Steyler Missionare
Fataler Brand
Ein Feuer hat am heutigen frühen Morgen das Sterbezimmer einer Klosterschwester zerstört, die noch dieses Jahr seliggesprochen wird. Ein Mann wurde verhaftet.
Brand im Kloster Alt-St. Gregor.
Brand im Kloster Alt-St. Gregor.
(kreuz.net, Steyl) Ein Brand am frühen Morgen zerstörte das Gebäude Alt-St.Gregor im Klosterdorf Steyl. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Beschädigt wurden jedoch das Archiv und das Lager des Missionsmuseums.

Steyl ist ein Ortsteil der niederländischen Stadt Venlo, die an die deutschen Kreise Kleve und Viersen grenzt. In Steyl befindet sich das Mutterhaus der Steyler Missionare, die im 19. Jahrhundert von Hw. Arnold Janssen gegründet wurden.

Der Brand hat auch das Sterbezimmer von Mutter Josefa Stenmanns, die in diesem Jahr seliggesprochen wird, vollständig zerstört. Mutter Josefa ist Mitgründerin der Steyler Missionarinnen.

Starken Schaden hat auch das im Erdgeschoß von Alt-St.Gregor befindliche Limburgsche Schützenmuseum erlitten.

Auch das Löschwasser richtete Schaden an.
Auch das Löschwasser richtete Schaden an.
Nachbarn hatten das Feuer um kurz nach 5.00 Uhr in der früh im Erdgeschoß von Alt-St.Gregor entdeckt.

Als die Feuerwehr nach zehn Minuten am Unglücksort ankam, stand bereits der Dachstuhl in Flammen. Die Bewohner des angrenzenden Seniorenheims St. Gregor wurden sofort evakuiert.

Sie werden bis auf weiteres im Missionshaus St. Michael untergebracht.

„Der Schaden ist beträchtlich,“ erklärt Pater Manfred Krause, Rektor in Steyl. Die Brandursache ist derzeit noch nicht vollständig geklärt. Es wurde aber, wie die Polizei inzwischen mitteilte, ein verdächtiger junger Mann festgenommen.

„Wir können wirklich von Glück sprechen, daß das Feuer so frühzeitig entdeckt wurde. Wer weiß, auf welche Gebäudeteile es sonst noch übergegriffen hätte.“

Zwar war die Feuerwehr rasch zur Stelle. Doch konnte auch sie nicht verhindern, daß Alt-St.Gregor durch das Feuer völlig zerstört wurde.

„Wie beklagen besonders, daß der Eingang des Missionsmuseums, der zur Zeit mit EU-Hilfe neu gestaltet wird, erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde“ – erklärt Pater Krause weiter.

Doch nicht nur das Feuer hat Zerstörung angerichtet. Auch durch das Löschwasser gab es etliche Schäden.

Entgegen ersten Einschätzungen ist die alte Bibliothek zum Glück kaum betroffen:

„Zwar wurden einige Ventilatoren aufgestellt, um den Rauch aus den Räumen zu treiben, aber wertvolle Bücher wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Es wird sicherlich lange dauern, bis wir den Schaden genau beziffern können. Dennoch sind wir natürlich froh und dankbar, daß die Feuerwehr die angrenzenden Gebäude, wie das Seniorenheim und das Missionsmuseum schützen konnte.“

Schlimmer als das, was erneuert und wiederaufgebaut werden kann, ist der Schaden an den Dingen, die unwiederbringlich verloren gegangen sind.

„Das Sterbezimmer von Mutter Josefa, der Missionsschwester, die in diesem Jahr seliggesprochen wird, ist vollkommen zerstört,“ erklärt Pater Krause.
      
8 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#8   Aleph †   00:21:45 | Freitag, 11. April 2008
Das Schlimmste
„Das Sterbezimmer von Mutter Josefa, der Missionsschwester, die in diesem Jahr seliggesprochen wird, ist vollkommen zerstört,“ erklärt Pater Krause.
Das ist ja wohl das Schlimmste von der ganzen Katastrophe. Dann gibt es ja wohl kein Erinnerungsstück mehr. Nichts, Nichts, das blanke Nichts, alles Asche und Staub. Nein!
Redaktion benachrichtigen
#7   wolfgang e.   23:25:07 | Donnerstag, 10. April 2008
… äh, matt,
leben Sie nicht von der Sozialhilfe?
Von welcher Polithure kommt denn dieses Geld?
Redaktion benachrichtigen
#6   Gotthard   23:25:02 | Donnerstag, 10. April 2008
@matt
Das Gute nimmt keine Fördergelder von einer gottlosen Polithure…
recht so …recht so …
Redaktion benachrichtigen
#5   ordo62   23:14:35 | Donnerstag, 10. April 2008
Jeden Cent, den die Kirche aus Brüssel erhält
können die EU nicht mehr für Moscheen, Gender- Homopropagander und dergleichen ausgeben. Deshalb sollte die Kirche das Geld nehmen und vernünftig – wie in diesem Artikel beschrieben – einsetzen.
Redaktion benachrichtigen
#4   NurEinLeser   23:06:26 | Donnerstag, 10. April 2008
Wenn irgendwer in D (oder A) von der „EU“ Geld bekommt…
…dann erhält er nur einen kleinen Teil dessen zurück, was er selber in diesen Moloch hineingeworfen hat. Das ist also nur eine kleine Erstattung der eigenen Leistungen an die Krake „EU“, keine Geschenk aus dem Nichts…
Redaktion benachrichtigen
#3   matt   19:14:58 | Donnerstag, 10. April 2008
Das Gute nimmt keine Fördergelder von einer gottlosen Polithure…
natürlich ist das ganze ein Akt der Bosheit eines Menschen, aber oft ist es auch ein Akt höherer Gerechtigkeit.
Ich kann mich z.B. erinnern als ich einmal bei den Franziskanern war, da hat mir der Bruder erzählt, sie hätten rund zwei Millionen gesammelt um die Fassade von ihrem Kloster neu anzupinseln. Dann hat aber der Malermeister gepfuscht und die ganze Farbe ist runtergelaufen. Ich sehe das als Akt höherer Gerechtigkeit. Ein Bettelorden sollte für die Armen sammeln und nicht für äußerliche Fassaden.
Redaktion benachrichtigen
#2   Raphael240889   18:59:53 | Donnerstag, 10. April 2008
Solche Bräne sind Absicht –--
Sie sind Absicht, weil man das Gute zerstören will, das Göttliche, die Liebe, die Wahrheit. Satan wirkt weiter und wütet – die Helfeshelfer wirken brutal, heimtückisch und bösartig. Man weiß nichts, aber irgendwie bleibt der Verdacht bestehen, reine Spekulation, aber wieviele Brände und Morde werden so gemacht, um Schaden zu schaffen?
Redaktion benachrichtigen
#1   matt   18:46:34 | Donnerstag, 10. April 2008
das wird schon seinen Grund gehabt haben…
vorallem das mit der EU-Förderung macht mich sehr stutzig. Eine christliche Vereinigung die Fördergelder annimmt von der Unzucht propagierenden EU, der geschieht das schon recht.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Orden60.000 Hostien pro Arbeitstag OrdenIn Deutschland machen sich die Beginen breit OrdenEher Anregungen als strikte Befehle Pater Andreas HönischRechtzeitig zurückgerudert Pater Marcial MacielGründer der Legionäre Christi verstorben JesuitenAlles das gleiche JesuitenVerheiratet mit dem Papst Opus DeiSteht beim Opus Dei eine vatikanische Visitation an? Generalobere der JesuitenIn Rom wollte man ihn nicht JesuitenEin Spanier ist neuer schwarzer Papst JungfrauenweiheKaum bekannt Yoga-PriesterToiletten- Spiritualität Benediktiner im InternetMonastische Fischzüge OrdenWer wird der neue General der Jesuiten? Kongregation ‘SJM’Polemik statt Primizfreuden
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net