Alte Messe
Was hat der Neue Ritus inspiriert?
„Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina, Mozart, Bach und Beethoven, die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei“ – so der Kardinal.
Die Alte Messe inspirierte die ganze Kultur des Abendlandes.
Die Alte Messe inspirierte die ganze Kultur des Abendlandes.
© traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net, Vatikan) Dank des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ haben bereits mehrere Personen und Gruppen um „die volle Einheit“ mit der Kirche angesucht.

Das erklärte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, im Gespräch mit der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’.

Als Beispiel nannte der Kirchenfürst die spanische Schwesterngemeinschaft ‘Oase von Jesus dem Hoherpriester’. Es handelt sich um dreißig in Klausur lebende Nonnen.

Die Schwestern wurden bereits Ende Juni – noch vor Erscheinen des Motu Proprio – regularisiert.

Oase von Jesus Priester
Nonnen der spanischen Gemeinschaft "Oase von Jesus Priester"Die "Oase von Jesus Priester" wurde in den 60er Jahren von Hw. Pedro de Muñoz gegründet.Mutterhaus der Schwestern unweit von Barcelona.

Kardinal Castrillon erklärte, daß auch amerikanische, französische und deutsche Gruppen „auf gutem Wege zur Regularisierung“ seien.

Es hätten sogar einzelne Patres der Priesterbruderschaft St. Pius X. um eine Regelung ihrer kirchenrechtlichen Status angesucht und die sogenannte Formula adhæsionis – eine Treuerklärung dem Heiligen Stuhl gegenüber – unterschrieben.

Zustimmung zum Motu Proprio sei auch von Prälaten aus orthodoxen Gemeinschaften sowie von anglikanischen und protestantischen Gläubigen gekommen.

Aussöhnung mit der Piusbruderschaft

Zur Aussöhnung mit der Piusbruderschaft erklärte der Kardinal, daß das „Problem des Konzils“ nicht so schwerwiegend sei.

Er betonte, daß die vier Bischöfe der Bruderschaft das Zweite Vatikanum als ökumenisches Konzil anerkannt hätten:

„Ich denke, daß sich ihre Kritik am Konzil vor allem darauf bezieht, daß es einigen Texten an Klarheit fehle. Dadurch werde der Weg zu Interpretationen geöffnet, die nicht mehr mit der Tradition vereinbar sind“ – so Kardinal Castrillon.

Der Kardinal ortet die größten Schwierigkeiten nur bei der Interpretation der Konzilstexte und bei einigen ökumenischen Gesten.

Nur praktische Probleme?

Ferner erklärte Kardinal Castrillon, daß „einige“ Bischöfe Probleme mit dem Motu Proprio ‘Summorum Ponitifcum’ hätten. Aber das sei die Ausnahme.

Der Kardinal rechtfertigt Widerstände von Seiten der Bischöfe mit praktischen Problemen. Er erinnert an Priester aus Regionen, deren Sprachen weit weg vom Lateinischen sind.

Die Alte Messe könne nicht gefeiert werden, wenn die Priester nicht entsprechend ausgebildet seien.

Die Kommission ‘Ecclesia Dei’ wolle für Abhilfe sorgen. Sie plane, für Priesterseminare, Diözesen und Bischofskonferenzen Hilfsmittel zu organisieren. Konkret denkt der Kardinal an multimediale Mittel zur Erlernung des überlieferten Ritus.

Wie wichtig die Stille in der Liturgie ist, erklärt Kardinal Castrillon mit einem Beispiel, das er bei einem Managerkurs gelernt hat, den er noch als Diözesanbischof in Kolumbien besuchte.

Dort erfuhr er, daß Manager einen halbdunklen Raum haben sollten, um darin anstehende Entscheidungen zu überdenken.

Nicht tridentinisch, sondern gregorianisch

Im Interview betonte der Kirchenfürst auch, daß die Alte Messe bisher mehr als 1.400 Jahre in Gebrauch war. Er nennt sie mit Bezug auf Papst Gregor den Großen († 604) „gregorianisch“:

„Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina († 1594), Mozart († 1791), Bach († 1750) und Beethoven († 1827), die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei.“

Gleichzeitig erklärte Kardinal Castrillon, daß er den Novus Ordo „sehr liebt“. Er hat das Alte Meßbuch nach der nachkonziliaren Liturgiereform nie mehr benützt.

Nachdem er als Präsident von ‘Ecclesia Dei’ den Alten Ritus wieder manchmal zelebrieren mußte, habe er den Reichtum der überlieferten Liturgie entdeckt.
      
87 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#88   Aleph †   00:29:27 | Mittwoch, 2. April 2008
M…
Was sind Sie denn für ein amorpher Katholik? Total eingeschwärzt und nur Katechismusföten verbreitend.
Redaktion benachrichtigen
#87   Marcelus   17:01:08 | Dienstag, 1. April 2008
@Protestantenmodernismuspropagandist „Aleph“: Sie brauchen hier überhaupt keine modernistischen
Kirchengeschichtsseminare halten.
Kehren Sie zurück zur katholischen Religion und stellen Sie Ihre dümmliche Protestantenpropaganda ein!
Und natürlich glauben Katholiken an die Realpräsenz in der Eucharistie!
Lernen Sie Kirchengeschichte!
Redaktion benachrichtigen
#86   Aleph †   23:00:38 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Jetzt möchte ich meine kirchengeschichtlichen Seminare nicht auch noch hier im Forum wiederholen müssen.
Haben Sie bitte Verständnis, wegen der Geier. Vielleicht gibt andere Möglichkeiten zur Verständigung…! :(3
Redaktion benachrichtigen
#85   Brandenburgis   22:55:28 | Montag, 31. März 2008
@Aleph
Dafür ist der Protestantismus einfach anders. Als es zum Protestantismus kam, hatte die Römische Kirche schon fast 1400 Jahre auf dem Rücken. Das war nicht nur jede Menge Erfahrung, wie man Dinge durchsetzen kann, handelt, womit man die Suppe am Kochen hält… Darüber konnte der damals junge Protestantismus natürlich nicht verfügen. Aber das Abwägen führt heute zu keiner Lösung mehr. Jedenfalls hat es der Protestantismus zuwege gebracht, dass sich auch die Römische Kirche verstärkt wieder auf die Heilige Schrift besinnt, sonst wären ihr die Leute noch alle weggelaufen.
Ich denke, daß der Protestantismus in gezügelter Form durchaus eine Chance gehabt hätte, und ja auch hatte, denn die protestantische Kirchengeshcichte ist ja ein wertvoller und wichtiger Bestandteil der deutschen Kirchengeschichte. Doch war der Protestantismus m.E. auf Gedeih und Verderb an das landesherrliche Kirchenregiment gekettet. In der Novemberrevolution kann man also ein Endgericht über den verweltlichten und liberaliserten deutschen Protestantismus sehen. Was wir seither erleben ist eine sich dahin schleppende Heckwelle einer großen Entwicklung. Die heutigen „Landes“kirchen sind letztlich Sekten.
Redaktion benachrichtigen
#84   Aleph †   22:51:43 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Müssen Sie sich auch ständig von dem herumgeschmossenen katholiziden Geschmarr erholen?
Redaktion benachrichtigen
#83   Marcelus   22:49:44 | Montag, 31. März 2008
Was sollen eigentlich die „Beiträge“ des „Aleph“?
Sind das Grüße aus der Hölle?
Redaktion benachrichtigen
#82   Aleph †   22:46:49 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Eigentlich hätte ich von Ihnen eine Antwort auf meine Eloge erwartet, aber nicht aus dem finsteren L…!
Redaktion benachrichtigen
#81   Marcelus   22:44:13 | Montag, 31. März 2008
Auch „Aleph“ hat noch die Chance, katholisch zu werden.
Wer in der Hölle ewig landet, ist leider zurecht dort.
Jeder hat ausreichend Gnade, sich für Gott zu entscheiden.
Redaktion benachrichtigen
#79   Marcelus   20:05:43 | Montag, 31. März 2008
@Aleph: Sie sind überhaupt nicht katholisch
Sie sind Modernist und Protestant, und damit weder katholisch noch römisch-katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#78   Aleph †   20:02:50 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Es bleibt dabei, daß die r-k Kirche die Stürme der Aufklärung und Moderne ungleich besser bestanden hat als der Protestantismus.
Gut, dass Sie dazwischen gekommmen sind. Aber zum Zitat oben, kann ich nur sagen: Da gibt es nichts zu meckern. Das ist so.
Dafür ist der Protestantismus einfach anders. Als es zum Protestantismus kam, hatte die Römische Kirche schon fast 1400 Jahre auf dem Rücken.
Das war nicht nur jede Menge Erfahrung, wie man Dinge durchsetzen kann, handelt, womit man die Suppe am Kochen hält…
Darüber konnte der damals junge Protestantismus natürlich nicht verfügen. Aber das Abwägen führt heute zu keiner Lösung mehr.
Jedenfalls hat es der Protestantismus zuwege gebracht, dass sich auch die Römische Kirche verstärkt wieder auf die Heilige Schrift besinnt, sonst wären ihr die Leute noch alle weggelaufen.
Ich bin so katholisch frei und fair, Ihrem Artikel nicht widersprechen zu wollen…! Nix für ungut! :)3 :)3 :)3
Redaktion benachrichtigen
#77   Marcelus   19:50:58 | Montag, 31. März 2008
@Aleph: Wenn Sie sich nicht für den katholischen Glauben interessieren, halten Sie sich besser
zurück.
Sie offenbaren nur ein niedriges Geistesniveau.
Redaktion benachrichtigen
#76   Aleph †   19:49:10 | Montag, 31. März 2008
Marcelus
Jetzt halten Sie mal die katholizistische Klappe…! Punktum.
Redaktion benachrichtigen
#75   Brandenburgis   19:48:59 | Montag, 31. März 2008
@Aleph
Es gelingt ihm recht gut, die ihm innewohnende Tragik mit Pomp und goldgewandeter Priesterschaft perfekt zu überspielen und den barocken Himmel herunter zu holen. Welchem Hartz-IV-Empfänger fällt es dabei leicht, drauf völlig abzufahren, um sich von seiner persönlichen Situation ablenken zu lassen.
Es bleibt dabei, daß die r-k Kirche die Stürme der Aufklärung und Moderne ungleich besser bestanden hat als der Protestantismus. Ich gehe übrigens davon aus, daß der deutsche Protestantismus mittelfristig wieder unter das sakramentale Dach der r-k Mutterkirche zurückkehren wird.
Redaktion benachrichtigen
#74   Marcelus   19:24:02 | Montag, 31. März 2008
„Aleph“: Informieren Sie sich über die katholische Meßopferlehre
Jede Messe ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi und wendet den Christen einen großen Gnadenfluß zu.
Ja, Ja dagegen waren die altrituellen Winkelmessen wie ein Transrapid (schon damals), damit nur viele Messen den Tag über gelesen werden konnten für jedwede Heiltümer und die Winkelmesspriester auch genug zu tun hatten.
Redaktion benachrichtigen
#73   Aleph †   18:40:58 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Meinen Sie wirklich, dass es nur für das Luthertum eine Tragik gibt? Soll demnach der römische Katholizismus leer ausgehen?
Es gelingt ihm recht gut, die ihm innewohnende Tragik mit Pomp und goldgewandeter Priesterschaft perfekt zu überspielen und den barocken Himmel herunter zu holen.
Aber liegt nicht auch in Pomp und Glanz ein Stück Tragik?
Welchem Hartz-IV-Empfänger fällt es dabei leicht, drauf völlig abzufahren, um sich von seiner persönlichen Situation ablenken zu lassen.
Redaktion benachrichtigen
#72   Brandenburgis   15:39:17 | Montag, 31. März 2008
Die Tragik des Luthertums
ist doch vor allem die völlige Ignoranz gü. dem sakramentalem Priestertum. Obwohl sich in der Reformation viele gültige Bischöfe zur Lutherlehre bekannten, wurde die Weihesukzession vollständig aufgegeben. Von einer Gültigkeit der Lutherischen Messe kann man also wohl nicht reden. Ach ja, damals übrigens noch fast die gesamte Liturgie auf Latein, – allerdings nicht die Gebete und LIeder des Volkes.
Redaktion benachrichtigen
#71   Aleph †   15:22:54 | Montag, 31. März 2008
Brandenburgis
Ja, Ja dagegen waren die altrituellen Winkelmessen wie ein Transrapid (schon damals), damit nur viele Messen den Tag über gelesen werden konnten für jedwede Heiltümer und die Winkelmesspriester auch genug zu tun hatten.
Redaktion benachrichtigen
#70   Brandenburgis   15:12:18 | Montag, 31. März 2008
@Aleph
Die Bach-Kantaten sind auch nicht für die Messe komponiert, sondern für den lutherischen Prediggottesdienst.
Der war zu diesen Zeiten etwas ganz besonderes war. Nicht etwa eine hingehutschte, unverständlich gemurmelte Feier, die Messe genannt wurde.
Deshalb hat Bach zur Ehre Gottes die Kantaten und Oratorien komponiert. Es sind gleichwertige Kulturgüter wie die Messkompositionen.
Da gebe ich Ihnen gerne recht. Der lutherische Predigtgottesdienst war i. A. aber auch eine Messe mit Sanctus, Hochgebeten, Wandlung, Elevation und allen Schikanen. Dauerte so 4 bis 5 Stunden, von früh um 7h bis Mittags. Die Kantate war lediglich ein Element darin, die Predigt dauerte sicherlich 30 bis 60 Minuten.
Redaktion benachrichtigen
#69   Aleph †   15:07:50 | Montag, 31. März 2008
Parmenas
Die Bach-Kantaten sind auch nicht für die Messe komponiert, sondern für den lutherischen Prediggottesdienst.
Der war zu diesen Zeiten etwas ganz besonderes war. Nicht etwa eine hingehutschte, unverständlich gemurmelte Feier, die Messe genannt wurde.
Deshalb hat Bach zur Ehre Gottes die Kantaten und Oratorien komponiert. Es sind gleichwertige Kulturgüter wie die Messkompositionen.
Darüber muss man nicht streiten.
Redaktion benachrichtigen
#68   Parmenas   14:17:37 | Montag, 31. März 2008
@Gregorio
So ein Pech! Das hab’ ich leider verpaßt. Habe leider nur einzelne Rilling-Aufnahmen. Rilling hat herrliche Altsoli, z.B. von der einzigartigen Julia Hamari. Schon allein deshalb lohnt sich die Anschaffung. Die Chöre sind auch meist Spitze.
Redaktion benachrichtigen
#67   RJH   14:10:40 | Montag, 31. März 2008
Hier ist eine sehr interessante Bach Einspielung
[link]youtube.com/watch?v=s4ad3vj5G9U&… (youtube)[link]
Redaktion benachrichtigen
#66   gregorio   13:29:57 | Montag, 31. März 2008
bach-einspielungen
es gab vor gut 2 jahren bei 2001 ein bach-gesamtwerk mit rilling. das gabs schon im bachjahr, das kostete es über 2500 DM, 5 jahre später hat es, in einer etwas andren aufmachung, aber den selben einspielungen nru noch 120 euro gekostet. ich weiß, dass rilling nicht unumstritten ist, aber die gächinger kantorei singt schön und die solisten sind wirklich hervorragend. und vor allem verzichtet er auf schreckliche countertenöre…
wiegesagt, für 120 euro den gesamten bach und referenzaufnahemn kann man sich hinterher immer noch kaufen, aber was man hat, hat man…
Redaktion benachrichtigen
#65   LandorganistII   12:41:38 | Montag, 31. März 2008
@Kurt…
Gott kann nur Latein, weil des Tradis es so wollen. Gott lebet noch, Seele, was verzagst Du doch?
@Parmesan
Alte Instrumente? Nun, das gehört doch seit Harnoncourt zum guten Ton. Dann ein guter kleiner (!) Chor, gute Solisten und einer vernünftigen Interpretation sollte nichts im Wege stehen.
Redaktion benachrichtigen
#64   Parmenas   12:02:38 | Montag, 31. März 2008
@Landorganist
Nun gut, mir gefällt am besten die Leipziger Tradition, die wünschte ich mir allerdings mit altem Instrumentarium und das gibt es nicht. Gute Altsoli sind sehr, sehr rar, weil die Counter alle nicht singen können und gräßlich klingen. Die verwendet doch auch Koopmann und Suzuki!
Und einen Bachchoral kann letztlich nur ein Deutscher oder sehr deutsch empfindender musizieren, da fallen die Aursländer und letztlich auch schon die Süddeutschen sofort raus. Der Bachchoral ist eine Welt für sich, die man sehr, sehr gut kennen muß.
Redaktion benachrichtigen
#63   Kurt K.   11:58:14 | Montag, 31. März 2008
Landorganist: Zwei Einwände
Also erstens: Ich kann kein Japanisch. Trotzdem gefallen mir mancherlei japanische Songs – einfach von der Melodei her.
Zweitens: Gott kann nur Latein? Hm…
Ahhh! Sie meinen, Toter Gott = tote Sprache! Verstehe. Ist aber falsch. Gott ist nicht tot.
Redaktion benachrichtigen
#62   LandorganistII   11:48:45 | Montag, 31. März 2008
Gute Frage,
sicher ist allerdings, dass er sich keine Bachkantaten anhört, weil die sind in deutsch, und Gott kann nur Latein.
Redaktion benachrichtigen
#61   Kurt K.   11:43:24 | Montag, 31. März 2008
Da stellt sich die Frage
Hat Gott einen Musik-Geschmack?
Redaktion benachrichtigen
#60   LandorganistII   11:43:10 | Montag, 31. März 2008
Leusink?
Nie gehört! Und mit scheußlichen Altsoli? Und dann besser als Koopman? Und der Chor, ok, außer die Choräle? Ja wo hören Sie denn hin? Auf die Jagdoboen in „Sie werden von Seba alle kommen“? Nun, wie gut, das die Geschmäcker verschieden sind.
Redaktion benachrichtigen
#59   Parmenas   11:34:38 | Montag, 31. März 2008
Ich meinet insebesondere
die von dem relativ unbekannten Holländer Leusink. Gabs bei 2001 für 60 €. (!!) Die ist gar nicht so schlecht, jedenfalls besser als Suzuki oder Koopmann. Die Altsoli sind allerdings scheußlich (ein Herr Buwatsa produziert sich da), dafür die Sopransoli sehr schön meist von Frau Leusink gesungen, Tenor und Baß geht auch. Chor ist ok, Orchester auch, Tempi keinesfalls hysterisch. Mit den Chorälen kommt der Mann allerdings nicht wirklich zurecht, …
Ach ja, die Harnoncourt/Leonhadt-GA ist ja letztlich auch nicht SOO teuer …
Redaktion benachrichtigen
#58   stimme der vernunft †   11:29:48 | Montag, 31. März 2008
Papperlapapp
Der alte Ritus hat überhaupt nichts inspiriert.
Die Musiker haben komponiert, der Ritus war ihnen dabei wurscht.
Man kann die ganzen Messen genausoschön zum neuen Ritus spielen, ist doch gar kein Problem!
Ob der Priester nach Schuberts „Heilig, heilig heilig, heilig ist der Herr“ spricht „Ja heilig bist du Herr unser Gott…“ oder ob er stumm irgendetwas vor sich hinmurmelt, was macht es für einen Unterschied?
Achja doch, das „ja heilig bist du Herr unser Gott“ des NOM passt 1000mal besser als das stumme Gemurmel des alten Ritus.
Redaktion benachrichtigen
#57   LandorganistII   11:21:14 | Montag, 31. März 2008
Preiswerte Gesamtaufnahmen der Bach-Kantaten?
Ich kenne eigentlich nur zwei wirklich gute, einmal die von Koopman, (mein Favorit) und die von dem Japaner, dessen Name mir immer entfällt, die gefällt mir persönlich aber nicht so gut. Allerdings kann man nicht wirklich sagen, dass die günstig sind.
Redaktion benachrichtigen
#56   Parmenas   11:13:40 | Montag, 31. März 2008
@Aleph
Es geht doch nur um die Frage, ob eine Bachkantate in einem Hochamt aufgeführt werden kann. Nicht so aufgeregt! Natürlich kann ich jedem Katholiken die Bachkantaten nur empfehlen, zumal es heute SEHR preiswerte GESAMTAUFNAHMEN auf CD gibt. In meiner Jugend war jede einzelne Schallplattenaufnahme einer Kantate ein Ereignis und wir unternahmen teils Reisen um solche Platten zu ergattern. [Übrigens, mit „DH“ meinte ich „Denzinger/Hühnermanns Enchiridion“ …]
@Landorganist
Ein Beispiel der Textredaktion Bachs: Die Vorlage lautete „Beziehe die Höhle der glaubenden Seele und siehe mit Augen der Gnade mich an!“ Bach macht daraus: „Mein Heiland, erwähle die gläubende Seele und siehe mit Augen der Gnade mich an!“ Bachen hatte also die „Höhle der Seele“ nicht gefallen und den Text entsprechend geändert.
Redaktion benachrichtigen
#55   LandorganistII   11:00:30 | Montag, 31. März 2008
@Parmenas
Hmpf, mein ich doch!!!!
Redaktion benachrichtigen
#54   Aleph †   10:51:34 | Montag, 31. März 2008
Perlen vor S…
Die Zeit, in der Bach komponierte, war auch der Beginn der deutschsprachigen Literatur des Barock. Da waren aufgrund des vorangegangenen 30-Jährigen Kriegs die Sprachbilder und Metaphern etwas anders als in der unmittelbaren Gegenwart.
Jetzt darüber zu meckern, was denn bei Bach katholisch anzunehmende Texte sind und welche „nur“ lutherisch und ob seine Musik etwa auch häretisch ist, ist ja wohl ziemlich engstirnig und auf selbstvernichtende Art kleingeistig.
Aus dem möglichen Dilemma zu kommen, bietet sich an, Bachs Musik einfach nicht anzuhören. Damit wäre sichergestellt, dass die Gottesgabe Bachscher Musik eben nicht wie Perlen vor S… geworfen würde.
Redaktion benachrichtigen
#53   Parmenas   10:48:17 | Montag, 31. März 2008
@Landorganist
Da irren Sie, Bach hat die Texte fast nie selbst geschrieben, aber häufig redigiert. Die Kantatentexte entnahm er meist gedruckten Jahrgängen, wie sie damals vielfach veröffentlicht wurden. Deshalb gibt es etliche Kantatentexte, die sowohl Bach, als auch Telemann und andere Komponisten komponiert haben.
Redaktion benachrichtigen
#52   LandorganistII   10:42:26 | Montag, 31. März 2008
Ja, jaaaaaa,
Bach hat die Texte die er vertonte jetzt auch noch selber geschrieben…ja, jaaaaa, die Bach-Kenner bei +net unter sich… :-!
Redaktion benachrichtigen
#51   RJH   10:27:27 | Montag, 31. März 2008
@Parmenas
Was soll daran nicht „katholisch“ sein? Ein Klageruf eines armen Sünders, dem sein Gewissen zusetzt. In Psalm 51 beispielsweise findet man ähnliches.
Redaktion benachrichtigen
#50   Parmenas   09:44:34 | Montag, 31. März 2008
Oder folgende:
„Mein Herze schwimmt im Blut / weil mich der Sünden Brut / in Gottes heilgen Augen zum Ungeheuer macht.
Und mein Gewissen fühlet Pein / weil mir die Sünden nichts
als Höllenhenker sein.“
Da würde mich mal die Meinung der Theologen interessieren, ob das noch „katholisch“ ist … :&)
Redaktion benachrichtigen
#49   Brandenburgis   09:40:35 | Montag, 31. März 2008
Nun ja, bei Bach
tauchen schon Formulierungen auf, die von katholischen Standpunkt her problematisch sind. Eine Aussage wie „Der Mensch ist Kot, Stank, Asch und Erde. Ist’s möglich, daß vom Übermut, als einer Teufelsbrut, er noch bezaubert werde?“ würde ich schon als dezidiert „lutherisch“ empfinden, auch wenn es vielleicht ganz angebracht sein kann, dem Menschen seine Nichtigkeit ins Gewiissen zu reden oder zu singen …
Redaktion benachrichtigen
#48   HBR   09:27:13 | Montag, 31. März 2008
Ja ja, die Verfechter der alten Messe haben es schwer
…dass sie zu Begriffen wie häretische Musik zurückgreifen müssen. Das kann passieren, wenn man wirklich in allen Bereichen neue „Argumente“ für die alte Form der Messe generieren muss :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#47   Aleph †   09:18:31 | Montag, 31. März 2008
Häretische Musik
Langsam ist die Bitte angebracht: Herrgott, schmeiß Geist runter, bitte!
Das wird ja immer abenteuerlicher mit den Kindereien, mit denen sich hier ein paar Leutchen ein Schlitz ins Kleid machen.
Redaktion benachrichtigen
#46   Brandenburgis   08:34:08 | Montag, 31. März 2008
@Landorganist
Es ist nicht im eigentlichen Sinne „schwer“, 196 Kantaten genau zu kennen. Ebenso wenig ist es eine große Leistung die Psalmen genau zu kennen. Es gibt von Bach übrigens etliche „Psalm“-Kantaten, was die Aufagbe erleichtert. Den Titel „königlicher Hofkomponist“ hat Bach bereits für die „Missa“ d.h. Kyrie und Gloria bekommen. Das ist aber erst die Hälfte der h-moll-Messe
Redaktion benachrichtigen
#45   LandorganistII   07:53:32 | Montag, 31. März 2008
Ja sicher,
Brandenburgis kennt alle Bachkantaten, genau so, wie er alle 151 Psalmen auswendig rezitieren kann.
Die h-moll Messe hat Herr Bach sicher nicht aus kath.-traditionellen Gefühlen komponiert, sondern um den Titel eines königl. Hofkompositeurs zu erheischen. Interessant, wie Tradis einen „Protestanten“ zu vereinnahmen suchen.
Ich liebe Bach!
Redaktion benachrichtigen
#44   gregorio   07:47:33 | Montag, 31. März 2008
Bachs Musik als Häresie?
Es scheint so sehr interessant, dass sich hier dahingehend geäußert wird, dass die Musik bachs nicht in einen Gottesdienst passen würde und häretisch sei. Dies ist ein riesengroßer Humbug. Die Musik im allgemeinen ist in keinster Weise häretisch o. Ä. Jemand, der solche Dinge äußert, suggeriert mir, dass er keine Ahnung von Musik oder Kunst im Allgemeinen hat. Musik lässt sich nicht auf katholisch oder evangelisch festlegen. außerdem ist mir nicht klar, warum die musik Bachs häretisch sein soll, die musik seiner katholischen Zeitgenossen hingegen nicht. Komponiert wurde immer nach der damaligen Kompositionspraxis und -technik und die ist konfessionsübergreifend.
Haydn un Mozart haben sich von der Musik Bachs inspirieren lassen, das ist bekannt. Sind nun die Werke dieser Komponisten auch häretisch? Außerdem möchte ich anfügen, dass in der hohen Messe (für laien: man spricht von der H-moll Messe) von Bach ein katholisches Credo auskomponiert ist, da diese Messe für den Hof August des Starken komponiert wurde, der zum damaligen Zeitpunkt König von Polen war und somit katholisch. (auch wenn er kein sehr guter Katholik war und angeblich seinen Rosenkranz seinem Hund umhing)
Abschließend möchte ich nur sagen, dass Menschen die keine Ahnung von Musik haben, sich bitte dazu auch nicht äußern mögen, da diese so nur noch mehr ihre mangelnde Gesellschaftsfähigkeit und Amusikalität unter Beweis stellen und demonstrieren…
Redaktion benachrichtigen
#43   r.ruhrgebietler   06:47:54 | Montag, 31. März 2008
Ein Kardinal der zugibt nicht pabsttreu zu sein!
Beachtenswert ist dieser Artikel schon:
Gleichzeitig erklärte Kardinal Castrillon, daß er den Novus Ordo „sehr liebt“. Er hat das Alte Meßbuch nach der nachkonziliaren Liturgiereform nie mehr benützt.
Ein Kardinal der zugibt nicht pabsttreu zu sein!
Redaktion benachrichtigen
#42   Brandenburgis   22:29:46 | Sonntag, 30. März 2008
@H-v-Ofterdingen
Würde das gerne mal erleben! Ich kenne natürlich alle Bachkantaten bis in die letzten Einzelheiten und haben nur an ganz, ganz wenigen Stellen das Gefühl, das sei nun „protestantisch“ oder „häretisch“. Und hier gilt wirklich die Regel der Interpretation im Lichte der Tradition, meine ich.
Redaktion benachrichtigen
#41   HeinrichvonOfterdingen   22:21:36 | Sonntag, 30. März 2008
Lieber Brandenburgis,
Sicherlich paßt eine Bach-Kantate nicht in die Messe.
… der Test manche Bachkantate würde besser in die Messe passen als so mache modernistische Predigt.
Redaktion benachrichtigen
#40   Marcelus   22:21:28 | Sonntag, 30. März 2008
Alles, was katholisch-christliche Texte besitzt, und klassische Musik ist,
paßt in eine katholische Messe.
Redaktion benachrichtigen
#39   Brandenburgis   22:16:11 | Sonntag, 30. März 2008
@Gotthard
Bach als Häretiker passt doch nun absolut nicht in eine katholische Messe. Seine Musik ist doch absolut reformatorisch-missionarische Musik – seine Musik hat den evangelischen Gottesdienst hoffähig gemacht.
Sicherlich paßt eine Bach-Kantate nicht in die Messe. Die Orgelmusik aber schon und ggf. die 5 Messvertonungen, sowie einen Unzahl von Choralsätzen und LIturgien (Te Deum, Magnificat, Sanctus etc.) Und dem evangelischen Gottesdienst der Bachzeit wurde unmittelbar nach seinem Tode durch die Aufklärung der Garaus gemacht. Seither ist Bach auch im evangelischen Gottesdienst ein Fremdkörper.
Redaktion benachrichtigen
#38   Marcelus   22:14:48 | Sonntag, 30. März 2008
Johann Sebastian Bachs Gottesdienstkompositionen klingen mit Sicherheit nicht nach
Protestantismus.
Gotthard
Bach als Häretiker passt doch nun absolut nicht in eine katholische Messe.
Seine Musik ist doch absolut reformatorisch-missionarische Musik – seine Musik hat den evangelischen Gottesdienst hoffähig gemacht.
Redaktion benachrichtigen
#37   HeinrichvonOfterdingen   22:13:14 | Sonntag, 30. März 2008
Lieber Gotthard,
immerhin hat Bach mit der h-moll Messe eine katholische Messvertonung der Nachwelt übergeben.
Redaktion benachrichtigen
#36   Gotthard   22:08:57 | Sonntag, 30. März 2008
Bach …
Bach als Häretiker passt doch nun absolut nicht in eine katholische Messe.
Seine Musik ist doch absolut reformatorisch-missionarische Musik – seine Musik hat den evangelischen Gottesdienst hoffähig gemacht.
Redaktion benachrichtigen
#35   Biene Maja   22:07:57 | Sonntag, 30. März 2008
Messe
mir ist die Deutsche Messe lieber als die geistlosen Tschin Bumm Messen sie ist gefühlvoller hamonischer die Gregorianik Mozart ist Kultur usw.
Redaktion benachrichtigen
#34   Regina 1961   22:03:51 | Sonntag, 30. März 2008
gute musik
Es gibt nicht nur schlechte NGL und moderne Orgelwerke. Es gibt auch gute Kompositionen. Es gibt auch Gregorianik, vor der man davonlaufen kann. Es ist nicht alles gut, nur weil Gregorianik darüber steht. Und ich singe viel gregorianische Musik. Und auch viel NGL. Und ich finde einen Bach genauso gut wie einen Peeters oder Widor.
Regina1961
Redaktion benachrichtigen
#33   juergen   21:45:13 | Sonntag, 30. März 2008
gute alte Zeit
also wird ein wichtiger Teil aus dem Sanctus herausgebrochen – und als Benedictus nach dem Einsetzungsbericht gesondert gesungen … schadete ja auch nicht, denn die Zeit zwischen Einsetzungsbericht und Pater noster war eh ungefüllt langweilig.
Ja, ja, die gute alte Zeit.
Vor einigen Jahren war ich in Salzburg im Dom.
Der Domchor sang noch das Sanctus. Der Erzbischof begann schonmal mit dem Canon, nach der Elevation begann der Chor das Benediktus und etwa zum Agnus Dei war er damit fertig und konnt mit selbigem weitermachen, da danach die Kommunionausteilung begann…
Redaktion benachrichtigen
#32   Marcelus   21:42:42 | Sonntag, 30. März 2008
Seit 1969 hat sich im „Jugendkirchen“-Liturgiestil wenig geändert!
Bis auf die Einführung der noch dumpferen „Technomessen“, bei denen nicht einmal Papst Johannes Paul II. mitmachte –
dafür aber Wiens Kardinal Christoph Schönborn.
„Ich weiß wovon ich rede: 1969-1971 spielte ich in einer Kirchenband Musik im damaligen Beat-Stil bis hin zu Hendrix und Led Zeppelin.“
Du saugst also alle Deine Beurteilungen aus einer kurzfristigen örtlichen Erfahrung vor 40 Jahren!…die Entwicklung von Computer, Internet und Handy hast Du aber sonst mitbekommen – und auch den Fall der Mauer, ja?
Für die Beurteilung des Novus Ordo reicht es, diesen aus dem Jahr 1969 zu kennen:
Früher waren aber noch alle Generationen Kirchgänger,
heute nicht mehr:
Mit Ausnahme jener, die im Alten Ritus großwurden – der Rest geht überhaupt nicht mehr in die Kirche.
Redaktion benachrichtigen
#31   Gotthard   21:39:31 | Sonntag, 30. März 2008
gute Beobachtung
Für die tridentinische Messe ist es „theologisch und liturgisch“ vollkommen egal ob die Leute nun die Schuberth-Messe oder „Lieber Heiland gute Nach“ singen.
für die tridentinische Messe ist nur wesentlich, was zwischen dem EINEN Priester und dem EINEN Messdiener (bitte nicht Messdienerin!!) geschieht. DAS allein ist „theologisch und liturgisch“ wichtig.
Wie sich die Gemeinde in den Bänken fromm die Zeit vertreibt, ist ihre Sache: ob sie singt oder schweigt, ob sie Rosenkranz betet oder eine Messandacht, ob sie einem Chor und Orchester lauscht oder ein Lied singt, ob sie Choral singt oder sich doch lieber unter der Orgelbühne über die Schweinepreise unterhält – so lange der Priester vorne „rite et recte“ zelebriert ist alles ok.
Die Orchestermesse darf die geneigten Gläubigen auch nicht zu lange aufhalten – also wird ein wichtiger Teil aus dem Sanctus herausgebrochen – und als Benedictus nach dem Einsetzungsbericht gesondert gesungen … schadete ja auch nicht, denn die Zeit zwischen Einsetzungsbericht und Pater noster war eh ungefüllt langweilig.
Ja, ja, die gute alte Zeit. Die vielen missbräuchlichen Gewohnheiten nach unserem liturgischen Verständnis heute waren damals die allergrößten Selbstverständlichkeiten
Redaktion benachrichtigen
#30   juergen   21:30:19 | Sonntag, 30. März 2008
Laudato Si
Und selbst Lieder wie „Laudato Si“ verkommen zum Ballermannhit:
youtube.com/watch?v=n2A3Ejy0ZMI
Redaktion benachrichtigen
#29   Brandenburgis   21:27:55 | Sonntag, 30. März 2008
@Gotthard
Leider Gottes habe ich auch in den Jahrzehnten seither fast täglich möchte ich sagen kirchenmusikalische Erfahrungen aller Kategorien gewinnen können. Ich gehe nämlich von Jugend auf sonn- und feiertäglich zur Kirche. Der Sacropop ist allerdings i. A. nicht besser geworden seit 1970 und man kann wohl sagen, daß diese Experimente gescheitert sind und getrost ad acta gelegt werden können.
Redaktion benachrichtigen
#28   juergen   21:24:38 | Sonntag, 30. März 2008
ich hätt’ da was
Hörstu: rapidshare.com/…_Eroeffnung.mp3.html
Redaktion benachrichtigen
#27   Gotthard   21:23:33 | Sonntag, 30. März 2008
@Brandenburgis
Ich weiß wovon ich rede: 1969-1971 spielte ich in einer Kirchenband Musik im damaligen Beat-Stil bis hin zu Hendrix und Led Zeppelin.
Du saugst also alle Deine Beurteilungen aus einer kurzfristigen örtlichen Erfahrung vor 40 Jahren!…die Entwicklung von Computer, Internet und Handy hast Du aber sonst mitbekommen – und auch den Fall der Mauer, ja?
Redaktion benachrichtigen
#26   Kurt K.   21:22:33 | Sonntag, 30. März 2008
Immer das gleiche, Brandenburgis!
Auch das 20 Jh. kennt gute Kirchenmusik. Allerdings auch die Verseuchung des sakralen Raumes mi Lärm und Scheußlichem.
Das ist ganz offensichtlich IHRE Meinung.
Ich bin hin und wieder in kirchlichen Konzerten – und den Leuten gefällt offensichtlich auch moderne Kirchenmusik. Wenn Sie Ihnen nicht gefällt – gut, macht ja nix. Für Ihren Geschmack gibts ja auch was, wie Sie ja schon bemerkten.
Also, wo ist das Problem, wenn auch mal was gespielt wird, was anderen gefällt?
Redaktion benachrichtigen
#25   Brandenburgis   21:18:49 | Sonntag, 30. März 2008
@Gotthard
Sagen wir mal so: Es hätte nichts geschadet, hätte Schubert statt dessen noch eine schöne Klaviersonate komponiert.
@RJH
Was meinst Du damit? Es kann doch wohl für eine hl. Messe nicht gleichgültig sein, welche Musik verwendet wird, oder?
Redaktion benachrichtigen
#24   RJH   21:13:42 | Sonntag, 30. März 2008
@Brandenburgis
Für die tridentinische Messe ist es „theologisch und liturgisch“ vollkommen egal ob die Leute nun die Schuberth-Messe oder „Lieber Heiland gute Nach“ singen.
Redaktion benachrichtigen
#23   Brandenburgis   21:13:28 | Sonntag, 30. März 2008
@Kurt K.
Auch das 20 Jh. kennt gute Kirchenmusik. Allerdings auch die Verseuchung des sakralen Raumes mi Lärm und Scheußlichem. Ich weiß wovon ich rede: 1969-1971 spielte ich in einer Kirchenband Musik im damaligen Beat-Stil bis hin zu Hendrix und Led Zeppelin.
Redaktion benachrichtigen
#22   Kurt K.   21:08:51 | Sonntag, 30. März 2008
Jaja, Brandenburgis
Sie werden es nicht glauben: Auch ich mag Bach. Es gibt allgemein auch wirklich sehr schöne Kirchenmusik.
Aber jetzt mal im Ernst: Mit der Einstellung, dass alles neue Scheisse ist, gäbs heute gar keine Kirchenmusik. Wahrscheinlich gabs auch bei der Erfindung der Gregorianik Nörgler, die das als „modernistisch“ ablehnten.
Redaktion benachrichtigen
#21   Gotthard   21:03:47 | Sonntag, 30. März 2008
Schubert Messe
die Schubert Messe ist musikalisch absolut schwülstig und textlich ein liturgischer Missbrauch erster Güte.
Redaktion benachrichtigen
#20   Brandenburgis   21:02:51 | Sonntag, 30. März 2008
Ich meine auch, daß diese
ganze „Deutsche Messe“ bei aller Schönheit doch theologisch und liturgisch höchst bedenklich ist und jedenfalls überbewertet wird. Es gibt von Schubert übrigenes auch eines sehr schöne „Deutsche Totenmesse“.
Redaktion benachrichtigen
#19   juergen   20:59:07 | Sonntag, 30. März 2008
Stufengebet
Wohin soll ich mich wenden,
Wenn Gram und Schmerz mich drücken ?
Wem künd’ ich mein Entzücken,
Wenn freudig pocht mein Herz ?
Zu dir, zu dir, o Vater,
Komm’ ich in Freud’ und Leiden,
Du sendest ja die Freuden,
Du heilest jeden Schmerz.
Das entspricht nun nicht wirklich dem, was im Stufengebet gebetet wird.
Wenn man freilich in der Kirchenbank sitzt, und „beobachtet“ wie sich der Priester und die Ministranten bewegen, dann stellt man sich doch die Frage, oder der Priester nicht fragt: „Wohin soll ich mich wenden?“
–--------
Auch nach Bach gibt es noch hervorragende Kirchenmusik, die vielleicht nicht so allgemein bekannt ist. In Paderborn werden z.B. auf Palmsonntag Prozessionsgesänge von Haller (+1915) gesungen, oder man denke an Musik von Bruckner (+1896), Reinberger (+1901) und viele andere.
Ich komme gebürtig aus einer Gemeinde, wo der Organist (und Komponist) 1976 gestorben ist. Er war mehr als ein Dorforganist und hat mehrfach den Ruf als Domorganist oder Dozent an Musikhochschulen abgelehnt, weil er lieber in seiner Heimatgemeinde Organist sein wollte. Sein „Credo für Kirchenmusik“ war: Künstlerische Freiheit bei liturgischer Gebundenheit.
Das halte ich für eine äußerst treffende Beschreibung von Kirchenmusik.
Es handelt sich um: Theodor Pröpper de.wikipedia.org/…Theodor_Pr%C3%B6pper
Sein Werk „Tu est Petrus“, welches er 1941 komponierte und dem Papst gewidmet hat, konnte erst 1997 zur Uraufführung kommen. Ich b…
Redaktion benachrichtigen
#18   Brandenburgis   20:58:05 | Sonntag, 30. März 2008
Was ewig gilt
kann nie Vergangenheit sein.
Redaktion benachrichtigen
#17   Kurt K.   20:51:03 | Sonntag, 30. März 2008
Seltsam, einfach seltsam!
Wie kann man nur derart verbohrt nur in der Vergangenheit leben?
Redaktion benachrichtigen
#16   Brandenburgis   20:38:52 | Sonntag, 30. März 2008
Klar, das ist ja die Deutsche Messe
von Johann Philipp Neumann, vertont von Franz Schubert. Was ist da mißverstanden?
Redaktion benachrichtigen
#15   juergen   20:28:37 | Sonntag, 30. März 2008
VOM inspiriert die Musik
Auch der alte Ritus hat die Musik in seltsame Weise inspiriert.
Das Lied „Wohin soll ich mich wenden“ ist vermutlich aus Beobachtungen des Stufengebets entstanden; auch wenn es wohl missverstanden wurde…
Redaktion benachrichtigen
#14   Brandenburgis   20:27:43 | Sonntag, 30. März 2008
@Jürgen
Selbstverständlich, das ist unbenommen. Die Messen der Wiener Klassik und Umfeld sind unersetzlich, und sind natürlich auch gewissermaßen katholischer als Bach.
Redaktion benachrichtigen
#13   Bernd Stromberg   20:26:35 | Sonntag, 30. März 2008
Neue Lieder? Ja klar, aber…
Auch unserer Zeit muss ihren Beitrag zur Heiligen Liturgie liefern und so auch „Neue Lieder“. Allerdings ist nicht alles, was „modern“ ist, für die Liturgie geeignet.
Der NOM ist übrigens nicht „antimusikalisch“. Dass der Eindruck bisweilen entsteht, liegt an fehlendem liturgischen Verständnis so mancher Verantwortlicher. Auch im NOM kann man zB. Ordinarium und Proprium gregorianisch singen, auch polyphone Messordinarien aller Jahrhunderte sind im NOM kein Fremdkörper. Sie aus der Liturgie ausschließen zu wollen, ist Ideologie der „Alt-68er“ und nichts anderes.
Sollte es wirklich stimmen, dass „Sacropop“ seine Inspiration vom NOM bezieht, wäre das in der Tat ein Argument gegen die den NOM. Dem ist aber nicht so. „Kirchenbands“ sind Ausdruck eines erschreckenden Verfalls der kath. Kirchenmusik, der aber nicht an den liturgischen Büchern von 1970 liegt. Das dieser Verfall nicht im Sinne des Konzils ist, ist unnötig zu erwähnen.
War Bach ein Modernist? Sicherlich hat Bach die Musik weiterentwickelt, allerdings war er kein Modernist. So schreibt er zu einer Zeit, als der „galante Stil“ gefragt war, große kontrapunktische Werke wie „Die Kunst der Fuge“ und das „Musikalische Opfer“. Das ist in etwa so, wie wenn ein heutiger Kirchenmusiker im Stile Palaestrinas schreiben würde… obwohl doch manche den „Sacropop“ für Kirchenmusik halten. Der Vergleich hinkt, aber ist nicht ganz aus der Lust gegriffen. Obwohl der galante Stil immer noch weit über jeglicher Popmusik steht.
Redaktion benachrichtigen
#12   maliems   20:24:22 | Sonntag, 30. März 2008
der NOM
inspiriert die NGL
Ob das aber eine große Kulturleistung ist?
weiß nicht so recht.
Redaktion benachrichtigen
#11   juergen   20:23:30 | Sonntag, 30. März 2008
nur noch Bach?
„Kein Tach ohne Bach“, sagte mal der jetziger Erzbischof von München.
Aber es gibt auch gute Musik vor, nach und neben Bach. Ostern kam hier die Krönungsmesse von Mozart zu Gehör. Auch das ist ein Musikgenuss!
Redaktion benachrichtigen
#10   jeanjaques   20:15:55 | Sonntag, 30. März 2008
jeanjaques: Neues geistloses Lied
Diese Bezeichnung finde ich ehrlich und zutreffend. Als besondere Hochburg dieser schwachsinnigen Elaborate zeichnet sich der Südwesten aus, wen wundert’s.
Die Gregorianik ist der Motor unserer abendländischen Musikkultur der Komponisten aller Zeiten inspiriert hat bis zur Moderne !!
Klar, wenn ich Banalitäten in der Liturgie zulasse, Bewährtes zerstöre, kommt anschließend auch nichts gescheites heraus, s.Einheizgesangbuch.
Redaktion benachrichtigen
#9   Brandenburgis   20:13:55 | Sonntag, 30. März 2008
Bach war keinesfalls modernistisch,
sondern ein zutiefst der Tradition verpflichteter Kirchenmusiker. Und er hat das Traditionsprinzip in einer Weise ausgeschöpft, daß man mit Reger sagen kann „B-a-c-h – Anfang und Ende aller Musik“, und damit auch Anfang und Ender aller Kirchenmusik. Bach ist nicht nur der Vollender der Tradition, er bindet und verpflichtet auch alle Kirchenmusik nach ihm. Bach ist quasi das A und O.
Redaktion benachrichtigen
#8   RJH   20:09:17 | Sonntag, 30. März 2008
Und vor allem dieser modernistische Bach
„Wir halten ihm vor, dass er bisher in dem Choral viele wunderliche Variationes gemachet, viele fremde Thone mit eingemischt, dass die Gemeinde drüber confundiret worden… Der Organist Bach habe bißhero etwas gar zu lang gespiehlet, nachdem ihm aber deswegen Anzeige beschehen, währe er gleich auf das andere Extremum gefallen und hätte es zu kurtz gemachet.“
Redaktion benachrichtigen
#7   juergen   20:01:02 | Sonntag, 30. März 2008
Lieder
dt. Gemeindelieder waren auch mal „Neues geistliches Liedgut“ auch wenn man es damals noch nicht so nannte.
Freilich gibt es auch „Neues geistloses Liedgut“ – keine Frage.
Redaktion benachrichtigen
#6   jeanjaques   19:55:37 | Sonntag, 30. März 2008
@RJH Kirchenbands
NGL & Sacropop absoluter Schwachsinn.
:-!
Redaktion benachrichtigen
#5   Frasim   19:50:20 | Sonntag, 30. März 2008
@ RJH
Kirchenbands, NGL u. Sacropop!
sind doch auch Inspirationen.
Absolut richtig! Fragt sich nur noch, wer da einflüstert/inspiriert…! o.O
Redaktion benachrichtigen
#4   RJH   19:36:54 | Sonntag, 30. März 2008
Kirchenbands, NGL u. Sacropop!
sind doch auch Inspirationen.
Redaktion benachrichtigen
#3   juergen   19:30:52 | Sonntag, 30. März 2008
Unmusikalisch?
Ich wusste gar nicht, daß ein Ritus musikalisch sein kann. Musikalität war mir nur von Menschen bekannt, nicht aber von Riten.
Redaktion benachrichtigen
#2   Brandenburgis   19:16:04 | Sonntag, 30. März 2008
Oh nein
der NOM ist völlig unmusikalisch, ja antimusikalisch!
Redaktion benachrichtigen
#1   juergen   19:09:03 | Sonntag, 30. März 2008
ja und?
Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina († 1594), Mozart († 1791), Bach († 1750) und Beethoven († 1827), die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei.
Wenn es nur den Ritus gibt, ist es klar, daß Künstler sich davon haben inspirieren lassen. Hätte damals schon einen NOM gegeben, hätte der eben die gleichen Künstler inspiriert.
Ja Und?
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
Alte MesseMehr Sicherheit und Schutz Kardinal KasperKatholische Theologie oder deutsche Schuldkomplexe? Alte MesseNuntius zelebriert Alte Messe Alte MesseWird sich Rom unterwerfen? Alte MesseDer Vorschlag des Kardinals Alte MesseDas transatlantische Parlament der Traditionalisten Bistum AugsburgAlt-Meß-Sensation in einer deutschen Bischofskirche Alte MesseToter Buchstabe Alte MesseDie Karikatur eines Professors Erzbistum FreiburgMesse wider Willen Alte Messe„War es klug? Ich denke nicht“ Alte MesseDer Jesuitengeneral ist informiert und schweigt Alte MesseBistum Aachen im Aufwind? Alte Messe in AachenDie Alte Messe ist eben keine alte Messe LiturgiereformWurden die Priester danach frömmer?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net