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Freitag, 18. Februar 2005 15:33
Ökumenische Durchhalteparolen
Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung diskutierten die deutschen Bischöfe gestern über die Ökumene. Ein Rückschritt in der Frage der Einheit der Christen sei zu vermeiden. Das Weitergehen auf dem Weg der Ökumene anzustreben. Ermüdungserscheinungen.
(kreuz.net, Cloppenburg) Im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung, die seit Montag im norddeutschen Stapelfeld bei Cloppenburg stattfindet, behandelten die deutschen Bischöfe am Mittwoch das Thema der Ökumene. Dabei wurde vor allem über das Dokument der „Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland“ zum allgemeinen Priestertum und zur Ordination diskutiert. Die „Vereinigten Lutheraner“ haben in einem vor kurzem veröffentlichten Schreiben dem erreichten Teilkonsens in der Ämterfrage den Rücken gekehrt.

Gegenüber „Radio Vatikan“ bedauerte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick das Aufflackern der Uneinigkeiten. Das sei ein ökumenischer „Rückschritt“. Gleichzeitig betonte der Bischof mit Berufung auf den Heiligen Vater, daß es wichtig sei, auf dem Weg der Ökumene weiterzuschreiten, „um zu mehr Einheit im Glauben zu kommen“.

Auch der Vorsitzende der Ökumene-Kommission, Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg, sprach sich für einen Weitergang der „Ökumenischen Bewegung“ aus. Dies sei der Wille Jesu Christi: „Niemand kann so eine Vorstellung haben oder propagieren oder in der Praxis durchsetzen, daß die Christen einfach in alle Ewigkeit in verschiedenen Gemeinschaften nebeneinanderher leben müssen.“

Die Christen hätten den Auftrag, ihre Differenzen in aller Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit zu benennen und so weit wie möglich zu überwinden, um so zur „sichtbaren Einheit“ der Kirche zu gelangen.

Auch Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in seiner Predigt über die Ökumene. Er verwies auf schwerwiegende ökumenische Streitfragen, die es „nicht billig zu lösen“ gelte, weil die Eucharistie zu kostbar sei und man am allerwenigsten ein Testament verfälschen dürfe. Die Eucharistie sei nicht ein Sakrament unter anderen sakramentalen Zeichen, sondern drücke das geistliche Gemeinwohl der gesamten Kirche aus. Kirchen- und Eucharistiegemeinschaft stünden in engster Beziehung.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 17 Lesermeinungen:
Montag, 21. Februar 2005 08:40
GerdEric: ihr habt keinerlei universitäre geschichtliche Bildung,
Ein grosses Wort…
Wie wäre es,
wenn Du Dich verständlich ausdrücken würdest und
es uns erklären könntest?

mit herzlichem Danke
Sonntag, 20. Februar 2005 22:35
Athanasius: Keine Universitäre Bildung
Tatsache bleibt, ihr habt keinerlei universitäre geschichtliche Bildung, denn Luther hat sich voll dem Machtstreit der Fürsten Sachsens mit Rom und den Habsburgern gegeben.

Seine Frau hat ihre Gelübde gebrochen.
Er aber selber auch, ohne Dispenzation zu suchen.

Der Priester belobt doch unverheiratet zu bleiben, oder? Oder Luther nicht?
Darf man sowas einfach brechen?
„Dein Ja, sei Ja, und Dein Nein, Nein!“

Und deine Anmerkung sind zudem beleidigend fürs zölibatäre katholische Priestertum, alsob sie nicht „gut“ handele. Sankt Paul lernt anders!

Die Kirche ging es natürlich auch um Machtserhalt, aber es ist nicht so, dass dies nur einseitig war. Zudem war man vor allem über die Gläubigen besorgt, die Spannung zwischen Sachsen und Rom machte die weltliche nur zweitrangig.
Samstag, 19. Februar 2005 23:54
GerdEric: Gelübdebruch
Athanasius: Gerade deswegen sage ich, dass Luther selber auch undiszipliniert war, wegen Gelübdebruch und Konkubinat.

sicherlich halte ich nicht viel von luther,
allerdings kann man ihm nicht vorwerfen,
ein Gelübde gebrochen zu haben,
das unter falscher Voraussetzung entstanden ist.
Gott hat auch dem Priester geboten nicht allein zu sein, denn es ist nicht gut,
wenn der Mensch allein ist,
denn Mann und Frau sind erst Mensch,
wenn Mann und Frau zusammen in einer Ehe leben.

Und auch die katholischen Führer haben gut mit luther und dessen
(nach meiner Meinung politisch motivierten, wie allerdings doch auch die Mehrheit der katholischen)
weltlichen Herren zusammen gearbeitet,
als es darum ging,
die gerechtfertigten Forderungen der Volkes,
der Bauern und Leibeigenen,
auch der Kirche,
zu unterdrücken.
Gerade bei letzterem ging es in erster Linie einzig um Machterhalt und Unterdrückung,
nicht aber um eine religiöse Führung des Volkes,
wie es Moses tat.

mfg
GerdEric
Samstag, 19. Februar 2005 23:24
joergx2000: Papst Paul VI – Ökumene ? Nein Danke !
…da muß man doch erst mal definieren was der Protestantismus ist :

Zitat aus „Komendium der Christlichen Lehre“
von hl. Papst Pius X. , Seite 367 :

„Der Protsetantismus oder die reformierte Religion wie ihre Gründer sie hochmütigerweise nannten, ist eine Summe aller Irrlehren, die vor ihr waren, nach ihr gewesen sind und nach ihr noch entstehen können, um die Seelen zu verderben.“

…und was verstehen die modernen Konzilskleriker unter
Ökumene ?

Das liebevolle umarmende Versöhnen mit Anderst- gläubigen , bei gleichzeitiger Eigenzerstörung und Aushöhlung der vorkonziliaren Traditionen der Kirche,
( Stichwort versöhnte Verschiedenheit ) frei nach dem Motto :
Ihr könnt weiterhin hartnäckig all unsere Dogmen leugnen,
denn diese sind ja eh Schnee von Gestern. Ihr könnt ruhig weiterhin an Eure Lügen glauben. Eure Seele
kommt dafür zwar in das Verderben ( d.H.in die Hölle )
aber das Verschweigen wir lieber, denn schließlich werden ja alle gerettet. Und Hölle und Fegefeuer gibt es nicht.
Am allerwenigsten muß man gute Werke auf Erden für Lebende und Verstorbene verrichten. Schließlich gilt :
-Sola Fide ( allein aus Gnade kommt man in den Himmel )
-Sola Scriptura ( Die heilige Schrift klauen wir Euch, und Euer Lehramt brauchen wir nicht. Wir legen die hl. Schrift
so aus wie es uns in den Kram paßt. )

Und mit solch einer Religion will man Ökumene betreiben ?
Da sage ich nur : Pfui Teufel.
Was ist von einer Religion zu halten die hartnäckig bis heute die unfehlbaren Lehrsätze des Konzils von Trient
leugnet oder relativiert ? Dogmen sind aber immer absolut zu sehen. Sie gelten für immer. Wer auch nur ein einziges Dogma ganz offen für nichtig erklärt hat sich sofort selbst
ausgeschlossen.

Die Protestanten sind zwar im Glauben Irrende, aber keine Teufel. Man muß halt für sie beten damit sie sich bekehren. Total nutzlos dagegen ist der Dialog.
Diese rettendeChance haben alle Menschen so lange sie leben. Denn der der unendlich gerechte und unendlich barmherzige Gott will,daß alle gerettet werden.
Danach ist es vorbei. Dann wird der ER Gericht gehalten.
Im Übrigen Sagt schon die hl.Schrift ( Allioli, 2 Joh 10 ) :
„Wenn jemand zu Euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, so nehmt Ihn nicht in’s Haus auf und grüßet Ihn auch nicht “

Rückkehrökumene ? Na Klar !

Gelobt sei Jesus Christus.
Samstag, 19. Februar 2005 18:14
Willi: Ökumene
Erst einmal zu mir: Ich habe mich erst mit 40 katholisch Taufen lassen. Und habe mich vorher in vielen anderen christlichen Gemeinschaften umgesehen. Ich weiß also weshalb ich Katholisch bin.
Meine Meinung zur Ökumene ist: Es ist gut ist im Gespräch zu sein aber mit klarem katholischen Akzent!
Ich frage ich mich aber wo die Ökumene hinführen soll? Ein Beispiel ist die Einheitsübersetzung der Bibel, sie wird in der Katholischen Kirche in der hl. Messe benutzt, die „Protestanten“ verwenden immer noch ihre Luther-Bibel in den evangelischen Wortgottesdiensten. Wo bitte ist dort die Ökumene?!
Na ja, der Klügere gibt bekanntlich nach. Allerdings darf er (wir) nicht solange nachgeben bis er der Dümmere ist.
Samstag, 19. Februar 2005 17:59
sttn: @Athanasius
Bezüglich Luther: Ja und? Darum geht es doch nicht. Es steht uns Katholiken nicht zu darüebr streng zu urteilen, denn wieviel Päpste (+ Bischöfe etc…) waren (sind) ebenfalls undiszipliniert?
Das was Luther gesagt hat war nicht so falsch und hat dazu geführt das die katholische Kirche sich geändert hat. Und wenn die katholische Kirche damals klüger gewesen wäre, dann wäre es auch nicht zur Spaltung gekommen.
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