Eher ein Schwanengesang?
Es ist schon ein Fortschritt, daß ein Bischof sagt, daß gewisse Dinge getan gehören. Ob und wie sie tatsächlich umgesetzt werden, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt.
(kreuz.net, Chur) Am 3. April sprach der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder, in der Stadt Zürich vor
dem Synodenstamm der Römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich.
Die sogenannte Römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich ist ein nach staatlichen Gesetzen organisiertes Kirchenparlament, das die Kirchenfinanzen kontrolliert und eine zwielichtige und häufig kirchenfeindliche Rolle spielt.
Während seiner Ansprache sagte der Bischof unter anderem:
• Handlungsbedarf besteht bei der Glaubensverkündigung – zunächst bei der Einführung der Kinder und Jugendlichen in das katholische Glaubensverständnis.
• Handlungsbedarf besteht aber auch in der Erwachsenenkatechese. Junge Eltern sind beispielsweise nicht mehr in der Lage, ihren Kindern und Jugendlichen den katholischen Glaubensreichtum zu vermitteln. Ihnen müssen wir beistehen und sie zur Weitergabe des Glaubens befähigen.
• Eine erneuerte Katechese kann alsdann zum Zentrum des katholischen Glaubens führen – zum sakramentalen Leben. Das Bewußtsein der Bedeutung der Sakramente – vor allem eines fruchtbaren, nicht nur äußerlichen Empfangs dieser Gaben Gottes – hat in den vergangenen Jahren stark gelitten und bedarf einer neuen Sinngebung und einer Vertiefung.
• Handlungsbedarf besteht in der Befähigung Erwachsener allgemein, ihr Glaubenszeugnis – das einen engsten Zusammenhang mit der Firmung hat – in ihrer Umwelt abzulegen und dadurch die Gesellschaft christlicher – oder wiederum christlicher – werden zu lassen.
• Handlungsbedarf ist angezeigt in der Ökumene, wo der Dialog bezüglich der ganz entscheidenden Fragen erst ganz zaghaft angelaufen ist. Die grundlegenden Probleme sind bislange zu wenig bezeichnet und erörtert worden.
• Handlungsbedarf besteht auch bei der Weckung und Förderung von geistlichen Berufungen. Zum Teil stellen wir diesbezüglich – in gewissen Gegenden und Pfarreien – eine große Sterilität fest. Berufung wachsen aus der Mitte unserer Gemeinschaften heraus.
• Handlungsbedarf stellen wir auch im Bereich der Diakonie und der Caritas fest, beziehungsweise besteht die Notwendigkeit, das in den vergangenen Jahren Erreichte weiterführen zu können. Der gesellschaftliche Wandel, vor allem die ökonomischen Probleme, fordern unsere ganze Aufmerksamkeit. Hier ist vor allem die kompetente Laienmitarbeit gefragt.
• Handlungsbedarf besteht auch bei der Weiterentwicklung des Verhältnisses Kirche – Staat. Wie gestaltet sich dieses Verhältnis in Zukunft, und wie gestaltet es sich noch besser auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils?
Hierher gehört auch die Frage, in welcher Form eine Kooperation von Kirche und Staat bezüglich der staatlichen Ordnung mit Blick auf die jeweiligen kirchlichen Organisationen in Zukunft möglich und sinnvoll sein wird.
Die sogenannte Römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich ist ein nach staatlichen Gesetzen organisiertes Kirchenparlament, das die Kirchenfinanzen kontrolliert und eine zwielichtige und häufig kirchenfeindliche Rolle spielt.
Während seiner Ansprache sagte der Bischof unter anderem:
• Handlungsbedarf besteht bei der Glaubensverkündigung – zunächst bei der Einführung der Kinder und Jugendlichen in das katholische Glaubensverständnis.
• Handlungsbedarf besteht aber auch in der Erwachsenenkatechese. Junge Eltern sind beispielsweise nicht mehr in der Lage, ihren Kindern und Jugendlichen den katholischen Glaubensreichtum zu vermitteln. Ihnen müssen wir beistehen und sie zur Weitergabe des Glaubens befähigen.
• Eine erneuerte Katechese kann alsdann zum Zentrum des katholischen Glaubens führen – zum sakramentalen Leben. Das Bewußtsein der Bedeutung der Sakramente – vor allem eines fruchtbaren, nicht nur äußerlichen Empfangs dieser Gaben Gottes – hat in den vergangenen Jahren stark gelitten und bedarf einer neuen Sinngebung und einer Vertiefung.
• Handlungsbedarf besteht in der Befähigung Erwachsener allgemein, ihr Glaubenszeugnis – das einen engsten Zusammenhang mit der Firmung hat – in ihrer Umwelt abzulegen und dadurch die Gesellschaft christlicher – oder wiederum christlicher – werden zu lassen.
• Handlungsbedarf ist angezeigt in der Ökumene, wo der Dialog bezüglich der ganz entscheidenden Fragen erst ganz zaghaft angelaufen ist. Die grundlegenden Probleme sind bislange zu wenig bezeichnet und erörtert worden.
• Handlungsbedarf besteht auch bei der Weckung und Förderung von geistlichen Berufungen. Zum Teil stellen wir diesbezüglich – in gewissen Gegenden und Pfarreien – eine große Sterilität fest. Berufung wachsen aus der Mitte unserer Gemeinschaften heraus.
• Handlungsbedarf stellen wir auch im Bereich der Diakonie und der Caritas fest, beziehungsweise besteht die Notwendigkeit, das in den vergangenen Jahren Erreichte weiterführen zu können. Der gesellschaftliche Wandel, vor allem die ökonomischen Probleme, fordern unsere ganze Aufmerksamkeit. Hier ist vor allem die kompetente Laienmitarbeit gefragt.
• Handlungsbedarf besteht auch bei der Weiterentwicklung des Verhältnisses Kirche – Staat. Wie gestaltet sich dieses Verhältnis in Zukunft, und wie gestaltet es sich noch besser auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils?
Hierher gehört auch die Frage, in welcher Form eine Kooperation von Kirche und Staat bezüglich der staatlichen Ordnung mit Blick auf die jeweiligen kirchlichen Organisationen in Zukunft möglich und sinnvoll sein wird.
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Dienstag, 15. April 2008 10:29
Aleph: „Fisimatenten“
Ganz bestimmt ist das französische „visite a ma tante“ (daraus wurde zu deutsch: Fisimatenten) gemeint.
Es bedeutet ursprünglich die ausgeklügelte, gestelzte Artigkeit beim Besuch einer reichen Erbtante, um derselben zu imponieren und hat eher etwas mit Erbschleicherei zu tun.
Natürlich können Erbschleicher nach dem Besuch der Erbtante sehr fies werden, wenn sich die Erbtante anders entschieden haben sollte.
Nur kluge Füchse sprechen dann davon, dass die Trauben viel zu sauer sind (Erbschaftssteuer ist viel zu hoch).
Das sagt man natürlich nicht so plump, wenn man an dem Plunder nicht interessiert ist und wenn es nicht erstrebenswert ist, Anstrengungen zu machen, daran zu kommen.
Das Wort bedeutet im heutigen Sprachgebrauch: leeres Getue, umständliches Gehabe.
Es bedeutet ursprünglich die ausgeklügelte, gestelzte Artigkeit beim Besuch einer reichen Erbtante, um derselben zu imponieren und hat eher etwas mit Erbschleicherei zu tun.
Natürlich können Erbschleicher nach dem Besuch der Erbtante sehr fies werden, wenn sich die Erbtante anders entschieden haben sollte.
Nur kluge Füchse sprechen dann davon, dass die Trauben viel zu sauer sind (Erbschaftssteuer ist viel zu hoch).
Das sagt man natürlich nicht so plump, wenn man an dem Plunder nicht interessiert ist und wenn es nicht erstrebenswert ist, Anstrengungen zu machen, daran zu kommen.
Das Wort bedeutet im heutigen Sprachgebrauch: leeres Getue, umständliches Gehabe.
Sonntag, 13. April 2008 12:30
Nachtlaterne: Reinheitsgebot nur beim Bier!?
Sonntag, 13. April 2008 12:27
Bernd Stromberg: @Genoveva
Da haben Sie wieder mal ins Schwarze getroffen. Wenn man die Umformulierung der Karfreitagsfürbitte als Fisimatente bezeichnet und sich weigert, diese zu rezipieren, ist das durchaus vergleichbar mit dem, was allerdings im großen Stil etwa ein Pf. Breitenbach macht. Denn für ihn ist wohl das gesamte Messbuch eine Fisimatente, so dass er sich seine eigenen Texte schreibt. Auch dies ist ein schöner Beleg dafür, dass sich Extremisten gleichwelcher Coleur irgendwie und irgendwo immer berühren.
Sonntag, 13. April 2008 12:21
sexychrist: Inhaltlich und stilistisch
grauenhaft
Sonntag, 13. April 2008 12:08
Nachtlaterne: sehr wichtiger link
Samstag, 12. April 2008 23:31
Genoveva: Seminarist: Was reden Sie da für ein anmaßendes Zeug?
Die FSSPX hat hier Recht und Pflicht, diese Fisimatenten nicht mitzumachen.
Die „Fisimatenten“ sind eine verbindliche Anordung des Hl. Vaters. Das mag Ihnen nicht passen, aber wir sind hier doch nicht bei „Wünsch Dir was“! Seit wann kann jeder dahergelaufene Kleriker selbst entscheiden, ob er Anweisungen des Hl. Vaters umsetzt oder nicht? Wie unterscheidet sich die FSSPX denn dann von den ständig beschimpften „Modernisten“, die sich nicht an die liturgischen Vorgaben halten? Oder wollen Sie allen Ernstes auch für die Ablehnung dieser Änderung den „dogmatischen Notstand“ in Anspruch nehmen? Ist irgendetwas an dieser Neuformulierung gegen den katholischen Glauben?
Die „Fisimatenten“ sind eine verbindliche Anordung des Hl. Vaters. Das mag Ihnen nicht passen, aber wir sind hier doch nicht bei „Wünsch Dir was“! Seit wann kann jeder dahergelaufene Kleriker selbst entscheiden, ob er Anweisungen des Hl. Vaters umsetzt oder nicht? Wie unterscheidet sich die FSSPX denn dann von den ständig beschimpften „Modernisten“, die sich nicht an die liturgischen Vorgaben halten? Oder wollen Sie allen Ernstes auch für die Ablehnung dieser Änderung den „dogmatischen Notstand“ in Anspruch nehmen? Ist irgendetwas an dieser Neuformulierung gegen den katholischen Glauben?
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