Vom Vatikan verhindert?
Eigentlich sollte die katholische Universität Eichstätt seit dem 1. April einen neuen Präsidenten haben. Aber der Vatikan hat gegen die Wahl des Kandidaten offenbar Bedenken.
(kreuz.net, Eichstätt) Die vatikanische Bildungskongregation hat „Bedenken“ gegen die Berufung von Ulrich
Hemel (51) zum neuen Präsidenten der katholischen Universität Eichstätt. Das teilte die Universität
am Freitag in einer Pressemeldung mit.
Hemel ist Professor für Religionspädagogik. Er wurde bereits im Januar von den 16 Mitgliedern des Hochschulgremiums mit zwölf Ja- gegen vier Neinstimmen gewählt. Sein Amt sollte er am 1. April antreten. Doch darauf mußte er vorerst verzichten.
Wie die Universität mitteilte, wird Vizepräsident Stephan Schieren die Hochschule vorläufig leiten.
Die Gründe für den Schritt der Bildungskongregation sind bislang nicht bekannt.
Deutsche Medien vermuten, die vatikanischen Bedenken könnten damit zusammenhängen, daß der Papst ein besonderes Auge auf die Universität werfe.
Benedikt XVI. wolle, daß die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum eine der besten Hochschulen Deutschlands werde – betonte auch der Präfekt der vatikanischen Bildungskongregation, Zenon Kardinal Grocholewski, bei seinem letzten Besuch in Eichstätt.
Das Zögern des Vatikan könne aber auch damit zusammenhängen, daß Hemel bereits in dritter Ehe lebt.
Der frühere Top-Unternehmenschef und dreifache Vater ist derzeit mit einer Kolumbianerin verheiratet. Die Ehe ist laut dem Pressesprecher der Universität allerdings kirchenrechtlich gültig.
Hemel selbst erklärte laut dem Boulevard-Magazin ‘Spiegel’: „Es ist zu Verzögerungen gekommen. Ich bin überzeugt, daß die Bestätigung noch eingehen wird.“
Top-Manager und Lions-Club
Hemel studierte in Mainz und Rom katholische Theologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Sprachwissenschaften. Danach promovierte und habilitierte er 1988 an der katholischen-theologischen Fakultät der Universität Regensburg.
Dort war er anschließend als Privatdozent und außerordentlicher Professor tätig.
1991 wechselte Hemel zur Unternehmensberatung ‘Boston Consulting Group’, bevor er 1996 in die Heidenheimer Medizin- und Pflegeproduktfirma ‘Hartmann AG’ eintrat.
Laut Pressestelle der Universität Eichstätt gründete er 2006 gemeinsam mit seiner gegenwärtigen Frau die international tätige Stiftung ‘Kinder ohne Grenzen’, die sich unter anderem Kindern in den Elendsvierteln der kolumbianischen Millionenstadt Medellín widmet.
In seinem Heimatort Laichingen 25 Kilometer westlich von Ulm engagiert sich Hemel außerdem aktiv als Leiter des örtlichen Entwicklungs- und umweltpolitischen Aktionsprogramms ‘Agenda 21’, im katholischen Pfarrgemeinderat Maria Regina sowie im Lions Club.
© Bild: Pressestelle Universität Eichstätt
Hemel ist Professor für Religionspädagogik. Er wurde bereits im Januar von den 16 Mitgliedern des Hochschulgremiums mit zwölf Ja- gegen vier Neinstimmen gewählt. Sein Amt sollte er am 1. April antreten. Doch darauf mußte er vorerst verzichten.
Wie die Universität mitteilte, wird Vizepräsident Stephan Schieren die Hochschule vorläufig leiten.
Die Gründe für den Schritt der Bildungskongregation sind bislang nicht bekannt.
Deutsche Medien vermuten, die vatikanischen Bedenken könnten damit zusammenhängen, daß der Papst ein besonderes Auge auf die Universität werfe.
Benedikt XVI. wolle, daß die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum eine der besten Hochschulen Deutschlands werde – betonte auch der Präfekt der vatikanischen Bildungskongregation, Zenon Kardinal Grocholewski, bei seinem letzten Besuch in Eichstätt.
Das Zögern des Vatikan könne aber auch damit zusammenhängen, daß Hemel bereits in dritter Ehe lebt.
Der frühere Top-Unternehmenschef und dreifache Vater ist derzeit mit einer Kolumbianerin verheiratet. Die Ehe ist laut dem Pressesprecher der Universität allerdings kirchenrechtlich gültig.
Hemel selbst erklärte laut dem Boulevard-Magazin ‘Spiegel’: „Es ist zu Verzögerungen gekommen. Ich bin überzeugt, daß die Bestätigung noch eingehen wird.“
Top-Manager und Lions-Club
Hemel studierte in Mainz und Rom katholische Theologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Sprachwissenschaften. Danach promovierte und habilitierte er 1988 an der katholischen-theologischen Fakultät der Universität Regensburg.
Dort war er anschließend als Privatdozent und außerordentlicher Professor tätig.
1991 wechselte Hemel zur Unternehmensberatung ‘Boston Consulting Group’, bevor er 1996 in die Heidenheimer Medizin- und Pflegeproduktfirma ‘Hartmann AG’ eintrat.
Laut Pressestelle der Universität Eichstätt gründete er 2006 gemeinsam mit seiner gegenwärtigen Frau die international tätige Stiftung ‘Kinder ohne Grenzen’, die sich unter anderem Kindern in den Elendsvierteln der kolumbianischen Millionenstadt Medellín widmet.
In seinem Heimatort Laichingen 25 Kilometer westlich von Ulm engagiert sich Hemel außerdem aktiv als Leiter des örtlichen Entwicklungs- und umweltpolitischen Aktionsprogramms ‘Agenda 21’, im katholischen Pfarrgemeinderat Maria Regina sowie im Lions Club.
© Bild: Pressestelle Universität Eichstätt
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Dienstag, 15. April 2008 00:28
Günther M.: Wen wundert’s?
Der Mann ist zum dritten Mal verheiratet. Das ist ja nicht nur mal ein Ausrutscher. Das ist Sündigen
aus Gewohnheit. Dahinter steht eine Gesinnung, die gegen die Gesetze rebelliert.
So ein Mann in kirchlicher Position, wäre den Bock zum Gärtner zu machen. Auch wenn er auf noch so viele weltliche Erfolge verweisen kann, wie er vor Gott dasteht ist eine ganz andere Frage.
So ein Mann in kirchlicher Position, wäre den Bock zum Gärtner zu machen. Auch wenn er auf noch so viele weltliche Erfolge verweisen kann, wie er vor Gott dasteht ist eine ganz andere Frage.
Montag, 14. April 2008 18:33
sexychrist: @ Marcelus
So ein Bullshit! Jedem wird vergeben, jeder kommt in den Himmel! Auf Erden sollte die keineswegs heilige katholische Kirche eher zum hiesigen Wohl der Menschen arbeiten!
Sonntag, 13. April 2008 21:16
Nachtlaterne: selig die toten im herrn:
Sonntag, 13. April 2008 21:12
Marcelus: @sexychrist: Die Kirche braucht überhaupt nichts an ihrer Lehre ändern
Ändern müssen sich jene, die in den Himmel wollen.
Die Kirche selbst braucht die Menschen nicht,
die Menschen brauchen die Kirche, wenn sie überleben wollen.
Die Kirche selbst braucht die Menschen nicht,
die Menschen brauchen die Kirche, wenn sie überleben wollen.
Sonntag, 13. April 2008 21:10
20mancro5: @Nachtlaterne
Das du eine zutiefst antidemokratische Einstellung hast das wissen wir bereits.Also verschon uns damit.Oder willste dich mit aller Gewalt lächerlich machen.
Sonntag, 13. April 2008 21:08
Nachtlaterne: den opfern der demokratie
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