Während eines hochkarätigen römischen Kongresses gab ein orthodoxer Bischof faustdicke Häresien von sich. Der Kardinal, der den Kongreß leitete, antwortete mit einer Wischi-Waschi-Erklärung.
(kreuz.net) Anläßlich des dritten Todesjahres von Papst Johannes Paul II. († 2005) wurde vom 2. bis
6. April in Rom der erste „Weltkongreß über die Barmherzigkeit“ veranstaltet.
Präsident des Kongresses
war Christoph Kardinal Schönborn von Wien.
Bei der Ankündigung der Versammlung vor einem Jahr wurde
ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Veranstaltung auch dem orthodoxen Patriarchen von Moskau, Alexi
II., präsentiert wurde und dieser darüber „sehr enthusiastisch“ gewesen sei.
Doch während des Kongresses,
an dem zahlreiche Kardinäle Vorträge hielten, kam es beim Vortrag des russisch-orthodoxen Vertreters,
Bischof Hilarion Alfejew (41), zu einem Eklat.
Das berichtete der Journalist Dan Valenti, der für die
Webseite ‘thedivinemercy.org’ schreibt.
Bischof Hilarion ist für die Russisch-Orthodoxen in Österreich
zuständig. Er sprach am 4. April vor dem Kongreß.
Alfejew unterhält enge Beziehungen zum Wiener Erzbischof.
Dieses Verhältnis wird von vielen als Modell für die ökumenische Annäherung betrachtet.
In seinem
Vortrag behauptete Alfejew, daß Gottes Barmherzigkeit für die Menschen angeblich so groß sei, daß
sie auch den Höllenstrafen eine zeitliche Grenze setze.
Der Bischof behauptete weiter, daß die russisch-orthodoxe
Ansicht über die Hölle eher dem entspreche, was die katholische Kirche über das Fegfeuer lehre.
Am
folgenden Tag trat Kardinal Schönborn von Wien mit einer Erklärung vor den Kongreß.
Er erklärte,
daß das „Zeugnis“ von Bischof Hilarion in manchen von uns „einige Zweifel“ geweckt habe: „Ich schätze
ihn sehr. Was er über das ewige Schicksal des Menschen gesagt hat, ist keine Lehre der Kirche.“
Der
Kardinal empfahl, dem zu folgen, was die großen Heiligen während allen Zeiten immer gesagt hätten und
dafür zu beten, daß niemand verloren gehe:
„Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis
der Wahrheit kommen“ – sagte der Kardinal weiter: „Darum rufen wir die göttliche Barmherzigkeit für
uns alle an.“
Dan Valenti erklärt, daß der „improvisierte Kommentar“ des Kardinals bemerkenswert sei,
insofern Kardinal Schönborn die Lehren von Bischof Hilarion „nicht verworfen oder heruntergespielt“ habe.
Alfejew war von Kardinal Schönborn eingeladen worden, am Kongreß zu sprechen.
Seine Rede war vorausgehend
vom internationalen Exekutivkomitee des Kongresses für den Vortrag vor der Generalversammlung genehmigt
worden.
Der Vatikan hatte den Text vorher erhalten, zur Veröffentlichung vorbereitet, mit Copyright
versehen und für den Vortrag genehmigt.
Valenti weist auch darauf hin, daß Kardinal Schönborn den
umstrittenen Vortrag des Bischofs live vor der internationalen Presse mit seiner Anwesenheit beehrt habe:
„Auf diese Weise zeigte er, warum so viele ihn in einem so hohen Ansehen halten, daß sie glauben, daß
er eines Tages Papst sein wird.“
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38 Lesermeinungen
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#38 Hartwig Groll 16:50:06 | Freitag, 18. April 2008
Na ja, Schönborn Wenn man weiß, wie sich Schönborn gegenüber Groer und Krenn verhalten hat, wundert
mich seine Umarmung des russisch-orthodoxen Irrlehrer nicht.
übigens zum Thema Himmel und Hölle; Wenn Gott mich strafen möchte – braucht er mich nur in den Kreuz.net-Himmel
zu schicken und die Kreuz-netter zur ewigen Verdammnis in meinen Himmel – dann wären alle in der Hölle,
obwohl sie doch jeweils im Himmel des anderen sind :)3
Dass die Hölle leer ist,… halte ich für Unsinn. Nur dass es darin so quälend heiß sei (es gibt ja
dafür sogar Temeperaturangaben), ist für mich lediglich eine theologische Metapher. Die Qualen der Hölle,
das sollte die Kirche betonen, sind menschengemacht und ob sie die „Insassen“ als quälend empfinden,
wissen wir nicht. Im Grunde ist auch die Hölle eine Schöpfung aus Barmherzigkeit. Immerhin gibt es mit
ihr einen Ort für diejenigen, die von Gott nichts sehen wollen.
Aber Herr Schönborn! Nur darauf hinweisen, dass das, was dieser orthodoxe Bischof gesagt hat nicht Lehre
der Kirche ist? Das geht doch nicht. Man hätte diesen orthodoxen Häretiker auf der Stelle rädern, ausweiden,
die Haut abziehen, pfählen und anschliessend auf dem Scheiterhaufen verbrennen müssen, wie das gute
katholische Tradition ist. Wenn erst die hetznet-Redaktion die Macht im Vatikan übernommen hat, wird
das auch wieder so sein!
mal wieder … … Schönborn-Bashing … kotznet nutzt jede Gelegenheit dazu, auch wenn der Kardinal,
wie diesmal, alles richtig macht. (Hilarion vertrat übrigens nicht die orthodoxe Lehre)
#31 thaumaturgos 09:22:03 | Dienstag, 8. April 2008
ad ordinem oh, wie katholisch … „unreinem Herzen zelebriert „ und was ist aus dem ex opere operato geworden?
aber, hauptsache man hat die gosch’n offen …
Herr Kardinal Barmherzigkeit sollte auch eine gelebte Tugend der Bischöfe sein. Dazu gehört Verzeihung,
Liebe und Ehrfurcht vor dem Nächsten. Leben Sie das auch vor?
kreuz.net übertreibt! Ich bin ja wahrlich kein Freund des Wiener Kardinalerzbischofs und es gibt sicher
genug Gründe sich kritisch mit ihm auseinanderzusetzen, allerdings hat er doch wohl als Replik auf die
Aussagen des schismatischen Ostbischofs klar gestellt, was die Lehre der Kirche ist. Sich anzuhören,
was die Ostler sagen, stellt aus meiner Sicht per se auch keine Zustimmung dar.
Müssen jetzt auch Nichtkatholiken zurechtgewiesen werden? Da wird von manchen Postern ja einiges verlangt…
Vertreter anderer Kirchen dürfen ihre eigene Lehre nicht vertreten? Ich stelle mir gerade vor, wie das
andersherum wäre. Z.B. der Papst käme auf einen Staatsbesuch irgendwohin und würde dort von einem protestantischen
Bischof (nach hiesiger Schreibweise „Bischof“) belehrt, daß er sich bezüglich des Priestertums und der
Transsubstantation im Irrtum befinde…
#27 Dr. Schlämmer 01:01:04 | Dienstag, 8. April 2008
Ich plädiere für … Tod durch den Strang wegen Wehr… pardon, Lehrkraftzersetzung. Ja, wegen Lehrkraftzersetzung,
Wie der Artikel eben sagt: ‘Unbarmherzige Zersetzung der kirchlichen Lehre’ Das MUSS sanktioniert werden.
von der Besonnenheit her hat er gewiss das Zeug zum Papst… aber der liebe Kardinal ist leider in allen
Belangen derart besonnen und passiv, dass die liberal-antichristlichen Mächte in seinem Einflusskreis
tun und lassen was sie wollen. Man will ihm ja nicht unterstellen, dass er ein schlechter Mensch ist,
aber er ist ein untätiger Mensch. Er tut nur das, wo er bei den Menschen als lieb dasteht – Kritik gibt
er nur leise von sich – und unterlässt das, wo ihm um Christus willen massiver Widerstand erwüchse.
Er ist ein Kneifer und kein Kämpfer. Den Kampf müssen andere für ihn führen. Dafür ist er zu kleinmütig
wie es scheint.
#25 Dr. Schlämmer 00:20:03 | Dienstag, 8. April 2008
Wie … das? Nein! Unglaublich, wie geschickt der Kardinal hier reagiert hat. Er hat einen irrenden Menschen
nicht verdammt, sondern ihn äußerst diplomatisch auf die Irrigkeit seiner Thesen hingewiesen, sowie
das Richtige an seinen Aussagen positiv aufleuchten lassen.
@Anita: Oh je! Was haben sie denn so schlimmes verbrochen? Haben sie etwa ohne Erlaubnis ihres Mannes
das Haus verlassen? Das kann mir gar nicht passieren – meine Kette reicht nicht bis zur Haustür. Aber
zum Glück komme ich bis zum Computer und kann hier an bösen Islamistinnen mein Mütchen kühlen
@ordo62 Aber sobald ein Priester mit unreinem Herzen zelebriert verwandelt sich die hl. Kommunion nicht
in den Leib unseres Herrn sondern in pures Gift. studiere bitte mal die katholische Dogmatik! Deine Aussage
ist eine absolut häretische …
@ ordo62 Aber sobald ein Priester mit unreinem Herzen zelebriert verwandelt sich die hl. Kommunion nicht
in den Leib unseres Herrn sondern in pures Gift Wer sagt, ein in einer Todsünde befindlicher Spender
vollziehe oder erteile, selbst wenn er alles Wesentliche, was für den Vollzug oder die Erteilung des
Sakramentes wichtig ist, beachtet, das Sakrament nicht: der sei mit dem Anathema belegt (Konzil von Trient,
Kanones über die Sakramente, Nr. 12) Bevor Sie sich hier aufplustern sollten Sie sich vielleicht mal
mit der Lehre der Kirche befassen.
Die Aussage, die Hölle könne „vielleicht leer“ sei, widerspricht der Lehre der Kath. Kirche; aus dem
Satz, dass die verdammten Seelen nach dem Tod in die Hölle eingehen, ergibt sich, dass es auch tatsächlich
so passiert (sonst hätte die Kirche etwas gegenstands- und sinnloses gelehrt).
Liebe Genoveva, Die Hölle ist reale Möglichkeit für jeden Menschen, vor allem für mich. Oh je! Was
haben sie denn so schlimmes verbrochen? Haben sie etwa ohne Erlaubnis ihres Mannes das Haus verlassen?
Lieber Heinrich ich habe mich vielleicht ungünstig ausgedrückt. Die Hölle ist reale Möglichkeit für
jeden Menschen, vor allem für mich. Das entbindet mich aber doch nicht von der Verpflichtung, für jeden
Menschen zu hoffen, daß er das ewige Heil erreicht. Was sonst bedeutet denn ihr „gut katholisches“ Beten
für diesen Menschen? Mit scheint, daß gerade eine bestimmte Art von „Höllengewißheit“ zur Laxheit
zu führen. Da bevölkert man die Hölle mit allen möglichen unangenehmen Geschichts- und Zeitgenossen
und kann dann sagen: „Danke Herr, daß ich nicht bin wie diese dort“.
@Gottfried. So einfach ist es auch nicht. Die orthodoxe Dogmatik lehrt die Ewigkeit der Höllenstrafen.
Sie beruft sich dabei auf das Zeugnis der Heiligen Schrift und auf den hl. Athanasius den Großen, den
hl. Papst Klemens von Rom, den hl. Irenäus von Lyon und den hl. Basilius den Großen, sowie auf das 5.
Ökumenische Konzil, das die Apokatastasis-Lehre des Origenes verurteilte. Die Einwände dagegen, wie
sie in der Orthodoxie immer wieder auftauchten, werden zurückgewiesen. Hier geht die orthodoxe Dogmatik
mit der römisch-katholischen durchaus konform. Bischof Hilarion Alfejew repräsentiert mit seiner Ansicht
also nicht die orthodoxe Lehre in diesem Punkt. Doch hat die Orthodoxie den Glauben nicht so bis in die
feinste Details festgelegt wie das unsere römische Kirche im Laufe der Jahrhunderte getan hat. Deshalb
würde man Bischof Alfejev dort wohl auch nicht gleich der Häresie beschuldigen, wie das hier getan wurde.
Im Osten hatte man immer schon Mitleid mit den ewig Verdammten. Davon zeugt z.B. die Legende vom Gang
der hl. Gottesmutter durch die Qualen (= die Hölle), siehe www.teol.de/MarJb2001-1.pdf, Seite 58f.
@Gotthard Luther hat Hurerei betrieben. Kann schon sein, das er auch in dieser Zeit die hl. Messe gelesen
hat. Aber sobald ein Priester mit unreinem Herzen zelebriert verwandelt sich die hl. Kommunion nicht in
den Leib unseres Herrn sondern in pures Gift.
HölleII die Hölle ist die unendlich andauernde selbstgewählte Realität die der Verdammte der Anschauung
Gottes vorzieht. Ein Beispiel Ein Mann stirbt und befindet sich dann in der von ihm gewählten Realität
die er dem Himmel vorzeiht. Dort hat er alles was ihn vermeintlich glücklich macht ähnlich einer virtual
Reality. Er ist auf ewig in seinem EIGEN Raum den er sich selber geschaffen hat und von dem er glaubt
dort sei er glücklich. Aber: Er bleibt immer gleich und ist abgeschnitten vom verändernden Leben das
nur Gott geben kann. Die Ewigkeit macht dann das selbstgewählte zum absoluten Albtraum egal wie „schön“
er sich „eingerichtet“ hat. Das wird zum Horror
@ordo62 wie kann ein Mensch wie Luther, der sein Leben lang die alte alte messe (sprich vortridentinisch)
fromm zelebriert hat, von dir in die Hölle geschickt werden?
Hölle ist ein furchtbares Mysterium welches nicht vernunftlogisch begriffen werden kann da es die Vernunft
übersteigt. Theologisch ist unbedingt festzuhalten dass der Mensch selber verantwortet ob er in den Himmel
oder in die Hölle kommt. Die Mysterien beginnen an dem Punkt dass es tatsächlich die freie Entscheidung
des Menschen ist wohin er geht. Das zweite Mysterium ist dass Gott schon tatsächlich weiß wo ein Mensch
landen wird was aber des Menschen Entscheidungsfreiheit nicht einschränkt. Das heißt wo wir hinkommen
steht bereits fast – ja wir sind jetzt schon dort da es im Jenseits keine Zeit gibt – und doch können
wir uns noch entscheiden wo wir hinkommen.
Liebe Genoveva, Ob man als Katholik glauben kann, das die Hölle leer ist, weiß ich nicht. Sicher kann
und darf man es hoffen. … ich glaube, dass man das nicht hoffen sollte. Es verleitet zu Laxismus. Ich
stelle mir da viel lieber vor, dass Gott alles mit wunderbarer Liebe und Gerechtigkeit ordnet auch und
gerade wenn die Hölle nicht leer ist. Meine Hoffnung gilt Gott und nicht so vermessenen Dingen. Auf Gottes
Gerechtigkeit und Liebe vertraue ich. Wie das mit der nicht leeren Hölle (um nicht zu sagen vollen Hölle)
zusammenhängt brauche ich nicht zu verstehen. Verstehen muss ich was Gott von mir fordert. Und beten
für die Mitmenschen, die vielleicht jetzt gerade in Versuchung sind etwas zu tun, was sie auf ewig in
die Hölle bringt, ist gut katholisch.
@FXaver: Nun ja, ganz stimmt das nicht … Noch nie hat die (katholische) Kirche verbindlich gelehrt,
dass ein bestimmter Mensch in der Hölle ist. Das könnte sie auch nicht. Wie könnte sie dem Urteil Gottes
vorgreifen. Ergo kann man als Katholik glauben, dass die Hölle leer ist und leer bleibt. Sie könnte
das sehr wohl – sie kann ja auch Heiligsprechungen vornehmen. Sie tut es aus gutem Grund eben nicht. Ob
man als Katholik glauben kann, das die Hölle leer ist, weiß ich nicht. Sicher kann und darf man es hoffen.
Lieber FXaver Wer es denn für seine Beziehung zu Gott braucht, zu glauben, dass die Hölle nicht leer
ist, der darf das glauben. Und wer die Hölle, wie ich, als Belastung für seinen Glauben empfindet, darf
auch glauben, dass Gott niemand endgültig dorthin schickt. Das ist die katholische Weite. … zumindest
bei Judas und auch beim dem einen Schächer ist sich die Tradition ziemlich sicher. Wenn Sie glauben,
dass Gott gar niemanden in die Hölle schickt (diese beiden ausgenommen??) dann mag das unsinnig sein,
„glauben“ dürfen Sie es ganz sicher nicht, allenfalls annehmen. Wenn Sie aber glauben oder annehmen,
dass Gott niemanden endgültig in die Hölle schickt, in dem Sinne, dass die die einmal in der Hölle
waren wieder daraus befreit werden, dann ist das ganz sicher nicht katholisch. Im Übrigen ist die Sache
ja wohl ganz einfach: Gott „schickt“ überhaupt niemanden in die Hölle. Wenn die Verdammten Gott im persönlichen
Gericht sehen, dann wissen Sie, dass Sie nicht in den Himmel passen. Sie kommen dann an den Ort, an dem
diejenigen sind, die im Himmel nichts verloren haben. Und sie bleiben ewig dort, da sie an ihrem Zustand
nichts mehr ändern können.
Die Hölle kann leer sein! Noch nie hat die (katholische) Kirche verbindlich gelehrt, dass ein bestimmter
Mensch in der Hölle ist. Das könnte sie auch nicht. Wie könnte sie dem Urteil Gottes vorgreifen. Ergo
kann man als Katholik glauben, dass die Hölle leer ist und leer bleibt. Dem zufolge war es unnötig,
dass Kardinal Schönborn der orthodoxen Sicht wiedersprochen hat. Sie ist innerhalb des katholischen Glaubens.
Wer es denn für seine Beziehung zu Gott braucht, zu glauben, dass die Hölle nicht leer ist, der darf
das glauben. Und wer die Hölle, wie ich, als Belastung für seinen Glauben empfindet, darf auch glauben,
dass Gott niemand endgültig dorthin schickt. Das ist die katholische Weite.
Dialog so stelle ich mir den Dialog vor! Der orthodoxe Bischof hat eine alte Kirchenvätersicht der Hölle
vorgetragen, wie sie heute noch von der Orthodoxie gelehrt wird. Der Wiener Kardinal hat die wesentlich
jüngere Sicht der römischen Kirche dagegengestellt und erklärt, das andere sei nicht Lehre der Kirche.
Ich jedenfalls habe durch diesen orthodoxen Bischof was gelernt. Was soll ein Dialog noch mehr bringen?
Was ist an der Erklärung Wischiwaschi? Kardinal Schönborn hat die Äußerungen Bischof Hilarions höflich,
aber klar zurückgewiesen. Soll er ihn etwa beschimpfen? Und welche anderen Häresien hat Bischof Hilarion
geäußert, da kreuz.net von einer Mehrzahl von Häresien spricht? Zur Entschuldigung oder wenigstens
besseren Verständnis des orthodoxen Bischofs kann man anführen, dass die Ewigkeit der Höllenstrafe
nicht von einem der ökumenischen Konzilien des 1. Jahrtausends definiert wurde, sondern erst auf dem
4. Lateranum 1215. Hingegen gibt es eine gewisse östliche Tradition, die Höllenstrafe als zeitlich begrenzt
zu denken: nicht nur Origenes, sondern auch der hl. Gregor von Nyssa, Didymus von Alexandrien und Evagrius
Pontikus haben sich in diesem Sinne geäußert. Man muss über diese Dinge ohne Fanatismus reden.
Geht’s noch deutlicher? Kardinal Schöborn über Bischof Hilarion Alfejew: „Ich schätze ihn sehr. Was
er über das ewige Schicksal des Menschen gesagt hat, ist keine Lehre der Kirche.“ Geht’s noch deutlicher?
verwirrend „Ich schätze ihn sehr. Was er über das ewige Schicksal des Menschen gesagt hat, ist keine
Lehre der Kirche.“ –-- Dan Valenti erklärt, daß der „improvisierte Kommentar“ des Kardinals bemerkenswert
sei, insofern Kardinal Schönborn die Lehren von Bischof Hilarion „nicht verworfen oder heruntergespielt“
habe. Wie passt die Aussage Schönborns, daß es sich nicht um die Lehre der Kirche handle mit der Einschätzung
zusammen, daß Schönborn angeblich die Lehren von Hilarion nicht verworfen habe?
Gott bewahre uns davor!!! „Auf diese Weise zeigte er, warum so viele ihn in einem so hohen Ansehen halten,
daß sie glauben, daß er eines Tages Papst sein wird.“ Dann wird er als erste Amtshadlung von Hridlitzka
den Petersdom „renovieren“ lassen.