Protestantismus
Vom Herrn Christus zum Herrn Käthe
Die Ehelosigkeit Jesu war ein Mißverständnis. Außerdem ist der Zölibat die Quelle aller Schrecken, während die Ehe alle Probleme löst. Der beste Beweis dafür ist der gegenwärtige Zustand der protestantischen Kirchen. Ein Kommentar.
Martin Luther des Lucas Cranach der Ältere (†1553)
Martin Luther des Lucas Cranach der Ältere († 1553)
(kreuz.net) Unter dem Titel „Wider Gottes Ordnung“ befaßte sich der evangelische Pfarrer im Ruhestand Hanns Leiner mit der Frage, warum der deutsche Reformator Martin Luther den Zölibat abgelehnt und geheiratet hat.

Leiners Artikel erschien am 24. Februar im evangelischen ‘Bayrischen Sonntagsblatt’.

Leiner beginnt mit einem Hinweis auf die Zölibats-Aussagen des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Mons. Robert Zollitsch von Freiburg und erhebt den Priesterzölibat in diesem Zusammenhang zum ökumenischen Hindernis:

„Eine Aufhebung des Zölibats würde eine Annäherung an die Kirchen der Reformation bedeuten, die den Zölibat abgeschafft hatten.“

Der Zölibat sei „biblisch nicht begründbar“ – erklärt Leiner apodiktisch.

Zwar habe Jesus von denen gesprochen, die „um des Himmelreichs willen“ auf die Ehe verzichten: „Er fügte allerdings warnend hinzu: »Wer es fassen kann, der fasse es!«“

Luthers Eltern, Hans und Magrethe Luther, des Lucas Cranach der Ältere (†1553)
Luthers Eltern, Hans und Magrethe Luther, des Lucas Cranach der Ältere († 1553)
Der Heilige Paulus habe „wohl“ im Zölibat gelebt und schreibe davon, daß diese „für ihn“ der bessere christlichere Weg sei – verfälscht Leiner das siebte Kapitel des ersten Korintherbriefes.

Bei Jesus und Paulus sei der Verzicht auf die Ehe motiviert durch das „als nahe bevorstehend erwartete“ Hereinbrechen des Reiches Gottes und die damit verbundenen Leiden der Endzeit.

In der jungen Christenheit habe es „nur ganz am Rande“ asketische Strömungen gegeben, die den Verzicht auf die Ehe gefordert und praktiziert hätten.

Das habe sich „erst“ im dritten Jahrhundert durch das Aufkommen des Mönchtums geändert:

„Es verlangte die radikale Nachfolge Jesu in Armut und Ehelosigkeit, gegen eine beginnende Tendenz zur Verweltlichung und Verbürgerlichung der Kirche.“

Die Forderung nach dem ehelosen Leben sei dann auch auf die Bischöfe und Pfarrer ausgedehnt worden.

Erst im 11. Jahrhundert habe Papst Gregor VII. († 1085) den Zölibat in der römischen Kirche „mit Gewalt“ durchgesetzt, „mit allen problematischen, negativen Auswirkungen, die das für die einzelnen Pfarrer und für die Kirche mit sich brachte.“

Nach diesem historischen Rundumschlag kommt Leiner auf Luther zu sprechen.

Der Reformator sei in der dargestellten Situation Mönch und Priester geworden und habe diese Umstände selbstverständlich angenommen.

Katharina von Bora, des Lucas Cranach der Ältere (†1553)
Katharina von Bora, des Lucas Cranach der Ältere († 1553)
Leiner zitiert Luther: „Als Mönch habe ich nicht viel Begierde gespürt […]. Die Weiber schaute ich nicht einmal an, wenn sie beichteten. Ich wollte nicht einmal die Gesichter derer, die ich hörte, kennenlernen.“

Doch dann habe das Evangelium seine „befreiende Wirkung und Sprengkraft gegen alle möglichen Fehlentwicklungen und Verirrungen der mittelalterlichen Kirche, auch gegen das falsche Verständnis von geistlich und weltlich, und von daher schließlich sogar gegen den Zölibat und das Mönchtum und deren Abwertung der Ehe“ entfaltet – jubelt Leiner drauflos.

Immerhin – vergißt Leiner zu berichten – verstand die ehe-verachtende Kirche den Bund zwischen Mann und Frau als Sakrament, während Luther diesen zu einem „weltlich Ding“ degradierte.

Luther habe das Zölibat als unbiblische und zudem höchst fragwürdige Einrichtung erkannt:

„Daraus siehst du, wie unser päpstischer Haufe, Pfaffen, Mönche, Nonnen wider Gottes Ordnung und Gebot streben, die den Ehestand verachten und verbieten und sich ewige Keuschheit zu halten vermessen und geloben, dazu die Einfältigen mit lügenhaften Worten und Schein betrügen.“

Mit diesen Worten sind natürlich auch jene Lügner und Heuchler entlarvt, die heute in der Kirche als Päpste, Bischöfe, Priester, Kapläne und Ordensschwestern ihren Dienst tun. Sogar der anfangs zustimmend zitierte Lügner und Heuchler Robert Zollitsch lebt im Zölibat.

Paul Luther, der dritte Sohn von Martin Luther und Katharina von Bora
Paul Luther, der dritte Sohn von Martin Luther und Katharina von Bora
Leiner bezeichnet die oben erwähnten Tiraden Luthers gegen das Zölibat als „überzeugend“. Sie hätten dazu geführt, daß viele Mönche, Nonnen und Priester, die angeblichen Konsequenz zogen und heirateten.

Luther habe die „Unhaltbarkeit des Zölibats“ klar erkannt und ausgesprochen: „Nur für sich selbst dachte er nicht daran, persönlich diese Konsequenz zu ziehen“ – widerspricht sich Leiner und sucht dieses Verhalten aus den Umständen zu erklären.

Den Reformator hätten „schwerwiegende Gründe“ daran gehindert, an eine eigene Ehe zu denken: Er sei vogelfrei und bereits 42 Jahre alt gewesen:

„Wie konnte er unter diesen Umständen daran denken, eine Frau an sich zu binden und eine Familie zu gründen?“ – so Leiner verständnisvoll.

Doch dann nahte die Luther-Braut. Unter dem offenbar segensreichen Einfluß seiner Schriften hatten sich zwölf Nonnen aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienthron entschlossen, das Kloster zu verlassen.

Sie flüchteten am Karsamstag 1523 hinter Heringstonnen aus der Klausur.

Neun von ihnen kamen nach Wittenberg, nachdem sie bei ihren Familien, die diesen Schritt mißbilligten, keine Aufnahme gefunden hatten.

Luther fühlte sich für sie verantwortlich und brachte die Entlaufenen zunächst in Bürgerhäusern in Wittenberg unter, „bis sie eine Versorgung in einer Ehe fanden“ – so Leiner.

Unter diesen Nonnen war auch Katharina von Bora (24) aus verarmtem sächsischem Adel. Sie blieb schließlich als einzige von den neun unversorgt übrig.

Zunächst interessierte sich ein Nürnberger Student für sie. Doch dann zog er sich wohl unter dem Druck seiner Familie zurück. Eine mögliche Ehe mit einem älteren entlaufenen Priester lehnte Katharina ab. Sie sagte dazu, daß sie „keine Lust und Neigung zu ihm“ habe.

Zugleich erklärte sie, daß sie einen Antrag Luthers nicht abweisen würde.

Am 13. Juni 1525 gab der entlaufene Augustinereremit im Kreis von fünf engen Freunden seine Verlobung mit Katharina bekannt. Am 27. Juni feierte er im größeren Kreis mit seinen Eltern und Freunden Hochzeit.

Das fast mittellose Paar kam durch die politischen Beziehungen des Reformators schnell zu Geld. Der neugläubige Kurfürst schenkte dem Reformator das leerstehende ehemalige Kloster des entlaufenen Mönches und verdoppelte sein Professorengehalt auf 200 Gulden im Jahr.

Katharina war tatkräftig und energisch. Sie galt auch als etwas hochmütig und schnippisch. Wegen ihres resoluten Wesens nannte er sie manchmal seinen „Herrn Käthe“.

Dem Paar wurden insgesamt sechs Kinder geboren. Über seine Ehe war Luther sehr dankbar: „Gott hat Käthe und mich einander geschenkt, darum will ich sie nicht um Frankreich und Venedig dazu hergeben.“
      
32 Lesermeinungen
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#32   Aleph †   16:53:42 | Mittwoch, 2. April 2008
Kreehen
Auch wenn ein Hähnchen spät aufsteht – es kreeht und kreeht und kreeht und kreeht…
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#31   Marcelus   16:51:33 | Mittwoch, 2. April 2008
@Protestantenmodernist „Aleph“: Kein Wunder, nachdem Sie
als Modernist ja eigentlich keinen richtigen Glauben haben.
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#30   Aleph †   00:40:47 | Mittwoch, 2. April 2008
Applass
und gemäß der diesem Fest zugrundeliegenden Privatoffenbarung Jesu Christi an die hl. Sr. Faustyna v. Krakau gewährt Christus an diesem großen Festtag einen vollkommenen Ablaß!
Nicht zu glauben der Schamott!
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#29   Marcelus   18:29:31 | Dienstag, 1. April 2008
@Gotthard: Der Barmherzigkeitssonntag wurde von Papst Johannes Paul II. für die Weltkirche
eingeführt,
und gemäß der diesem Fest zugrundeliegenden Privatoffenbarung Jesu Christi an die hl. Sr. Faustyna v. Krakau gewährt Christus an diesem großen Festtag einen vollkommenen Ablaß!
Zum Beispiel konnte man gestern, am Weißen Sonntag, einen vollkommenen Ablaß gewinnen.
Die weltweite Kirche wußte davon?
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#28   Aleph †   18:20:42 | Dienstag, 1. April 2008
Na und?
späteres Papstkonzil bereits verboten.
Na und?
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#27   Marcelus   18:10:04 | Dienstag, 1. April 2008
@Protestantenpropagandist „Aleph“: Der Ablaßverkauf wie zu Zeiten Dr. Luthers wurde durch ein
späteres Papstkonzil bereits verboten.
Zu fragen wäre doch: wer läßt außer Geld beim Applass etwas ab…?
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#26   Genoveva   00:00:52 | Dienstag, 1. April 2008
@Alkuin: Vielleicht …
So schnell geht das doch nicht Redaktion benachrichtigen
geht das ja gar nicht :-P
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#25   Elendester Sünder   23:58:41 | Montag, 31. März 2008
Gotthard
Gotthard fragte: „Die weltweite Kirche wußte davon?“
Gotthard, du bist nicht die „weltweite Kirche“.
www.mariavomsiege.at/…latt/WBL_04_2008.pdf
Bei
…ww.pfarre-siebenhirten.at/html/aktuell.html
kann man folgendes lesen:
„Der Ablass am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
wird unter den gewohnten Bedingungen – Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters, Vaterunser und „Gegrüßet seist du Maria“ oder ein anderes Gebet nach freier Wahl – dem Gläubigen gewährt der in einer Kirche oder einem Oratorium an einer Feier zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit teilnimmt oder wenigstens vor dem Allerheiligsten das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis mit dem Zusatz einer kurzen Anrufung des barmherzigen Herrn Jesus
(z. B. Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich!) betet. Ein Teilablass wird dem Gläubigen gewährt, wenn er
mit reuigem Herzen eine der rechtmäßig genehmigten Anrufungen an den barmherzigen Herrn Jesus richtet.“
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#24   Aleph †   23:38:35 | Montag, 31. März 2008
Applass
Zu fragen wäre doch: wer läßt außer Geld beim Applass etwas ab…?
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#23   Gotthard   23:34:07 | Montag, 31. März 2008
Ablass …
Zum Beispiel konnte man gestern, am Weißen Sonntag, einen vollkommenen Ablaß gewinnen.
Die weltweite Kirche wußte davon?
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#22   Aleph †   23:33:52 | Montag, 31. März 2008
El…Sünder
Es interessiert nicht, was man hat können. Haben Sie einen solchenen Ablass gewonnen, nach vorheriger Beichte und Kommunionempfang. Sie wissen Prediger und Wegweiser haben gemeinsam: Sie weisen den Weg, gehn ihn aber nicht. :-[ :'( ^-^ :-D
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#21   Elendester Sünder   23:23:17 | Montag, 31. März 2008
Dr. Schlämmer
Im Bußsakrament wird die ewige Strafe, die Höllenstrafe, die Sündenschuld nachgelassen. Der Ablaß dagegen befreit von zeitlichen Strafen, von Sündenstrafen. Durch Todsünden haben wir uns von Gott und seiner heiligen Kirche entfernt und verdienen die Hölle. Durch das Bußsakrament werden wir wieder Glieder der Kirche, müssen allerdings noch unsere Verfehlungen abbüßen. Die göttliche Barmherzigkeit gewährt uns das schnelle und leichte Reinwaschen von Sündenstrafen durch die Möglichkeit der Gewinnung von Ablässen. Ohne vorherige gültige Beichte und würdige Kommunion u.a. geht es nicht und ging es auch im Mittelalter nicht.
Zum Beispiel konnte man gestern, am Weißen Sonntag, einen vollkommenen Ablaß gewinnen.
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#20   Aleph †   22:56:18 | Montag, 31. März 2008
Ablässe tonnenweise
Wenn man Geld braucht muss man Handeln, notfalls mit ungarantierten Ablässen, tonnenweise. Wer wollte da wem einen Vorwurf machen…?
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#19   Dr. Schlämmer   21:21:31 | Montag, 31. März 2008
Weitere Fragen … Vielen Dank für die Auskunft
Danke für die klärenden
Worte. Wobei nicht auszuschließen ist, dass der „Ablasshandel“ im Mittelalter dies zu unterschlagen wusste. :-|
1. Was, wenn Dr. Schlämmer sachlich nachfragen darf, unterscheidet eigentlich den Ablass von von der Spendung des Bußsakraments bzw. dem Zuspruch der Vergebung durch einen Priester?
Ist es allein die Tatache, dass der Ablass vom Papst gewährt wird oder die Vergebung dabei nicht an die Spendung des Sakraments gebunden ist?
2. Kann wirklich nur der Papst einen Ablass gewähren?
3. Wie ist ein Ablass eigentlich verbal zu definieren?
Als frommes Werk oder Form der Sündenvergebung der Kirche oder als beides?
4. Zu welchen Anlässen wird er heute noch gewährt, und in wessen Namen?
Ernsthaften Dank für erhellende Auskünfte an alle, die hier Bescheid wissen.
Ihr Dr. Schlämmer
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#18   möchtegern-kathole   20:53:16 | Montag, 31. März 2008
Dass viele es nicht fassen …
… steht ja schon in der Bibel. Was kann man von einem Protestanten erwarten? Dass er es fasse?
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#17   Elendester Sünder   18:46:13 | Montag, 31. März 2008
Dr. Schlämmer
Es ist zu unterscheiden, ob man einen Ablaß für sich selbst zu gewinnen trachtet oder ob man diesen einem Verstorbenen zuwendet.
Ein Ablaß, auch ein vollkommener, kann Verstorbenen zugewendet werden, aber es gibt damit noch keine endgültige Gewißheit, daß für diese damit das Fegefeuer beendet ist. So verstehe ich das.
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#16   Dr. Schlämmer   16:15:42 | Montag, 31. März 2008
@ Elendster Sünder
sondern daß den Verstorbenen die Wirkung des Ablasses nur per modum suffragii, d.h. fürbittweise, zukommt, d.h. also nicht automatisch mit Ableistung des Bußwerks, wie hier dem Almosen.
Das müssen Sie mir näher erklären.
Bewirkt der von der heiligen kath. Kirche bzw. dem Papst gewährte Ablass nun die Löschung/Aufhebung zeitlicher Sündenstrafe, oder nicht?
Nimmt die heilige kath. Kirche die Vergebung nur an, im Sinne eines „bitten und hoffen wir mal“ (modus suffragii), oder gewährt sie die Vergebung wirksam, selbstgewiss und tatsächlich?
In jedem Fall sagt ja das Konzil von Trient:
„der Ablass darf nicht mit Geldzahlung verbunden sein. Seine Gewährung hat maßvoll zu sein.“ (can. 11)
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#15   Alkuin   15:39:08 | Montag, 31. März 2008
@Wolfgang…?????
Kardinal Zollitsch !!!! ????
So schnell geht das doch nicht :-D
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#14   Benedikt   15:17:36 | Montag, 31. März 2008
Alt-St. Peter…
…war einfach eine baufällig und einsturzgefährdete Kirche. Deshalb wurde sie abgerissen. Wäre sie nicht baufällig gewesen, so wäre sie vermutlich nur in der üblichen Manier durch den Einbau von Barockelementen verschandelt worden, wie man das bei den anderen Patriarchalbasiliken gut beobachten kann.
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#13   20mancro5 †   15:17:17 | Montag, 31. März 2008
Es gab
bei dem Ablasshandel schon so etwas wie eine feste Tarifstruktur.
Kirchenraub und Meineid wurden für eine Gebühr von 9 Dukaten vergeben und Mord schon für 8 Dukaten.Und gegen einen Aufpreis konnte man auch seine verstorbenen Angehörigen freikaufen.
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#12   cantate   15:12:48 | Montag, 31. März 2008
@ petrusbinsfeldus
Einer der Gründe für den Abbruch der alten Peterskirche waren die zahlreichen, nicht mehr theologisch begründbaren Ablässe, die Pilger erhielten, indem sie die absudesten Objekte (z. B. das Fischernetz des Apostels Petrus) betrachteten. Man wollte hier Mißbräuche abstellen, und sie durch theologisch einwandfreie Ablässe ersetzen.
Dies lies sich am Besten dadurch realisieren, daß man die alte Kirche beseitigte.
Wo haben Sie denn das her? Um diese angeblichen Missstände zu beseitigen, lässt man nicht einfach die „Reliquien“ verschwinden, sondern reißt gleich eine über 1000-jährige Kirche ab? Baufälligkeit von Alt-St.-Peter und auch einfach die Baulust der Renaissance-Päpste erscheinen mir da wesentlich plausibler.
Die Peterskirche mag so schön und wunderbar sein, wie sie ist. Die Geschichte ihrer Baufinanzierung ist und bleibt ein Makel, mit dem ich allerdings leben kann.
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#11   Wolfgang K.   14:51:55 | Montag, 31. März 2008
Renaissance-Päpste
Das das Zölibat spätestens im Zeitalter eines Rodrigo Borgia Probleme aufgeworfen hat, und die Zeit des ausgehenden Mittelalters Antworten gesucht und gefunden hat – ist ja nicht neues. Ich möchte hier jetzt auch nicht unbedingt das Leben von Alexander VI. und seiner Geliebten vertiefen. Aber das die Väter der Reformation aus genau diesen Gründen das Zölibat für die protestantischen Geistlichen abgeschafft haben, ist doch kirchengeschichtlich und vor allem menschlich nach vollziehbar. Dazu muß man noch nicht einmal in die Bibel gehen. Luther hat das richtig erkannt und vor allem die Konsequenzen gezogen. Und was bitte schön ist an einem verheirateten Pfarrer so schlecht? Aber es gibt auch in der katholischen Kirche freidenkerische Geister (wie Kardinal Zollitsch) die diese Diskussion wieder auf einer konstruktiven Ebene neu entfachen.
Ich habe schon lange keinen mehr so guten Artikel über das Zölibat gelesen wie in dieser Ausgabe vom ev. Wochenblatt in der letzten Woche. :-)
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#10   Benedikt   14:50:55 | Montag, 31. März 2008
Biblisch nicht begründbar
Gesetzt den Fall, das wäre so, dann fielen mir noch andere Dinge ein, die biblisch nciht begründbar sind, etwa das Abhalten eines Kirchentages. Davon steht in der Bibel nichts, deshalb sollten die Protestanten ihn ganz schnell abschaffen. Bei der Gelegenheit könnte man sich dan hinsichtlich einiger anderer Dinge, die ebenfalls nicht in der Bibel stehen den Amish People annähern.
Seine Kritik am Reformpapst Gregor VII. ist ebenfalls völlig daneben. Dessen Reformen waren damals vor allem begrüßt worden, weil beginnendes Dynastiewesen bei der Besetzung von geistlichen Benefizien der damaligen Reformbewegung der Kirche ein Dorn im Auge war (hinzu kam noch die Simonie).
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#9   petrusbinsfeldus   14:42:34 | Montag, 31. März 2008
St. Peter
Einer der Gründe für den Abbruch der alten Peterskirche waren die zahlreichen, nicht mehr theologisch begründbaren Ablässe, die Pilger erhielten, indem sie die absudesten Objekte (z. B. das Fischernetz des Apostels Petrus) betrachteten. Man wollte hier Mißbräuche abstellen, und sie durch theologisch einwandfreie Ablässe ersetzen.
Dies lies sich am Besten dadurch realisieren, daß man die alte Kirche beseitigte.
Insofern hat St. Peter etwas mit Ablässen zu tun, wenn auch anders, als das Vorurteil sagt…(Muß man fairerweise dann doch einräumen).
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#8   20mancro5 †   14:32:32 | Montag, 31. März 2008
@Elendster Sünder
Da muss ich widersprechen.Als die Kirche mit dem Bau des Petersdoms begann benötigte sie immer mehr Geld.Dadurch wurden die vormals strengen Regeln das Ablasshandels mehr und mehr gelockert.Auch ohne Beichte vor einem Priester konnte man seine Sünden tilgen wenn nur genug dafür bezahlte.
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#7   Elendester Sünder   14:21:30 | Montag, 31. März 2008
Martin Luder
Niemals hat die heilige Kirche Ablässe verkauft. Worum es sich damals handelte, waren Geldspenden für den Bau der Peterskirche zu Rom, die mit einem Ablaß verbunden waren; natürlich nur unter den üblichen Bedingungen, wie Beichte und Kommunion usw.
Was den Ablaß für die Abgestorbenen betrifft, war es niemals Lehre der Kirche, daß „sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt“, sondern daß den Verstorbenen die Wirkung des Ablasses nur per modum suffragii, d.h. fürbittweise, zukommt, d.h. also nicht automatisch mit Ableistung des Bußwerks, wie hier dem Almosen.
Wir müssen hier klug überlegen, was daran kirchenfeindliche Propaganda ist und was nicht. Propaganda gab es zu allen Zeiten.
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#6   20mancro5 †   13:21:09 | Montag, 31. März 2008
Wurde der Ablasshandel
nicht zur Finanziereung des des Petersdoms erfunden,über den die Kirche fast pleite gegangen wäre?.Damals zogen doch sogenannte Ablasspredeiger durch das Land um den Bewohnern das Geld aus den Taschen zu ziehen.Und zwar mit der Aussicht sich von seinen Sünden freikaufen zu können.
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#5   LandorganistII   13:17:36 | Montag, 31. März 2008
Der Ehestand
ist gleich dem Zölibat eine Herausforderung, die nicht jeder/jede bestehen kann und zu dem nicht jeder/jede berufen ist.
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#4   Lorenz   13:15:27 | Montag, 31. März 2008
Bitte nicht unbedacht schlecht über den Ablasshandel sprechen.
Es handelt sich hier um eine denkbar intelligente, effiziente und sozialverträgliche Finanzierungsform für öffentliche Güter.
Danke.
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#3   Gunsenum   12:59:24 | Montag, 31. März 2008
@nachtlaterne Genau das ist das PRoblem!
wenn ein mensch sich sexuell in der gewalt hat.
Du vergißt, daß auch Priester, Mönche, Nonnen auch nur Menschen sind. Ws für ein unmenschliches, gräßliches Opfer. Und die Mißbräuche homo-, wie heterosexuell (um das mal in aller Deutlichkeit zu unterstreichen!!!) sind ja sprechende Beweise.
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#2   Nachtlaterne   12:53:46 | Montag, 31. März 2008
luther hat das kind mit…
…dem bade ausgeschüttet. denn bloße kirchenkritik wegen dem ablasshandel hätte niemals eine so tiefe und dauerhafte spaltung bewirkt. folglich mussten luther und seine nachfolger künstliche unterschiede schaffen z.b. das rgelrechte verbot der ehelosigkeit von geistlichen. an die deutlichen worte christi vom lohn der nachfolge wollte sich luther, der angeblich alleine auf das wort gottes seine lehre aufbaute, nicht erionnern und auch nicht an die worte jesu: „das IST mein leib!“ sich eine nonne an land zu ziehen, die die ewigen gelüübde abgelegt hat und selber seinem versprechen zur ehelosigkeit untreu zu werden waren für diesen herrn eins. luther hat dem glauben den giftkeim des liberalismmuus eingeimpft.
bedeutet die ehe das paradies auf erden? das gegenteil ist doch eher der fall. aus der einsamkeit kommt niemand heraus. die ehe ist ein skrament gottes und steht unter seinem besonderen schutz. die ehlosigkeit ist, wie paulus schreibt, das wertvollste, wenn ein mensch sich sexuell in der gewalt hat.
am schlimmsten aber ist ehelosigkeit und ein leben nicht im priesterdasein, bei völlig bindungsunfähigem verhalten, sprich untreue.
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#1   Gunsenum   12:50:20 | Montag, 31. März 2008
Wo sind die Fehler?
Was werfen sie dem Pastor genau vor? Er stellt ziemlich deutlich heraus, daß das Zölibat keine elementare Forderung an den Geistlichen ist. Vielmehr ein Prdoukt der Historie, der Politik.
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