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Samstag, 5. April 2008 14:48
Sexual-Archäologie im Erzbistum Köln
In Bergisch Gladbach macht man gegenwärtig Jagd auf einen verstorbenen Priester. Der Staatsanwalt wird die Finger von der Sache lassen.
Anglikanische Pastoren werben auf einem Homo-Auflauf in New York für die Homo-Ideologie.
Anglikanische Pastoren werben auf einem Homo-Auflauf in New York für die Homo-Ideologie.
(kreuz.net, Köln) Das Erzbistum Köln ist gegenwärtig dabei, einen angeblichen Mißbrauchsfall auszugraben, der sich vor über dreißig Jahren ereignet haben soll.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am Freitag.

Es geht um die Gemeinde Sankt Maria Königin in Bergisch Gladbach.

Im Schaukasten der Gemeinde hängt zur Zeit ein Schreiben des Kölner Generalvikars: „Wir haben mit großem Bedauern erfahren, daß es zu Beginn der 70er Jahre in der Pfarrei möglicherweise zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche und Kinder gekommen ist.“

Die angeblichen Opfer werden aufgefordert, sich bei der Kirche zu melden. Der verdächtige Pfarrer ist verstorben.

Ein Sprecher der Erzdiözese gab sich vor der Zeitung bedeckt:

Erzbistum Köln
Erzbistum Köln
„Wir bitten um Verständnis, daß die Informationen im Moment nur so spärlich sein können vor dem Hintergrund dieser sehr schwerwiegenden Delikte.“

Die Staatsanwaltschaft sei bisher nicht eingeschaltet. Nach Angaben von Sachverständigen ist es „auszuschließen“, daß er Ermittlungen gegen einen Toten aufnehmen wird.

Man wolle im Sinne der Betroffenen handeln und den Fall so schnell wie möglich aufklären – so der Bistumssprecher weiter: Der „entscheidende Hinweis“ sei aus der Gemeinde gekommen.

Leser ‘werneralberts’ benützt den Artikel als günstige Gelegenheit, um in einem Kommentar seinem Kirchenhaß unter dem Artikel freien Lauf zu lassen: „Scheinheiligkeit hoch drei“ – donnert er:

„Da graben sie den Fall eines längst gestorbenen Pfarrers vor fast vierzig Jahren aus, Was soll uns das lehren? Ja, es gab Mißbrauch, ist aber schon sehr lange her?“

Solange die katholische Kirche auf „Sexualfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit und Zölibat“ bestehe, werde es Priester und Ordensleute geben, die sich in ihrer „Sexualnot“ an Kindern und Jugendlichen vergreifen würden – unterstellt ‘werneralberts’.

Dann kommt er zu seinem Anliegen: „Wann endlich dürfen katholische Geistliche ihrer Homosexualität frei ausleben, und zwar mit adäquaten Partnern?“

Nur dann würden sie „vielleicht“ ihre Finger von Kindern und Jugendlichen lassen – so der Kirchenhasser abschließend.

© Titelbild: Flickr-Benützer „rauchdickson“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 60 Lesermeinungen:
Mittwoch, 9. April 2008 23:56
Helmut Zermin: Missbrauch durch katholische Priester und Lehrer: Papst schaltet sich ein
Scheinbar sind die Vorfälle von Kindesmisshandlung und sexueller Missbrauch von Kindern durch katholische Priester im Rheinisch Bergischen Kreis weltweit tatsächlich keine Einzelfälle. Selbst Papst Benedikt XVI. wird bei seiner Reise in die USA das Problem des sexuellen Missbrauchs durch Priester und Erzieher ansprechen. Das hat laut Radio Vatikan Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox TV angekündigt. Die Serie von Missbrauchsfällen, die in mehreren Etappen und oft mit jahrzehntelanger Verzögerung an die Oberfläche gespült wurde, hat die katholische Kirche in Amerika in den vergangenen Jahren bis auf die Grundfeste erschüttert und hohe Entschädigungszahlungen an die Opfer ausgelöst. Der Papst will daher am Samstag den 19.April 2008 in der St. Patricks Kathedrale in New York in seiner Rede auch auf dieses Thema eingehen.
Dienstag, 8. April 2008 02:35
Vineta: @Genoveva: …und unbefriedigende Antworten
1) Was heißt hier, Bischöfe ( also auch Müller) hätten mit der ( wohl seit mindestens 25 Jahren bekannten )Unheilbarkeit der Pädopilie nicht rechnen können? Ferner hat ja wohl gerade die Kirche eine jahrhundertelange Erfahrung mit pädophilen Priestern, aus der man ohne Psychologen klug werden kann. Im übrigen wird von „verständnisvollen“ US- Bischöfen berichtet, die Priestern das Kinderschänden in bis zu 100 Gemeinden durchgehen ließen.
2) Falls der Pfarrer von Riekofen schon eine Entschädigungssumme abgestottert hätte, wäre er kein armer Mann. Aber Sie meinen das ja nur, ohne es zu wissen. Müller gab schon soviel Selbstherrliches zu Protokoll, nur nicht, daß der Pädophile ( und nicht das Bistum) und wieviel er bezahlte.
3) Auch Sie haben also keine Erklärung dafür, wieso man einem Schulbehördenleiter Beruf und Pension wegnimmt und ihm 5 Jahre Knast aufbrummt, falls er einen pädophilen Lehrer erneut auf Kinder losläßt – aber ein Bischof nicht belangt wird.
4) Sie beschreiben hier die Kirche als Saftladen, aus dem man sofort austreten müßte. Ihrer Ansicht nach kann der Papst Bischöfe nur ernennen, aber unter gar keinen Umständen mehr nach dem üblichen HIRE AND FIRE absetzen. Auch bei Konkubinen, Irrlehren, Ungehorsam, Verrücktsein, moralischem Schwachsinn, schwer kirchenschädigendem Verhalten usw. sollen wir vorm Bischof knien? Zustände sind das, schlimmer als vor der Reformation, wenn solche Männer dann auch noch in die Glaubenskongregation berufen werden!
Montag, 7. April 2008 23:09
Leblhuber: @ alle:
Ich brauche eine Treppe für Hexenwahn, Holocaust…

Vielen Dank!
Montag, 7. April 2008 23:04
Genoveva: @vineta: Viele richtige Fragen …
Richtig ist, daß viele Bischöfe lange Zeit das Problem nicht erkannt und sich der Ansicht hingegeben haben, Pädophilie könne einfach „wegtherapiert“ werden. In dieser Ansicht sind sie übrigens vom Berufsstand der Therapeuten meist bestärkt worden.

Meines Wissens musste der Pfarrer von Riekofen die Entschädigungszahlung beim Bistum abstottern.

Der Papst ist nicht der oberste „Dienstherr“ der Bischöfe und kann sie daher auch nicht einfach feuern. Es ist in Amerika übrigens auch zu Rücktritten von Bischöfen gekommen.
Montag, 7. April 2008 18:38
donantonio: Die Methode ist eh immer dieselbe
Im Namen der „Gerechtigkeit“ nach 30 Jahren unbeweisbare Vorwürfe erheben, die auch CSI nicht aufklären kann. War bei Groer ja auch nicht anders…
Montag, 7. April 2008 11:53
20mancro5 †: @bonifatius
Meines Erachtens nach das er über einen Verstand verfügt von dem er auch Gebrauch machen sollte.Wobei ich bei manschen Postern hier nicht den Eindruck habe.
Aus ihrer Frage schliesse ich das sie jeden der seine Sexualität auslebt egal wie sie geartet ist als Tier betrachen.
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