Blasphemie
Wenn der Kardinal dazu nichts zu sagen hat, dann tut er mir wirklich leid
Kürzlich hat der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’ dem Direktor des Wiener Skandal-Dommuseums geantwortet. Von Andrea Tornielli.
Kardinal Schönborn
Kardinal Schönborn
© Th1979, CC
(kreuz.net) Es tut mir leid, sehr geehrter Herr Bernhard Böhler, Direktor des Diözesanmuseums von Wien, aber ich kann Ihnen nicht zustimmen.

Im Weblog der Nachrichtenagentur ‘Reuters’ habe ich gelesen, daß Sie Aussagen gemacht haben, die ich für absurd halte:

Jene, die sich der Ausstellung des Blasphemie-Werkes von Alfred Hrdlicka widersetzten, der das Letzte Abendmahl in eine Homo-Orgie verwandelt hat, sind nach Ihren Angaben, Herr Direktor, „fundamentalistische Christen“.

Jene, die es sich erlaubt haben, Ihren Entscheid zu kritisieren, sind nach Ihren Angaben nicht in der Lage, die Botschaft des Künstlers zu würdigen und seine Größe zu erkennen.

Statt sich zu entschuldigen, verteidigen Sie sich, indem Sie jene angreifen, die es „gewagt“ haben, einen empörenden und verletzenden Entscheid zu kritisieren, und wollen uns beibringen, daß es Hrdlicka erlaubt sei, zu provozieren und das Museum das Recht habe, ihm Gelegenheit zu geben, seine Werke auszustellen.

Mir fehlen tatsächlich die Worte. Ich habe mich schon verschiedene Male als Kunstbanause erwiesen. Aber angesichts Ihrer Worte bin ich darüber nicht unglücklich.

Ich lasse es mir nicht bieten, als Fundamentalist tituliert zu werden, nur weil ich die Scheinwerfer auf einen Fall gelenkt habe, den ich für skandalös halte. Wenn der Kardinalerzbischof dazu nichts zu sagen hat, dann tut er mir wirklich leid.

Aus dessen Worten habe ich unter anderem verstanden, daß der geschätzte Würdenträger unter Druck der Polemik gehandelt hat und die Sache hätte weiterlaufen lassen, wenn sich niemand gerührt hätte.

An welchem Punkt sind wir im Namen der Kunst und der Ausdrucksfreiheit angelangt?

Für ein Diözesanmuseum, das solche „Werke“ ausstellen muß, um von sich reden zu machen, wäre es besser, ganz zuzusperren.

Sie, Doktor Böhler, würden bestimmt immer eine Arbeit als Presse-Agent von Hrdlicka finden, dem – angesichts des Windes, der in Österreich zieht – lukrative Aufträge von seiten der Kirche bestimmt nicht fehlen werden.

Anmerkung der Redaktion: Das Wiener Skandal-Dommuseum stellt weiterhin grob gotteslästerliche Werke aus – so ein Bild eines masochistischen Christus, dem der Peiniger bei der Geißelung an den erigierten Penis greift – oder ein Christus ohne Kopf und mit entblößten Geschlechtsteilen.
      
30 Lesermeinungen
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#31   Brandenburgis   18:06:31 | Donnerstag, 17. April 2008
Der Porno-Kardinal Schönborn
würde das sicherlich auch gern ausstellen, hilfsweise in der chilling zone seines darkrooms vorzeigen.
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#30   Gerard   17:42:26 | Donnerstag, 17. April 2008
Gegenausstellung im Wienr Diözesanmuseum
Mein Vorschlag, den Herrn Grafen fragen wir nicht:
Gegenausstellung im Wiener Diözesanmuseum
Ein wahrer Künstler, katholisch oder muslimisch, erstellt ein dreiteiliges Kunstwerk – der einzig wahre Prophet Mohammed defloriert einer seiner Kinderfrauen
1.Teil: vaginal
2.Teil: oral
3.Teil: anal
Ich bin überzeugt, dass sich die Katholiken aufregen werden, so etwas könne man doch nicht machen.
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#29   von Spee   17:33:04 | Donnerstag, 17. April 2008
Gottseidank! „Wo der Verstand versagt, dort steht noch das Gebäude des Glaubens!“ (Augustinus)
Eigentlich sollte es überflüssig sein, über etwas Kotzwürdiges Worte zu verlieren; doch ist folgender Vorfall zu der kardinalen Reaktion auf Hradlicka’s „Kunst“ von Interesse: Vor ungefähr 20 Jahren stellte Hradlicka in der Adventszeit seine perversen Sauereien in der Katholischen Akademie Schwerte aus. Höhepunkt der Ausstellung war ein penetrierter Christus am Kreuz durch eine männliche Person. Der „Künstler“ war damals schon tief in seinem Geschäft…! Nicht der Akademiedirektor, sondern angewiderte Besucher riefen sofort Erzbischof Degenhardt an. Nächsten Tag war die Ausstellung verschwunden! -Wenn man dann noch im Zusammenhang die miese Rolle Schönborns gegenüber seinem Kollegen Krenn bedenkt, könnte einem das Schaudern über den Rücken laufen. Armes Wien! Und so etwas hatte sich Chancen ausgerechnet Papst zu werden!!- Bestimmt hängen viele Hradlicka’s in den Schlössern derer von Schönborn…Gottseidank! Ubi defecerit ratio, ibi est fidei aedificatio (Augustinus).
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#28   Geist   14:33:29 | Mittwoch, 16. April 2008
@stimme der Vernunft
Danke für deine Antwort!!
Dann verstehe ich aber die Redaktion „+net“ nicht ganz, so etwas wird herausgenommen und die Beleidigungen , Anschuldigungen von Brandenburgis gegen Kardinal werden drinnen gelassen. Sehr einseitig sage ich nur, wie hier gehandelt wird!!!
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#27   stimme der vernunft †   13:12:14 | Mittwoch, 16. April 2008
@Geist
den Grund für die Löschung kannst du in meinem Posting direkt danach sehen. Ich hab das nämlich zitiert
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#26   Geist   00:22:39 | Mittwoch, 16. April 2008
Wunder gibt es immer wieder
Ah, habe gerade gesehen, dass ein Kommentar (habe zwar nicht gesehen, was drinnen stand ) von Brandenburgis von der Redaktion gelöscht wurde, schau an, schau an :-), lernen wir etwa dazu.
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#25   Biene Maja   16:58:44 | Dienstag, 15. April 2008
muntu
SIE haben Recht bei den Muslimen darf das nicht sagen da wird man gleich mit dem Tot bedroht
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#24   sexychrist   15:31:15 | Dienstag, 15. April 2008
Diverses
Wieso seid ihr Deppen immer so stolz, wenn ihr euch als „Fundamentalisten“ bezeichnet? Der Herr hier will anscheinend mit dem rückschrittigen Völkchen auch nichts zu tun haben!
Übrigens war es nicht kreuz.net, das sich darüber aufgeregt hat, dass in den Magazinen der SS im 3. Reich Vergewaltigungen und sexuelle Akte so ausführlich beschrieben wurden? Die Beschreibung der Bilder ist dem auch nicht unähnlich… :-D
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#23   muntu   15:21:08 | Dienstag, 15. April 2008
Was wäre
wenn im Dommuseum eine Karikatur von der Himmelfahrt Mohammeds höhnisch dargestellt wäre…die Bude wäre schon längst in Brand gesetzt…und Graf Schönborn längst mit Großmufti Al Sadr ersetzt…mit anderen Religionen legt man sich nicht an, die eigene lässt man durch den Dreck ziehen und manche helfen einwenig nach…und das soll Kunst sein???…
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#22   Aleph †   15:20:44 | Dienstag, 15. April 2008
Brandenburgis
1957 war kein Papst Jahr. Der Nachfolger von Pius XII. war Johannes XXIII., der 1958 zum Papst gewählt wurde. 1957 war also nix.
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#21   stimme der vernunft †   14:56:00 | Dienstag, 15. April 2008
@Brandenburgis
ist rein hypothetisch, da seit 1957 nur noch erprobte Kriminelle als Päpste zugelassen werden
Wow, dann ist ja die hetznet-Redaktion äusserst papabile, und zwei Drittel der Poster hier auch!
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#19   clarissa colonia   13:32:39 | Dienstag, 15. April 2008
„Man merkt die Absicht …“
Müßte es nach Torquato Tasso (2, 1) nicht „spürt“ heißen?
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#18   stimme der vernunft †   13:29:38 | Dienstag, 15. April 2008
Oh, ein Wortspiel!
Klasse! Aber an die Beiträge vom senkrechten Katholen kommst du nicht heran. Dem seine Komik ist unübertroffen!
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#17   Sozialkatholisch   13:28:07 | Dienstag, 15. April 2008
Stimme stimmt nich
;-) und müsste gestimmt werden!
^-^
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#16   stimme der vernunft †   13:26:02 | Dienstag, 15. April 2008
@ Sozi: stimmt nich
so what???
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#15   Sozialkatholisch   13:24:20 | Dienstag, 15. April 2008
Ich denke mal,
unser Pontifex bräuchte dann keinen halben Mantel, sondern eine ganze Ritterrüstung.
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#14   Hans Bendix   13:20:44 | Dienstag, 15. April 2008
Eine Visitation in Rom?
Das Kardinalskollegium dürfte wohl die einzige Körperschaft sein, mit der sich kein Pontifex mehr freiwillig anlegen wird; die halten nämlich die Hand auf die vatikanischen Finanzen! Und einen Konflikt riskieren könnte ein Pontifex wahrscheinlich nur dann, wenn er im Voraus wüßte, daß er einen Martin fände, mit dessen Mantelhälfte er dann seine Blöße zu decken vermöchte.
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#13   Sozialkatholisch   13:12:44 | Dienstag, 15. April 2008
Stimmt nich Stimmchen!
Wenn Hellgrün teurer gewesen wäre, würden die Kardinäle heute alle in Hellgrün rumlaufen (und die Legende würde besagen, das stünde für die Hoffnung auf Christus)
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#12   Eruj Cigirb   13:00:09 | Dienstag, 15. April 2008
muntu
Das würde gar nichts helfen!
Der Satan sitzt in den obersten Reihen der K.K. Hierarchie.
Wen Kardinal auf diese Blasphemie nichts zu sagen hat, daß ist uns nur eine Bestätigung dafür. o^/
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#11   Brandenburgis   12:58:25 | Dienstag, 15. April 2008
Lieber Florian
die Intention dieses „himmlischen Geschenkes“ ist es, die Kirche für die Pforten der Hölle zu öffnen. Irre Dich nicht! Gott läßt sich nicht spotten, auch durch den widerwärtgin Lügner-Bande in Rom nicht, auch durch den lieben Pupapa nicht …
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#10   jeremy   12:30:12 | Dienstag, 15. April 2008
Hellgrün
wäre schön.
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#9   stimme der vernunft †   12:18:49 | Dienstag, 15. April 2008
Papperlapapp.
Das Kardinalsrot steht dafür, dass es früher die mit Abstand teuerste Farbe war.
Wenn Hellgrün teurer gewesen wäre, würden die Kardinäle heute alle in Hellgrün rumlaufen (und die Legende würde besagen, das stünde für die Hoffnung auf Christus)
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#8   Sozialkatholisch   11:54:52 | Dienstag, 15. April 2008
Und da soll das Kardinalsrot
dafür stehen das man für das Evangelium und der Ehre Christie auch bereit ist sein Blut zu geben, eine Schande.
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#7   Florian Geyer   11:53:48 | Dienstag, 15. April 2008
Brandenburgis
leider sind auch Sie verblendet.
Mit Ihrer Wortmeldung rammen sie dem Geschenk des Himmels in bitterer Stunde, Benedikt XVI welcher unsere Reihen anführt hinterrücks das Messer in den Rücken.
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#6   Brandenburgis   11:39:04 | Dienstag, 15. April 2008
Es ist Zeit
für eine apostolische Visitation in Rom, um diesen widerlichen Verbrecher-Dreckstall endlich total mit Feuer und Schwerrt auszurotten.
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#5   muntu   11:33:25 | Dienstag, 15. April 2008
Ich glaube
es ist wieder Zeit für eine apostolische Visitation in Wien!! o^/
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#4   Anton   11:24:54 | Dienstag, 15. April 2008
„Rom“ erwache!
Rom ist schon lange gefordert, aber es schweigt…schweigt…schweigt…schweigt…schweigt…
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#3   catharina   10:52:29 | Dienstag, 15. April 2008
Warum nicht
eine Nachfrage in Rom?
Auf diese Weise könnte der Kardinal in Erfahrung bringen, ob die Herren dort auch fundamentalistisch denken.
Und sein Fähnchen dann rasch wieder in den Wind hängen.
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#2   Aleph †   10:39:53 | Dienstag, 15. April 2008
Milchmädchen-Epistel
Eigentlich sollte zu diesem Brief kein Kommentar abgegeben werden.
Das würde seinen nicht nennenswerten Stellenwert unfreiwillig stärken.
„Man merkt die Absicht und man ist verstimmt“, über die Milchmädchen-Epistel.
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#1   Florian Geyer   10:38:00 | Dienstag, 15. April 2008
Wie gesagt
Die Geschichte zeigt eindeutig dass in Notzeiten immer selten auf die Bischöfe verlass war.
Hätten alle Heiligen und Märtyrer zeitlebens immer auf die Bischöfe gehört wären Sie keine geworden.
Ich verstehe zwar die Furcht und Sorge einen Schönborn vor Zummel, Wirbel, Spaltung und Attacken, doch entschuldigend ist dies nicht da Unterlassung wegen Menschenfurcht eine Eigenschaft ist die einem Bischof fremd und ferne sein müsste.
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