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Montag, 7. April 2008 16:10
Modernistischer Moderator will Alten Ritus in Fulda aushungern
Im Fuldaer Stadtklerus gibt es einen massiven Widerstand gegen die Meßfeiern im Alten Ritus. Der Zeitungskrieg hat schon begonnen. Von Winfried Schön.
Die Alte Messe soll in Fulda ihre Rechte verlieren.
Die Alte Messe soll in Fulda ihre Rechte verlieren.
(kreuz.net, Fulda) Pfarrer Elmar Gurk von Sankt Elisabeth in Fulda ist stellvertretender Dechant des Dekanats Fulda und Moderator des Pastoralverbundes „Alte Stadtpfarrei St. Blasius Fulda“.

Zu diesem Verbund gehört auch die Pfarrei Sankt Sturmius im Fuldaer Südend.

In Sankt Sturmius findet gemäß Dekret des Fuldaer Bischofs, Mons. Heinz Josef Algermissen, vom 15. August 2007 jeden Sonntag um 18.00 Uhr die Heilige Messe im Alten Ritus statt.

Pfarrer Gurk war der Scharfmacher hinter dem schwachen Dechanten Dagobert Vonderau aus der Pfarrei Sankt Lukas am Fuldaer Aschenberg.

Hw. Gurk hatte seinerzeit seinen Dechanten Vonderau gedrängt, in der Fuldaer Dekanatskonferenz durch einen Brief an Bischof Algermissen den Widerruf der Heiligen Messe im Alten Ritus zu fordern.

Dechant Vonderau ist selber Schönstattpriester und ehemaliger Sekretär des verstorbenen Erzbischofs Johannes Dyba.

Der massive Widerstand aus dem Fuldaer Stadtklerus gegen die Alten Messe hält gegenwärtig mit unverminderter Schärfe an.

Mitte dieses Jahres wird der Pfarrer und zuständige Rector Ecclesiae von Sankt Sturmius, Hw. Nikolaus Schwarz, in den Ruhestand treten. Er wird keinen Nachfolger erhalten.

Nach seinem Abgang hat Moderator Gurk somit freie Hand, die Meßfeiern im Alten Ritus in Sankt Sturmius mit administrativen Maßnahmen auszuhungern.

In seinem jüngsten vertraulichen Rundbrief hat er sogar mitgeteilt, bei der ‘Fuldaer Zeitung’ interveniert zu haben, um die Publikation der Pressenotizen des Fuldaer Freundeskreises der ‘Pro Missa Tridentina’ zu verhindern.

Die ‘Fuldaer Zeitung’ ist das Monopolblatt in der Region Fulda und unterhält wirtschaftliche Beziehungen zum Bistum.

Der Freundeskreis ‘Pro Missa Tridentina’ in der Diözese Fulda hatte bislang zu den kirchlichen Hochfesten Pressenotizen an die ‘Fuldaer Zeitung’ geschickt, in denen „die Feier des Heiligen Meßopfers in der außerordentlichen Form des römischen Ritus mit gregorianischen Gesängen“ angekündigt wurde.

Die letzte Pressemitteilung dieser Art erschien zum Hochfest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Eine ähnliche Meldung für den Ostersonntag wurde von der Zeitung unterschlagen.

Wie aus dem Umfeld des Freundeskreises ‘Pro Missa Tridentina’ in der Diözese Fulda zu erfahren war, wurde das Nichterscheinen der Pressenotiz zunächst auf eine redaktionelle Panne zurückgeführt, obwohl die Pressenotiz der Zeitung ein zweites Mal geschickt wurde.

Der Moderator des Pastoralverbundes „Alte Stadtpfarrei“ und stellvertretender Dechant des Dekanats Fulda, Pfarrer Elmar Gurk, der für die Unterdrückung der Meldung verantwortlich war , ist ein erklärter Feind der Alten Messe.

Er scheint sich auch an der Formulierung „Feier des Heiligen Meßopfers in der außerordentlichen Form des römischen Ritus mit gregorianischen Gesängen“ zu stören.

Am morgigen Dienstag, dem 8. April, wird eine Priesterkonferenz im Fuldaer Kolpinghaus stattfinden.

Wird Moderator Gurk dabei seine weiteren administrativen „Aushungerungsmodalitäten“ nach dem Ausscheiden von Pfarrer Nikolaus Schwarz von der Pfarrei Sankt Sturmius in der Mitte dieses Jahres preisgeben?

© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 30 Lesermeinungen:
Dienstag, 8. April 2008 09:37
adlimina: @ A. W. zur fuldischen Situation
Ihren (von mir in der Sache geteilten) Hinweis hatte ich mich geschämt anzufügen, in gewisser Hinsicht (= mit Blick auf die jüngere Kirchengeschichte und die Wandlungen der Bistumsleitung) betrifft er ja auch Person und Wirken des Bischofs.
Insofern dürfte mancher Bejubler von Traditionsbefürwortern und -pflegern ruhig näher hinschauen, ob die Substanz des Phänomens stimmt und echt ist. Gerade in Fulda betrügt man sich gerne mit dem Schein (jeglicher Couleur) und fragt nicht mehr nach der Sache selbst, bzw. dispensiert sich vom harten Mühen um sie. Hauptsache: Bilder und Stimmung stimmen – „es war/ist/wird doch schön“! Dabei dürfen die bisher geförderten und jetzt leise beiseite gelegten Modernisten („Fuldaer Kreis für eine offene Kirche) schon leid tun, wenn sie derart behandelt werden und sich fragen, was das eigentlich war mit ihrem Höhenflug, das Leiden der seinerzeit abgedrängten Gläubigen und Priester ist allerdings nicht so leicht mehr aufzuholen. Mit Menschen ist um der Macht willen gespielt worden, wo und wie sie liegen bleiben, spielt keine Rolle. Der heilige Bonifatius muß für alles garantieren bzw. herhalten. Kein Nuntius hilft, kein Engel interveniert – der große darin verborgene Plan harrt der Enthüllung – am Ende dann doch zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen – das bleibt immer und überall in der Kirche die Hoffnung.

Dienstag, 8. April 2008 07:35
zwobbel: „Elmar, Elmar, warum verfolgst du mich?“ vgl. Apg 9,4
Wenn Priester nichts besseres zu tun haben, als ihre Energie dafür einzusetzen die Feier der hl. Messe zu verhindern, dann ist das völlig pervers. Da müßten doch auch so hartgesottene Bischöfe wie Algermissen merken wessen Geistes Kind dieser Pfarrer ist.

Dazu ein Wort von Papst Joh.Pa.II. vom 16.02.1984:

„Ein Priester ist soviel wert wie sein eucharistisches Leben,
vor allem seine Messe.
Eine lieblose Messe – ein unfruchtbarer Priester.
Eine inbrünstige Messe – Priester der Seelen gewinnt.“


Was ist dann mit einem Priester der die hl. Messe bekämpft?
Dienstag, 8. April 2008 07:34
Andreas Wingenfeld: Opportunismus
@ adlimina

Vielen Dank für Ihre treffende Analyse.

Einen weiteren Punkt möchte ich zu bedenken geben: Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich in Fulda mittelfristig so mancher Opportunist, der stets sein Fähnlein nach den Wind zu drehen weiß, vom erklärten Gegner zum Freund der alten Messe mutieren und sich dem neuen Trend zur traditionellen Messe anschließen würde … nicht aus Überzeugung, sondern aus reinem Pragmatismus …


Warten wir einmal ab, wie sich die forma extraordinaria der römischen Liturgie im Bistum Fulda mittelfristig etablieren und wie sich der Diözesanklerus dazu verhalten wird.
Dienstag, 8. April 2008 06:41
r.ruhrgebietler: @Graf von Galen – wenn es nicht die wenigen glaubenstreuen Katholiken gäbe!
Graf von Galen: Wider VII, FuldaDa kämpfen die Alt- 62’er ihr letztes Gefecht.In der Tat! Und wird e auch bleiben – hoffen wir, daß keine/r einknickt!

Sie können so zwar der Krche noch schaden, eine
Rückkehr zur Tradition können sie jedenfalls nicht
mehr verhindern, da sich die Elite den „vetus ordo“
nicht mehr nehmen läßt.
Wenn uach krass ausgedrückt – in der Tat, es ist so. Aber ob nur die Elite ist? Es isnd vielmehr die schlichten, einfachen und gebetseifrigen Gläubigen, die jetzt noch das Rückgrad des rkGlaubens bilden. Und dazu nur noch ganz wenige Priester!

Die Lauen und Ketzer mögen sich mit dem NOM zufrieden geben, letztlich stehen
sie auf verlorenem Posten. Durch den Weggang
der Guten wird der NOM eben noch abstoßender und er wird so langsam aber sicher absterben, wenn ihn der
Papst ihm nicht vorher schon den Gnadenstoß gibt.
In der Barmherzigkeitsnoven, die am Karfreitag startete wird genau für diese lauen Seelen gebetet. heute verstehe ich auch, warum diese Noven so wertvoll ist! Sw. Fautina, Dir sei dank für diese Novene!
Dienstag, 8. April 2008 03:09
clarissa colonia: Mon cher Comte, mon cher cousin,
meinten Sie mit „Elite“ und „den Guten“ etwa sich und die Ihren? Sollte das eine „oratio pro domo sua“ sein?
Wenn ja, dann schämen Sie sich jetzt mal so gründlich, wie Ihr Gewissen es Ihnen angesichts Ihrer prätentiösen Äußerung nahelegt!
Auch wenn sie recht hätten, gebührt sich solches nicht für jemanden unseres Standes!
Dienstag, 8. April 2008 00:45
unteroktav: @bonifatius
Ich habe einfach das geäußert, was mir zu dem Thema eingefallen ist, ohne einen „bischöflichen“ Eindruck erwecken zu wollen.
Aber schauen Sie sich wieder exemplarisch die Beiträge von Graf Galle und ordo62 an: solche Gestalten verhindern durch ihre Giftsprüherei jeden Verständigungsversuch, und solche Zeitgenossen sind auch dafür verantwortlich, dass es so viele sinnlose Grabenkämpfe gibt und eine bessere Akzeptanz der unterschiedlichen Standpunkt nicht möglich ist.
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