Vielleicht wäre das böse Erwachen nach der Publikation des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ gar nicht nötig gewesen. Von Stadtpfarrer Simon Ascherl, München.
(kreuz.net) „In der tridentinischen Messe zelebriert der Priester mit dem Rücken zur Gemeinde“ – Aussagen
dieser Art werden durch die steigende Frequenz ihrer Wiederholung nicht richtiger.
Zunächst sei bemerkt,
daß die zuständigen römischen Stellen in den letzten Jahrzehnten immer wieder festgehalten haben, daß
auch der Novus Ordo von Papst Pauls VI. sehr wohl in der altherkömmlichen Zelebrationsrichtung gefeiert
werden darf.
Außerdem kann der nachkonziliare Ritus auch in lateinischer Sprache gefeiert werden. Es
bedarf keines liturgiewissenschaftlichen Geheimwissens, um beides klarzustellen.
Die Behauptung, daß
hier wie dort jemand „mit dem Rücken zur Gemeinde zelebriert“ scheint jedoch auf ein Fehlen jeglichen
liturgischen Wissens – auf Schludrigkeit eben – oder auf bewußte Irreführung und Lenkung der Meinung
der Gläubigen – jedenfalls auf mangelndes Wohlwollen gegenüber den Absichten des Heiligen Vaters – hinzuweisen.
Wenn jemand in der Schule, im Theater, im Kino, im Bus oder Flugzeug oder eben auch in der Kirche
vor mir sitzt oder steht, zeigt das noch lange nicht dessen Ungehobeltheit oder Desinteresse an mir.
Ich kann allenfalls eine Schicksalsgemeinschaft des Interesses, des Erlebens und Handelns feststellen.
Beim Chauffeur oder Piloten bin ich sogar froh, daß er mit mir in die gleiche Richtung schaut.
Darum:
Wie lange muß sich das katholische Volk diese falschen Plattitüden – „Rücken zum Volk“ – eigentlich
noch gefallen lassen?
Ein Priester, der mit mir in der gleichen Richtung nach Osten, zum aufgehenden
Licht, zum Kreuz, zum Altar blickt, ist mir jedenfalls beim gemeinsamen Beten in seiner Haltung verständlicher,
als ein Priester, der mich wie ein Bio-, Physik- oder Chemielehrer über eine Versuchsbarriere hinweg
wie einen Schüler oder Fortbildungsbesucher zuschwallt.
Weil es auf dem Zelebrationstisch auch weder
blitzt, noch raucht oder stinkt wie in einem anständigen Physiksaal, bin ich an seinem genauen Hantieren
mit den sowieso altbekannten Gerätschaften auch keineswegs interessiert.
Auch gibt’s hier nichts zu
sehen und zu lernen wie in einem Fernsehstudio. Es gibt nichts, das ich zuhause nachkochen wollte – außer
ich bin ein kleines Kind und spiele mit Freunden Pfarrerles.
Im Mißbrauch des Volkaltars steckt einer
der Gründe, warum das wache Kirchenvolk das Pfäffische und Klerikalistische mancher Selbstdarstellungspriester
nicht mehr ertragen kann.
Was wäre gewesen, wenn in den letzten Jahrzehnten jene Priester nicht wie
Pestilenzbehaftete behandelt worden wären, die hier und da an einem Hochaltar, lateinisch, mit einem
barocken Meßkleid usw. – und zwar im Novus Ordo – zelebrieren wollten?
Sie wurden bei der kirchlichen
Obrigkeit verpetzt, als Lefebvrianer verleumdet, von Oberen mit gerümpften Nasenflügeln, aufgerissenen
Augen und mit Aussagen abgefertigt, die einfach falsch waren.
Bestenfalls konnte man noch vernehmen:
„Wenn’s wirklich meinen – wenn’s sein muß – eigentlich nicht, aber halt vielleicht dann eventuell doch
nicht.“
Was wäre gewesen, wenn auch der Freund guter – zulässiger! – alter Elemente in der Liturgie
als Freund behandelt worden wäre?
Vielleicht (ja, vielleicht) hätte es für viele das böse Erwachen
seit dem neuen Motu proprio nicht gebraucht.
Der Verfasser ist Pfarrer in der Gemeinde Sankt Franziskus
in München.
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58 Lesermeinungen
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#58 Franz Kappes 09:30:18 | Donnerstag, 5. November 2009
Nestbeschmutzung im Namen der Kirche? warum das wache Kirchenvolk das Pfäffische und Klerikalistische
mancher Selbstdarstellungspriester nicht mehr ertragen kann. Ich weiß ja nicht.
Mit dem Rücken zum Volk Ich denke dass die Andacht viel grösser ist und auch die Ablenkung weniger vorkommt
als wenn man Aug in Aug mit dem Volk ist.Der Priester ist so wirklich ganz mit Christus verbunden.
Sehr recht Deshalb sprechen wir auch so gerne von „contra populum“ und können es nur begrüßen, wenn
man nicht jedem Priester ins Gesicht schauen muss, wenn er das Hl. Messopfer feiert. Keine Frage: Das
fördert gewiss die Frömmigkeit. Und der frische junge Klerus kann sich das Geld für Tages- und Nachtgesichtscremes
sparen. Anmerken dürfen wir allerdings, dass es bei der Hl. Weihe des Opferaltars doch blitzt und riecht.
Aber das sei nur am Rande vermerkt. Also: Sursum corda contra missam contra populum! Jawoll!
@landorganist die Diskussion ist doch unfruchtbar. Die Piusbrüder wollens halt so und sind da auch unbelehrbar
und diskutieren nicht und weichen nicht ein Jota von der Ansicht ab, daß es „nur so und so“ ablaufen
darf bei Katholischs. Außerdem fürchten sie um ihre Existenzberechtigung, würden sie dem göttlichen
„Ich bin“ nicht ihr „nur in der alten messe wahrlich unter uns“ hinzufügen dürfen. Den lieben Gott in
Formen pressen, ja, das könnense!
@r.ruhrgebietler … Gott, dessen Realpräsenz im Allerheiligsten Sakrament des Altars gegenwärtig ist.
Die ist die gültig konsekrierte Hostie im Altar, meine Güte, schreibst du eine fromme verquirrlte Sprache.
Erkläre mir bitte, was eine gegenwärtige Realpräsenz sein soll?
Eindimensionale Gottessicht Wenn ich das richtig verstehe ist Gott der Allmächtige also in der Kirche
nur im Osten, bzw. im Chorscheitel zu finden. Deshalb muss der Priester der Gemeinde den Rücken, und
sein Angesicht Gott zuwenden. Aha! Dann erklärt sich auch die frühere Praxis, während der Messe, im
hinteren Teil der Kirche beispielsweise Geschäfte abzuschließen oder Schweinpreise auszuhandeln. Gott
ist ja nur vorne.
r.ruhrgebietler Was soll ein Priester vermitteln, wenn er der Gemeinde den Rücken zuwendet und ihr so
die Sicht auf das Geschehen auf dem Altar nimmt? Da kann doch nichts vermittelt werden. Gnaden werden
anders verteilt, doch nicht mit dem Rücken zum Volk.
@aleph – wieder nichts verstanden?? Der gültig geweihte röm.kath. Priester ist Mittler zwischen Volk
und Gott, dessen Realpräsenz im Allerheiligsten Sakrament des Altars gegenwärtig ist. Die ist die gültig
konsekrierte Hostie im Altar, der ja, in dem wiederum gültig geweihten Kirchenraum mittig im Altarraum
zu finden ist. Da der Priester die Bitte des Volkes vertritt, ist es nur recht und billig, daß er dies
auch mit dem Gesicht ZU GOTT HIN VERRRICHTET! ODER BITTEN SIE EINEN MENSCHEN, INDEM SIE IHN IN ENTGEGENGESETZTER
RICHTUNG BLICKEND IHR ANSINNEN VORTRAGEN???? Sie sehen: Sie haben wieder nichts verstanden. Aber bald
ist Pfingsten – vielleicht hat der Heilige Geist auch für Sie etwas übrig gelassen, daß sich dann auf
Ihre Seele herabsenkt.
Porck Man muss mit Brandenburgis nicht immer einer Meinung sein und kommt doch immer zu einer gemeinsamen
fundierten Basis. Das ist schön im Dialog mit ihm, ohne dass Pöbeleien oder Verdammungen im Spiel sind.
Wer ihn angreift, ist ein Porck :(3
#45 Brandenburgis 19:00:56 | Dienstag, 1. April 2008
@Marcelus: Wenn hier jemand etwas verwechselt, dann sind Sie es und zwar intransigent. Sie behaupten bestimmte
Dinge, konnten sie aber nicht belegen und jammern dann herum wie ein Krokodil. Meine Aussagen haben im
gegensatz dazu stets Hand und Fuß. Ich kann zum Beipsiel sehr leicht belegen wie und wo die Kardinäle
Schönborn uned Wetter [und viele andere] Pornographie verbreitet haben.
@„Brandenburgis“: Sie verwechseln anscheinend das BRD-Grundgesetz mit der USA-Verfassung Unumschränkte
Äußerungsfreiheit gewährleistet nur die USA-Verfassung. In der BRD können die Feinde der Demokratie
rechtlich bekämpft werden.
#43 Brandenburgis 18:40:03 | Dienstag, 1. April 2008
@Marcelus: Wie oft soll ich es Ihnen sagen, es gibt weder ein EU-Strafrecht, noch im brd-Strafrecht entsprechende
Bestimmungen. Sonst hätte man mich gewiß bereits wegen anti-demokratischer Meinungsäußerungen angeklgagt,
was jedoch nicht geschehen ist. Im Gegenteil, ich werde stets gelobt, da viele genau so denken, es aber
leider nicht offen sagen können.
Brandenburgis Marcelus @ Da werden Ihre Ersparnisse gering bleiben… Ist auch gut so. Ich spare auch
mächtig, mit Ihnen zu diskutieren… Das bringt nixx und ist Wasser in den Rhein getragen.
@Kurt K.: Es gibt gute und schlechte Früchte Ein guter Baum bringt gute Früchte, und ein schlechter
Baum bringt schlechte Früchte. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, lehrt Jesus Christus persönlich.
#39 Brandenburgis 18:12:15 | Dienstag, 1. April 2008
@Marcelus: Es gibt überhaupt kein EU-Strafrecht. Auf irgend jemand anderen als auf Gott hab ich mich
mein Lebtag nicht verlassen: „Wir Deutschen fürchten Gott und niemanden sonst!“
Marcelus (MK28, PiusXII) Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber die kirchenfeindliche [zensuriert]
Soße, die du hier immer wieder unter wechselnden Namen verschmierst, stinkt zum Himmel.
Marcelus:Früchte? Die Früchte der Vergangenheit waren also eine Täuschung?Oder warum war die Kirche
bis 1962 noch die am erfolgreichsten expandierendste Religion der Welt, gestoppt erst durch ein Chaos-„Pastoralkonzil“
1962-1965? Haha… Ansteckung bezwichnet für Sie also „Früchte“. Na, da können Sie sich ja mal ein
Scheibchen abschneiden an diversen Krankheiten. Die Pest war mal die am erfolgreichsten expandierende
Krankheit… ist doch toll oder? Mit „Früchten“ meint man aber im allgemeinen etwas, was aus einer Sache
entsteht. Die Früchte der Pest war eben nicht mehr Pest, sondern der Tod. Analog sind die Früchte einer
Religion auch nicht: mehr Religion, sondern was anderes. Nur was?
@„Brandenburgis“: Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf den „Großmut“ der Redaktion. Antidemokratische
und kirchenverleumdende Beschimpfungen sind eine Zumutung und Gegenstand des EU-Strafrechtes, das Sie
hoffentlich treffen wird.
Mit Leuten wie Aleph/Brandenburgis zu „diskutieren“, das kann man sich getrost ersparen. Das ist für
Sie bedauerlich, hat aber nicht mit ignorantem nicht Lesen- und Verstehenwollen zu tun. Dazu muss man
nicht tippen.
@Kurt K.: Die Früchte der Vergangenheit waren also eine Täuschung? Oder warum war die Kirche bis 1962
noch die am erfolgreichsten expandierendste Religion der Welt, gestoppt erst durch ein Chaos-„Pastoralkonzil“
1962-1965? Und finden sich erfolgreiche „Rituale“ nicht auch im Sozialismus und im Kommunismus? Das liegt
im Wesen der Religion selbst. Rituale bringen keine Früchte hervor…
also sagt pünktchen … … und bezeichnet dies als richtige aussage: die Vorstellung, dass alles in
der Kirche anders oder gar besser wäre als heute, wenn es den neuen Ritus nicht gäbe, die kann man getrost
beiseite legen. also legen wir sie beiseite …
Der Novus Ordo hat keine positiven Früchte vorzuweisen, sondern nur ein Feld der Verwüstung. Man muß
in Deutschland zwar nicht bei 0, zumindest aber bei 0,1 wieder anfangen.
stimme (bar je-)der vernunft Also nichts gegen euren ausserordentlichen (Ritus), aber die Vorstellung,
dass irgendetwas in der Kirche anders oder gar besser wäre als heute, wenn es den neuen Ritus nicht gäbe,
die kann man getrost beiseite legen. Man ersetze „euren“ durch: den und: „irgendetwas“ durch: alles und
schon erhält man eine richtige Aussage!
@„stimme der vernunft“: Sie haben von der Kirche bis zum „Pastoralkonzil“ keine Ahnung Damals gab es noch
Glaubenspraxis und eine lebendige Kirche. Seit dem Pastoralkonzil gibt es das nicht mehr, sondern nur
Apostaten zu Tausenden und Millionen.
@Seminarist Dass deckt sich mit meinen bisherigen Erfahrungen, dass vorwiegend die ältere Generation
Vorbehalte – besser Vorurteile – gegen den ausserordentlichen Ritus pflegt. Und gibt dir das nicht zum
Nachdenken? Warum ist das wohl so? Weil diejenigen Priester, die einen Ritus herunterschlampen, das natürlich
immer mit dem jeweils „ordentlichen“ tun. Also nichts gegen euren ausserordentlichen, aber die Vorstellung,
dass irgendetwas in der Kirche anders oder gar besser wäre als heute, wenn es den neuen Ritus nicht gäbe,
die kann man getrost beiseite legen.
@Seminarist: In der Alten Messe ministrieren gelernt zu haben, muß allerdings noch nicht bedeuten, daß
das in der Zeit war, als die Alte Messe noch der Hauptritus war, also bis 1969. Wer allerdings darauf
verweist, obwohl er die Alte Messe und gewöhnlich auch den katholischen Glauben eigentlich ablehnt und
dagegen polemisiert, der ist tatsächlich zumeist ein Vor-1969-Meßdiener.
Alter Modernist Ich verspotte keine alte Messe, weil ich selbst altrituell ministrieren gelernt habe.
Dann sind sie mindestens 50, eher 60 Jahre alt. Dass deckt sich mit meinen bisherigen Erfahrungen, dass
vorwiegend die ältere Generation Vorbehalte – besser Vorurteile – gegen den ausserordentlichen Ritus
pflegt. Wenn ich dagegen nun uns Tradi-Seminaristen und die vielen Jugendlichen, die die Messe aller Zeiten
besuchen und ehren, betrachte, fällt mir – bei allem Respekt für das Alter (wenn es denn weise wäre) –
nur noch folgendes ein: Alter Mann, Deine Zeit ist vorbei!
Der Vorsitzende eines Pfarrgemeinderates ist regulär der Pfarrer, eine Laiin kann deshalb nur Stellvertretende
Vorsitzende sein. Es sei denn, die Kirchenhierarchie hat andere Regeln verfügt.
Ansichtssache: Kunstgenuß kontra Gebet Zwiegespräch Ein Gespräch zwischen einem begeisterten Besucher
(B) einer Eucharistiefeier in lateinischer Sprache und einer Vorsitzenden (V) eines Pfarrgemeinderates
verlief in etwa so: B.: „Stell dir vor, ich war am Weißen Sonntag in einer kleinen Friedhofskirche eines
berühmten Wallfahrtsortes und erlebte im lateinischen Ritus die Messfeier. Begeisternd…„zu Gott, der
mich erfreut von Jugend auf.“ Erinnerungen an meine Ministrantenzeit. Ein junger Primiziant der SJM zelebrierte
feierlich, in sich gesammelt, und predigte mit Einfachheit und Klarheit glaubwürdig. Das ganze war ein
inniges Gebet und Lobpreis zu Gott.“ V.: „Ja, und unsere Ostermette war einfach schön. Der Chor und das
Orchester waren spitze Und so viele Leute waren schon lange nicht mehr in der Kirche. Solche barocke Jubelmessen
ziehen halt einfach an. Und weil du von der alten Messe spricht, das haben wir im Pfarrgemeinderat auch
diskutiert. Sie kommt nicht mehr. Übrigens hat der Pfarrer eingestanden, daß er diese gar nicht mehr
könne, ( denn er habe ja nicht Latein gelernt).“
#11 Tridentinus 15:34:36 | Dienstag, 1. April 2008
@Aleph Ich weise auf eine teilweise Lähmung meiner Hand hin, welche mir die Benützung einer Tastatur
erschwert. Aber mit Ihnen zu diskutieren, ist es nicht wert.
Tridentinus Sie sind offensichtlich beschränkt. Dumm könnte manauch sagen. Nicht anders als viele Tradis.
Über den Grad der Beschänktheit möchte ich nicht urteilen, aber bei Ihnen ist sie ziemlich dominant
und äußert sich legasthenisch.
Wissen Sie, wie sieht es damit aus: Aif dem Altar feiern wir das Opfer Christi. Und dieses Opfer und die
Opferfeier sollte für den Christen zentralen Mittelpunkt der Messe bedeuten. Und da finde icheinen Priester,d
er mir den Rücken zukehrt, doch (bei aller versätndlichen Berechtigung des „Alten Ritus“) persönlich
störender. Ehrfurcht könne er und die Gläubigen genauso haben, wenn das Opfer versus populum gefeiert
wird. Wir debattieren hier ständig über den Priester. Christi Opfer sollte der Diskussionsansatz sein!
Guiseppe Ich verspotte keine alte Messe, weil ich selbst altrituell ministrieren gelernt habe. Wer hin
will, soll hin. Aber deshalb sollen die Leute so wahrhaftig sein und nicht behaupten: es gibt kein Rückenschauspiel.
Diese penetrant wiederholte Unwahrheit ist der Stein des Anstoßes. Da werde ich nicht klein bei- oder
nachgeben.
@ Aleph Es muss Ihnen ja nicht gefallen. Aber bitte gönnen und lassen Sie denen die Alte Messe, die sie
gerne besuchen, auch wenn die Messe anders als nach Ihrem persönlichem Geschmack ist. Und verspotten
Sie die Alte Messe bitte nícht.
An der Realität vorbeimogeln Wenn man doch nur Rücken sieht bei der Zelebration, auch in der Sixtinischen
Kapelle, kann doch nicht das Gegenteil davon behauptet werden. Die Gemeinde sieht die Rücken der an der
Zelebration beteiligten Priester. Da kann nur gereizt reagieren, wer das partout nicht wahrhaben will.
Wer bewußt und gezielt Realitäten ablehnt oder sonst etwas Ungewöhnliches tut, nur um die Banalität
der Rücken bei der altrituellen Messfeier akzeptieren zu können, sollte vielleicht einmal das persönliche
Verhältnis zur Wahrhaftigkeit einer Überprüfung unterziehen. Man muss das Ungewöhnliche nicht tun.
Vielleicht sollte man besser dazu stehen, dass es so ist und der Gemeinde aus unerfindlichen Gründen
die Rückenansicht der Priesterschaft gerade noch erlaubt ist. Schöner wird die altrituelle Messe durch
den Rückenanblick nicht und besser auch nicht, wenn im Kampf für sie, so unverschämt gelogen wird.
Der Gemeinde bleibt nun einmal nur das Schauspiel der auf- und niedersinkenden Gewänderrücken. Wem es
reicht. Nun ja!
Alptraum Volxaltar Im Zusammenhang mit der Ökobewegung der 70iger Jahre inszenierten ein paar begabte
Fotografen eine Dauerausstellung „Alptraum Auto“ mit der Darstellung der absolut scheußlichsten Straßenbaumonstren
der 70iger und 80iger Jahre. Die Ausstellung wirkte unter anderem durch die Darstellung einer mit einer
Autobahn untertunnelten Kirche der in Idar-Oberstein „beerdigten“ Nahe etc. Bauliche Scheußlichkeiten
ähnlicher Güte lassen sich seit den 70igern in fast jeder altehrwürdigen katholischen Kirche finden,
in die die Herren Bischöfe einen Volksaltar haben hineinzwängen lassen. Wie wärs? Welcher begabte Fotograf
macht uns eine Ausstellung „Alptraum Volxaltar“?
Der Vollständigkeit halber… …genauso, wie der Ordus novo „versus Deum“ gefeiert werden darf [ja,
laut Meßbuch das theoretisch sogar den Normalfall darzustellen scheint – dort gibt es „Regieanweisungen“
wie „der Priester wendet sich zur Gemeinde und spricht…“ oder „Hier macht der Priester eine Verneigung,
es sei denn, er wäre zur Gemeinde gewendet“], ist aber auch für den ritus extraordinarius keine Zelebrationsrichtung
vorgeschrieben. Volksaltäre gab es bereits vor der Liturgiereform von 1970, zB im (nicht als besonders
progressiv verschrienen) Passauer Dom seit den 1930er Jahren. Und in Rom sowieso schon immer (ich weiß,
da stehen auch die Kirchen „falschrum“, aber das tun manche Kirchen, in denen heute „alte“ Messen gefeiert
werden, auch; mir fallen allein in Wien zwei ein.)
Erwachen? Vielleicht (ja, vielleicht) hätte es für viele das böse Erwachen seit dem neuen Motu proprio
nicht gebraucht. wer ist denn wann und wo böse erwacht?