Deutschland
Ökumenische Durchhalteparolen
Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung diskutierten die deutschen Bischöfe gestern über die Ökumene. Ein Rückschritt in der Frage der Einheit der Christen sei zu vermeiden. Das Weitergehen auf dem Weg der Ökumene anzustreben. Ermüdungserscheinungen.
(kreuz.net, Cloppenburg) Im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung, die seit Montag im norddeutschen Stapelfeld bei Cloppenburg stattfindet, behandelten die deutschen Bischöfe am Mittwoch das Thema der Ökumene. Dabei wurde vor allem über das Dokument der „Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland“ zum allgemeinen Priestertum und zur Ordination diskutiert. Die „Vereinigten Lutheraner“ haben in einem vor kurzem veröffentlichten Schreiben dem erreichten Teilkonsens in der Ämterfrage den Rücken gekehrt.

Gegenüber „Radio Vatikan“ bedauerte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick das Aufflackern der Uneinigkeiten. Das sei ein ökumenischer „Rückschritt“. Gleichzeitig betonte der Bischof mit Berufung auf den Heiligen Vater, daß es wichtig sei, auf dem Weg der Ökumene weiterzuschreiten, „um zu mehr Einheit im Glauben zu kommen“.

Auch der Vorsitzende der Ökumene-Kommission, Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg, sprach sich für einen Weitergang der „Ökumenischen Bewegung“ aus. Dies sei der Wille Jesu Christi: „Niemand kann so eine Vorstellung haben oder propagieren oder in der Praxis durchsetzen, daß die Christen einfach in alle Ewigkeit in verschiedenen Gemeinschaften nebeneinanderher leben müssen.“

Die Christen hätten den Auftrag, ihre Differenzen in aller Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit zu benennen und so weit wie möglich zu überwinden, um so zur „sichtbaren Einheit“ der Kirche zu gelangen.

Auch Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in seiner Predigt über die Ökumene. Er verwies auf schwerwiegende ökumenische Streitfragen, die es „nicht billig zu lösen“ gelte, weil die Eucharistie zu kostbar sei und man am allerwenigsten ein Testament verfälschen dürfe. Die Eucharistie sei nicht ein Sakrament unter anderen sakramentalen Zeichen, sondern drücke das geistliche Gemeinwohl der gesamten Kirche aus. Kirchen- und Eucharistiegemeinschaft stünden in engster Beziehung.
      
17 Lesermeinungen
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#17   GerdEric   08:40:02 | Montag, 21. Februar 2005
ihr habt keinerlei universitäre geschichtliche Bildung,
Ein grosses Wort…
Wie wäre es,
wenn Du Dich verständlich ausdrücken würdest und
es uns erklären könntest?
mit herzlichem Danke
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#16   Athanasius   22:35:10 | Sonntag, 20. Februar 2005
Keine Universitäre Bildung
Tatsache bleibt, ihr habt keinerlei universitäre geschichtliche Bildung, denn Luther hat sich voll dem Machtstreit der Fürsten Sachsens mit Rom und den Habsburgern gegeben.
Seine Frau hat ihre Gelübde gebrochen.
Er aber selber auch, ohne Dispenzation zu suchen.
Der Priester belobt doch unverheiratet zu bleiben, oder? Oder Luther nicht?
Darf man sowas einfach brechen?
„Dein Ja, sei Ja, und Dein Nein, Nein!“
Und deine Anmerkung sind zudem beleidigend fürs zölibatäre katholische Priestertum, alsob sie nicht „gut“ handele. Sankt Paul lernt anders!
Die Kirche ging es natürlich auch um Machtserhalt, aber es ist nicht so, dass dies nur einseitig war. Zudem war man vor allem über die Gläubigen besorgt, die Spannung zwischen Sachsen und Rom machte die weltliche nur zweitrangig.
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#15   GerdEric   23:54:54 | Samstag, 19. Februar 2005
Gelübdebruch
Athanasius: Gerade deswegen sage ich, dass Luther selber auch undiszipliniert war, wegen Gelübdebruch und Konkubinat.
sicherlich halte ich nicht viel von luther,
allerdings kann man ihm nicht vorwerfen,
ein Gelübde gebrochen zu haben,
das unter falscher Voraussetzung entstanden ist.
Gott hat auch dem Priester geboten nicht allein zu sein, denn es ist nicht gut,
wenn der Mensch allein ist,
denn Mann und Frau sind erst Mensch,
wenn Mann und Frau zusammen in einer Ehe leben.
Und auch die katholischen Führer haben gut mit luther und dessen
(nach meiner Meinung politisch motivierten, wie allerdings doch auch die Mehrheit der katholischen)
weltlichen Herren zusammen gearbeitet,
als es darum ging,
die gerechtfertigten Forderungen der Volkes,
der Bauern und Leibeigenen,
auch der Kirche,
zu unterdrücken.
Gerade bei letzterem ging es in erster Linie einzig um Machterhalt und Unterdrückung,
nicht aber um eine religiöse Führung des Volkes,
wie es Moses tat.
mfg
GerdEric
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#14   joergx2000   23:24:05 | Samstag, 19. Februar 2005
Papst Paul VI – Ökumene ? Nein Danke !
…da muß man doch erst mal definieren was der Protestantismus ist :
Zitat aus „Komendium der Christlichen Lehre“
von hl. Papst Pius X. , Seite 367 :
„Der Protsetantismus oder die reformierte Religion wie ihre Gründer sie hochmütigerweise nannten, ist eine Summe aller Irrlehren, die vor ihr waren, nach ihr gewesen sind und nach ihr noch entstehen können, um die Seelen zu verderben.“
…und was verstehen die modernen Konzilskleriker unter
Ökumene ?
Das liebevolle umarmende Versöhnen mit Anderst- gläubigen , bei gleichzeitiger Eigenzerstörung und Aushöhlung der vorkonziliaren Traditionen der Kirche,
( Stichwort versöhnte Verschiedenheit ) frei nach dem Motto :
Ihr könnt weiterhin hartnäckig all unsere Dogmen leugnen,
denn diese sind ja eh Schnee von Gestern. Ihr könnt ruhig weiterhin an Eure Lügen glauben. Eure Seele
kommt dafür zwar in das Verderben ( d.H.in die Hölle )
aber das Verschweigen wir lieber, denn schließlich werden ja alle gerettet. Und Hölle und Fegefeuer gibt es nicht.
Am allerwenigsten muß man gute Werke auf Erden für Lebende und Verstorbene verrichten. Schließlich gilt :
-Sola Fide ( allein aus Gnade kommt man in den Himmel )
-Sola Scriptura ( Die heilige Schrift klauen wir Euch, und Euer Lehramt brauchen wir nicht. Wir legen die hl. Schrift
so aus wie es uns in den Kram paßt. )
Und mit solch einer Religion will man Ökumene betreiben ?
Da sage ich nur : Pfui Teufel.
Was ist von einer Religion zu halten die hartnäckig bis heute die unfehlbaren Lehrsätze des Konzils von Trient
leugnet oder relativiert ? Dogmen sind aber immer absolut zu sehen. Sie gelten für immer. Wer auch nur ein einziges Dogma ganz offen für nichtig erklärt hat sich sofort selbst
ausgeschlossen.
Die Protestanten sind zwar im Glauben Irrende, aber keine Teufel. Man muß halt für sie beten damit sie sich bekehren. Total nutzlos dagegen ist der Dialog.
Diese rettendeChance haben alle Menschen so lange sie leben. Denn der der unendlich gerechte und unendlich barmherzige Gott will,daß alle gerettet werden.
Danach ist es vorbei. Dann wird der ER Gericht gehalten.
Im Übrigen Sagt schon die hl.Schrift ( Allioli, 2 Joh 10 ) :
„Wenn jemand zu Euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, so nehmt Ihn nicht in’s Haus auf und grüßet Ihn auch nicht „
Rückkehrökumene ? Na Klar !
Gelobt sei Jesus Christus.
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#13   Willi   18:14:20 | Samstag, 19. Februar 2005
Ökumene
Erst einmal zu mir: Ich habe mich erst mit 40 katholisch Taufen lassen. Und habe mich vorher in vielen anderen christlichen Gemeinschaften umgesehen. Ich weiß also weshalb ich Katholisch bin.
Meine Meinung zur Ökumene ist: Es ist gut ist im Gespräch zu sein aber mit klarem katholischen Akzent!
Ich frage ich mich aber wo die Ökumene hinführen soll? Ein Beispiel ist die Einheitsübersetzung der Bibel, sie wird in der Katholischen Kirche in der hl. Messe benutzt, die „Protestanten“ verwenden immer noch ihre Luther-Bibel in den evangelischen Wortgottesdiensten. Wo bitte ist dort die Ökumene?!
Na ja, der Klügere gibt bekanntlich nach. Allerdings darf er (wir) nicht solange nachgeben bis er der Dümmere ist.
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#12   sttn   17:59:27 | Samstag, 19. Februar 2005
@Athanasius
Bezüglich Luther: Ja und? Darum geht es doch nicht. Es steht uns Katholiken nicht zu darüebr streng zu urteilen, denn wieviel Päpste (+ Bischöfe etc…) waren (sind) ebenfalls undiszipliniert?
Das was Luther gesagt hat war nicht so falsch und hat dazu geführt das die katholische Kirche sich geändert hat. Und wenn die katholische Kirche damals klüger gewesen wäre, dann wäre es auch nicht zur Spaltung gekommen.
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#11   Athanasius   15:55:02 | Samstag, 19. Februar 2005
Eben deshalb
Gerade deswegen sage ich, dass Luther selber auch undiszipliniert war, wegen Gelübdebruch und Konkubinat.
Gerade deswegen.
Weil heute wie damals die Protestanten und verwirrten Gläubigen die Missstände der Disziplin sogar beim hl. Stuhl und bei den renaissance-papsten selbst, angegriffen haben um den Lutheranismus zu rechtfertigen. Und seinen Aufstand.
Stimmt aber nicht.
Die Kleriker der Römischen Kirche haben teils und oft grösstenteils ohne christliche Lebensrichtlinien gelebt, aber die Führer der protestantischen Revolution ebensomehr, sei’s auch dass anfangs die katholischen Ehebrecher unter Bischöfen, Päpsten und Priester mehr Wert auf Geld und Luxus dazu äusserten.
Luther selbst nicht direkt, aber die protestantischen Fürsten ebenso sehr wie die renaissance-Kleriker.
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#10   sttn   22:34:44 | Freitag, 18. Februar 2005
@Athanasius
hinsichtlich Kirchengeschichte: Ist mir schon klar das meine Variante nicht jeden Katholiken gefällt. Aber wie gesagt: Versuche mal Botschaft und Boten auseinanderzuhalten und wo wäre die katholische Kirche Heute wenn ihr Treiben nicht von Luther (und anderen) kritisch beurteilt worden wäre. Sicher, auch mir wäre es lieber wenn das nicht notwendig gewesen wäre.
Du sagst Luther sei „während selbst auch ohne Disziplin und im Konkubinat“. Erkundige Dich mal nach den Kirchenoberen der damaligen Zeit. Warum hatte Rom mal den Titel „Das größte Bordell von Europa“?
Sicher nicht weil alle damals so brav waren…
Hinsichtlich protestantischen Christen habe ich übrigens sehr viel gemein. Wir gibt zwar unterschiedliche Meinungen und Traditionen, aber das verbindende und gemeinsame ist mehr als das trennende.
Bezüglich Glauben gerettet werden können: Für mich gibt es nur eine Instanz die das wirklich und letztendlich enttscheiden kann: Gott
Ich persönlich würde mich hüten jemals mich mit meiner Fehlbarkeit auf einen Sockel zu stellen um zu behaupten ich weiß wo es wirklich langeht. Zu deutlich zeigt mir meine Lebenserfahrung, aber auch die Worte in der Bibel das man letztendlich nur ein Windhauch ist. Und was weiß schon ein Windhauch?
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#9   Athanasius   21:58:27 | Freitag, 18. Februar 2005
Unreell
sttn,
Offensichtlich sind dir zwei Jahrhunderte Kirchengeschichte aus dem Auge weggefallen.
Luther hat nicht die schwache Disziplin angegriffen, er hat diese nur missbraucht – während selbst auch ohne Disziplin und im Konkubinat – um die überlieferte Lehre zu kritisieren.
Mit den protestantischen Christen habe ich ausser einigen Punkten meines Glaubens viel gemeinsam, vielleicht Hobbies, Freizeitliche Aktivitäten, Interessen. Nicht aber Doktrin.
Ich weiss nicht, wie bei Dir so etwas sein soll.
Natürlich, wenn Du ‘Toleranz’ siehst als gleichwürdigstellung aller Denominationen und die Ansicht, dass Protestanten auch DURCH ihren prot. Glauben gerettet werden, könnte so etwas sein.
Dies ist aber immer von der hl. Kirche verurteilt. (Cf. Quanta Cura, Pius IX.)
Die Kirche hat auf dem Konzil von Trient nichts geändert in ihrer Lehre, nur die Disziplin und Doktrine bekräftigt und wieder sichergestellt. Nicht Änderung, sondern Klärung ist das Kernwort.
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#8   sttn   20:11:13 | Freitag, 18. Februar 2005
@Athanasius
Ich weiß nicht auf was oder wen Du Dich beziehst. Die Christen aus anderen Kirchen dennen ich begegnet bin, sind Christen. Sehr aufrichtige Christen, mit denen ich als Katholik mehr gemeinsam habe als nur das gleiche (ähnliche) „Buch“.
Über die spreche ich hier, nur über wen sprichst Du?
Zu Luther: Du kritisierst den Boten, aber übersiehst das die Botschaft gar nicht so verkehrt war und dazu geführt hat das sich die katholische Kriche geändert hat. Und Kritik hat die damalige Kirche verdient. Wenn die etwas klüger gewesen wären und früher gegengelenkt hätten, dann hätte es die Kirchenspaltung nie gegeben. Dort sind die Schludigen zu suchen.
@GerdEric:
Wer behauptet den das?
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#7   Athanasius   19:58:48 | Freitag, 18. Februar 2005
Anmerkungen.
Ich glaube Luther hat Millionen von der Kirche Christi getrennt. Zwar brachte dies die Kirche zur Gnade des Konzils von Trient, aber trotzdem wurden Massen in die Ketzerei geführt. Dafür bin ich niemals dankbar. Niemals.
Ich glaube Toleranz wird hier zum Tollnertanz.
‘De tolerantia religiosa’ wurde von Kardinal Ottaviani präpariert, aber Modernisten trieben ‘De Libertáte Religionis’ voran.
Toleranz ist das Respektieren des Lebensrechts Andersdenkender, nicht aber die Facilitierung des Irrtums im Staat, oder gar Gleichberechtigung in finanzieller Unterstützung.
Glaubst Du es gibt keine absolute Wahrheit?
Es hat hier nichts mit dem Wiederholen von „ICH HABE RECHT“ zu tun, sondern um die Kenntnis, dass der christliche Glaube (der überlieferte!) wahr ist und es keine andere Wahrheit gibt. Das soll uns nicht zum ‘Terrorismus’ wie im Islam treiben, da dies das Anerkennen ist davon, dass man die eigene „Wahrheit“ ddurch Sophistischen Mitteln vorantreiben muss, nur darum, dass soviele wie Möglich es für wahr HALTEN.
Wir, die Christen sollten aber in missionärem Gespräch bleiben und überzeugen. Aber nicht in Auswechseldialog. Denn das ist unkatholisch.
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#6   GerdEric   19:35:26 | Freitag, 18. Februar 2005
Wo, bitte
hat Jesus die zehn Worte absolut gesetzt?
aber die anderen Gebote aufgehoben?
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#5   sttn   17:06:39 | Freitag, 18. Februar 2005
@Pelagius +
@Pelagius
Das was wir Christen veranstalten ist lächerlich, sogar kindisch. Denn vor lauter „ich habe Recht“ haben wir verlernt zuzuhören. Dabei ist die Sache sehr ernst und sehr wichtig, zu wichtig um sie den eigenen Eitelkeiten zu opfern.
Bezüglich Luther: Das er oftmals Unrecht hatte steht außer Frage, aber die katholische Kirche hat auch viel von Luther gelernt. Sie sollte ihm für die Kritik dankbar sein (und ich bin mir sicher das es auch viele sind), sie war schmerzhaft, aber auch heilsam.
@bonifatius
Aber wenn das Deine Meinung ist mußt Du mir doch recht geben. Anders kann ich Deine Worte nicht verstehen.
Denn wenn es wirklich um die Wahrheit geht, dann haben wir ja nichts zu befürchten. Wo ist das Problem? Mir ist es neu das andere Christen die 10 Gebote nicht hochhalten.
Und für mich heißt Ökomene auch das die anderen uns akzeptieren müssen: Incl. Marienverhehrung, etc…
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#4   bonifatius   16:48:26 | Freitag, 18. Februar 2005
Nicht gegen die Sünde streiten?
sttn: Sollen wir die Sünde verstehen und tollerieren lernen und sie sogar acceptieren? – Nein –. Denn der Dekalog ist Wahrheir. Und über Wahrheit läßt sich nicht „disputieren“ noch kann man sie interpretieren und relativieren. Die Zehn Gebote stehen absolut.
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#3   Pelagius   16:42:33 | Freitag, 18. Februar 2005
„Tolleranz“
Lieber sttn,
mit „Tollerieren“ hast Du eine wundervolle, sprachschöpferische Kritik am ökumenischen Betrieb der Gegenwart geliefert. Herzlichen Dank dafür!
Ja, wir sind wirklich Zeugen einer „Toleranz“, die zur „Tolleranz“ und zur „Tollerei“ wird. Nicht mehr ein schmerzliches Erdulden der Irrtümer und Irrwege solcher, die von der Einheit des Mystischen Leibes Jesu Christ getrennt sind, ist jetzt vorherrschend. Man findet alles das vielmehr „toll“, Luther wird zum „Doctor communis“ und das protestantische Abendmahl ist eben doch irgendwie der Heiligen Messe vergleichbar, nur daß es im Amtsverständnis noch einige wirklich klitzekleine Unterschiede gibt…
Das Haus Gottes sollte Säule und Grundfeste der Wahrheit sein, jetzt aber ist es zum Tollhaus geworden.
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#2   sttn   16:22:55 | Freitag, 18. Februar 2005
„Ich habe Recht und der andere unrecht denn ich weiß alles viel besser!“
Das „Ich habe Recht und der andere unrecht denn ich weiß alles viel besser“ sollte man noch stärker ersetzen durch ein „Ich tolleriere und versuche zu verstehen und auch zu lernen“.
Denn dort wo schon viele Christen an der Basis angekommen sind, dorthin sollten sich auch manch Kirchenobere hinbequemen (nicht alle … ettliche sind schon dorten).
Denn wir Christen gewinnen nicht durch Streit, sondern nur durch Tolleranz und Anererkennung und Verstehen. Verstehen warum andere es anders sehen, aber natürlich – und das ist sehr wichtig – auch durch das Bewahren der eigenen Traditionen. Ist kein Widerspruch, sondern in vielen Gemeinden gelebte und spannende Realität.
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#1   Athanasius   16:12:45 | Freitag, 18. Februar 2005
Positiv
Ein wenig Positiv…???
Die Einheit der Christen ist schon erreicht. Weshalb wäre die Trennung so ein Problem. Natürlich ist der Abfall und die Ketzerei anderer Christen ein Übel und soll man nachstreben sie wieder in kirchliche Gemeinschaft zu rezipieren. Aber nicht so mit Kompromissen! Oder Interkommunion. Einheit gibt’s! „ Unam Sanctam Catholicam“ sprechen wir vor Gott jeden Sonntag aus! Und zwar die hl. Katholischen Kirche.
Zum Empfehlen und zur Neuorientierung empfehle ich als 20-Jähriger den Bischöfen Deutschlands das Lesen von:
Mortalium Animos, P.P. Pius XI., 1928, „Über die ökumenische Bewegungen“
Ecclesia Catholic, P.P. Pius XII., 1947, „Gemeinschaft zwischen Katholiken und Nicht-Katholischen ‘Christen’ ?“
In „Kirchliche Umschau“ findet man schöne Verlage die diese Enzykliken noch immer veröffentlichen!
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