Jesus war kein Jude
Für die talmudischen Rabbiner war die Muttergottes nichts anderes als eine Hure. Schon während seiner Schulzeit war Jesu sexuellen Ausschweifungen ergeben. Von Friedrich Romig.
(kreuz.net) Der renommierte deutsche Judaist, Peter Schäfer (64) – Direktor für jüdische Studien an
der Princeton-Universität in den USA – hat letztes Jahr sein Buch „Jesus in The Talmud“ vorgelegt. Das
Werk ist jetzt auch auf Deutsch erschienen.
In seinem Buch bringt Schäfer die im Talmud verstreuten Jesusstellen in eine systematische Ordnung und läßt so den Widerspruch zur christlichen Botschaft deutlich vor Augen treten: Familiäre Herkunft, Schülerstadium, Lehrtätigkeit, Heilkunst, Hinrichtung und Höllenstrafe Jesu bilden die Rubriken des Buches, in dem er die Talmudstellen sammelt und ausdeutet.
Die familiäre Herkunft Jesu wird in dieser talmudischen Gegenerzählung mit dem Fehltritt Mariens, einer verheirateten oder verlobten Frau, in Verbindung gebracht, die sich mit einem römischen Legionär eingelassen hat und die dabei entstandene Leibesfrucht der „Überschattung“ durch den „Heiligen Geist“ zuschrieb.
Statt verstoßen
und gesteinigt zu werden, errang sie zwar die Verzeihung ihres gehörnten Gatten oder Verlobten.
Doch für die talmudischen Rabbiner ist sie nichts anderes als eine „Hure“ – siehe Seite 37, 39 und öfters.
Die Pointe dieser Erzählung über die Herkunft Jesu im Talmud liegt darin, daß Jesus durch seinen römischen Vater, „nicht nur ein Bastard, sondern der Sohn eines Nichtjuden war“ (Seite 40). Auf eine Abstammung aus dem vornehmen Hause Davids, wie ihn das Neue Testament vorspiegelt, kann er natürlich überhaupt keinen Anspruch erheben:
„Die ganze Idee der davidischen Abstammung Jesu, sein Anspruch, der Messias und schließlich sogar der Sohn Gottes zu sein“, ist für die Rabbiner nicht anderes als „Betrug“ (Seite 45f).
In der Schulzeit Jesu müssen sich seine Lehrer mit dem mißratenen und in sexuellen Ausschweifungen sich ergehenden discipulus herumschlagen.
Er gerät seiner Mutter nach. Untreue liegt ihm im Blut. Er verkehrt mit einer bekannten Prostituierten (Lk 7,36-50) und beweist den Rabbinern damit, daß er kein Prophet ist.
Er macht sich Maria Magdalena hörig. Sie wäscht seine Füße, kämmt seine Haare, und er küßt ihren „Mund“ in aller Öffentlichkeit.
Diese im Talmud geradezu pornographisch ausgemalten Frivolitäten sollen die Lehrer des jungen Jesu veranlaßt haben, ihn schon zu Lebzeiten zu „exkommunizieren“, das heißt, aus der Gemeinschaft der Juden auszustoßen.
Juden wollen – das ist die Botschaft der Talmudisten – mit dem Christentum nichts zu tun haben und sich keinesfalls von ihm gar „umarmen“ oder missionieren lassen.
Judenchristen gehören für die Rabbiner zu den widerlichsten Erscheinungen auf Gottes Erdboden, die „keinen Anteil an der kommenden – geretteten – Welt haben“ werden.
Die Rabbiner bestreiten nicht, daß Jesus magische Kräfte besaß, Dämonen austrieb, Kranke heilte und Tote auferweckte. Was sie ihm und seinen Nachfolgern vorwerfen, ist der Mißbrauch dieser Kräfte.
Jesus heilt im eigenen Namen, nicht im Namen Gottes. Er nützt seine Zauberkraft aus, um sich als „Gott“ ausgeben zu können und erweist sich so als Hochstapler und Schwindler. Und das sind in den Augen der Rabbiner auch jene, denen er die „Schlüssel“ übergibt, die den Zugang zu magischen Vorgängen symbolisieren, „zu binden und zu lösen“.
Zauberei und Götzendienst sind denn auch der Grund, daß Jesus durch den Sanhedrin zum Tode verurteilt und am Vorabend des Passahfestes – ans Kreuz – „gehängt“ wurde.
Peter Schäfer: Jesus im Talmud.
Aus dem Englischen von Barbara Schäfer.
Mohr Siebeck, Tübingen 2007.
ISBN 978-3-16-149462-8.
325 Seiten. € 29.-.
Nächstes Mal: Jesus wurde nach rabbinischem Recht hingerichtet
In seinem Buch bringt Schäfer die im Talmud verstreuten Jesusstellen in eine systematische Ordnung und läßt so den Widerspruch zur christlichen Botschaft deutlich vor Augen treten: Familiäre Herkunft, Schülerstadium, Lehrtätigkeit, Heilkunst, Hinrichtung und Höllenstrafe Jesu bilden die Rubriken des Buches, in dem er die Talmudstellen sammelt und ausdeutet.
Die familiäre Herkunft Jesu wird in dieser talmudischen Gegenerzählung mit dem Fehltritt Mariens, einer verheirateten oder verlobten Frau, in Verbindung gebracht, die sich mit einem römischen Legionär eingelassen hat und die dabei entstandene Leibesfrucht der „Überschattung“ durch den „Heiligen Geist“ zuschrieb.

Doch für die talmudischen Rabbiner ist sie nichts anderes als eine „Hure“ – siehe Seite 37, 39 und öfters.
Die Pointe dieser Erzählung über die Herkunft Jesu im Talmud liegt darin, daß Jesus durch seinen römischen Vater, „nicht nur ein Bastard, sondern der Sohn eines Nichtjuden war“ (Seite 40). Auf eine Abstammung aus dem vornehmen Hause Davids, wie ihn das Neue Testament vorspiegelt, kann er natürlich überhaupt keinen Anspruch erheben:
„Die ganze Idee der davidischen Abstammung Jesu, sein Anspruch, der Messias und schließlich sogar der Sohn Gottes zu sein“, ist für die Rabbiner nicht anderes als „Betrug“ (Seite 45f).
In der Schulzeit Jesu müssen sich seine Lehrer mit dem mißratenen und in sexuellen Ausschweifungen sich ergehenden discipulus herumschlagen.
Er gerät seiner Mutter nach. Untreue liegt ihm im Blut. Er verkehrt mit einer bekannten Prostituierten (Lk 7,36-50) und beweist den Rabbinern damit, daß er kein Prophet ist.
Er macht sich Maria Magdalena hörig. Sie wäscht seine Füße, kämmt seine Haare, und er küßt ihren „Mund“ in aller Öffentlichkeit.
Diese im Talmud geradezu pornographisch ausgemalten Frivolitäten sollen die Lehrer des jungen Jesu veranlaßt haben, ihn schon zu Lebzeiten zu „exkommunizieren“, das heißt, aus der Gemeinschaft der Juden auszustoßen.
Juden wollen – das ist die Botschaft der Talmudisten – mit dem Christentum nichts zu tun haben und sich keinesfalls von ihm gar „umarmen“ oder missionieren lassen.
Judenchristen gehören für die Rabbiner zu den widerlichsten Erscheinungen auf Gottes Erdboden, die „keinen Anteil an der kommenden – geretteten – Welt haben“ werden.
Die Rabbiner bestreiten nicht, daß Jesus magische Kräfte besaß, Dämonen austrieb, Kranke heilte und Tote auferweckte. Was sie ihm und seinen Nachfolgern vorwerfen, ist der Mißbrauch dieser Kräfte.
Jesus heilt im eigenen Namen, nicht im Namen Gottes. Er nützt seine Zauberkraft aus, um sich als „Gott“ ausgeben zu können und erweist sich so als Hochstapler und Schwindler. Und das sind in den Augen der Rabbiner auch jene, denen er die „Schlüssel“ übergibt, die den Zugang zu magischen Vorgängen symbolisieren, „zu binden und zu lösen“.
Zauberei und Götzendienst sind denn auch der Grund, daß Jesus durch den Sanhedrin zum Tode verurteilt und am Vorabend des Passahfestes – ans Kreuz – „gehängt“ wurde.
Peter Schäfer: Jesus im Talmud.
Aus dem Englischen von Barbara Schäfer.
Mohr Siebeck, Tübingen 2007.
ISBN 978-3-16-149462-8.
325 Seiten. € 29.-.
Nächstes Mal: Jesus wurde nach rabbinischem Recht hingerichtet
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
2. Jesus war kein Jude
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Montag, 14. April 2008 14:50
ladonna: Werter Bruder Theophil!
@ ladonna
Können Sie auch Worte sinnvoll aneinanderreihen ?
Kann ich etwas dafür, dass Sie nicht sinnerfassend lesen können?
Können Sie auch Worte sinnvoll aneinanderreihen ?
Kann ich etwas dafür, dass Sie nicht sinnerfassend lesen können?
Montag, 14. April 2008 06:47
Peter-Pan: @Marcelus
Der Überwachungsstaat als solcher ist eine ziemlich moderne Erscheinung. Weil es in früheren Zeiten
weder vergleichbare Möglichkeiten, noch ein vergleichbares Interesse an der Überwachung und dem Ausspionieren
des Volkes im Großen und Ganzen gab.
Natürlich haben auch die Machthaber früherer Epochen bestimmte Untertanen genauer im Auge behalten, aber das allein definiert noch keinen Überwachungsstaat. Dieses Konzept funktioniert überhaupt nur in den modernen Gesellschaften und mit modernen Mitteln (wobei ich mit modern mal bis maximal zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehe).
Das deutsche Kaiserreich war bis zu seinem Ende vieles, aber kein Überwachungsstaat. Der völlig weltfremde letzte deutsche Kaiser hätte für sowas auch keinen Grund gesehen, da er scheinbar bis zuletzt von der Treue und Loyalität seine ehrlichen, aufrechten Untertannen überzeugt war.
Natürlich haben auch die Machthaber früherer Epochen bestimmte Untertanen genauer im Auge behalten, aber das allein definiert noch keinen Überwachungsstaat. Dieses Konzept funktioniert überhaupt nur in den modernen Gesellschaften und mit modernen Mitteln (wobei ich mit modern mal bis maximal zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehe).
Das deutsche Kaiserreich war bis zu seinem Ende vieles, aber kein Überwachungsstaat. Der völlig weltfremde letzte deutsche Kaiser hätte für sowas auch keinen Grund gesehen, da er scheinbar bis zuletzt von der Treue und Loyalität seine ehrlichen, aufrechten Untertannen überzeugt war.
Sonntag, 13. April 2008 22:02
Marcelus: @Peter-Pan: Die Diktaturen waren immer mehr Überwachungsstaaten,
je mehr das technisch möglich war.
Am besten war es im 20. Jahrhundert möglich, unter den Nationalsozialismus- und Kommunismusdiktaturen.
Am besten war es im 20. Jahrhundert möglich, unter den Nationalsozialismus- und Kommunismusdiktaturen.
Sonntag, 13. April 2008 22:00
Peter-Pan: @Marcelus
Monarchisch um genau zu sein, wobei man über die Begrifflichkeiten streiten darf. Und von sehr gut kann
keine Rede sein. Es gab Krieg, Revolutionen, Hungerszeiten und eine Klassengesellschaft, in der sich die
höheren Klassen am gemeinen Volk die Füße abstreiften. Nicht gerade das, was ich als „sehr gut“ bezeichnen
würde
Aber darum ging es mir gar nicht. Das deutsche Reich dieser Zeit war kein Überwachungsstaat wie später das dritte Reich oder die DDR. Zwar versuchten die Autoritäten schon den einen oder anderen Bürger in dieser revolutionsreichen Zeit im Auge zu behalten – aber ein Überwachungstaat in der Form, wie vor allem Hitler ihn praktizierste, war das deutsche Kaiserreich noch lange nicht.
Aber darum ging es mir gar nicht. Das deutsche Reich dieser Zeit war kein Überwachungsstaat wie später das dritte Reich oder die DDR. Zwar versuchten die Autoritäten schon den einen oder anderen Bürger in dieser revolutionsreichen Zeit im Auge zu behalten – aber ein Überwachungstaat in der Form, wie vor allem Hitler ihn praktizierste, war das deutsche Kaiserreich noch lange nicht.
Sonntag, 13. April 2008 21:50
Marcelus: @Peter-Pan: Im 19. Jahrhundert war der Staat
noch sehr gut diktatorisch regiert.
Sonntag, 13. April 2008 21:46
Peter-Pan: @Marcelus
Die deutschen Kaiser haben weder dieselben Möglichkeiten noch ein annähernd vergleichbares Interesse
an der Überwachung ihrer Bürger gehabt, wie Hitler oder später die DDR.
Und wozu auch. Vielleicht musste man mal den einen oder anderen Fürsten im Auge behalten, aber während des größten Teils der deutschen Geschichte hätte sich das Überwachen und Ausspionieren ungebildeter, teilweise leibeigener und an die Kirche gebundener Bauern kaum gelohnt.
Natürlich gab es auch schon vorher Überwachungssysteme, aber die Nazis gaben dem ganzen schon eine ganz neue Qualität.
Abgesehen davon…
Der Überwachungsstaat wäre doch nur wünschenswert
Denn dann wären endlich die Häuser und die Straßen vor Einbrechern und Mördern sicher.
Noch nie hat ein Überwachungsstaat das Leben sicherer gemacht. In der Regel werden die größten Verbrechen in einem solchen Staat sogar vom Staat selbst begangen.
Und wozu auch. Vielleicht musste man mal den einen oder anderen Fürsten im Auge behalten, aber während des größten Teils der deutschen Geschichte hätte sich das Überwachen und Ausspionieren ungebildeter, teilweise leibeigener und an die Kirche gebundener Bauern kaum gelohnt.
Natürlich gab es auch schon vorher Überwachungssysteme, aber die Nazis gaben dem ganzen schon eine ganz neue Qualität.
Abgesehen davon…
Der Überwachungsstaat wäre doch nur wünschenswert
Denn dann wären endlich die Häuser und die Straßen vor Einbrechern und Mördern sicher.
Noch nie hat ein Überwachungsstaat das Leben sicherer gemacht. In der Regel werden die größten Verbrechen in einem solchen Staat sogar vom Staat selbst begangen.
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