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Mittwoch, 16. April 2008 11:13
Der Besuch nach dem Besuch
Prälat Georg Ratzinger hat seinem Bruder über die Medien zum Geburtstag gratuliert. Feiern wollen die beiden Brüder nachträglich in Rom. Trotz Problemen mit dem Reisepaß.
Ankunft in Washington gestern abend.
Ankunft in Washington gestern abend.
(kreuz.net, Regensburg) Der Bruder des Papstes, Prälat Georg Ratzinger, gratulierte Benedikt XVI. vor der Boulevardzeitung ‘Bild’ zum heutigen Geburtstag. Er wünscht ihm, daß er gesund und leistungsfähig bleibt.

Ferner: „Daß er noch ein paar Jährchen arbeiten und regieren darf – und es danach im Jenseits gut ausschaut.“

Zur Frage des Journalisten, ob in seiner Familie nicht der Namenstag bedeutsamer war als der Geburtstag, erinnert sich Prälat Ratzinger:

„Namenstag war immer sehr feierlich. Da gab’s einen festlichen Frühstückstisch, mittags Torte und Bohnenkaffee. Und auch ein Geschenk. Meistens waren’s praktische Sachen.“

Auf die Reisen seines Bruders ist der Prälat nicht eifersüchtig. Er sei „in den letzten Lebensjahren, wo einem alles ein bißchen schwerfällt“.

Schon nächsten Dienstag wird der Prälat selber auf Reisen gehen. Er besucht seinen Bruder bis zum 2. Mai.

Ein vatikanisches Auto wird ihn am Flughafen abholen:

Prälat Georg Ratzinger
Prälat Georg Ratzinger
„Ein Polizeiauto fährt voraus und macht Alarm mit Sirene und Blaulicht. Da kommt man auch trotz Stau sehr schnell an. Wir sind mal vom Vatikan zum Flughafen in elf Minuten gefahren. Das war Rekordzeit!“

Den Flug tritt Prälat Ratzinger mit einem abgelaufenen Reisepaß an. Das berichtete die ‘Mittelbayerische Zeitung’.

Er habe kürzlich „erschreckt“ festgestellt, daß sein Paß abgelaufen ist. Deshalb beantragte er am Montag ein neues Reisedokument. Doch das wird nicht rechtzeitig fertig:

„Die Leute in der Paßbehörde waren sehr freundlich. Sie haben gesagt, ich brauch’ mir wegen meinem ungültigen Paß keine Sorgen machen. Das paßt schon.“

Am Tag seiner Ankunft, dem Mittwoch, feiert der Papstbruder seinen Namenstag.

Ein offizielles Fest wird – gemeinsam mit einer nachträglichen Geburtstagsfeier für den Papst – am übernächsten Donnerstag stattfinden. Der ex-kommunistische italienische Staatspräsident läßt für den Anlaß die Mailänder Sinfoniker in der Audienzhalle des Vatikan aufspielen.

Der frühere Kapellmeister der Regensburger Domspatzen freut sich auf den Hörgenuß. Er und sein Bruder hätten aus acht Programmpunkten auswählen können:

„Mein Bruder hätte gerne die Mozart C-Moll-Messe gehört, aber dann hat sich der italienische Staatspräsident doch für etwas Italienischeres entschieden. Verdi? Nein. Ein moderner Komponist des Landes wird es sein. ich komm jetzt auf den Namen nicht. Der hat auch eine Schubert-Variation im Programm.“

In Rom kann Prälat Ratzinger auch alte Bekannten aus der Heimat treffen.

Frau Therese Hofbauer, die Nachbarin des päpstlichen Hauses in der Ortschaft Pentling bei Regensburg, wird zum Beispiel Ende April ebenfalls in die Ewige Stadt reisen.

Sie bringt dem Papst die letzten Neuigkeiten von zuhause: „Heiliger Vater, die Fenster hamma streichen lassen. Und Kater Chico war schon wieder im Fernsehen.“

Das Video-Interview mit Prälat Georg Ratzinger
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 12 Lesermeinungen:
Mittwoch, 16. April 2008 18:36
methusalix †: noch’n Beitrag:
… der ex-kommunistische Staatsptäsident …

Ist ganz sicher KEIN ex-kommunistischer Staatspräsident. Einmal Bolschewik, immer Bolschewik! Und ganz sicher Freimaurer! Und so was an Paparatzis Geburtstagstafel. Pfui!
Mittwoch, 16. April 2008 14:12
Harte Worte, aber wenn man mal so drüber nachdenkt…
Mittwoch, 16. April 2008 14:09
stimme der vernunft: Apropos dringeblieben.
manchmal fragt man sich, ob die Hebamme nicht im einen oder anderen Fall das Kind weggeworfen und die Nachgeburt großgezogen hat, wenn man sieht wer sich hier so alles als traditioneller Katholik ausgibt.
Mittwoch, 16. April 2008 14:04
Ihre Mutter hat Grund zum Jubeln. Stellen Sie sich vor, Sie wären drin geblieben!…
Mittwoch, 16. April 2008 14:00
ordo62: was gibts denn da zu feiern?
Soll ich etwa den Tag bejubeln, an welchem ich aus der warmen und sicheren Geborgenheit des Mutterleibes hienausgeworfen wurde in diese kalte und perverse Welt.

Nein, da feiere ich lieber den Tag der Taufe, an dem ich zu einem Kind Gottes wurde. An diesem Tag begann nicht meine irdische Existenz, sondern das ewige Leben.
Mittwoch, 16. April 2008 13:34
Aleph: stimme der vernunft
Ja, die machen sicher alle Handkommunion und beflecken sich andauernd selbst!

Wo soll es da schon Flecken geben?
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