Die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’ kam aus Schwelgereien nicht mehr heraus. Der Grund: Die umstrittenen Bauten eines antikatholischen Architekten.
Mittwoch, 2. April 2008 17:06
Marcelus: @Kurt K.: Es gibt nur rechtgläubige Katholiken
Das dumme für die Tradis ist halt jetzt hierbei: Die sind soo wenige, dass die meisten Kirchenbauer halt
deren gerechten Zorn in Kauf nehmen und lieber die 95% der normalen Katholiken „bedienen“.
Es gibt nur rechtgläubige Katholiken oder gar keine Katholiken.
Und das sind vermutlich so wenige im heutigen Deutschland, daß die gar keine neuen Kathedralen und Kirchen mehr brauchen.
Es gibt nur rechtgläubige Katholiken oder gar keine Katholiken.
Und das sind vermutlich so wenige im heutigen Deutschland, daß die gar keine neuen Kathedralen und Kirchen mehr brauchen.
Mittwoch, 2. April 2008 16:38
Aleph: Petrusbinsfeldus
Ist ja klar: das sollte man sich schon besser vor Ort anschauen. Danke für den Tipp.
Mittwoch, 2. April 2008 16:36
petrusbinsfeldus: @Aleph
Oh, wenn Sie mal in der Nähe von Bonn sind, sollten Sie unbedingt einmal nach Remagen fahren, das wird Ihnen gefallen! (Ich weiß nicht, was man so im Internet an Fotos findet…)
Mittwoch, 2. April 2008 12:04
Aleph: Petrusbinsfeldus
Was halten Sie denn von den Nazarenern? Ich bin ja ein großer Fan der Apollinariskirche in Remagen- das
ist doch romantisch-katholisches Weltbild pur, oder?
Die Apollinariskirche in Remagen kenne ich nicht. Die Nazarenerbilder sind durchaus zu akzeptieren, denn sie haben Generationen geprägt, wenn es darum ging das Jenseitige nach hier und heute herüber zu holen. Da hat dieser Stil ganz Enormes geleistet. Dennoch bin ich kein Nazarener-Fan. Der Stil wirkt beruhigend, er hat etwas Mythisches. Deshalb möchte ich ihn auch nicht rundweg ablehnen.
Die Apollinariskirche in Remagen kenne ich nicht. Die Nazarenerbilder sind durchaus zu akzeptieren, denn sie haben Generationen geprägt, wenn es darum ging das Jenseitige nach hier und heute herüber zu holen. Da hat dieser Stil ganz Enormes geleistet. Dennoch bin ich kein Nazarener-Fan. Der Stil wirkt beruhigend, er hat etwas Mythisches. Deshalb möchte ich ihn auch nicht rundweg ablehnen.
Mittwoch, 2. April 2008 11:43
petrusbinsfeldus: @Aleph
Was halten Sie denn von den Nazarenern? Ich bin ja ein großer Fan der Apollinariskirche in Remagen- das
ist doch romantisch-katholisches Weltbild pur, oder?
Da wären wir uns dann
einig…
Da wären wir uns dann
Mittwoch, 2. April 2008 10:49
mandy: Sehr schön!!
Eine wunderbare Kirche!
Mittwoch, 2. April 2008 10:46
Kurt K.: Die Bischöfe sind schon arme Schweine
Oder diejenigen, die neue Kirchen in Auftrag geben. Sinds die Bischöfe?
Die könnens nämlich nie allen Recht machen. Lassen sie eine Kirche in modernem Stil bauen, dann heulen die Tradis rum und bezichtigen die Erbauer des „Antikatholizismus“, bauen sie eine Kirche, die vor 200 Jahren modern gewesen wäre, dann meckern die normalen Christen.
Das dumme für die Tradis ist halt jetzt hierbei: Die sind soo wenige, dass die meisten Kirchenbauer halt deren gerechten Zorn in Kauf nehmen und lieber die 95% der normalen Katholiken „bedienen“.
Trotzdem: Arme Kirchenbauer.
Die könnens nämlich nie allen Recht machen. Lassen sie eine Kirche in modernem Stil bauen, dann heulen die Tradis rum und bezichtigen die Erbauer des „Antikatholizismus“, bauen sie eine Kirche, die vor 200 Jahren modern gewesen wäre, dann meckern die normalen Christen.
Das dumme für die Tradis ist halt jetzt hierbei: Die sind soo wenige, dass die meisten Kirchenbauer halt deren gerechten Zorn in Kauf nehmen und lieber die 95% der normalen Katholiken „bedienen“.
Trotzdem: Arme Kirchenbauer.
Mittwoch, 2. April 2008 10:33
Aleph: Temporäre Erscheinungen
Auch wenn einzelne Zeitgenossen an den Kirchen der Gegenwart zu knacken haben und ihnen dies und jenes daran nicht gefallen mag. Das sind alles temporäre Erscheinungen, die irgendwann verstummt sein werden. Die Kirchen von Botta werden dann aber Identitätsmerkmale für die jetzige Gegenwart sein und die Kritiker werden längst verstummt sein und niemand mehr wird von ihnen reden.
Mittwoch, 2. April 2008 10:10
stimme der vernunft: @Ruhrgebietler
Nun lass die Katholiken ihre Kirchen doch bitteschön gestalten, wie sie es möchten.
In die Gestaltung eurer Sektentempel redet euch ja auch keiner hinein
In die Gestaltung eurer Sektentempel redet euch ja auch keiner hinein
Mittwoch, 2. April 2008 08:28
HBR: Mir gefällt die Architektur
Ein echt gelungener Bau. Ein schöner Volksaltar und auch sonst ein schön gestalteter Kirchenbau. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Allerheiligste in der Mitte des Altarraumes aufgestellt wird.
Mittwoch, 2. April 2008 08:06
Florian Geyer: Obilex
aber so was mittelalterliches wie Glocken braucht man doch heute nicht mehr. Mann könnte stattdessen Folgetonhörer und Luftschutzsirenen verwenden die die Internationale dröhnen. Als Einzugslieds orgelt dann unser Forumsmusikant: „Die Sache Jesu braucht begeisterte.“
Mittwoch, 2. April 2008 08:01
LandorganistII: @obelix
Dicker Pitter: 24.000 kg.
Pummerin: 20.500 kg.
Nicht ganz so knapp, wenngleich beide den Nominalschlagton C erklingen lassen.
Pummerin: 20.500 kg.
Nicht ganz so knapp, wenngleich beide den Nominalschlagton C erklingen lassen.
Mittwoch, 2. April 2008 07:02
r.ruhrgebietler: Städten für freimaurerische Zusammenkünfte
nichts anderes sind diese abgebildeten architekturen. Es wundert mich, daß die Kleriker der V-II-„Kirche“ überhauptsolche architekturen meinen gottgefällig weihen zu können! Sind die ganz mit Blindheit geschlagen????? Offensichtlich! Oder wird da im Hintergrund was ganz großes, eine Riesensauerei vorbereitet???? Es ist Zeit für Spekulationen!!
Dienstag, 1. April 2008 23:58
Aleph: Petrusbinsfeldus
Was haben Sie Ängste. Reichensperger ist für mich keine Autorität. Was ich mit dem romantisch-katholischen
Weltgefühl angesprochen habe, ist der Kölner Dom.
Dagegen sind der Speyerer Dom und das Freiburger Münster (urssprünglich eine Bürgerkirche, erst sein 1827 Bisxchofskirche) haushoch höherwertig. Einverstanden.
Dagegen sind der Speyerer Dom und das Freiburger Münster (urssprünglich eine Bürgerkirche, erst sein 1827 Bisxchofskirche) haushoch höherwertig. Einverstanden.
Dienstag, 1. April 2008 21:46
Marcelus: @obelix: Über die Grenzen bekannt ist von Deutschland vor allem die Kathedrale von Köln
Alle anderen Kathedralen kennt man weniger, höchstens noch die Wiener Stephanskathedrale, weil in Wien auch der Römische Reichskaiser regierte.
Dienstag, 1. April 2008 21:44
obelix †: @Marcelus
Marcelus: @petrusbinsfeldus: Die berühmteste Kathedrale Deutschlands …
Wirklich? Nicht das (jetzt evangelische) Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt?
Oder der Dom zu Magdeburg mit Ottos Grab? Oder der Kaiserdom zu Speyer?
Was Köln wirklich als „am grössten“ bzw. „am berühmtesten“ ausweist, ist der Dicke Peter, ganz knapp vor der Pummerin.
Wirklich? Nicht das (jetzt evangelische) Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt?
Oder der Dom zu Magdeburg mit Ottos Grab? Oder der Kaiserdom zu Speyer?
Was Köln wirklich als „am grössten“ bzw. „am berühmtesten“ ausweist, ist der Dicke Peter, ganz knapp vor der Pummerin.
Dienstag, 1. April 2008 21:21
Marcelus: @petrusbinsfeldus: Die berühmteste Kathedrale Deutschlands
ist der Kölner Dom.
Dienstag, 1. April 2008 21:20
petrusbinsfeldus: Kölner Dom
Nun, Aleph, dann habe ich Sie wohl missverstanden, auch wenn ich persönlich die kruden Theorien eines
August Reichensperger mit seiner christlich-germanischen Baukunst etwas merkwürdig und wirr finde, selbst
wenn man den geistesgechichtlichen Hintergrund betrachtet. Aber Ihnen ist er vermutlich sympathisch, oder?
Von dem Ekklektizismus des späten Historismus war er ja noch weit entfernt…
Aber Sie werden, bezogen auf den Kölner Dom dann doch zugeben müssen, daß es nicht wirklich und in allen Details gelungen ist- der Terrazzoboden im Chor ist ja wohl dem kranken Hirn der Firma Villeroy&Boch entsprungen und wohl kaum „stylrein gothisch“ (um mal mit Reichensperger zu sprechen).
Naja, aber was soll man über den Kölner Dom schon sagen, die altehrwürdigste Kirchein Deutschland ist und bleibt der Trierer Dom, das Haus der Hl. Helena…
Aber Sie werden, bezogen auf den Kölner Dom dann doch zugeben müssen, daß es nicht wirklich und in allen Details gelungen ist- der Terrazzoboden im Chor ist ja wohl dem kranken Hirn der Firma Villeroy&Boch entsprungen und wohl kaum „stylrein gothisch“ (um mal mit Reichensperger zu sprechen).
Naja, aber was soll man über den Kölner Dom schon sagen, die altehrwürdigste Kirchein Deutschland ist und bleibt der Trierer Dom, das Haus der Hl. Helena…
Dienstag, 1. April 2008 21:17
Marcelus: @„stimme der vernunft“: Sie sind ja anscheinend auch kein Katholik, wie so viele andere hier
Deren Meinung über Kirchengestaltung ist leider verzichtbar, auch wenn die deutschen Bischöfe das anders
sehen.
Die massenhaften 1960er- und 1970er-Kirchenneubauten im neuen Stil werden allerdings bereits abgerissen,
ob sie einem jetzt gefallen oder nicht.
Die massenhaften 1960er- und 1970er-Kirchenneubauten im neuen Stil werden allerdings bereits abgerissen,
ob sie einem jetzt gefallen oder nicht.
Dienstag, 1. April 2008 20:37
Gotthard: tragisch?
Das ist tragischerweise die einzige in Frankreich im 20. Jahrhundert errichtete Kathedrale.
was ist daran tragisch, wenn ein Land kathedralengesättigt ist?
Welche Kathedralen wurden denn in anderen europäischen Ländern im 20. JH gebaut?
In anderen Kontinenten kenne ich neu errichtete Kathedralen …
was ist daran tragisch, wenn ein Land kathedralengesättigt ist?
Welche Kathedralen wurden denn in anderen europäischen Ländern im 20. JH gebaut?
In anderen Kontinenten kenne ich neu errichtete Kathedralen …
Dienstag, 1. April 2008 18:07
Aleph: Petrusbinsfeldus
Wenn ich den Kölner Dom als Gegenbeispiel zur K.-G.Kirche aufgeführt habe, gilt das für die insgesamt
stimmige und akzeptable Architektur des Doms.
Auch wenn der Bau erst nach Jahrhunderten vollendet wurde, ist es kein unerträglicher Stilmischmasch, von jedem Dom etwas. Das sollte damit zum Ausdruck kommen, nicht mehr, nicht weniger.
Das kann zunächst einmal so stehen bleiben, auch wenn es ein Anachronismus ist, den Dom erst nach Jahrhunderten fertigzustellen.
Er ist ein Dokument des katholisch-romantischen Weltgefühls, das damals die Gemüter bewegte.
Auch wenn der Bau erst nach Jahrhunderten vollendet wurde, ist es kein unerträglicher Stilmischmasch, von jedem Dom etwas. Das sollte damit zum Ausdruck kommen, nicht mehr, nicht weniger.
Das kann zunächst einmal so stehen bleiben, auch wenn es ein Anachronismus ist, den Dom erst nach Jahrhunderten fertigzustellen.
Er ist ein Dokument des katholisch-romantischen Weltgefühls, das damals die Gemüter bewegte.
Dienstag, 1. April 2008 18:06
Marcelus: @unteroktav: Und die wurden und werden ja bereits wieder eingerissen,
weil sie teilweise bereits baufällig geworden sind!
Meiner Meinung nach ist die Zeit der wirklich „schlimmen“ Kirchenbauten (diese oft lieblosen, grauen Betonklötze der 60er/70er-Jahre, wobei es auch da durchaus gelungene Beispiele gibt) vorbei.
Meiner Meinung nach ist die Zeit der wirklich „schlimmen“ Kirchenbauten (diese oft lieblosen, grauen Betonklötze der 60er/70er-Jahre, wobei es auch da durchaus gelungene Beispiele gibt) vorbei.
Dienstag, 1. April 2008 18:05
unteroktav: Interessante Bauten
Diese Kirche vom Heiligen Antlitz in Turin ist ja ein sehr interessanter Bau. Das Äußere spricht mich
jetzt weniger an, aber der Innenraum wirkt – zumindest was man auf den Fotos sieht – auf mich sehr angenehm.
Meiner Meinung nach ist die Zeit der wirklich „schlimmen“ Kirchenbauten (diese oft lieblosen, grauen Betonklötze der 60er/70er-Jahre, wobei es auch da durchaus gelungene Beispiele gibt) vorbei. Mittlerweile baut man wieder anders und Architekten geben sich (meist) Mühe mit einem theologischen Konzept.
Jede Epoche hat ihre eigenen Kirchen geschaffen, die Kirchenbauten waren immer ein Abbild ihrer Zeit. Daher sehen Kirchen heutzutage nun einmal anders, oft SEHR anders aus als ein historischer (oder historisierender) Bau. Das ist auch völlig in Ordnung so. Natürlich bedarf es der Senisbilität des Architekten (und der anderen zuständigen Beteiligen) die jeweilige Gemeinde nicht allzusehr zu überfordern. Ich denke, im städtischen Bereich kann man in der Regel eher etwas mehr wagen als auf dem flachen Land, wo man vielleicht eher traditionellere Grundformen wählt, diese aber trotzdem modern interpretieren kann.
Und vielleicht ist es in der reizüberfluteten Gegenwart auch notwendig, im Sakralbau eher klare, nüchterne Formen zu verwenden, wenngleich das von Fanatikern und Nörglern gleich wieder als „Protestantisierung“ abgestempelt wird.
Interessieren würde mich, woher der Schreiberling des Artikels schon wieder weiß, dass der Architekt als „antikatholisch“ einzuordnen ist…
Meiner Meinung nach ist die Zeit der wirklich „schlimmen“ Kirchenbauten (diese oft lieblosen, grauen Betonklötze der 60er/70er-Jahre, wobei es auch da durchaus gelungene Beispiele gibt) vorbei. Mittlerweile baut man wieder anders und Architekten geben sich (meist) Mühe mit einem theologischen Konzept.
Jede Epoche hat ihre eigenen Kirchen geschaffen, die Kirchenbauten waren immer ein Abbild ihrer Zeit. Daher sehen Kirchen heutzutage nun einmal anders, oft SEHR anders aus als ein historischer (oder historisierender) Bau. Das ist auch völlig in Ordnung so. Natürlich bedarf es der Senisbilität des Architekten (und der anderen zuständigen Beteiligen) die jeweilige Gemeinde nicht allzusehr zu überfordern. Ich denke, im städtischen Bereich kann man in der Regel eher etwas mehr wagen als auf dem flachen Land, wo man vielleicht eher traditionellere Grundformen wählt, diese aber trotzdem modern interpretieren kann.
Und vielleicht ist es in der reizüberfluteten Gegenwart auch notwendig, im Sakralbau eher klare, nüchterne Formen zu verwenden, wenngleich das von Fanatikern und Nörglern gleich wieder als „Protestantisierung“ abgestempelt wird.
Interessieren würde mich, woher der Schreiberling des Artikels schon wieder weiß, dass der Architekt als „antikatholisch“ einzuordnen ist…
Dienstag, 1. April 2008 17:53
catharina: Ungeklärt blieb bisher,
weshalb der berühmte Mario Botta antikatholisch sein soll. Nähere Nachforschungen über seine Biographie ergaben keine entsprechenden Hinweise.
Dienstag, 1. April 2008 16:46
Marcelus: Das ist architektonisch keine Kirche,
sondern ein Möbellager irgendeiner Tischlerei.
Dienstag, 1. April 2008 16:21
Pius XII: Neo-Stile können sehr gelungen sein
Natürlich ist es längst überwundener 70er-Jahre-Unsinn, daß alle Neo-Stile schlecht seien. In der
regel wird eine neobarocke Kirche besser sein als eine moderne.
Botta ist doch insoweit eine Ausnahme, als daß er unter den ganzen wirklich schlimmen Entgleisungen, die uns die moderne Kirchenbau“kunst“ beschwert hat, es zumindest wert ist, sich ernsthaft mit seinem Werk zu beschäftigen. Botta-Kirchen verstehen sich wenigstens auf Materialauswahl, Lichteinfall und eine insgesamt sakrale Atmosphäre (weshalb Aquariums-Architekten a la Behnisch ihn auch nicht mögen).
Botta ist doch insoweit eine Ausnahme, als daß er unter den ganzen wirklich schlimmen Entgleisungen, die uns die moderne Kirchenbau“kunst“ beschwert hat, es zumindest wert ist, sich ernsthaft mit seinem Werk zu beschäftigen. Botta-Kirchen verstehen sich wenigstens auf Materialauswahl, Lichteinfall und eine insgesamt sakrale Atmosphäre (weshalb Aquariums-Architekten a la Behnisch ihn auch nicht mögen).
Dienstag, 1. April 2008 15:54
petrusbinsfeldus: Kölner Dom
Aleph, wollen sie etwa behaupten, der Kölner Dom sei mittelalterlich? Ich glaube kaum, daß etwas, von
dem es Fotos gibt, bei denen noch der Kran auf dem Turmstumpf steht und zwischen Türmen und Chor eine
Baracke, als mittelalterlich gelten kann!
(und jetzt kommen Sie mir nicht, man habe ja nach den alten Plänen weitergebaut, das trifft für das Südquerhaus z.B. gar nicht zu, weil es dafür keine Pläne gab)
(und jetzt kommen Sie mir nicht, man habe ja nach den alten Plänen weitergebaut, das trifft für das Südquerhaus z.B. gar nicht zu, weil es dafür keine Pläne gab)
Dienstag, 1. April 2008 15:44
Botschafter: „Alte Tempel“
Für’s Erste genügt es, die „alten Tempel“ wieder zu beleben, es hat genügend wenig genutzte Kirchen.
Keine 20 Km von mir steht die Jugendkirche in Rorschach…
Vorallem sollten die ausgegrenzten Priester (nicht die laisierten) geholt werden. Diese arbeiten nicht um des Geldes wegen, wie die Laien- Parasiten, sondern um des Himmelreiches willen. Holt diese Priester endlich aus den Katakomben und übergibt ihnen die Altäre und Tabelrnakel wie es sich gehört, damit Sie ihren Auftrag erfüllen können!
Das nur SIE alle Sakramente spenden können, muss ich in diesem Forum nicht erwähnen.
Vorallem sollten die ausgegrenzten Priester (nicht die laisierten) geholt werden. Diese arbeiten nicht um des Geldes wegen, wie die Laien- Parasiten, sondern um des Himmelreiches willen. Holt diese Priester endlich aus den Katakomben und übergibt ihnen die Altäre und Tabelrnakel wie es sich gehört, damit Sie ihren Auftrag erfüllen können!
Das nur SIE alle Sakramente spenden können, muss ich in diesem Forum nicht erwähnen.
Dienstag, 1. April 2008 15:20
Aleph: Nachempfundene kalte Pracht
Die Neo-Stile sind nachempfundene kalte Pracht. Das begann mit dem Klassizismus, der ja noch halbwegs erträglich war, und steigerte sich bis zum Mischmasch der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Ein ganz spezielles Denkmal dieser Pseudoarchitektur. Sie ist nicht in der Lage Eigenes zu entwickeln, sondern verwendet die Schablonen der vergangenen Jahrhunderte. Das ist die Gefahr des Romantizismus und der Trmstumpf der Berliner K.-W.-G-Kirche ist der schlimmste architektonische Ausdruck dafür, im Gegensatz zum Kölner Dom.
Dienstag, 1. April 2008 15:17
Gunsenum: @tridentinus
Also wissense, auf Grund meiner Tätigkeiten im Kulturbereich und im Unterrichtswesen sowie des privaten Urlaubsinteresses wegen sehe ich fortwährend unzählige kleine Dorfkirchlein, wie auch Kathedralen und große Ortskirchen. Und mir fällt eben auf, daß es eine katholische Spezialität ist, gerade in altehrwürdigen Kirchen (allein das lasse ich als subjektivste Einschätzung gelten!), den Altarraum gutgemeint in ein Botanikum zu verwandeln. Yukaapalmen, Stechpalmen, riiiiiiiiiiiiiiiesige Orchideenarrangements, Gräser, Schilf (Im Mainzer Raum dieser gerne auf Tabernakeln platziert!), auch Obstbäume – statt eines schlichten, leeren Altares oder Altarraumes. Das könnense nicht leugnen.
Dienstag, 1. April 2008 15:10
Tridentinus: Man beurteilt die Neo-Stile
inzwischen wirklich differenzierter als Sie es tun. da gibt’s natürlich auch Massenproduktion.Aber eben nicht nur…
Dienstag, 1. April 2008 15:04
Montfalcone: @ Aleph:
Sicher nicht.
Dienstag, 1. April 2008 15:01
Aleph: Montfalcone
Habe ich etwa ins Schwarze getroffen, weil Sie so wortgewaltig heißlaufen?
Dienstag, 1. April 2008 14:38
Montfalcone: @ Aleph:
Ihnen ist schon klar, das Sie mit diesem erzreaktionären Mumpitz, diesem uninformierten und uniformierten
Wiederaufkochen in der Tat almodischster, damals schon falscher Kunsttheorie intellektuell in dieselbe
Ecke gehören wie die härtesten, schon grenzwertigen Hyper“traditionalisten“ hier? Ich glaube nicht,
daß diese Auffassung zur Architektur- und Kunstgeschichte noch ernstzunehmend vertreten wird; sie hat
ja auch versucht, durch den Abbruch der „Neo“-Gebäude im Effekt mit dem 2. Weltkrieg gleichzuziehen…
Gott sei Dank ist das mittlerweile eine Mindermeinung.
Wenn Sie mal Zeit haben, lesen Sie doch mal ein Buch oder einen kunsthistorischen Aufsatz aus dem letzten Vierteljahrhundert…?
Wenn Sie mal Zeit haben, lesen Sie doch mal ein Buch oder einen kunsthistorischen Aufsatz aus dem letzten Vierteljahrhundert…?
Dienstag, 1. April 2008 14:32
Aleph: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“
Das einzige, was ein solcher Neubau mit den wirklich alten Bauwerken von damals gemein hat, ist das Aussehen.
Er hat keine Geschichte, keine Aussage.
Wohl, wohl Kurt K.@ Deshalb sind die Pseudostile wie Neoromanik, Neogotik und der scheußliche Neobarock auch nie als Architekturformen geworden, die zum Tragen kamen.
Immer spürt man in diesen Bauwerken die Träne im Knopfloch des jeweiligen Kirchenbaumeisters, dass er es genau so schön wie früher machen wollte, als die Welt noch ganz in Ordnung war.
Häufig ist es dann auch total daneben gegangen. Wenn man die pseudogotische, ziemlich blutleere Wiener Votivkirche mit dem kraftvollen Wiener Stephansdom vergleicht oder mit der erhebenden barocken Karlskirche vergleicht, hat man den Beweis fast schon auf der Hand.
Über dem Gebäude der Sezession steht der bedeutungsschwangere Sinnspruch: „Der Zeit ihre Kunst, und der Kunst ihre Freiheit.“ Dem ist nichts hinzufügen. Damit ist auch die Kirchenarchitekur einbezogen.
Und wer wollte behaupten, dass die Kirche am Steinhof von Otto Wagner kein authentisches Dokument des Jugendstils ist, das in der Gegenwart so nicht mehr gebaut werden könnte.
Wohl, wohl Kurt K.@ Deshalb sind die Pseudostile wie Neoromanik, Neogotik und der scheußliche Neobarock auch nie als Architekturformen geworden, die zum Tragen kamen.
Immer spürt man in diesen Bauwerken die Träne im Knopfloch des jeweiligen Kirchenbaumeisters, dass er es genau so schön wie früher machen wollte, als die Welt noch ganz in Ordnung war.
Häufig ist es dann auch total daneben gegangen. Wenn man die pseudogotische, ziemlich blutleere Wiener Votivkirche mit dem kraftvollen Wiener Stephansdom vergleicht oder mit der erhebenden barocken Karlskirche vergleicht, hat man den Beweis fast schon auf der Hand.
Über dem Gebäude der Sezession steht der bedeutungsschwangere Sinnspruch: „Der Zeit ihre Kunst, und der Kunst ihre Freiheit.“ Dem ist nichts hinzufügen. Damit ist auch die Kirchenarchitekur einbezogen.
Und wer wollte behaupten, dass die Kirche am Steinhof von Otto Wagner kein authentisches Dokument des Jugendstils ist, das in der Gegenwart so nicht mehr gebaut werden könnte.
Dienstag, 1. April 2008 14:20
Tridentinus: @Gusenum
Das, was Sie da schreiben, ist natürlich Quatsch. Vor dem Altar steht der Priester, keine Palme. Es sei denn, Sie denken an Justus ut palma florebit… Eigentlich wollte ich nur schreiben, dass diese Kirche zum hl. Antlitz für eine moderne Kirche gar nicht so schlecht ist. Besonders für italienische Verhältnisse.
Dienstag, 1. April 2008 14:16
Montfalcone: @Kurt:
Ich kann Ihnen absolut nicht zustimmen, und ich denke, ästhetisch und kunstgeschichtlich ist dies wirklich
ein Argument der 1970er Jahre. Gegen die Wiederaufnahme einer Stilrichtung ist mE per se nichts einzuwenden –
die gibt es schon in Ägypten und Griechenland (bewußtes Archaisieren etwa). Es entspricht einer typisch
romantischen Denkweise des 19. Jahrhunderts, unbedingt „Neues“ haben zu wollen – wie beim Geniebegriff
der Kunst. Die Neogotik aber etwa ist eine genuine Kunstrichtung wie die Renaissance (s. Kölner Dom)
und keineswegs schlechter oder leerer als andere Formen. Und „Heutiges“ ist, nochmals, so oft klassich
modern (also 100 Jahre alt), daß auch das nicht wirklich „neu“ ist.
@stimme der vernunft:
Diese Argumentation sehe ich überhaupt nicht. Nein, die Tiraden hier gingen schon gegen jegliche „Volksfrömmigkeit“ und jeden Traditionalismus aufgrund eines, wie gesagt, schon selbst sehr sehr traditionell-altmodischen Modernismus.
@Gunsenum:
Gerade „etablierten Künstlern“ würde ich da kein Urteil zubilligen wollen. Etwas kitschigeres als den „Sparkassenprotestantismus“ der 50er-70er oder die vom Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart geförderten Bauten kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Kitsch als trivialer mainstream. Da gibt es Ausnahmen, und natürlich hat das auch etwas mit Kirchenverständnis zu tun (Weiheraum oder Treffpunkt?), aber das ist ein etwas anderes Thema…
@stimme der vernunft:
Diese Argumentation sehe ich überhaupt nicht. Nein, die Tiraden hier gingen schon gegen jegliche „Volksfrömmigkeit“ und jeden Traditionalismus aufgrund eines, wie gesagt, schon selbst sehr sehr traditionell-altmodischen Modernismus.
@Gunsenum:
Gerade „etablierten Künstlern“ würde ich da kein Urteil zubilligen wollen. Etwas kitschigeres als den „Sparkassenprotestantismus“ der 50er-70er oder die vom Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart geförderten Bauten kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Kitsch als trivialer mainstream. Da gibt es Ausnahmen, und natürlich hat das auch etwas mit Kirchenverständnis zu tun (Weiheraum oder Treffpunkt?), aber das ist ein etwas anderes Thema…
Dienstag, 1. April 2008 14:08
Gunsenum: Zu einem kath. Kirchbau
…dürfen wir betr. Innendekoration ntürlich auch
-die 2-3 Meter hohen Palmen oder Immergrünsträucher, die irgendeinem frömmelnden Gemeindemitglied fürs Wohnzimmer zu groß wurden,
-unendlich viele kleine, herzallerliebste Blumenkübel, die vorzugsweise auf dem Altar stehen,
-zahlreiche große Blumenpötte, die vorzugsweise vor dem Altar stehen,
nicht vergessen.
So manche kath.Kirche, und auch die Bilder der Piustradis sind hier leider Vorbilder, machen dem Frankfurter Plamengarten Konkurrenz!
-die 2-3 Meter hohen Palmen oder Immergrünsträucher, die irgendeinem frömmelnden Gemeindemitglied fürs Wohnzimmer zu groß wurden,
-unendlich viele kleine, herzallerliebste Blumenkübel, die vorzugsweise auf dem Altar stehen,
-zahlreiche große Blumenpötte, die vorzugsweise vor dem Altar stehen,
nicht vergessen.
So manche kath.Kirche, und auch die Bilder der Piustradis sind hier leider Vorbilder, machen dem Frankfurter Plamengarten Konkurrenz!
Dienstag, 1. April 2008 14:04
stimme der vernunft: @Montfalcone
Die Tiraden gehen weniger gegen die Putti und den Stucknippes, als gegen diejenigen, die allen, die auch ohne Putti und Stucknippes auskommen, den rechten Glauben absprechen (Stichwort „antikatholische Architektur“)
Dienstag, 1. April 2008 14:03
Gunsenum: Heute würde man diese…
…Bewegung unter den Tradis, die Du, Kurt, gerade beschriebst, „Kitschrenaissance“ nennen. Schon etablierte
Künstler ereiferten sich abwertend und ablehnend gegenüber Inneneinrichtungsstilen wie „NEO-Romantik“,
„NEO-Klassizismus“.
Gut finde ich Deinen Hinweis auf die Willkürlichkeit der Auswahl des zum Ideal erhobenen Augenblicks.
Gut finde ich Deinen Hinweis auf die Willkürlichkeit der Auswahl des zum Ideal erhobenen Augenblicks.
Dienstag, 1. April 2008 13:59
Kurt K.: Montfalcone: Diese Diskussion ist wie
die Diskussion neulich über Kirchenmusik.
Die Tradis haben da irgendwie ein psychisches Problem. Sie frieren einen willkürlich festgelegten Zeitpunkt in der Geschichte ein und konservieren ihn als Idealzustand – ohne zu begreifen, dass dieser Zustand auch einer Entwicklung entspringt. Sie werdens kaum glauben: Auch ich finde authentische barocke Kirchen und Bauwerke schön. Auch gotische Kirchen sind sehr beeindruckend. Ebenso faszinieren mich mittelalterliche Gebäude aller Arten. Aber: Eine neu gebaute, auf mittelalterlich getrimmte „Burg“… was soll ich damit anfangen?
Eine gotische Kathedrale / mittelaterliche Burg ist auch deshalb so faszinierend, weil man den „Hauch der Geschichte“ in ihr spürt. Man weiss, sie ist einige Jahrhunderte alt, Generationen unserer Vorfahren lebten und arbeiteten in und an ihr, man kann sich das Leben der Menschen damals vorstellen… Aber ein Neubau aus Nostalgie?
Das einzige, was ein solcher Neubau mit den wirklich alten Bauwerken von damals gemein hat, ist das Aussehen. Er hat keine Geschichte, keine Aussage.
Die Tradis haben da irgendwie ein psychisches Problem. Sie frieren einen willkürlich festgelegten Zeitpunkt in der Geschichte ein und konservieren ihn als Idealzustand – ohne zu begreifen, dass dieser Zustand auch einer Entwicklung entspringt. Sie werdens kaum glauben: Auch ich finde authentische barocke Kirchen und Bauwerke schön. Auch gotische Kirchen sind sehr beeindruckend. Ebenso faszinieren mich mittelalterliche Gebäude aller Arten. Aber: Eine neu gebaute, auf mittelalterlich getrimmte „Burg“… was soll ich damit anfangen?
Eine gotische Kathedrale / mittelaterliche Burg ist auch deshalb so faszinierend, weil man den „Hauch der Geschichte“ in ihr spürt. Man weiss, sie ist einige Jahrhunderte alt, Generationen unserer Vorfahren lebten und arbeiteten in und an ihr, man kann sich das Leben der Menschen damals vorstellen… Aber ein Neubau aus Nostalgie?
Das einzige, was ein solcher Neubau mit den wirklich alten Bauwerken von damals gemein hat, ist das Aussehen. Er hat keine Geschichte, keine Aussage.
Dienstag, 1. April 2008 13:48
Montfalcone: Kitsch
Den Artikel fand ich auch daneben – da ist hier ja fast Konsens – aber natürlich müssen die Pseudoliberalen ihn wieder mal für Meckertiraden gegen Gottes-dienste, traditionelle Kunst, Katholizismus usw. mißbrauchen. Ja mein Gott, wie kann man denn gerade als liberaler Intellektueller noch an einen Fortschritt in der Kunst glauben! Was für unsinniger Kram, was für Jahrhundertwendegelabere – wie bei Meier-Graefe! Was soll denn an Nach- oder Neuschöpfungen alter Stilrichtungen falsch sein? Wo ist denn die Moderne moderner als 100 Jahre veraltet? Und was mich auch ärgert, ist dieser penentrante Elitismus der Pseudoliberalen – wir kennen ihn ja nun wirklich, aber wie dämlich und borniert muß man denn sein, gegen die Darstellung genuiner Volksfrömmigkeit zu sein, ja sich über sie lustig zu machen? Ich glaube ja auch an ein sicheres Stilempfinden, aber sind die Tiraden gegen Öldrucke und Putti hier nicht noch trivialer und spießiger als die bekrittelten Objekte selbst?
Dienstag, 1. April 2008 13:45
Kurt K.: Ich hab auch einen „Vergangenheitsfetisch“
Mein grösstes Hobby ist nämlich Reenactment des Spätmittelalters.
Und ich sag mal eines: Ein Wochenende oder auchg etwas länger ist es wirklich wunderbar, mal kein Händi, keinen PC, keine Elektrizität zu haben. Letztes Jahr allerdings war ich auf einem 3wöchigen Event.
Und was hab ich mich da am Ende danach gesehnt, mal wieder einfach so warm zu duschen, ohne vorher ewig Wasser über dem Feuer warm zu machen oder eben kalt zu „duschen“. Oder ma eben ne Pizza im Ofen zu machen, oder bei Dreckswetter einfach mal die Heizung anmachen zu können.
Nach 3 Wochen im Mittelalter sieht man die Gegenwart – auch die ganz einfachen Erleichterungen des täglichen Lebens – mit GANZ anderen Augen und ist überaus froh, dass das ganze nur ein Urlaub / eine Illusion ist.
Die
Und ich sag mal eines: Ein Wochenende oder auchg etwas länger ist es wirklich wunderbar, mal kein Händi, keinen PC, keine Elektrizität zu haben. Letztes Jahr allerdings war ich auf einem 3wöchigen Event.
Und was hab ich mich da am Ende danach gesehnt, mal wieder einfach so warm zu duschen, ohne vorher ewig Wasser über dem Feuer warm zu machen oder eben kalt zu „duschen“. Oder ma eben ne Pizza im Ofen zu machen, oder bei Dreckswetter einfach mal die Heizung anmachen zu können.
Nach 3 Wochen im Mittelalter sieht man die Gegenwart – auch die ganz einfachen Erleichterungen des täglichen Lebens – mit GANZ anderen Augen und ist überaus froh, dass das ganze nur ein Urlaub / eine Illusion ist.
Die
Dienstag, 1. April 2008 13:32
stimme der vernunft: Vergangenheitsfetisch
Das ist das richtige Wort.
Diese Leute heulen der angeblich „guten alten Zeit“ nach, als angeblich alles besser war.
OK, es mag auch ein paar wenige geben, bei denen es eine echte Glaubensangelegenheit ist, aber bei der Mehrzahl der „Altgläubigen“ geht es um puren Vergangenheitsfetischismus.
Es sind Loser, die mit der heutigen Welt nicht zurechtkommen, die jetzt glauben, dass „früher“ alles besser war, und es ihnen früher besser gegangen wäre. Darum gibt es hier auch so viele, die von irgendwelchen Monarchen „von Gottes Gnaden“ träumen.
Dass es sowas noch nie gegeben hat, verdrängen sie natürlich, eine Welt wie in Grimms Märchen ist halt auch einfacher zu verstehen als eine Welt wie in den Geschichtsbüchern…
Diese Leute heulen der angeblich „guten alten Zeit“ nach, als angeblich alles besser war.
OK, es mag auch ein paar wenige geben, bei denen es eine echte Glaubensangelegenheit ist, aber bei der Mehrzahl der „Altgläubigen“ geht es um puren Vergangenheitsfetischismus.
Es sind Loser, die mit der heutigen Welt nicht zurechtkommen, die jetzt glauben, dass „früher“ alles besser war, und es ihnen früher besser gegangen wäre. Darum gibt es hier auch so viele, die von irgendwelchen Monarchen „von Gottes Gnaden“ träumen.
Dass es sowas noch nie gegeben hat, verdrängen sie natürlich, eine Welt wie in Grimms Märchen ist halt auch einfacher zu verstehen als eine Welt wie in den Geschichtsbüchern…
Dienstag, 1. April 2008 13:23
Kurt K.: Ich find das irgendwie sehr seltsam.
Dieselben Typen, die diese neumodischen Kirchen ablehnen, benutzen doch offensichtlich einen Rechner …
wahrscheinlich fahren sie auch diese fürchterlichen, neumodischen pferdelosen Wagen und wohnen in Häusern
mit diesen ekligen durchsichtigen Dingern in den Fenstern, statt die Löcher in den Wänden mit Tierhäuten
abzuhängen…
Dieser Vergangenheitsfetisch bezieht sich also NUR auf das Haus Gottes, ergo: Das Haus eines anderen.
Dieser Vergangenheitsfetisch bezieht sich also NUR auf das Haus Gottes, ergo: Das Haus eines anderen.
Dienstag, 1. April 2008 13:17
stimme der vernunft: Ich mag Barock sehr, darauf lass ich nix kommen
Aber die Zeit ist vorbei.
Wer heute billigen pseudobarocken Abklatsch produziert, der zeigt nur, dass er kein bisschen Stilempfinden hat.
In eine schöne barocke Kirche passt auch eine schöne alte Bassgeige zur Messe.
Wer aber meint, nur Pseudobarock und nachgemachte barockisierende Bassgeigen seien gottgefällig, der leidet definitiv an Geschmacksdiarrhoe.
Wer heute billigen pseudobarocken Abklatsch produziert, der zeigt nur, dass er kein bisschen Stilempfinden hat.
In eine schöne barocke Kirche passt auch eine schöne alte Bassgeige zur Messe.
Wer aber meint, nur Pseudobarock und nachgemachte barockisierende Bassgeigen seien gottgefällig, der leidet definitiv an Geschmacksdiarrhoe.
Dienstag, 1. April 2008 13:13
Elendester Sünder: Kirchenneubauten
Als ich einmal auf der Rückfahrt von Medjugorje quer durch Bosnien-Herzegowina gefahren bin, ist mir
in einem kleinen Dorf ein Kirchenneubau aufgefallen, den man auf Anhieb als Kirche erkennen konnte und
als schöne noch dazu.
Warum ist es der sicherlich nicht übermäßig reichen kroatischen Landbevölkerung möglich, eine Kirche zu erbauen, die auch aussieht wie eine Kirche, und uns nicht? Diese Leute würden gar nicht auf die Idee kommen, für viel Geld einen abstoßenden Betonklotz ohne Kniebänke aufzustellen, um diesen dann noch höhnischerweise eine Kirche zu nennen.
Daran sieht man, wo noch Glaube vorhanden ist und wo nicht.
Warum ist es der sicherlich nicht übermäßig reichen kroatischen Landbevölkerung möglich, eine Kirche zu erbauen, die auch aussieht wie eine Kirche, und uns nicht? Diese Leute würden gar nicht auf die Idee kommen, für viel Geld einen abstoßenden Betonklotz ohne Kniebänke aufzustellen, um diesen dann noch höhnischerweise eine Kirche zu nennen.
Daran sieht man, wo noch Glaube vorhanden ist und wo nicht.
Dienstag, 1. April 2008 13:07
LandorganistII: Nun, auch
der Barock hat was, wenn es stimmig ist und wenn man’s mag. Leider wurden ja viele romanische und gotische Kirchen barock überformt, nicht immer zu deren Vorteil. Und was man sonst, besonders in trad. Kreisen an Nippes sieht, ist einfach nur zum Erbarmen. Ein schönes Beispiel bildet diese curiose Studio-Kapelle bei K-TV. Diese netten kleinen Gipsfigürchen und dieses Grünzeug neben dem Tabernakel aufgereit, äußerst geschmackvoll.
Dienstag, 1. April 2008 13:07
petrusbinsfeldus: Unverzichtbar
Zu einer guten katholischen Kirche gehören aber auch noch:
-Kreuzgwegstationen in Öldruck (mit bronzierten
Goldrahmen)
-eine Statue von Pater Pio (aus Plastik)
-eine Lourdesgrotte (elektrisch beleuchtet)
-ein Negerlein an der Weihnachtskrippe, das mit dem
Kopf nickt, wenn man Geld für die Mission der Heiden
einwirft
-Herz Jesu und Herz Mariae aus Gips (vorzugsweise
lebensgroß)
-und natürlich Schott’s Messbuch für jeden Besucher.
-Kreuzgwegstationen in Öldruck (mit bronzierten
Goldrahmen)
-eine Statue von Pater Pio (aus Plastik)
-eine Lourdesgrotte (elektrisch beleuchtet)
-ein Negerlein an der Weihnachtskrippe, das mit dem
Kopf nickt, wenn man Geld für die Mission der Heiden
einwirft
-Herz Jesu und Herz Mariae aus Gips (vorzugsweise
lebensgroß)
-und natürlich Schott’s Messbuch für jeden Besucher.
Dienstag, 1. April 2008 13:02
Kurt K.: @ Botschafter: Aha
Also hat Stimme der Vernunft genau ins schwarze getroffen
Dienstag, 1. April 2008 13:00
Botschafter: einige Vorschläge…
Dienstag, 1. April 2008 12:54
stimme der vernunft: Antikatholisch
Diese Kirche ist antikatholisch.
Eine richtige katholische Kirche braucht:
– auf dem Hochaltar eine rührselig die Augen verdrehende Madonna (überlebensgroß) mit einer Krone, die aussieht wie ein großer Kürbis auf dem Kopf
– feiste nackte Engelchen, die diese Madonna mit gefalteten Händen anhimmeln
– ein Kruzifix, das aber kleiner sein muss als die Madonna, bei dem man auch nicht beim zweiten hinsehen erkennen darf, dass die Fleischfetzen, die am Leib herabhängen, aus Gips sind
– allerlein Nippes, Stuck und Blattgoldfigürchen, um den Rest der Vorderwand zuzustellen (man darf die Wand nicht sehen können)
– und, natürlich, Häckeldeckchen auf jeder horizontal ebenen Fläche, eine besonders große auf dem Altar.
Schönen ersten April!
Eine richtige katholische Kirche braucht:
– auf dem Hochaltar eine rührselig die Augen verdrehende Madonna (überlebensgroß) mit einer Krone, die aussieht wie ein großer Kürbis auf dem Kopf
– feiste nackte Engelchen, die diese Madonna mit gefalteten Händen anhimmeln
– ein Kruzifix, das aber kleiner sein muss als die Madonna, bei dem man auch nicht beim zweiten hinsehen erkennen darf, dass die Fleischfetzen, die am Leib herabhängen, aus Gips sind
– allerlein Nippes, Stuck und Blattgoldfigürchen, um den Rest der Vorderwand zuzustellen (man darf die Wand nicht sehen können)
– und, natürlich, Häckeldeckchen auf jeder horizontal ebenen Fläche, eine besonders große auf dem Altar.
Schönen ersten April!
Dienstag, 1. April 2008 12:53
Freinsberg: @ Kurt K.
Neugotisch natürlich!
Dienstag, 1. April 2008 12:11
Kurt K.: Statt zu meckern…?
Wir würden denn die Herren (und Damen?) Kritiker hier eine neue Kirche bauen? Würd mich mal interessieren.
Dienstag, 1. April 2008 11:59
Botschafter: Material…
Schade um die schönen Materialien…
Dienstag, 1. April 2008 11:43
LandorganistII: Gelungen!
Was man auf den Fotos sieht, gefällt mir ausgesprochen gut! Aber ich steh auch nicht auf kitschige Gipsfiguren,
süßliche Madonnen, Spitzendecken und sonstigen Tant!
Neben der gotischen und der romanischen Architektur scheinen mir diese Beispiele sehr geeignet zu sein, um die Größe und Erhabenheit des Göttlichen wenigstens ansatzweise darzustellen.
Neben der gotischen und der romanischen Architektur scheinen mir diese Beispiele sehr geeignet zu sein, um die Größe und Erhabenheit des Göttlichen wenigstens ansatzweise darzustellen.
Dienstag, 1. April 2008 11:39
semper reformandus: @pius12
Genau! Die Romanik galt den Erbauern der Gotik als „altmodisch“, die Gotik wurde von der Renaissance verachtet,
der alte Petersdom wurde für den heutigen abgerissen, Barock galt kurz danach als kitschig, der Historismus
des 19. Jhrds. bald darauf als rückwärtsgewandt usw… überlassen wir also das KÜNSTLERISCHE Urteil
getrost der ÜBERnächsten Stilepoche, und freuen uns erst mal, dass die Kirche HEUTE lebt und daher Raum
für zeitgenössische Kunst bietet.
Diese muss im Falle einer Kirche aber „dogmatisch“ passen. Und scheinen in der Tat Zweifel engebracht; unter liturgischen Aspekten mag man insbesondere kritisieren, dass diese Kathedrale offenkundig für den NOM konzipiert wurde; ich kenne (gelungene) „moderne“ Kirchen, die noch für den überlieferten Ritus gebaut wurden – eine viel spannendere Kombination.
Diese muss im Falle einer Kirche aber „dogmatisch“ passen. Und scheinen in der Tat Zweifel engebracht; unter liturgischen Aspekten mag man insbesondere kritisieren, dass diese Kathedrale offenkundig für den NOM konzipiert wurde; ich kenne (gelungene) „moderne“ Kirchen, die noch für den überlieferten Ritus gebaut wurden – eine viel spannendere Kombination.
Dienstag, 1. April 2008 11:21
Pius XII: Und wieso ist Botta nun „antikatholisch“?
Weil dem Autor seine Bauten nicht gefallen? Bißchen wenig für eine Exkommunikation, oder?
Man kann zu Bottas Kirchen stehen wie man will. Im Gegensatz zum alltäglichen Elend postkonziliarer Sakralarchitektur sind sie zumindest erwähnenswert und haben eine gewisse Größe. Insofern wirkt der Text arg kleinkariert und läßt schmerzlich jene geistige Weite vermissen, die an sich dem Katholizismus innewohnt und ihn auszeichnet.
Man kann zu Bottas Kirchen stehen wie man will. Im Gegensatz zum alltäglichen Elend postkonziliarer Sakralarchitektur sind sie zumindest erwähnenswert und haben eine gewisse Größe. Insofern wirkt der Text arg kleinkariert und läßt schmerzlich jene geistige Weite vermissen, die an sich dem Katholizismus innewohnt und ihn auszeichnet.
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