Wurde die Haltung zum Geschlechtlichen tatsächlich sachgerechter?
Mit vielen Einerseits und Andererseits schlängelten sich die Deutschen Bischöfe im August 1968 durch die Enzyklika ‘Humanae vitae’ von Paul VI. Der zweite Teil der ‘Königsteiner Erklärung’.
(kreuz.net) 4. Das neue päpstliche Rundschreiben hat in der Kirche und in der Welt sehr viel Zustimmung
gefunden – ein Zeichen für die Übereinstimmung vieler Gläubigen, ja auch nichtkatholischer Christen
mit den Zielen des Papstes und mit grundsätzlichen Gedanken und Forderungen seiner Enzyklika.
Die Enzyklika ist aber auch auf Widerspruch gestoßen. Bei Katholiken beruht dieser nicht auf einer grundsätzlichen Ablehnung der päpstlichen Autorität.
In den letzten Jahren sind die Themen, die jetzt in der Enzyklika behandelt wurden, sehr eingehend diskutiert worden.
Neue Fragestellungen und neue Gesichtspunkte theologischer und profaner Wissenschaften, die auch in Rom bei der Vorbereitung der Enzyklika erörtert wurden, sind weiten Kreisen bekannt.
Sie fanden im Schrifttum ihren Niederschlag, haben die katholische Ehe- und Familienarbeit mitbestimmt und sind in den verschiedenen Formen der Erwachsenenbildung und des Apostolates der Laien wirksam geworden.
Sie hatten auch ihre Auswirkung auf die seelsorgliche Praxis.
Die Methoden der Verwirklichung verantwortlicher Elternschaft wurden vielfach dem verantwortungsbewußten Gewissensurteil der Eheleute überlassen, ohne daß dabei dem Ungehorsam gegen die Kirche, dem Subjektivismus oder der Willkür das Wort geredet wurde.
So ist es verständlich, daß viele Priester und Laien vom Heiligen Vater eine andere Entscheidung erwartet hatten. Das erklärt auch das zwiespältige Echo auf das Erscheinen der Enzyklika.
5. Viele Priester und Laien nehmen die Enzyklika ohne Einschränkung an. Sie danken dem Papst für den Mut und die Klarheit seines Wortes. Sie verteidigen, privat und öffentlich, die von ihm ausgesprochene Lehre.
Andererseits hat keine Enzyklika der letzten Jahrzehnte so viel Widerspruch gefunden wie diese. Die Diskussion um die strittigen Fragen ist nicht beendet, sondern aufs stärkste entfacht.
Bei vielen Priestern und Laien, die ebenso in Liebe zur Kirche stehen wollen, herrscht große Ratlosigkeit. Sie leiden nicht nur unter den Schwierigkeiten, diese Lehre zu leben oder in die seelsorgliche Praxis umzusetzen.
Sie haben vielfach auch ernste Gewissensbedenken, die in der Enzyklika ausgesprochenen Verpflichtungen zu bejahen und zu vertreten.
6. Für viele Kritiker der Kirche ist allerdings das Rundschreiben auch zu einem Anlaß billiger und manchmal sogar böswilliger Abreaktion antikatholischer, antikirchlicher oder antiklerikaler Vorurteile und Affekte geworden.
Emotionen und unkritische Stellungnahmen werden jedoch dem Ernst der Frage nicht gerecht.
Das Echo auf die Enzyklika ist auch zu sehen im Zusammenhang mit der Glaubenssituation vieler Christen, mit der großen Sensibilität des heutigen Menschen in Fragen der Autorität, mit dem vielfach bestehenden Verdacht auf eine im Vergleich zum Konzil rückläufige Bewegung in der Kirche. Die Massenmedien tragen dazu bei, daß die vielschichtige Diskussion täglich Millionen erreicht und nicht selten verwirrt.
7. Dieses ganze Geschehen hat aber nicht nur negative Aspekte. Wir dürfen in ihm auch einen heilsamen Läuterungsprozeß sehen. Die Einstellung zum Geschlechtlichen wird sachgerechter.
Es bahnen sich neue Formen der Verwirklichung von Autorität und Freiheit in der Kirche an. Das Ganze kann ein wirksamer Beitrag zur Erneuerung der Kirche im Sinne des II. Vatikanischen Konzils sein.
Die Enzyklika ist aber auch auf Widerspruch gestoßen. Bei Katholiken beruht dieser nicht auf einer grundsätzlichen Ablehnung der päpstlichen Autorität.
In den letzten Jahren sind die Themen, die jetzt in der Enzyklika behandelt wurden, sehr eingehend diskutiert worden.
Neue Fragestellungen und neue Gesichtspunkte theologischer und profaner Wissenschaften, die auch in Rom bei der Vorbereitung der Enzyklika erörtert wurden, sind weiten Kreisen bekannt.
Sie fanden im Schrifttum ihren Niederschlag, haben die katholische Ehe- und Familienarbeit mitbestimmt und sind in den verschiedenen Formen der Erwachsenenbildung und des Apostolates der Laien wirksam geworden.
Sie hatten auch ihre Auswirkung auf die seelsorgliche Praxis.
Die Methoden der Verwirklichung verantwortlicher Elternschaft wurden vielfach dem verantwortungsbewußten Gewissensurteil der Eheleute überlassen, ohne daß dabei dem Ungehorsam gegen die Kirche, dem Subjektivismus oder der Willkür das Wort geredet wurde.
So ist es verständlich, daß viele Priester und Laien vom Heiligen Vater eine andere Entscheidung erwartet hatten. Das erklärt auch das zwiespältige Echo auf das Erscheinen der Enzyklika.
5. Viele Priester und Laien nehmen die Enzyklika ohne Einschränkung an. Sie danken dem Papst für den Mut und die Klarheit seines Wortes. Sie verteidigen, privat und öffentlich, die von ihm ausgesprochene Lehre.
Andererseits hat keine Enzyklika der letzten Jahrzehnte so viel Widerspruch gefunden wie diese. Die Diskussion um die strittigen Fragen ist nicht beendet, sondern aufs stärkste entfacht.
Bei vielen Priestern und Laien, die ebenso in Liebe zur Kirche stehen wollen, herrscht große Ratlosigkeit. Sie leiden nicht nur unter den Schwierigkeiten, diese Lehre zu leben oder in die seelsorgliche Praxis umzusetzen.
Sie haben vielfach auch ernste Gewissensbedenken, die in der Enzyklika ausgesprochenen Verpflichtungen zu bejahen und zu vertreten.
6. Für viele Kritiker der Kirche ist allerdings das Rundschreiben auch zu einem Anlaß billiger und manchmal sogar böswilliger Abreaktion antikatholischer, antikirchlicher oder antiklerikaler Vorurteile und Affekte geworden.
Emotionen und unkritische Stellungnahmen werden jedoch dem Ernst der Frage nicht gerecht.
Das Echo auf die Enzyklika ist auch zu sehen im Zusammenhang mit der Glaubenssituation vieler Christen, mit der großen Sensibilität des heutigen Menschen in Fragen der Autorität, mit dem vielfach bestehenden Verdacht auf eine im Vergleich zum Konzil rückläufige Bewegung in der Kirche. Die Massenmedien tragen dazu bei, daß die vielschichtige Diskussion täglich Millionen erreicht und nicht selten verwirrt.
7. Dieses ganze Geschehen hat aber nicht nur negative Aspekte. Wir dürfen in ihm auch einen heilsamen Läuterungsprozeß sehen. Die Einstellung zum Geschlechtlichen wird sachgerechter.
Es bahnen sich neue Formen der Verwirklichung von Autorität und Freiheit in der Kirche an. Das Ganze kann ein wirksamer Beitrag zur Erneuerung der Kirche im Sinne des II. Vatikanischen Konzils sein.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
2. Wurde die Haltung zum Geschlechtlichen tatsächlich sachgerechter?
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Montag, 21. April 2008 00:07
Biene Maja: Sexualität
gehört in die Ehe Liebe ist ganz was anderes Hingabe Opferbereitschaft und steckerweise Askese man muss nicht immer…dann kommen nicht soviele Kinder
Dienstag, 15. April 2008 14:29
Regina 1961: @Peter-Pan
Sie müssen schon richtig lesen: Ich habe nicht Sterbehilfe ainem aktiven Mrd gleichgestellt, sondern
Abtreibung. Aber aktive Sterbehilfe fällt für mich in genau dasselbe Raster. Sie haben Recht, dieses
Thema ist mit 1500 Zeichen nicht zu lösen. Lassen wir es im Moment dabei, bei Ihnen dieselbe Argumentation
wie bei Kurt, ich weiche in diesem Punkt nicht von meiner Meinung ab. Ich kann es nicht. Auch wenn ich
Ihre und die Gründe von Kurt verstehe, diese Gründe sind nicht in meiner Gedankenwelt.
LG Regina1961
LG Regina1961
Dienstag, 15. April 2008 13:57
Peter-Pan: @Regina1961
Wollen Sie bestreiten, daß es vor ca 70 Jahren ein Regime in Deutschland gab, daß Kranke und Behinderte
„euthanasierte“, also in einen „guten Tod“ schickte?
Will ich bestreiten, dass vor siebzig Jahren Menschen in einen „guten Tod“ geschickt. Äh, ja. Unwertes Leben wurde damals häufig schlicht beseitigt, Menschen also ermodet; was fraglos falsch ist.
Aber der Vergleich zur aktuellen Euthanisierungsdebatte hinkt natürlich. Es geht heute in erster Linie darum, ob man Menschen, die aufgrund schrecklicher Leiden beschließen, ihr Leben zu beenden, das erlaubt, sie dabei unterstützt oder sie notfalls auch gewaltsam davon abhält.
Weder ist das Thema einfach, noch gibt es einfache Antworten auf die damit verbundenen Fragen. Doch es gibt klar Fälle in denen es uneinsichtig scheint, irgendeine Allgemeinmoral vor dem konkreten Wunsch eines schrecklich leidenden Menschen zu stellen – diesen notfalls dazu zu zwingen, länger zu leiden, weil man irgendeiner fixierten (und in diesem Fall gar nicht so moralischen) Moral folgt.
Wie gesagt, das Thema ist nicht einfach. Aber erwünschte Sterbehilfe mit aktiven Mord gleichzustellen; doch, das ist böswilig.
Das menschliche Leben und alles was damit in Verbindung steht, wird immer respektloser behandelt
Äh, von welchem historischen Punkt aus gesehen? Nach Jahrtausenden der Leibeigenschaft & Sklaverei, Folter & schrecklicher Strafen, Inquisition, Feldzüge, Kriege, Weltkriege, Verfolgungen & Holocaust. Wann genau wurde es respektvoller behandel…
Will ich bestreiten, dass vor siebzig Jahren Menschen in einen „guten Tod“ geschickt. Äh, ja. Unwertes Leben wurde damals häufig schlicht beseitigt, Menschen also ermodet; was fraglos falsch ist.
Aber der Vergleich zur aktuellen Euthanisierungsdebatte hinkt natürlich. Es geht heute in erster Linie darum, ob man Menschen, die aufgrund schrecklicher Leiden beschließen, ihr Leben zu beenden, das erlaubt, sie dabei unterstützt oder sie notfalls auch gewaltsam davon abhält.
Weder ist das Thema einfach, noch gibt es einfache Antworten auf die damit verbundenen Fragen. Doch es gibt klar Fälle in denen es uneinsichtig scheint, irgendeine Allgemeinmoral vor dem konkreten Wunsch eines schrecklich leidenden Menschen zu stellen – diesen notfalls dazu zu zwingen, länger zu leiden, weil man irgendeiner fixierten (und in diesem Fall gar nicht so moralischen) Moral folgt.
Wie gesagt, das Thema ist nicht einfach. Aber erwünschte Sterbehilfe mit aktiven Mord gleichzustellen; doch, das ist böswilig.
Das menschliche Leben und alles was damit in Verbindung steht, wird immer respektloser behandelt
Äh, von welchem historischen Punkt aus gesehen? Nach Jahrtausenden der Leibeigenschaft & Sklaverei, Folter & schrecklicher Strafen, Inquisition, Feldzüge, Kriege, Weltkriege, Verfolgungen & Holocaust. Wann genau wurde es respektvoller behandel…
Dienstag, 15. April 2008 10:18
Kurt K.: Regina1961
Das mit dem Zusammenkommen ist auch nicht nötig. Man k<nn doch unterschiedlicher Auffassung sein, ohne
sich direkt beschimpfen zu müssen bzw. jemanden schon das Fegefeuer und die ewige Hölle anzudrohen.
Ich rechne mich zu den zivilisierten Menschen. Obwohl ich Katholikin bin…
Eine sehr weise Aussage.
Eine sehr weise Aussage.
Dienstag, 15. April 2008 10:10
Regina 1961: @Kurt
Das mit dem Zusammenkommen ist auch nicht nötig. Man k<nn doch unterschiedlicher Auffassung sein, ohne
sich direkt beschimpfen zu müssen bzw. jemanden schon das Fegefeuer und die ewige Hölle anzudrohen.
Ich rechne mich zu den zivilisierten Menschen. Obwohl ich Katholikin bin…
@Peter-Pan: Sie wollen mir Böswilligkeit unterstellen? Da schießen Sie aber am Ziel vorbei. Nur Realismus. Wollen Sie bestreiten, daß es vor ca 70 Jahren ein Regime in Deutschland gab, daß Kranke und Behinderte „euthanasierte“, also in einen „guten Tod“ schickte? (Hadamar) Wollen Sie bestreiten, daß es in der Niederlande und Belgien straffrei ist, aktive Sterbehilfe zu leisten, und daß das von vielen Menschen dort mit großer Besorgnis gesehen wird? Wollen Sie betreiten, daß die Lockerung der Abtreibungsgesetze einhergeht mit der Frage der Euthanasie? Ich kan da nichts anderes als einen riesigen Zusammenhang sehen, Das menschliche Leben und alles was damit in Verbindung steht, wird immer respektloser behandelt. Daher finde ich die Haltung der Römisch-Katholischen Kirche bezüglich dieser Themen nur richtig. Konsequent wäre in diesem Zusammenhang dann aber auch, neu über Verhütung nachzudenken, damit gar nicht erst ein neues Leben entsteht, welches dann doch, aus welchen Gründen auch immer, „vernichtet“ werden muß.
LG Regina1961
@Peter-Pan: Sie wollen mir Böswilligkeit unterstellen? Da schießen Sie aber am Ziel vorbei. Nur Realismus. Wollen Sie bestreiten, daß es vor ca 70 Jahren ein Regime in Deutschland gab, daß Kranke und Behinderte „euthanasierte“, also in einen „guten Tod“ schickte? (Hadamar) Wollen Sie bestreiten, daß es in der Niederlande und Belgien straffrei ist, aktive Sterbehilfe zu leisten, und daß das von vielen Menschen dort mit großer Besorgnis gesehen wird? Wollen Sie betreiten, daß die Lockerung der Abtreibungsgesetze einhergeht mit der Frage der Euthanasie? Ich kan da nichts anderes als einen riesigen Zusammenhang sehen, Das menschliche Leben und alles was damit in Verbindung steht, wird immer respektloser behandelt. Daher finde ich die Haltung der Römisch-Katholischen Kirche bezüglich dieser Themen nur richtig. Konsequent wäre in diesem Zusammenhang dann aber auch, neu über Verhütung nachzudenken, damit gar nicht erst ein neues Leben entsteht, welches dann doch, aus welchen Gründen auch immer, „vernichtet“ werden muß.
LG Regina1961
Dienstag, 15. April 2008 09:56
methusalix: Die Dame glaubt nur an die Kalaschnikows der Palästinenser!
Florian Geyer @ Anita:
Sie glauben wenigstens ans Jenseits ?
Sie glauben wenigstens ans Jenseits ?
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