘Tages-Anzeiger’ für
die antikirchliche Berichterstattung zuständig ist, in diese angebliche weltanschauliche Unabhängigkeit
passen.
Meiers Beträge leben von Schwarz-Weiß-Malerei, Unterstellungen, Simplifizierungen, Karikaturen,
Verleumdungen, Ressentiments, Beschimpfungen.
Gegenwärtig bemüht sich Meier, zwei Menschen in den Dreck
zu ziehen, die angeblich
als Weihbischöfe für die Diözese Chur vorgesehen sind.
Es handelt sich um
Bischofsvikar Martin Grichting und um den aus der Schweiz stammenden Spiritual des Eichstätter Priesterseminars,
Hw. Lorenz Gadient.
Um diese beiden Geistlichen in Grund und Boden zu stampfen, hat Meier einen Haß-Kommentar
verfaßt, den er mit „Von langer Hand geplant“ überschreibt.
Der Journalist beschwört offensichtlich
Verschwörungstheorien.
Die beiden Kandidaten würden das Bistum Chur der „Restauration“ einen beträchtlichen
Schritt weiterbringen – meint Meier in ungewollt optimistischem Ton.
Sie repräsentierten „ein reaktionäres
Kirchenverständnis“. Doch „reaktionär“ ist nur das von Meier verwendete altmarxistische Kampfvokabular.
Den ersten Kandidaten stellt der verbissene Journalist als „verbissener Kämpfer“ gegen die angeblich
„demokratisch verfaßten Kantonalkirchen“ vor.
Die sogenannten Schweizer Kantonalkirchen sind lose mit
der Kirche verbundene Finanzorganisationen, welche die millionenschweren Kirchensteuer-Einnahmen kontrollieren.
Dem Churer Bischofsvikar Martin Grichting nimmt Meier übel, daß er die millionenschweren Schweizer
Kirchensteuer-Verwalter kritisiert und sich für eine vom Staat unabhängige Kirche einsetzt.
Den Eichstätter
Spiritual, Hw. Lorenz Gadient, karikiert der rasende Journalist als „Verfechter der wieder zugelassenen
lateinischen Messe“.
Die Alte Messe lasse die Zeit aufleben, „als die Priester dem Volk Gottes entrückt
waren und für die Bekehrung der Juden beteten“ – so Meier.
Beide Geistliche würden in die „klerikale
Strategie“ des Bischofs von Chur „zur Rückeroberung des Bistums“ passen.
Dann vergreift sich Meier völlig
im Vokabular: „Alles scheinen [der Churer Bischof, Mons. Vitus] Huonder und seine priesterliche Clique
von langer Hand vorbereitet zu haben.“
Der Bischof fühle sich offenbar als Saubermann der von Ab- und
Sonderwegen verunstalteten Kirche Schweiz – analysiert Meier den dramatischen Zustand der sterbenden Schweizer
Kirche korrekt.
Nur zehn Jahre nach dem „mühsam erkämpften“ Abgang von Bischof Haas sei das Bistum
Chur wieder das „konservativste im ganzen Land“.
Das ganze Land umfaßt rund 41.000 Quadratkilometer.
Angesichts des „zu großen Teilen resignierten Personals“ habe Bischof Huonder ein „viel leichteres Spiel“
als seinerzeit Bischof Haas – gibt Meier zur Hoffnung Anlaß.
Seine Sendung bezieht Bischof Huonder aus
dem Bewußtsein, zum Heiligen Rest der wahren Kirche Jesu Christi zu gehören, die das halsstarrige Volk
vergeblich zur Umkehr zu bewegen sucht.
Es ist damit zu rechnen, daß die Leserschaft des ‘Tages-Anzeiger’
dumm genug ist, um der billigen Polemik von Michael Meier auf den Leim zu kriechen.
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#18
ExBochumer † 21:03:40 | Donnerstag, 27. März 2008
#17
Pünktchen 20:58:04 | Donnerstag, 27. März 2008
#16
timpressum † 20:53:51 | Donnerstag, 27. März 2008
#15
ExBochumer † 17:08:31 | Donnerstag, 27. März 2008
#13
juergen 17:05:11 | Donnerstag, 27. März 2008
#12
ExBochumer † 17:02:17 | Donnerstag, 27. März 2008
#10
Aleph † 16:06:18 | Donnerstag, 27. März 2008
#8
Arrigoni 15:56:41 | Donnerstag, 27. März 2008
#6
Alkuin 15:30:40 | Donnerstag, 27. März 2008
#5
agricula 15:26:42 | Donnerstag, 27. März 2008
#3
Aleph † 14:12:19 | Donnerstag, 27. März 2008
#1
Pünktchen 14:05:01 | Donnerstag, 27. März 2008