Der Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch.
(kreuz.net) In seinem ‘Spiegel’-Interview von Mitte Februar hat Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg
angedeutet, daß Papst und Konzilien die Herren des Zölibatgebots wären und deshalb auch für den geringen
Priesternachwuchs verantwortlich seien.
Nach seinem jüngsten Gespräch mit der Tageszeitung ‘Die Welt’
sollen jetzt die „Wohlstands- und Konsumgesellschaft“ sowie das „von Sexualisierung geprägte Umfeld“
daran schuld sein, daß immer weniger junge Männer Priester werden.
Auch die rapide Abnahme des Gottesdienstbesuchs
habe „mit gesellschaftlichen Prozessen zu tun“.
Diese müssen immer dann herhalten, wenn man von den
eigenen Fehlern ablenken will.
Der frühere starke Gottesdienstbesuch sei nur der gesellschaftlichen
„Selbstverständlichkeit der Tradition“ geschuldet gewesen. Dagegen sei der Gang zur Kirche heute eine
existentielle „Entscheidung des Einzelnen“ – doziert der Erzbischof weiter im ‘Welt’-Gespräch.
Er unterschlägt
die Tatsache, daß mehr als die Hälfte der treuen Meßbesucher ältere und alte Katholiken sind, die
noch von der vorkonziliaren Überzeugung geprägt sind, am Sonntag regelmäßig an der Heiligen Messe
teilzunehmen.
Im weiteren zeigt sich der Erzbischof optimistisch: Insgesamt sehe es in der deutschen
katholischen Kirche gut aus, wenn man nur die „missionarische Chance“ für einen „ansprechenden und einladenden
Gottesdienst“ nutze sowie die Strukturen, „über die wir erfreulicherweise verfügen“, mit Leben erfülle.
Daraus kann man einen Gleichklang mit den Strategien der protestantischen Gemeinschaften hören. Dieser
Gleichklang ist offenbar auch der Grund für das gleichmachende Kirchenverständnis des Erzbischofs.
Im ‘Spiegel’-Gespräch hatte er das wachsende Bewußtsein für die Unterschiede zwischen Protestanten
und Katholiken bedauert und das angebliche – wenn auch etwas andere – Kirchesein der protestantischen
Gemeinden betont.
Ausdrücklich klagte er den Papst an, daß die römische Klarstellung vom Juli 2007
über den Charakter der katholischen Kirche den Protestanten unnötige Verletzungen zufüge – obwohl dieser
Text in Übereinstimmung mit dem Zweiten Vatikanum steht.
Nach dem relativistischen Kirchenverständnis
von Erzbischof Zollitsch, das er in dem ‘Welt’-Interview wiederholt, gibt es offensichtlich mehrere legitime
Formen von Kirche, die sich nur in theologischen Sinndeutungen unterscheiden.
Der in einem anderen Sinne
Bischof der etwas anderen lutherischen Kirche von Bayern, Herr Johannes Friedrich, zeigte sich hocherfreut
über diese ökumenische Gleichmacherei:
Die protestantische Kirche respektiere die katholische Kirche
als eine weitere „Realisierung der Kirche Jesu Christ in dieser Welt“.
Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofkonferenz wirft die Substanz der katholischen Kirchenlehre über Bord, um sich den Protestanten
mit einer relativistischen Ekklesiologie anzubiedern.
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171 Lesermeinungen
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Marcelus @ Was die Jünger nicht erreicht haben wird wohl ganz bestimmt Ihnen wiederfahren in diesem Königreich.
Sie auf dem Thron Platz nehmen. Bilden Sie sich wohl ein. Ganz schön vermessen der Knabe.
Marcelus Besitzen Sie den katholischen (?) Glauben. Was Sie hier präsentieren sind verkümmerte Überreste
einer katholisch sein wollenden Ideologie. Glaube ?: Nee, hat nix damit zu tun.
@Aleph/Gunsenum: Wer nicht den katholischen Glauben besitzt, kann auch nicht über die Richtigkeit des
katholischen Glaubens urteilen. Wer den katholischen Glauben verwirft, wird leider verdammt werden.
Gunsenum Eigentlich tut mir ein solcher Verfall der Glaubensgrundsätze leid. Aber von Willigis Jäger
weiß ich, dass Gott sich auch in diesen unerträglichen Formen manifestiert und diese Formen daher zu
ertragen sind. Mehr ist halt nicht zu tun. Geruhsamen Sonntag.
Marcellus Hören Sie doch einmal auf mit Ihren Verdammungen. Sie machen sich völlig indiskutabel. Schützen
Sie sich doch bitte vor Ihren eigenen Attacken. Das ist Harikiri, was Sie gegen sich betreiben.
@marcelus Nun mal langsam. Sie sagen, daß der Glauben auf tatsählichen Ereignissen beruht. Das ist vordergründig
sicher erstmal gar nicht falsch. Nun frage ich mich aber, ob die Ereignisse so, wie wir sie kennen, tatsächlich
passierten. Denken sie an das Brot, das Israel vom Himmel geregnet wird. Wir übersetzen mit Brot. Ein
wenig weiter gefaßt meint „manna“ jedoch alles, was zum Leben benötigt wird. Die Interpratation macht
den glauben erst tragfähig. Ich persönlich glaube nicht, daß es die Materie Brot regnete.
@Aleph: Sind Sie nicht katholisch? Sie verbreiten hier offen eine Häresie. Die katholische Kirche fußt
auf Jesus Christus, der seine Apostel aussandte, wie er von seinem Vater gesandt ward. Und Petrus war
der Fels (Kephas) auf dem ecclesia errichtet werden sollte. Alle anderen Ansichten sind zumindest nicht
katholisch.
@Modernisten-Gunsenum: Was wollen Sie mit Ihrem Unglaubensbekenntnis sagen? Daß Sie gar kein Christgläubiger
sind? Wer nicht glaubt, wird verdammt werden – so lehrt es Christus wörtlich.
@Aleph So eine Ergänzung wäre sicherlich möglich, ist aber nicht nötig. Man könnte ja auch an vielen
anderen Stellen des Glaubensbekenntnisses solche Ergänzungen einfügen. z.B. „Ich glaube an Gott, den
Vater, den Allmächtigen, der sein erwähltes Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten geführt hat…“
usw. Aber dann bräuchte man irgendwann eine Stunde Zeit, das Glaubensbekenntnis zu sprechen. Da GB soll
ja eine möglichst kurze und prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Glaubensinhalte sein. Im Verglaich
zu den Moslems haben wir ohnehin schon ein relativ langes. Und da das Adjektiv „apostolisch“ die Gründung
durch JX miteinschließt, lässt man genauere Ausformulierungen eben weg. Für Details gibt es ja den
KKK, bzw. das Kompendium uä.
@marcelus Jaja, völlig recht! Sie haben ja soooo recht. Brot,das vom Himmel fällt. Laufen über das
Wasser. Erweckung von Toten. Lahme können wieder sehen, Blinde doch tatsächlich wieder gehen. Jaja!
Tintenfäßer, die man gegen den Liebhaftigen wirft. Engel, die den Bauplatz der Engelsburg anweisen…jaja!
Immer dies realen Ereignisse.
litterae… Wenn dem wirklich so wäre, muss es doch für die Kirche kein Schaden sein, sinngemäß zu
ergänzen. Zuminsdest wäre der Zusatz eine kraftvolle Selbstbestätigung: Ich glaube an die eine, heilige,
katholische und apostolische Kirche, die von Jesus Christus auf Petrus begründet wurde. Das hätte man
längst schon einführen können. Aber selbst dann, wäre es eine Sache des Glaubens, nicht Sache hitstorischer
Faktizität.
@Aleph Notfalls lesen Sie nochmal den Text, besonders die Stelle: „ich glaube an die eine, heilige katholische
und apostolische Kirche“. Da müsste ja zu lesen sein, die von JX gegründet wurde. Ist aber nicht. Das
ist auch nicht nötig, da das in dem Adjektiv „apostolisch“ bereits mit inbegriffen ist.
Marcellus Sie sind ein unhöflicher Klotz. Eine ähnliche Behauptung wie Sie würde ich in Glaubensdingen
über andere nicht loslassen. Woher haben Sie die flache, fliehende Stirn zu diesem Hochmut. Aber wenn
es Ihren Adrenalinspiegel in Wallung bringt. Nun großer Gott, sei’s drum.
Marcellus Da gibt es ganz andere Gremien, die darüber zu befinden haben haben ob Sonderreligion oder
nicht. Auch im Apostolischen und im Großen Glaubensbekenntnis findet sich kein Silbe davon, dass Jesus
die Kirche gegründet habe. Wenn Sie es dennoch behaupten, stehen Sie außerhalb des Glaubensbekenntnisses
der RKK… überhaupt der christlichen Kirchen. Ist das klar. Notfalls lesen Sie nochmal den Text, besonders
die Stelle: „ich glaube an die eine, heilige katholische und apostilische Kirche“. Da müsste ja zu lesen
sein, die von JX gegründet wurde. Ist aber nicht.
@Aleph: Ihre Sonderreligion ist nicht die katholische Von Christus und Seiner Kirche reden Sie nicht,
und sind höchstens Apostat, dem das ewige Höllenfeuer droht.
Marcellus: Augenzeuge? Dabei waren Sie weder bei Christus noch bei St. Paulus. Oder wer sind Sie, daß
Sie die Überlieferung und Bibel der Kirche korrigieren?! Sie sind wohl einzige Augenzeuge des Geschehens,
der sich hier herum tummelt. Sie waren wohl hautnah bei dieser Kirchengründung. Da sei Ihnen unbenommen.
Es schadet hoffentlich nicht, daran zu glauben. Es ist eines der Geheimnisse des Glaubens, wie es in der
christlichen Religion viele solcher Geheimnisse gibt. Ein historisch nachprüfbarer Tatbestand ist es
nicht. Wenn Sie das dennoch als Realität behaupten, machen Sie sich selber zum unseriösen Sektierer.
Sonst könnten Sie doch keinen solch verbasenen Balm hier zum Duften bringen. Oder gehören Sie zur Spezies
„außerordentlicher Methusalem“?
@Kurt K.: Wie kommen Sie darauf? Angenommen, Jesus wäre tatsächlich DER messias gewesen. Dann legt der
bestimmt den allergrössten Wert darauf, dass seine Anhänger die gewundensten Theologischen Definitionen
kennen und alles glauben. Dumm halt für die Leute, die sowas gar nicht kennen – also für knapp 60% der
Katholiken und knapp 95% der jemals katholisch gewesenen Menschen. Oder glauben Sie ernsthaft, die Menschen
im Mittelalter hätten sich einen Dreck darum gekümmert? Sich überhaupt kümmern können? Wo sie doch
nicht lesen konnten und der Priester auch nicht unbedingt der gebildetste war? Wer glaubt, nur die des
Schreibens und Lesens Kundigen könnten Christen sein, irrt. Das ist höchstens eine Tendenz des Bibelprotestantismus.
Für einen rechtgläubigen Katholiken ist es dagegen ausreichend, dem im Glauben zuzustimmen, was die
Autorität der Kirche in Einklang mit dem Papst als zu glauben vorlegt. Wichtiger ist es für die Katholiken,
vor allem der Autorität der Kirche zu gehorchen, im Glauben und im Handeln.
#139 Brandenburgis 12:30:37 | Sonntag, 30. März 2008
Kollosserbrief, Kapitel 1, 24 Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich für euch leide, und erstatte
an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo, für seinen Leib, welcher ist die Kirche.
[St. Paulus] Die Lektüre der Hl. Schrift lohnt immer!
@Volksaufklärer „Aleph“: Machen Sie sich nicht lächerlich Dabei waren Sie weder bei Christus noch bei
St. Paulus. Oder wer sind Sie, daß Sie die Überlieferung und Bibel der Kirche korrigieren?!
-HBR- Sie sind sich Ihrer Sache etwas zu sicher. Was Sie hier aufgeführt haben, ist großteils fromme
Legende und wurde von den Evangelisten so andeutend dargestellt. Von den ersttestamentlichen Propheten,
deren Weisungen sich ja im Zweiten Testament erfüllen sollen, ist davon nicht die Rede. Der oft in diesem
Fall zitierte Jesaja entwickelt herrliche Bilder. Leider lässt sich aber keine Kirche daraus entnehmen,
die JX gründen soll. Einfach die Behauptung aufzustellen: Jesus hat die Kirche gegründet, ist erschütternd
flach und wird dem Ganzen nicht gerecht. Das reicht für Katechismuswahrheiten. Mehr aber nicht. Die sollten
hier im Forum aber nicht als beispielhaft ausgekostet werden. Differenzierte Betrachtung wäre der Sache
dienlicher.
Die Kirche wurde natürlich von Christus auf Simon Petrus gegründet St. Paulus lernte Christus erst nach
den Erdentagen Christi kennen, nämlich in einer Erscheinung als bereits im Himmel Regierender.
#135 Brandenburgis 12:03:05 | Sonntag, 30. März 2008
@Aleph Vielleicht arbeiten sie mal den D_H durch. Da finden Sie meine Position vielfach bestätigt. Übrigens
auch das Pseudo-Vatikanum äußert sich entsprechend.
Paulus hatte eine wichtige Rolle inne… …begründet hat er die Kirche aber nicht. Der Gründer der
heiligen Mutter Kirche war vielmehr unser Herr Jesus Christus. Dieser hat die Kirche an Petrus überantwortet.
Paulus hat zwar viel missioniert, war aber keineswegs der Gründer!
Brandenburgis: Paulus hat die Kirche gegründet Schließlich und endlich war es Paulus, der die Kirche
ge- und begründet hat. Jesus mochte viele Ideen dazu beigesteuert haben, die sich möglicherweise auf
die Erfahrungen mit den Essenern gründete. Aber es war Paulus, der die Kirche begründet hat. @ Seit
wann ist auch der Schöpfer mit seinem Geschöpf identisch?
Kreuz net offenbart endlich die Zielgruppe der alten Messe Er unterschlägt die Tatsache, daß mehr als
die Hälfte der treuen Meßbesucher ältere und alte Katholiken sind, die noch von der vorkonziliaren
Überzeugung geprägt sind, am Sonntag regelmäßig an der Heiligen Messe teilzunehmen. Ich habe es doch
schon immer gesagt: Die alte Messe ist vor allem etwas für die Nostalgiker unter uns. Es sei ihnen ja
gegönnt. Und durch das Motu Proprio können diese ja die alte Zeit endlich wieder aufleben lassen. Endlich
gesteht das auch +net ein.
@FiliusEcc/Rudolfus/Marcelus: Mein Tipp: Mit dem Trinken nicht vor 22 Uhr beginnen, dann kann man auch
um Mitternacht noch klar denken. Natürlich ist die Menschenwelt die sichtbar-körperliche Welt. Wenn
Sie das in Zweifel ziehen, sind Sie nicht katholisch. Das mag Karl Marx so sehen, für uns Christen ist
der Mensch auch ein Geistwesen und lebt daher sowohl in der „sichtbaren“ als auch in der „unsichtbaren“
Welt.
Brandenburgis So verblendet ist selbst die Römische Kirche nicht, eine solche „Lehre“ als verbindlich
festzulegen. Das ist typischer Winkeltheologenkram. Outen Sie sich weiter in der Richtung.
Brandenburgis Jesus ist die Kirche. Das können Sie Leuten erzählen, die die Hose mit der Beißzange
zumachen. Das ist grotesk, was sie da von sich geben.
Brigitte Bussmann Schön, Sie wieder im Kreise der aufrecht Diskutierenden zu wissen. Es ist überhaupt
fraglich, ob Jesus die Kirche hat wollen, wenn er gewusst hätte welche Eigengesetzmäßigkeiten diese
Institution entwickelt. Einiges sogar gegen erklärten Willen des vorgeblichen Stifters.
#125 Brandenburgis 10:02:19 | Samstag, 29. März 2008
Zollitsch hat keinesfalls recht, sondern er spricht eine totale Bankerotterklärung seines Zweitvatinaischen
Lügensystems aus. Er ist ein intransigenter Kirchenzerstörer und Glaubensfeind.
Die Gesellschaft ist schuld Erzbischof Zollitsch hat recht, wenn er meint, dass Papst, Konzilien und viele
Bischöfe, vor allem in Europa, schuld daran sind, dass keiner mehr Priester werden will. Wer will schon
so ein unmenschliches Gesetz ein Leben lang mit sich herum schleppen. Wann macht die Theologenkommission
im Vatikan, die über die Zölibatsverpflichtung beraten soll, endlich mal voran. Die Zeit läuft weg,
denn die Kirche wird in vielen Bistümern sowieso schon an die Wand gefahren. Immer weniger Priester,
immer mehr Gemeindenzusammenlegungen, immer mehr „unmündige“ Laien, werden z. B. zur Gründonnerstagsliturgie
in einer Kirche zusammen gepfercht. Das kann es doch nicht sein. Haben die Bischöfe denn das II Vatikanum
vergessen, wo vom mündigen Laien gesprochen wurde? Wer hat aber die Gemeindezusammenlegungen bishin zur
Fusion von Gemeinden beraten? Bischöfe, Priesterräte, Generalvikare und die Laien blieben wie immer
außen vor, aber die anstehende „Drecksarbeit“ das können dann die Laien machen. Diese Kirche wollte
Jesus ganz sicher nicht.
@Genoveva: Natürlich ist die Menschenwelt die sichtbar-körperliche Welt Wenn Sie das in Zweifel ziehen,
sind Sie nicht katholisch. Das ganze Gerede von der „sichtbar-körperlichen Welt“ gefällt
@Florian Geyer: Leider verstehe ich Ihre Einwände nicht so ganz … Das ganze Gerede von der „sichtbar-körperlichen
Welt“ gefällt mir in diesem Zusammenhang nicht besonders. Gott ist Mensch geworden, der Logos ist Fleisch
geworden. Das „für“ dieses kosmischen Ereignisses ist nicht auf unsere körperliche Welt oder auf uns
Menschen beschränkt. Auch die Engel erkennen die Menschheit Christi. Und natürlich wird der Mensch dadurch
erhöht, daß Gott Mensch wird. „Du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar geschaffen und noch wunderbarer
erneuert“ heißt es in der Alten Messe. „Seid vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist“ lautet
der Auftrag des Herrn. Und es gibt bei den Kirchenlehrern keinen Zweifel darüber, daß der Mensch im
Stande der durch Christi Menschwerdung und Auferstehung verdienten und verliehenen Gnade ein vollkommeneres
Wesen ist als ein Engel. Eben weil er der 2. Person der Trinität ähnlicher ist als ein Engel.
@F. Geyer: Christus ist beides, Gott und Mensch. Es ist richtig, zu sagen Christus ist Gott, und ebensorichtig,
Christus ist Mensch. Falsch ist nur, wenn man ein „nur“ hinzufügt. Wenn kein „nur“ dabei ist, ist alles
richtig.
#120 Florian Geyer 23:50:07 | Freitag, 28. März 2008
Filius Natürlich ist beides richtig. Aber ich beginne zu glauben ihnen fehlt etwas das Feingefühl über
die Auswirkungen der einseitigen Sichtweise „als Mensch“
#118 Florian Geyer 23:43:06 | Freitag, 28. März 2008
Filius Wenn Gott Mensch wird wird der Mensch ebenso erhöht. Nur : Der Mensch wird nicht zu Gott weil
Gott Mensch wird. Das perfide ist wenn Menschwerddung mit Gottwerdung des Menschen verwechselt ist. Die
anthropos Logos Christologie halte ich deshalb für gefählich. Athanasius wies den richtigen Weg.
@F. Geyer: Der Satz ist doch ebenso richtig „In Jesus Christus ist Gott (oder genauer: der Logos oder
die zweite Person der Trinität) Mensch geworden“. Und natürlich hat er als Mensch sichtbare Gestalt,
weil der Mensch immer Teil der sichtbaren Welt ist – im Gegensatz zur Menschenseele.
#116 Florian Geyer 23:34:13 | Freitag, 28. März 2008
Genoveva „„In Jesus Christus ist Gott (oder genauer: der Logos oder die zweite Person der Trinität) Mensch
geworden“. das ist antropos Logos TChristologie die zu Missverständnissen führen kann. Wahr ist die
Logos sarx definition nach der Gott tatsächlich durch Christus sichbare Gestalt annahm
@Genoveva: Sie haben offensichtlich Probleme, die Gottmenschheit Jesu Christi zu verstehen. Ihre Einwände
sind jedenfalls unberechtigt und damit häretisch.
@Marcelus/Rudolfus: Sie sind ein bißchen anstrengend Ich habe folgenden Satz von Ihnen als unglücklich
formuliert bezeichnet: Als Mensch Jesus Christus hat Gott für die sichtbare Welt sichtbar-körperliche
Gestalt angenommen Dies bezog sich nicht auf die Bezeichnung Jesu Christi als Gott, sondern vor allem
auf die Formulierung „Als Mensch“. Auch die Formulierung „Gestalt angenommen“ ist nicht frei von Mißverständnissen.
Am saubersten wäre es zu sagen: „In Jesus Christus ist Gott (oder genauer: der Logos oder die zweite
Person der Trinität) Mensch geworden“. Ihr Versuch, mich mit Poster Benedikt zu identifizieren, ehrt
mich zwar, da ich diesen Poster schätze, sie liegen aber völlig falsch. Ich mit meiner Gleichsetzung
von Marcelus und Rudolfus aber sicher nicht …
#113 Nachtlaterne 22:35:08 | Freitag, 28. März 2008
Gottes Wort bleibt in Ewigkeit! „Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus;
vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden meines Volkes möchten sie leichthin heilen,
indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben.
Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Des-halb müssen sie fallen, wenn die anderen
fallen. Sobald ich sie zur Rechenschaft ziehe, werde ich sie stürzen, spricht der Herr.“ Jer. 6/13-15
„Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt (zum Metallprüfer); du sollst sein Verhalten erkennen
und prü-fen. Sie alle sind schlimme Empörer, Verleumder sind sie, Bronze und eisen sind sie, alle zusammen
Verbrecher. Der Blasebalg schnaubt, doch das Blei bleibt unberührt vom Feuer. Umsonst versucht der Schmelzer
zu schmelzen; die bösen lassen sich nicht ausscheiden. „Verworfenes Silber“ nennt man sie; denn verworfen
hat sie der Herr.“ Jer. 6/27-30
FiliusEcclesiae Wir kommen zu Gott durch den Gottmenschen J X: Deshalb beten wir: Durch JX unseren Herrn.
Aber ihn jetzt ganz einfach als Gott zu deklarieren kann sehr probematisch sein. Er ist Gott und Mensch
zugleich, aber nicht nur Gott. Ich denke mal: er will es nicht. Ihm passt die Aufgabe des Sohnes. Das
sage ich, auch wenn Sie gleich wieder einen Scheiterhaufen aufrichten. Brauchen Sie Feuer!
Es gibt nicht zwei Götter! Christus ist nicht Gott. Christus ist der Gottmensch. Christus ist nicht Gottvater,
aber natürlich Gott, eines Wesens mit Gottvater.
@ominöser Arbeitskreis Im weiteren zeigt sich der Erzbischof optimistisch: Insgesamt sehe es in der deutschen
katholischen Kirche gut aus, wenn man nur die „missionarische Chance“ für einen „ansprechenden und einladenden
Gottesdienst“ nutze sowie die Strukturen, „über die wir erfreulicherweise verfügen“, mit Leben erfülle.
Daraus kann man einen Gleichklang mit den Strategien der protestantischen Gemeinschaften hören. Dieser
Gleichklang ist offenbar auch der Grund für das gleichmachende Kirchenverständnis des Erzbischofs. 1.
was haben diese Anonymler angeblich aus Frankfurt gegen „missionarische Chancen“, ja gegen Mission allgemein?
2. Was haben diese Arbeitskreisler gegen „ansprechende und einladende Gottesdienste“ – ach ja stimmt:
das wäre Menschenwerk. Nicht ansprechend und einladend müssen Hl. Messen gefeiert werden sondern rite
et recte. Das himmlische Ritenamt wacht darüber. Im Alt-Ritus kommt eh nur der priester und ein Messdiener
vor … 3. was spricht gegen Strukturen in der Kirche? 4. welchen Gleichklang mit den evangelischen Kirchen
kann man daraus ablesen? 5. Welche Strategien haben die evangelischen Kirchen? Dieser Arbeitskreis wirft
also mit seinem Geschreibe sehr sehr viele Fragen auf. Wahrscheinlich versteckt sich dahinter auch nur
ein unwissender einzelner Wichtigtuer – die Website ist jedenfalls tot.
@Genoveva alias Benedikt: Sie haben sich korrigiert Bereits die Aussage, Christus als Gott zu bezeichnen,
sei eine „unglückliche Formulierung“ ist bereits eine Häresie.
@Juergen: „Christus ist Gott“ … ist kein monphysitischer Satz – dazu bräuchte es noch ein „nur“. Aufgrund
der Idiomenkommunikation könnte er auch schreiben „Jesus ist Gott“ oder „Jesus hat die Welt erschaffen“,
das wäre immer noch richtig. Was natürlich nichts daran ändert, daß Ihre Formulierung „Jesus Christus
ist wahrer Gott und wahrer Mensch“ das christologische Dogma richtig und vollständig ausdrückt. @Marcelus
alias Rudolfus: Was soll die depperte Invektive gegen mich??? Ich hatte Sie verteidigt, aber das haben
Sie in Ihrer beschränkten Versessenheit auf private Exkommunikations-Bannflüche gar nicht bemerkt
Ja, klar, Marcelus Angenommen, Jesus wäre tatsächlich DER messias gewesen. Dann legt der bestimmt den
allergrössten Wert darauf, dass seine Anhänger die gewundensten Theologischen Definitionen kennen und
alles glauben. Dumm halt für die Leute, die sowas gar nicht kennen – also für knapp 60% der Katholiken
und knapp 95% der jemals katholisch gewesenen Menschen. Oder glauben Sie ernsthaft, die Menschen im Mittelalter
hätten sich einen Dreck darum gekümmert? Sich überhaupt kümmern können? Wo sie doch nicht lesen konnten
und der Priester auch nicht unbedingt der gebildetste war? Jesus, der Glaubens-Bürokrat. Naja, wenn Sie
das so glauben, dann bitte.
Marcelus Da gehen wohl einige Begriffe durcheinander: Person, Gottheit, Menschheit etc. etc. Lesen soll
ja bilden: …also lehren wir alle übereinstimmend, unseren Herrn Jesus Christus als ein und denselben
Sohn zu bekennen: derselbe ist vollkommen in der Gottheit und derselbe ist vollkommen in der Menschheit;
derselbe ist wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch aus vernunftbegabter Seele und Leib; derselbe ist der Gottheit
nach dem Vater wesensgleich und der Menschheit nach uns wesensgleich, in allem uns gleich außer der Sünde;
derselbe wurde einerseits der Gottheit nach vor den Zeiten aus dem Vater gezeugt, andererseits der Menschheit
nach in den letzten Tagen unsertwegen und um unseres Heiles willen aus Maria, der Jungfrau und Gottesgebärerin,
geboren; ein und derselbe ist Christus, der einziggeborene Sohn und Herr, der in zwei Naturen unvermischt,
unveränderlich, ungetrennt und unteilbar erkannt wird, wobei nirgends wegen der Einung der Unterschied
der Naturen aufgehoben ist, vielmehr die Eigentümlichkeit jeder der beiden Naturen gewahrt bleibt und
sich in einer Person und einer Hypostase vereinigt; der einziggeborene Sohn, Gott, das Wort, der Herr
Jesus Christus, ist nicht in zwei Personen geteilt oder getrennt, sondern ist ein und derselbe, wie es
früher die Propheten über ihn und Jesus Christus selbst es uns gelehrt und das Bekenntnis der Väter
es uns überliefert hat.
@Kurt K.: Ein mutwilliger Häretiker ist Nichtkatholik und, wenn er früher Katholik war, Apostat. Es
ist also Diskussion, in der es um das ewige Seelenheil des Häretikers geht!
LOL Marcelus / Juergen Grossartige Diskussion – und bestimmt absolut heilsnotwendig, hier die ganz genaue
theologische Konstruktion absolut genau so zu kennen und natürlich auch zu glauben. Satire nicht nötig,
da reicht schon das Original.
@juergen: Sie haben doch geschrieben, daß die Gottheit des dreifaltigen Gottes verschieden ist von der
Gottheit der einzelnen drei Personen der Trinität.
Wo denn? Ihre Häresie über die verschiedenen Gottheiten der allerheiligsten Trinität haben Sie bereits
zum Besten gegeben. Wo soll ich das denn geschrieben haben?
Polytheist „juergen“: Ob Sie auch noch Monophysitist sind, ist bei einem Häretiker bereits egal Wer ein
Dogma leugnet, leugnet den gesamten katholischen Glauben. Ihre Häresie über die verschiedenen Gottheiten
der allerheiligsten Trinität haben Sie bereits zum Besten gegeben. Es geht um Ihr eigenes Seelenheil,
das niemand außerhalb der Kirche erlangt.
@Irrlehrer „juergen“: Christus ist Gott Natürlich ist Er auch Mensch. Wenn Sie obigem Satz – Christus
ist Gott – nicht zustimmen, sind Sie dennoch Häretiker, da die Aussage völlig richtig ist.
Halbwahrheit Die Kirche lehrt: Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Die Aussage „Christus ist Gott“,
kann man ggf. in gewissem Kontext zwar richtig verstehen, sagt aber im eigentlichen Sinne nur die halbe
Wahrheit aus.
Nicht die Teekanne, das Einhorn Das unsichtbare rosafarbene Einhorn (engl. invisible pink unicorn, Abk.
IPU) ist die weibliche Gottheit einer Spaßreligion, die damit theistische Glaubensansichten parodiert.
Zentrales Element ist die Einhorngestalt der Göttin, die paradoxerweise sowohl unsichtbar als auch rosafarben
sein soll. Die Idee stammt aus der englischsprachigen Newsgroup alt.atheism, wo die Figur am 18. Juli
1990 erstmals erwähnt wurde [1]. Das Phänomen erreichte besonders auf Websites und in Online-Diskussionsforen
mit atheistischem Hintergrund eine gewisse Popularität, die einerseits wohl auf dem humoristischen Element
beruht, andererseits aber auch auf der beabsichtigten satirischen Kritik am Theismus. Durch das „Bekenntnis“
zum unsichtbaren rosafarbenen Einhorn soll auch gezeigt werden, dass es schwierig bis unmöglich ist,
den Glauben an Phänomene, die sich außerhalb der gewöhnlichen menschlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten
befinden, zu widerlegen. Mit dem unsichtbaren rosafarbenen Einhorn soll auf die schlechte logische Untermauerung
des Glaubens an Übernatürliches aufmerksam gemacht werden, beispielsweise durch die bloße Ersetzung
des Wortes „Gott“ in theistischen Texten durch die Wörter „unsichtbares rosafarbenes Einhorn“. In den
FAQ von alt.atheism heißt es dazu: „Der Sinn dieser Albernheit besteht darin, den Theisten vor Augen
zu führen, dass ihre Predigten den Atheisten wahrscheinlich ebenso glaubwürdig und ernsthaft erscheinen,
wie ihnen selbst das Predigen des unsichtbaren rosafarben…
@Juergen & Marcelus: Achtung, Trinitätslehre! Der Satz von Marcelus ist wirklich nicht glücklich formuliert,
aber er ist nicht in dem Sinne falsch, wie Juergen das moniert. Natürlich kann man sagen, daß Gott Mensch
geworden ist, da die zweite Person der Trinität „wahrer Gott vom wahren Gott“ ist. „Gott“ ist ja keine
Propietät des Vaters! Der Satz von Marcelus sollte aber den Ausdruck „Als Mensch“ durch „Im Menschen“
ersetzen. Das „als“ klingt stark nach einer angenommenen Rolle, was die Sache verunklart.
Marcelus… Grundsätzlich ist aber alles möglich. Grundsätzlich… naja… klar, ich kann mir viel
vorstellen. Ob das Vorgestellte dann aber in der Realität möglich ist, naja…
und Schluss IV „stattdessen meine Sünde.“ Mit Christus gibt es nichts, vor dem wir uns fürchten müßten.
Nichts und niemand kann uns Schaden zufügen, wenn wir das selbst nicht wollen. Ein alter Kirchenvater
hat einmal gesagt, nach dem Kommen Christi ist der Teufel wie ein im Hof angeketteter Hund: Er kann bellen
und zerren, soviel er will; wenn nicht wir es sind, die ihm nahe kommen, kann er uns nicht beißen. Jesus
hat sich in der Wüste vom Teufel befreit, um uns vom Teufel zu befreien! “
III… danke Kurt Selbstbewußtsein abgehandelt, und alles als „mittelalterlicher Obskurantismus“ abgetan.
Aber das ist eine falsche Sicherheit. Sie ist vergleichbar mit der Sicherheit eines Menschen, der damit
prahlt, keinerlei Angst vor einem Löwen zu haben. Und als Begründung gibt er an, daß er sich niemals
vor einem Löwen erschrecken müsse, den er ja auf zahlreichen Bildern und Fotografien schon zur Genüge
gesehen hatte. Auf der anderen Seite ist es ganz normal und konsequent, daß man nicht an den Teufel glaubt,
wenn man nicht an Gott glaubt. Wie außerordentlich tragisch wäre es doch, würde jemand, der nicht an
Gott glaubt, an den Teufel glauben! Das Wichtigste ist aber nicht, daß uns der christliche Glaube lehrt,
daß der Teufel tatsächlich existiert, sondern daß Christus den Teufel besiegt hat. Für den Christen
sind Christus und der Teufel nicht zwei gleichwertige und einander entgegengesetzte Prinzipien wie in
gewissen dualistischen Religionen. Jesus ist der eine Herr, und der Teufel ist nichts als ein „schlecht
gewordenes“ geschaffenes Wesen. Ihm ist nur deshalb Macht über den Menschen gegeben, damit der Mensch
die Möglichkeit besitzt, sich frei für eine Seite zu entscheiden, und auch, damit er nicht hochmütig
wird (vgl. 2 Kor 12,7) und zu glauben beginnt, alles selbst machen zu können, ohne eines Erlösers zu
bedürfen. „Der alte Teufel ist verrückt“, heißt es in einem Spiritual. „Er hat einen Schuß abgefeuert,
um meine Seele zu zerstören, aber da er falsch gezielt hat, zerstörte er …
II… „die Existenz des Teufels sehr ernst genommen haben. Charles Baudelaire, der nicht gerade unter
die Schar der Heiligen zu rechnen ist, hat einmal gesagt: „Die größte List des Teufels ist es, uns zu
überzeugen, daß es ihn nicht gibt.“ Den Hauptbeweis für die Existenz des Teufels liefern in den Evangelien
nicht die zahlreichen Passagen über die Befreiung von Besessenen, denn in die Interpretation dieser Begebenheiten
sind möglicherweise auch die altertümlichen Überzeugungen über den Ursprung gewisser Krankheiten mit
eingeflossen. Jesus, der in der Wüste vom Teufel in Versuchung geführt wird, ist der Beweis, und auch
die vielen Heiligen, die im Lauf ihres Lebens mit dem Fürsten der Finsternis gekämpft haben, beweisen
seine Existenz. Sie haben nicht wie „Don Quijote“ gegen Windmühlen gekämpft, nein, das Gegenteil ist
der Fall, schließlich waren es Menschen, die einen ausgeprägten Sinn für die Realität und eine überaus
gesunde Psyche hatten. Viele halten es für verrückt, an den Teufel zu glauben, weil sie von Büchern
ausgehen. Sie verbringen das Leben in Bibliotheken und vor dem Schreibtisch, obwohl der Teufel keinerlei
Interesse an Büchern hat, sondern an den Menschen, insbesondere an den Heiligen. Kann man denn den Satan
erkennen, wenn man mit ihm noch nie wirklich zu tun gehabt hat, sondern nur mit der Vorstellung von ihm,
das heißt mit den kulturellen, religiösen und ethnologischen Traditionen über den Teufel? Dort wird
das Thema mit großer Sicherheit und enormem Selbstbe…
Hölle/Teufel: zit von Raniero Cantalamessa „Die westliche Welt hat Abschied vom Teufel genommen. Sie
sieht ihn als Mythos an. Sogar viele Theologen sehen das so. Sind also Christen, die an die Existenz des
Teufels glauben, Fundamentalisten? Keineswegs, sagt der Autor des folgenden Beitrags, sie sind vielmehr
Realisten. Heute sind Teufel, Satanismus und ähnliche Phänomene höchst aktuell, und sie geben Anlaß
zur Sorge um unsere Gesellschaft. Unsere technologisierte und industrialisierte Welt wimmelt nur so von
Zauberern von Hexenmeistern, von Okkultismus und Spiritismus, von Kartenlegern, Zauber- und Amulettverkäufern,
ja sogar von echten satanischen Sekten (siehe S. 11). Aus der Tür geworfen, ist der Teufel durch das
Fenster wieder eingestiegen, das heißt: durch den Glauben vertrieben, ist er mit dem Aberglauben zurückgekehrt.
Die Episode der Versuchungen Jesu in der Wüste, die wir am ersten Fastensonntag lesen, hilft uns, ein
wenig mehr Klarheit in diese Thematik zu bringen. Vor allem: Existiert der Teufel wirklich? Bedeutet das
Wort „Teufel“ tatsächlich eine personale Wirklichkeit, die über Verstand und Willen verfügt, oder handelt
es sich bloß um ein Symbol, einen Ausdruck, um die Summe aller moralischen Übel in der Welt in Worte
zu kleiden, das kollektive Unbewußte, die kollektive Entfremdung usw.? Viele unter den großen Intellektuellen
glauben zwar nicht an einen Teufel im zuerst genannten Sinn. Man muß aber zugeben, daß große Schriftsteller
und Denker wie Goethe und Dostojewski …
@Kurt K.: Sie können die Hölle jedenfalls nicht widerlegen Und diese ist ausreichend bezeugt. Es ist
da nur töricht, diese leichtfertigerweise zu leugnen. Auch die Behauptung eines Drachens, den manche
gesehen haben wollen, ist nicht zu widerlegen, aber dieser ist auch nicht so bezeugt, und für das ewige
Seelenheil irrelevant. Grundsätzlich ist aber alles möglich.
Der strittige Punkt, Marcelus war nicht etwa mein persönlicher unsichtbarer Drachengott. Darum gings
im Grunde gar nicht. Es ging darum, ob man gegen (Wahn-) Vorstellungen logische Argumente haben müsse,
um diese als genau das (also Vorstellungen) zu klassifizieren. Und mein Beispiel des Drachen sollte nur
eines zeigen: Nicht alles, was man sich so vorstellen könnte, ist deshalb irgendwie wahrscheinlich existent.
Und genauso ists mit der Idee der Hölle. Klar, man kann sich das Vorstellen. Viele Kulturen auf der Welt
haben sich eine Hölle oder etwas in der Art vorgestellt. Aber dadurch wird die Existenz eines solchen
Ortes nicht wahrscheinlicher. Genausowenig gibts Russels Teapot, nur weil sich keine logischen Gegenargumente
finden lassen.
@Häretiker „juergen“: Der Unterschied der drei Personen ist kein Unterschied in der allen drei gemeinsamen
Gottheit. Unterschiedlich sind nur alle drei Personen, die gleichzeitig existieren. Wenn die drei Personen
in gleicher Weise Gott wären, gäbe es keinen Unterschied in den Personen. Das ist aber nicht Lehre der
Kirche. Das ist Modalismus, der schon 447 von Leo I. verurteilt wurde. Der Modalismus lehrt alle drei
Personen würden nicht gleichzeitig existieren, sondern Gott tritt einmal als diese Person auf, oder einmal
als diese, aber Gott könne nicht gleichzeitig alle drei Personen sein.
Marcelus Jede der drei Personen ist in gleicher Weise Gott. Das ist die Lehre der Kirche. Wenn die drei
Personen in gleicher Weise Gott wären, gäbe es keinen Unterschied in den Personen. Das ist aber nicht
Lehre der Kirche. Das ist Modalismus, der schon 447 von Leo I. verurteilt wurde.
@Kurt K.: Ich habe das jedenfalls nie geleugnet Und Sie sagen MIR, dass mein unsichtbarer Drache nicht
gleichzeitig grün-gelb gestreift sein könne Der strittige Punkt war nur, wenn jemand behauptet, niemand
könnte den Drachen sehen. Wenn ihn einige sehen können, dann ist er nur für die meisten unsichtbar,
wie „Eliott das Schmunzelmonster“ aus den Walt-Disney-Studios der 1970er.
@ Marcelus: Ich wiederhole. Jesus ist Gott und betet sich natürlich selbst an, wenn Er Gott anbetet.
Er betet sich aber nicht selbst an, wenn Er Gottvater anbetet, da Er nicht Gottvater ist, sondern die
Menschwerdung von Gottsohn. Und Sie sagen MIR, dass mein unsichtbarer Drache nicht gleichzeitig grün-gelb
gestreift sein könne – und nehmen sowas da hin?? Und ich wiederhole auch mein:
@Fabianus: Die Patripassionismusirrlehre lehrt, daß Gottvater Mensch geworden wäre Im Falle des Patripassianismus
hätte Jesus sich ja im Garten vor seiner Verhaftung selbst angebetet. Jesus ist Gott und betet sich natürlich
selbst an, wenn Er Gott anbetet. Er betet sich aber nicht selbst an, wenn Er Gottvater anbetet, da Er
nicht Gottvater ist, sondern die Menschwerdung von Gottsohn.
@Marcelus Wie werten Sie vor diesem Hintergund die Aussage, dass Gott philosophisch seine Ziele nicht
verändern kann, da er als die ewige allmächtige Konstante gesehen wird, es aber in der Bibel tut? Kann
man Gott/sein Wesen von seinen Plänen trennen? Jesus war von dieser vollkommenen Gewalt Gottes erfüllt?
Kann man davon ausgehen, dass Jesus in seiner Sterbestunde am Kreuz jeden von uns vollkommen geliebt hat,
auch wenn wir zeitlich 2000 Jahre hinterher sind? Jesus hat in der Stunde nur an eine Person gedacht:
An mich! Kann man das so sagen?
Wo bitte? Nicht die Gottheit (=Trinität) ist Mensch geworden, sondern die zweite Person der Trinität
ist Mensch geworden. Somit ist nicht „Gott als ganzes“ Mensch geworden; nicht der Vater wurde Mensch und
auch der Hl. Geist wurde nicht Mensch.