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Freitag, 18. Februar 2005 11:14
Pater Josef Imbach preisgekrönt
Der in Rom vom Unterricht suspendierte Schweizer Theologieprofessor erhält in seiner Heimat den „Herbert Haag Preis“.
Logo der Herbert-Haag Stiftung: Für Freiheit in der Kirche
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(kreuz.net, Luzern) Am 11. Februar hat der Franziskanerpater Josef Imbach (59) – ehemaliger Theologieprofessor an der römischen Hochschule seines Ordens – den „Herbert Haag Preis für Freiheit in der Kirche“ erhalten. Dieser Preis wurde vom verstorbenen Alttestamentler Herbert Haag gestiftet und prämiert gewöhnlich Menschen für ihre Widerstandstätigkeit in der katholischen Kirche.

Der im Jahre 2001 verstorbene Herbert Haag war in jungen Jahren ein ausgesprochen fromm-katholischer Priester und Theologe, der in der Folge des Zweiten Vatikanums weit in die links-säkulare kirchliche Szene abdriftete. Haag wirkte zuletzt als Professor für das Alte Testament in Tübingen.

Pater Josef Imbach, der diesjährige Empfänger des „Herbert Haag Preises“, verlor im Dezember 2001 auf Intervention der Glaubenskongregation seinen römischen Lehrstuhl. Dem Pater wurde vorgeworfen, in seinem Buch „Wunder. Eine existenzielle Auslegung“ (1995) elementare Aussagen des katholischen Glaubens zu leugnen. Pater Imbach unterrichtete seit 1975 an der Päpstlichen theologischen Fakultät San Bonaventura in Rom. Sie wird von den schwarzgekleideten Franziskanerkonventualen geführt.

Seine damaligen Auseinandersetzungen mit der Glaubenskongregation hat Pater Imbach in seinem neuesten Buch „Der Glaube an die Macht und die Macht des Glaubens“ aufgearbeitet. Der Pater war bei seinen Studenten ein beliebter Professor, auch wenn seine Interessen weniger theologischer als philosophisch-existentieller Natur waren.

Vor der katholischen Nachrichtenagentur KIPA bezeichnete sich Pater Imbach als „absolut loyales Mitglied der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft“. Er sei auch „absolut loyal zum Papst“, behalte sich aber das „Menschenrecht“ vor, seine Ansichten „in anständiger Form“ frei zu äußern. Er bejahe auch das päpstliche Lehramt „hunterprozentig“, nur stelle er die Art und Weise, wie die Römische Glaubenskongregation ihre Aufgabe ausübe, in Frage. Man ziehe dort das „Intriganten- und Denunziantentum“ dem offenen Argument vor.

Pater Imbach wird von der Glaubenskongregation beschuldigt, nicht an die Gottheit Christi zu glauben, das Lehramt der Kirche abzulehnen, die Evangelien lediglich als katechetische Erzählungen zu betrachten, die Möglichkeit von Wundern zu leugnen und zu behaupten, Christus habe kein einziges Wunder gewirkt. Diese Vorwürfe seien „völlig aus der Luft gegriffen“, erklärte der Pater.

Doch eine Kirche, die nur Macht ausübe und nicht diene, diene zu nichts. Er habe den Eindruck, daß aus Rom vielfach Antworten auf Fragen kämen, die kein Mensch gestellt habe, während die Probleme heutiger Menschen kaum aufgegriffen würden.

Derzeit arbeitet Pater Imbach in verschiedenen Pfarreien der Nordschweiz in der Seelsorgearbeit. Er gibt auch im In- und Ausland Vorträge und Kurse, schreibt Zeitungs- und Zeitschriftenkolumnen – und hat sogar ein Kochbuch auf den Markt gebracht.

Nach seiner Entlassung als Professor im Dezember 2001 beantragte Pater Imbach bei seinen Ordensobern die Exklaustrierung. Damit ist er nicht mehr gehalten, in einem Ordenshaus zu wohnen, muß aber selber für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

Kürzlich hat ihm eine private Initiative zu einem neuen Lehrstuhl an der reformierten Theologischen Fakultät der Universität Basel verholfen.
1 Lesermeinung:
Samstag, 5. März 2005 15:15
HippoDOCkrates: Prof.Imbach, Woran Gott glaubt
Sehr geehrte Damen und Herren,
gerne würde ich mit Professor Imbach in Kontakt treten. Ich bin Allgemeinarzt und Leiter einer Hilfsorganisation, die im Irak tätig ist. Seit über 10 Jahren setze ich mich mit christlicher Doktrin und Dogmatisierung auseinander und erstelle gerade eine PowerPoint Präsentation für junge Menschen, die über Aphorismen Gott, Jesus und Heiligen Geist näher bringen soll. Sie soll in 2 Wochen erstmals im Konfirmationsunterricht eingesetzt werden. Heute „stolperte“ ich in einer Marburger Buchhandlung, in der ich ein Buch von Walbert Bühlmann bestellt hatte über das Buch Buch von Prof. Imbach, der mir bis dahin unbekannt war. Was er schreibt ist genau der Weg Weg, den ich mit meiner Präsentation beschreite. Ich wäre sehr froh, wenn Sie es ermöglichen könnten, dass wir in Kontakt treten können.
Meine Adresse:
Michael Kreuscher
FA für Allgemeinbmedizin
Kernbacher Strasse 15
35094 Lahntal Deutschland
0049-6420-821699
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