Requiem
Thomist verstorben
Mit seinen Werken übte er einen beachtlichen Einfluß auf das Denken und die Schriften von Papst Johannes Paul II. aus. Jetzt ist der bekannte Dominikaner verstorben.
Thomas von Aquin des italienischen Malers Carlo Crivelli († um 1500)
Thomas von Aquin des italienischen Malers Carlo Crivelli († um 1500)
(kreuz.net) Am vergangenen Montag um 2.00 Uhr morgens verstarb der Dominikanerpater Servais Pinckaers (82).

Pater Pinckaers war lange Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg in der Schweiz. Er galt als einer der weltweit führenden Kenner der Lehre des Heiligen Thomas von Aquin.

Der Verstorbene wurde am 30. Oktober 1925 in der belgischen Stadt Lüttich geboren. 1945 trat er dem Orden der Dominikaner bei und wurde im Jahr 1951 zum Priester geweiht.

Seine philosophisch-theologische Grundausbildung erhielt er in dem Dominikanerkloster La Sarte in der Kleinstadtadt Huy – dreißig Kilometer südwestlich von Lüttich.

1951 empfing er die Priesterweihe. Ein Jahr später promovierte er an der römischen Dominikaner-Universität Angelicum. Anschließend machte er den ordensinternen Magister der Theologie.

Von 1952 bis 1965 unterrichtete er Moraltheologie in Belgien. Pater Pinckaers nahm auch am Zweiten Vatikanischen Konzil teil.

Von 1965 bis zum Jahr 1973 amtete er als Prior im Lütticher Dominikanerkloster.

Im Jahr 1972 wurde er Gastprofessor für Fundamentalmoral an der Schweizer Universität Freiburg, dann – von 1975 bis 1980 – außerordentlicher und von 1980 bis 1997 ordentlicher Professor für Moraltheologie. Von 1989 bis 1991 war er Dekan der Theologischen Fakultät.

Im Juni 1989 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Berater der vatikanischen Erziehungskongregation und seit 1992 zum Mitglied der Internationalen Theologenkommission.

Pater Pinckaers war auch von 1983 bis 1990 und nach seiner Emeritierung im Jahr 1996 Prior des Dominikanerklosters Albertinum in Freiburg.

Er hinterläßt zahlreiche Publikationen. Seine beiden Werke „L’Evangile et la Morale“ aus dem Jahr 1989 und „La Morale Catholique“ aus dem Jahr 1991 erreichten eine gewisse Bekanntheit.

Vor seinem Tod hatte Pater Pinckaers gerade eine Textanalyse und Interpretation der ersten fünf Quaestiones der Prima Secundae der Summe des Heiligen Thomas von Aquin abgeschlossen.

Der Text wird in der zweiten Auflage der zweisprachigen Ausgabe der Summa der ‘Revue des Jeunes’ erscheinen.

Pater Pinckaers war auch Mitglied der vatikanischen Kommission, die für den Katechismus der Katholischen Kirche verantwortlich war. Für den Katechismus schrieb er am moraltheologischen Teil.

Außerdem war er Mitglied einer Vorbereitungskommission für die Enzyklika Veritatis Splendor von Papst Johannes Paul II.

Das Requiem für den verstorbenen Dominikaner wird morgen um 14.30 in der Kirche Sainte Ursule in Freiburg zelebriert.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Marcelus   13:24:54 | Sonntag, 13. April 2008
Ein Häretiker ist jemand, der das leugnet, was die katholische Lehre
beinhaltet.
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#17   FiliusEcclesiae   00:14:15 | Sonntag, 13. April 2008
@Genoveva: Die katholische Offenbarung ist für alle Zeiten dieselbe
Und ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels.
Wer dieser Offenbarung widerspricht, lehrt Irriges.
Auch die päpstliche Unfehlbarkeit gilt bekanntlich nicht für jede Aussage des Papstes.
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#16   Genoveva   00:12:23 | Sonntag, 13. April 2008
@FilEcc: Sturschädel
Das ist völliger Unsinn und ich bin mir sicher, daß Sie das wissen.
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#15   FiliusEcclesiae   00:04:24 | Sonntag, 13. April 2008
@Genoveva: Aus heutiger Sicht schon!
ihre Entfaltung in der kirchlichen Lehre keineswegs. Niemand ist ein Häretiker oder ein Irrlehrer, der vor 1950 die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel abgelehnt hat.
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#14   Genoveva   00:03:01 | Sonntag, 13. April 2008
@FilEcc: Ja, die Offenbarung ist abgeschlossen, aber …
… ihre Entfaltung in der kirchlichen Lehre keineswegs. Niemand ist ein Häretiker oder ein Irrlehrer, der vor 1950 die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel abgelehnt hat.
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#13   FiliusEcclesiae   23:59:04 | Samstag, 12. April 2008
@Genoveva: Die katholische Lehre ist zu allen Zeiten
dieselbe, die Offenbarung ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels.
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#12   Genoveva   23:57:12 | Samstag, 12. April 2008
@FilEcc: Nonsens!
Ein offizieller Häretiker war St. Thomas v. Aquin deswegen aber nicht!Sondern nur ein inoffizieller Häretiker, weil ihn die Kirche nicht verurteilte und korrigierte, wie es die Pflicht der Kirche ist.
Was führen Sie da für eine abwegige Terminologie ein? Diese Frage war zu diesem Zeitpunkt von der Kirche nicht entschieden. Man konnte also anderer Meinung sein.
Ein Häretiker ist jemand, der den vorgelegten Glauben der Kirche leugnet.
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#11   FiliusEcclesiae   23:54:15 | Samstag, 12. April 2008
@„stimme der vernunft“: Ein offizieller Häretiker war St. Thomas v. Aquin deswegen aber nicht!
Sondern nur ein inoffizieller Häretiker, weil ihn die Kirche nicht verurteilte und korrigierte, wie es die Pflicht der Kirche ist.
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#10   Genoveva   00:41:20 | Freitag, 11. April 2008
Aleph, jetzt hatte ich mich so bemüht …
und dann doch nur wieder :-!
Sein’s doch mal ein bißchen freundlicher und toleranter :-)
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#9   Aleph †   00:36:36 | Freitag, 11. April 2008
Genovev
Einen Thomas-Hut sollten sie sich formen lassen…das wärs doch, gülle, gülle :-!
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#8   Genoveva   00:22:39 | Freitag, 11. April 2008
Allerwertester Aleph: Klar…
Es zeigt sich aber dass die Propagandisten, die Originaltexte des Aquinaten nicht genau studiert und sich ein Armutszeugnis ausgestellt haben.
… wenn wir nur alle unseren Thomas so draufhätten wie Sie ^-^
Aber immerhin scheinen Sie sein Fronleichnams-Offizium zu mögen – das ehrt Sie sehr. :(3
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#7   Brandenburgis   00:15:18 | Freitag, 11. April 2008
Hat der Verstorbene
eigentlich in „Theologisches „ publiziert?
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#6   Aleph †   00:05:19 | Freitag, 11. April 2008
stimme der vernunft
Der Thomas hat vielleicht noch ganz andere Kracher in seinen Summen.
Man rühmt sich zwar allenthalben des so begnadeten Neu-Thomismus.
Es zeigt sich aber dass die Propagandisten, die Originaltexte des Aquinaten nicht genau studiert und sich ein Armutszeugnis ausgestellt haben.
Thomas von Aquin war ja schließlich nicht nur der Erfinder von „Pange Lingua“…
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#5   stimme der vernunft †   18:35:52 | Donnerstag, 10. April 2008
Thomas von Aquin
hat übrigens die Idee einer unbefleckten Empfängnis entschieden abgelehnt.
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#4   Aleph †   00:51:00 | Donnerstag, 10. April 2008
Na endlich…!
Na also klappt doch… Adoro te devote. Das ist der Text von Thomas v. Aquin. Aber der gestorbene Thomist, war ein Theologe der Jetztzeit.
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#3   Biene Maja   00:47:02 | Donnerstag, 10. April 2008
Thomist Verstorben
ich liebe Thomas von Aquino „Gottheit tief verborgen“ Gott möge seine Seele zu sich nehmen schlisse in mein Nachtgebet ein
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#2   gunther maria michel   00:45:45 | Donnerstag, 10. April 2008
In paradisum…
In paradisum deducant te angeli;
in tuo adventu suscipiant te martyres,
et perducant te in civitatem sanctam Ierusalem.
Chorus angelorum te suscipiat,
et cum Lazaro, quondam paupere,
æternam habeas requiem.
Zum Paradiese mögen Engel dich geleiten,
bei deiner Ankunft die Martyrer dich begrüßen
und dich führen in die
heilige Stadt Jerusalem.
Chöre der Engel mögen dich empfangen,
und mit Lazarus, dem einst so armen,
soll ewige Ruhe dich erfreuen.
In paradisum (audio-clip) profile.imeem.com/…n_chant_in_paradisum/
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#1   Aleph †   00:10:03 | Donnerstag, 10. April 2008
Alles schweiget
Jetzt steht die Nachricht vom Tode des verstorbenen Thomisten seit 18.53 Uhr im Forum und keiner der Katholibans hat dies beklagt oder hat wenigstens mit einer Würdigung begonnen. Was sind das bloß für lieblose Leute…?
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