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Mittwoch, 9. April 2008 18:53
Thomist verstorben
Mit seinen Werken übte er einen beachtlichen Einfluß auf das Denken und die Schriften von Papst Johannes Paul II. aus. Jetzt ist der bekannte Dominikaner verstorben.
Thomas von Aquin des italienischen Malers Carlo Crivelli († um 1500)
Thomas von Aquin des italienischen Malers Carlo Crivelli († um 1500)
(kreuz.net) Am vergangenen Montag um 2.00 Uhr morgens verstarb der Dominikanerpater Servais Pinckaers (82).

Pater Pinckaers war lange Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg in der Schweiz. Er galt als einer der weltweit führenden Kenner der Lehre des Heiligen Thomas von Aquin.

Der Verstorbene wurde am 30. Oktober 1925 in der belgischen Stadt Lüttich geboren. 1945 trat er dem Orden der Dominikaner bei und wurde im Jahr 1951 zum Priester geweiht.

Seine philosophisch-theologische Grundausbildung erhielt er in dem Dominikanerkloster La Sarte in der Kleinstadtadt Huy – dreißig Kilometer südwestlich von Lüttich.

1951 empfing er die Priesterweihe. Ein Jahr später promovierte er an der römischen Dominikaner-Universität Angelicum. Anschließend machte er den ordensinternen Magister der Theologie.

Von 1952 bis 1965 unterrichtete er Moraltheologie in Belgien. Pater Pinckaers nahm auch am Zweiten Vatikanischen Konzil teil.

Von 1965 bis zum Jahr 1973 amtete er als Prior im Lütticher Dominikanerkloster.

Im Jahr 1972 wurde er Gastprofessor für Fundamentalmoral an der Schweizer Universität Freiburg, dann – von 1975 bis 1980 – außerordentlicher und von 1980 bis 1997 ordentlicher Professor für Moraltheologie. Von 1989 bis 1991 war er Dekan der Theologischen Fakultät.

Im Juni 1989 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Berater der vatikanischen Erziehungskongregation und seit 1992 zum Mitglied der Internationalen Theologenkommission.

Pater Pinckaers war auch von 1983 bis 1990 und nach seiner Emeritierung im Jahr 1996 Prior des Dominikanerklosters Albertinum in Freiburg.

Er hinterläßt zahlreiche Publikationen. Seine beiden Werke „L’Evangile et la Morale“ aus dem Jahr 1989 und „La Morale Catholique“ aus dem Jahr 1991 erreichten eine gewisse Bekanntheit.

Vor seinem Tod hatte Pater Pinckaers gerade eine Textanalyse und Interpretation der ersten fünf Quaestiones der Prima Secundae der Summe des Heiligen Thomas von Aquin abgeschlossen.

Der Text wird in der zweiten Auflage der zweisprachigen Ausgabe der Summa der ‘Revue des Jeunes’ erscheinen.

Pater Pinckaers war auch Mitglied der vatikanischen Kommission, die für den Katechismus der Katholischen Kirche verantwortlich war. Für den Katechismus schrieb er am moraltheologischen Teil.

Außerdem war er Mitglied einer Vorbereitungskommission für die Enzyklika Veritatis Splendor von Papst Johannes Paul II.

Das Requiem für den verstorbenen Dominikaner wird morgen um 14.30 in der Kirche Sainte Ursule in Freiburg zelebriert.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 18 Lesermeinungen:
Sonntag, 13. April 2008 13:24
Marcelus: Ein Häretiker ist jemand, der das leugnet, was die katholische Lehre
beinhaltet.
Sonntag, 13. April 2008 00:14
FiliusEcclesiae: @Genoveva: Die katholische Offenbarung ist für alle Zeiten dieselbe
Und ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels.
Wer dieser Offenbarung widerspricht, lehrt Irriges.
Auch die päpstliche Unfehlbarkeit gilt bekanntlich nicht für jede Aussage des Papstes.
Sonntag, 13. April 2008 00:12
Genoveva: @FilEcc: Sturschädel
Das ist völliger Unsinn und ich bin mir sicher, daß Sie das wissen.
Sonntag, 13. April 2008 00:04
FiliusEcclesiae: @Genoveva: Aus heutiger Sicht schon!
ihre Entfaltung in der kirchlichen Lehre keineswegs. Niemand ist ein Häretiker oder ein Irrlehrer, der vor 1950 die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel abgelehnt hat.
Sonntag, 13. April 2008 00:03
Genoveva: @FilEcc: Ja, die Offenbarung ist abgeschlossen, aber …
… ihre Entfaltung in der kirchlichen Lehre keineswegs. Niemand ist ein Häretiker oder ein Irrlehrer, der vor 1950 die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel abgelehnt hat.
Samstag, 12. April 2008 23:59
FiliusEcclesiae: @Genoveva: Die katholische Lehre ist zu allen Zeiten
dieselbe, die Offenbarung ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels.
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