Der langen Rede kurzer Sinn
Ob man darf oder nicht darf, kann in verschrobenen vier Seiten oder in einem einzigen Satz gesagt werden. Das bittere Ende der bischöflichen Manipulationen an der katholischen Glaubens- und Sittenlehre.
(kreuz.net) Hw. Albert Schechter (63) leitet die Pfarrei Sankt Anna in Ranstadt in Oberhessen. Die 5.000-Seelen-Gemeinde
gehört zum Bistum Mainz.
Im Schriftenstand des Geistlichen liegt auch ein Hirtenwort des emeritierten Bischofs von Limburg, Mons. Franz Kamphaus (76), aus dem Jahre 1994 auf. Es steht unter dem Titel „Von der Kommunion ausgeschlossen??“.
Mons. Kamphaus benützt darin die bekannte nachkonziliäre Rhetorik, um in Todsünde lebende, wiederverheiratete Geschiedene dazu zu ermuntern, „auf ihr Gewissen zu hören“ und ungebeichtet und unbereut die Heilige Kommunion zu empfangen.
Er weist auf den „nach wie vor sehr bedenkenswerten“ Brief der Bischöfe der Oberrheinischen Kirchenprovinz aus dem Jahr 1993. Das Schreiben wurde von den späteren Kardinälen Karl Lehmann und Walter Kasper sowie vom damaligen Erzbischof von Freiburg, Mons. Oskar Saier († 2008), unterschrieben.
Seinem Jubel für die drei Bischöfe läßt Mons. Kamphaus Tadel für die Antwort der Glaubenskongregation unter dem damaligen Präfekten, Joseph Kardinal Ratzinger, folgen: „Die Kongregation für die Glaubenslehre hat in den vergangenen Tagen darauf geantwortet. Das römische Dokument beantwortet nicht nur alle Fragen, es wirft neue Fragen auf.“
Einleitend bekräftigt Bischof Kamphaus mit eindeutigen, kompromißlosen Formulierungen das klare Jesuswort von der Unauflöslichkeit der Ehe – und stellt es sogleich in Frage: „Kann es im Einzelfall doch Ausnahmen geben?“
Mons. Kamphaus weist noch darauf hin, daß die Berufung auf das Gewissen heute vielfach gewissenlos sei. Die Stimme des Gewissens sei auch in der Bibel und Tradition der Kirche hörbar.
Doch dann benützt er die üblichen theologischen Hasensprünge, um auch das Gegenteil zu sagen: Es sei „beste katholische Tradition“, daß der einzelne Gläubige „nach reiflicher Prüfung seines an den Normen orientierten Gewissens auch zu einem vom Lehramt abweichenden Urteil“ kommen könne.
Im weiteren wird klar, daß die Aussagen von Bischof Kamphaus über Jesusworte, gewissensloses Gewissen, Evangelium und Tradition Wortmüll und Alibi-Übung waren.
Nachdem er – sogar mit Berufung auf den Heiligen Thomas von Aquin – dem Relativismus das Wort geredet hat, kommt Mons. Kamphaus zur Sache: „Ist eine Gewissensentscheidung nicht auch dann zu respektieren, wenn ein Katholik, der in einer kirchlich ungültigen Ehe lebt, die heilige Kommunion empfängt?“
Er weist auch auf die – unmoralische und unbiblische – Ehescheidungspraxis der Orthodoxen hin.
Dann fällt dem Bischof noch ein politisches Argument ein: Nichtkatholiken sei es schon lange erlaubt unter gewissen Umständen die Kommunion zu empfangen. Geschiedene und wiederverheiratete Katholiken sollten aber beim Kommunionempfang nicht schlechter gestellt werden als diese.
Nachdem der Bischof seine glatte Lösung serviert hat, heuchelt er, „daß es dort, wo Menschen scheitern keine glatten Lösungen“ gebe.
Pfarrer Schechter beweist, daß er die bischöflichen Verdrehungen ohne Wenn und Aber verstanden hat. Am Ende des in seinem Schriftenstand ausgelegten Hirtenwortes hat er selber hinzugefügt:
„In diesem Sinne sind in unserer Pfarrgemeinde wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion eingeladen!“
Die ursprüngliche Datumsangabe des Dokumentes „Advent 1994“ hat er handschriftlich mit „Advent 1994/2007“ ergänzt und mit seinem Namen unterschrieben.
Nachdem Bischof Kamphaus lange genug mit dem Finger herumgefuchtelt hat, muß er plötzlich feststellen, daß er ohne Arm dasteht.
© Bild: Moguntiner, CC-BY-SA/2.0
Im Schriftenstand des Geistlichen liegt auch ein Hirtenwort des emeritierten Bischofs von Limburg, Mons. Franz Kamphaus (76), aus dem Jahre 1994 auf. Es steht unter dem Titel „Von der Kommunion ausgeschlossen??“.
Mons. Kamphaus benützt darin die bekannte nachkonziliäre Rhetorik, um in Todsünde lebende, wiederverheiratete Geschiedene dazu zu ermuntern, „auf ihr Gewissen zu hören“ und ungebeichtet und unbereut die Heilige Kommunion zu empfangen.
Er weist auf den „nach wie vor sehr bedenkenswerten“ Brief der Bischöfe der Oberrheinischen Kirchenprovinz aus dem Jahr 1993. Das Schreiben wurde von den späteren Kardinälen Karl Lehmann und Walter Kasper sowie vom damaligen Erzbischof von Freiburg, Mons. Oskar Saier († 2008), unterschrieben.
Seinem Jubel für die drei Bischöfe läßt Mons. Kamphaus Tadel für die Antwort der Glaubenskongregation unter dem damaligen Präfekten, Joseph Kardinal Ratzinger, folgen: „Die Kongregation für die Glaubenslehre hat in den vergangenen Tagen darauf geantwortet. Das römische Dokument beantwortet nicht nur alle Fragen, es wirft neue Fragen auf.“
Einleitend bekräftigt Bischof Kamphaus mit eindeutigen, kompromißlosen Formulierungen das klare Jesuswort von der Unauflöslichkeit der Ehe – und stellt es sogleich in Frage: „Kann es im Einzelfall doch Ausnahmen geben?“
Mons. Kamphaus weist noch darauf hin, daß die Berufung auf das Gewissen heute vielfach gewissenlos sei. Die Stimme des Gewissens sei auch in der Bibel und Tradition der Kirche hörbar.
Doch dann benützt er die üblichen theologischen Hasensprünge, um auch das Gegenteil zu sagen: Es sei „beste katholische Tradition“, daß der einzelne Gläubige „nach reiflicher Prüfung seines an den Normen orientierten Gewissens auch zu einem vom Lehramt abweichenden Urteil“ kommen könne.
Im weiteren wird klar, daß die Aussagen von Bischof Kamphaus über Jesusworte, gewissensloses Gewissen, Evangelium und Tradition Wortmüll und Alibi-Übung waren.
Nachdem er – sogar mit Berufung auf den Heiligen Thomas von Aquin – dem Relativismus das Wort geredet hat, kommt Mons. Kamphaus zur Sache: „Ist eine Gewissensentscheidung nicht auch dann zu respektieren, wenn ein Katholik, der in einer kirchlich ungültigen Ehe lebt, die heilige Kommunion empfängt?“
Er weist auch auf die – unmoralische und unbiblische – Ehescheidungspraxis der Orthodoxen hin.
Dann fällt dem Bischof noch ein politisches Argument ein: Nichtkatholiken sei es schon lange erlaubt unter gewissen Umständen die Kommunion zu empfangen. Geschiedene und wiederverheiratete Katholiken sollten aber beim Kommunionempfang nicht schlechter gestellt werden als diese.
Nachdem der Bischof seine glatte Lösung serviert hat, heuchelt er, „daß es dort, wo Menschen scheitern keine glatten Lösungen“ gebe.
Pfarrer Schechter beweist, daß er die bischöflichen Verdrehungen ohne Wenn und Aber verstanden hat. Am Ende des in seinem Schriftenstand ausgelegten Hirtenwortes hat er selber hinzugefügt:
„In diesem Sinne sind in unserer Pfarrgemeinde wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion eingeladen!“
Die ursprüngliche Datumsangabe des Dokumentes „Advent 1994“ hat er handschriftlich mit „Advent 1994/2007“ ergänzt und mit seinem Namen unterschrieben.
Nachdem Bischof Kamphaus lange genug mit dem Finger herumgefuchtelt hat, muß er plötzlich feststellen, daß er ohne Arm dasteht.
© Bild: Moguntiner, CC-BY-SA/2.0
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Donnerstag, 24. Juli 2008 16:26
neverland: Dann will ich nich …
Wer glaubt die reine römische Lehre zu vertreten kann doch in dieser Kirche nicht mehr zur Kommunion vortreten?
Donnerstag, 24. April 2008 22:39
Jörg Guttenberger, Köln: Ehescheidungspraxis der Othodoxie
Diese Praxis ist weder unmoralisch noch unbiblisch. Das ergibt sich aus der Formulierung des Konzils von Trient, das die orthodoxe Praxis ausdrücklich nicht verurteilt, sondern diejenigen exkommuniziert, die die r.-k. Praxis für falsch erklären!
Sonntag, 13. April 2008 21:42
Marcelus: @Säkularisation: Haben Sie den Vergleich gemacht,
daß Sie sich da so sicher sind?
Samstag, 12. April 2008 16:26
Säkularisation †: Homos sind besser Eltern!
New York – Einer neuen Studie zufolge kümmern sich gleichgeschlechtliche Eltern besser um die Schulausbildung ihrer Kindern als Hetero-Eltern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die vom Gay, Lesbian and Straight Education Network (GLSEN), dem Family Equality Council und der Gruppe Children of Lesbians and Gays Everywhere (COLLAGE) erstellt wurde. 94 Prozent der Homo-Eltern haben demnach einen Elternabend besucht, offiziellen Zahlen der US-Statistikbehörde sind es bei allen Eltern nur 77 Prozent. Schwule und Lesben setzen sich auch eher in Schulprojekten als Freiwillige ein (67 Prozent zu 42 Prozent). Des Weiteren stehen sie eher mit Lehrern in Kontakt. So haben 72 Prozent im letzten Jahr mindestens einen Lehrer kontaktiert, um über die Zukunft ihres Kindes zu sprechen (bei allen Eltern: 27 Prozent. „Diese Studie wirft Zweifel auf, dass verschiedene Arten von Familien in unserem Bildungssystem gleichberechtigt aufgenommen werden“, erklärte GLSEN-Chef Kevin Jennings. „Schwul-lesbische Eltern setzen sich für die Bildung ihrer Kinder ein, werden aber oft nicht von den Schulen akzeptiert. Des Weiteren werden ihre Kinder oft gemobbt nur wegen dem Aufbau ihrer Familie“. Daher sei es wichtig, dass Schulen Anti-Mobbing-Programme offensiv umsetzen, so der GLSEN. Der Studie zufolge gibt es in den USA sieben Millionen schwule und lesbische Eltern mit schulpflichtigen Kindern.
Freitag, 11. April 2008 17:49
aufrechterkatholik: Entsetzlich
… es gewinnen hier wieder die Liberalisten die Oberhand, diese schrecklichen Modernisierer, die hinter ihrem liberalistischen Gefasel nur ihre laszizifen Neigungen verstecken wollen. Nimmt denn hier keiner mehr ernst, was die ehrenwerten Redakteure dieses ehrenwerten Forums veröffentlichen? Wird denn alles lächerlich gemacht oder sogar als Satire auf die braven Konservativen gewertet? Versteckt sich hier hinter jedem Schaf, das brav auf der Weide des Herrn grast, ein homoagressiver Wolf, der nur darauf wartet, unsere Kinder und Enkel zu verführen? Gibt es denn niemanden mehr, dem der rechte Weg unserer Kirche am Herzen liegt? Wird das hier zum Forum, wo man noch erfährt, in welchen Lustschuppen sich die Sünder austoben? Gibt es von den Wölfen, die sich hier eingeschlichen haben, letztendlich noch Hilfe bei der Unzucht? Haben sich hier möglicherweise die untreuen Levebristen und die Modernisten still und heimlich verbündet, um der Hl. Kirche den Garaus zu machen? Mit solchen und vielen Fragen geht ein schlichter, aber braver Katholik in das, was die heidnische Öffentlichkeit Wochenende, wir aber Tag des Herrn nennen. Samstag zur Beichte, Sonntag zum Opfermahle, vielleicht auf der Kupfergasse. Jawoll!
Freitag, 11. April 2008 00:41
timpressum: Ist doch eh völlig unlogisch
Fall 1: Ein staatlich, aber nicht kirchlich getrauter Lehrer muss, wenn er in einer katholischen Schule
arbeiten will, kirchlich heiraten, weil er sonst „in wilder Ehe“, also in „Sünde“ lebt.
–> die staatliche Ehe wird nicht anerkannt
Fall 2: Ein staatlich und kirchlich getrauter Lehrer, der geschieden ist, und staatlich wieder heiratet, wird entlassen, weil er nun wieder in „Sünde“ lebt, da er ja nun laut des dictums der Unauflöslichkeit der Ehe, mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet ist.
–> die staatliche Ehe wird anerkannt
Irgendwie machts vielen Katholen Spass immer schnell „Sünde“ zu kreischen, weils anscheinend nicht genug Hostien auf dieser Erde gibt.
Nur gut, daß Gott da nicht so knauserig ist!
–> die staatliche Ehe wird nicht anerkannt
Fall 2: Ein staatlich und kirchlich getrauter Lehrer, der geschieden ist, und staatlich wieder heiratet, wird entlassen, weil er nun wieder in „Sünde“ lebt, da er ja nun laut des dictums der Unauflöslichkeit der Ehe, mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet ist.
–> die staatliche Ehe wird anerkannt
Irgendwie machts vielen Katholen Spass immer schnell „Sünde“ zu kreischen, weils anscheinend nicht genug Hostien auf dieser Erde gibt.
Nur gut, daß Gott da nicht so knauserig ist!
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