Was hat der Neue Ritus inspiriert?
„Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina, Mozart, Bach und Beethoven, die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei“ – so der Kardinal.
(kreuz.net, Vatikan) Dank des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ haben bereits mehrere Personen und Gruppen
um „die volle Einheit“ mit der Kirche angesucht.
Das erklärte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, im Gespräch mit der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’.
Als Beispiel nannte der Kirchenfürst die spanische Schwesterngemeinschaft ‘Oase von Jesus dem Hoherpriester’. Es handelt sich um dreißig in Klausur lebende Nonnen.
Die Schwestern wurden bereits Ende Juni – noch vor Erscheinen des Motu Proprio – regularisiert.
Kardinal Castrillon erklärte, daß auch amerikanische, französische und deutsche Gruppen „auf gutem Wege zur Regularisierung“ seien.
Es hätten sogar einzelne Patres der Priesterbruderschaft St. Pius X. um eine Regelung ihrer kirchenrechtlichen Status angesucht und die sogenannte Formula adhæsionis – eine Treuerklärung dem Heiligen Stuhl gegenüber – unterschrieben.
Zustimmung zum Motu Proprio sei auch von Prälaten aus orthodoxen Gemeinschaften sowie von anglikanischen und protestantischen Gläubigen gekommen.
Aussöhnung mit der Piusbruderschaft
Zur Aussöhnung mit der Piusbruderschaft erklärte der Kardinal, daß das „Problem des Konzils“ nicht so schwerwiegend sei.
Er betonte, daß die vier Bischöfe der Bruderschaft das Zweite Vatikanum als ökumenisches Konzil anerkannt hätten:
„Ich denke, daß sich ihre Kritik am Konzil vor allem darauf bezieht, daß es einigen Texten an Klarheit fehle. Dadurch werde der Weg zu Interpretationen geöffnet, die nicht mehr mit der Tradition vereinbar sind“ – so Kardinal Castrillon.
Der Kardinal ortet die größten Schwierigkeiten nur bei der Interpretation der Konzilstexte und bei einigen ökumenischen Gesten.
Nur praktische Probleme?
Ferner erklärte Kardinal Castrillon, daß „einige“ Bischöfe Probleme mit dem Motu Proprio ‘Summorum Ponitifcum’ hätten. Aber das sei die Ausnahme.
Der Kardinal rechtfertigt Widerstände von Seiten der Bischöfe mit praktischen Problemen. Er erinnert an Priester aus Regionen, deren Sprachen weit weg vom Lateinischen sind.
Die Alte Messe könne nicht gefeiert werden, wenn die Priester nicht entsprechend ausgebildet seien.
Die Kommission ‘Ecclesia Dei’ wolle für Abhilfe sorgen. Sie plane, für Priesterseminare, Diözesen und Bischofskonferenzen Hilfsmittel zu organisieren. Konkret denkt der Kardinal an multimediale Mittel zur Erlernung des überlieferten Ritus.
Wie wichtig die Stille in der Liturgie ist, erklärt Kardinal Castrillon mit einem Beispiel, das er bei einem Managerkurs gelernt hat, den er noch als Diözesanbischof in Kolumbien besuchte.
Dort erfuhr er, daß Manager einen halbdunklen Raum haben sollten, um darin anstehende Entscheidungen zu überdenken.
Nicht tridentinisch, sondern gregorianisch
Im Interview betonte der Kirchenfürst auch, daß die Alte Messe bisher mehr als 1.400 Jahre in Gebrauch war. Er nennt sie mit Bezug auf Papst Gregor den Großen († 604) „gregorianisch“:
„Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina († 1594), Mozart († 1791), Bach († 1750) und Beethoven († 1827), die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei.“
Gleichzeitig erklärte Kardinal Castrillon, daß er den Novus Ordo „sehr liebt“. Er hat das Alte Meßbuch nach der nachkonziliaren Liturgiereform nie mehr benützt.
Nachdem er als Präsident von ‘Ecclesia Dei’ den Alten Ritus wieder manchmal zelebrieren mußte, habe er den Reichtum der überlieferten Liturgie entdeckt.
© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
Das erklärte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, im Gespräch mit der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’.
Als Beispiel nannte der Kirchenfürst die spanische Schwesterngemeinschaft ‘Oase von Jesus dem Hoherpriester’. Es handelt sich um dreißig in Klausur lebende Nonnen.
Die Schwestern wurden bereits Ende Juni – noch vor Erscheinen des Motu Proprio – regularisiert.
Kardinal Castrillon erklärte, daß auch amerikanische, französische und deutsche Gruppen „auf gutem Wege zur Regularisierung“ seien.
Es hätten sogar einzelne Patres der Priesterbruderschaft St. Pius X. um eine Regelung ihrer kirchenrechtlichen Status angesucht und die sogenannte Formula adhæsionis – eine Treuerklärung dem Heiligen Stuhl gegenüber – unterschrieben.
Zustimmung zum Motu Proprio sei auch von Prälaten aus orthodoxen Gemeinschaften sowie von anglikanischen und protestantischen Gläubigen gekommen.
Aussöhnung mit der Piusbruderschaft
Zur Aussöhnung mit der Piusbruderschaft erklärte der Kardinal, daß das „Problem des Konzils“ nicht so schwerwiegend sei.
Er betonte, daß die vier Bischöfe der Bruderschaft das Zweite Vatikanum als ökumenisches Konzil anerkannt hätten:
„Ich denke, daß sich ihre Kritik am Konzil vor allem darauf bezieht, daß es einigen Texten an Klarheit fehle. Dadurch werde der Weg zu Interpretationen geöffnet, die nicht mehr mit der Tradition vereinbar sind“ – so Kardinal Castrillon.
Der Kardinal ortet die größten Schwierigkeiten nur bei der Interpretation der Konzilstexte und bei einigen ökumenischen Gesten.
Nur praktische Probleme?
Ferner erklärte Kardinal Castrillon, daß „einige“ Bischöfe Probleme mit dem Motu Proprio ‘Summorum Ponitifcum’ hätten. Aber das sei die Ausnahme.
Der Kardinal rechtfertigt Widerstände von Seiten der Bischöfe mit praktischen Problemen. Er erinnert an Priester aus Regionen, deren Sprachen weit weg vom Lateinischen sind.
Die Alte Messe könne nicht gefeiert werden, wenn die Priester nicht entsprechend ausgebildet seien.
Die Kommission ‘Ecclesia Dei’ wolle für Abhilfe sorgen. Sie plane, für Priesterseminare, Diözesen und Bischofskonferenzen Hilfsmittel zu organisieren. Konkret denkt der Kardinal an multimediale Mittel zur Erlernung des überlieferten Ritus.
Wie wichtig die Stille in der Liturgie ist, erklärt Kardinal Castrillon mit einem Beispiel, das er bei einem Managerkurs gelernt hat, den er noch als Diözesanbischof in Kolumbien besuchte.
Dort erfuhr er, daß Manager einen halbdunklen Raum haben sollten, um darin anstehende Entscheidungen zu überdenken.
Nicht tridentinisch, sondern gregorianisch
Im Interview betonte der Kirchenfürst auch, daß die Alte Messe bisher mehr als 1.400 Jahre in Gebrauch war. Er nennt sie mit Bezug auf Papst Gregor den Großen († 604) „gregorianisch“:
„Dieser Ritus inspirierte die Messen von Palestrina († 1594), Mozart († 1791), Bach († 1750) und Beethoven († 1827), die großen Kathedralen und wunderbare Werke der Malerei und Bildhauerei.“
Gleichzeitig erklärte Kardinal Castrillon, daß er den Novus Ordo „sehr liebt“. Er hat das Alte Meßbuch nach der nachkonziliaren Liturgiereform nie mehr benützt.
Nachdem er als Präsident von ‘Ecclesia Dei’ den Alten Ritus wieder manchmal zelebrieren mußte, habe er den Reichtum der überlieferten Liturgie entdeckt.
© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
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Mittwoch, 2. April 2008 00:29
Aleph: M…
Was sind Sie denn für ein amorpher Katholik? Total eingeschwärzt und nur Katechismusföten verbreitend.
Dienstag, 1. April 2008 17:01
Marcelus: @Protestantenmodernismuspropagandist „Aleph“: Sie brauchen hier überhaupt keine modernistischen
Kirchengeschichtsseminare halten.
Kehren Sie zurück zur katholischen Religion und stellen Sie Ihre dümmliche Protestantenpropaganda ein!
Und natürlich glauben Katholiken an die Realpräsenz in der Eucharistie!
Lernen Sie Kirchengeschichte!
Kehren Sie zurück zur katholischen Religion und stellen Sie Ihre dümmliche Protestantenpropaganda ein!
Und natürlich glauben Katholiken an die Realpräsenz in der Eucharistie!
Lernen Sie Kirchengeschichte!
Montag, 31. März 2008 23:00
Aleph: Brandenburgis
Jetzt möchte ich meine kirchengeschichtlichen Seminare nicht auch noch hier im Forum wiederholen müssen.
Haben Sie bitte Verständnis, wegen der Geier. Vielleicht gibt andere Möglichkeiten zur Verständigung…!
Haben Sie bitte Verständnis, wegen der Geier. Vielleicht gibt andere Möglichkeiten zur Verständigung…!
Montag, 31. März 2008 22:55
Brandenburgis: @Aleph
Dafür ist der Protestantismus einfach anders. Als es zum Protestantismus kam, hatte die Römische Kirche
schon fast 1400 Jahre auf dem Rücken. Das war nicht nur jede Menge Erfahrung, wie man Dinge durchsetzen
kann, handelt, womit man die Suppe am Kochen hält… Darüber konnte der damals junge Protestantismus
natürlich nicht verfügen. Aber das Abwägen führt heute zu keiner Lösung mehr. Jedenfalls hat es der
Protestantismus zuwege gebracht, dass sich auch die Römische Kirche verstärkt wieder auf die Heilige
Schrift besinnt, sonst wären ihr die Leute noch alle weggelaufen.Ich denke, daß der Protestantismus
in gezügelter Form durchaus eine Chance gehabt hätte, und ja auch hatte, denn die protestantische Kirchengeshcichte
ist ja ein wertvoller und wichtiger Bestandteil der deutschen Kirchengeschichte. Doch war der Protestantismus
m.E. auf Gedeih und Verderb an das landesherrliche Kirchenregiment gekettet. In der Novemberrevolution
kann man also ein Endgericht über den verweltlichten und liberaliserten deutschen Protestantismus sehen.
Was wir seither erleben ist eine sich dahin schleppende Heckwelle einer großen Entwicklung. Die heutigen
„Landes“kirchen sind letztlich Sekten.
Montag, 31. März 2008 22:51
Aleph: Brandenburgis
Müssen Sie sich auch ständig von dem herumgeschmossenen katholiziden Geschmarr erholen?
Montag, 31. März 2008 22:49
Marcelus: Was sollen eigentlich die „Beiträge“ des „Aleph“?
Sind das Grüße aus der Hölle?
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