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Dienstag, 8. April 2008 13:17
Der Skandal weitet sich aus
Der Direktor des Wiener Dommuseums verteidigt seine Skandal-Entscheidung, das Letzte Abendmahl Christi als Homo-Orgie hinzustellen, mit unbelehrbarer Sturheit. Daß sich das Dommuseum für diese Schmähung hergab, erstaunte sogar den sogenannten Künstler.
Im Wiener Dommuseum: Der Folterknecht packt den leidenden Herrn am Geschlechtsteil.
Im Wiener Dommuseum: Der Folterknecht packt den leidenden Herrn am Geschlechtsteil.
(kreuz.net, Wien) Der Blasphemie-Skandal im Wiener Dommuseum, das der Erzdiözese Wien gehört, hat die englischsprechenden Medien erreicht. Gestern berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ und die britische Tageszeitung ‘The Telegraph’ ausführlich über die Gotteslästerungen der Wiener Erzdiözese.

Doch der Direktor des Wiener Dommuseums, Bernhard Böhler rechtfertige die Blasphemie-Ausstellung des österreichischen Atheisten und Stalinisten Alfred Hrdlicka vor der Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unbeirrt.

Nach Angaben von ‘Reuters’ verteidigte er sowohl Hrdlickas Blasphemie-Werke als auch die Entscheidung, diese im kirchlichen Dommuseum auszustellen.

Der Museumsdirektor sprach
Der Direktor des Dummuseums findet
die Geißelszene mit der Hand des Folterknechts am Geschlechtsteil Christi „nicht blasphemisch“
Hrdlicka das angebliche Recht zu, Menschen auf diese „fleischliche, drastische Weise“ darzustellen.

Das Dommuseum habe niemanden verletzen wollen – heuchelt er dann. Aber „Kunst“ sollte eine Debatte provozieren dürfen.

Dieser Debatte hat sich der Museumsdirektor seit dem Ausbruch des Skandals systematisch entzogen.

Die Darstellung der Geißelung Christi, auf der ein Folterknecht den erigierten Geschlechtsorgane Christi packt, findet Böhler ebenfalls „nicht blasphemisch“.

Dieses Bild sei von einigen Zusehern besonders kritisiert worden, gesteht er aber ein. Ferner habe eine Statue Empörung ausgelöst, die Christus ohne Gesicht und mit erigiertem Geschlechtsorgan zeigt.

Der Museumsdirektor erwähnte auch zahlreiche, eingegangene Protestemails.

Dann startet er ein Ablenkungsmanöver: Die Reaktionen erinnerten ihn an die Kritik am Film „Die Passion Christi“ von Mel Gibson im Jahr 2004 und an den Aufschrei nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in Dänemark im Jahr 2006.

Böhler erklärte nicht, wo in den genannten Werken anderen sexuelle Perversionen, erigierte Geschlechtsteile und Homo-Orgien unterstellt werden.

Der Museumsdirektor drückte auch auf die Tränendrüsen, indem er behauptete, daß der selbsterklärte Stalinist und Kommunist Hrdlicka ein „Friedensaktivist“ sei, der die Auswirkungen des National-Sozialismus miterlebt habe.

Zur Frage, ob Hrdlicka aus diesen Erfahrungen etwas gelernt hat, äußerte sich Böhler nicht.

Pressesprecher des Kardinals redet um den heißen Brei herum
‘Reuters’ sprach auch mit dem Pressesprecher des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn.

Dieser wies darauf hin, daß die Darstellung des Letzten Abendmahls als Homo-Orgie – allerdings erst nach Protesten – entfernt worden sei.

Dabei handle es sich nicht um Zensur, sondern um angebliche „Ehrfurcht vor dem Heiligen“ – entschuldigte er sich sogleich.

Wie diese Schmähungen überhaupt in ein kirchliches Gebäude kamen, wollte oder konnte der Sprecher nicht erklären.

Selber erstaunt
Hrdlicka selber war überrascht, daß das Dommuseum das blasphemische Homo-Abendmahl an erster und prominentester Stelle zeigen wollte:

„Wenn das Dommuseum jetzt Probleme hat, ist das nicht meine Sache.“

Er freut sich über die Ausstellung und lobte den Direktor des Dommuseums als „stark“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 54 Lesermeinungen:
Montag, 14. April 2008 15:19
Hugo: Gunsenum
Kardinal Schönborn hat mit dieser Aktion die Amtskirche in Österreich in arge Bedrängnis gebracht. Und so ein Mensch will Christus Stellvertreter auf Erden sein? Das kann doch nicht wahr sein, ich bin ein Christ, geniere mich aber für Schönborn. Wo bleibt hier die Achtung vor der Menschenwürde. Wie lange wird der Papst solche Leute wie Küng und Schönborn noch werken lassen? Christ sein bedeutet mehr als Sklavenhalten, wie ja die rüde, skandalöse Umgangsweise mit unschuldigen Priestern zeigt.
Montag, 14. April 2008 14:30
Herrgraf: marcelus
unser christliches Ehrgefühl sollte der Wahrheit die Ehre gebgen. Schönborn mißachtet diese menschliche Grundregel total. Falschheit darf nicht zum Aushängeschild chritlicher Nächstenliebe werden.
Montag, 14. April 2008 14:08
Gunsenum: Bloß weil ein paar Piushansel…
…den Kardinal Schönborn nicht mögen, soll er zurücktreten? Pffff…Witz des Tages!
Montag, 14. April 2008 14:05
Herrgraf: dommuseum
Wenn Schönborn einen Charakter hätte, würde er sofort zurücktreten. Schönborn geht scheinbar auch hier auf Tauchstation, wie in St. Pölten, wo unschuldige Priester einer wildgewordenen Meute geopfern werden sollen. Schönborn hin u. her, er ist einfach ein Drahtzieher, der auf jedenfall dem Chritsentum einen ungeheuren Schaden zufügt.
Samstag, 12. April 2008 20:27
Marcelus: @J. Guttenberger: Wieso sollte er?
Sind wir in einer politischen Partei?

der als Erzbischof von Wien wenn möglicherweise auch nicht persönlich, so doch zumindest von Amtswegen für den Skandal verantwortlich ist, tritt am besten zurück!
Samstag, 12. April 2008 06:19
GirolamoSavonarola: Hammer her!
Vor nicht allzu langer Zeit war in einer evangelischen zürcher Kirche eine Ausstellung wo ein Bild hing, auf dem die Apostel inkl. Christus nackt beim Sex zu sehen waren.
Daraufhin machte sich ein zürcher Katholik (ja, ja, das gibts!) auf den Weg, bewaffnet mit einem Hammer und schlug das sogen. Kunstwerk in tausend Stücke!
Nein, nein, ich wars nicht.
Auch eine Lösung. Wenn auch nicht die eleganteste.
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