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Freitag, 4. April 2008 18:37
Am heutigen Freitag veröffentlichte das vatikanische Staatssekretariat ein Kommunique zur neuen Karfreitagsfürbitte für die Juden im Alten Ritus. Der Text.
Zurück zum Artikel 60 Lesermeinungen:
Dienstag, 8. April 2008 02:00
obelix †: @Benedikt
Es gibt laut Ihrem mehrfach geäußerten Urteil gar keine guten Katholiken, sondern nur Verbrecher.

Eigentlich gebe ich hier doch nur die Lehre der katholischen Kirche wieder, dass alle Menschen Sünder sind. Und das nicht zu knapp.

Sie dürfen gerne den, meiner Ansicht nach graduellen, Unterschied zwischen Sünder und Verbrecher festlegen, wenn Ihnen danach ist.
Generationen von Moraltheologen nicht erst beginnend mit dem Heiligen Alfons und bestimmt nicht endend mit Häring oder gar, Gott behüte! mit Laun, haben doch nichts anderes zu tun gehabt, als sich zu überlegen, was sie den Menschen als Sünde anrechnen könnten und waren da sehr erfinderisch (Nicht weniger die Juden! Wussten Sie, dass es -angeblich- bei den Juden Sünde ist, sich einen erlaubten Genuss entgehen zu lassen?); je mehr und je schwerere Sünden definiert wurden, um so schwerer war die Lossprechung zu erreichen, um so mehr benötigte man den geistlichen Beistand eines Priesters. So macht sich ein ganzer Stand unentbehrlich. Meiner Ansicht nach ist das der Grund, warum die Beichtstühle leer sind und nicht der böse, böse 68er Zeitgeist. Dabei ist die Beichte so ziemlich das wichtigste und wertvollste was der Katholizismus zu bieten hat. Ein guter Beichtiger erspart einem den Psychiater; ein schlechter bringt sie auf seine Couch.
Montag, 7. April 2008 18:44
Benedikt: @ methusalix
Sie haben es nicht kapiert. Ich will gar nichts aufrechnen und rechtfertigen. Das geht nämlich gar nicht, weil die Formulierung „guter Katholik“ bei Ihnen eine contradictio in adiecto ist. Es gibt laut Ihrem mehrfach geäußerten Urteil gar keine guten Katholiken, sondern nur Verbrecher. Sie machen sich dabei nicht die Mühe, zwischen einem Renaissancepapst und einem caritativen Orden zu unterscheiden und DARIN liegt der Vorwurf, den ich Ihnen mache. Nicht, dass Sie Alexander VI. einen Verbrecher nennen, oder andere problematische Gestalten der Kirchengeschichte. Ich weiß, dass es die gegeben hat. Aber Sie setzen diese Leute einfach mit jedem x-beliebigen Gläubigen gleich, und mag er ein Heiliger der Nächstenliebe gewesen sein. Das ist einfach nicht sachgerecht und ganz schön beleidigend für die vielen Millionen Christen, die sich redlich um ihren Nächsten bemühen und dafür gelegentlich große Opfer auf sich nehmen.
Montag, 7. April 2008 18:35
methusalix †: Nur wenn Sie davon ausgehen, dass der papst gleichzeitig Eigentümer all dessen ist, was Katholiken
Dann hat der Papst ja sein verlorenes Papstkönigreich wieder, zumindest in Übersee!
ihr eigen nennen. Gehen Sie davon aus, dass dem Papst Ihr Eigentum gehört?

@Benedikt

Sie können Ihre Argumentation in den Kamin schiessen. Sie wird immer wieder missbraucht, um die Gräueltaten von „guten Katholiken“ (welch ein Euphemismus, bei Mordgesindel wie dem Caudillo) zu eculpieren, bei gleichzeitiger Verdammung des Sozialismus, Kommunismus, McCarthyismus (pardon nein, der ging inidrekt gegen die Juden, von dem müssten die „guten Katholiken“ eigentlich entzückt gewesen sein; direkt gegen Bolschewisten, Kommunisten und „Linksintellektuelle“ und indirekter Anisemitismus. Schade dass McCarthy nicht katholisch war) und allem was links von Adolf dem Braunen stand. Wie gesagt, sparen Sie sich Ihre Worte.
Montag, 7. April 2008 12:38
Marcelus: @„methusalix“: Amerika gehört also rechtlich der katholischen Kirche?
Dann hat der Papst ja sein verlorenes Papstkönigreich wieder, zumindest in Übersee!
Schade, daß das der sel. Pius IX. und seine Nachfolger nicht wußten.
Dann hätte der selige Pius ja eine Riesenarmee zur Verfügung gehabt, um die großitalienischen Angreifer aus dem Papstkönigreich in Mittelitalien wieder herauszubefördern,
ähnlich wie Großbritannien 1917 gegen Deutschland in Form nicht nur Kanadas, sondern auch der USA.
Montag, 7. April 2008 12:33
Benedikt: @ obelix
Das ist natürlich eine sehr bequeme Argumentation. Damit können sie praktisch jede noch so schlimme Organisation, bis hin zu N’drangheta exculpieren.

Sie haben es erfasst. Sogar bei den N’drangheta gibt es Schuldige und weniger Schuldige. Sie können NIE alle Mitglieder einer Organisation (schon gar nicht einer solchen, die mittlerweile 1,1 Mrd Mitglieder hat und seit 2000 Jahren existiert) einfach über einen Kamm scheren. Das aber machen Sie permanent. Jede Art von Differenzierung ist Ihnen fremd. Niicht Alexander VI. war ein Verbrecher, es waren immer gleich alle. Nach den Taten des einzelnen fragen Sie erst gar nicht, Sie nehmen alle in Kollektivhaftung. Es dürfte logisch sein, dass Sie auf diese Weise kein angemessenes Urteil zu fällen in der Lage sind.

Praktisch, dass er dazu einen Freibrief (Tordesillas 1494) der katholischen Kirche erhalten hat. Finden Sie nicht auch? Jetzt können sie natürlich sagen, der hätte auch ohne päpstliche Erlaubnis Mittel- und Südamerika erobert. Aber entschuldigt dieses Argument die Unterstützung der Kirche für einen völkermordenenden Raubzug?

Ich sage in der Tat, dass er das auch so getan hätte. Er hat ja auch nicht um Erlaubnis gefragt, sondern sich später sein Vorgehen bestätigen lassen. Dies „Unterstützung“ zu nennen ist absurd. Unterstützung kann nur eine tatsächliche Hilfeleistung sein.
Montag, 7. April 2008 01:45
methusalix †: @Marcelus
Marcelus: @Erzlügner „Obelix“:
Gehört Amerika also der katholischen Kirche und damit auch den deutschen Katholiken?


Der grösste Teil des Landes gehört katholischen Latifundienbesitzern, den Nachkommen derer, die dieses Land den ursprünglichen Eigentümern geraubt haben. Den Nachkommen der ursprünglichen Landeigentümern, den Campesinos gehört fast kein Land. Ja, fast alles Land, mit dem Geld verdient werden kann gehört Mitgliedern der römisch-katholischen Kirche. Ob es damit auch der Kirche gehört, regelt sich durch die Vorschriften zur Kirchensteuer oder sonstigen Abgaben, die Katholiken ihrer Kirche erbringen.

Wie viel von Ihren Sparbüchern gehört der römisch-katholischen Kirche? Wie gross ist Ihr Eigentumsanteil am Eigentum der römisch-katholischen Kirche? Das sind gaaaanz wichtige Fragen.
Sonntag, 6. April 2008 16:33
Krak des Chevaliers: bedenkliche Entwicklung
Es ist schon hochgradig bedenklich, dass wir uns von ein paar Rabbinern vorschreiben lassen müssen, wie wir zu beten haben.
Sonntag, 6. April 2008 15:35
Marcelus: @Erzlügner „Obelix“: Nehmen Sie zur Kenntnis, daß in Amerika nicht „die Katholiken“ das Land
eroberten, sondern Spanien und Portugal, die zur katholischen Kirche gehören.
Gehört Amerika also der katholischen Kirche und damit auch den deutschen Katholiken?
Sonntag, 6. April 2008 15:33
obelix †: @Marcelus
… wenn die Altamerikaner in den USA und in Kanada auch noch etwas erzählen könnten, …

Da haben wir es wieder, das alte, schäbige, katholische Argument,dass alle gerne verwenden, die ihre eigenen Untaten verstecken und verniedlichen: Aber die anderen waren viiiiiiel schlimmer! Da relativiert sich doch jeder Mord von Katholiken. Stalin hat viel mehr Menschen ermorden lassen als Franco und Pinochet zusammen (ausserdem waren die katholisch und Stalin Atheist, die Katholiken durften das, Stalin nicht).

Es lebe der gute alte katholische Relativismus!!!
(aber hat Paparatzi den noch nicht verboten?)
Sonntag, 6. April 2008 12:28
Marcelus: @methusalix: Warum sprechen die Altamerikaner Spanisch und Portugiesisch?
Wenigstens sprechen sie überhaupt noch.
Wäre doch schön, wenn die Altamerikaner in den USA und in Kanada auch noch etwas erzählen könnten, zumindest auf Englisch – wenn sie noch am Leben wären.
Sonntag, 6. April 2008 12:21
methusalix †: @Marcelus
Marcelus: @„Amerikakenner“ methusalix: Eine gute Frage!
Im katholischen Amerika wohnen noch die Altamerikaner, …


… und sprechen alle spanisch und portugiesisch. Aber warum denn nur? Warum nicht Ketschua und Co? Möglicherweise haben die katholischen Völkermörder von den Menschen, die diese alten Sprachen beherrschten, einfach zu wenige am Leben gelassen?

… im protestantischen wohnen nur Europäer und Afrikaner.

Komisch, warum habe ich dann dort so viele Japaner, Inder und Chinesen getroffen? Und ausserdem viele Philippinos, Malaien und Thais? Fragen über Fragen und nur die katholische Kirche kennt die ganz wahre Wahrheit. Und natürlich Marcelus; ich bin gespannt!
Sonntag, 6. April 2008 12:04
Marcelus: @„Amerikakenner“ methusalix: Eine gute Frage!
Im katholischen Amerika wohnen noch die Altamerikaner,
im protestantischen wohnen nur Europäer und Afrikaner.

Sie versuchen also offensichtlich von der Genozidblutschuld der Angelsachsen abzulenken.
Sonntag, 6. April 2008 12:02
methusalix †: @Marcelus
Marcelus: @obelix: Die Eroberung Amerikas durch Spanien und Portugal war ein Raubzug, aber kein völkermordender Raubzug.

Lieb, Ihr Versuch die katholische Hierarchie von aller Blutschuld rein zu waschen. Aber leider vergeblich.

Wenn in Lateinamerika kein Völkermord stattfand, wo sind dann die ganzen Ureinwohner des Subkontinents? Das waren ja nicht nur achtzehn Leute. Sind die alle auf Flössen über den Pazifik nach Hawaii geschippert, wie Thor Heyerdahl auf seinem Kon Tiki?
Sonntag, 6. April 2008 11:30
Marcelus: @obelix: Die Eroberung Amerikas durch Spanien und Portugal war ein Raubzug, aber kein völker-
mordender Raubzug.

Den Völkermord haben sich die Briten in späteren Jahrhunderten vorbehalten, bis Anfang des 20. Jahrhunderts:
Und da hat die katholische Kirche leider nichts damit zu tun.

Sie müssen sich also bei den Protestanten beschweren.
Sonntag, 6. April 2008 11:26
obelix †: @Benedikt
Benedikt: @ obelix

So ein Quark – ich frage mich ernsthaft, ob Sie das selber glauben. Die Kirche besteht aus ihren Gliedern, den Gläubigen.


Das ist natürlich eine sehr bequeme Argumentation. Damit können sie praktisch jede noch so schlimme Organisation, bis hin zu N’drangheta exculpieren. Letztendlich müssen Sie, um die Machtgier der Organisation katholische Kirche und deren einzelner Mitglieder abzuleugnen, alle Geschichtsbücher umschreiben und sind damit auf dem besten Weg sich auf eine Stufe mit den Geschichtsklitterern a la Schüchter zu stellen.

>>Die Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land und Leben. Pech gehabt.<<

Auch Käse. Dieses Land wurde vom spanischen König einfach erobert. Ob mit oder ohne Religion war dem völlig wurst, der wollte Gold habe…


Praktisch, dass er dazu einen Freibrief (Tordesillas 1494) der katholischen Kirche erhalten hat. Finden Sie nicht auch? Jetzt können sie natürlich sagen, der hätte auch ohne päpstliche Erlaubnis Mittel- und Südamerika erobert. Aber entschuldigt dieses Argument die Unterstützung der Kirche für einen völkermordenenden Raubzug?
Samstag, 5. April 2008 23:46
Benedikt: @ obelix
Die Kirche hat noch nie was Gutes gemacht! Immer nur das, was ihrer Macht nützt. Wenn das gleichzeitig gut war, ok, wenn nicht, Pech gehabt.

So ein Quark – ich frage mich ernsthaft, ob Sie das selber glauben. Die Kirche besteht aus ihren Gliedern, den Gläubigen. Als sich zB (um nur ein einziges Beispiel zu nennen) Maximilian Kolbe für einen Familienvater zu Tode hungerte, in wie fern diente dies der Macht der Kirche? Ihr schwarz-weiß Denken ist schlimmer als das des US-Präsidenten. Dort die Kirche, das absolut Böse, Vertreterin allen Schreckens, die jemals irgendwo existiert haben und somit auch verwantwortlich für Schrecken, die mit ihr gar nichts zu tun haben. Und auf der anderen Seite die Aufklärung oder was weiß ich, das absolut Gute und Schöne. Gut, der Aufklärer Thomas Hobbes war ein Verfechter der Hexenverbrennung, während die Hexenverfolgung an sich immer innerkirchlich, und sogar vom Hl. Offizium abgelehnt wurde, aber solche Unstimmungkeiten müssen den großen Methusalix/Obelix nicht weiter interessieren. Das würde ja auch das ganze Weltbild durcheinanderbringen, in dem er sich so hübsch eingerichtet hat. Sie erinnern mich immer an den Philosophen in Brechts „Galilei“.

Wie die ursprünglichen Landeigentümer Südamerikas. Die hatten Pech. Die Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land und Leben. Pech gehabt.

Auch Käse. Dieses Land wurde vom spanischen König einfach erobert. Ob mit oder ohne Religion war dem völlig wurst, der wollte Gold habe…
Samstag, 5. April 2008 23:22
Graf von Galen: Wider VII, Judentum
Da entfaltet VII wieder seine Häresie von den angeblich
guten falschen Religionen.
Samstag, 5. April 2008 17:03
methusalix †: Danke dass Sie die Argumentation von Kurt K. psotwendend bestätigen!
Marcelus: @Kurt K.: Die dominierenden altamerikanischen Völker waren keine freundlichen Völker

Die dominierende Kirche jener Zeit (genauer gesagt, bis ihr Aufklärung und Säkularisation nach der französischen Revolution die Giftzähne gezogen haben) war kein freundliche Kirche.
Und Sie sind anscheinend jener Zeit verhaftet geblieben, somit auch kein freundlicher Katholik. Das ist gar nicht gut! Wo doch die Kirche, jetzt ohne Giftzähne, versucht aus der Situation das beste zu machen und sich vornehmlich als Kirche der Liebe geriert.
Seien Sie aber beruhigt; so ganz gelingt das den Kirchenfürsten auch noch nicht. Die müssen das auch noch üben. Siehe Ratzingers Wort von der „herbeigesehnten Ausrottung“ pardon, ich meinte natürlich Bekehrung.
Samstag, 5. April 2008 13:30
Marcelus: @Kurt K.: Die dominierenden altamerikanischen Völker waren keine freundlichen Völker
Sie wurden zuallererst unterworfen durch das Königreich Spanien, dann durch das Königreich Portugal, und nur unter Mitarbeit der katholischen Kirche.
Samstag, 5. April 2008 12:46
Pro Germania sancta †: @Daniel Stöhr: Mein letzter Statz war etwas zu lang geraten,
so dass ich das Prädikat ganz unterschlagen habe. Sorry!

Hier also nochmal die Aussage, vollständig und hoffentlich gut zu verstehen!

Ich denke, vor dem Hintergrund der Forschungsergebnisse der modernen Bibelwissenschaft wird man bestimmte Fehlentwicklungen insbesondere auch im Judentum besser feststellen und beurteilen können. Wie Sie das hier auch getan haben, hat dieses bisher zu wenig differenziert zwischen dem religiös begründeten Vernichtungsgebot wie es z.B. in Dtn 20,10-18 zu finden ist und dem Kriegsbann, wie er z.B. an den Amalekitern (1 Sam 15) vollzogen wurde. Von diesem sagt selbst die Encyclopaedia Judaica von 2007, er sei nicht aus der Tora abzuleiten, auch wenn eine entsprechende Anweisung („[du sollst] die Amalekiter vernichten“) in den gängigen Listen der 613 Toragebote („Mizwot“) zu finden ist…!
Samstag, 5. April 2008 12:22
Kurt K.: @ Methusalix
Dieses typische „bibibi, die andern haben das auch gemacht, dann dürfen wir das auch“ kennt man von allen radikalen. Die Neo- und Altnazis versuchen mit genau demselben Argument, das NS-Regime in Deutschland reinzuwaschen oder wenigstens, dessen Verbrechen zu relativieren –--> Stalin hat auch ganz viele Menschen ermordet.

Aber das dumme ist: Dadurch, dass jemand anders auch mordet, wird ein Mord den man selber begeht, nicht besser.

Und so verläuft hier auch die „Argumentation“ von Aliatus: Die Aztken haben auch gemordet und gefoltert – also sei das, was die kath. Kirche gemacht hat, weniger schlimm oder sogar gut / gerechtfertigt gewesen.

Dass das schon keine vernünftige Argumentation ist, wenn es „nur“ um zwei verbrecherische Regime geht (Hitler/Stalin) ist einsichtig.

Bei der „Kirche der Liebe“ wirds dann erst richtig peinlich.
Samstag, 5. April 2008 11:47
Pro Germania sancta †: @Daniel Stöhr: Sie sollten um die moderne Bibelwissenschaft, egal welcher Provenienz,
nicht von vornherein einen großen Bogen machen!

Der liebe Gott will, dass wir uns unserer geistigen Fähigkeiten bedienen, sicher auch um unsere Kenntnisse über die Heilige Schrift, ihre Entstehung (Sie glauben doch nicht etwa, dass die Wort für Wort womögliche einem einzigen Schriftsteller ins Ohr geflüstert worden wäre?) und den Sinnzusammenhang der unterschiedlichen Schrifttexte zu erweitern.

So auch hier! Die modernen Bibelwissenschaften haben herausgefunden, dass es selbst im Pentateuch, den Fünf Büchern Mose, von den Juden als „schriftliche Tora“ verehrt, vier unterschiedliche Redaktionsschichten gibt, in denen wiederum unterschiedliche Gottesbezeichnungen wie Jahwe, Elohim, El schaddai, El olam usw. auftauchen, die durchaus auch unterschiedlichen Gottesbildern entsprechen. Erst später hat man dann versucht, diese Gottesbilder einander anzugleichen, indem man gesagt hat: Es handelt sich um ein und denselben Gott von der ersten bis zur letzten Seite der Heiligen Schrift.

Ich denke, vor dem Hintergrund der Forschungsergebnisse der modernen Bibelwissenschaft wird man bestimmte Fehlentwicklungen insbesondere im Judentum, das – wie Sie – oft nicht differenziert hat zwischen dem deuternomischen, religiös begründeten Vernichtungsgebot wie es in Dtn 20 zu finden ist und dem Kriegsbann, wie er z.B. an den Amalekitern (1 Sam 15) vollzogen wurde, von dem selbst die Encyclopaedia Judaica von 2007 sagt, er sei nicht, wie lange Zeit geglaubt, aus der Tora abzuleiten!
Samstag, 5. April 2008 10:59
Aliatus: Legendenschmerz
@ obelix & die Irren

… daß zum Osterneumond bei den Atzteken bis zu 10.000 Personen geopfert wurden.

… Weinende Kinder, gefoltert bis zum Weinen


Das sind ja wirklich grossartige Gründe für die Ermordung ganzer Völker. Praktischer weise war hinterher das Land fast völlig leer, so dass man beim Landraub kaum noch auf Widerstand stiess.

Muss wohl göttliche Fügung gewesen sein, dass die ursprünglichen Landeigentümer ihre Zwangsbekehrung „heimlich herbeigesehnt haben“, wie unser grosser Ratzinger das zu formulieren beliebte.

Da kann ich nur hoffen, dass die Muslime nicht annehmen, dass wir Christen alle heimlich die Bekehrung zum einzig wahren Glauben (aus Sicht der Muslime natürlich!) ersehnen…
Samstag, 5. April 2008 06:30
Aliatus: Legendenschmerz
@ obelix & die Irren

Hinsichts der Cortez-Legende et al. müssen sie zur Kenntnis genommen haben, daß zum Osterneumond bei den Atzteken bis zu 10.000 Personen geopfert wurden. Die Regenbitte bei den ecuadorianischen Stämmen: Weinende Kinder, gefoltert bis zum Weinen –:- Regen.

Obelix und Freunde: Ersparen Sie es wenigstens den Kindern!
Samstag, 5. April 2008 02:37
HBR: Ultramontanus
Heißt das, ich kann jetzt jedes Wort eindeutschen, nur weil der Duden Eindeutschungen vornimmt, wenn sie in gewisser Zahl vorkommen? Das wäre doch ein Chaos, würde das jeder so machen! Bin ich etwa als Deutscher moralisch verpflichtet, Eindeutschungen zu befördern??
Ich glaube es würde unserer Sprache gut tun, wenn es wieder mehr Eindeutschungen geben würde. Leider neigt man ja heute dazu, immer neue Anglizismen für irgendwelche Tatbestände zu entwickeln, obwohl es hier sehr schöne deutsche Begriffe gibt.
Samstag, 5. April 2008 02:36
Ultramontanus: Schwierig,
lass mich eine Nacht drüber schlafen.
Samstag, 5. April 2008 02:35
Daniel Stöhr: Kannst du halten wie du willst
…hin und wieder eine Eindeutschung dürfte moralisch vertretbar sein, oder?
Samstag, 5. April 2008 02:33
Ultramontanus: Das ist doch absurd!
Heißt das, ich kann jetzt jedes Wort eindeutschen, nur weil der Duden Eindeutschungen vornimmt, wenn sie in gewisser Zahl vorkommen? Das wäre doch ein Chaos, würde das jeder so machen! Bin ich etwa als Deutscher moralisch verpflichtet, Eindeutschungen zu befördern??
Samstag, 5. April 2008 02:22
Daniel Stöhr: Im alten Testament
hat der Gott JAHVE die Ausrottung der Amalekiter befohlen, das ist richtig. Und dieser Gott ist im christlichen Glauben eines Wesens mit Jesus Christus. Heißt das jetzt, dass man als Christ den Ausrottungsbefehl hinsichtlich der Amalekiter als „Genozid“ bezeichnen darf? Nein, denn dadurch lästert man Gott.
Samstag, 5. April 2008 02:20
methusalix †: als obelix zur Korrektur
Es sind natürlich nicht die Täter, die das katholische Mordgesindel von damals verteidigen. Die sind doch längst alle in der Hölle. Es sind die, den Genozid von damals ableugnen. Ganz so wie die Türken heute nicht mehr wahr haben wollen, dass drei Genrationen vor ihnen andere Türken Völkermord an den Armeniern begangen haben.
Samstag, 5. April 2008 02:16
obelix †: Nö, die ist völlig in Ordnung.
Sobald du das Wort „katholisch“ oder „Kirche“ hörst, scheint deine Amüktala verrückt zu spielen. Da wäre vielleicht mal ein Gang zum Psychologen anzuraten.

Wer lesen kann, ist eben klar im Vorteil; und wer sich nicht von seiner Partei, pardon ich meinte natürlich von seinem Kapo, nein, schon wieder falsch, von seinem Führungsoffizier, nein, auch vorbei, jetzt hab ich es: Pfarrer und Katecheten vorschreiben lässt, was er lesen darf und was nicht, der gelangt eben zum ganzen Geschichtsbild und nicht nur zu dem Geschichtsbild, das die Partei, pardon es ist schon spät, ich meinte die, die eben bestimmen, wie das Geschichtsbild auszusehen hat, das man haben darf, … Sie wissen schon, es gibt Ereignisse, über die die Täter nicht gerne sprechen. Das ist ja auch verständlich. Vor allem wenn man den Anspruch der Täter kennt, dass man ganz besonders gut sei und ganz besonders gottgefällig und dass gearde dieser Gott Genozid befohlen, nein schon wieder falsch, das war das AT, also Genozid verboten hat, dann ist das ganze noch viel peinlicher. Und deswegen regt sich Herr Ketelhohn so auf und zitiert den Dekalog (aber der steht doch im AT, ist Genozid dann doch erlau…?).

PS: Um eine Fehlfunktion der Amygdala festzustellen benötigen Sie ein Labor, keinen Psychiater.
Samstag, 5. April 2008 02:15
Daniel Stöhr: bist falsch informiert:
Samstag, 5. April 2008 02:11
Ultramontanus: Du hast kein Recht
einfach „einzudeutschen“. Dafür sind die Damen und Herren vom Duden zuständig!
Samstag, 5. April 2008 02:05
Daniel Stöhr: Amüktala –
Amygdala. Das wurde von mir eben eingedeutscht.
Samstag, 5. April 2008 02:02
Ultramontanus: Was ist
die Amüktala?
Samstag, 5. April 2008 01:59
Daniel Stöhr: @obelix:
Sobald du das Wort „katholisch“ oder „Kirche“ hörst, scheint deine Amüktala verrückt zu spielen. Da wäre vielleicht mal ein Gang zum Psychologen anzuraten.
Samstag, 5. April 2008 01:54
obelix †: Na so was!
Nein, du lügnerisches Subjekt. Sie wurden Christen. Land und Leben verloren sie, wo die völkermörderischen Engländer hinkamen.

Deswegen ist in ganz Südamerika das ganze Land noch in Händen der ursprünglichen Landeigentümer und die Landessprache dort ist meist Ketschua mit seinen verwandten Sprachen.

PS:Dass es die Engländer nicht besser gemacht haben, ist keine Entschuldigung für katholischen Genozid. Sollten Sie eigentlich wissen; aber bei Ihnen hat wohl der Glauben alles Wissen verdrängt. Schade eigentlich. So unintelligent kommen Sie mir gar nicht vor.
Samstag, 5. April 2008 01:07
Robert Ketelhohn: ου ψευδομαρτυρησεις κατα του πλησιον σου μαρτυριαν ψευδη
Nein, du lügnerisches Subjekt. Sie wurden Christen. Land und Leben verloren sie, wo die völkermörderischen Engländer hinkamen.

Allerdings ist das hier nicht das Thema.
Freitag, 4. April 2008 23:25
obelix †: Völlig richtig Marcelus!
… und nicht im Parteisinne „Sie hat recht, weil sie Gutes macht“.

Die Kirche hat noch nie was Gutes gemacht! Immer nur das, was ihrer Macht nützt. Wenn das gleichzeitig gut war, ok, wenn nicht, Pech gehabt.
Wie die ursprünglichen Landeigentümer Südamerikas. Die hatten Pech. Die Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land und Leben. Pech gehabt.
Freitag, 4. April 2008 23:21
HBR: Wozu denn die neue Fürbitte?
Ich denke, dass man den katholisch – jüdischen Dialog auch führen kann, ohne dass man sein eigenes Wesen verrät. Die Juden tun das doch auch nicht.

Aber…wir wollen in Demut Gehorsam üben
Freitag, 4. April 2008 22:13
ordo62: ich habe ansich nichts gegen diese neue Fürbitte
man hätte sie aber im NOM einführen sollen
Freitag, 4. April 2008 21:57
Pius XII: Ich hatte schlimmeres erwartet
das ist reine Diplomatie, kein Abweichen vom theologischen Gehalt der Fürbitte
Freitag, 4. April 2008 21:11
Marcelus: Die Kirche hat in ihrer unfehlbaren Lehre auch tatsächlich
immer recht,

und nicht im Parteisinne „Sie hat recht, weil sie Gutes macht“.
Freitag, 4. April 2008 21:01
Kurt K.: @ Marcelus / Geyer
Marcelus: Sehr schön…

Geyer: Eigentor, würd ich sagen… die Partei hat immer recht… auch bekannt als „Unfehlbarkeit“ bei der „ewigen Wahrheit“…

Freitag, 4. April 2008 21:00
Marcelus: @F. Geyer: Das Lied gibt’s auch in voller Länge
Man sollte es für die übernatürliche Kirche umtexten!

Die Partei hat immer recht (Louis Fürnberg, 1950)
http://de.youtube.com/watch?v=OPNin0-dLVE
Freitag, 4. April 2008 20:57
Florian Geyer: Zum Hutshopping
eine passende muskalische Untermalung speziell für Kurt K und Methusalix
Freitag, 4. April 2008 20:50
Marcelus: Wer sich noch für Hüte und andere Kaufprodukte interessiert, der kann sich auch beim DDR-Fernsehen
Freitag, 4. April 2008 20:43
Krak des Chevaliers: Unglaubliches Hin und Her
Es ist schon ein unglaubliches Hin und Her, das um die neue Karfreitagsfürbitte veranstaltet wird. Das ganze macht jedoch deutlich, dass kein Kirchenführer es mehr waagen darf, von der Notwendigkeit einer Bekehrung für die Juden zu sprechen. Was wohl die geborenen Juden Petrus und Paulus dazu sagen würden???
Freitag, 4. April 2008 20:16
Marcelus: @Kurt K.: Ich bevorzuge die Hüte der britischen Siedler
Freitag, 4. April 2008 20:12
Kurt K.: Ich mag die Italiener
Also Italienische Hüte wie DIESEN.

Kleidsam und praktisch – bei Regen wie bei Sonnenschein.
Freitag, 4. April 2008 20:12
Florian Geyer: methusalix
Kompliment gut gewählt !!
besonders kommt er zur Geltung mit Hahnenschwanz oben !
Freitag, 4. April 2008 20:07
methusalix †: … ist sehr schön, aber in dieser Stilrichtung bevorzuge ich persönlich die Lamberg Hüte aus
Österreich.
Ist so eine Art Familientradition bei uns. Click
Freitag, 4. April 2008 20:04
Marcelus: @methusalix: Das schließt ja einander nicht aus
Auch Naturwissenschaftler können ein Hutgeschäft betreiben oder in einem arbeiten.
Freitag, 4. April 2008 20:03
Florian Geyer: is mir zu teuer
ich denke mir passt ohnehin dieser hier besser:

http://hut-hut.de/…log/product_info.php?cPath=21&produ…
Freitag, 4. April 2008 20:03
methusalix †: Nein, ich bin Naturwissenschaftler …
… aber trage sehr gerne Hüte.

PS: im letzten Beitrag muss es natürlich heissen „Borsalino“ der Fa. Mayser, weil die Hutformen der Fa. Borsalino für eine ganze Stilrichtung stehen. Übrigens macht Stetson in den USA fast noch schönere Hüte als die Italiener. Aber dazu gehören sicher NICHT die Hüter der Herren auf dem Bild. Viel zu altmodisch, aber das sollen sie auch wohl sein.
Freitag, 4. April 2008 19:58
Marcelus: @methusalix: Sind Sie ein
Hutverkäufer?

Haben Sie auch neuere Modelle?
Freitag, 4. April 2008 19:57
methusalix †: @Geyer, Marcelus
Florian Geyer: Wieviel
kostet so ein Hut ?


Für einen Filzhut erster Qualität der Firma Stetson zahlt man in D und A ca. 150,- bis 300,- Euro. Genausoviel also wie für einen guten Borsalino der Fa. Mayser.
Freitag, 4. April 2008 19:54
Marcelus: @F. Geyer: Kommt drauf an, wie alt der Hut ist
Der Hut Abrahams und Moses’ wird erheblich teurer sein.
Freitag, 4. April 2008 19:45
Florian Geyer: Wieviel
kostet so ein Hut ?
Freitag, 4. April 2008 19:28
sacerdos helveticus: Diplomatie!
Ziemlich diplomatisch der Text!
Zur Frage der Judenmission und des Heilsweges für die Juden findet sich kein Wort. Ob die Juden sich mit diesem Text zufriedengeben?
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