Am heutigen Freitag veröffentlichte das vatikanische Staatssekretariat ein Kommunique zur neuen Karfreitagsfürbitte für die Juden im Alten Ritus. Der Text.
(kreuz.net, Vatikan) Nach der Veröffentlichung der neuen Fürbitte für die Juden für das Römische
Meßbuch von 1962 haben einige Gruppen in der jüdischen Gemeinschaft ihre Enttäuschung geäußert, daß
der Text nicht mit den Erklärungen und offiziellen Äußerungen des Heiligen Stuhls über das jüdische
Volk und seinen Glauben harmoniere.
Diese haben einen Fortschritt der freundlichen Beziehungen zwischen
den Juden und der katholischen Kirche in den letzten vierzig Jahren bezeichnet.
Der Heilige Stuhl versichert,
daß die neue Formulierung der Fürbitte – die einige Ausdrücke des Meßbuchs von 1962 verändert hat –
in keiner Weise beabsichtigt, eine Änderung der Haltung der Kirche gegenüber den Juden – die sich auf
Basis des Zweiten Vatikanischen Konzils und besonders der Erklärung ‘Nostra Aetate’ entwickelt hat –
anzudeuten.
Papst Benedikt XVI. bemerkte in einer Audienz für die Oberrabbiner Israels am 15. September
2005, daß dieses Dokument sich als „Meilenstein auf dem Weg zur Aussöhnung der Christen mit dem jüdischen
Volk erwiesen hat“.
Die Kontinuität der Position von ‘Nostra Aetate’ zeigt sich klar in der Tatsache,
daß die Fürbitte für die Juden im Meßbuch von 1970 volle Gültigkeit behält und für Katholiken die
ordentliche Form des Gebets ist.
Im Kontext anderer Äußerungen des Konzils – über die Heilige Schrift
(Dei Verbum 14) und über die Kirche (Lumen Gentium 16) – zeigt ‘Nostra Aetate’ die grundlegenden Prinzipien,
die bisher und auch heute die Bande der Hochachtung, des Dialogs, der Liebe, der Solidarität und der
Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Juden stützten und stützen.
‘Nostra Aetate’ erinnert gerade
im Blick auf das Mysterium der Kirche an das einzigartige Band, mit dem das Volk des Neuen Testamentes
geistig mit dem Stamm Abrahams verbunden ist. Das Dokument weist jede Haltung der Mißachtung und der
Diskriminierung gegenüber Juden zurück, besonders verurteilt es jede Form des Antisemitismus.
Der Heilige
Stuhl hofft, daß die Erklärungen in diesem Kommunique helfen werden, jegliche Mißverständnisse aufzuklären.
Er wiederholt den festen Wunsch, daß sich der konkrete Fortschritt im gegenseitigen Verständnis und
im Wachsen der Hochachtung zwischen Juden und Christen weiter entfaltet.
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@Benedikt Es gibt laut Ihrem mehrfach geäußerten Urteil gar keine guten Katholiken, sondern nur Verbrecher.
Eigentlich gebe ich hier doch nur die Lehre der katholischen Kirche wieder, dass alle Menschen Sünder
sind. Und das nicht zu knapp. Sie dürfen gerne den, meiner Ansicht nach graduellen, Unterschied zwischen
Sünder und Verbrecher festlegen, wenn Ihnen danach ist. Generationen von Moraltheologen nicht erst beginnend
mit dem Heiligen Alfons und bestimmt nicht endend mit Häring oder gar, Gott behüte! mit Laun, haben
doch nichts anderes zu tun gehabt, als sich zu überlegen, was sie den Menschen als Sünde anrechnen könnten
und waren da sehr erfinderisch (Nicht weniger die Juden! Wussten Sie, dass es -angeblich- bei den Juden
Sünde ist, sich einen erlaubten Genuss entgehen zu lassen?); je mehr und je schwerere Sünden definiert
wurden, um so schwerer war die Lossprechung zu erreichen, um so mehr benötigte man den geistlichen Beistand
eines Priesters. So macht sich ein ganzer Stand unentbehrlich. Meiner Ansicht nach ist das der Grund,
warum die Beichtstühle leer sind und nicht der böse, böse 68er Zeitgeist. Dabei ist die Beichte so
ziemlich das wichtigste und wertvollste was der Katholizismus zu bieten hat. Ein guter Beichtiger erspart
einem den Psychiater; ein schlechter bringt sie auf seine Couch.
@ methusalix Sie haben es nicht kapiert. Ich will gar nichts aufrechnen und rechtfertigen. Das geht nämlich
gar nicht, weil die Formulierung „guter Katholik“ bei Ihnen eine contradictio in adiecto ist. Es gibt
laut Ihrem mehrfach geäußerten Urteil gar keine guten Katholiken, sondern nur Verbrecher. Sie machen
sich dabei nicht die Mühe, zwischen einem Renaissancepapst und einem caritativen Orden zu unterscheiden
und DARIN liegt der Vorwurf, den ich Ihnen mache. Nicht, dass Sie Alexander VI. einen Verbrecher nennen,
oder andere problematische Gestalten der Kirchengeschichte. Ich weiß, dass es die gegeben hat. Aber Sie
setzen diese Leute einfach mit jedem x-beliebigen Gläubigen gleich, und mag er ein Heiliger der Nächstenliebe
gewesen sein. Das ist einfach nicht sachgerecht und ganz schön beleidigend für die vielen Millionen
Christen, die sich redlich um ihren Nächsten bemühen und dafür gelegentlich große Opfer auf sich nehmen.
Nur wenn Sie davon ausgehen, dass der papst gleichzeitig Eigentümer all dessen ist, was Katholiken Dann
hat der Papst ja sein verlorenes Papstkönigreich wieder, zumindest in Übersee! ihr eigen nennen. Gehen
Sie davon aus, dass dem Papst Ihr Eigentum gehört? @Benedikt Sie können Ihre Argumentation in den Kamin
schiessen. Sie wird immer wieder missbraucht, um die Gräueltaten von „guten Katholiken“ (welch ein Euphemismus,
bei Mordgesindel wie dem Caudillo) zu eculpieren, bei gleichzeitiger Verdammung des Sozialismus, Kommunismus,
McCarthyismus (pardon nein, der ging inidrekt gegen die Juden, von dem müssten die „guten Katholiken“
eigentlich entzückt gewesen sein; direkt gegen Bolschewisten, Kommunisten und „Linksintellektuelle“ und
indirekter Anisemitismus. Schade dass McCarthy nicht katholisch war) und allem was links von Adolf dem
Braunen stand. Wie gesagt, sparen Sie sich Ihre Worte.
@„methusalix“: Amerika gehört also rechtlich der katholischen Kirche? Dann hat der Papst ja sein verlorenes
Papstkönigreich wieder, zumindest in Übersee! Schade, daß das der sel. Pius IX. und seine Nachfolger
nicht wußten. Dann hätte der selige Pius ja eine Riesenarmee zur Verfügung gehabt, um die großitalienischen
Angreifer aus dem Papstkönigreich in Mittelitalien wieder herauszubefördern, ähnlich wie Großbritannien
1917 gegen Deutschland in Form nicht nur Kanadas, sondern auch der USA.
@ obelix Das ist natürlich eine sehr bequeme Argumentation. Damit können sie praktisch jede noch so
schlimme Organisation, bis hin zu N’drangheta exculpieren. Sie haben es erfasst. Sogar bei den N’drangheta
gibt es Schuldige und weniger Schuldige. Sie können NIE alle Mitglieder einer Organisation (schon gar
nicht einer solchen, die mittlerweile 1,1 Mrd Mitglieder hat und seit 2000 Jahren existiert) einfach über
einen Kamm scheren. Das aber machen Sie permanent. Jede Art von Differenzierung ist Ihnen fremd. Niicht
Alexander VI. war ein Verbrecher, es waren immer gleich alle. Nach den Taten des einzelnen fragen Sie
erst gar nicht, Sie nehmen alle in Kollektivhaftung. Es dürfte logisch sein, dass Sie auf diese Weise
kein angemessenes Urteil zu fällen in der Lage sind. Praktisch, dass er dazu einen Freibrief (Tordesillas
1494) der katholischen Kirche erhalten hat. Finden Sie nicht auch? Jetzt können sie natürlich sagen,
der hätte auch ohne päpstliche Erlaubnis Mittel- und Südamerika erobert. Aber entschuldigt dieses Argument
die Unterstützung der Kirche für einen völkermordenenden Raubzug? Ich sage in der Tat, dass er das
auch so getan hätte. Er hat ja auch nicht um Erlaubnis gefragt, sondern sich später sein Vorgehen bestätigen
lassen. Dies „Unterstützung“ zu nennen ist absurd. Unterstützung kann nur eine tatsächliche Hilfeleistung
sein.
@Marcelus Marcelus: @Erzlügner „Obelix“: Gehört Amerika also der katholischen Kirche und damit auch
den deutschen Katholiken? Der grösste Teil des Landes gehört katholischen Latifundienbesitzern, den
Nachkommen derer, die dieses Land den ursprünglichen Eigentümern geraubt haben. Den Nachkommen der ursprünglichen
Landeigentümern, den Campesinos gehört fast kein Land. Ja, fast alles Land, mit dem Geld verdient werden
kann gehört Mitgliedern der römisch-katholischen Kirche. Ob es damit auch der Kirche gehört, regelt
sich durch die Vorschriften zur Kirchensteuer oder sonstigen Abgaben, die Katholiken ihrer Kirche erbringen.
Wie viel von Ihren Sparbüchern gehört der römisch-katholischen Kirche? Wie gross ist Ihr Eigentumsanteil
am Eigentum der römisch-katholischen Kirche? Das sind gaaaanz wichtige Fragen.
@Erzlügner „Obelix“: Nehmen Sie zur Kenntnis, daß in Amerika nicht „die Katholiken“ das Land eroberten,
sondern Spanien und Portugal, die zur katholischen Kirche gehören. Gehört Amerika also der katholischen
Kirche und damit auch den deutschen Katholiken?
@Marcelus … wenn die Altamerikaner in den USA und in Kanada auch noch etwas erzählen könnten, …
Da haben wir es wieder, das alte, schäbige, katholische Argument,dass alle gerne verwenden, die ihre
eigenen Untaten verstecken und verniedlichen: Aber die anderen waren viiiiiiel schlimmer! Da relativiert
sich doch jeder Mord von Katholiken. Stalin hat viel mehr Menschen ermorden lassen als Franco und Pinochet
zusammen (ausserdem waren die katholisch und Stalin Atheist, die Katholiken durften das, Stalin nicht).
Es lebe der gute alte katholische Relativismus!!! (aber hat Paparatzi den noch nicht verboten?)
@methusalix: Warum sprechen die Altamerikaner Spanisch und Portugiesisch? Wenigstens sprechen sie überhaupt
noch. Wäre doch schön, wenn die Altamerikaner in den USA und in Kanada auch noch etwas erzählen könnten,
zumindest auf Englisch – wenn sie noch am Leben wären.
#50 methusalix † 12:21:08 | Sonntag, 6. April 2008
@Marcelus Marcelus: @„Amerikakenner“ methusalix: Eine gute Frage! Im katholischen Amerika wohnen noch
die Altamerikaner, … … und sprechen alle spanisch und portugiesisch. Aber warum denn nur? Warum nicht
Ketschua und Co? Möglicherweise haben die katholischen Völkermörder von den Menschen, die diese alten
Sprachen beherrschten, einfach zu wenige am Leben gelassen? … im protestantischen wohnen nur Europäer
und Afrikaner. Komisch, warum habe ich dann dort so viele Japaner, Inder und Chinesen getroffen? Und ausserdem
viele Philippinos, Malaien und Thais? Fragen über Fragen und nur die katholische Kirche kennt die ganz
wahre Wahrheit. Und natürlich Marcelus; ich bin gespannt!
@„Amerikakenner“ methusalix: Eine gute Frage! Im katholischen Amerika wohnen noch die Altamerikaner, im
protestantischen wohnen nur Europäer und Afrikaner. Sie versuchen also offensichtlich von der Genozidblutschuld
der Angelsachsen abzulenken.
#48 methusalix † 12:02:09 | Sonntag, 6. April 2008
@Marcelus Marcelus: @obelix: Die Eroberung Amerikas durch Spanien und Portugal war ein Raubzug, aber kein
völkermordender Raubzug. Lieb, Ihr Versuch die katholische Hierarchie von aller Blutschuld rein zu waschen.
Aber leider vergeblich. Wenn in Lateinamerika kein Völkermord stattfand, wo sind dann die ganzen Ureinwohner
des Subkontinents? Das waren ja nicht nur achtzehn Leute. Sind die alle auf Flössen über den Pazifik
nach Hawaii geschippert, wie Thor Heyerdahl auf seinem Kon Tiki?
@obelix: Die Eroberung Amerikas durch Spanien und Portugal war ein Raubzug, aber kein völker- mordender
Raubzug. Den Völkermord haben sich die Briten in späteren Jahrhunderten vorbehalten, bis Anfang des
20. Jahrhunderts: Und da hat die katholische Kirche leider nichts damit zu tun. Sie müssen sich also
bei den Protestanten beschweren.
@Benedikt Benedikt: @ obelix So ein Quark – ich frage mich ernsthaft, ob Sie das selber glauben. Die Kirche
besteht aus ihren Gliedern, den Gläubigen. Das ist natürlich eine sehr bequeme Argumentation. Damit
können sie praktisch jede noch so schlimme Organisation, bis hin zu N’drangheta exculpieren. Letztendlich
müssen Sie, um die Machtgier der Organisation katholische Kirche und deren einzelner Mitglieder abzuleugnen,
alle Geschichtsbücher umschreiben und sind damit auf dem besten Weg sich auf eine Stufe mit den Geschichtsklitterern
a la Schüchter zu stellen. >>Die Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land
und Leben. Pech gehabt.<< Auch Käse. Dieses Land wurde vom spanischen König einfach erobert. Ob mit
oder ohne Religion war dem völlig wurst, der wollte Gold habe… Praktisch, dass er dazu einen Freibrief
(Tordesillas 1494) der katholischen Kirche erhalten hat. Finden Sie nicht auch? Jetzt können sie natürlich
sagen, der hätte auch ohne päpstliche Erlaubnis Mittel- und Südamerika erobert. Aber entschuldigt dieses
Argument die Unterstützung der Kirche für einen völkermordenenden Raubzug?
@ obelix Die Kirche hat noch nie was Gutes gemacht! Immer nur das, was ihrer Macht nützt. Wenn das gleichzeitig
gut war, ok, wenn nicht, Pech gehabt. So ein Quark – ich frage mich ernsthaft, ob Sie das selber glauben.
Die Kirche besteht aus ihren Gliedern, den Gläubigen. Als sich zB (um nur ein einziges Beispiel zu nennen)
Maximilian Kolbe für einen Familienvater zu Tode hungerte, in wie fern diente dies der Macht der Kirche?
Ihr schwarz-weiß Denken ist schlimmer als das des US-Präsidenten. Dort die Kirche, das absolut Böse,
Vertreterin allen Schreckens, die jemals irgendwo existiert haben und somit auch verwantwortlich für
Schrecken, die mit ihr gar nichts zu tun haben. Und auf der anderen Seite die Aufklärung oder was weiß
ich, das absolut Gute und Schöne. Gut, der Aufklärer Thomas Hobbes war ein Verfechter der Hexenverbrennung,
während die Hexenverfolgung an sich immer innerkirchlich, und sogar vom Hl. Offizium abgelehnt wurde,
aber solche Unstimmungkeiten müssen den großen Methusalix/Obelix nicht weiter interessieren. Das würde
ja auch das ganze Weltbild durcheinanderbringen, in dem er sich so hübsch eingerichtet hat. Sie erinnern
mich immer an den Philosophen in Brechts „Galilei“. Wie die ursprünglichen Landeigentümer Südamerikas.
Die hatten Pech. Die Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land und Leben. Pech
gehabt. Auch Käse. Dieses Land wurde vom spanischen König einfach erobert. Ob mit oder ohne Religion
war dem völlig wurst, der wollte Gold habe…
#43 methusalix † 17:03:13 | Samstag, 5. April 2008
Danke dass Sie die Argumentation von Kurt K. psotwendend bestätigen! Marcelus: @Kurt K.: Die dominierenden
altamerikanischen Völker waren keine freundlichen Völker Die dominierende Kirche jener Zeit (genauer
gesagt, bis ihr Aufklärung und Säkularisation nach der französischen Revolution die Giftzähne gezogen
haben) war kein freundliche Kirche. Und Sie sind anscheinend jener Zeit verhaftet geblieben, somit auch
kein freundlicher Katholik. Das ist gar nicht gut! Wo doch die Kirche, jetzt ohne Giftzähne, versucht
aus der Situation das beste zu machen und sich vornehmlich als Kirche der Liebe geriert. Seien Sie aber
beruhigt; so ganz gelingt das den Kirchenfürsten auch noch nicht. Die müssen das auch noch üben. Siehe
Ratzingers Wort von der „herbeigesehnten Ausrottung“ pardon, ich meinte natürlich Bekehrung.
@Kurt K.: Die dominierenden altamerikanischen Völker waren keine freundlichen Völker Sie wurden zuallererst
unterworfen durch das Königreich Spanien, dann durch das Königreich Portugal, und nur unter Mitarbeit
der katholischen Kirche.
@Daniel Stöhr: Mein letzter Statz war etwas zu lang geraten, so dass ich das Prädikat ganz unterschlagen
habe. Sorry! Hier also nochmal die Aussage, vollständig und hoffentlich gut zu verstehen! Ich denke,
vor dem Hintergrund der Forschungsergebnisse der modernen Bibelwissenschaft wird man bestimmte Fehlentwicklungen
insbesondere auch im Judentum besser feststellen und beurteilen können. Wie Sie das hier auch getan haben,
hat dieses bisher zu wenig differenziert zwischen dem religiös begründeten Vernichtungsgebot wie es
z.B. in Dtn 20,10-18 zu finden ist und dem Kriegsbann, wie er z.B. an den Amalekitern (1 Sam 15) vollzogen
wurde. Von diesem sagt selbst die Encyclopaedia Judaica von 2007, er sei nicht aus der Tora abzuleiten,
auch wenn eine entsprechende Anweisung („[du sollst] die Amalekiter vernichten“) in den gängigen Listen
der 613 Toragebote („Mizwot“) zu finden ist…!
@ Methusalix Dieses typische „bibibi, die andern haben das auch gemacht, dann dürfen wir das auch“ kennt
man von allen radikalen. Die Neo- und Altnazis versuchen mit genau demselben Argument, das NS-Regime in
Deutschland reinzuwaschen oder wenigstens, dessen Verbrechen zu relativieren –--> Stalin hat auch ganz
viele Menschen ermordet. Aber das dumme ist: Dadurch, dass jemand anders auch mordet, wird ein Mord den
man selber begeht, nicht besser. Und so verläuft hier auch die „Argumentation“ von Aliatus: Die Aztken
haben auch gemordet und gefoltert – also sei das, was die kath. Kirche gemacht hat, weniger schlimm oder
sogar gut / gerechtfertigt gewesen. Dass das schon keine vernünftige Argumentation ist, wenn es „nur“
um zwei verbrecherische Regime geht (Hitler/Stalin) ist einsichtig. Bei der „Kirche der Liebe“ wirds dann
erst richtig peinlich.
@Daniel Stöhr: Sie sollten um die moderne Bibelwissenschaft, egal welcher Provenienz, nicht von vornherein
einen großen Bogen machen! Der liebe Gott will, dass wir uns unserer geistigen Fähigkeiten bedienen,
sicher auch um unsere Kenntnisse über die Heilige Schrift, ihre Entstehung (Sie glauben doch nicht etwa,
dass die Wort für Wort womögliche einem einzigen Schriftsteller ins Ohr geflüstert worden wäre?) und
den Sinnzusammenhang der unterschiedlichen Schrifttexte zu erweitern. So auch hier! Die modernen Bibelwissenschaften
haben herausgefunden, dass es selbst im Pentateuch, den Fünf Büchern Mose, von den Juden als „schriftliche
Tora“ verehrt, vier unterschiedliche Redaktionsschichten gibt, in denen wiederum unterschiedliche Gottesbezeichnungen
wie Jahwe, Elohim, El schaddai, El olam usw. auftauchen, die durchaus auch unterschiedlichen Gottesbildern
entsprechen. Erst später hat man dann versucht, diese Gottesbilder einander anzugleichen, indem man gesagt
hat: Es handelt sich um ein und denselben Gott von der ersten bis zur letzten Seite der Heiligen Schrift.
Ich denke, vor dem Hintergrund der Forschungsergebnisse der modernen Bibelwissenschaft wird man bestimmte
Fehlentwicklungen insbesondere im Judentum, das – wie Sie – oft nicht differenziert hat zwischen dem deuternomischen,
religiös begründeten Vernichtungsgebot wie es in Dtn 20 zu finden ist und dem Kriegsbann, wie er z.B.
an den Amalekitern (1 Sam 15) vollzogen wurde, von dem selbst die Encyclopaedia Judaica von 2007 sagt,
er sei nicht, wie lange Zeit geglaubt, aus der Tora abzuleiten!
#38 methusalix † 10:59:11 | Samstag, 5. April 2008
@Alien Aliatus: Legendenschmerz @ obelix & die Irren … daß zum Osterneumond bei den Atzteken bis zu
10.000 Personen geopfert wurden. … Weinende Kinder, gefoltert bis zum Weinen Das sind ja wirklich grossartige
Gründe für die Ermordung ganzer Völker. Praktischer weise war hinterher das Land fast völlig leer,
so dass man beim Landraub kaum noch auf Widerstand stiess. Muss wohl göttliche Fügung gewesen sein,
dass die ursprünglichen Landeigentümer ihre Zwangsbekehrung „heimlich herbeigesehnt haben“, wie unser
grosser Ratzinger das zu formulieren beliebte. Da kann ich nur hoffen, dass die Muslime nicht annehmen,
dass wir Christen alle heimlich die Bekehrung zum einzig wahren Glauben (aus Sicht der Muslime natürlich!)
ersehnen…
Legendenschmerz @ obelix & die Irren Hinsichts der Cortez-Legende et al. müssen sie zur Kenntnis genommen
haben, daß zum Osterneumond bei den Atzteken bis zu 10.000 Personen geopfert wurden. Die Regenbitte bei
den ecuadorianischen Stämmen: Weinende Kinder, gefoltert bis zum Weinen –:- Regen. Obelix und Freunde:
Ersparen Sie es wenigstens den Kindern!
Ultramontanus Heißt das, ich kann jetzt jedes Wort eindeutschen, nur weil der Duden Eindeutschungen vornimmt,
wenn sie in gewisser Zahl vorkommen? Das wäre doch ein Chaos, würde das jeder so machen! Bin ich etwa
als Deutscher moralisch verpflichtet, Eindeutschungen zu befördern?? Ich glaube es würde unserer Sprache
gut tun, wenn es wieder mehr Eindeutschungen geben würde. Leider neigt man ja heute dazu, immer neue
Anglizismen für irgendwelche Tatbestände zu entwickeln, obwohl es hier sehr schöne deutsche Begriffe
gibt.
Das ist doch absurd! Heißt das, ich kann jetzt jedes Wort eindeutschen, nur weil der Duden Eindeutschungen
vornimmt, wenn sie in gewisser Zahl vorkommen? Das wäre doch ein Chaos, würde das jeder so machen! Bin
ich etwa als Deutscher moralisch verpflichtet, Eindeutschungen zu befördern??
Im alten Testament hat der Gott JAHVE die Ausrottung der Amalekiter befohlen, das ist richtig. Und dieser
Gott ist im christlichen Glauben eines Wesens mit Jesus Christus. Heißt das jetzt, dass man als Christ
den Ausrottungsbefehl hinsichtlich der Amalekiter als „Genozid“ bezeichnen darf? Nein, denn dadurch lästert
man Gott.
#31 methusalix † 02:20:35 | Samstag, 5. April 2008
als obelix zur Korrektur Es sind natürlich nicht die Täter, die das katholische Mordgesindel von damals
verteidigen. Die sind doch längst alle in der Hölle. Es sind die, den Genozid von damals ableugnen.
Ganz so wie die Türken heute nicht mehr wahr haben wollen, dass drei Genrationen vor ihnen andere Türken
Völkermord an den Armeniern begangen haben.
Nö, die ist völlig in Ordnung. Sobald du das Wort „katholisch“ oder „Kirche“ hörst, scheint deine Amüktala
verrückt zu spielen. Da wäre vielleicht mal ein Gang zum Psychologen anzuraten. Wer lesen kann, ist
eben klar im Vorteil; und wer sich nicht von seiner Partei, pardon ich meinte natürlich von seinem Kapo,
nein, schon wieder falsch, von seinem Führungsoffizier, nein, auch vorbei, jetzt hab ich es: Pfarrer
und Katecheten vorschreiben lässt, was er lesen darf und was nicht, der gelangt eben zum ganzen Geschichtsbild
und nicht nur zu dem Geschichtsbild, das die Partei, pardon es ist schon spät, ich meinte die, die eben
bestimmen, wie das Geschichtsbild auszusehen hat, das man haben darf, … Sie wissen schon, es gibt Ereignisse,
über die die Täter nicht gerne sprechen. Das ist ja auch verständlich. Vor allem wenn man den Anspruch
der Täter kennt, dass man ganz besonders gut sei und ganz besonders gottgefällig und dass gearde dieser
Gott Genozid befohlen, nein schon wieder falsch, das war das AT, also Genozid verboten hat, dann ist das
ganze noch viel peinlicher. Und deswegen regt sich Herr Ketelhohn so auf und zitiert den Dekalog (aber
der steht doch im AT, ist Genozid dann doch erlau…?). PS: Um eine Fehlfunktion der Amygdala festzustellen
benötigen Sie ein Labor, keinen Psychiater.
bist falsch informiert: „Die Dudenredaktion beobachtet die Sprachentwicklung und nimmt Wörter, die mit
einer gewissen Häufigkeit in den Medien auftauchen, in das Wörterbuch auf. de.wikipedia.org/wiki/Duden“
Ich stimme also selbst mit drüber ab, was eingedeutscht wird und was nicht- und du auch, merk dir’s!
@obelix: Sobald du das Wort „katholisch“ oder „Kirche“ hörst, scheint deine Amüktala verrückt zu spielen.
Da wäre vielleicht mal ein Gang zum Psychologen anzuraten.
Na so was! Nein, du lügnerisches Subjekt. Sie wurden Christen. Land und Leben verloren sie, wo die völkermörderischen
Engländer hinkamen. Deswegen ist in ganz Südamerika das ganze Land noch in Händen der ursprünglichen
Landeigentümer und die Landessprache dort ist meist Ketschua mit seinen verwandten Sprachen. PS:Dass
es die Engländer nicht besser gemacht haben, ist keine Entschuldigung für katholischen Genozid. Sollten
Sie eigentlich wissen; aber bei Ihnen hat wohl der Glauben alles Wissen verdrängt. Schade eigentlich.
So unintelligent kommen Sie mir gar nicht vor.
ου ψευδομαρτυρησεις κατα του πλησιον σου μαρτυριαν ψευδη
Nein, du lügnerisches Subjekt. Sie wurden Christen. Land und Leben verloren sie, wo die völkermörderischen
Engländer hinkamen. Allerdings ist das hier nicht das Thema.
Völlig richtig Marcelus! … und nicht im Parteisinne „Sie hat recht, weil sie Gutes macht“. Die Kirche
hat noch nie was Gutes gemacht! Immer nur das, was ihrer Macht nützt. Wenn das gleichzeitig gut war,
ok, wenn nicht, Pech gehabt. Wie die ursprünglichen Landeigentümer Südamerikas. Die hatten Pech. Die
Kirche kam, um zu missionieren. Dabei verloren die armen Teufel Land und Leben. Pech gehabt.
Wozu denn die neue Fürbitte? Ich denke, dass man den katholisch – jüdischen Dialog auch führen kann,
ohne dass man sein eigenes Wesen verrät. Die Juden tun das doch auch nicht. Aber…wir wollen in Demut
Gehorsam üben
@ Marcelus / Geyer Marcelus: Sehr schön… Geyer: Eigentor, würd ich sagen… die Partei hat immer
recht… auch bekannt als „Unfehlbarkeit“ bei der „ewigen Wahrheit“…
@F. Geyer: Das Lied gibt’s auch in voller Länge Man sollte es für die übernatürliche Kirche umtexten!
Die Partei hat immer recht (Louis Fürnberg, 1950) de.youtube.com/watch?v=OPNin0-dLVE
Wer sich noch für Hüte und andere Kaufprodukte interessiert, der kann sich auch beim DDR-Fernsehen noch
was bestellen: de.youtube.com/watch?v=67YIhJID3-Q&…
Unglaubliches Hin und Her Es ist schon ein unglaubliches Hin und Her, das um die neue Karfreitagsfürbitte
veranstaltet wird. Das ganze macht jedoch deutlich, dass kein Kirchenführer es mehr waagen darf, von
der Notwendigkeit einer Bekehrung für die Juden zu sprechen. Was wohl die geborenen Juden Petrus und
Paulus dazu sagen würden???
Ich mag die Italiener Also Italienische Hüte wie DIESEN www.mysticum.de/…s/4553_Eisenhut.html. Kleidsam
und praktisch – bei Regen wie bei Sonnenschein.
… ist sehr schön, aber in dieser Stilrichtung bevorzuge ich persönlich die Lamberg Hüte aus Österreich.
Ist so eine Art Familientradition bei uns. Click www.nagy-hut.at/item.php?show=101&kat=3…
Nein, ich bin Naturwissenschaftler … … aber trage sehr gerne Hüte. PS: im letzten Beitrag muss es
natürlich heissen „Borsalino“ der Fa. Mayser, weil die Hutformen der Fa. Borsalino für eine ganze Stilrichtung
stehen. Übrigens macht Stetson in den USA fast noch schönere Hüte als die Italiener. Aber dazu gehören
sicher NICHT die Hüter der Herren auf dem Bild. Viel zu altmodisch, aber das sollen sie auch wohl sein.
@Geyer, Marcelus Florian Geyer: Wieviel kostet so ein Hut ? Für einen Filzhut erster Qualität der Firma
Stetson zahlt man in D und A ca. 150,- bis 300,- Euro. Genausoviel also wie für einen guten Borsalino
der Fa. Mayser.
Diplomatie! Ziemlich diplomatisch der Text! Zur Frage der Judenmission und des Heilsweges für die Juden
findet sich kein Wort. Ob die Juden sich mit diesem Text zufriedengeben?